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Nordrhein-Westfalen holte alle Teamtitel beim Länderpokal im
SeePark Kirchheim
Der 23.
DDV-Länderpokal, der am 19. Juni 2010 nun bereits zum 2. Mal im SeePark
Kirchheim (Hessen) ausgetragen wurde, war an Spannung aber auch an Fairness kaum
zu überbieten. Den Titel im Achterteam der Herren gewann Nordrhein-Westfalen (1)
vor Hessen (1). Platz 3 ging an Bayern (1) und Hamburg (1). Auch im Viererteam
der Damen siegte NWDV (1), als man sich im Endspiel gegen den
Überraschungsfinalisten Bremen (2) durchsetzte. Dritte wurden hier Niedersachsen
(2) und Hessen (1). Die Gesamtwertung um den Länderpokal gewann folgerichtig der
NWDV mit klarem Punktvorsprung vor Hessen und Bremen.

Michael Reinartz hat gerade im Finale des
Herrenteams zum Titel für NWDV (1) gecheckt
Beeton,
Zwitkowitsch und Hopp Kirchheim-Cup-Sieger
Wie schon im Vorjahr liefen auch diesmal Einzelturniere für Herren und Damen, um
den früh ausgeschiedenen Teamspielern die Möglichkeit zu geben auch weiter ihre
Darts fliegen zu lassen. Das kam auch diesmal wieder allerbestens an, was die
Zahlen von 115 Herren und 41 Damen nachweisen.
Im
Herreneinzel gab es im Finale ein Vereinsduell des Bundesligisten Diedersen, als
sich Andrew Beeton knapp mit 3:2 gegen Johann Honner durchsetzte. Peter Trapp
aus Fulda und Stefan Stoyke aus Oyten wurden Dritte.
Bei den
Damen verteidigte Stefanie Zwitkowitsch aus Hannover ihren Titel, als sie das
Finale 3:1 gegen Nationalspielerin Sabine Schmidtke gewann. Platz 3 ging an
Sarah Heitmann aus (M´gladbach) und Nicole Messerschmidt vom NDV. Die 5. Plätze
bei Herren und Damen zeigen die Tableaus.
Die
Jugend organisierte ihren Wettbewerb selbst, es spielten dort 22 Jungen und
Mädchen gemischt. Die ersten 4 Plätze des Doppel-KO gespielten Turniers gingen
alle an männliche Vertreter, wobei Max Hopp (Idstein) im Finale 3:1 und 3:2
gegen Florian Menzel (Bochum) siegte. Kevin Meyer (Hamburg) wurde Dritter, Platz
4 ging an Kevin Karakurt (Berlin).

Die Turniere um den Kirchheim-Cup gewannen
Beeton vor Honner,
Zwitkowitsch vor Schmidtke und bei der Jugend siegte Max Hopp
Ein
Vegesacker war nicht genug für HBDV
Das Feld im Herren-Achterteam war mit 32 Mannschaften voll besetzt. Gespielt
wurde Einfach-KO, 8 Einzel und 4 Doppel. Beim Erreichen des 7. Punktes wurde
abgebrochen. In Runde 1 konnten 3 Teams zu Null gewinnen. Überraschend war
sicher die Höhe des 7-0 von BWDV (4) gegen Hamburg (3), während man die
Kantersiege der Titelaspiranten NWDV (1) gegen Bremen (2) und Hessen (1) gegen
NWDV (4) schon erwarten durfte.
Das
überraschendste Ergebnis war sicher das haushohe 7-2 von Bayern (2) gegen
Bremens Erste, das immerhin schon 3 Mal im Finale gestanden hat. Wenn man
allerdings weiß, dass bei Bremen mit Oliver Hinz nur ein einziger Spieler des
Bundesligameisters DC Vegesack mit dabei war, wird einiges klar. Der BWDV hatte
alle seine 4 Teams in die 2. Runde gebracht, wo dann allerdings 3 ausscheiden
mussten. BWDV (1) allerdings, wo DDV-Nr. 1 Marko Puls fehlte, gelang gegen
Schleswig-Holstein das einzige 7-0 in diesem Achtelfinale.
Das
Top-Spiel dieser Runde entschied Hessen (1) mit 7-3 gegen Niedersachsen (1), bei
dem u.a. Beeton, Honner und Timmermann spielten, für sich. Dramatisch war es
zwischen Bayern (2) und Rheinland-Pfalz (1), das vorwiegend aus Spielern von
Kaiserslautern und Kastellaun bestand. Am Ende setzten sich die Bayern nach
Teamgame 7-6 durch und erreichten das Viertelfinale, wo Degel, Rohlederer & Co
sehr knapp mit 5-7 gegen Hessen (1) unterlagen.
Hamburg
(1) überzeugte im Viertelfinale mit einem 7-5 gegen BWDV (1). Die anderen beiden
Matches endeten jeweils etwas deutlicher mit 7-3, wobei NWDV (1) gegen
Niedersachsen (2), wo Jungen-Nr. 1 Arno Merk spielte, siegte - und Bayern (1)
gegen Berlin-Brandenburg (1) um Sensenschmidt, Schug und Przybylek siegte.

