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NWDV gewinnt Länderpokal und Team der Damen, HBDV siegt im
Herrenteam
Ein gekürzter
Vorab-Bericht aus der deutschen dartsport zeitung
Beim 21.
DDV-Länderpokal, der am 14. Juni 2008 im hessischen Erlensee stattfand, gingen
31 Herren- und 28 Damenteams aus 11 Landesverbänden an den Start. Im Achterteam
der Herren gewann Bremen (1) den Titel im Finale klar gegen Bayern (1). Platz 3
teilten sich Hessen (2) und Nordrhein-Westfalen (1). Im Viererteam der Damen
verteidigte Nordrhein-Westfalen (1) seinen Titel mit einem deutlichen Erfolg im
Endspiel über Rheinland-Pfalz (1). Dritte wurden Hessen (1) und Hamburg (1).
Damit gewann Nordrhein-Westfalen auch die Punktewertung um den Länderpokal knapp
vor Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Andre Hoy hat
gerade im Teamfinale der Herren
zum Titelgewinn für Bremen (1) gegen Bayern (1) gecheckt
Bremen
(1) in Runde 2 erst nach Teamgame weiter
Im Herrenteam wurden - wie in der Dart-Bundesliga - jeweils 8 Einzel und 4
Doppel im Modus best-of-5 gespielt. Beim Erreichen des siebten Punktes hatte ein
Team gewonnen, und das Match wurde abgebrochen. Sollte ein Spiel 6-6 enden, so
entschied ein Teamgame (best-of-3) über den Sieger.
Nur in
einem der 15 Matches der 1. Runde wurde ein solches Teamgame nötig, bei dem
jedes Team 8 Spieler nominiert, die abwechselnd hintereinanderweg werfen. Das
bessere Ende hatte dabei Schleswig-Holstein (1) für sich, als es das fällige
Teamgame gegen Hessen (3) mit 2:0 für sich entschied.
Mitfavorit Nordrhein-Westfalen (1) konnte sein Auftaktspiel gegen Hessen (4)
nach 4-0 und 5-5 Zwischenständen mit 7-5 gewinnen. Genauso knapp siegten
Niedersachsen (2) gegen Rheinland-Pfalz (2) und Nordrhein-Westfalen (2) gegen
Baden-Württemberg (3). Beide Spiele hatten zur Pause 4-4 gestanden.
Das
einzige 7-0 in der 1. Runde schaffte Vorjahresfinalist Hessen (1), wobei Michael
Dirkes die einzigen beiden Legs für Nordrhein-Westfalen (5) gewann. Das einzige
Freilos in Runde 1 hatte Saarland (1) gezogen, traf dann aber in Runde 2 gleich
auf das starke Hessen (1). Nur Thomas Schmelzer konnte bei der Saarländer 1-7
Niederlage gegen Thomas Ehlers gewinnen.

Das Herrenteam
ist in vollem Gange, 30 Mannschaften bevölkerten zu Turnierbeginn die Boards
Auch
Runde 2 erlebte ein 0-7, wobei Niedersachsen (2) nur ein einziges Leg (durch
Markus Netuschil) gegen Nordrhein-Westfalen (1) holte. Ins Teamgame mussten
Bremen (1) und Nordrhein-Westfalen (2), nachdem es 6-6 gestanden hatte. Auch im
Teamgame war es eng. Wolfgang Janßen hatte den NWDV in Führung gebracht, doch
nach dem 1:1 war es Tomas Seylers Matchdart, der Bremen mit 7-6 weiterbrachte.
Im
Viertelfinale war Hessen (2) die einzige 2. unter lauter 1. Mannschaften - und
auch gegen Berlin (1) schaffte man nach 0-2 Rückstand einen 7-4 Erfolg.
Nordrhein-Westfalen (1) setzte sich mit einem 7-4 gegen Hessen (1) durch, nach
den Einzeln hatte es noch 4-4 gestanden. Diese Paarung hatte es auch schon 3 Mal
im Finale gegeben.
Ganz
knapp war es in den beiden anderen Viertelfinals. Bremen (1) hatte gegen
Rheinland-Pfalz (1) mit 4-0 geführt, die Pfälzer verkürzten jedoch bis nach den
Einzeln auf 3-5. Da man sich die Doppel teilte, siegte Bremen am Ende 7-5.
Timmermann und Umlauf brachten Niedersachsen (1) mit ihren Siegen gegen Greiter
und Moser gegen Bayern (1) mit 2-0 in Führung. Doch dann machten die Bayern 5
Siege in Folge, bis Johan Honner mit dem 3:2 gegen Jürgen Heinrich
Niedersachsens Pausenrückstand auf 3-5 verkürzte. Bayern brachte die Führung mit
7-5 ins Ziel, wobei Pistl/Heinrich den entscheidenden 7. Punkt gegen
Honner/Strube holten.

