Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2006:
17./18. Juni 2006 German Masters in Erlensee
Andree Welge
und Heike Ernst setzen mit ihren Siegen neue Masters-Rekorde
Die German Masters 2006 fand diesmal am 18. Juni statt und
wurde wie gewohnt am Tag nach dem DDV-Länderpokal in der Erlenhalle im
hessischen Erlensee ausgetragen. Bei schwülwarmen Wetter bewies der Bremer
Andree Welge großes Durchhaltevermögen und verteidigte seinen Titel mit einem
Sieg gegen Armin Gast (Huttenheim), der erstmals in einem DDV-Einzelfinale
stand. Bei den Damen gewann Heike Ernst (Bochum) bereits ihren 12.
Masters-Einzeltitel, als sie in einem spannenden Finale Bianka Strauch
(Bruchköbel) bezwang. Nachdem der Hamburger Daniel Zygla bereits vor drei
Monaten Einzelmeister der männlichen Jugend geworden war, holte er nun gegen
Kevin Münch (Bochum) auch noch den Masters-Titel. Die Mädchen-Masters gewann
Jenny Lieverkus (Wuppertal), die sich gegen Britta Lederbogen (Bochum)
durchsetzte.

Heike Ernst gewann die German Masters zum
12. Mal,
Andree Welge holte seinen 3. Masters-Titel
Zehn
Gesetzte konnten ihr Gruppenfinale nicht erreichen
Für das Herreneinzel hatten sich auch diesmal wieder 256 Spieler qualifiziert.
Von den 16 Gesetzten erreichten nur 5(!) ihr Gruppenfinale. Bereits in der
ersten Runde musste sich der Vorjahres Fünfte Stephan Schneider gegen den
Hamelner Maik Langendorf geschlagen geben. Da bei der German Masters nur
Einfach-KO gespielt wird, bedeutete das zugleich das Aus für Stephan.
Mit Tomas Seyler schied in Runde 1 sogar einer der
Drittplatzierten aus dem letzten Jahr aus. Er unterlag gegen Matthias Hanitsch
aus Gießen, der sich in den letzten Monaten schon die Skalps einer ganzen
Reihe von Top-Spielern geholt hat. Völlig überraschend unterlag in seinem
Auftaktspiel auch der zuletzt in absoluter Top-Form befindliche Olaf Tupuschis
gegen Thorsten Rösler (Wolfsburg).
In Runde 2 mussten dann zwei weitere Gesetzte die Segel
streichen. In Vilsbiburg hatte Johann Honner noch im Finale gestanden, in
Erlensee musste er sich jedoch in seinem 2. Spiel gegen den bayerischen
Ex-Nationalspieler Harry Barth aus Bamberg geschlagen geben, der im Vorjahr noch
Fünfter war. Neu-Nationalspieler Jörg Goga unterlag fast zeitgleich gegen den
bestens bekannten Hessen Reinhold Schüle.
Die 3. Runde war zugleich auch Boardhalbfinale. Hier schied
Michael Lemmes gegen den Nürnberger Swen Seifert erst nachdem alle 9 möglichen
Legs gespielt waren aus. Michael Mieslinger musste sich nach zweimal 1:2 gegen
Ingo Mauderer (Neu-Isenburg) geschlagen geben.
Auch drei Top-5-Spieler erwischte es hier: Vorjahresfinalist
Colin Rice unterlag 0:2, 2:0 und 1:2 gegen Mario Masurka aus Gießen, Markus
Schulte verlor gegen den Essener Jörg Aufmhoff und Andy Kröckel musste ein 1:2
und 0:2 gegen Huttenheims Armin Gast hinnehmen.
Die verbliebenen 5 Gesetzten konnten dann alle ihre
Gruppenfinals gewinnen (siehe Tableau auf Seite 6), wobei Marko Puls und Markus
Hawlitzky über alle 3 Sets gehen mussten, während Michael Rosenauer, Karsten
Wieg-grebe und Andree Welge bereits nach 2 Sets durch waren.

Marko Puls und Karsten Wieggrebe teilten
sich Platz 3 im Herreneinzel
Armin
Gast stand als einziger Ungesetzter im Halbfinale
Im Achtelfinale gelang Kröckel Bezwinger Armin Gast dann auch noch ein
zu-Null-Sieg gegen Markus Hawlitzky, die anderen 4 Gesetzten überstanden
auch diese Runde unbeschadet. - Mit Marko Puls und Michael Rosenauer trafen im
Viertelfinale die DDV-Nr. 1 sowie der Sieger von Dortmund und Kirchheim
aufeinander. Marko gewann diesen Vergleich mit 2:0 und 2:1. Ebenfalls in nur
zwei Sets setzte sich DDV-Nr. 3 Karsten Wieggrebe gegen Andy zum Felde mit 2:1
und 2:0 durch.
Andree Welge und Alexander Köhler waren beide früher sehr
erfolgreiche Jugendspieler und konnten beide ihre Klasse seit Jahren auch im
Erwachsenenbereich nachweisen. Alex gewann Leg 1 mit 2:1, doch die nächsten
beiden Sets holte sich Andree mit jeweils 2:0 zum Matchgewinn. Damit war Alex
wie im Vorjahr Fünfter und Titelverteidiger Andree weiter im Rennen.
Im einzigen Duell zweier Ungesetzter wollte Sven Flück
(Neunkirchen) mit einem Sieg gegen Armin Gast endlich einmal ein DDV-Halbfinale
erreichen. Doch beim Stand von 1-1 und 1:1 ging das letzte Leg dann doch an
Armin Gast, der so als einziger Ungesetzter ins Halbfinale einzog.
Dort traf Armin auf einen guten Bekannten. Auch sein Gegner
Marko Puls kommt aus Baden-Württemberg. Es war Armins Tag, und der Huttenheimer
konnte die DDV-Nr. 1 mit 2:1 und 2:0 bezwingen, womit er sein erstes
DDV-Einzelfinale erreichte.
Im anderen Halbfinale spielte Vorjahressieger Andree Welge
gegen Karsten Wieggrebe. Karsten gewann das 1. Set mit 2:1, musste dann aber die
nächsten beiden mit jeweils 0:2 an das Bremer Ausnahmetalent abgeben. Damit
erreichte Andree sein siebtes Masters-Einzelfinale, was neuer Rekord ist.
Die beiden Finalisten wurden auf der Bühne von Caller Martin
Bächler (Flörsheim) vorgestellt. Martins Frau Sabine führte die Scoresheets
aller 4 Finals ganz allein - und ganz ausgezeichnet. Andree Welge gewann das 1.
Leg in 20 Darts und Armin Gast glich in 15 Pfeilen aus. Das Set sicherte sich
dann Andree mit dem anschließenden 17-Darter.
Set 2 ging dann in 28 und 21 Darts an Armin - und das obwohl
Andree Leg 2 mit einer 180 und zwei Tonnen begonnen hatte. In Set 3 drehte
Andree dann auf und holte es sich in 18 und 14 Pfeilen. Doch auch darauf hatte
Armin eine Antwort: Er glich in 19 und 14 Darts zum 2-2 nach 4 Sets aus.
Der letzte Set musste entscheiden - und das mit den vom
Regelwerk geforderten zwei Legs Vorsprung. Titelverteidiger Andree Welge ging
mit einem 21-Darter in Führung bevor Armin in 17 Pfeilen ausgleichen konnte. In
den nächsten beiden Legs kam Armin dann zwar in den zweistelligen Bereich, aber
nicht mehr auf Doppel. Denn zwei 16-Darter brachten Andree das 3:1 im
entscheidenden 5. Set und damit den Titelgewinn.
Die Averages lagen bei 26.88 für Andree und bei 26.00 für
Armin. Andree erzielte im Endspiel zwei 180er. Nach den 7 Finalteilnahmen
stellte Andree sogar noch einen zweiten Rekord auf: Er ist der einzige Spieler,
der das Masters Einzel bereits dreimal gewann (zudem siegte Andree 1989 auch bei
der Jugend-Masters).

Andree Welge verteidigte den Herrentitel
erfolgreich gegen Armin Gast, der
erstmals im Endspiel stand
Drei
Hessinnen standen im Halbfinale der Damen
Im Dameneinzel waren 128 Spielerinnen gemeldet. Leider konnte Titelverteidigerin
Marene Csepeli nicht an den Start gehen. Mit dabei war allerdings wieder Heike
Ernst, die fast 20 Jahre lang die DDV-Damenszene dominiert hat und seit diesem
Jahr nur noch sporadisch als Hobbydarterin an dem einen oder anderen
DDV-RLT teilnimmt.
Dass Heike das Dartspielen noch nicht verlernt hat, bewies sie
gleich in ihrem ersten Match als sie sich gegen Nermin Wilke (Hannover), die
German-Masters-Siegerin von 2004, durchsetzte. Mit Anke Kirchermeier (München)
musste sich auch die Siegerin vom Jahr 2000 gleich in Runde 1 geschlagen geben,
als sie gegen Anne Harborth (Duisburg) unterlag. Sieben der acht gesetzten
Spielerinnen erreichten ihr Gruppenfinale. Einzig Monique Leßmeister schied
bereits im Gruppenhalbfinale mit 1:3 gegen Bremens Iwonka Haase aus.
Im Achtelfinale deutete dann Ex-Nationalspielerin Tamara
Wilhelm (Bruchköbel) an, dass sie wieder zum engeren Favoritenkreis gehört.
Nervenstark spielte sie sich einen 3:2 Sieg gegen DDV-Nr. 1 Sabrina Spörle
heraus. Auch für die starke Jugendspielerin Benita Göbel war in dieser Runde
Schluss, als sie mit 0:3 gegen die hoch motivierte Bianka Strauch unterlag, die
nach Sabrinas Niederlage nun wieder die Nr. 1 der DDV-Rangliste ist.
Die an 5 gesetzte Michelle Sossong verlor mit 2:3 gegen die
seit Langem konstant starke Bremerin Nicole Hartmann, die endlich einmal über
das Viertelfinale hinauskommen wollte. Doch die Zeit war wohl nicht ganz reif
dafür, denn Nicole traf im Viertelfinale auf Heike Ernst, verlor 1:3 und belegte
einmal mehr Platz 5.
Mit Iwonka Haase musste sich unter den letzten Acht eine
weitere Bremerin 1:3 geschlagen geben, als sie gegen Bianka Strauch unterlag.
Die Flensburgerin Sabine Schmidtke schied hier mit 1:3 gegen Nicole Männel aus,
und für die an 8 gesetzte Andrea Beushausen war Tamara Wilhelm mit 0:3 die
Endstation.
Damit standen gleich 3 Hessinnen im Halbfinale, was beweist,
dass der Sieg im Länderpokal der Damen am Vortag nicht von ungefähr kam. Hier
lief dann ein echter Krimi zwischen Tamara Wilhelm und Heike Ernst. Tamara, die
1996 schon einmal gegen Heike Ernst im Masters-Finale stand, konnte den 1. Set
mit 2:1 für sich entscheiden.
Doch beim Stand von 1:1 im 2. Set war es dann doch Heike, die
zum Setausgleich checken konnte. Auch den 3. Set gewann dann Heike mit 2:1 und
zog damit bereits in ihr 14. Einzelfinale bei der German Masters ein. Gegnerin
dort sollte Bianka Strauch sein, die den hessischen Vergleich im anderen
Halbfinale mit 2:1 und 2:0 gegen Nicole Männel gewann.
Heike Ernst erwischte im Finale auf der Bühne den besseren
Start und gewann den 1. Set in 24 und 19 Pfeilen. In Set 2 ging Bianka Strauch
mit einem 27-Darter in Führung. Heike glich mit einem 22-Darter aus, wobei sie
eine 177 für Tops Rest spielte und gleich mit dem 1. Dart dichtmachte. Leg 3
holte sich dann wieder Bianka, diesmal in 20 Pfeilen, und glich damit zum 1-1
nach Sets aus.
Set 3 musste entscheiden. Als sich Bianka auf Tops Rest
gestellt hatte, legte Heike ein 105er-Finish hin und ging mit diesem 24-Darter
in Führung. Leg 2 war dann fast eine Kopie des ersten. Als Bianka auf Doppel
stand machte Heike 102 zum 21-Darter und damit zum Titelgewinn dicht. Die
Averages lagen bei 20.21 für Heike und bei noch besseren 20.89 für Bianka. Es
war Heikes 12. Titel bei bislang 19 gespielten Masters-Einzeln - wieder ein
Rekord!

