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Turnier|Archiv
Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2005:

 
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19./20. November 2005 DDV-Ranglistenturnier in Gelsenkirchen:

Marko Puls und Andrea Leipold gewinnen die Einzel beim DDV-RLT in Gelsenkirchen

Ein gekürzter Vorab-Bericht aus der deutschen dartsport zeitung

Zum 1. Mal überhaupt fand am 19./20. November 2005 in Gelsenkirchen ein DDV-Ranglistenturnier statt. Das Herreneinzel am Samstag gewann Marko Puls aus Walldorf vor Mario Masurka aus Gießen. Den Damentitel holte Andrea Leipold (Straubing), Zweite wurde Sabrina Spörle (Walldorf). Am Sonntag siegte Michael Fey (Bochum) im Jungeneinzel vor Alexander Glatthorn (Ginnheim). Bei den Mädchen holte sich Kerstin Lederbogen aus Bochum den Titel vor ihrer Schwester Britta. Ebenfalls sonntags liefen die Doppelwettbewerbe. Dabei schaffte Marko Puls das Double, als er gemeinsam mit Marcus Schulte das Finale gegen die Mülheimer Olaf Tupuschis und Karsten Wieggrebe gewann. Siegerinnen im Doppel der Damen wurden Bianka Strauch (Bruchköbel) und Marene Csepeli (Berlin) vor Nicole Männel (Flörsheim) und Sabrina Spörle (Walldorf).

Einzel- und Doppelsieger Marko Puls wurde auch von der Vertreterin der Stadt Gelsenkirchen geehrt

Überraschender Turnierverlauf bei den Herren
Ausrichter im Volkshaus Rotthausen war der Nordrhein-Westfälische Dartverband, allen voran Stephan Mischke, der im April den Spring Cup so hervorragend im Griff hatte. Für das Herreneinzel am Samstag hatten 272 Spieler gemeldet. Genau die Hälfte der 16 in den 32 Gruppen gesetzten Spieler musste bereits vor dem Gruppenfinale eine Niederlage hinnehmen - 7 sogar eine zweite, womit sie draußen waren.

Sofort im Auftaktspiel musste sich Marcus Schulte gegen Jörg Lauricks geschlagen geben und schied dann im Vorfinale der Loserrunde gegen Jürgen Demler (Darmstadt) endgültig aus. Für gleich 3 Top-Spieler begann der Anfang vom Ende in Runde 2.

Tomas Seyler verlor hier gegen Sascha Neumann (Hameln), den er dann im Loservorfinale wieder traf und erneut unterlag. Damit war die DDV-Nr. 1 draußen. Marcel Schmidt wurde sein eigener Verein zum Verhängnis, erst verlor er gegen Mike Adams, dann im Loserfinale 0:2 gegen Christian Krüger (beide DSC Bochum). Auch Olaf Tupuschis verlor sein Zweitrundenspiel gegen David Boyd (Köln) und war nach einer erneuten Niederlage im Loservorfinale gegen den Bremer Johan Poggemann endgültig draußen.

Im Halbfinale der Gewinnerrunden unterlagen 3 weitere Gesetzte: Jyhan Artut verlor hier gegen Bernd Körner (Hamburg) und musste sich dann im Loserfinale gegen den gleichen Spieler mit 1:2 nochmals geschlagen geben. Werner Greiter verlor erst 1:3 gegen Kai Nithammer (Bielefeld) und dann im Loserfinale 1:2 gegen Ralph Lehmberg (Bruchköbel). Johann Honner ließ seiner Niederlage gegen Sascha Goldammer (Kaiserslautern) im Loserfinale eine zweite mit 0:2 gegen Ingo Vogt (Bückeburg) folgen.

Einzig DDV-Nr. 2 Colin Rice schaffte es nach einer Zweitrundenniederlage gegen Uwe Henrichs (Recklinghausen) noch über die Loserrunde das Boardfinale zu erreichen. Dort siegte Colin später zwar mit 3:1 gegen Uwe Henrichs, schied dann aber mit dem anschließenden 1:3 gegen Uwe endgültig aus. - Unter den letzten 32 standen dann noch 7 der 16 gesetzten Spieler, was eine ungewohnt geringe Quote bedeutete.

Den 3. Platz im Herreneinzel teilten sich Klaus Rohlederer (Nürnberg)
und Rainer Haaß (Oer-Erkenschwick)

Erster Einzelsieg bringt Marko Puls weit nach vorn
Hier erwischte es dann weitere 3 von ihnen. Michael Mieslinger unterlag gegen den schon in Hamburg so starken Patrick Emmerich (Hildesheim) mit 1:3, Berlin Sieger Jörg Goga musste sich gegen den Neu-Neu-Isenburger Ingo Mauderer geschlagen 1:3 geben und Stephan Schneider verlor mit 1:3 gegen Mario Masurka (Gießen). Michael Lemmes zog im Achtelfinale gegen den noch sehr jungen Marc Chwialkowski (Soest) den Kürzeren. Damit standen im Viertelfinale 5 ungesetzte 3 gesetzten Spielern gegenüber.

Mit Marko Puls und Andree Welge trafen dort zwei davon direkt aufeinander. Marko spielte ausgesprochen zwingend und gewann das 1. und 3. Set mit jeweils 2:0. Andree hatte zwischenzeitlich mit einem 2:1 ausgeglichen. Auch die andere 3 Viertelfinals gingen über die vollen 3 Sets, wobei Andreas Kröckel nach 2:0 gewonnenem 1. Set einige Matchdarts gegen Mario Masurka (Gießen) vergab und nach den jeweils 1:2 verlorenen Sets 2 und 3 ausschied.

In den beiden Duellen ungesetzter Spieler siegten jeweils die Erfahrenen. - Rainer Haaß zog mit einem 0:2, 2:0 und 2:0 gegen Frank Haase (Bremen) ins Halbfinale ein, was ihm Klaus Rohlederer (Nürnberg) mit 2:1, 1:2 und 2:1 gegen Marc Chwialkowski in imponierender Art nachtat.

Damit stand ein in dieser Zusammensetzung sicherlich nicht von Vielen erwartetes Halbfinale fest. Beide Halbfinals waren bereits nach 2 Sets beendet. Mario Masurka siegte mit zweimal 2:1 gegen Rainer Haaß und erreichte damit genauso sein erstes DDV-Einzelfinale wie Marko Puls, der gegen Klaus Rohlederer mit 2:0 und 2:1 gewinnen konnte.

Marko Puls gewann im vom Kai Westermeyer (Bochum) gecallten Finale das 1. Set klar mit 2:0. Das 2. Set holte sich dann aber Mario Masurka seinerseits mit einem 2:0. Auch in Set 3 ging Mario dann in Führung, die Marko aber noch zum 2:1 und damit zur 2-1 Führung nach Sets ummünzte.

Marko gewann dann das 4. Set mit 2:0 zum Titelgewinn, wobei er einen Average von 24.76 erreichte - Marios Average lag bei 23.44 Punkten pro Dart. Für Turniersieger Marko Puls ist die Nominierung für den Spring-Cup damit in absolut greifbare Nähe gerückt.

Marko Puls aus Walldorf gewann das Herreneinzel vor Mario Masurka aus Gießen

Andrea Leipold im Damenfinale mit Doppelsicherheit zum Titel
Unter den 93 Damen, die für das Einzel am Samstag in Gelsenkirchen gemeldet waren, fehlte die Bekannteste: Heike Ernst hat sich mit dem DDV-RLT im letzten Monat in Hamburg (zumindest vorläufig) vom Turnierzirkus verabschiedet.

Gelsenkirchen war das erste DDV-RLT seit Köln im November 1986 bei dem die langjährige DDV-Nummer 1 nicht antrat. Heike spielte in den vergangenen fast genau 20 Jahren 169 DDV-Einzelturniere in Folge und erreichte dabei 107 Mal das Finale wovon sie 80 Mal gewann.

Ungerührt von diesem Rekord zeigten sich die Damen in Gelsenkirchen, denn in den 8 Doppel-KO-Gruppen ging es schlicht und einfach um den Einzug in die Gruppenfinals. Einzig die erstmals in der Setzliste vertretenen Iris Baumgartner aus Bayern schied vor dieser Hürde aus, als sie in Runde 2 gegen Elke Rogalla aus Köln und wenig später in der Loserrunde gegen Anja Silies (Neuenkirchen) unterlag.

Die DDV-Nummern 2, 3, 4 und 5 (Strauch, Leipold, Csepeli und Männel) erreichten aber auch alle über die Loserrunde ihre Gruppenfinals. Diese Vier konnten sich hier dann mit je zwei Siegen gegen die Spielerinnen aus der Gewinnerrunde durchsetzen. Besonders bemerkenswert war dabei das mit 3:2 und 3:1 von Andrea Leipold gegen Silke Surdakowski, beim dem der einmal mehr sehr starken Silke ein 170er-Traumfinish gelang.

Damit standen 7 der 8 gesetzten Spielerinnen nun doch unter den letzten Acht. Lediglich die Norddeutsche Andrea Beushausen hatte sich darunter mischen können - und gewann auch das anschließende Viertelfinale gegen Top-Favoritin Bianka Strauch mit 3:0.

Auch Andrea Leipold gelang ein 3:0 gegen Beatrix Kröckel. Schon knapper war es zwischen Marene Csepeli und Michelle Sossong, wobei sich Michelle am Ende mit 3:1 durchsetzte. Ganz eng war es zwischen Sabrina Spörle und Nicole Männel. Sabrina konnte das Match, nachdem sie 0:2 zurückgelegen hatte, noch 3:2 gewinnen.

Die beiden Halbfinals nahmen einen relativ knappen Verlauf. Sabrina Spörle siegte mit zweimal 2:1 gegen Andrea Beushausen, wobei beide Spielerinnen viele Checkdarts vergaben. Im anderen Match gewann Michelle Sossong den 1. Set mit 2:0 gegen Andrea Leipold, bevor sich diese dann doch noch die nächsten beiden Sets mit jeweils 2:1 holte und damit ins Endspiel einzog.

Im Finale gewann Andrea Leipold Set 1 mit 2:0 gegen Sabrina Spörle. In Set 2 ging Sabrina in Führung, die Andrea zunächst ausgleichen konnte. Mit dem 3. Leg schaffte Sabrina dann aber doch das 2:1 und damit den 1-1 Setausgleich.

Im entscheidenden 3. Set, der mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden muss, ging dann Sabrina in Führung. Doch Andrea checkte auch hier, wie schon im gesamten Finale ganz ausgezeichnet. Sie machte nacheinander 70, 74 und 83 zum 3:1 dicht - und hatte sich damit den Turniersieg gesichert. Im Finale gelangen Andrea gleich 2 Bullfinishes und sie spielte einen Average von 22.54. Der von Sabrina war mit 22.13 ähnlich gut.

Andrea Leipold (Straubing) gewann das Damenfinale gegen Sabrina Spörle (Walldorf)

Erster Sieg bei den Jungen für Michael Fey
Am Sonntagmorgen gingen 23 Jungen im Einzelwettbewerb der männlichen Jugend an den Start. Nicht dabei war Jungen-Nr. 1 Kevin Münch, (Bochum) der wie schon in Hamburg den Doppelwettbewerb bei den Erwachsenen vorzog.

Der an 1 gesetzte Hamburg-Gewinner Christopher Goga unterlag in der 3. Runde gegen Marco Scheunemann aus Iserlohn. Chris konnte in der Loserrunde dann noch zweimal gewinnen, bevor er im Loserfinale erneut mit 1:2 gegen Marco Scheunemann endgültig ausschied. Ähnlich wie Chris Goga ging es mit Maximilian Hilbig auch einem zweiten Berliner. Einer Drittrundenniederlage gegen Alexander Glatthorn folgte in der Loserrunde sofort sein 1:2 gegen Sascha Vierk (Wuppertal).

Im Gruppenfinale unterlag der aus der Siegerrunde kommende Alexander Glatthorn dann zwar zunächst mit 1:3 gegen Marco Scheunemann, konnte dann aber das notwendig gewordene 2. Match mit 3:2 gewinnen und ins Finale einziehen.

In der anderen Doppel-KO-Gruppe unterlag der an 2 gesetzte Bremer Björn-Lars Schnelle bereits in Runde 2 mit 0:2 gegen Christopher Sand (Frankfurt). In der Loserrunde folgte ein 1:2 gegen den an Nr. 3 gesetzten Michael Fey, womit der Bremer raus war.