Hessen (1) belegte im Herrenteam den 2.
Platz, die meisten Spieler kommen vom TSV Ginnheim
NWDV
über Teamgame gegen BDV ins Finale
Neben den 3 immer zu den Favoriten gehörenden Teams von NWDV, HDV und Bayern,
hatten diesmal auch die Hamburger das Halbfinale erreicht, was aller Achtung
wert ist. Hier ging es nun gegen die Hessen. Hamburg erspielte sich eine 3-2
Führung, lag dann aber nach den Einzeln 3-5 zurück. Man kam mit dem gewonnenen
1. Doppel zwar noch mal auf 4-5 heran, doch die nächsten beiden gingen dann zum
7-4 für die Hessen verloren.
Die
Bayern lagen im Parallelmatch gegen Nordrhein-Westfalen zur Pause 5-3 vorn. Erst
im letzten Doppel konnte NWDVler Peter Waldau mit seinem Check zum 6-6
ausgleichen, und ein Teamgame wurde notwendig um den zweiten Finalisten zu
ermitteln.
Die
Bayern gingen im Teamgame 1:0 in Führung und hatten schon einige Matchdarts,
bevor der NWDV zum 1:1 ausgleichen konnte. Das alles entscheidende 3. Leg konnte
dann erneut Peter Waldau unter tosendem Jubel der NWDV-Anhänger dichtmachen.
Beide Teams gingen trotz der großen Brisanz dieser Begegnung stets vorbildlich
sportlich und fair miteinander um.
Im
anschließenden Finale erspielte sich der NWDV dann durch Siege von Münch,
Sessini und Koch eine 3-0 Führung gegen Hessen, bevor Holger Frommann mit seinem
3:1 gegen Peter Waldau die Aufholjagd einläutete. Nau und Otto glichen zum 3-3
aus. Nach den Einzeln stand es dann 4-4, da Lemmes für Bochum und Schwalb für
Hessen gepunktet hatten.
Die
beiden ersten Doppel fielen jeweils mit 3:2 auf die verschiedenen Seiten zum
5-5. Ein 3:0 von Koch/Rice gegen Otto/Schwalb brachte den NWDV 6-5 in Führung,
und es waren dann Sessini/Reinartz, die mit ihrem 3:1 gegen Bügler/Flack den
entscheidenden Punkt zum 7-5 und damit zum Titelgewinn für den NWDV machten.
Michael Reinartz, der den Matchdart gesetzt hatte legte daraufhin einen
bemerkenskenswerten Sprint durch die Halle hin. Der Gocher war übrigens der
einzige Finalspieler des nun 14-fachen Herrenteamsiegers NWDV, die nicht beim
DSC Bochum spielt. Beim Vizesieger Hessen kamen die meisten Spieler vom TSV
Ginnheim.