Bianka Strauch unterlag in einem
spannenden Damenfinale gegen Heike Ernst
Daniel
Zygla ist nun auch Jungen-Masters-Sieger
Bei der männlichen Jugend war das Feld der Qualifikanten von 32 auf 64 Jungen
erhöht worden. Es waren allerdings nur 48 Spieler gemeldet worden, wobei aber
auch die gesamte DDV-Spitze mit Oche stand. In Gruppe 1 des Einfach-KO-Tableaus
setzte sich der Topgesetzte Kevin Münch klar durch und spielte sich mit einem
3:0 im Gruppenfinale gegen Dominik Hofmann aus Bayreuth ins Halbfinale.
In Gruppe 2 hatte Sascha Vierk (Wuppertal) einen sehr schweren
Weg. Doch er siegte u.a. gegen Christopher Sand (Frankfurt) und gegen Muharrem
Kutlu (Vilsbiburg), bevor er im Boardfinale auch noch den gesetzten Alexander
Glatthorn mit 3:2 bezwingen konnte.
In Gruppe 3 unterlag Björn-Lars Schnelle in Runde 2 mit 1:3
gegen den Wormser Christian Bayer. Dieser musste sich dann aber 2 Spiele später
im Gruppenfinale 0:3 gegen Christopher Goga geschlagen geben. Der amtierende
DDV-Jungenmeister Daniel Zygla gewann in Gruppe 4 das Gruppenfinale glatt mit
3:0 gegen Michael Taube (München).
In den Halbfinals setzten sich dann die beiden Top-Favoriten
durch. Kevin Münch siegte genauso mit zweimal 2:0 gegen Sascha Vierk wie Daniel
Zygla gegen Christopger Goga. Beide Finalisten hatten damit das Kunststück
fertig gebracht sich ohne ein einziges Leg abzugeben ins Finale zu spielen
(beide 15:0 Legs)!
Daniel Zygla gewann das erste Leg im Finale mit einem
20-Darter, doch Kevin Münch holte die nächsten beiden in 17 und 21 Pfeilen,
womit er Set 1 gewonnen hatte. Set 2 verlief dann genau umgekehrt. Kevin ging
mit einem 19-Darter in Führung, und Daniel sicherte sich das Set mit
anschließenden 17 und 22 Pfeilen.
Set 3 musste dann mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Das
Match wurde immer hochklassiger und Kevin ging mit einem 15-Darter in Führung.
Mit einem 19er schaffte Daniel den Ausgleich, bevor Kevin mit einem 18-Dart-Leg
2:1 in Führung ging. Mit einem 14-Darter glich Daniel zum 2:2 aus.
Ein 21-Darter brachte Daniel dann erstmals in diesem Match in
Gesamtführung. Neun Darts hatte Kevin danach in Leg 6 zum 3:3 Ausgleich - doch
er traf sein Doppel nicht. So reichte Daniel ein 27-Darter zum 4:2 im letzten
Set zum Titelgewinn, als Kevin auf 20 Rest stand. Die Averages dieses spannenden
Finales lagen bei 23.67 für Sieger Daniel Zygla und sogar bei 25.08 für den
entthronten Titelverteidiger Kevin Münch, dem im entscheidenden 3. Set zwei
180er gelungen waren.

Kevin Münch musste sich im Jugendeinzel in
der Verlängerung gegen Daniel Zygla geschlagen geben
Jenny
Lieverkus verteidigt den Mädchentitel
Auch die Mädchen spielten Einfach-KO in 4 Gruppen, und auch hier war die
Teilnehmerzahl erhöht worden. Anstatt 16 konnten nun 32 Spielerinnen teilnehmen,
es wurden schließlich immerhin 26.
In Gruppe 1 meldete sich die ehemalige Mädchen-Nr. 1 Vanessa
Schehrer (Kaiserslautern) nach einer längeren Turnierpause zurück und erreichte
immerhin das Gruppenfinale. Hier unterlag Vanessa dann mit 1:3 gegen Kim von
Hollen aus Niedersachsen. In Gruppe 2 konnte Britta Lederbogen im Gruppenfinale
ihre an 1 gesetzte Große Schwester Kerstin mit 3:1 besiegen und zog damit
ebenfalls ins Halbfinale ein.
Vorjahressiegerin Jenny Lieverkus erreichte das Gruppenfinale
in Gruppe 3 ohne Probleme und setzte sich dort mit 3:1 gegen Mädchen-Nr.
2 Benita Göbel
durch. Gruppe 4
schließlich hatte keine echte Favoritin, und das nutzte Gina Fronz (Werl). Sie
spielte sich bis ins Gruppenfinale und konnte sich dort mit 3:1 gegen Sarah
Neubauer (Bochum) durchsetzen.
Auch
im anschließenden Halbfinale gelang es Gina bei ihrer 1:3 Niederlage ihrer
favorisierten Gegnerin Jenny Lieverkus immerhin ein Leg abzunehmen. Britta
Lederbogen gewann das andere Halbfinale mit dem deutlichen Resultat von 3:0
gegen Kim von Hollen, die weiter auf dem Weg nach oben ist.
Das
Endspiel nahm dann doch einen recht klaren Verlauf. Jenny Lieverkus gewann das
erste Leg in 27 Darts gegen Britta Lederbogen. Im 2. Set ging Jenny mit einem
38-Darter in Führung, die von Britta in 31 Pfeilen ausgeglichen wurde. Mit einem
35-Darter zum 2:0 und 2:1 Sieg gelang Jenny dann die erfolgreiche
Titelverteidigung. Jennys Average lag bei 15.93, Britta erreichte 13.99 Punkte
pro Dart.
Einmal
mehr war die German Masters ein runder Abschluss der DDV-Turniersaison. Die ddz
bedankt sich recht herzlich bei allen, die am Gelingen der Veranstaltung
mitgewirkt haben und uns so tatkräftig unterstützt haben. Stellvertretend seien
hier Bundesspielleiter Jürgen Vollbrecht, Alt-BSPL Wilfried Kohlstruk,
Scoresheet-Schreiberin Sabine Bächler sowie Dieter Herale und sein gesamtes
Ausrichterteam genannt.

Jenny Lieverkus verteidigte ihren
Mädchentitel erfolgreich gegen Britta Lederbogen

( Bericht
und Fotos von Volker Hatlauf)
Hessen
gewinnt beim DDV-Länderpokal 2006 in Erlensee alle Mannschaftstitel
Am 17. Juni 2006 fand der 19. DDV-Länderpokal im hessischen
Erlensee statt. Hier konnten die elf angereisten Landesverbände im
Herren-Achterteam und Damen-Viererteam ihre Kräfte messen. Nordrhein-Westfalen
war diesmal nicht mehr ganz so dominierend wie noch in den Vorjahren. Man war
zwar in beiden Finals vertreten, musste sich jedoch zweimal geschlagen geben.
Großer Triumphator war diesmal Hessen. Im Herrenteam siegte Hessen (1) vor
Nordrhein-Westfalen (1), den 3. Platz teilten sich Bayern (1) und
Baden-Württemberg (2). Auch das Damenteam gewann Hessen (1) vor
Nordrhein-Westfalen (1), Dritte wurden hier Niedersachsen (1) und
Berlin-Brandenburg (1). Damit war klar, dass Hessen auch die Gesamtwertung um
den Länderpokal klar vor Nordrhein-Westfalen für sich entschied. Bronze ging
nach Baden-Württemberg.

Holger Kurz hat im Teamgame des Herrenteamfinales
gerade den Matchdart zum Titelgewinn Hessens gesetzt
Kein
einziges Zu-Null im gesamten Herrenteamturnier
Am Samstagmorgen um 10 Uhr war es soweit: Im Achterteam der Herren gingen 31
Mannschaften an den Start, das einzige Freilos hatte mit NWDV (1) der
Vorjahressieger erwischt. Wie engagiert um jeden Punkt gekämpft wurde, zeigt die
Tatsache, dass nicht eine einzige der 31 ausgetragenen Begegnungen zu Null
ausging.
In Runde 1 gab es auch nur drei Spiele, die 7-1 ausgingen.
Gleich fünfmal spielte man 7-5 und in der Partie zwischen Baden-Württemberg (1)
und Niedersachsen (1) kam es nach 6-6 Endstand sogar zum Teamgame. Dieses konnte
dann BWDV (1) zum 7-6 für sich entscheiden. BWDV (1) war übrigens nicht das
Top-Team der Baden-Württemberger, deren bekannteste Leute in Team 2 spielten.
Echte Überraschungen hatte es in Runde 1 nicht gegeben, es kam
allerdings zu zwei Knallerpartien. Dabei siegte Bremen (1) bemerkenswert
deutlich mit 7-2 gegen Rheinland-Pfalz (1). Vorjahresfinalist NWDV (2) hatte mit
Hessen (1) ein Hammerlos für sein Auftaktspiel bekommen und verlor mit
3-7 gegen den Sieger der Jahre 2000 und 2003.
Jeweils hohe 7-1 Siege fuhren im anschließenden Achtelfinale 3
der 4 Top-Favoriten ein, wobei NWDV (1) gegen HDV (3) siegte, HDV (1) gegen NDV
(2) gewann und BWDV (2) sich gegen BDV (3) durchsetzte. Knapper war es bei BDV
(1), das an Ende aber doch mit 7-5 gegen HDV (2) gewann.
Danach standen im Viertelfinale ausschließlich Erste
Mannschaften, wobei beim BWDV die (2) ja eigentlich die (1) war. Am
knappsten war wieder der Sieg von Bayern (1), das 7-4 gegen BWDV (1) gewann.
NWDV (1) setzte sich mit 7-2 gegen LDVH (1) durch, wobei dem Hamburger
Jugendlichen Daniel Zygla ein bemerkenswerter 3:2 Sieg gegen Olaf Tupuschis
gelang.
Berlin (1) führte zwar gegen BWDV (2) zunächst durch das 3:0
von Jörg Goga gegen Jürgen Bätzner mit 1-0, mußte sich später aber 2-7
geschlagen geben. Hessen (1) schließlich gewann sein Halbfinale überzeugend hoch
mit 7-1 gegen Bremen (1), wo immerhin 5 Spieler vom neuen Bundesligameister DC
Vegesack spielten. Mit Tomas Seyler holte auch einer von diesen mit seinem 3:1
gegen Alexander Köhler den Bremer Ehrenpunkt.
Das Halbfinale zwischen Hessen (1) und BWDV (2) war dann sehr
ausgeglichen. Die Führung wechselte hin und her, bis es schließlich 5-5 stand.
Höntsch/Masurka und Kurz/Rauch konnten dann mit Siegen in den letzten beiden
Doppeln den 7-5 Erfolg der Hessen sicherstellen.
Klaus Haslbecks 3:1 gegen Volker Backes brachte Bayern (1)
gegen NWDV (1) in Führung, doch das Match neigte sich dann immer mehr auf die
Seite der Westdeutschen. Backes/Rice und Lemmes/Wieggrebe gewannen schließlich
die ersten beiden Doppel mit jeweils 3:2 zum 7-3 Erfolg von NWDV (1).

NWDV (1) wurde Zweiter im Herrenteam mit Schneider, Tupuschis,
Kröckel,
Hawlitzky, Lemmes, Wieggrebe, Sportwart Effenberger, Backes und Rice
Hessens
Herrenteam gewann Titel nach Teamgame
Damit kam es zum 3. Mal in der Geschichte des Länderpokals zum Finale zwischen
NWDV (1) und Hessen (1), wobei 1995 der NWDV und 2000 der HDV den Titel geholt
hatte. Gespielt wurde wegen der fortgeschrittenen Zeit ebenerdig an den Boards 4
und 6.
Volker Knödel Backes brachte NWDV (1) nach 1:2
Rückstand noch mit einem 3:2 gegen Tobias Höntsch in Führung, wobei Thomas in
den beiden letzten Legs nicht mehr unter 100 kam. Auch Markus Hawlitzky lag im
2. Einzel 1:2 zurück, bevor er das Spiel noch zum 3:2 gegen Holger Frommann
herumdrehen konnte, der in den Legs 4 und 5 jeweils auf 32 Rest stand.
Das 3. Einzel gewann Mario Masurka klar und stark mit 3:1
gegen Olaf Tupuschis, der NWDV führte nur noch 2-1. Im besten Match des gesamten
Finales stelle Colin Rice (Average 31.25) mit seinem 3:1 gegen Alexander Köhler
(30.93) den alten 2-Punkte-Vorsprung der Westdeutschen wieder her.
Auch das 5. Einzel zwischen Ingo Mauderer und Michael Lemmes
war sehr stark. Ingo gewann für den HDV nach 1:2 Rückstand mit 3:2. Doch mit dem
3:2 von Karsten Wieggrebe, ebenfalls nach zwischenzeitlichem 1:2 Rückstand gegen
Michael Rauch, zog der NWDV wieder auf 4-2 davon.
Die letzten beiden Einzel waren nun richtungsweisend - und es
waren die Hessen, die wieder herankamen. In einem der schwächeren Spiele zogen
Alexander Köhler und Andreas Kröckel erst im 5. Leg mächtig an, und es war Alex,
der mit einem 15-Darter (bei 20 Rest für Andy) Hessen auf 3-4 heranbrachte.
Das letzte Einzel war auch das schwächste. Stephan Schneider
ging 1:0 in Führung, doch danach bekam er die Doppel nicht mehr dicht und stand
sogar zweimal auf Doppel-1 Rest, als Michael Spanheimer zum 3:1 Sieg checkte,
wozu ihm eine Average von 18.73 genügte. Es stand 4-4 zur Pause.
Die ersten beiden Doppel waren ratz, fatz vorbei: Masurka/Höntsch
siegten genauso mit 3:0 gegen Backes/Rice wie Köhler/Mauderer zu Null
gegen Kröckel/Tupuschis gewannen - das war die 6-4 Führung für die Hessen. Zwar
standen Hessens Kurz/Rauch dann im 3. Doppel in allen 3 verlorenen Legs auf
Doppel, das 1:3 gegen Lemmes/Wieggrebe konnten sie aber nicht verhindern.
Riesenjubel dann beim NWDV, als Schneider/Hawlitzky im letzten Doppel mit einem
12-Darter (70, 140, 180, 111aus) 2:1 in Führung gingen. Auch das letzte Leg ging
trotz ein wenig Double-Trouble zum 6-6 an den NWDV.
Ein Teamgame (1001/best-of-3) musste über den Titel
entscheiden! Im 1. Leg lagen beide Teams zunächst gleichauf, aber eine 180
brachte Hessen dann klar in Front. Michael Rauch war es dann, der 4 Rest mit
Single-2, Double-1 zur 1:0 Führung dichtmachte, als NWDV noch 114 Rest hatte.
Das 2. Leg dominierte der NWDV, und Markus Hawlitzky machte 78 mit Treble-18 und
Doppel-12 dicht, als Hessen noch bei 151 Rest stand.
Nachdem der NWDV im 3. Leg bis zur Hälfte der Distanz geführt
hatte, spielten sich die Hessen zum Ende hin einen kleinen Vorsprung heraus, den
schließlich Holger Kurz mit einer Doppel-6 im ersten Dart zum Matchgewinn
umsetzte, als der NWDV darauf wartete auf 72 Rest werfen zu dürfen. Riesenjubel
natürlich bei den Hessen, die damit zum 2. Mal den Titel gewonnen hatten. Die
Averages des Finales (incl. Teamgame) lagen - nach insgesamt 2266 geworfenen
Darts und 28554 heruntergespielten Punkten - bei 23.64 für die Hessen und nur
unwesentlich höher bei 23.78 für den NWDV.
Nach all der Anspannung während des Matches war es schön zu
sehen, wie das NWDV-Team bei der Ehrung die siegreichen Hessen feierte und eine
Jubelgasse bildete durch die dann das hessische Team zum Empfang der
Goldmedaille auf die Bühne stieg.