Michael dagegen erreichte - über die Loserrunde kommend - das Gruppenfinale, wo er auf den Hamburger Thorben Bauschmann traf, der bis dahin alle Spiele gewonnen hatte. Klar mit zweimal 3:0 konnte Michael dieses Duell für sich entscheiden und stand damit als zweiter Finalist fest.

Im Endspiel schnappte sich Michael Fey gleich das 1. Leg bevor Alexander Glatthorn zum 1:1 ausgleichen konnte. Mit einem 78er-Finish sicherte sich dann aber doch Michael Set 1. Den 2. Set gewann dann aber Alexander Glatthorn, der aus dem Frankfurter Vorort Ginnheim kommt, mit 2:0.

In Set 3 ging Michael Fey ging 1:0 in Führung. Zwar konnte Alexander noch zum 1:1 ausgleichen, aber dann hatte Michael das glücklichere Händchen. Er holte die nächsten beiden Legs zum 3:1 im letzten Set und damit zum Titelgewinn. Bei einem Average von 18.71 hatte Michael Fey sein erstes DDV-Einzel gewonnen. Alexander erreichte in seinem ersten DDV-Jungenfinale den Average von 18.60.

Im Finale der männlichen Jugend unterlag Alexander Glatthorn (Ginnheim) gegen Michael Fey (Bochum)

Kerstin Lederbogen erobert die Spitzenposition zurück
Auch 12 Mädchen gingen in Gelsenkirchen am Sonntag an den Start, und die teilten sich in vier Dreiergruppen auf. Jeweils die ersten beiden kamen weiter. Überraschungen gab es dabei nicht. Durch die Platzierungen in den Dreiergruppen ergaben sich dann 2 recht ungleiche neue Vierergruppen, deren jeweils erste Beiden später das Halbfinale bilden sollten. Denn in Gruppe 1 spielten tatsächlich die Nummern 1, 2, 3 und 5 der DDV-Mädchenrangliste!

Jenny Lieverkus ging allerdings nach einem Sportunfall auf Krücken ins Rennen und schied am Ende mit nur einem Sieg aus.  Viele hatten gedacht, dass die zuletzt so ungemein starke Benita Göbel an diesem Tage die neue Mädchen-Nr. 1 werden könnte, doch sie unterlag gegen beide Lederbogen-Schwestern, so dass es Kerstin und Britta waren, die das Halbfinale erreichten.

In der anderen Gruppe gewann Vivien Mejlsing (Bochum) alle 3 Spiele, während die 3 anderen Mädels jeweils nur einen Sieg auf dem Konto hatten. Asaria Hintzsche-Oehme (Bückeburg) hatte zweimal nur knapp mit 2:3 verloren und zog daher mit dem besten Legverhältnis der Drei ebenfalls ins Halbfinale ein.

Im Halbfinale setzten sich die beiden Lederbogen-Sisters dann jeweils deutlich mit 3:0 durch, wobei Kerstin gegen Asaria Hintzsche-Oehme gewann und Britta gegen Vivien Mejlsing siegte. Damit kam es zum 2. Mal in einem DDV-Finale zum Aufeinandertreffen der beiden Schwestern.

Abwechselnd gewannen hier Kerstin und Britta die Legs bis Vorlegerin Kerstin Lederbogen bei einem Average von 17.83 am Ende mit 3:2 gewonnen hatte. Wirklich knapp war das Match aber nicht, denn Britta hatte die weitaus höheren Restpunkzahlen übrig, was auch ihr Average von 14.22 zeigt Damit hat sich Kerstin Lederbogen gegen stärkste Konkurrenz wieder zurück an den Top-Spot im deutschen Mädchendart gespielt!

Kerstin Lederbogen aus Bochum gewann das Mädcheneinzel vor ihrer jüngeren Schwester Britta

Marko Puls im Doppel mit Markus Schulte zum Double
Für das sonntägliche Herrendoppel hatten 93 Zweierteams gemeldet. In den 8 Doppel-KO-Gruppen gab es eine Reihe hochkarätiger Spiele. Der Vortags-Dritte Rainer Haaß unterlag in Runde 3 mit Michael Nölle gegen Maik Langendorf aus Hameln und DJ Westermann, dem Freund von Marene Csepeli.

Im Boardhalbfinale der diversen Siegerrunden schickten die immer brandgefährlichen Sylter Geselle/Kennel das gesetzte Doppel Lemmes/Nett in die Loserrunde, wo die beiden dann gegen Patolla/Hanitsch (Gießen) endgültig ausschieden.

Tupuschis/Wieggrebe aus Mülheim siegten in dieser Runde gegen Hawlitzki/Schneider. Wenig später sah man sich in der Loserrunde wieder, denn Tupuschis/Wieggrebe hatten das Siegerfinale 2:3 gegen Maurer/Nithammer (Bielefeld) verloren. Wieder siegten die beiden Mülheimer und waren im Gruppenfinale.

Die an 2 gesetzten Kröckel/Rice unterlagen in ihrem Siegerfinale gegen die Saarländer Flück/Mauderer und schieden nach gewonnenem Loserfinale im Gruppenfinale, das zugleich Achtelfinale war, mit einem 0:3 gegen die gleichen Spieler endgültig aus.

Einzig besagten Flück/Mauderer genügten beim 2:1 und 2:0 im anschließenden Viertelfinale gehen Geselle/Kennel 2 Sets zum Erreichen des Halbfinales. Alle anderen gingen über die vollen 3 Sets, wobei die Topgesetzten Seyler/Welge 0:2, 2:0 und 1:2 gegen Artut/Vogt unterlagen. Puls/Schulte siegten 0:2, 2:1 und 2:0 gegen Greiter/Mieslinger und Tupuschis/Wieggrebe gewannen 0:2, 2:0 und 2:1 gegen Goga/Schmidt.

Puls/Schulte setzten sich dann im Halbfinale in nur 2 Sets mit 2:1 und 2:0 gegen Artut/Vogt durch. Im anderen Match siegten Tupuschis/Wieggrebe nach 0:2 verlorenem 1.Set noch mit 2:0 und 2:0 gegen Flück/Mauderer.

In einem ausgesprochen guten Doppelfinale zeigte schon die Körpersprache einen vor Selbstvertrauen und Siegeswillen strotzenden Marko Puls. Puls/Schulte begannen gut und steigerten sich in den ersten beiden Sets immer weiter. Sie gewannen diese mit jeweils 2:0. Auch im 3. Set gingen die beiden mit in Führung, bevor Tupuschis/Wieggrebe ihr 1. Leg zum 1:1 Ausgleich holten.

Es war auch zugleich ihr letztes, denn mit dem anschließenden 16-Darter zum Match machten Puls/Schulte den 2:0, 2:0 und 2:1 Sieg perfekt. Die Süddeutschen spielten dabei einen Average von 26.81, die Mülheimer erreichten 24.31. Marko Puls schnellte mit seinem Doppelsieg in Gelsenkirchen in der DDV-Rangliste von Platz 11 auf Platz 5 vor!

Marcus Schulte (Huttenheim) und Marko Puls (Walldorf) gewannen den Titel im Herrendoppel

Marene Csepeli und Bianka Strauch überlegene Doppelsiegerinnen
Die 43 Damendoppel gingen in 4 Doppel-KO-Gruppen an den Start. Bereits in Runde 2 unterlagen Baumgartner/Leipold aus Bayern, die zuletzt im Hamburger Doppel noch Zweite gewesen waren, gegen die Rheinländerinnen Schimig-Reitzug/Rogalla. Das endgültige Aus kam im Loserhalbfinale gegen NWDV-RLT-Finalistin Ramona Berger und Trixi Kröckel.

In Runde 3 mussten sich Michelle Sossong und Ex-Mädchen-Nr. 1 Nadine Nickel gegen die Hanseatinnen Zum Felde/Müller geschlagen geben und mußten dann nach der Niederlage im Loserhalbfinale gegen die ebenfalls noch sehr jungen Osthues/Weber (Ahlen) das Turnier beenden.

Die Vortags-Dritte Andrea Beushausen spielte mit der Masters-Siegerin von 2004, Nermin Wilke, zusammen. Die beiden unterlagen zunächst im Siegerfinale 2:3 und dann nach einem Erfolg im Loserfinale gegen Schubert/Kloes (Mülheim) im Gruppenfinale mit 1:3 gegen die Top-Favoritinnen Marene Csepeli und Bianka Strauch.

Die weiteren Gruppenfinals der Gewinnerrunden- gegen die Loserrundensieger waren zum Teil sehr umkämpft. Spörle/Männel unterlagen erst 2:3 gegen Oelke/Surdakowski, gewannen dann aber das 2. Spiel mit 3:2 gegen die Bochum-Wuppertaler Kombi.

Zum Felde/Müller siegten erst 3:0 gegen Plagmann/Ritze (Bremen), schieden aber mit dem anschließenden 0:3 trotzdem aus. Klar mit 3:0 gewannen Leßmeister/Ohliger (Kaiserslautern) gegen Rogalla/Schimig-Reitzug. - Die beiden unterlagen dann im Halbfinale aber mit zweimal 1:2 gegen Spörle/Männel. Noch deutlicher setzten sich zeitgleich Csepeli/Strauch mit zweimal 2:0 gegen Plagmann/Ritze durch.

Das Finale verlief dann recht einseitig. Zu klar dominierten die Nationalspielerinnen Marene Csepeli und Bianka Strauch die zur Zeit prächtig harmonieren. Sie spielten gewannen 4 Legs hintereinanderweg und hatten so mit zweimal 2:0 gewonnen. Nur einmal kamen Männel/Spörle auf Doppel, blieben aber zweimal bei um die 200 Punkten stehen. Der Klasseaverage die Siegerinnen lag bei 25.05, die Runners-up erreichten 19.12 Punkte pro Dart.

Bianka Strauch (Bruchköbel) und Marene Csepeli (Berlin) siegten im Damendoppel sehr klar

Bericht und Fotos von Volker Hatlauf

15./16. Oktober 2005 DDV-Ranglistenturnier in Hamburg:

Colin Rice und Bianka Strauch holten die Einzeltitel beim 2. DDV-RLT in Hamburg

Ein gekürzter Vorab Bericht aus der deutschen dartsport zeitung

Zum 2. Mal richtete der Landes Dart Verband Hamburg am 15./16. Oktober 2005 in der Sportschule Sachsenwald in Wentorf ein DDV-Ranglistenturnier aus. Colin Rice (Bochum) gewann dabei den Einzeltitel der Herren vor Ex-Jugend-Nr. 1 Michael Stübs (Walldorf). Bei den Damen siegte Bianka Strauch (Bruchköbel) vor Michelle Sossong (Bochum). Am Sonntag holte Christopher Goga (Berlin) den Titel der männlichen Jugend vor Marco Scheunemann (Iserlohn). Im rein Baden-Württembergischen Finale des Herrendoppels sicherten sich Armin Gast und Frank Schuh den Finalsieg vor Marcus Schulte und Marco Puls. Das Damendoppel entschieden Marene Csepeli (Berlin) und Bianka Strauch (Bruchköbel) im Finale vor den Bayerinnen Andrea Leipold und Iris Baumgartner für sich.