Herrenteam (1) des Nordrhein-Westfälischen
Dartverbandes gewann das Achterteam
Viele
Teamgames in Runde 2 der Damen
Im Viererteam der Damen gab es gleich in Runde 1 eine Überraschung. Team Hessen
(2), das von den Namen her eigentlich Team 1 war, musste sich sofort im
Auftaktmatch mit 1-4 gegen Team 3 (die Susis & Co.) des NWDV geschlagen geben.
Allerdings hatte DDV-Nr. 1 Stefanie Lück für das Team um Bika Strauch abgesagt.
Dafür
schaffte HDV (1) um Neuendorf und Berger mit 4-1 gegen Bremen (3) den Sprung
in die 2. Runde. Gleich 4 Erstrundenspiele gingen zu Null aus, wobei NWDV (1),
NDV (1), Hamburg (1) sowie BWDV (1) die Sieger waren. Ein Teamgame wurde nicht
notwendig.
Wohl
aber in Runde 2, wo sogar die Hälfte der Matches 4-3 endeten! Dabei siegten die
1. Mannschaften von Bremen, Berlin und Hessen erst nach Teamgame 4-3 gegen NDV,
RPDV und LDVH. Wirklich überraschend war dabei aber das 4-3 von Niedersachsen
(2) gegen den Mitfavoriten und zweifachen Sieger Bayern (1).
Allesamt
recht klar gingen dann wieder die anschließenden Viertelfinals aus - wobei auch
zwei 2. Mannschaften den Sprung ins Halbfinale schafften (eigentlich 3 wenn man
HDV 1, das 4-0 gegen BWDV 2 siegte, dazuzählt). NDV (2) setzte sich 4-2 gegen
Berlin (1) durch, und Bremen (2) gewann 4-1 gegen BWDV (1). Im einzigen Duell
zweier 1. Mannschaften siegte NWDV (1) 4-1 gegen HBDV (1).

Im Viererteam der Damen erspielte sich
Bremen (2) mit starken Matches den Vizetitel
HBDV-Damen von Team 2 bis ins Endspiel
Im Halbfinale spielte Titelverteidiger NWDV (1) gegen Niedersachsen (2). Heike
Jenkins brachte den Favoriten mit einem 3:0 gegen Asaria Hintzsche-Oehme in
Front, doch die zweite ehemalige NDV-Jugendspielerin Alessandra Kriegel glich
mit einem 3:1 gegen Silke Klingler aus. Claudia Papendick und Michelle Sossong
gewannen die letzten beiden Einzel jeweils 3:1 gegen Heike Meyer und Julia
Schulz, so dass es vor den Doppeln 3-1 für NWDV (1) stand. Sossong/Papendick
brachten den NWDV dann mit 3:0 gegen H.-Oehme/Kriegel ins Finale.
Unglücklich lief es im 2. Halbfinale für HDV (1) gegen HBDV (2). Neuendorf,
Berger und Junker verloren ihr Einzel jeweils knapp mit 2:3 gegen Jabs,
Ankermann und Rühmann. Einzig Jennifer Emmrich konnte mit 3:0 gegen Andrea
Viebrock ein Einzel für Hessen gewinnen. Dafür war es aber Andrea gemeinsam mit
Kristina Rühmann, die das entscheidende Doppel zum 4-1 mit 3:0 gegen
Emmrich/Junker gewannen.
Es
folgte das vom Ergebnis her sicher deutlichste Finale aller 23 Masters-Jahre.
Jenkins, Papendick, Klingler und Sossong siegten jeweils mit 3:0 gegen Rühmann,
Ankermann, Jabs und Viebrock. Die erfolgreiche Titelverteidigung war zugleich
das 18. Mal in 23 Jahren, dass der NWDV im Damenteam gewann. Für Bremen war es
die dritte Finalteilnahme - und das mit einer toll spielenden 2. Mannschaft.
Da der
NWDV das Herren- sowie das Damenteam gewonnen hatte, verbuchte man zudem
natürlich auch die Punktwertung um den Länderpokal für sich. Am Ende hatte man
genau doppelt so viele Zähler erspielt wie Vizesieger Hessen. Beim Bremer
Landesverband konnte keines der Herrenteams punkten - es war jedoch Frauenpower
angesagt: Allein Platz 2 und 5 im Damen-Viererteam brachten den HBDV auf Rang 3
der Gesamtwertung! Bayern und Niedersachsen folgten punktgleich auf Platz 4 .
Nach dem
Turnier konnte man Aussagen hören wie: „Der Länderpokal hat diesmal so viel Spaß
gemacht wie selten und verlief in einer absolut freundschaftlichen Atmosphäre.“
Was könnte man Positiveres sagen?