HDV (1) gewann das Herrenteam mit (oben) Frommann, Spanheimer,
Köhler, Rauch
- (unten) Masurka, Höntsch, Kurz und Mauderer
Hessinnen stoppen Titelverteidiger Bayern
Im Wettbewerb der 28 Damen Viererteams gab es in der 1. Runde die 4 Freilose
jeweils für die Topgesetzten Teams (für NWDV 1, HBDV 1, HDV 1, NDV 1). Hier gab
es dann auch einmal ein Zu-Null-Ergebnis: Bremen (3) siegte 4:0 gegen
Niedersachsen (3).
NWDV (2) hatte schon 3-1 gegen BWDV (1) geführt, einzig Sabine
Kempter hatte ihr Einzel gegen Susanne Schubert 3:1 gewonnen. BWDV gewann beide
Doppel zu Null und konnte dann auch das Teamgame für sich entscheiden.
Wie schon in Runde 1 gab es auch im Achtelfinale keine
wirklichen Überraschungen. Um ein Haar hätte allerdings Schleswig-Holstein (1)
gegen Titelverteidiger Bayern (1) die Sensation geschafft. Doch nach 3-1
Einzelführung mussten Schmidtke/Zemski das erste Doppel denkbar knapp mit 2:3 an
Kirchermeier/Wagner abgeben. Das letzte Doppel ging dann klar an die Bayerinnen,
die dann auch das notwendige Teamgame (bei den Damen nur best-of-1!) zum 4-3
Sieg gewannen.
Wie bei den Herren standen auch bei den Damen 8 Erste
Mannschaften im Viertelfinale. Hier schied mit Bayern (1) der Sieger der
letzten beiden Jahre mit 0-4 gegen Hessen (1) aus. Damit war klar, dass es einen
neuen Titelgewinner geben würde.
Das ausgesprochen junge Team von NWDV (1) setzte sich mit 4-1
gegen Hamburg (1) durch. Den Ehrenpunkt machte Reica Dyherrn mit einem 3:2 gegen
Benita Göbel. NDV (1) hatte schon nach den Einzeln 3-1 gegen BWDV (1) geführt,
Beushausen/Klima machten dann im letzten Doppel mit ihrem 3:2 gegen
Becker/Metzger das 4-2 für Niedersachsen (1) klar.
Zwischen Bremen (1) und Berlin (1) stand es nach den Einzeln
2-2, doch die Berlinerinnen gewannen dann beide Doppel klar mit 3:0 womit sie
4-2 gesiegt hatten und auch der Vorjahresfinalist Bremen (1) draußen war.
Im Habfinale hatten es die Niedersächsinnen dann mit Hessen
(1) zu tun. Man verlor die ersten 3 Einzel jeweils zu Null und kurioserweise war
es ausgerechnet Nationalspielerin Bianka Strauch, die mit ihrem 1:3 gegen
Nicole Klima den einzigen
Punkt der Hessinnen abgab. Doch gleich im ersten Doppel konnte sich Bianka (mit
Tamara Wilhelm) revanchieren, als sie mit einem 3:1 gegen Kriegel/Schulz das 4-1
für Hessen (1) sicherstellte.
Die
Berlinerinnen erkämpften sich im anderen Halbfinale gegen NWDV (1) ein 2-2 nach
den Einzeln. Auch die Doppel gingen remis aus, so dass ein Teamgame darüber
entscheiden musste, wer ins Finale einzog. Es war schließlich DDV-Mädchen-Nr. 1
Kerstin Lederbogen, die den Matchdart zum 4-3 für NWDV (1) setzte.

NWDV (1) belegte auch im Damenteam Platz 2 mit (oben) Kröckel,
Sossong, Rice
- (unten) Göbel und Lederbogen
Damen
Vierer macht hessischen Doppelsieg perfekt
Wie bei den Herren wurde auch das Finale im Damenteam ebenerdig an 2 Boards
gleichzeitig gespielt. Das Einzel zwischen Trixi Kröckel und Tamara Wilhelm war
ein wenig zähflüssig. Tamaras 3:1 brachte die Hessinnen mit 1-0 in Führung. Es
folgte das beste Spiel des gesamten Finales, wobei Michelle Sossong in 24, 22
und 23 Darts 3:0 gegen Bianka Strauch gewann. Michelles Average von 21.78 war
der höchste überhaupt in diesem Finale, und auch Biankas 19.08 gehörte zu den
besten.
Anja
Ruppert konnte im 3. Einzel zwar mit 1:0 und Führung gehen, unterlag am Ende in
diesem schwächsten Match des Finales aber mit 1:3 gegen Benita Göbel, die NWDV
(1) damit 2-1 in Führung brachte. Im 4. Einzel führte Britta Lederbogen mit 1:0,
unterlag aber am Ende 1:3 gegen Nicole Männel, womit es nach den Einzeln 2-2
unentschieden stand.
Im
Doppel ließen Strauch/Wilhelm den NWDVlerinnen Göbel/Kröckel keine Chance und
gewannen klar mit 3:0. Ebenso souverän war der 3:1 Sieg von Lederbogen/Sossong
im letzten Doppel gegen Männel/Ruppert. Es stand 3-3 und wie bei den Herren
musste ein Teamgame entscheiden - und zwar nur ein einziges Leg 1001!
Nach
51 Darts stand NWDV (1) auf 80 Rest, und Bianka Strauch hatte für Hessen die
Chance 4 Rest zum Match zu checken. Sie wartete bis zum 3. Dart, bevor sie ihn
im Doppel versenkte um damit den 3. Titelgewinn des HDV nach 1998 und 2003 zu
sichern. Der Jubel war natürlich riesig – das hessische Damenteam schulterte
sogar Martin Bächler!. Die Gesamtaverages des Finales von 17.46 für den HDV und
16.69 für den NWDV unterstreichen den verdienten Sieg der Hessinnen.
Mit
den Siegen in Herren- und Damenteam war natürlich klar, dass Hessen auch die
Gesamtwertung um den Länderpokal deutlich gewonnen hatte. Am Ende lag man mit
104 Zählern stolze 36 Punkte vor Nordrhein-Westfalen. Es war nach 2003 das 2.
Mal, dass Hessen die Gesamtwertung gewann - kein anderer Landesverband sonst hat
bislang diese Vormachtstellung des NWDV brechen können.
Platz
3 belegte weitere 22 Punkte zurück Baden-Württemberg und gemeinsame Vierte,
nochmals 11 Zähler weiter hinten, wurden Bayern und Berlin-Brandenburg. – Damit
ging eine auch diesmal wieder ungemein spannende Veranstaltung zu Ende, die
schon jetzt die Vorfreude auf das nächste Jahre geweckt haben dürfte.

Der Sieg von HDV (1) im Damenteam machte
den hessischen Triumph perfekt:
Wilhelm, Strauch, Stephan, Ruppert, Männel und Martin Bächler

( Bericht
und Fotos von Volker Hatlauf)
16./17. September 2006 Spree
Cup in Berlin
Karsten
gewinnt mit neuem Nachnamen zu Saisonauftakt das DDV-RLT in Berlin
Das
erste DDV-RLT der neuen Saison am 16./17. September 2006 lief unter dem Namen
Spree-Cup bei guter Stimmung und starken Leistungen. Zehn Jahre nach seinem
ersten Einzelsieg in Berlin feierte Karsten Koch, der früher Karsten Wieggrebe
hieß, seinen zweiten Titel in der Hauptstadt. Im Finale bezwang er Johann
Honner. Bei den Damen festigte Bianka Strauch mit ihrem Finalsieg gegen Astrid
Kamm ihre Spitzenstellung in der Rangliste. Astrid stand damit nach langer Zeit
einmal wieder einem DDV-Einzelfinale. Die Jugendtitel gewannen Alexander
Glatthorn vor Robin Tuchel sowie Jenny Lieverkus vor Viola Schreiner. Deutsche
Doppelmeister wurden bei den Herren Lewandowski/Münch vor Albert/Beute und bei
den Damen Göbel/Kröckel vor Hartmann/Janßen. Die neuen Over-40-Meister heißen
Jörg Goga und Claudia Papendick.

Die ersten
Titelträger der neuen Saison waren beim DDV-RLT in Berlin Karsten Koch und
Bianka Strauch
Gutes
Wetter und gute Stimmung zu Saisonauftakt in Berlin
Wie schon in den Jahren zuvor wurden die Teilnehmer am Samstagmorgen von
sonnigem Spätsommerwetter begrüßt, was sich gleich positiv auf die Stimmung im
gastronomischen Außenbereich vor der Luise-Schröder-Halle auswirkte. Der
neue Spielort erwies sich als gut geeignet für ein Turnier dieser Größenordnung.
Im
Herreneinzel hatte der Berliner Ausrichter mit 298 Meldungen einen erfreulichen
Zuwachs von 5,7% zu verzeichnen. Zwar ging die Zahl der gemeldeten Dameneinzel
seltsamerweise um 20% auf 80 Starterinnen zurück, doch unter dem Strich blieb
damit die Beteiligung in den Einzeln mit minus 1,0% nahezu unverändert zum
Vorjahr.
In
bereits Runde 2 des Herreneinzels erwischte es den Vorjahressieger und
Lokalmatadoren Jörg Goga, der sich dem Hildesheimer Patrick Emmerich mit 1:3
beugen musste. Jörg arbeitete sich dann durch die gesamte Loserrunde. Im
Gruppenfinale der Sieger von Gewinnerrunde und Loserrunde konnte Jörg zwar das
1. Spiel gegen Patrick Emmerich 3:1 gewinnen, verlor aber das Zweite mit dem
gleichen Resultat - Schluss für ihn!
Andreas Kröckel musste sich in Runde 3 gegen den gerade als Jugend-Nr. 1
abgetretenen nun 18-jährigen Kevin The Kid Münch geschlagen geben. Im
Loserhalbfinale beendete dann der Berliner Ingo Neef Andys diesjähriges Einzel
mit einem 2:0.
DDV-Nr. 1 Marko Puls erwischte es dann im Siegerfinale seiner Gruppe, als er
sich gegen den Hamburger Walter Gesche geschlagen geben musste. Nach gegen
Jürgen Lechtken gewonnenem Loserfinale kam Marko zurück und traf im
Gruppenfinale dann erneut auf Walter Gesche. Zwar konnte Marko das erste Match
mit 3:2 gewinnen, musste sich aber mit dem anschließenden 1:3 endgültig aus dem
Turnier verabschieden.
In der
Hälfte aller 32 Gruppenfinals erzwangen die aus der Verliererrunde kommenden
Spieler ein 2. Match. So auch der Münchner Martin Degel, der gegen den an 11
gesetzten Andreas zum Felde nach dem ersten Match auch das zweite mit 3:0
gewann. Wie Martin schafften auch Andre Hoy (Munster), Christoph Henkel, Alex
Albert (Walldorf) und der Ex-Jugendliche Phillip Schmidt (Bochum) das Kunststück
sich mit 2 Siegen zurück ins Einfach-KO-Tableau der Letzten 32 zu spielen.