Die 4 Viertelfinals im Herreneinzel: Michael Stübs hat gerade gegen Andy Kröckel gecheckt

Michael Stübs unterliegt erst im Finale gegen Colin Rice
Mit einem in dieser Höhe nicht erwarteten Teilnehmeranstieg von 27,9% in den Einzeln und 24,5% in den Doppeln hatten für das DDV-RLT in Hamburg-Wentorf insgesamt über ein Viertel mehr Spieler gemeldet als noch im Vorjahr. Das war sicher auch die Quittung für die gelungene Veranstaltung des letzten Jahres.
Im Herreneinzel verteilten sich 292 Darter auf die 32 Gruppen, in denen - wie immer bei den normalen DDV-Ranglistenturnieren - die 32 Gruppensieger im Doppel-KO-System ausgespielt wurden. Auch die DDV-Spitze war bestens vertreten, fehlten doch aus den Top-16 mit Maik Langendorf und Frank Mast nur zwei Spieler.
Im Gruppenhalbfinale unterlag mit Jörg Goga der Sieger des letzten DDV-RLTs in Berlin 1:3 gegen den Hamburger Rico Wengatz. Als Jörg dann auch das Loserfinale gegen Oliver Spenrath aus Bruchköbel 0:2 verlor war er endgültig draußen. Genauso erging es DDV-Nr. 5 Marcel Schmidt, der zunächst 1:3 gegen Ex-Jugend-Nr. 1 Michael Stübs (Walldorf) unterlag und dann das Boardfinale gegen den gleichen Spieler zunächst 3:0 gewann, dann aber nach einem 2:3 das Turnier beenden mußte.
Ex-DDV-Nr. 1 Marcus Schulte erreichte zwar unbeschadet sein Gruppenfinale mußte sich hier jedoch mit zweimal 2:3 gegen Patrick Emmerich (Hildesheim) geschlagen geben. Damit waren bis zu den letzten 32 bereits die Hälfte der gesetzten Spieler draußen.
Ab den letzten 32 ging es dann Einfach-KO weiter. Hier warf Hamburgs Andre Hoy mit Stephan Schneider die Setznummer 9 mit 3:2 aus dem Rennen, um wenig später im Achtelfinale selbst 2:3 gegen einem Hamburger, nämlich Rico Wengatz zu unterliegen.
Im Achtelfinale gingen die beiden Duelle gesetzter Spieler jeweils zu Gunsten der höher in der DDV-Rangliste placierten Spieler aus, wobei Andreas Kröckel 3:0 gegen Marko Puls gewann und Andree Welge 3:0 gegen Michael Nett siegte. Da Patrick Emmerich sich ein 3:2 gegen Michael Lemmes erspielte, standen dann im Viertelfinale je vier Gesetzte vier Ungesetzten gegenüber.
Die ersten 4 der DDV-Rangliste überstanden diese Runde aber nur zur Hälfte! Denn Michael Stübs hatte an diesem Tag einen tollen Lauf erwischt und bezwang DDV-Nr. 4 Andreas Kröckel eindrucksvoll mit zweimal 2:0. Andre Kennel tat es ihm nach und setzte sich mit 2:0 und 2:1 gegen DDV-Nr. 2 Andree Welge durch. Souverän zeigte sich hingegen mit Tomas Seyler, der sein Match gegen Rico Wengatz mit zweimal 2:0 für sich entschied, die Nummer 1. Knapper war es bei der DDV-Nr. 3 Colin Rice. Der Bochumer zog mit zweimal 2:1 gegen Patrick Emmerich ins Halbfinale ein.
In diesem Halbfinale gab Colin dann Set 1 mit 1:2 an Andre Kennel ab. Das Spiel kippte dann jedoch, Andre konnte den hohen Standard des 1. Sets nicht ganz halten, und Colin zog mit dem folgenden 2:0 und 2:0 ins Endspiel ein. Parallel gewann Michael Stübs das 1. Set mit 2:1 gegen Tomas Seyler. Er mußte Set 2 aber mit dem gleichen Ergebnis an Shorty abgeben. Zur Überraschung vieler war es dann aber doch Michael, der Set 3 wieder mit 2:1 für sich entschied und damit in sein erstes DDV-Einzelfinale im Erwachsenenbereich erreichte!
In einem von beiden Seiten recht stark gespielten Bühnenendspiel gewann Colin Rice den 1. Set mit 2:1, wobei er  es mit einem 116er-Finish abschloß. Set 2 ging dann mit 2:0 an Colin. Im 3. Set erspielte sich Michael mit die Führung, die Colin aber ausgleichen konnte. Diesmal war es dann aber Michael, dessen 2:1 den Anschluß zum 1-2 nach Sets bedeutete.
Im 4. Set verpaßte zunächst Michael 3 Darts zum 1:0 bevor Colin zum 20-Darter checkte. Im 2. Leg spielte
Michael 100, 135, 101, 85 und stand nach 12 Darts auf 80 Rest, als Vorleger Colin zum 14-Darter und damit zum Titelgewinn checkte. Das war ein starkes Ende eines starken Spiels, was auch die Averages von 26.71 für Colin und 25.72 für Michael belegen, wobei Colin auch noch eine 180 gelang.

Michael Stübs erreichte im Herreneinzel einen starken 2. Platz hinter Colin Rice

Michelle Sossong hinter Bianka Strauch erneut Zweite
Bei den 110 Dameneinzeln waren sogar die DDV-Top-20 (bis auf Trixi Kröckel) komplett vertreten. Im Gegensatz zu den Herren waren frühe Überraschungen die Ausnahme. In den Gruppenspielen erwischte es nur 2 der 8 gesetzten Spielerinnen.
So unterlag Neu-Nationalspielerin Marene Csepeli im Gruppenhalbfinale mit 2:3 gegen Mädchen-Nr. 2 Benita Göbel und verlor wenig später auch das Loserfinale gegen Anne Willkomm (Berlin) mit 1:2. Sandra Fiedler war an 8 gesetzt, und auch sie verlor gegen eine Jugendspielerin. Nach ihrer Niederlage im Gewinnerfinale gegen Kerstin Lederbogen (Bochum) unterlag Sandra dann im Loserfinale 1:2 gegen Nicole Schumann aus M´gladbach.
Im Achtelfinale der letzten 16, das zugleich Gruppenfinale der Siegerinnen aus Gewinner- und Verliererrunde war, standen also noch 6 der 8 Gesetzten. Diese überstanden dann auch allesamt diese Runde. Im Viertelfinale gewann Bianka Strauch dann den Vergleich zweier gesetzter hessischer Spielerinnen mit 3:2 gegen Nicole Männel. Im zweiten Setzduell behielt Sabrina Spörle genauso knapp mit 3:2 die Oberhand gegen Andrea Leipold.
Benita Göbel traf in dieser Runde auf die Vorjahreszweite Michelle Sossong. Sie unterlag knapp mit 2:3. Die große Überraschung brachte dann aber das letzte Viertelfinale, wo im Bochumer Duell Jugendspielerin Kerstin Lederbogen mit 3:1 gegen Vorjahressiegerin Heike Ernst gewann - ganz stark von Kerstin!
Damit standen die Halbfinals fest. Kerstin Lederbogen traf als einzige verbliebene Ungesetzte auf ihre Vereinskameradin vom DC Robin Hood Bochum, Michelle Sossong. Michelle gewann Set 1 und Kerstin Set 2 mit jeweils 2:1. Im 3. Set blieb dann Michelle mit 2:0 siegreich und zog wie 2004 ins Endspiel ein.
Gegnerin dort war nun Bianka Strauch, die ihr Halbfinale gegen Sabrina Spörle glatt mit zweimal 2:0 gewonnen hatte. Das Endspiel war zwar nicht sonderlich hochklassig, dafür aber ungemein spannend. Bianka Strauch ging im 1. Set 1:0 Führung und Michelle Sossong glich zum 1:1 aus. Ein 21-Darter (incl. 180) brachte Bianka den 1. Set. Auch in Set 2 ging Bianka 1:0 in Führung, doch einen Matchdart brachte dieser Set ihr nicht. Michelle schaffte mit den nächsten beiden gewonnenen Legs den Setausgleich. Der 3. Durchgang mußte also entscheiden - und der mußte mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden.
Michelle ging 1:0 in Führung und hatte im 2. Leg dann 3 Matchdarts, die sie aber nicht nutzen konnte. Die nächsten 4 Legs holten abwechselnd Michelle und Bianka, womit es 3:3 stand. Ein 33-Darter brachte Bika die 4:3 Führung im letzten Set, die aber Michelle mit einem 24-Darter zum 4:4 ausglich.
Es kam damit zum Sudden Death, dem Entscheidungsleg im Tie-Breaker. Michelle legte vor und kam zuerst auf Doppel. Doch sie verpaßte 3 Matchdarts und stand auf 16 Rest als Bika zum 23-Darter und damit zum Titelgewinn dichtmachte. Die Averages lagen bei 18.02 für Bianka und bei 17.85 für Michelle.

Bianka Strauch gewann das Dameneinzel vor Michelle Sossong, die schon im Vorjahr Zweite war

Christopher Goga holt ersten DDV-Einzeltitel bei den Jungen
Am Sonntag liefen wie immer die Jugendeinzel. Bei der männlichen Jugend ging mit Kevin Münch die Nr. 1 nicht am Start. Er zog die Teilnahme am Doppelwettbewerb vor, was angesichts seines Riesenvorsprungs in der Rangliste durchaus nachvollziehbar ist. Die nächsten Vier waren jedoch allesamt dabei.
Insgesamt 21 Jungen spielten in zwei Doppel-KO-Gruppen. In Gruppe 1 unterlag die neue DDV-Nummer 2 Björn-Lars Schnelle schon in Runde 2 mit 0:3 gegen Marco Scheunemann (Iserlohn). In der Loserrunde unterlag der Bremer dann sofort danach auch gegen Maximiliam Hilbig aus Berlin.
Der an 4 gesetzte Michael Fey verlor im Siegerfinale 2:3 gegen Marco Scheunemann, der damit ins Gruppenfinale einzog, das zugleich Halbfinale war. Michael kämpfte sich dann über die Loserrunde zurück ins Gruppenfinale, wo er aber erneut - diesmal mit 0:3 - gegen Marco verlor und damit Dritter war. Marco dagegen stand nun im Turnierfinale.
In der anderen Gruppe setzten sich im Halbfinale der Gewinnerrunde jeweils die beiden gesetzten Berliner Benjamin Grolewsky und Christopher Goga mit 3:2 gegen Bastian Bendel aus Osterhofen und Alexander Sonnenberg aus Köln durch. Chris gewann dann das Siegerfinale gegen Benny mit 3:2 und traf danach im Gruppenfinale auf Alexander Sonnenberg, den er hier mit 3:0 bezwang. Für Alex war es sein erster 3. Platz, für Chris die erneute Finalteilnahme, wie schon im September in Berlin.
Nun sollte aber endlich auch der erste DDV-Titel für den Berliner her, wogegen Gegner Marco Scheunemann natürlich etwas hatte. Dennoch holte sich Christopher das 1. Leg als er 47 zumachte. Das 2. Leg holte dann aber Marco zum 1:1. Als sich Marco im 3. Leg 18 Rest gestellt hatte, checkte Chris die Doppel-3 zum Set.
Im 2. Set erspielte sich erneut Christopher die 1:0 Führung. Auch das 2. Leg gewann dann der Berliner, womit Christopher Goga seinen ersten DDV-Einzeltitel gewonnen hatte. Sein Average lag bei 18.02, Marco Scheunemann erreichte einen Punktedurchschnitt von 17.68.

Marco Scheunemann wurde bei der männlichen Jugend Zweiter hinter Christopher Goga

Benita Göbel bei den Mädchen von Turnier zu Turnier stärker
Zwar gingen nur 12 Mädchen an den Start, die zeigten jedoch ganz ausgezeichnete Leistungen. Zunächst verteilte man sich auf 4 Dreiergruppen in denen Round-Robin gespielt wurde. Überraschungen gab es in den Gruppen eigentlich nicht.
Weiter ging es in 2 Vierergruppen, deren jeweils erste Beiden dann das Halbfinale bilden sollten. Ganz souverän gewann Jenny Lieverkus die Gruppe 1 ohne auch nur ein einziges Leg abzugeben. Als Zweite erreichte hier die Berlinerin Vanessa Scheja mit 2 Siegen das Halbfinale.
Auch Benita Göbel blieb in der anderen Gruppe verlustlegfrei. Sie wurde von Kerstin Lederbogen ins Halbfinale begleitet. Dort setzte sich Benita Göbel mit 3:1 gegen Vanessa Scheja durch, und im Dauerbrenner zwischen Kerstin Lederbogen und Jenny Lieverkus hatte diesmal Kerstin mit 3:2 knapp die Nase vorn.
Das Endspiel zwischen Benita Göbel und Kerstin Lederbogen wurde dann genauso gut wie es die beiden Namen versprachen. Benita ging 1:0 in Führung, wobei sie 78 dichtmachte. Kerstin glich aus und zeigte dabei ihrerseits ein 98er-Finish.
Leg 3 ging dann wieder in 25 Darts an Benita als Kerstin auf 16 Rest stand. Mit einem 23-Darter zum 3:1 sicherte sich Benita dann den Titel. Die Averages lagen mit 20.38 für Benita und 19.70 für Kerstin sogar um einiges höher als die des Damen- und des Jungenfinals! Einfach klasse gespielt Mädels!