Bayerns Klaus
Mochny bejubelt seinen Matchdart im Teamgame des Halbfinales gegen NWDV 1
Geballte
Spannung im Halbfinale
Das Halbfinale zwischen Bayern (1) und Nordrhein-Westfalen (1) knisterte vor
Spannung. Die Westdeutschen gingen mit 4-1 in Führung, doch die Bayern glichen
bis zur Pause zum 4-4 aus. Als NWDV (1) dann gleich die ersten beiden Doppel zum
6-4 gewann, schien man auf der Siegerstraße. Doch Pistl/Heinrich und
Josefiok/Mieslinger gewannen die letzten beiden Doppel zu Null und es stand 6-6.
Das anschließende Teamgame gewannen dann die Bayern mit 2:1, wobei Richard Moser
und Klaus Mochny die beiden bayerischen Legs zum Weiterkommen dichtmachten.

Bayern (2)
belegte Platz 2 mit Greiter, Pistl, Mochny,
Josefiok, Heinrich, Degel, Mieslinger und Moser
Für
Hessens Team 2, in dem unter anderem HDV-Nr. 1 Jose Insua-Sennle,
Ex-Nationalspieler Harry Barth und der allererste Masters-Sieger Alexander
Enders standen, kam im Halbfinale das Aus mit einer 4-7 Niederlage gegen Bremen
(1).
Im
Endspiel gegen Bayern (1) hatten die Bremer einen perfekten Start und gingen
durch Siege von Christian Bober (3:2 gegen Werner Greiter), Andreas Klittmann
(3:1 gegen Richard Moser) und Frank Haase (3:0 gegen Klaus Mochny) mit 3-0 in
Führung, bevor es dann Jürgen Pistl war, der mit seinem 3:2 gegen Andree Welge
den ersten Punkt für die Bayern holte. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen,
dass genau diese beiden Spieler am nächsten Tag im Finale des Herreneinzels
stehen sollten.
Doch
danach holten Andy zum Felde (3:1 gegen Martin Degel) und Tomas Seyler (3:0
gegen Peter Josefiok) die Punkte zur 5-1 Führung der Bremer. Zwar konnte
Michael Mieslinger das 7. Einzel für die Bayern gewinnen, als er sich mit 3:0
gegen Henning Troue durchsetzte, doch Andre Hoy schraubte das Ergebnis mit einem
3:1 gegen Jürgen Heinrich auf 6-2 in die Höhe. Dieser Spielstand ließ den Bayern
kaum noch Hoffnung auf den Titel. So war es denn auch gleich das erste Bremer
Doppel Bober/Hoy, dessen 3:2 gegen Degel/Greiter den 7-2 Sieg der Hansestädter
sicherstellte.
Der
Bremer Jubel über den - nicht unbedingt erwarteten - Titelgewinn war riesengroß,
nur einer musste leiden: Frank Haase hatte versprochen sich im Siegfalle von
seinen Pferdeschwanz zu trennen. Figaro Andy Klittmann schritt bei der
Siegerehrung zur Vollstreckung.
Sechsmal
hatte Bremen bislang im Finale gestanden - nun war der 2. Titelgewinn nach dem
Jahr 2001 gelungen. Am häufigsten siegte Nordrhein-Westfalen (12 Mal) gefolgt
von Hessen (4 Mal), Bremen (2 Mal) sowie Niedersachsen, Baden-Württemberg und
Bayern (je 1 Mal)

Bremen (1)
gewann den Titel mit Klittmann, Zum Felde,
Haase, Hoy, Troue, Welge, Seyler und Bober
Kein
einziges Teamgame beim Damenteam
Im Damenteam gab es in der 1. Runde 4 Freilose, da nur 28 Viererteams an den
Start gingen. Die Favoritenteams wurden ihrer Rolle gleich zu Auftakt gerecht,
denn es gab 4-0 Siege von Nordrhein-Westfalen (1) gegen Baden-Württemberg (3),
Bayern (1) gegen Baden-Württemberg (2), Bremen (1) gegen Hessen (4) und
Rheinland-Pfalz (1) gegen Bremen (2). Auch der dreifache Damenteamsieger Hessen
(1) legte ein klares 4-1 gegen Nordrhein-Westfalen (2) hin.
Wie in
Runde 1 gab es auch im anschließenden Achtelfinale kein durch Teamgame
entschiedenes Match (und auch im gesamten Turnier nicht). Das einzige 4-0 legte
hier Team Nordrhein-Westfalen (1) um Heike Ernst gegen Hessen (2) hin. Sicher
etwas überraschend musste sich hier Mitfavorit Bayern (1) mit 1-4 gegen Hamburg
(1) geschlagen geben. Nur Jutta Wagner-Seifarth konnte beim 3:0 gegen Claudia
zum Felde einen Punkt für Bayern holen. Weitere Überraschungen blieben aus.