Auch das Viererteam der Damen gewann der
Nordrhein-Westfälische Dartverband

Bericht von Volker Hatlauf
Fotos & Infos von A.Galinski
C.Arlt, D.Ernst und J.Vollbrecht


Kevin
Münch und Heike Jenkins holen die Einzeltitel bei der 23. German Masters
Ein
gekürzter Vorab-Bericht aus der deutschen dartsport zeitung
Einen
Tag nach dem DDV-Länderpokal fand im hessischen SeePark Kirchheim am Sonntag den
20. Juni 2010 die 23. DDV German Masters statt. Bei den Herren gewann erstmals
Kevin Münch den Titel vor Jürgen Heinrich. Bereits ihren 14. Masterstitel
sicherte sich Heike Jenkins mit dem Finalsieg gegen die noch jugendliche
Ann-Kathrin Wigmann. Bei der Jugend siegten Arno Merk vor Dominik Guth und Jenny
Steiert vor Michelle Wagner.

Überraschungsfinalist Jürgen Heinrich bot
Kevin Münch im Finale eine großes Match
Jürgen
Heinrich beeindruckte mit Nervenstärke
Wie immer in den letzten Jahren waren im Herreneinzel 256 Spieler eingeladen
worden. Davon hatten sich 16 über die DDV-Rangliste qualifiziert, die übrigen
240 kamen nach Mitgliederzahlorientierter Quotenregelung aus den
Landesverbänden. Nicht dabei waren mit der DDV-Nr. 1 Marko Puls und Tomas Seyler
zwei ehemalige Masters-Sieger, aber auch Michael Rosenauer und Gabriel Clemens
fehlten aus den Top-12 der DDV-Rangliste.
So
rutschten die Nummern 17 bis 20 des DDV noch mit unter die 16 Gesetzten. DDV-Nr.
10 Hendrik Schug trat zu seinem Erstrundenmatch nicht an. Schnell zeigte es
sich, dass es kein Tag der Favoriten war. Gleich in Runde 1 erfuhr das der an 15
gesetzte Michael Lemmes, der mit 0-2 Sets gegen den Berliner Frank Gansen
unterlag (die Herren spielen bei der Masters von Anfang an
best-of-3-sets-of-3-legs). Gleiches passierte auch Nationalspieler Tobias
Müller, der mit 1-2 Sets gegen den Jugendlichen Florian Menzel (Bochum) verlor.
Die
Jugend machte auch in Runde 2 von sich Reden, als der Hamburger Kevin Meyer 2-0
gegen Karsten Koch gewann - und diesem damit die Chance auf die Teilnahme am
Europa-Cup in der Türkei vereitelte. Ebenfalls in Runde 2 musste sich mit Marco
Salmen die Setznummer 9 nach einem 1-2 gegen Bremens Oliver Hinz verabschieden,
und Andy Kröckel verlor mit 0-2 gegen Kai Hanus aus Diedersen.
Mit
Jürgen Heinrich machte in dieser Runde auch jemand auf sich aufmerksam, der in
Bayern schon lange ein Großer ist, bei den DDV-RLTs jedoch nur selten vertreten
ist. Der Nürnberger siegte mit 2-0 Sets gegen den an 2 gesetzten Colin Rice.
Eine
Runde weiter kam unter den letzten 64 dann auch das Aus für die beiden
Vorjahresfinalisten. Champion Rainer Umlauf musste sich 1-2 gegen Peter Waldau
(Bochum) geschlagen geben, und Vize Christian Bähr unterlag 0-2 gegen den
Vorjahresfünften Dieter Proksch aus Kastellaun.
Andreas
Krämer war 2009 Dritter gewesen, unterlag in Runde 3 diesmal aber 0-2 gegen den
Berliner Peter Lange. Hansi Honner schied hier 0-2 gegen Timo Möckel (Kempten)
aus, Andrew Beeton unterlag 1-2 gegen Marco Waidmann (Karlsruhe) und für Michael
Stübs war das Turnier nach einem 1-2 gegen Muharrem Kutlu (Vilsbiburg) zu Ende.
Damit
standen in den 16 Gruppenfinals nur noch 4 der 16 gesetzten Spieler - doch