Spaß beim Fototermin: Kerstin Lederbogen wurde bei den Mädchen Zweite hinter Benita Göbel

Armin Gast und Frank Schuh gewinnen reines BWDV-Doppelfinale
Ebenfalls am Sonntag wurden die Doppel ausgetragen. Bei den Herren gingen 96 Paare an den Start. In der fünften von acht Doppel-KO-Gruppen unterlagen Andy Kröckel und Colin Rice im 3. Spiel der Siegerrunde mit 2:3 gegen Armin Gast und Frank Schuh aus Huttenheim, die zuletzt schon in Berlin Platz 3 belegt hatten. Anschließend kam im Halbfinale der Loserrunde endgültig das Aus für die beiden, als sie ziemlich überraschend mit 1:2 gegen die beiden Bremer Oliver Ahrens und Frank Haase unterlagen.
Ansonsten brachten die Gruppenspiele keine Sensationen. Die Gruppenfinals wurden von den Teams dominiert, die aus den Gewinnerrunden kamen, sechsmal gewannen sie gleich im ersten Spiel, nur zweimal wurde ein zweites Match nötig.
Unter den letzten Acht gewannen Seyler/Welge das NDV-Duell gegen die Zweiten von Berlin -  Artut/Bober - mit 2:0 und 2:1. Die anderen 3 Viertelfinals gingen allesamt über die vollen 3 Sets, wobei die neue Kombi aus Jörg Goga und Marcel Schmidt mit 1:2, 2:1 und 2:0 gegen Barlow/zum Felde gewann.
Gast/Schuh brachten ihr Match gegen Stephan Schneider, der seit Berlin mit Markus Hawlitzky (Wuppertal) zusammenspielt, mit 2:1, 0:2 und 2:0 nach Hause. Mit Puls/Schulte setzte sich auch noch ein zweites Baden-Württembergisches Doppel ins Halbfinale durch, als man mit 2:0, 0:2 und 2:0 gegen Greiter/Mieslinger aus Vilsbiburg gewann.
Puls/Schulte konnten im Halbfinale dann Seyler/Welge mit 2:1, 1:2 und 2:0 aus dem Rennen werfen, während Gast/Schuh mit zweimal 2:1 gegen Goga/Schmidt siegten. Es kam im Herrendoppel also zu einem reinen BWDV-Finale auf der Bühne in der Sportschule Sachsenwald.!
Das Endspiel nahm einen recht dramatischen Verlauf. Anfangs kamen Gast/Schuh gar nicht ins Spiel und hatten 151 bzw. 196 Rest, als Puls/Schulte Set 1 mit einem 127er-Finish zum 2:0 für sich verbuchten. Set 2 begannen Puls/Schulte dann gleich mit einem sauberen 13-Darter, den Gast/Schuh mit einem eigenen 13-Darter beantworteten - klasse! Aber auch das 2. Set ging dann an Puls/Schulte, die dem Sieg nahe schienen.
Dies um so mehr, da sie auch im 3. Set gleich wieder das 1. Leg gewannen. Doch mit zwei 21-Dartern, der zweite davon mit 100er-Finish, konnten Gast/Schuh auf 1-2 nach Sets verkürzen. Wie auch in allen Sets zuvor gingen dann auch im vierten Puls/Schulte mit 1:0 in Führung. Doch wie im 3. Set konnten Gast/Schuh diese Führung zu ihren Gunsten drehen. Es stand 2-2 nach Sets.
Nun schien Puls/Schulte ein wenig die Puste auszugehen. Sie kamen nicht mehr auf
Doppel, als Gast/Schuh in 17 und 16 Darts zum 3-2 Sieg zumachten. - Die Averages des Matches lagen eng zusammen: Die Sieger Gast/Schuh erzielten 23.95 und Puls/Schulte 23.96. Bei den 180ern lagen die Sieger mit 3-1 vorn.

Armin Gast und Frank Schuh aus Huttenheim gewannen den Titel im Herrendoppel

Marene Csepeli und Bianka Strauch durch die Loserrunde zum Doppeltitel
Im Damendoppel gingen 36 Paare an den Start, die sich auf 4 Gruppen verteilten. Dabei verlief alles mehr oder weniger planmäßig bis die Finals der Sieger- und Verliererrunden erreicht waren. Dort unterlag mit Csepeli/Strauch eines der Favoritendoppel im Siegerfinale mit 1:3 gegen die Bremerinnen Hartmann/Janßen.
Die beiden gewannen jedoch dann das Loserfinale mit 2:0 gegen die Vorjahresdritten Gamm/Glaser aus Hamburg und trafen im Gruppenfinale erneut auf die Bremerinnen. Mit 3:1 und 3:2 spielten sich Marene und Bianka dann doch noch ins Halbfinale, ab wo es einfach-KO weiterging.
Ein weiteres Gruppenfinale war ähnlich umkämpft. Die aus der Verliererrunde kommenden Hamburgerinnen Delfs/Thiede gewann das erste Match gegen Männel/Spörle mit 3:1, mußten sich im zweiten dann aber doch mit 1:3 aus dem Turnier verabschieden.
Heike Ernst spielte diesmal nicht mit Andrea Leipold zusammen, sondern mit Kerstin Niederau. Die beiden gewannen ihr Gruppenfinale mit 3:1 gegen Hamburgs Möhring/Woltereck. Andrea Leipold ihrerseits spielte im Bayerndoppel mit Iris Baumgartner. Die beiden bezwangen die starken Fiedler-Schwestern, gegen die sie schon das Siegerfinale gewonnen hatten, mit 3:0.
Im Halbfinale siegten Csepeli/Strauch dann mit 2:1 und 2:0 gegen Männel/Spörle. Im Parallelspiel gewannen Ernst/Niederau Set 1 gegen Baumgartner/Leipold mit 2:1 und gaben das zweite mit 1:2 ab. Den entscheidenden Set gewannen dann die Bayerinnen mit 2:1 und standen im Finale.
Das Finale im Damendoppel verlief dann recht einseitig, Iris Baumgartner und Andrea Leipold konnten auf der Bühne nicht mehr ganz an ihre vorherigen Leistungen anknüpfen. Marene Csepeli und Bianka Strauch gewannen das erste Set mit einem 107er-Finish zum 2:0, wobei Iris und Andrea jeweils dreistellige Restpunktzahlen hatten.
Im 2. Set gingen die Bayerinnen zwar mit 1:0 in Führung, gaben die nächsten beiden Legs jedoch an Marene und Bianka ab, die sich damit den Titel gesichert hatten. Die Siegerinnen erreichten einen Average von 20.66, wobei sie auch eine 180 erzielten. Iris und Andreas Average lag bei 16.50, und insbesondere Iris Baumgartner freute sich riesig über den 2. Platz.
Damit ging ein schönes Turnierwochenende zu Ende das sicher vielen in bester Erinnerung bleiben wird. Besonders bedanken möchte sich die ddz bei Turnierleiterin Claudia zum Felde. Sie unterstützte die ddz absolut vorbildlich und sorgte dafür, daß die Informationen vom Sonntag schnellstmöglich unsere Redaktion erreichten. Ich selbst konnte am Sonntag leider nur bis mittags vor Ort sein.

Super war auch die Hilfe von Nermin Wilke, die für uns am Sonntag jede Menge Fotos schoß, ohne welche dieser Bericht aus dem Archiv hätte bebildert werden müssen. Danke Ihr Zwei!

Wie schon in Berlin gewannen Bianka Strauch und Marene Csepeli auch in Hamburg das Damendoppel

Bericht von Volker Hatlauf

Fotos: Nermin Wilke (NW), Claudia zum Felde (CzF), Astrid Kamm (AK), und Volker Hatlauf.

Ein reich bebilderter, ausführlicher Bericht mit allen Ergebnislisten ist in der November-Ausgabe der deutschen dartsport zeitung (ddz) nachzulesen, die ca. am 09.11.2005 erscheinen wird

 

17./18. September 2005 DDV-Ranglistenturnier Berlin:

Saisonauftakt bei DDV-RLT in Berlin mit Siegen für Jörg Goga und Heike Ernst

Am 17./18. September 2005 begann die neue DDV-Ranglistensaison mit dem ersten von 9 Turnieren, das in Berlin ausgetragen wurde. Das Herreneinzel gewann der Berliner Jörg Goga vor Karsten Wieggrebe aus Mülheim. Der Damentitel ging an Heike Ernst (Bochum), die im Finale Sabrina Spörle (Walldorf) bezwang. Bei der männlichen Jugend siegte Kevin Münch (Bochum) vor Christopher Goga (Berlin), bei den Mädchen gewann Benita Göbel (Essen) vor Jenny Lieverkus (Wuppertal). Deutsche Meister im Herrendoppel wurden Kröckel/Rice vor Artut/Bober. Meisterinnen im Damendoppel sind nun Csepeli/Strauch vor Ernst/Leipold. Auch die Over-40s suchten ihre Meister. Johann Honner konnte seinen Titel gegen Colin Rice genauso verteidigen wie Heike Ernst gegen Anne Willkomm.