Platz 3 im
Herreneinzel belegten die Bochumer Stephan Schneider und Michael Lemmes
Hansi
Honner verliert starkes Finale gegen Karsten Koch
Alle 9 verbliebenen Gesetzten überstanden auch diese Runde und erreichten das
Achtelfinale. Eine der spannendsten Partien war dabei der 3:2 Erfolg von
Ex-DDV-Nr. 1 Shorty Seyler gegen den starken Bayern Wopi Piegsa.
Im Achtelfinale war dann der junge Kevin Münch Shortys Gegner. Kevin
hatte seine Nerven im Griff und bezwang den Bremer mit 3:1.
Auch
zwei direkte Vergleiche von Gesetzten gab es im Achtelfinale. Dabei siegte
Stephan Schneider mit 3:0 gegen seinen ehemaligen Bochumer Teamkollegen Michael
Nett und Johann Honner wies mit seinem 3:1 gegen den vielfachen Nationalspieler
Andree Welge seine seit Längerem blendende Form nach.
Nur
zwei Ungesetzte standen dann im Viertelfinale, ein Spieler aus der Loserrunde
war nun nicht mehr vertreten. Nach einem Klasseturnier musste sich hier Patrick
Emmerich in einem engen Match mit 1:2 und 1:2 gegen Karsten Koch geschlagen
geben.
Auch
der andere verbliebene Ungesetzte musste sich verabschieden, als Kevin Münch mit
2:0, 1:2 und 1:2 gegen Hansi Honner unterlag. Stephan Schneider erreichte
das Halbfinale mit einem zweifachen 2:0 gegen Ingo Mauderer und Michael Lemmes
gelang das Gleiche mit einem zweifachen 2:1 gegen seinen Clubkollegen Colin
Rice.
Beide
Halbfinals gingen dann über die vollen 3 Sets. Stephan Schneider gewann zwar Set
1 mit 2:0 gegen Johann Honner, musste die nächsten beiden aber mit 1:2 und 0:2
abgeben, womit Johann Honner bereits sein zweites DDV-Finale in den letzten 4
Monaten erreichte. Michael Lemmes gab Set 1 mit 1:2 an Karsten Koch ab, gewann
den zweiten aber mit 2:1. Der entscheidende 3. Durchgang ging dann mit 2:0 an
Karsten Koch, der damit wie im Vorjahr im Herrenfinale stand.
Im
diesem von Carsten Arlt gecallten Endspiel war Karsten Koch leichter Favorit.
Den 1. Set sicherte sich Karsten in 20 und 17 Darts. Mit einem 14-Darter zum 1:0
im 2. Set zeigte auch Johann Honner was er drauf hat. Doch die anschließenden
18- und 15-Darter seitens Karsten brachten diesem auch den 2. Set.
Karsten eröffnete Set 3 mit einem 19-Darter, den Hansi in 15 Pfeilen
ausglich. Das 3. Leg checkte dann aber wieder Karsten zum 21-Darter, als
Hansi auf 101 Rest stand. Das war der 3-0 Sieg nach Sets für Karsten, der
bereits vor 10 Jahren - damals noch als 19-jähriger - das DDV-RLT in Berlin
gewann.
Dass
Johann Honner trotz der vom Ergebnis her deutlich anmutenden Niederlage Klasse
gespielt hat, zeigt auch die Tatsache, dass er mit 28.11 einen um über 2 Punkte
höheren Average erreichte als Karsten mit 25.86. Das lag unter anderem gewiss
auch daran, weil Karsten bei den beiden von Hansi in 14 und 15 gewonnenen
Sets 253 bzw. 290 Rest hatte.

Johann Honner
belegte im Herreneinzel den 2. Platz hinter Turniersieger Karsten Koch
Astrid
Kamm unterliegt erst im Damenfinale gegen Bianka Strauch
Bei den 80 Damen hatten aus
den DDV-Top-8 mit Heike Ernst, Marene Csepeli, Nicole Männel und Andrea Leipold
gleich die Hälfte nicht gemeldet. Die DDV-Nr. 2 Sabrina Spörle war zwar
ausgelost, reiste aber nicht an. Damit war Bianka Strauch diesmal sogar eine
noch größere Favoritin als sie es von Haus aus schon ist.
Gleich
in Runde 1 musste sich Andrea Beushausen gegen Astrid Kamm geschlagen geben. Sie
spielte sich aber ins Loserfinale, wo sie überraschend gegen die noch wenig
bekannte Simone Ritzow endgültig ausschied. Monique Leßmeister erwischte es dann
eine Runde später. Nicole Schumann (Nettetal) stürzte sie in die Verliererrunde,
wo Monique dann im Loserhalbfinale gegen die hessische Berlinerin
Michelle Schubert unterlag. Erstmals war auch Mädchen-Nr.1 Kerstin Lederbogen in
die Setzliste aufgerückt. In der 3. Runde musste sich die 17-jährige dann aber
2:3 gegen Brigitte Haaß (Oer-E´schwick) geschlagen geben. Im Loserhalbfinale kam
dann für Kerstin das endgültige Aus gegen Sabine Schmidtke (Flensburg).
Vier
der 8 gesetzten Spielerinnen erreichten schließlich die Gruppenfinals der
Gewinner- gegen die Loserrundensieger. Während Bianka Strauch, Beatrix Kröckel
und Nicole Hartmann allesamt ihre Matches mit 3:0 gewannen, musste Michelle
Sossong zunächst eine 2:3 Niederlage gegen Sandra Galietto (Stuttgart)
hinnehmen. Doch mit einem 3:0 im 2. Match spielte auch sie sich ins
Viertelfinale.
Im
einzigen Duell zweier Gesetzter bezwang Michelle Münch die Bremerin Nicole
Hartmann mit 3:1. Die favorisierten Bianka Strauch und Beatrix Kröckel siegten
3:2 bzw. 3:0 gegen Brigitte Haaß bzw. Iris Baumgartner. - Das letzte
Viertelfinale spielte DDV-Jugendleiterin Astrid Kamm gegen die
BWDV-Vizepräsidentin Sabine Kempter (Wolfsölden). Astrid gewann das Match 3:0.
Also
stand Astrid Kamm im Halbfinale gegen ihren früheren Schützling Michelle
Sossong. Viele hätten hier vielleicht eher auf DDV-Nr. 5 Michelle Sossong
gesetzt, aber die ungesetzte Astrid spielte sich mit 2:1 und 2:0 ins
Damenfinale. Auch Trixi Kröckel konnte ein starkes Comeback feiern. Erst im
Halbfinale musste sie sich nach einem starken Turnier Bianka Strauch mit zweimal
1:2 beugen.
Dann
lud Casi Arlt zum Endspiel auf die Finalbühne. Bianka Strauch gewann den
1. Set in 24 und 23 Pfeilen. Das 1. Leg im 2. Set war dann nicht mehr so stark,
Bianka brauchte 36 Darts um es einzufahren. Im 2. Leg zeigten dann beide Damen
noch mal ihre Klasse. Bianka spielte sich mit einem 22-Darter zum Titelgewinn,
Astrid stand bereits auf 16 Rest.
Es war
Biankas zweiter Einzelsieg in Berlin nach 1999. Astrid stand erstmals seit
vielen Jahren wieder in einem Einzelfinale. Die Averages lagen bei 19.09 für
Bianka und bei 17.30 für Astrid.

Astrid Kamm
holte bei den Damen den Vizetitel im Einzel hinter Bianka Strauch
Alexander
Glatthorn siegt bei den Jungen souverän
Wie im Vorjahr gingen bei den Jugendlichen am Sonntag 23 Jungen an den Start.
Man spielte in 2 Doppel-KO-Gruppen und erklärter Favorit war Daniel Zygla, der
schon seit einiger Zeit als direkter Nachfolger von Kevin Münch gehandelt wird.
Zwar
gewann Daniel in Gruppe 1 die ersten beiden Matches, jedoch im Siegerfinale
unterlag er 1:3 gegen Robin Tuchel aus Bochum. Sofort danach gab es eine 0:2
Niederlage im Loserfinale gegen Alexander Hamacher (Fallersleben).
Robin
Tuchel hatte zuvor sofort in Runde 1 den an 4 gesetzten Berliner Christopher
Goga ausgeschaltet, der dann im Loservorfinale 1:2 gegen Alex Hamacher verlor.
Im Gruppenfinale musste Robin Tuchel dann zwar das erste Match gegen Hamacher
abgeben, bekam aber, da er aus der Siegerrunde kam, eine zweite Chance, die er
mit 3:2 nutzte - er stand im Finale.
In
Gruppe 2 musste sich Michael Fey in seinem ersten Match gleich 2:3 gegen
Sebastian Rüdinger (Berlin) geschlagen geben und das Aus kam später im
Loservorfinale mit 1:2 gegen Giuliano de Marinis (Leverkusen). Blieb von den
Gesetzten also nur noch der zuletzt so überzeugende Alexander Glatthorn. Der
spielte sich recht souverän ins Gruppenfinale, wo er auf Loserrundensieger De
Marinis traf. Nach Alexanders glattem 3:0 war kein 2. Match nötig und Alex stand
im Finale gegen Robin Tuchel.
Das
Endspiel war dann ein Leckerbissen. Robin Tuchel spielte stark, aber Alexander
Glatthorn war noch um einiges stärker. In 17 und 14 Darts gewann Alex den 1.
Set. Robin ging in Set 2 mit einem 18-Darter in Führung, doch Alex spielte
danach 23 und 16 Darts zum Titelgewinn. War Robins Average von 23.71 schon recht
gut, so waren die 27.89 von Alex, der auch zwei 180er warf, Spitzenklasse!

Alexander
Glatthorn gewann bei der männlichen Jugend vor Robin Tuchel
Jenny
Lieverkus gewinnt das Mädcheneinzel
Im Mädcheneinzel gingen diesmal nur 10 junge Damen an den Start. Nicht dabei
waren die DDV-Nummern 1 und 3. Kerstin Lederbogen und Benita Göbel werden bald
18 Jahre alt und bereiteten sich mit der Teilnahme an der Doppel-DM lieber schon
Mal auf den Erwachsenenbereich vor.
Blieb
also nur noch eine aus dem Favoritenkleeblatt übrig, das war Jenny Lieverkus. Da
ab sofort auch bei geringer Teilnehmerzahl Doppel-KO gespielt wird, war bei
Jenny in Gruppe 1 ihr erstes Spiel auch gleich das Siegerfinale. Sie gewann 3:1
gegen Kim von Hollen (Diedersen) - und danach auch das Gruppenfinale mit
gleichen Ergebnis gegen die gleiche Gegnerin.
In
Gruppe 2 unterlag Britta Lederbogen im ersten Match 0:3 gegen Sarah Neubauer
(Bochum), gegen die sie später im Loserfinale erneut 0:2 verlor. Sarah hatte das
Siegerfinale 0:3 gegen Viola Schreiner (Bruchköbel) verloren - und gegen die
ging es nun im Gruppenfinale erneut. Zwar verlor Nina das 1. Match mit 2:3,
spielte sich aber mit einem 3:1 im zweiten ins Finale gegen Jenny.
Das
Endspiel wurde genau wir das der Jungen schon gestartet während die Doppel-DM
noch lief - deshalb natürlich ohne Caller. Viola Schreiner konnte Set 1 in 38
und 39 Pfeilen gewinnen, Jenny Lieverkus spielte dazwischen einen 30-Darter.
Doch dann kippte das Match. Jenny, die im Vorjahr Platz 2 belegt hatte, gewann
die nächsten 4 Legs hintereinander in 31, 25, 25 und 29 Pfeilen zum 1:2, 2:0 und
2:0 Titelgewinn. Die Averages lagen bei 15.56 für Jenny und bei 14.03 für Viola,
die ihr erstes Einzelfinale gespielt hatte.