konnten Kevin Münch, Swen Seifert, Stephan Schneider und Benny Sensenschmidt
hier allesamt ihre Matches gewinnen. Im Achtelfinale kam dann allerdings für
Benny das Aus mit 0:2 und 1:2 gegen Daniel Zygla.
Jürgen
Heinrich hatte in den letzten Spielen stets den 1. Set abgegeben, dann aber sein
Match gewonnen. So auch im Viertelfinale: Im Duell der Ungesetzten gewann Marko
Jovanovic (Wunstorf) Set 1 mit 2:0, musste die nächsten beiden aber 1:2 und 0:2
an Jürgen abgeben. Glatt mit 2 Mal 2:0 siegte hier Kevin Münch gegen Björn
Pfalzgraf aus Bruchköbel, der damit einen ausgezeichneten 5. Platz erreichte.
Der Bensberger Stephan Schneider musste über 3 Sets gehen, bevor er Hamburgs
Daniel Zygla 2:1, 0:2 und 2:0 geschlagen hatte. Der Bochumer Peter Waldau
schließlich konnte sich mit einem doppelten 2:0 gegen den an 3 gesetzten Swen
Seifert durchsetzen.
Im
Halbfinale kam es dann zum Duell der Gesetzten, in dem Kevin Münch sich mit 2:0
und 2:1 gegen seinen Ver-einskameraden Stephan Schneider vom 1. DSC Bochum
durchsetzte. Parallel gab Jürgen Heinrich im Treffen der beiden Ungesetzten
wieder einmal Set 1 mit 0:2 an Peter Waldau ab. Doch dann wurde der Bayer immer
starker und gewann die nächsten beiden Sets mit 2:1 und 2:0.
Beide
Finalisten standen erstmals im Masters-Endspiel. Kevin Münch allerdings hatte
zumindest bei der Jugend bereits vor 5 Jahren einmal den Titel geholt und war
nicht nur deswegen im von Kai Westermeyer gecallten Finale leicht favorisiert.
Das
Endspiel begann, wie man es fast schon gewohnt war: Jürgen Heinrich gab wie
gehabt Set 1 ab. Mit 17 und 18 Darts holte ihn sich Kevin Münch. Aber wie in
Jürgens Matches zuvor kam der Bayer zurück und erzielte den Setausgleich mit 22
und 18 Pfeilen, wobei Kevin jeweils auf Doppel stand. Im 3. Set ging Kevin mit
einem 16-Darter in Führung, welche Jürgen in 23 Pfeilen ausglich. Das Set
sicherte sich dann aber Kevin in 21 Pfeilen, als Jürgen auf 20 Restpunkten
stand.
Im 4.
Set hatte Jürgen 5 Rest, als Kevin Leg 1 in 20 Darts gewann. Nun wurde das Match
superstark. Erneut kam Jürgen zurück als er die nächsten beiden Legs in 16 und
15 Pfeilen zum Setausgleich holte. Beide Spieler hatten in diesem Set auch je
eine 180 geworfen.
Jürgen
startete mit seiner zweiten 180 ins 5.Set und gewann das Leg auch in 14 Darts.
Doch jetzt nahm Kevin das Heft endgültig in die Hand. Er checkte das 2. Leg mit
102 zum 15-Darter und ging dann mit einem 19-Darter 2:1 in Führung. Die
geforderten 2 Legs Vorsprung holte sich Kevin dann mit einem 15-Darter zum 3:1,
wobei er sich mit einer 180 auf 101 Rest stellte und diese dann mit seinen
letzten 3 Pfeilen zum Match dichtmachte. Jürgen hatte in den letzten 3 Legs
jeweils einen dreistelligen Rest.
Die
Averages dieses ausgesprochen spannenden Finales lagen bei 27.45 für den neuen
Masters-Champion Kevin Münch und bei 26.16 für den Runner-up Jürgen Heinrich,
der sich mit seiner starken Vorstellung eine Menge Freunde gemacht haben dürfte.
Kevin war mit seinem 2:0, 0:2, 2:1, 1:2 und 3:1 Erfolg der insgesamt 17. Spieler
der die Masters in ihren bisherigen 23 Jahren gewonnen hat.