Zu Saisonauftakt gewannen in Berlin Jörg Goga und Heike Ernst die Einzeltitel

Jörg Goga: In der Ruhe liegt die Kraft
Mit 282 Herren und 100 Damen in den Einzeldisziplinen gingen am Samstagmorgen um 11.00 Uhr beinahe exakt genauso viele Teilnehmer an den Start wie im Vorjahr. Nur einer der 16 gesetzten Herren erreichte das Gruppenfinale der Sieger aus Gewinner- und Verliererrunden nicht und kam damit nicht unter die letzten 64. Das war in Gruppe 13 ausgerechnet Vorjahressieger Andreas zum Felde aus Hamburg. Im ersten Match unterlag er 1:3 gegen Gerhard Blumenthal (Neu-Isenburg) und schied einige Zeit später in der Loserrunde mit 1:2 gegen Ingo Neef (Berlin) aus.
Markus Schulte war an 7 gesetzt - und bei ihm lief es beinahe deckungsgleich wie bei Haci. Er verlor das Siegerfinale 0:3 gegen Johan Hansi Honner, kam aber über das Loserfinale zurück gegen den gleichen Gegner. Doch Hansi war zu stark. Mit einem 3:2 rang der Norddeutsche Marcus nieder, der damit draußen war.
Setznummer 9 Jyhan Artut verlor sein Auftaktspiel gegen den Vilsbiburg-Finalisten Thomas Kreutzer aus Bochum mit 2:3. Im Gruppenfinale gewann er zwar das erste Spiel 3:2 gegen den gleichen Spieler, doch mit einem 3:1 im 2. Match warf Thomas dann Jyhan doch aus dem Rennen.
Insgesamt gelang es nur drei Spielern das Gruppenfinale aus der Loserrunde kommend zu gewinnen - 29 Mal setzten sich die Gewinner aus den Siegerrunden durch. So spielte sich der an 16 gesetzte Michael Nett mit 3:2 und 3:1 gegen Kulle Strube (Wolfenbüttel) genauso unter die letzten 32 wie auch Frank Schuh (Huttenheim) mit einem zweifachen 3:0 gegen Rico Wengatz aus Hamburg. Ein solches Kunststück gelang als Drittem auch Thorsten Plogmann (Berlin) mit 3:0 und 3:2 gegen Thomas Mai (Dettelbach).
Als die letzten 32 feststanden ging es einfach-KO weiter. DDV-Nr. 2 Andree Welge mußte sich mit 2:3 gegen den als Favoritenkiller bekannten Ingo Vogt aus Bückeburg geschlagen geben. DDV-Nr. 3 Colin Rice unterlag sogar mit 0:3 gegen den an diesem Wochenende absolut zwingend spielenden Ex-Jugendspieler Marc Chwialkowski (Soest).
Karsten Wieggrebe spielte sich mit einem 3:2 gegen den an 11 gesetzten Michael Mieslinger ins Achtelfinale, wo er auch die DDV-Nr. 6 Stephan Schneider mit 3:1 besiegte, der im Vorjahr Zweiter wurde. Armin Gast (Huttenheim) gewann in dieser Runde mit 3:0 gegen DDV-Nr. 4 Andy Kröckel und Johan Honner brillierte mit seinem 3:1 gegen Werner Greiter (Setznr. 10) weiter. Im einzigen Duell zweier Gesetzter konnte sich der Berliner Lokalmatador Jörg Goga mit 3:1 gegen Marcel Schmidt durchsetzen.
Nur 4 Gesetzte standen dann im Viertelfinale, ab wo Sets und Legs gespielt wurden. Mit DDV-Nr. 1 Tomas Shorty Seyler und Michael Lemmes trafen zwei von ihnen direkt aufeinander, wobei Shorty 2:0 und 2:1 siegte. Karsten Wieggrebe gewann das Duell der Ungesetzten mit zweimal 2:0 gegen Stefan Bockelmann (Vilsbiburg), der ein starkes Turnier gespielt hatte. Marko Puls siegte 2:0 und 2:1 gegen Johan Honner, der ebenso zu beeindrucken wußte. Einzig Jörg Goga mußte im Viertelfinale über alle 3 Sets gehen, doch auch für den Berliner nahm es mit 2:1, 1:2 und 2:1 gegen den sich stets auf Augenhöhe befindlichen Armin Gast ein gutes Ende.
Im Halbfinale brachte Jörg seinem Gegner Shorty Seyler eine in dieser Klarheit bemerkenswerte Zu-Null-Niederlage bei. Im anderen Halbfinale hatte Marko Puls das 1. Set gegen Karsten Wieggrebe mit 2:0 gewonnen, bevor er das Match doch noch mit dem folgendem 0:2 und 0:2 abgeben mußte.
Zum 2. Mal stand Karsten damit in einem DDV-Finale - und das erste hatte er ja hier in Berlin gewonnen! Bei Jörg war es das dritte Finale, und natürlich wollte der Berliner hier nun seinen ersten DDV-Einzeltitel holen.
Es wurde ein sehr spannendes Match, in dem Karsten Wieggrebe in Führung ging. Karsten verpaßte dann in Leg 2 gleich 10 Darts auf Doppel und Jörg Goga glich aus. In Leg 3 verpaßte Karsten erneut 2 Darts zum Setgewinn und Jörg holte das Set mit einem 114er-Finish.
Ein 18er brachte Karsten auch in Set 2 in Führung, doch ein verpaßtes Bullfinish in Leg 2 und 7 vergebene Checkdarts in Leg 3 seitens Karsten nutzte Jörg um mit 2-0 nach Sets in Führung zu gehen. - Im 3. Set zeigte Karsten dann, daß er auch checken kann. Er verkürzte mit 2:0 überzeugend zum 1-2 nach Sets.
Wie auch in allen anderen Sets zuvor ging Karsten auch im vierten mit 1:0 in Führung. Nun hatte sich Jörg den Luxus geleistet dreimal am Doppel vorbeizuwerfen. Doch in Leg 2 vergab wieder Karsten 5 Darts auf Doppel, und Jörg checkte. Das nächste Leg war das einzige im gesamten Match, in dem Karsten nicht auf Doppel werfen durfte! Jörg zog nochmal an. Er checkte die Doppel-4 gleich im ersten Pfeil und damit zum Titelgewinn.
Die Averages lagen bei 25.50 für Jörg und sogar bei 27.27 für Karsten, dem zwei 180er gelangen. Die Niederlage war sicher etwas unglücklich, aber die Doppel kamen einfach nicht. Jörg blieb das gesamte Spiel über ruhig, nutzte seine Chancen und spielte sich am Ende zu einem im Grunde doch recht souveränen Titelgewinn.

Lokalmatador Jörg Goga gewann das Herreneinzel vor Ex-Jugend-Nr. 1 Karsten Wieggrebe

Sabrina Spörle stand wie im Vorjahr im Damenfinale
Bei den Damen gingen genau 100 Spielerinnen an den Start. Wie schon bei den Herren verliefen auch die ersten Damenrunden erwartungsgemäß. Von den 8 Gesetzten erreichten 7 die Gruppenfinals - allerdings nur 3 von ihnen über die Siegerrunde.
Einen starken Lauf hatte Monique Leßmeister. Die gerade 18 Jahre alt gewordene Kaiserslautererin hatte im Gewinnerfinale 3:0 gegen DDV-Nr. 4 Andrea Leipold gesiegt die sie im Gruppenfinale erneut mit 3:2 bezwang. Einen starken Eindruck machte auch Steffi Zwitkowitsch (Hannover), die im Gewinnerfinale 3:0 gegen die Vorjahreszweite Sabrina Spörle gewonnen hatte. Im Gruppenfinale scheiterte sie dann jedoch ganz knapp mit 2:3 und 1:3 an Sabrina.
Eine einzige Dame schaffte es, aus der Loserrunde kommend ihr Gruppenfinale zu gewinnen. Die an 7 gesetzte Nicole Männel hatte das Siegerfinale mit 0:3 gegen Sabine Schmidtke (Flensburg) verloren. Sie konnte das folgende Gruppenfinale gegen die gleiche Spielerin dann aber 3:2 und 3:0 gewinnen.
Im anschließenden Viertelfinale setzte Nickel dann noch eins drauf und setzte sich im einzigen Duell zweier Gesetzter auch gegen DDV-Nr. 2 Bianka Strauch mit 3:1 durch. Die Jugendliche Benita Göbel (Essen) hatte in ihrem Siegerfinale 3:1 gegen Vorjahressiegerin Marene Csepeli gewonnen und wiederholte diesen Erfolg im Gruppenfinale dann nochmals mit 3:1. In einem total engen Viertelfinale unterlag Benita dann jedoch knapp mit 2:3 gegen Sabrina Spörle.
Die letzten beiden Viertelfinals endeten mit 3:0 für Heike Ernst gegen Iris Baumgartner (Landshut) und 3:2 für Michelle Sossong gegen Monique Leßmeister. DDV-Nr. 1 Heike Ernst setzte sich dann im Halbfinale klar mit 2:1 und 2:0 gegen Michelle Sossong durch, während Sabrina Spörle das 1. Set mit 0:2 an Nicole Männel abgeben mußte, bevor sie die nächsten beiden mit 2:0 und 2:1 zur erneuten Finalteilnahme holte.
Das Endspiel wurde ausgesprochen spannend wenn auch nicht sehr hochklassig. Heike Ernst hatte den besseren Start und gewann Leg 1. Leg 2 ging an Sabrina. Heike holte dann das Set als sich Sabrina gerade Tops gestellt hatte.
Im 2. Set schaffte Sabrina den Setausgleich ohne daß Heike auf Doppel kam. - Auch im 3. Set ging Sabrina in Führung. Die nächsten 3 Legs holte aber allesamt Heike und hatte so die benötigten 2 Legs Vorsprung im 3. Set erreicht. Der Titel ging also an Heike, die einen Average von 19.76 spielte. Sabrina wurde wie im Vorjahr Zweite obwohl ihr Average mit 21.70 höher lag und sie eine 180 sowie ein 129er-Finish spielte.

Heike Ernst gewann das Dameneinzel, Sabrina Spörle wurde wie im Vorjahr Zweite

Kevin setzt Siegesserie auch in Berlin fort
Für das Berliner Jugendeinzel hatten 23 Jungen und 15 Mädchen gemeldet. Erstmals galt hier die neue (erhöhte) Punktewertung, welche die Teilnahme sicher noch interessanter macht. Es wurde bis zum Finale in 2 Doppel-KO-Gruppen gespielt.
In Gruppe 1 spielte sich Jungen Nr. 1 Kevin Münch gewohnt souverän ins Gruppenfinale. Sein Gegner dort war Michael Fey (Bochum), den er bereits im Siegerfinale 3:1 bezwungen hatte. Über ein 2:1 im Loserfinale gegen Alexander Glatthorn (Frankfurt) war Michael zurückgekommen, unterlag aber erneut - diesmal mit 0:3, Kevin stand im Finale.
In Gruppe 2 legte Christopher Goga, der nach dem altersmäßigen Ausscheiden von Steven Krause die neue Nr. 3 der Jungen ist, einen ähnlichen Durchmarsch hin wie Kevin. Im Siegerfinale bezwang er dann auch den an 2 gesetzten Björn-Lars Schnelle mit 3:0 und wartete auf seinen Gruppenfinalgegner, der im Loserfinale ermittelt wurde. Hier setzte sich Björn-Lars mit 2:0 gegen Patric Zöller (Karlsruhe) durch. Gegen Christopher gewann Björn-Lars im Gruppenfinale dann das erste Match mit 3:1, mußte sich aber im zweiten mit 2:3 geschlagen geben.
Es wurde ein beiderseits starkes Jungenfinale - doch am Ende war Kevin auch diesmal nicht beizukommen. Er spielt zur Zeit einfach in einer anderen Liga als alle anderen, was man auch daran sehen kann, daß er die Rangliste mit 49 Punkten Vorsprung anführt.
Kevin siegte mit 2:0 und 2:0 und spielte dabei einen Average von 25.37. Christopher Goga machte im Finale eine gute Figur obwohl er keinen Wurf auf Doppel hatte. Dreimal stand er aber kurz davor und erreichte einen ansehnlichen Average von 21.51.

Kevin Münch gewann in Berlin den Titel der männlichen Jugend vor Jörg Goga

Benita Göbel holt den Mädchentitel
Bei den 15 Mädchen wurde zunächst in 4 Round-Robin Gruppen gespielt, wobei jeweils die ersten beiden weiterkamen. Hier gab es keine Überraschungen, aber es fiel auf, daß mit Jenny Lieverkus, Kerstin Lederbogen und Benita Göbel (Essen) die ersten Drei der Mädchenrangliste alle Gruppenspiele mit 2:0 gewannen - die Favoritinnen waren also klar.
Diese Drei kamen auch in der 2. Gruppenrunde weiter. Komplettiert wurde das Halbfinale von Viola Schreiner aus Bruchköbel. Viola unterlag in ihrem ersten DDV-Halbfinale mit 1:3 gegen Benita Göbel, die am Vortag so eindrucksvoll Fünfte bei den Damen geworden war. Das andere Halbfinale der DDV-Nummern 1 und 2 gewann Jenny Lieverkus mit 3:1 gegen Kerstin Lederbogen.
Das Endspiel war ausgesprochen hochklassig. Jenny Lieverkus gewann Leg 1 bevor Benita Göbel ausgleichen konnte. Im 3. Leg gelang Benita das Break zur 2:1 Führung. Jenny glich mit einem eigenen Break aus, Benita checkte im letzten Leg ihre 50 Rest mit 2 Darts zum 28-Darter und damit zum Titelgewinn! Die Klasseaverages lagen bei 19.66 für Benita und 19.32 für Jenny.