Jenny Lieverkus
gewann das Mädchenfinale in Berlin vor Viola Schreiner
Lewandowski/Münch gewinnen die Doppel-DM der Herren
Waren die Teilnehmerzahlen schon im Einzel am Samstag gegenüber dem Vorjahr
beinahe völlig gleich geblieben, so war dies auch am Sonntag bei den Deutschen
Doppelmeisterschaften der Fall. Es gab also nicht den befürchteten Einbruch bei
den Teilnehmerzahlen im Doppel, weil ja ab Berlin in den Doppelwettbewerben
keine Punkte mehr für die normale DDV-Rangliste vergeben werden.
Die
Herausgabe einer eigenen Doppelrangliste scheint also auch ein gewisser Anreiz
zu sein, denn mit 117 Herren- und 32 Damendoppeln lag die Beteiligung genau um
ein Doppel höher als im Vorjahr. - Lokalmatador Jörg Goga spielte zusammen mit
Sven Dräger. Man verlor gleich das 2. Match, mit 1:3, hatte aber mit
Albert/Beute (Walldorf) aber auch sehr starke Gegner Im Loservorfinale unterlag
man dann auch im Berliner Duell gegen Savic/Zahnow und war draußen. Große
Überraschungen gab es ansonsten eher wenig.
Im
Achtelfinale trafen dann die Sieger der Gewinner- und Verliererrunden in den 16
Gruppenfinals aufeinander. Hier machten Andreas Zecke Lewandowski und
Kevin The Kid Münch erstmals auf sich aufmerksam. Zwar unterlagen sie den
aus der Loserrunde kommenden Seyler/Welge 2:3, gewannen aber das zweite Match
mit 3:2, womit eines der Top-Doppel draußen war. Einzig Pohl/Pelzer schafften es
im Berliner Duell mit einem zweifachen 3:2 gegen Skopnik/Braner ein
Gewinnerrundenteam zu kippen.
Im
Viertelfinale konnten sich dann Albert/Beute nach allen neun möglichen Legs über
einen Sieg gegen Lemmes/Nett freuen. Beide Doppel, die eine Woche später beim
Europa-Cup in Irland für Deutschland spielten, verloren dann ihre Halbfinals. In
jeweils 3 Sets mußten sich Koch/Puls genauso gegen Albert/Beute beugen wie
Kröckel/Rice gegen Lewandowski/Münch unterlagen.
Es kam
zu einem sehr umkämpften Endspiel, wo Münch/Lewandowski den 1. Set in 25 und 22
Darts gewannen. Im 2. Set holten die beiden zwar das 2. Leg in 19 Pfeilen, die
beiden anderen gingen aber zum Setausgleich in 25 und 22 Darts an Albert/Beute.
Mit 16 und 20 Darts erspielten sich Lewandowski/Münch dann die erneute Führung
nach Sets.
Sie
holten dann auch das 1. Leg im 4. Set mit einem 23-Darter, doch Albert/Beute
glichen mit den folgenden 20- und 29-Dartern zum 2-2 nach Sets aus. Der letzte
Set musste also entscheiden. Hier kamen Albert/Beute nicht mehr auf Doppel, als
Lewandowski/Münch in 25 und 14 Pfeilen
mit 2:0, 1:2, 2:0, 1:2 und 2:0 zum Gewinn der Deutschen Doppelmeisterschaft
checkten. Ihr Average betrug 22. 37, Albert/Beute spielten 20.69.

Herrendoppelmeister Andreas Lewandowski (mit Kevin Münch)
beim Wurf im Halbfinale gegen Kröckel/Rice
Göbel/Kröckel neue Deutsche Doppelmeisterinnen
Bei den 32 Damendoppeln gab es eigentlich keine klaren Favoritinnen. Bianka
Strauch unterlag mit Simone Fegert in der ersten von zwei Doppel-KO-Gruppen im
Siegerfinale mit 1:3 gegen Trixi Kröckel und Benita Göbel.
Im Loserfinale musste
man sich dann gleich noch mal mit 1:2 gegen Claudia zum Felde und Carola Müller
geschlagen geben und belegte damit Platz 5.
Beste Berlinerinnen
wurden die ehemaligen Jugendspielerinnen Nadine Meyenburg und Patricia Müller,
die zunächst gegen die Bremerinnen Ehlen/Viebrock und dann im Loserfinale 1:2
gegen Hartmann/Janßen unterlagen, was Platz 5 bedeutete.
Die größte Überraschung
war vielleicht das frühe Ausscheiden der Mitfavoritinnen Christina Oelke und
Michelle Sossong gewesen. Die beiden unterlagen in Runde 2 mit 0:3 gegen
Hartmann/Janßen und dann im Loserhalbfinale gegen Ehlen/Viebrock.
Die Boardfinals der
Siegerinnen aus Gewinner- und Loserrunde bildeten zugleich die Halbfinals. In
Gruppe 1 setzten sich Göbel/Kröckel mit 3:2 gegen Müller/zum Felde durch.
Dramatischer war es in der anderen Gruppe. Die aus der Loserrunde kommenden
Hartmann/Janßen siegten zunächst 3:2 gegen Astrid Kamm und Susanne Lieverkus.
Ein zweites Spiel wurde nötig und auch das gewannen Hartmann/Janßen mit zweimal
2:0.
Das Finale war dann
nicht sonderlich hochklassig, dafür aber umso spannender. Hartmann/Janßen
gerieten im 1. Set gegen Göbel/Kröckel nach einem 35-Darter in Rückstand,
gewannen den Set dann aber doch mit den nachfolgenden 32 und 31 Pfeilen. Im 2.
Set gingen dann die Bremerinnen mit einem 27-Darter in Führung, doch nun waren
es Göbel/Kröckel, die sich das Set mit den nachfolgenden 22 und 27 Darts
sicherten.
Hartmann/Janßen machten
dann in Set 2 in 26 Pfeilen das 1:0, welches Göbel/Kröckel in 44 Darts
ausglichen. Im alles entscheidenden letzten Leg standen die Bremerinnen auf 20
Rest, als Göbel/Kröckel mit einem 33-Darter zum Titelgewinn dichtmachen. Die
neuen Deutschen Meisterinnen Göbel/Kröckel spielten einen Average von 14.85,
Hartmann/Janßen lagen bei 15.29 Punkten pro Dart.

Trixi Kröckel
und Benita Göbel holten den Meistertitel im Damendoppel
Jörg Goga
und Claudia Papendick wurden Meister der Senioren

Jörg Goga
gewann das Over-40-Turnier der Herren vor Andreas zum Felde
Traditionsgemäß wurden
in Berlin bereits zum 8. Mal die Deutschen Meisterschaften der Senioren
ausgetragen. Teilnehmen konnten Spielerinnen und Spieler, die über 40 Jahre alt
sind.
Bei den Herren
unterlagen Vorjahressieger Johann Honner und Walter Gesche (Hamburg) im
Halbfinale und belegten Platz 3. Im Endspiel setzte sich mit Jörg Goga in 21, 22
und 14 Darts (Average 26.37) der Herrensieger des Vorjahres mit 3:0 gegen
Andreas zum Felde (Average 23.13) durch.
Bei den Damen belegten
Anne Willkomm (Berlin) und Kerstin Greb (Eutin) die 3. Plätze. Over-40-Meisterin
wurde Claudia Papendick (Köln/17.55) in 33, 37 und 18 Darts mit einem 3:2 vor
Esther Feuer (Berlin/15.77), die ihre Legs in 29 und 25 Darts gewann.
Die Tage von Berlin
bildeten einmal mehr ein gelungenes Dartwochenende, an dem der Ausrichter alles
tat um seinen Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Allen
voran – und stellvertretend für alle anderen - sei hier DVBB-Präsident Jürgen
Vollbrecht genannt, dessen Engagement wirklich vorbildlich war.

Bei den Damen
siegte Claudia Papendick im Over-40-Turnier vor Esther Feuer

(Bericht
und Fotos von Volker Hatlauf)
07./08. Oktober 2006 Waterkant
Trophy in Hamburg
Andreas
zum Felde und Heike Ernst siegen beim DDV-RLT in Hamburg/Wentorf
Erneut war am 7./8. Oktober 2006 in der Sportschule
Sachsenwald in Wentorf Spielort des vom LDV Hamburg ausgerichteten DDV-RLTs.
Bei der 3. Auflage dieser Veranstaltung blieb der Herrentitel im (Bundes-) lande
als der für Bremen spielende Hamburger Andreas zum Felde im Endspiel gegen
Christian Werner aus Berlin siegte. Bei den Damen holte Heike Ernst den Titel,
als sie im Finale ihre Bochumer Vereinskameradin Trixi Kröckel bezwang. Am
Sonntag gewann Alexander Daub (Albig-Alzey) den Jungentitel vor Daniel Zygla
(Hamburg) und Jenny Lieverkus (Wuppertal) siegte bei den Mädchen vor Jessica
Corleis (Buxtehude). Im Herrendoppel gewannen Peter Schiele und Andreas zum
Felde vor Karsten Koch und Marko Puls. Im Damendoppel siegten Bianka Strauch und
Simone Fegert vor Christina Oelke und Michelle Sossong.

Trixi Kröckel
wirft im Damenfinale gegen die spätere Siegerin Heike Ernst
Favoritensterben begann erst ab den letzten 32
Bei den Herren hatten 270 Spieler für das Einzel am Samstag gemeldet. Aus den
Top-16 waren drei nicht dabei, wodurch Ingo Mauderer, Tomas Seyler und Sven
Flück noch in die Setzliste nachrückten. Einer davon, nämlich Ingo Mauderer, war
allerdings nicht angereist - und damit war er der einzige der 16 Gesetzten, der
nicht das Gruppenfinale der Sieger der Gewinner- gegen die Verliererrunden
erreichte. Das gab es noch nie!
Zudem kamen von diesen 15 sagenhafte 13 Spieler durch die
Gewinnerrunde in ihr Gruppenfinale. Ex-DDV-Nr. 1 Shorty Seyler hatte in
seiner Gruppe eine 1:3 Niederlage gegen Christian Werner aus Berlin hinnehmen
müssen - und verlor im Gruppenfinale dann wieder 2:3 gegen den Berliner. Auch
der Berlin-Sieger Karsten Koch hatte nach einer Niederlage gegen Hans-Gerd
Martens (Goch) in die Loserrunde gemusst, er konnte aber das Gruppenfinale gegen
den gleichen Spieler mit 3:0 und 3:1 gewinnen.
Neben Shorty unterlagen noch drei weitere Gesetzte in
ihrem Gruppenfinale, und alle kamen sie aus der Siegerrunde: Michael Nett musste
sich 2:3 und 0:3 gegen Kai Nithammer (Bielefeld) geschlagen geben, Johann Honner
unterlag mit zweimal 2:3 gegen Jyhan Artut (Hannover) und Michael Lemmes schied
mit 0:3 und 1:3 gegen den Berliner Michael Treczka aus.
Ab den letzten 32 ging es dann Einfach-KO weiter und in dieser
Runde setzte ein massives Favoritensterben ein. Unter anderem erwische es die
DDV-Nummern 1, 2 und 3 - und zwar alle mit 1:3: Marko Puls musste sich gegen
Ex-Jugend-Nr. 1 Kevin Münch geschlagen geben, Colin Rice unterlag gegen seinen
neuen Bochumer Vereinskameraden Volker Pfeiffer und Karsten Koch verlor gegen
Andreas Kaulen (Bremen).
Auch Jörg Goga musste hier eine 2:3 Niederlage gegen den
Jugendlichen Alexander Daub (Albig-Alzey) hinnehmen, Stefan Schneider verlor 2:3
gegen Christian Bober aus Bremen und Markus Hawlitzky unterlag mit 0:3 gegen
Patrick Emmerich (Hildesheim).
Im Achtelfinale legte dann Alexander Daub seinen zweiten Coup
hin, als er auch DDV-Nr. 5 Michael Rosenauer 3:2 ausschaltete. Im einzigen Duell
zweier Seeds behielt Andi zum Felde gegen Andy Kröckel mit 3:1 die
Oberhand.

Halbfinale:
Erst verpasst Patrick Emmerich 3 Matchdarts, dann checkt Andi zum Felde zum
Match

Patrick
Emmerich, hier mit Turnierleiterin Claudia zum Felde, belegte Platz 3
Christian Werner erreicht sein erstes DDV-Finale
Ab dem Viertelfinale ging es dann auf Sets und Legs und einzig Andi zum Felde
hatte seinen Gegner Alexander Daub bereits nach 2 Sets mit 2:0 und 2:1
geschlagen. In je 3 Sets konnte sich im Bremer Duell Andree Welge gegen Andreas
Kaulen durchsetzen, Christian Werner gegen Jyhan Artut gewinnen und Patrick
Emmerich schließlich Sven Flück bezwingen.
Absolut spannend war das Halbfinale zwischen Andi zum Felde
und Patrick Emmerich. Im alles entscheidenden letzten Leg hatte Patrick
Matchdarts, vergab sie jedoch um Haaresbreite. Andi nutzte seine Chance, machte
dicht und zog ins Finale ein. Parallel bezwang Christian Werner den
favorisierten Andree Welge und erreichte damit sein erstes DDV-Einzelfinale
überhaupt.
Klaus Wagner rief dann die beiden Finalisten zum Endspiel, das
recht gut werden sollte. Andi zum Felde hatte schon den ganzen Tag starke Darts
gezeigt und das tat er auch im Finale. Mit 22 und 18 Pfeilen gewann er Set 1 und
holte dann auch Set 2 in 20 und 12 (180, 100, 140 - 81 aus) Darts.
Christian Werner hatte ordentlich dagegengehalten, auch schon
eine 180 erzielt und ging dann im 3. Set mit einem 17-Darter in Führung. Doch
Andi bog das Set noch in 21 und 23 Pfeilen zum 2:0, 2:0 und 2:1 Turniersieg um.
Für Andy zum Felde war es nach Berlin im Vorjahr bereits der 2. Einzelsieg. Er
spielte einen Finalaverage von 26.47. Auch Christian Werner, der in seinem
ersten DDV-Einzelfinale stand, wies mit 25.10 einen ansehnlichen Average auf.