Jürgen Heinrich belegte Platz 2 im Herreneinzel hinter Champion Kevin Münch
Ann-Kathrin Wigmann spielt sich ins Finale
Im Feld der 128 Damen fehlte nur eine Einzige aus den Top-10 des DDV. Wie schon
zuvor in Dortmund trat Damen-Nr. 1 Stefanie Lück auch bei der German Masters
nicht an. Da sie aber gemeldet war, blieb Gruppe 1 ohne gesetzte Spielerin. Auch
die Dortmund-Open-Siegerin Marene Westermann war nicht am Start. Das war
allerdings logisch, denn sie hatte leider kaum DDV-RLTs gespielt, und hatte sich
daher nicht qualifizieren können.
Damit
fiel die Favoritenbürde der 13-fachen Masterssiegerin Heike Jenkins, aber auch
Michelle Sossong und Nicole Hartmann zu. Diese Drei waren es auch, welche in der
unteren Hälfte des Turniertableaus im Gleichschritt in ihr Gruppenfinale
einzogen. Oben gelang das auch den gesetzten Daniela Reinecke und Sabine
Schmidtke.
Gleich
in Runde 1 war neben der gestrichenen Stefanie Lück auch die an 4 gesetzte
Gabriele Schulz mit 0:3 gegen Nationalspielerin Sabine Köhler ausgeschieden.
DDV-Nr. 5 Daniela Lester erwischte es in Runde 2 gegen die als Favoritenkillerin
bekannte Steffi Schipp aus Dortmund.
In 22
Jahren hatte es bei der Masters nur 9 verschiedene Siegerinnen gegeben (bei den
Herren waren es 16!). Mit Nermin Wilke musste sich die Championissima des Jahres
2004 unter den letzten 32 mit 2:3 gegen Nationalspielerin Sabine Schmidtke
geschlagen geben. Da mit Bianka Strauch die Siegerin von 2007 und 2008 gleich in
Runde 1 mit 0:3 gegen Berlins Nr. 1 Anne Willkomm ausgeschieden war, stand ab
dem Achtelfinale mit Heike Jenkins nur noch eine einzige Ex-Masters-Siegerin im
Wettbewerb.
Hier kam
dann auch für Sabine Schmidtke das Aus mit einem 0:3 gegen Morena Wolf aus
Düsseldorf, die damit auf Platz 22 der Rangliste kletterte. Im Match der
Danielas setzte sich Daniela Becker (Huttenheim) gegen DDV-Nr. 8 Daniela
Reinecke mit 3:1 durch. Das Bayern-Duell gewann hier Jutta Wagner-Seifarth mit
3:2 gegen Karin Mader, und die Jugendliche Ann-Kathrin Wigmann setzte sich mit
3:1 gegen Steffi Schipp durch.
Im
Viertelfinale glänzte Ann-Kathrin dann weiter und bezwang auch Sabine Köhler mit
3:1. Das zweite Duelle der Ungesetzten entschied Jutta Wagner-Seifarth mit 3:0
gegen Daniela Becker für sich. Das Match der Setznummern 3 und 6 entschied mit
Michelle Sossong die höher Rangierende mit 3:2 gegen Nicole Hartmann für sich.
Heike Jenkins schließlich siegte 3:1 gegen Morena Wolf.
Auch im
Halbfinale setzte sich Heike dann mit 2:0, 0:2 und 2:1 gegen Michelle Sossong
durch. Damit stand sie bereits in ihrem unglaublichen 16. Masters-Einzelfinale,
von denen sie bislang 13 gewonnen hatte. Gegnerin dort war Ann-Kathrin Wigmann,
die im Halbfinale auch Jutta Wagner-Seifarth mit 2:0 und 2:1 bezwungen hatte.
Im
Endspiel war Heike Jenkins natürlich klare Favoritin gegen Ann-Kathrin, die im
Erwachsenenbereich erstmals auf der DDV-Bühne stand. Heike konnte diese Rolle
auch bestätigen. Ann-Kathrin hatte vielleicht zu viel Respekt, und konnte in
keinem Leg auf Doppel werfen, als Heike in 21, 26, 17 und 24 Darts zum 2:0 und
2:0 Erfolg checkte. Im 1. Leg hatte die Bochumerin dabei eine 180 geworfen, im
letzten checkte sie 76 zum Match (Averages: Heike 22.77 - Ann-Kathrin 17.55).
Heike
gewann damit bereits ihren 14. Titel im Masters-Einzel - ein Wahnsinnsrekord!
Klasse jedoch auch die Leistung von Ann-Kathrin, die erst als zweite Jugendliche
(nach Michelle Wagner im Oktober 2009 in Hamburg) ein Finale der Erwachsenen
erreichte. Von diesem Riesentalent werden wir in Zukunft sicher noch sehr viel
hören!