Jenny Lieverkus unterlag im Berliner Mädchenfinale gegen Benita Göbel

Seyler/Welge früh draußen im Doppel
Neben den Jugendeinzeln liefen am Sonntag auch die Deutschen Doppelmeisterschaften. Nicht am Start war Frank Mast, der im Vorjahr zusammen mit Marcus Schulte schon zum 4. Mal den Titel geholt hatte. Top-Favoriten unter den 107 Gespannen waren damit Seyler/Welge (Bremen) und Kröckel/Rice (Bochum). Aber auch einigen anderen Teams wurden gute Chancen zugerechnet.
Gleich in der 1. Runde kam es zu einem absoluten Knaller: Die an 1 gesetzten Seyler/Welge hatten die Mülheimer Tupuschis/Wieggrebe zugelost bekommen und unterlagen prompt mit 2:3. Nach 3 gewonnenen Spielen in der Loserrunde mußten sich Andre und Shorty überraschend den Hamburgern Bleckmann/Schubert geschlagen geben. Auch das Ausscheiden von Vortagssieger Jörg Goga, der mit DDV-Nr. 5 Marcel Schmidt spielte, nach Niederlagen gegen Geselle/Kennel (2:3) und Göhring/Osmakowski (0:2) war nicht erwartet worden.
In den Gruppenfinals überraschte die 0:3 und 2:3 Niederlage von Lemmes/Nett (Bochum/W´tal) gegen die aus der Loserrunde kommenden Huttenheimer Gast/Schuh. Einen guten Lauf hatten auch Jyhan Artut (Hannover) und Christian Bober (Bremen) erwischt. Nach ihrem 3:0 im Gruppenfinale gegen Albert/Puls (Walldorf) gewannen sie im Viertelfinale gegen Olaf Tupuschies und den Vortagszweiten Karsten Wieggrebe mit 2:1, 1:2 und 2:1.
Ebenfalls alle 3 Sets brauchten Kröckel/Rice gegen Goldammer/Kipp (K´lautern) sowie Hawlitzky/Schneider gegen Bervoet/Chwialkowski (Soest). Gast/Schuh hingegen bezwangen hier Greiter/Mieslinger in nur 2 Sets 2:0 und 2:1.
Erst im Halbfinale kam dann das Aus für Gast und Schuh, die ihr starkes Turnier hier mit 0:2 und 1:2 gegen Artut/Bober beenden mußten. Im anderen Halbfinale siegten Kröckel/Rice mit 2:0, 1:2 und 2:0 gegen Hawlitz-ky/Schneider
Bis auf das allererste Leg wurde es ein absolut hochklassiges Finale, in dem Kröckel/Rice Set 1 mit 2:0 gewannen. Artut/Bober spielten dabei einen 14-Darter. Set 2 ging dann mit 2:0 an die Norddeutschen.
Im 3. Set waren dann wieder Kröckel/Rice dran und holten es mit 2:1. Wieder konnten Artut/Bober kontern: Diesmal gewannen sie mit 2:1.
Das letzte Set mußte entscheiden. Kröckel/Rice gingen 1:0 in Führung, welche von Artut/Bober sofort ausgeglichen wurde. Im allerletzten Leg kamen Artut/Bober dann irgendwie nicht auf Punkte und Kröckel/Rice spielten einen 17-Darter zum Meistertitel als ihre Gegner noch auf 157 Rest standen. - Die Averages waren stark, wobei die Sieger Kröckel/Rice mit 25.87 deutlich niedriger lagen als die Vizemeister Artut/Bober mit 27.17.

Deutsche Meister im Herrendoppel wurden Colin Rice und Andreas Kröckel

Csepeli/Strauch siegen im Damendoppel
Ganz klar favorisiert im Damendoppel waren die Kombinationen Ernst/Leipold und Csepeli/ Strauch. Bereits 8 Mal haben Heike Ernst und Bianka Strauch zusammen die Deutsche Doppelmeisterschaft gewonnen, diesmal gingen sie getrennt an den Start.
Mit Andrea Leipold ist Heike Ernst auch schon einmal Doppelmeisterin geworden, und das war vor ziemlich genau 10 Jahren. In der Gruppe gab es u.a. zwei doch recht knappe 3:2 Siege für die beiden gegen Kruse/Ritze und Kempter/Siemering. Im Gruppenfinale angekommen bezwang man dann Beushausen/Wilke mit 3:1 und stand im Halbfinale.
In Gruppe 2 gaben Michelle Sossong (Bochum) und Sonja Haller (Vilsbiburg) bis ins Gruppenfinale kein einziges Leg ab und gewannen dieses dann 3:1 gegen die Berlinerinnen Hatzl/Höppner. In Gruppe 3 gelang den Westdeutschen Bliß/Schumann ein 3:2 gegen die starke Bremer Kombination aus Nicole Hartmann und Gabi Janßen. Doch im Gewinnerfinale mußte man sich dann Csepeli/Strauch mit 0:3 beugen, und verlor danach auch noch das Loserfinale gegen Hartmann/Jansen mit 0:2. Letztere gewannen im Gruppenfinale zwar das erste Match mit 3:1, am Ende setzten sich aber Csepeli/Strauch mit einem 3:0 im 2. Match ins Halbfinale durch.
In der letzten Gruppe traf das West-Gespann Papendick/Tischer nach dem Gewinnerfinale auch im Gruppenfinale wieder auf das Süd-Team Männel/Spörle. Beide Matches gingen mit jeweils 3:0 an Männel/Spörle, die damit das Halbfinale komplettierten.
Gegen Csepeli/Strauch funktionierte es für Männel/Spörle, die bis dahin kein einziges Lerg abgegeben hatten, dann nicht mehr so gut. Man unterlag mit 0:2 und 1:2. Im anderen Halbfinale gaben Ernst/Leipold den 1. Set mit 1:2 an Sossong/Haller ab, konnten die nächsten bei-den aber mit jeweils 2:1 gewinnen. So kam es zum von vielen sicher erwarteten Favoritenfinale.
Im Finale gewannen Csepeli/Strauch den ersten Set mit 2:0, Ernst/Leipold den zweiten mit dem gleichen Ergebnis. Csepeli/Strauch gingen im dritten Set 1:0 in Führung. Mit der Doppel-12 checkten die Zwei dann auch das 2. Leg zum 22-Darter als Ernst/Leipold auf 60 Rest standen. Die Averages der neuen Doppelmeisterinnen Csepeli/Strauch lagen bei 22.20, Ernst/Leipold erreichten 21.70 Punkte pro Dart. Marene, Heike und Andrea warfen im Endspiel je eine 180.

Marene Csepeli und Bianka Strauch wurden Meisterinnen im Damendoppel

Beide Over-40-Titel wurden verteidigt
Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften durften am Sonntag alle Spieler/innen teilnehmen, die über 40 Jahre alt waren. Bei den Herren gewann Johan Honner (Hannover) das Endspiel gegen Colin Rice (Bochum) und verteidigte so seinen Titel. Platz 3 belegten Jörg Goga (Berlin), Vierter wurde Michael Nett (Wuppertal).
Auch bei den Damen gelang eine erfolgreiche Titelverteidigung als Heike Ernst (Bochum) das Finale gegen Anne Willkomm (Berlin) für sich entschied. Die dritten Plätze belegten Claudia Papendick (Köln) und Heike Siemering (Nienburg).
Damit ging ein schöner Saisonauftakt in Berlin zu Ende, wo man sich wieder einmal richtig wohl fühlen konnte. Die ddz bedankt sich beim gesamten Organisationsteam für die vorbildliche Unterstützung beim Zusammentragen der Ergebnisse und Daten für die Erstellung dieses Berichtes.

Deutsche Seniorenmeister wurden die Over-40es Johan Honner und Heike Ernst

(Bericht von Volker Hatlauf - Fotos: V. Hatlauf und N. Wilke)

18./19. Juni 2005 German Masters in Erlensee:

Andree Welge und Marene Csepeli holen die Einzeltitel bei der German Masters 2005

Bereits zum 18. Mal fand am 18./19. Juni 2005 zum Abschluss der DDV-Turnierserie die bei Spielern wie Funktionären gleichermaßen beliebte German Masters statt. Hier kämpften am Samstag die Herren-Achterteams und Damen-Viererteams aus den Landesverbänden um den Titel und zudem um die gemeinsame Punktwertung zur Erringung des Länderpokals. Wie im Vorjahr gewann Nordrhein-Westfalen (1) das Herrenteam, im Finale bezwang man die eigene 2. Mannschaft. Bei den Damenteams siegte erneut Bayern (1), Endspielgegner war Bremen (1). Den Länderpokal holte wie im Vorjahr Nordrhein-Westfalen vor Bremen und Bayern. - Am Sonntag liefen dann die Einzelwettbewerbe. Bei den Herren gewann Andree Welge zum 2. Mal das Masters-Einzel, als er sich in einem starken Finale gegen Colin Rice durchsetzte. Den Damentitel holte erstmals Marene Csepeli mit einem Endspielsieg gegen Nicole Männel. Bei der männlichen Jugend ging Kevin Münch siegreich aus seinem Finale gegen Steven Krause hervor. Jenny Lieverkus sicherte sich bei den Mädchen den Titel vor Kerstin Lederbogen.

Nach dem Gewinn des Länderpokals ließ sich die gesamte NWDV-Delegation auf der Bühne feiern

Überraschende Auftakt-Ergebnisse im Herrenteam
Wie eigentlich in jedem Jahr lag auch diesmal strahlender Sonnenschein über der Erlenhalle, in der ab 10.00 Uhr morgens 30 Herren- und 27 Damenteams die Pfeile fliegen ließen. Bei den Herren gab es gleich zu Turnierbeginn geradezu sensationelle Ergebnisse! Sofort in Runde 1 hatte das Los den Titelverteidiger NWDV (1) und den Sieger der Jahre 2000 und 2003 Hessen (1) aufeinander geführt. Das Match ging sensationell klar mit 7-0 für NWDV (1) aus, wobei die Hessen sogar insgesamt nur fünf Legs holten ... und das mit der Besetzung Buskohl, Bügler, Ergin, Frommann, Koronaios, Markusa, Noll und Schüle! Besser begann es für die Zweite aus Hessen, die fast ausschließlich aus Spielern von DIG Neu-Isenburg bestand. Man gewann in Runde 1 mit 7-4 gegen Bayern (2). Niedersachsen (1) war trotz hochkarätiger Besetzung (u.a. Langendorf, Sauzier, Artut, Honner und Vogt) mit 3-7 gegen NWDV (2) ausgeschieden. Hamburg (1) lag bereits mit 0-3 gegen NWDV (5) zurück, konnte aber noch zum 6-6 ausgleichen und dann das Teamgame mit 2:0 gewinnen. Gleich zweimal kam es in Runde 1 kurioserweise zum Aufeinandertreffen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Zunächst setzte sich BWDV (1) mit 7-3 gegen RPDV (1) durch, das schon 3-1 geführt hatte. Das Spiel der beiden 2. Mannschaften dieser Verbände entschied dann der RPDV mit 7-3 für sich. Auch in Runde 2 gab es ein Teamgame, wobei NWDV (4) schon 6-3 gegen Bayern (3) geführt hatte, bevor die Bajuwaren dann doch noch zum 6-6 ausglichen. Das Teamgame konnte dann aber doch NWDV (4) zum 7-6 gewinnen. - Ebenfalls knapp war es zwischen Schleswig-Holstein (1) und Bremen (2). Den entscheidenden Punkt zum 7-5 machten Andre Kennel und Oliver Iwesen mit einem 3:0 gegen die Bremer Dennis Bührmann und Ingo Köster. Die anderen 6 Matches des Achtelfinales gingen recht klar aus. Eine Riesenüberraschung war dabei der 7-0 Whitewash von NWDV (2) gegen Hessen (2). Mit einem solch klaren Ergebnis hatte wohl niemand gerechnet.

Team 2 des NWDV erreichte das Finale im Herrenteam gegen die eigene 1. Mannschaft

Nach 15 Jahren wieder zwei NWDV-Herrenteams im Finale
Die Viertelfinals verliefen dann recht eindeutig, keines der Matches stand bis zum Ende auf Messers Schneide. NWDV (1) setzte sich nach zwischenzeitlichem 2-2 mit 7-2 gegen SHDV (1) durch. Ebenfalls mit 7-2 siegte BWDV (1), das schnell mit 5-0 in Führung ging, gegen NWDV (4). Trotz des klaren Ergebnisses von 7-3 war das Match zwischen NWDV (2) und Hamburg (1) recht umkämpft, der Erfolg aber am Ende sicher verdient. Berlin (1) komplettierte dann nach einem 7-4 gegen Mitfavorit Bremen (1) das anstehende Halbfinale. In diesem Halbfinale gab es ein sensationelles 7-1 von NWDV (2) gegen DVBB (1), das eigentlich Favorit in diesem Match gewesen war. Einzig Simon Hughes mußte sich mit 1:3 gegen den in Bombenform befindlichen Christian Werner geschlagen geben. - Das Parallelmatch zwischen NWDV (1) und BWDV (1) war bis zum 3-3 offen, dann jedoch zogen die NWDVler auf 7-4 weg und standen im Finale gegen die eigene 2. Mannschaft! Daß zwei Teams aus dem gleichen Landesverband im Endspiel aufeinandertreffen hat es im Herrenteam erst ein einziges Mal gegeben, und das war im Jahr 1990, als NWDV (3) gegen NWDV (1) gewinnen konnte. Nach dem tollen Lauf im Halbfinale gegen Berlin (1) war bei NWDV (2) im Endspiel Sand im Getriebe. Nur Karsten Wieggrebe konnte mit seinem 3:0 gegen Marcel Schmidt im dritten Einzel einen Punkt für die Zweite machen. NWDV (1) gewann am Ende völlig ungefährdet mit 7-1 und mußte nicht einmal in die Doppel gehen. Das schmälert natürlich nicht den Erfolg von NWDV (2), bei dem Karsten Wieggrebe mit 28.36 und Michael Leithaus-Diepenseifen mit 27.98 die klar besten Averages spielten. Bei der Ersten hatte Stephan Schneider mit ebenfalls 28.36 Punkten pro Dart den höchsten Punktedurchschnitt vor Colin Rice mit 27.83.