Im
Viertelfinale siegte LDVH (1) gegen Bremen (1),
hier unterliegt Bianca Bober gegen Nicole Hartmann
Die
einzige 2. Mannschaft im Viertelfinale war die aus Niedersachsen. Doch auch sie
musste sich hier mit einem 0-4 gegen Hessen 1 aus dem Turnier verabschieden.
Auch für Niedersachsens Erste war im Viertelfinale mit 1-4 gegen
Nordrhein-Westfalen (1) Schluss. Den einzigen NDV-Punkt konnte Julia Schulz mit
einem 3:2 gegen Christina Oelke holen.
Hamburg
(1) siegte mit 4-2 gegen Bremen (1), wobei es nach den Einzeln noch 2-2
gestanden hatte und die Hamburgerinnen dann beide Doppel mit 3:2 gewonnen
hatten. Ebenfalls mit 4-2 siegte Rheinland-Pfalz (1) gegen Baden-Württemberg
(1). Auch hier hatte es zunächst 2-2 gestanden, doch das RPDV-Team um Monique
Lessmeister gewann beide Doppel recht klar.

RPDV 2 belegte
Platz 2 im Damenteam mit Ohliger, Bauer, Müller, Lessmeister und Wolf
NWDV-Damensieg sichert Länderpokal
Im Halbfinale war Nordrhein-Westfalen (1) gegen Hamburg (1) favorisiert, doch
nach dem 3:0 von Jenny Lieverkus gegen Claudia zum Felde konnte Nicole Hartmann
mit einem 3:1 gegen Michelle Sossong den Ausgleich erzielen. Die letzten beiden
Einzel gewannen dann aber wieder Heike Ernst und Christina Oelke jeweils zu Null
gegen Linda Mozek bzw. Franka Funk. Das Doppel Lieverkus/Ernst machte dann mit
3:0 gegen Glaser/zum Felde den Siegpunkt zum 4-1 für NWDV (1).
Im
anderen Halbfinale setzte sich Rheinland-Pfalz (1) nach teilweise recht
kämpferisch geführtem Spiel mit 4-2 gegen Hessen (1) durch. Damit stand erstmals
in der Geschichte der German Masters ein RPDV-Damenteam im Finale.
Gleich
im ersten Einzel des Finales trafen mit Monique Lessmeister und Heike Ernst die
Nummern 2 und 3 der DDV-Rangliste aufeinander. Heike brachte Nordrhein-Westfalen
(1) mit ihren 3:1 in Front. Diese Führung wurde danach mit Jenny Lieverkus´ Sieg
gegen Helga Bauer auf 2-0 ausgebaut.

Heike Ernst hat
im Doppel mit Jenny Lieverkus zum
Titelgewinn für NWDV (1) gegen RPDV (1) gecheckt
Im 3.
Einzel konnte Sonja Müller mit ihrem Erfolg gegen Christina Oelke zum 1-2 aus
Rheinland-Pfälzischer Sicht verkürzen. Doch Michelle Sossongs Sieg gegen die
noch jugendliche Christina Wolf stellte den alten Abstand wieder her.
Es war
dann schließlich die Kombination aus immenser Turniererfahrung und jugendlichem
Elan, die den Siegpunkt für Nordrhein-Westfalen (1) durch Heike Ernst und Jenny
Lieverkus gegen Monique Lessmeister und Christina Wolf brachte. Es war bereits
der 16. Titelgewinn für ein NWDV-Damenteam bei der 21. Masters. Nur Hessen (3
Mal) und Bayern (2 Mal) konnten diese Siegesserie bislang unterbrechen.
Der
Titel der NWDV-Damen brachte Nordrhein-Westfalen auch den Gesamtsieg in der
Punktewertung des Länderpokals, wenn auch recht knapp mit nur 17 Punkten
Vorsprung vor Bremen. Vorjahressieger Hessen lag weitere 4 Punkte zurück auf
Platz 3. Die Hessen sind weiterhin der einzige Landesverband, der
Nordrhein-Westfalens 18 Titeln mit 3 eigenen entgegensteht.

NWDV (1) gewann
den Titel im Damenteam mit Kröckel, Sossong, Ernst, Lieverkus und Oelke

Bericht und Fotos von Volker
Hatlauf
Ein
reich bebilderter, ausführlicher Bericht mit allen Ergebnislisten ist in der
Juli-Ausgabe der deutschen
dartsport zeitung (ddz) nachzulesen, die ca. am 15.07.2008 erscheinen wird
Spielpläne:


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