Heike Jenkins gewann ihr 14. German-Masters-Einzel vor Ann-Kathrin Wigmann
Arno
Merk holt sich noch fehlenden Titel
Die 48 Jungen spielten in 4 Einfach-KO-Gruppen. Hier war alles am Start, was
Rang und Namen hat. In Gruppe 1 kam es im Gruppenfinale zur Neuauflage des
Dortmunder Endspiels zwischen Jungen-Nr. 1 Arno Merk und dem in Rheinland-Pfalz
spielenden Max Hopp. Erneut konnte sich Arno durchsetzen, wenn auch nur knapp
mit 3:2.
In
Gruppe 2 unterlag der an 4 gesetzte Alexander Schuster gleich in seinem
Auftaktmatch 1:3 gegen Manuel Stangl aus Baden-Württemberg. Kevin Meyer
(Hamburg), der bei den Erwachsenen Nationalspieler Karsten Koch bezwungen hatte,
unterlag in Runde 2 mit 2:3 gegen Berlins Kevin Knopf. Kevin verlor später erst
im Gruppenfinale gegen den Hamburger Cedric Tietjens.
Jungen-Nr. 3 Dominik Guth wurde in Gruppe 3 seiner Favoritenrolle gerecht und
gab bis ins Gruppenfinale insgesamt nur 2 Legs ab. Dort folgte ein weiteres 3:1
gegen Steven Kraschewski aus Kastellaun. Jungen Nr. 2 Jan Waldau musste nach
einem Freilos in Runde 2 eine 2:3 Niederlage gegen Hendrik Dane aus Soest
hinnehmen. Doch auch dieser erreichte das Gruppenfinale nicht, denn er unterlag
anschließend 2:3 gegen Fabian Wolter aus Uslar. Fabian wiederum musste sich im
Gruppenfinale schließlich 1:3 gegen den Hessen Marvin Wehder geschlagen geben,
der immerhin DDV-Nr. 5 ist.
Damit
standen die Halbfinals fest, in denen die 4 Gruppensieger aufeinander trafen.
Hier konnte sich Arno Merk in 2 Sets mit 2:1 und 2:0 gegen Cedric Tietjens
durchsetzen. Dominik Guth gewann im Parallelspiel zwar Set 1 mit 2:1 gegen
Marvin Wehder, doch am Ende spielte sich der junge Marvin in diesem Hessenduell
mit anschließenden 2 Mal 2:1 doch noch ins Finale.
Arno
Merk hat in dieser Saison unglaubliche 7 der 10 DDV-RLTs gewonnen - die German
Masters bislang allerdings noch nie. Im Vorjahr war der Norddeutsche im
Viertelfinale gescheitert und wollte diesmal seine Chance unbedingt nutzen.
Arno
Merk ging dann auch mit einem 19-Darter in Führung, welche Marvin Wehder in 24
Pfeilen ausglich. Mit einem 88er-Finish zum 21-Darter holte sich dann aber doch
Arno das 1. Set. Marvin startete mit einer 180 ins 2. Set, bereits nach 15 Darts
stand er auf Doppel. Es wurde dann aber doch ein 37-Darter für Marvin, da er
genau wie Arno sein Doppel lange nicht traf.
Arno
konnte dann die nächsten beiden Legs in 22 und 18 Pfeilen für sich entscheiden
und den in seiner Sammlung noch fehlenden Masterstitel mit einem doppelten 2:1
holen. Die Averages lagen bei 21.87 für Arno, der damit 8 der 11 RLTs gewann und
18.20 für Marvin, der eine super Saison abschloss.