Nordrhein-Westfalen 1 gewann das Achterteam nach souveränem Turnierverlauf

Frühe Runden brachten im Damenteam kaum Überraschungen
Waren bei den Herren 30 Achterteams an den Start gegangen, so waren es bei den Damen nur 27 Viererteams. Die starken Rheinländ-Pfälzerinnen (Monique Leßmeister, Sonja Müller, Stefanie Ohliger und Vanessa Schehrer) mussten sich mit 2-4 gegen Bremen (2) geschlagen geben, da man beide Doppel verlor. Teamgames gab es in dieser Runde überhaupt nicht. In Runde 2 gab es dann gleich 2 Matches, die erst im Teamgame entschieden wurden. Zwischen Niedersachsen (1) und Hamburg (1) war es sehr eng. Hamburgs Claudia zum Felde hatte im letzten Einzel ein bemerkenswertes 3:0 gegen Andrea Beushausen zum 2-2 hingelegt und nach den Doppeln stand es 3-3. Im Gegensatz zu den Herren läuft das Teamgame bei den Damen nur über ein Leg - und das gewannen die Hamburgerinnen und standen im Viertelfinale. Bremen (1) lag nach den Einzeln 3-1 gegen NWDV (4) vorn. Man verlor dann aber beide Doppel und mußte doch noch ins Teamgame. Das gewann man dann aber und blieb damit im Wettbewerb - noch lange, wie sich später zeigen sollte. Noch ein weiteres Achtelfinale hat es verdient besonders hervorgehoben zu werden. BWDV (1) hatte eigentlich ein richtig starkes Team beieinander, konnte gegen NWDV (3) beim 0-4 jedoch nur 3 Legs gewinnen. Am klarsten gewann NWDV (1) im Viertelfinale mit 4-1 gegen Bremen (2). Man schien auf Schiene, obwohl man ohne DDV-Nr. 1 Heike Ernst antreten musste. Am knappsten war es zwischen Hessen (1) und Berlin (1). In einer völlig ausgeglichenen Partie stand es am Ende 3-3. Die Hessinnen gewannen das Teamleg und zogen ins Halbfinale ein. Mit 4-2 setzte sich Bremens Erste gegen Hamburg (1) durch, wobei man schnell mit 3-0 in Führung gegangen war. Vorjahressieger Bayern (1) komplettierte mit einem 4-2 gegen NWDV (3) das Halbfinale, wobei Anke Kirchermeier und Sonja Haller den Siegpunkt mit 3:2 gegen Claudia Papendick und Lisa Weber machten.

Bremen 1 erreichte mit einer starken Vorstellung das Viererteamfinale

Bayern (1) im Damenteam vor starken Bremerinnen
Im Halbfinale standen damit 4 der 5 Top-Favoritenteams (nur Berlin fehlte dabei). Da mußte es natürlich eng werden. Bayern (1) geriet zwar nach dem 3:2 der Jugendlichen Benita Göbel (Benita gewann alle Einzel in ihrem Team!) gegen Iris Baumgartner mit 0-1 in Rückstand, hatte sich aber bis nach den Einzeln eine 3-1 Führung herausgespielt. Den entscheidenden Punkt zum 4-2 machten Haller/Kirchermeier für die Bayerinnen mit 3:1 gegen Kröckel/Niederau. Im 2. Halbfinale brachte Sandra Fiedler Bremen (1) mit einem 3:1 gegen Bianka Strauch in Führung. Nach den Einzeln stand es 3-1 für Bremen. Bianca Ehlen und Nicole Hartmann stellten dann mit einem 3:1 gegen Bianka Strauch und Nadine Nickel den 4-2 Sieg der Bremerinnen sicher. Im Finale war Titelverteidiger Bayern (1) leichter Favorit gegen Bremen (1). Nachdem Iris Baumgartner mit einem 3:0 gegen Bianca Ehlen gewonnen hatte, erhöhte Anke Kirchermeier mit einem 3:2 gegen Sandra Fiedler auf 2-0 für Bayern, wobei sie mit 18.71 den höchsten Average des gesamten Endspiels hinlegte. Sandra erreichte mit 17.93 den zweithöchsten - aber was hilft´s? Sonja Haller unterlag dann mit 2:3 gegen Nicole Hartmann, womit Bremen auf 1-2 herankam, aber Andrea Leipolds 3:1 gegen Gabi Janßen stellte den alten Abstand wieder her. Zwar verlor Bayern dann das erste Doppel, konnte sich aber mit dem zweiten den 4-2 Sieg zum erneuten Titelgewinn sichern. Klar, daß der NWDV erneut die Gesamtwertung um den Länderpokal gewann, zwei Teams im Herrenfinale sowie Platz 3 und 5 bei den Damen brachten einen großen Punktvorsprung! Die Bremerinnen hatten immerhin den Trost mit der Finalteilnahme auch den 2. Platz im Länderpokal gesichert zu haben, nur 2 Punkte zurück wurde Bayern Dritter. Dann klaffte schon eine große Punktlücke zu den viertplazierten Berlinern.

Bayern 1 verteidigte seinen im Vorjahr gewonnenen Viererteamtitel erfolgreich

Zehn Gesetzte schieden schon in den ersten 3 Runden raus
Morgens um 10:00 Uhr begannen dann am Sonntag die Einzelwettbewerbe. Im Gegensatz zu den normalen DDV-Ranglistenturnieren spielen die Herren im Einzel nicht best-of-5 sondern von der 1. Runde an best-of-3-sets-of-3-legs - wie sonst erst ab dem Viertelfinale. Außerdem gibt es keine zweite Chance, denn anstatt des Doppel-KO-Systems spielt man hier einfach-KO. Bereits in den ersten 3 Runden schieden mit 10 von 16 Cracks mehr als die Hälfte aller Gesetzten aus! Dabei erwischte es gleich in Runde 1 den in der Bundesliga über 2 Spielzeiten erfolgreichsten Spieler Jörg Goga. Er unterlag recht überraschend gegen den aus Hessen kommenden Ali Ergin. Auch für Frank Mast endete das Auftaktspiel gegen Jugend-Nr. 1 Kevin Münch mit einer Niederlage. Damit war der Sieger des Jahres 1996 ausgeschieden. Carsten Hoffmann schließlich war als einziger der Top-16 nicht angereist. In Runde 2 erregte besonders die Niederlage von Marcel Celli Schmidt gegen Uwe Bügler (Neu-Isenburg) Aufmerksamkeit. Aber auch Michael Mieslinger mußte seine starke Saison mit einer Zweitrundenniederlage gegen Ex-Jugend-Nr. 1 Gordon Kalke (Mülheim) abschließen. Auch der an 16 gesetzte Haci Halim Senses mußte das RLT in Runde 2 nach einer Niederlage gegen den starken Ingo Mauderer (Neunkirchen) beenden. In Runde 3 war auch die Zeit für den Vorjahressieger Jyhan Artut gekommen sich von seinem Titel zu verabschieden. Nach 2:1 gewonnenem 1. Durchgang mußte er die beiden nächsten jeweils 1:2 an Bayerns Ex-Nationalspieler Harry Barth abgeben und war draußen. Auch Markus Schulte mußte sich in Runde 3 im hochkarätigen Südgipfel gegen den für Neu-Isenburg spielenden Alexander Köhler geschlagen geben. Der zuletzt so konstant erfolgreiche Andreas Kröckel schied in Runde 3 nach 3 Sets gegen Michael Gutting (Huttenheim) aus. Vilsbiburgs Werner Greiter schließlich verpaßte die Runde 4 mit einem 0:2 und 1:2 gegen den hessischen Spitzenspieler Mario Masurka aus Gießen. Unter den letzten 32 gab es dann erst einmal keine großen Überraschungen. Auch die Niederlage von Michael Lemmes als einzigem Gesetzten mit zweimal 0:2 gegen Olaf Tupuschis ist angesichts Olafs Klasse im Rahmen. Angesichts nur noch 5 verbliebener Gesetzter gab es im anschließenden Achtelfinale kein direktes Setznummernduell. Hatte DDV-Nr. 1 Thomas Seyler bereits zwei Runden zuvor gegen Thomas Koronaios (Bruchköbel) auf der Kippe gestanden, so stand es auch im Achtelfinale gegen Ingo Mauderer im 3. Set 1:1. Aber wieder war es Tomas, der seine Nervenstärke bewies und auch diese Partie mit 2:0, 0:2 und 2:1 nach Hause brachte.

Platz 3 belegten im Einzel u.a. Maik Langendorf bei den Herren und Andrea Beushausen bei den Damen

Andree Welge spielte sich mit viel Ausdauer zum Titel
Im Viertelfinale waren die Paarungen gut gemischt, denn es traf fast immer ein gesetzter Spieler auf einen ungesetzten. Nur DDV-Nr. 1 Shorty Seyler hatte es im direkten Vergleich mit dem an 8 gesetzten Stephan Schneider zu tun. Shorty konnte dieses Klassematch mit 2:1 und 2:0 gegen Stephan gewinnen. Auch sein Bremer Doppelpartner Andree Welge zeigte sich an diesem Tage sehr konzentriert und ließ sich nach dem mit 0:2 an Alex Köhler abgegebenem 2. Set nicht aus der Ruhe bringen. Mit 2:1, 0:2 und 2:1 spielte er sich ins Halbfinale. Mit Colin Rice schaffte dies auch ein dritter Spieler aus den Top-4 der DDV-Rangliste, er setzte sich gegen Harry Barth durch. Im letzten Viertelfinale kam es dann zum Norddeutschen Duell zwischen Andreas zum Felde und Maik Langendorf. Andy gewann Set 1 mit 2:1, doch dann setzte sich doch Maik mit jeweils 2:0 in den Sets 2 und 3 durch. Im Halbfinale gegen Colin Rice konnte Shorty Seyler, der nach 0:2 in Set 1 den 2. Durchgang 2:1 gewonnen hatte, das Match diesmal nicht mehr umdrehen. Colin sicherte sich Set 3 mit 2:0 und stand damit in seinem zweiten Einzelfinale bei der German Masters. Sein Gegner dort wurde in der Partie zwischen Andree Welge und Maik Langendorf ermittelt. Wie schon in den beiden Matches zuvor mußte Andree auch hier wieder über alle 3 Sets gehen - den ersten gab er dabei mit 0:2 an Maik ab. Doch ein 2:0 und 2:1 brachten Andree dann doch ins Endspiel der Masters 2005. Es wurde ein recht gutes Herrenfinale, das Hessens Martin Bächler da auf der Bühne callte. Andree Welge gewann das 1. Leg in 13 Darts, Colin Rice das zweite in 20 Pfeilen. Andree sicherte sich dann das Set mit einem 14-Darter. Auch in Set 2 ging Andree in Führung, diesmal in 17 Darts. Doch mit anschließenden 20 und 17 Darts sicherte sich Colin den Setausgleich. Mit 23 Darts ging Colin dann in Set 3 in Führung, doch das Set holte sich Andree mit anschließenden 20 und 17 Pfeilen. Im 4. Set hatte Andree bei 2-1 Setführung dann allerdings noch keinen Matchdart, denn er stand jeweils auf 60 Restpunkten als Colin zweimal in 17 Darts zumachte. Der letzte Set mußte entscheiden. Ein 14-Darter brachte Colin in Führung, doch Andree glich mit einem 17-Darter aus bevor der Engländer auf Doppel kam. Im 3. Leg vergab Colin einige Darts zur 2:1 Führung, so daß diese mit einem 20-Darter an Andree fiel. Doch das reichte noch nicht, denn der letzte Set muß mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Doch das schaffte Andree dann gleich im 4. Leg, das er in 17 Darts zum 2. Titelgewinn checken konnte. Die Averages lagen bei 27.84 für Andree Welge und bei 26.68 für Colin Rice.