Christian
Werner unterlag erst im Herrenfinale gegen Andreas zum Felde
Heike
Ernst gewinnt Damentitel vor Trixi Kröckel
Auch die 87 Damen gingen am Samstagmorgen im Doppel-KO-System an den Start. Sie
spielten in 8 Gruppen, und weil drei Top-8-Spielerinnen nicht gemeldet hatten,
rückten Nicole Hartmann, Andrea Beushausen und Astrid Kamm in die Setzliste
nach.
Ebenfalls dabei war in Wentorf auch wieder Ex-DDV-Nr. 1 Heike
Ernst, die zuletzt in Berlin gefehlt hatte - was die eine oder andere
Mitfavoritin vielleicht ein wenig ins Grübeln brachte. Eines der wenigen
Erstrundenspiele hatte Andrea Beushausen zu bestreiten, und musste sich hier mit
2:3 gegen die Hamburgerin Eike Funk geschlagen geben. Danach unterlag sie in der
Loserrunde gegen Anja Wille (Hannover).
In Runde 2 verlor dann Nicole Hartmann ihr erstes Match 1:3
gegen Christina Oelke (Bochum). Sie unterlag dann auch im Vorhalbfinale der
Loserrunde gegen Sabine Schmidtke (Flensburg).
Alle 6 verbliebenen Gesetzten spielten sich direkt durch die
Gewinnerrunde bis ins Achtelfinale, wo die Siegerinnen der Gewinnerrunden auf
die der Loserrunden trafen. Auch hier setzten sich alle 6 Seeds durch.
Einzig Beatrix Kröckel benötigte gegen Sabine Kempter (Wolfsölden) ein 2. Match,
nachdem sie das erste 0:3 verloren hatte. Ein 3:0 brachte Trixi dann aber doch
weiter.
In den beiden Achtelfinals zweier ungesetzter Spielerinnen
siegte Gabi Janßen aus Bremen mit 3:2 gegen Christina Oelke aus Bochum. Von den
beiden selteneren Gästen im DDV-Zirkus hatte Steffi Schipp (Dortmund) mit 3:0
das bessere Ende gegen Conny Thien (Hamburg) für sich.
Beide Ungesetzten schlugen sich im Viertelfinale ganz
ausgezeichnet. Am Ende musste sich Gabi Janßen dann aber doch 2:3 gegen Trixi
Kröckel geschlagen geben, während Steffi Schipp sich mit 3:2 gegen Michelle
Sossong, die in den letzten beiden Jahren im Finale stand, durchsetzte. In den
Duellen der Gesetzten siegte Bianka Strauch genauso 3:1 gegen Astrid Kamm wie
Heike Ernst gegen Monique Leßmeister gewann.
In einem spannenden Halbfinale konnte Heike Ernst mit 2:0, 0:2
und 2:1 gegen ihre einstige Doppelpartnerin und Dauer-Einzelrivalin Bianka
Strauch gewinnen. Im Parallelspiel musste sich Steffi Schipp mit 0:2 und 1:2
gegen Trixi Kröckel geschlagen geben. Damit belegte sie den ausgezeichneten 3.
Platz und hat damit - wie so oft bei ihren sporadischen DDV-Auftritten -
gezeigt, dass sie immer zu beachten ist.
Es wurde leider ein recht schwaches Finale. Zu eindeutig war
die Dominanz von Rekordnationalspielerin Heike Ernst, die Set 1 in 25 und 31
Darts holte. In Set 2 kam Trixi Kröckel nicht mehr unter 100 Restpunkte und
Heike sicherte sich den Titel in 27 und 22 Pfeilen mit zweimal 2:0. Heikes
Average lag bei 19.09, Trixi warf 15.19 Punkte pro Dart.

Trixi Kröckel
wurde bei den Damen Zweite hinter Siegerin Heike Ernst
Alexander Daub mit einem Super-Wochenende
Am Sonntag liefen dann neben den Doppelturnieren auch die Einzel der Jugend. Bei
den 27 Jungen setzte sich Top-Favorit Daniel Zygla aus Hamburg problemlos bis
ins Siegerfinale seiner Gruppe durch, wo er auch gegen Björn-Lars Schnelle mit
3:0 siegte.
Doch der Bremer gewann anschließend das Loserfinale gegen den
an 4 gesetzten Christopher Goga, den er bereits in der Gewinnerrunde 3:2
bezwungen hatte, mit 2:0. Jedoch Björn-Lars verlor dann das fällige
Gruppenfinale gegen Daniel Zygla mit 1:3, womit er Dritter war und Daniel im
Endspiel stand.
In der anderen Doppel-KO-Gruppe war Alexander Glatthorn der
erklärte Favorit und wurde dieser Einschätzung zunächst auch gerecht. Problemlos
erreichte er das Siegerfinale, unterlag dort aber 0:3 gegen Alexander Daub
(Albig-Alzey), der in der Runde zuvor bereits den an 3 gesetzten Michael Fey
(Bochum) 3:0 bezwungen hatte.
Michael Fey unterlag dann im Loservorfinale 0:2 gegen den
Berlin-Finalisten Robin Tuchel (ebenfalls Bochum), der dann im Loserfinale
Alexander Glatthorns Gegner war. Alex siegte 2:1 und traf im Gruppenfinale auf
Alexander Daub. Wieder konnte Glatthorn gegen den an diesem Tag super
aufgelegten Daub kein Leg gewinnen und dieser zog ins Turnierfinale ein.
In diesem Endspiel gab es angesichts der zuvor gezeigten
Leistungen eigentlich keinen klaren Favoriten mehr. Alexander Daub gewann den 1.
Set in 17 und 20 Darts, wobei Daniel Zygla nur einen Dart auf Doppel hatte. Alex
ging auch in Set 2 mit einem 23-Darter in Führung, den Daniel aber mit einem
17-Darter ausglich, wobei er Alex auf 159 Rest stehen ließ.
Doch als Daniel dann auf 10 Rest stand, machte Alexander mit
einem 20-Darter zum 2:0 und 2:1 Turniersieg dicht. Alex erreichte einen Average
von 23.94, Daniel sogar einen von 24.44. Nach seinem sensationellen 5. Platz im
Herreneinzel landete Alexander mit seinem Finalsieg gegen die Jungen-Nr. 1 einen
weiteren bemerkenswerten Coup.

Jungen-Nr. 1
Daniel Zygla unterlag im Endspiel gegen Alexander Daub
Jenny
Lieverkus gewinnt den Mädchentitel klar
Unter den 13 Mädchen, die bei den Juniorinnen in 2 Doppel-KO-Gruppen an den
Start gingen, war Mädchen-Nr. 1 Jenny Lieverkus klare Favoritin. Mit Asaria
Hintze-Oehme (Bückeburg) und Kim von Hollen (Diedersen) gewann sie ihre
Gruppenspiele gegen zwei starke Gegnerinnen deutlich und stand im Gruppenfinale.
Dort war Asaria Hintzsche-Oehme ihre Gegnerin, die das Loserfinale gegen Setz-Nr.
4 Kim von Hollen 2:1 gewonnen hatte. Dieses Gruppenfinale entschied Jenny
Lieverkus mit 3:1 gegen Asaria für sich.
In der 2. Gruppe unterlag die an 2 gesetzte Britta Lederbogen
überraschend 1:3 gegen Jessica Corleis aus Buxtehude, die eigentlich nur zum
Zuschauen gekommen war, aber zum Mitspielen überredet wurde. Im Loservorfinale
schied Britta dann mit 1:2 gegen Sarah Neubauer (ebenfalls Bochum) endgültig
aus.
Jessica Corleis hatte unterdessen auch das Gewinnerfinale
gegen Alessandra Kriegel (Hameln) mit 3:0 gewonnen und stand im Gruppenfinale.
Dort empfing sie Sarah Neubauer, die das Loserfinale gegen Alessandra Kriegel
2:0 gewann. Zwar unterlag Jessica im ersten Match mit 1:3 gegen Sarah, gewann
das notwendig gewordene zweite aber klar mit 3:0.
Im Finale war Jessica Corleis zwar krasse Außenseiterin,
spielte aber gut mit. Zwar gewann Jenny Lieverkus Leg 1 in 29 Darts, aber
Jessica glich mit einem 23-Darter aus. Jenny sicherte sich dann aber das Set mit
einem ganz klar gewonnenen 23-Darter. In Set 2 war Jessica dann immer nah dran
und stand jeweils auf Doppel, als Jenny mit 23 und 32 Darts zum 2:1 und 2:0
Titelgewinn zumachte.
Jenny gewann damit beide bisherigen Mädchenturniere dieser
Saison und spielte den beachtlichen Average von 19.06. Auch Jessicas Average von
16.34 war für ein erstes DDV-Finale ausgezeichnet. Zusammengenommen war der
Finalaverage der Mädchen mit 17.70 sogar höher als der bei den Damen mit 17.14.

Jessica
Corleis unterlag bei ihrem ersten DDV-RLT erst im Finale gegen Jenny Lieverkus
Andi zum
Felde gelingt mit Peter Schiele das Double
Unter den 84 Herrendoppeln gab es den großen Favoriten eigentlich nicht, und so
gingen gleich eine Reihe von Paaren aussichtsreich ins Rennen. In Gruppe 2
verloren Hawlitzky/Senses (Wuppertal/Bochum) gleich in Runde 1 mit 2:3 gegen
Christopher Klimek und Marc Grimm. Im Halbfinale der Loserrunde unterlagen
Hawlitzky/Senses dann erneut gegen die gleichen Gegner, diesmal mit 1:2.
Kevin Münch (Bochum) und Andreas Lewandowski (Essen) waren
einen Monat zuvor in Berlin Deutsche Doppelmeister geworden, nun unterlagen sie
in Runde 3 der Gruppe 5 gegen die Saarländer Flück/Henn. Im Loserhalbfinale war
endgültig Schluss für die Beiden, als sie mit 0:2 gegen die Strube-Brüder
Kulle und Dirk aus Wolfenbüttel verloren.
In den acht Gruppenfinals der Gewinner- und Loser Sieger
schafften es 2 Doppel sich aus der Loserrunde ins Einfach-KO-Viertelfinale zu
spielen - und beide kamen aus Hamburg. Mit zweimal 3:2 setzten Johansson/Thiede
gegen Johann Honner und Danny Klimek durch, und Einzelsieger Andreas zum Felde
siegte mit Peter Schiele aus Bremen 3:1 und 3:0 gegen Peter Lange und Mirko
Stute, gegen die sie zuvor im Siegerfinale noch 0:3 verloren hatten.
Kröckel/Rice siegten zunächst mit 3:0 gegen Flück/Henn, mußten
sich dann aber im 2. Match 0:3 gegen die beiden geschlagen geben. Da sie bereits
in der Siegerrunde 2:3 gegen die jungen BWDVler Daniel Pihi und Michael Stübs
unterlegen waren, war nun Schluss.
Einzig Flück/Henn mußten danach im Viertelfinale über alle 3
Sets gehen, als sie gegen Johansson/Thiede mit 2:1, 1:2 und 2:0 gewannen.
Jeweils in 2 Sets mit 2:0 und 2:1 siegten Treczka/Werner (Berlin) gegen
Goga/Schmidt und Schiele/zum Felde gegen Seyler/Welge. Sogar zu Null
setzten sich Koch/Puls gegen Hamburgs Henning Felber und Andreas Petersen durch.
Beide Halbfinals waren dann sehr umkämpft. Das Nationaldoppel
Koch/Puls musste Set 2 zwar mit 0:2 an Treczka/Werner abgeben, holte aber
seinerseits den 1. und 3. mit dem gleichen Resultat zum Finaleinzug. -
Schiele/zum Felde gewannen Set 1 gegen Flück/Henn mit 2:0 und gaben den 2. mit
1:2 ab. Ein 2:1 im 3. Set brachte dann auch die Norddeutschen ins Finale.
Zwar konnten Karsten Koch und Marko Puls in diesem Endspiel
das 1. Leg gewinnen, gaben aber das Set doch noch 1:2 an Andi zum Felde und
Peter Schiele ab. Set 2 holten sich die Hanseaten glatt mit 2:0.
Doch dann kamen Koch/Puls zurück und gewannen die nächsten 5
Legs in Folge, womit es 2-2 nach Sets und 1:0 nach Legs für Koch/Puls stand. Auf
32 Rest stehend mußten die beiden dann aber den Ausgleich durch einen 23-Darter
hinnehmen und waren dann noch nicht auf Doppel als Schiele/zum Felde mit einem
17-Darter zum Titelgewinn checkten.
Wie knapp das Match war, zeigt auch die Tatsache, dass die
Averages mit 23.50 für die Sieger und 23.42 für die Zweitplatzierten sehr eng
zusammen lagen. Dem für die Strangers Bremen spielenden Andi zum Felde gelang
damit in seiner Heimatstadt Hamburg das Double.