Arno Merk siegte im Einzel der männlichen Jugend vor Marvin Wehder
Jenny
Steiert verteidigt Mädchentitel
Die 21 Mädchen spielten in 2 Einfach-KO-Gruppen, und auch hier waren alle
Favoritinnen vor Ort. In Gruppe 1 gewannen die Favoritinnen die ersten Spiele,
doch im Gruppenhalbfinale musste sich Mädchen-Nr. 4 Stefanie Haller gegen die
Vorjahressiegerin Jenny Steiert mit 0:3 geschlagen geben. Anna-Maria Schulze
gewann parallel das Match der DDV-Nummern 1 und 6 gegen die Berlinerin Emily
Busch mit 3:1. Im Gruppenfinale, das zugleich Halbfinale war, trag Jenny Steiert
gegen Anna-Maria Schulze den Sieg mit einem 3:1 davon.
Auch in
Gruppe 2 lief zunächst alles wie erwartet. Auch hier war es dann das
Gruppenhalbfinale, welches die erste Überraschung sah. Die an 3 gesetzte
Ann-Kathrin Wigmann, die ja parallel auch bei den Erwachsenen noch ganz vorn im
Rennen war, musste sich mit 2:3 gegen Berlins Vanessa Fielitz geschlagen geben.
Die Rheinland-Pfälzerin Valeria Linder hatte ebenfalls das Gruppenhalbfinale
erreicht, musste sich hier aber gegen Mädchen-Nr. 2 Michelle Wagner 1:3
geschlagen geben. Das Halbfinale entschied dann Michelle Wagner knapp mit 3:2
gegen Vanessa Fielitz für sich.
Im
Endspiel ging es recht eng zu, auch wenn es einen recht deutlichen Ausgang nahm.
Jenny Steiert gewann Set 1 in 35 und 39 Darts. In Set 2 ging Michelle Wagner mit
einem 36-Darter in Führung, doch Jenny drehte das Set mit anschließenden 27 und
36 Pfeilen zur erfolgreichen Titelverteidigung.
In allen
5 gespielten Legs hatte die Gegnerin jeweils auf Check gestanden, als
dichtgemacht wurde. Auch die Averages lagen mit 14.56 für Jenny und 14.22 Für
Michelle recht eng zusammen. Während Siegerin Jenny sich in der Rangliste auf
Platz 4 verbesserte konnte Michelle mit dem Vizetitel sogar neue Mädchen-Nr. 1
werden und damit die lange Regentschaft von Anna-Maria Schulze vorerst einmal
beenden.
Am Ende
konnte man sagen, dass eine wirklich gelungene 23. German Masters zu Ende
gegangen war, die sicher allen Spaß gemacht hat.

Jenny Steiert verteidigte dem Mädchentitel vor Michelle Wagner

Bericht: Hatlauf - Fotos: Alexandra Galinski und Carsten Arlt
Ein
reich bebilderter, ausführlicher Bericht mit allen Ergebnislisten ist in der
Juli-Ausgabe der deutschen
dartsport zeitung (ddz) nachzulesen, die ca. am 15.07.2010 erscheinen wird
Spielpläne:




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