Andreas zum
Felde gelang gemeinsam mit Peter Schiele mit dem Sieg im Doppel das Double
Simone
Fegert und Bianka Strauch siegen im Damendoppel
Bei den 33 Damendoppeln war die Situation ähnlich wie bei den Herren. Ein klares
Favoritendoppel war nicht unbedingt erkennbar, auch wenn Bianka Strauch
zuzutrauen war auch mit ihrer neuen Doppelpartnerin Simone Fegert eine Menge zu
erreichen. Heike Ernst hatte am Samstag lediglich einen Tagesausflug nach
Hamburg gemacht, war also sonntags nicht vor Ort.
Überraschungen waren dünn gesät, doch die 2:3 Niederlage von
Leßmeister/Schehrer (Kaiserslautern) gegen Millanowski/Petersen (Hamburg) gleich
im Auftaktspiel kann als solche gewertet werden. Die beiden unterlagen dann im
Loservorhalbfinale noch mal mit 0:2 gegen die Westdeutschen Münch/Papendick.
Astrid Kamm und Susanne Lieverkus waren in Berlin noch Dritte
gewesen, verloren nun aber im Siegerhalbfinale der Gruppe 4 mit 2:3 gegen die
starken Bremerinnen Hartmann/Janßen. Im Loserhalbfinale kam dann das Aus gegen
die Braunschweigerinnen Bosse/Jansen.
In allen 4 Gruppenfinals benötigten die aus der Gewinnerrunde
kommenden Doppel jeweils nur ein Match um sich ins Halbfinale zu spielen.
Saleske/Schmidtke aus Flensburg gewannen genauso glatt mit 3:0 gegen Motzek/Tekin
wie Oelke/Sossong aus Bochum gegen die Berlinerinnen Meyenburg/Willkomm.
Deutlich knapper verliefen die anderen beiden Viertelfinals.
Die Deutschen Doppelmeisterinnen Benita Göbel und Trixi Kröckel siegten mit 3:2
gegen Hartmann/Janßen und die Favoritinnen Fegert/Strauch setzten sich mit einem
3:2 gegen Bremens Plagmann/Ritze durch.
Strauch/Fegert erreichten dann mit einem Halbfinalsieg von
2:0, 0:2 und 2:0 gegen Saleske/Schmidt das Endspiel. Das andere Halbfinale
gewannen Oelke/Sossong mit 2:1, 1:2 und 2:0 gegen Göbel/Kröckel.
Im Finale gewannen Oelke/Sossong Leg 1, doch Fegert/Strauch
glichen aus. Es waren dann Oelke/Sossong, die sich das Set sicherten. Im 2. Set
lief es für die beiden Bochumerinnen weniger gut. Im 1. Leg verpaßten sie ihre
Doppel und im zweiten hatten sie über 100 Rest als Fegert/Strauch dichtmachten.
Der 3. Set musste entscheiden. Oelke/Sossong gingen 1:0 in
Führung ohne dass ihre Gegnerinnen auf Doppel waren. Doch Fegert/Strauch glichen
aus als die Bochumerinnen noch bei über 100 Restpunkten standen.
Im letzten aller möglichen Legs waren es schließlich Simone
Fegert und Bianka Strauch, die sich in 32 Pfeilen den Titel sicherten als sie 24
Rest dichtmachten als ihre Gegnerinnen auf 6 Rest standen. Die Averages lagen
dabei gar nicht weit auseinander, wobei die Siegerinnen 17.86 erreichten und die
Zweitplatzierten 17.04 aufwiesen.
Auch in diesem Jahr war Hamburg wieder ein schönes Turnier mit
vielen freundlichen Helfern. Besonders die Stimmungsgeladene Players-Night am
Samstagabend wird sicher vielen in guter Erinnerung bleiben.

Bianka Strauch
und Simone Fegert gewannen den Titel im Damendoppel

( Bericht
und Fotos von Volker Hatlauf)
04./05. November 2006 DDV
Ranglistenturnier in Gelsenkirchen
Andree Welge
und Heike Ernst gewinnen nach der Masters auch in Gelsenkirchen
Ein gekürzter Vorab-Bericht
aus der deutschen dartsport zeitung
Zum 2. Mal fand am 4./5. November 2006 ein DDV-RLT im
Gelsenkirchener Volkshaus Rotthausen statt. Dabei spielte sich Andree
Welge mit seinem Sieg im Herreneinzel wieder in die DDV-Top-5. Zweiter wurde
Andreas Kröckel, der damit weiter auf Platz 6 der Rangliste rangiert. - Nach
Hamburg gewann Heike Ernst nun auch in Gelsenkirchen. Platz 2 bei den Damen ging
an die noch jugendliche Kerstin Lederbogen. - Bei der Jugend siegte Daniel Zygla
vor Giuliano de Marinis, und Jenny Lieverkus holte bereits ihren dritten
Turniersieg in Folge als sie gegen Asaria Hintzsche-Oehme gewann. - Im
Herrendoppel siegten Jörg Goga und Markus Hawlitzky vor Johann Honner und Haci
Halim Senses. Den Titel im Damendoppel holten zum 2. Mal in Folge Simone Fegert
und Bianka Strauch vor Christina Oelke und Michelle Sossong.

Genau wie bei
der German Masters holten Andree Welge
und Heike Ernst auch in Gelsenkirchen die Einzeltitel
Holger
Frommann greift nun wieder ins Geschehen ein
Bereits am Freitagabend traf man sich im Volkshaus Rotthausen zum
Begrüßungsturnier. Die Beteiligung war zwar gering, dafür aber sehr hochklassig.
Im Finale setzte sich der German Masters Sieger Andree Welge gegen die aus
München angereiste bayerische Nr. 6 Martin Degel durch.
Sicher waren Turnierleitung und Helfer, die im wesentlichen
aus den Vereinen Ruhrpott Essen und Robin Hood Bochum kamen, etwas enttäuscht
von den Teilnehmerzahlen. Denn mit 240 Herren und 80 Damen hatte man im Einzel
einen Rückgang von 13,5% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Im Doppel
bedeuteten die 64 Herren- und 27 Damenpaare sogar ein Minus von 33,8%.
Nicht gemeldet für das Herreneinzel am Samstagmorgen hatten
aus den DDV-Top-20 Marcus Schulte, Michael Mieslinger, Ingo Mauderer, Sven Flück
und Vorjahresfinalist Mario Masurka.
Als ersten der 16 gesetzten Spieler erwischte es in Runde 2
ausgerechnet den Sieger des vorangegangenen RLT's in Hamburg, Andreas zum Felde.
Andy unterlag gegen Rainer Umlauf (Munster) und schied dann im Vorfinale der
Loserrunde gegen Heinfried Hepe (Essen) endgültig aus.
In Runde 3, die zugleich auch Boardhalbfinale war, musste sich
Michael Lemmes gegen Holger Frommann geschlagen geben. Der Neu-Ginnheimer machte
bei seiner Rückkehr in den DDV-Zirkus eine ausgezeichnete Figur. Micha
hingegen schied nach einem 0:2 gegen Christian Krüger (Köln) im Loserfinale
endgültig aus.
Von den 13 im Turnier verbliebenen Gesetzten konnten stolze 11
ihr Gruppenfinale der letzten 32 gewinnen. Nur für Olaf Tupuschis kam nach
seiner zweiten Niederlage gegen Tomas Seyler mit 1:3 das Aus, und der aus der
Siegerrunde kommende Stephan Schneider unterlag gleich 2 Mal (2:3 und 1:3) gegen
den Hamburg-Finalisten Christian Werner (Berlin).
Neben Werner schafften noch 2 Spieler den Sprung aus der
Loserrunde zurück ins Achtelfinale, das einfach-KO gespielt wurde. Im Berliner
Duell hatte Jörg Goga mit 3:2 und 3:1 gegen Stefan Przybylek gewonnen und Jyhan
Artut siegte mit 3:0 und 3:2 gegen Hamburgs Daniel Zygla.
Das einzige Duell zweier Ungesetzter gewann im Achtelfinale
Rainer Umlauf (Munster) mit 3:2 gegen Christian Werner. Holger Frommann nutzte
seine Chancen beim 3:1 gegen DDV-Nr. 3 Colin Rice optimal und Tomas Seyler warf
Markus Hawlitzky mit 3:1 aus dem Rennen. Jyhan Artut ist zur Zeit bestens in
Form und konnte DDV-Nr. 2 Karsten Koch mit 3:1 bezwingen.

Platz 3 im
Herreneinzel belegten Holger Frommann aus Hessen und Marko Puls aus Walldorf
Andree
Welge gewinnt ein merkwürdiges Einzelfinale
Auch im Viertelfinale gab es ein Duell zweier Ungesetzter und es war wieder
Holger Frommann, der mit einem 2:0, 0:2 und 2:1 gegen Rainer Umlauf das bessere
Ende für sich hatte. Marko Puls siegte klar mit zweimal 2:0 gegen Tomas Seyler.
Andy Kröckel erkämpfte einen 0:2, 2:0 und 2:0 Dreisatzsieg gegen den
Masters-Neunten Michael Rosenauer. Andree Welge schließlich setzte sich mit
zweimal 2:1 gegen Jyhan Artut durch.
Im Halbfinale sah man eine Klassepartie zwischen Puls und
Kröckel, die Andy Kröckel schließlich knapper als er das Ergebnis suggeriert mit
2:1 und 2:0 gewann. Keine Chance hatte Holger Frommann im anderen Halbfinale
gegen Andree Welge. Der Hesse kam bei seiner 0:2 und 0:2 Niederlage nicht auf
Doppel.
Das Finale war dann im Grunde gar keins. In Gelsenkirchen
wurde das Endspiel nicht auf einer Bühne sondern ebenerdig an der normalen
Boardanlage gespielt. Es gab auch keinen Caller. Man kann angesichts der
geringen Teilnehmerzahl die finanziellen Zwänge des Veranstalters vielleicht
durchaus nachvollziehen.
Für die Spieler war es natürlich nicht der erhoffte glanzvolle
Abschluss eines langen, erfolgreichen Turniertages. Während Andree Welge sein
Programm professionell abspulte, konnte Andy Kröckel die Situation nicht
akzeptieren. Einige klare Worte in Richtung Turnierleitung zeigten seine Haltung
genauso wie das anschließende Match.
Bereits nach kurzer Zeit begann Andy fast nur noch auf
Bullseye zu werfen - und schenkte das Match damit im Grunde ab. Da sind die
Averages beim 2:0, 2:0 und 2:0 Sieg von Andree Welge natürlich nicht sehr
aussagekräftig, sie sollen aber der Vollständigkeit dennoch erwähnt werden,
genau wie die 22, 18, 17, 20, 17 und 18 Darts, in denen Andree seine 6 Legs
gewann. Andree erreichte einen Average von 26.84 und Andreas erbullte
sich 22.38 Punkte pro Dart.

Andreas
Kröckel unterlag in einem merkwürdigen Herrenfinale gegen Andree Welge
Damensiegerin Heike Ernst lag zweimal schon 0:2 zurück
Bei den 80 Damen hatten von den Top-10 Sabrina Spörle, Marene Csepeli und Nicole
Männel nicht gemeldet. Auch Vorjahressiegerin Andrea Leipold war nicht am Start.
Die ersten Runden verliefen wenig überraschend und erst die dritte Runde brachte
mit Michelle Sossong's Niederlage gegen Marion Stüttchen (Recklinghausen) einen
ersten Aufhorcher.
Michelle spielte sich aber dennoch mit einem 2:0 im
Loserfinale, erneut gegen Marion, ins Gruppenfinale der letzten 16. Astrid Kamm
hatte unterdessen das Gewinnerfinale gegen Carola Müller (Bremen) mit 2:3
verloren. Danach unterlag sie im Loserfinale 1:2 gegen die noch jugendliche
Kerstin Lederbogen.
Überraschend klar setzte sich Sabine Kloes (Mülheim) im
Achtelfinale gegen die an 2 gesetzte Michelle Sossong durch. Knapp war es bei
Hamburg-Siegerin Heike Ernst. Hatte Heike bereits im Gruppenhalbfinale gehen
Anne Harborth (Duisburg) nur knapp mit 3:2 gesiegt, so geriet sie nun gegen
Sandra Galietto (Stuttgart) 0:2 in Rückstand. Wieder behielt sie die Nerven und
siegte 3:2.
Im einzigen Duell zweier Ungesetzter gewann Kerstin Lederbogen
ihr Gruppenfinale gegen Carola Müller aus der Loserrunde kommend 3:0 und 3:2.
Die Bremerin Gabi Janßen kam ebenfalls aus der Loserrunde als sie mit zweimal
3:1 gegen die zuletzt so erfolgreiche Trixi Kröckel siegte.
Noch ein Match musste wiederholt werden: Iwonka Haase (Bremen)
gewann zwar zunächst 3:0 gegen die erstmals gesetzte Christina Oelke, schied im
2. Match dann aber knapp mit 2:3 aus.
Im Viertelfinale gab es fast nur ganz enge 3:2 Ergebnisse,
einzig Kerstin Lederbogen setzte sich gegen Gabi Janßen mit 3:1 durch. Heike
Ernst geriet gegen Neu-Nationalspielerin Monique Leßmeister einmal mehr mit 0:2
in Rückstand und hatte auch einige Matchdarts zum 0:3 gegen sich. Doch wieder
drehte sie das Spiel zum 3:2 und stand im Halbfinale.
Gegnerin dort war Bianka Strauch, die zuvor gegen Christina
Oelke gewonnen hatte. Heike siegte mit 2:0 und 2:1. Sabine Kloes war mit einem
3:2 gegen Nicole Hartmann (Bremen) ins Halbfinale gekommen, nachdem sie schon
0:2 zurückgelegen - und Nicole zahlreiche Darts zum Sieg vergeben - hatte.
Gern hätte die frisch gebackene NRW-Doppelmeisterin Sabine
Kloes, bei der es zur Zeit immer besser läuft, das Finale erreicht. Doch Kerstin
Lederbogen gewann das Match mit 2:0 und 2:1, womit erstmals eine DDV-Jugendliche
in einem RLT-Damenfinale stand.
Das Damenfinale wurde wie das der Herren auf ebener Erde ohne
Caller gespielt. Heike Ernst gewann den 1. Set in 30 und 27 Darts mit 2:0 gegen
Kerstin Lederbogen. Mit zwei 27-Dartern sicherte sich Heike dann im 2. Set den
Titel. Sie checkte zum Match als Kerstin nach einigen vergebenen Legdarts
auf 10 Rest stand.
Die recht niedrigen Averages lagen bei 17.73 für Heike und
16.38 für Kerstin. Trotz der Niederlage war das Erreichen des Finales ein
Riesenerfolg für Kerstin, die in Kürze 18 Jahre alt wird. Sie war also noch gar
nicht geboren, als Heike vor fast genau 19 Jahren am 1. November 1986 in Köln
ihr erstes DDV-Finale erreichte.

Heike Ernst
gewann das Damenfinale gegen die noch jugendliche Kerstin Lederbogen
Giuliano
de Marinis erreicht erstes DDV-Jungenfinale
Mit 28 Jugendlichen war das Jungenturnier recht gut besucht. Nicht am Start war
Christopher Goga, sonst waren die Top-6 der Jungenrangliste komplett vertreten.
Gespielt wurde in 2 Doppel-KO-Gruppen.
Als ersten der 4 Gesetzten erwischte es in Runde 3 den
Vorjahressieger Michael Fey, der gegen seinen Bochumer Vereinskollegen Robin
Tuchel 0:3 unterlag. Im Loservorfinale musste sich Michael dann 1:2 gegen den
Vorjahresfinalisten Alexander Glatthorn endgültig geschlagen geben.
Alexander hatte ebenfalls in Runde 3 verloren und zwar mit 2:3
gegen Giuliano de Marinis (Leverkusen). Im Loserfinale musste sich Alex dann
gegen Robin Tuchel nochmals 0:2 geschlagen geben. Robin unterlag dann im
Gruppenfinale gegen Gewinnerrundensieger Giuliano de Marinis knapp mit 2:3.
Giuliano stand damit in seinem ersten DDV-Jungenfinale.
In der anderen Gruppe spielte sich Jungen-Nr. 1 Daniel Zygla
ohne Probleme ins Gruppenfinale. Im Siegerfinale hatte er 3:0 gegen Björn-Lars
Schnelle gesiegt, der dann das Loserfinale mit 0:2 gegen Jan Waldau (Neuhof)
verlor. Mit einem 3:0 im Gruppenfinale gegen Jan Waldau zog Daniel Zygla dann
ins Endspiel ein.
Das Endspiel gewann Daniel schließlich glatt mit zweimal 2:0
gegen Giuliano und holte damit bereits seinen 5. Titel bei bislang nur 11
gespielten DDV-Jugend-RLTs! Averages können leider nicht angegeben werden, da
keine Scoresheets geführt wurden.

Giuliano de
Marinis erreichte sein erstes Jungenfinale wo er gegen Daniel Zygla unterlag
Rekordverdächtige Jenny Lieverkus siegt bei Mädchen
Wie im Vorjahr nahmen am Mädchenturnier 12 Spielerinnen teil. Von den Top-8 der
Rangliste fehlten nur Kerstin Lederbogen und Benita Göbel, die beide in Kürze 18
Jahre alt werden und daher das ebenfalls am Sonntag laufende Damendoppel
vorzogen.
In der ersten Doppel-KO-Gruppe unterlag die an 4 gesetzte Kim
von Hollen in ihrem Auftaktmatch 1:3 gegen Sarah Neubauer aus Bochum. Sarah
konnte dann im Gewinnerfinale auch noch die große Favoritin Jenny Lieverkus 3:1
bezwingen, die damit in die Loserrunde musste. Im Loserfinale siegte Jenny dann
2:1 gegen Kim und traf Sarah im Gruppenfinale wieder. Mit 3:1 und 3:0 zog Jenny
Lieverkus dann aber doch ins Turnierfinale ein, während Sarah Neubauer zum 3.
Mal in Folge einen starken 3. Platz belegte.
In der anderen Gruppe unterlag die an 3 gesetzte Viola
Schreiner in ihrem ersten Match 0:3 gegen Asaria Hintzsche-Oehme (Bückeburg) und
schied dann in der Loserrunde sofort mit 0:2 gegen Cesira de Marinis aus. Britta
Lederbogen spielte sich ohne größere Probleme bis ins Gruppenfinale. Dort traf
Britta auf Asaria Hintzsche-Oehme, gegen die sie zuvor das Siegerfinale 3:1
gewonnen hatte. Nun aber siegte Asaria mit 2 Mal 3:1 und stand im Endspiel.
Das Finale war recht umkämpft und Jenny Lieverkus holte sich
den 1. Set mit 2:0. Asaria konterte mit einem 2:1 gewonnenen 2. Set. Aber
schließlich war es doch die Favoritin Jenny, der ein 2:0 im 3. Set den 5.
Mädchentitel in Folge einbrachte: Wenn das nicht rekordverdächtig ist!
Scoresheets wurden auch bei den Mädchen diesmal nicht geführt.

Asaria
Hintzsche-Oehme stand erstmals im Mädchenendspiel und verlor gegen Jenny
Lieverkus
Jörg
Goga und Markus Hawlitzky gewinnen Herrendoppel
Die nur 63 Herrendoppel gingen wie die Jugend am Sonntag an den Start. Gleich in
ihrem ersten Match mußten sich die Deutschen Doppelmeister Lewandowski/Münch
gegen die Duisburger Kartik/Sieland geschlagen geben.
Im Loserfinale trafen sie später auf Treczka/Werner (Berlin),
die das Siegerfinale ebenfalls gegen Kartik/Sieland verloren hatten - und
spielten sich mit einem 2:1 doch noch ins Gruppenfinale, wo sie mit dem
knappsten aller Ergebnisse 3:2 und 2:3 gegen Kartik/Sieland ausschieden.
In der fünften der acht Doppel-KO-Gruppen ging Colin Rice mit
Hobbydarter Zlatan Curcic an den Start, da Andy Kröckel verhindert war.
Man unterlag sofort gegen die Hessen Bügler/Hartenfels. Doch Colin und Zlatan
spielten sich bis ins Loserfinale, das sie gegen die Nordlichter Ahrens/Bock
gewinnen konnten. Im Gruppenfinale war dann allerdings gegen die Hamburger
Gesche und Gurski mit 1:3 Schluß.
Genauso knapp wie die Deutschen Meister schieden im
Gruppenfinale Klingenhagen/Sagenschneider mit 3:2 und 2:3 gegen Goga/Hawlitzky
aus. Auch die Hessen Lehmberg/Sartor schlugen sich trotz 2:3 Niederlage gegen
die Top-Favoriten Seyler/Welge ganz ausgezeichnet.
Im Viertelfinale mußten sich Seyler/Welge dann allerdings eine
0:2 und 1:2 Niederlage gegen die Essener Bülten/Lehnert gefallen lassen. Damit
waren sie draußen, denn ab den letzten Acht ging es einfach-KO weiter.
Jörg Goga und Markus Hawlitzky gewannen ebenfalls in nur 2
Sets gegen Gesche/Gurski. Mühsamer war der Sieg von Koch/Puls, die sich mit 2:0,
1:2 und 2:1 gegen Kartik/Sieland durchsetzten. Das knappste Viertelfinale
gewannen Honner/Senses mit 2:1, 0:2 und 2:1 gegen die Hamburg-Sieger Schiele/zum
Felde.
Beide Halbfinals waren bereits nach 2 Sets beendet.
Honner/Senses schafften es dabei die favorisierten Koch/Puls mit 2:1 und 2:0 aus
dem Rennen zu werfen. Goga/Hawlitzky gewannen zeitgleich das andere Halbfinale
gegen Jürgen Bülten und Uwe Lehnert mit 2:0 und 2:1.
Im Finale konnten Jörg Goga und Markus Hawlitzky das erste Leg
in 28 Darts holen, Johann Honner und Haci Halim Senses glichen aber mit einem
16-Darter aus. Das Set sicherten sich dann aber doch Jörg und Marcus mit dem
anschließenden 24-Darter.
Set 2 ging dann klar in 17 und 18 Darts an Johann und Haci.
Der 3. Set lief dann wieder ähnlich wie der erste. Jörg und Markus gingen in 17
Pfeilen in Führung, Johann und Haci glichen in 14 Darts aus, wonach Jörg und
Markus den Set mit einem 21-Darter holten. Auch Set 4 ging in 20 und 24 Darts an
Jörg und Markus, die damit 2:1, 0:2, 2:1 und 2:0 gewonnen hatten. Die Averages
lagen bei 22.36 für
die Sieger und glatte 4 Punkte höher bei 26.21 für die Verlierer!

Markus
Hawlitzky und Jörg Goga gewannen den Gelsenkirchener Doppelwettbewerb
Erneut
Doppeltitel für Bianka Strauch und Simone Fegert
Im Damendoppel unterlag mit Ehlen /Viebrock ein starkes Bremer Doppel gleich im
ersten Match gegen Michelle Münch aus Bochum und Claudia Papendick (Köln).
Michelle und Claudia konnten danach auch noch die BWDVlerinnen Galietto/Kempter
ausschalten, bevor sie das Gruppenfinale gegen Oelke/Sossong verloren.
Die
NRW-Meisterinnen Susanne Schubert und Sabine Kloes aus Mülheim hatten sofort
einen starken Gegner und mußten nach einer Niederlage gegen Bremens
Hartmann/Janßen in die Loserrunde. Dort kam das überraschend frühe Aus gegen
Bülten/Menze aus Essen.
Im
Viertelfinale, das zugleich Gruppenfinale war, reichte zwei Kombinationen
bereits ein einziger Sieg gegen das Doppel aus der Loserrunde. Lauterns
Leßmeister/J. Schehrer gewannen mit 3:1 gegen Janßen/Hartmann und Kamm/Lieverkus
siegten mit 3:2 gegen Göbel/Kröckel.
Ein
zweites Match benötigten die Top-Favoritinnen Fegert/Strauch gegen die
Westfälinnen Schipp/Silies. Nachdem sie das erste Set 0:3 verloren hatten,
gewannen sie das zweite 3:2. Auch Oelke/Sossong gaben gegen Papendick/Münch das
erste Spiel 1:3 ab, gewannen aber das zweite 3:0.
Im
Halbfinale siegten Fegert/Strauch dann in 2 Sets mit 2:1 und 2:0 gegen
Leßmeister/J.Schehrer. Christina Oelke und Michelle Sossong gaben Set 1 mit 1;2
an Kamm/Lieverkus ab, gewannen die nächsten beiden dann jedoch mit jeweils 2:0.
Im
Finale trafen dann Mit Fegert/Strauch und Oelke/Sossong zwei der meistgetippten
Gespanne aufeinander. Es war das gleiche Finale wie einen Monat zuvor in
Hamburg. Im 1. Set setzten sich die Hessinnen Fegert/Strauch mit 29 und 20 Darts
zur 1-0 Setführung durch, wobei Bianka einen 177er-Score hinlegte. Im 2. Set
gingen die Bochumerinnen Oelke/Sossong mit einem 19-Darter in Führung, wobei sie
bereits ihre zweite 180 warfen.
Doch
dann kamen Christina und Michelle nicht mehr auf Doppel, als die Hessinnen in
zweimal 25 Pfeilen den 2:0 und 2:1 Titelgewinn sicherstellten. Es war ein recht
flottes Finale gewesen, bei dem die Averages mit 20.60 für Fegert/Strauch und
19.19 für Oelke/Sossong recht ansehnlich für ein Damendoppel waren.
Ab
sofort wird bei den Doppelranglistenturnieren laut Beschluss des
DDV-Hauptausschusses übrigens nicht mehr nach der Einzel- sondern nach der neuen
Doppelrangliste gesetzt. - Die ddz bedankt sich abschließend für die freundliche
Unterstützung durch den Gelsenkirchener Ausrichter.

Wie schon in
Hamburg gewannen Bianka Strauch und Simone Fegert das Damendoppel

( Bericht
und Fotos von Volker Hatlauf)
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