Colin Rice belegte im Herreneinzel Platz 2 hinter dem neuen Champion Andree Welge

Marene Csepeli gewinnt nach dem Saisonauftakt auch den Abschluß
Auch bei den Damen kam es zum großen Favoritensterben, wobei es gleich in Runde 1 hoch herging. Vorjahressiegerin Nermin Wilke aus Hannover mußte sich gleich in ihrem Auftaktspiel gegen Monika Stephan (Oberursel) geschlagen geben. Aber auch drei gesetzte Spielerinnen fielen sofort aus dem Turnier. DDV-Nr. 3 Andrea Leipold hatte mit Nicole Männel die Nr. 10 zugelost bekommen und mußte sich gegen die starke Hessin geschlagen geben. Auch Neu-Nationalspielerin Sabrina Spörle schied hier überraschend gegen Ivonka Haase aus Bremen aus. Beatrix Kröckel schließlich unterlag gegen Ex-Nationalspielerin Marion Diehn. In Runde 2 ging das Favoritinnensterben dann weiter. Schon in Vilsbiburg wußte Christina Oelke (Bochum) die Top-Ladies mächtig zu fordern und gewann nun in Erlensee auch noch gegen Sandra Fiedler. Sehr schwer hatte es Michelle Sossong, die gleich in Runde 2 auf die Masterssiegerin vom Jahr 2000 traf. Sie unterlag gegen Anke Kirchermeier aus München. Schon in Vilsbiburg hatte Andrea Beushausen gegen DDV-Nr. 2 Bianka Strauch gewonnen, dann aber im Doppel-KO später doch noch gegen Bika verloren. Diesmal siegte Andrea erneut - und das 3:2 war bei einfach-KO von Bianka auch nicht mehr auszubügeln. Von den acht gesetzten Spielerinnen erreichten also lediglich zwei das Achtelfinale der letzten 16. Die eine war DDV-Nr. 1 Heike Ernst, und die gewann hier mit 3:0 gegen Claudia Papendick (Köln). Die andere war Marene Csepeli, die an 4 gesetzt war und gleich zu Saisonbeginn ihr Heimturnier in Berlin gewonnen hatte. Marene setzte sich mit 3:1 gegen Bettina Jung aus Büdingen durch. Weitere Überraschungen gab es in dieser Runde nicht. Heike Ernst hatte bis dahin ein 3:0 nach dem anderen hingelegt und gewann auch hier zu Null gegen Stefanie Ohliger (Kaiserslautern). Wie an der Schnur gezogen fanden die Darts von Marene Csepeli den Weg ins Board. Auch gegen Bayerns Anke Kirchermeier setzte sich Marene mit 3:1 durch. Andrea Beushausen schaffte mit einem 3:1 gegen Anne Höppner (Berlin) den Sprung ins Halbfinale. Nico-le Männel komplettierte mit einem 3:0 gegen die Vorjahresfinalistin Silke Surdakowski (Wuppertal) die letzten Vier. Hier unterlag Andrea Beushausen dann allerdings mit 1:2 und 0:2 gegen Nicole Männel, hatte aber mit Platz 3 eine ausgezeichnete Platzierung erreicht. Im anderen Halbfinale trafen die beiden im Turnier verbliebenen gesetzten Spielerinnen aufeinander. Es wurde eine absolute Klassepartie, in der sich Marene Csepeli den ersten Set mit 2:0 sichern konnte. Doch Heike Ernst kam zurück und holte sich Set 2 dann ihrerseits mit 2:0 - doch Marene war esdann . die mit einem anschließenden 2:1 ins Finale einzog. Auf der Bühne wurde dann nicht mehr ganz so stark gespielt wie zuvor auf ebener Erde. Nicole Männel gewann Leg 1 in 25 Darts und Marene Csepeli glich in 19 Pfeilen aus. Es war dann Nicole, die den 23-Darter zum Gewinn des 1. Sets spielte. Danach allerdings kam Nicole nur noch ein einziges Mal auf Doppel und Marene gewann die nächsten 4 Sets in 31, 26, 23 und 23 Darts zum 1:2, 2:0 und 2:0 Titelgewinn. Die Averages des Finales lagen bei 20.72 für Marene und bei 17.67 für Nicole. Zwei bemerkenswerte Dinge hatte Marene damit geschafft: Zum einen hatte sie sowohl den Saisonauftakt in Berlin als auch den Saisonabschluß in Erlensee gewonnen. Zum anderen erspielte sie sich im letzten Moment noch Platz 3 der DDV-Rangliste, der zur Teilnahme an der Winmau World Masters Ende Oktober in Bridlington berechtigt.

Nicole Männel holte im Dameneinzel den Vizetitel hinter Marene Csepeli

Kevin Münch spielte ein wahnsinnig gutes Finale
Bei den Jugendlichen wurde ebenfalls einfach-KO gespielt, womit ein zügiger Turnierablauf vorprogrammiert war. Bei der Masters ist das Feld der männlichen Jugendlichen auf 32 Teilnehmer begrenzt - und die brannten auf ihren Einsatz. Gleich in Runde 1 unterlag der an 3 gesetzte Benjamin Grolewsky aus Berlin 1:3 gegen Jan Holthaus (Bruchköbel). Die anderen 3 Gesetzten erreichten allesamt das Viertelfinale, wo dann der Berliner Christopher Goga überraschend hoch mit 0:3 gegen Iman Askarsadeh (Ginnheim) verlor. Vorjahressieger Steven Krause setzte sich im Viertelfinale mit 3:1 gegen den Bremer Björn-Lars Schnelle durch und Jungen-Nr. 1 Kevin Münch siegte 3:0 gegen den Frankfurter Alexander Glatthorn. Erstmals schaffte der Bochumer Michael Fey mit einem 3:1 gegen Christian Bayer (Worms) den Einzug in ein DDV-Halbfinale. Hier mußte sich Michael dann allerdings mit 1:2 und 0:2 gegen Titelverteidiger Steven Krause geschlagen geben. Kevin Münch siegte im Parallelspiel mit zwei Mal 2:0 gegen Iman Askarsadeh. Es folgte ein atemberaubendes Finale! Kevin Münch gewann Set 1 in 16 und 19 Darts und ging in Set 2 mit einem 16-Darter in Führung. Es folgte ein 12-Darter zum Match! Steven Krause hätte mit seinem 24.82er-Average sicher die meisten normalen Jugendfinals gewonnen. Kevin spielte mit 31.81 sogar einen deutlich höheren Average als Herrensieger Andree Welge!

Vorjahressieger Steven Krause belegte diesmal Platz 2 hinter Kevin Münch

Jenny und Kerstin im Mädchenfinale Spitzenklasse
Bei den 16 Mädchen brachte die 1. Runde keine Überraschungen. In Runde 2, die zugleich Viertelfinale war, setzte sich Benita Göbel (Essen) mit 3:1 gegen Vilsbiburg-Siegerin Monique Leßmeister durch. Die an 2 gesetzte Jenny Lieverkus gewann hier den Vergleich gegen Mädchen-Nr. 3 Vanessa Schehrer (Kaiserslautern). Mädchen-Nr. 1 Kerstin Lederbogen setzte sich dann im Halbfinale knapp mit 3:2 gegen Benita Göbel durch und Jenny Lieverkus gewann 3:0 gegen Kerstins kleine Schwester Britta Lederbogen. Das Finale stand unter hochdramatischem Vorzeichen. Die Nummern 1 und 2 der Mädchenrangliste waren nur durch einen einzigen Punkt getrennt, was bedeutete, daß die Siegerin sich für den World-Cup in Australien qualifizieren würde! Auch bei den Mädchen wurde es ein Klassefinale, in dem Kerstin Lederbogen Leg 1 in 23 Darts gewann. Jenny Lieverkus glich mit einem 22-Darter aus und sicherte sich dann mit einem weiteren 23-Darter das 1. Set. Mit 26 Pfeilen ging dann Jenny im 2. Set in Führung. Diesmal glich Kerstin mit einem 25-Darter aus. Als sie dann im 3. Leg auf Tops Rest stand, machte Jenny mit einem 66er-Finish zum Match dicht. Das Finale war spannend bis zur letzten Sekunde gewesen und mit Averages von 20.52 für Jenny und 20.14 für Kerstin eines der besten im Mädchenbereich überhaupt bislang (insgesamt gesehen sogar besser als das Damenfinale!). Um einen einzigen Punkt hatte Jenny damit Kerstin in der Rangliste überholt und sich damit das Ticket nach Australien erspielt. Kerstin hat den Trost durch Jennys Sieg beim Gold-Cup mit zur World-Masters zu fahren. - Es war mal wieder schöner Saisonabschluß in Erlensee - freuen wir uns schon auf die nächste Saison!

Kerstin Lederbogen unterlag im Mädchenfinale nur ganz knapp gegen Jenny Lieverkus

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

21./22. Mai DDV-Ranglistenturnier in Vilsbiburg:

Seyler und Ernst gewinnen gelungene Premiere beim DDV-RLT in Vilsbiburg     

Zehn Jahre ist es her, da fand zum letzten Mal ein DDV-Ranglistenturnier in Bayern statt. Nun war es endlich wieder so weit: Vilsbiburg lud zum vorletzten DDV-RLT der Saison in die heimische Stadthalle ein! Zwar war die Teilnehmerzahl noch nicht ganz so groß wie erhofft, das tat den Leistungen aber keinen Abbruch. Bei Herren wie Damen setzten sich im Einzel die Ranglistenführenden durch. Tomas Seyler siegte vor Thomas Kreutzer und Heike Ernst gewann vor Bianka Strauch. Die Jugendtitel holten Daniel Woldrich vor Muharrem Kutlu und Monique Leßmeister vor Kerstin Lederbogen. In den Doppelfinals setzten sich bei den Herren Block/Honner gegen Kröckel/Rice durch und bei den Damen siegten Haller/Kirchermeier gegen Ernst/Strauch. Das Begrüßungs-Mixed hatten bereits am Freitagabend Männel/Tupuschis vor Ehlen/Welge gewonnen.

Mit Heike Ernst und Tomas Seyler gewannen die Ranglistenführenden die Einzel

Männel/Tupuschis beim Warm-Up-Mixed vorn
Bereits am Freitagabend hatten die angereisten Teilnehmer die Möglichkeit sich beim Warm-Up-Turnier in der Vilsbiburger Stadthalle zu akklimatisieren. Die wunderschöne Halle bot ein großzügiges Raumangebot und zudem jede Menge Sitzplätze. Hier musste man sich einfach wohl fühlen. Gespielt wurde Mixed-Doppel und es gingen 51 gemischte Paare an den Start.
Überraschend klar gewannen im Achtelfinale Nicole Männel (Flörsheim) und Olaf Tupuschis (Mülheim) mit 3:0 gegen die Berliner Anne Willkomm und Jörg Goga. Beinahe sensationell setzten sich hier Michelle Münch (Bochum) und Mario Giorni (Mülheim) ohne Legverlust gegen die Mitfavoriten Sandra Fiedler und Tomas Seyler aus Bremen durch.
Unter den letzten 8 mussten sich Michelle und Mario dann aber selbst zu Null gegen Bayerns Melanie Ritter und Werner Greiter geschlagen geben. In diesem Viertelfinale setzten sich fast durchweg die Favoriten durch, wenn man einmal vom 3:2 Erfolg von Männel/Tupuschis im Gipfeltreffen gegen die Bochumer Trixi Kröckel und Colin Rice absieht.
Beide Halbfinals standen nach 4 Legs 2:2. Im ersten Match konnten sich Männel/Tupuschis dann genauso mit 3:2 gegen Strauch/Wieggrebe durchsetzen wie Bianca Ehlen und Andree Welge aus Bremen die Nase gegen Ritter/Greiter vorn hatten.
Das Finale wurde best-of-7 gespielt und am Ende waren es Männel/Tupuschis, die sich den Sieg mit 4:3 gegen Ehlen/Welge sicherten. Für das entscheidende Leg hatten Nicole und Olaf stolze 45 Darts benötigt.

Hier ein kleiner Ausschnitt der Turnierhalle des schönen Vilsbiburger Spielorts

Einige der Top-Spieler fehlten in Vilsbiburg
Am Samstagmorgen gingen 170 Herren im Einzel an den Start. Zwar hatten von den Top-16 der DDV-Rangliste mit Jyhan Artut und Maik Langendorf nur zwei nicht gemeldet. Doch hatten dann auch die eingeschriebenen Frank Mast, Carsten Hoffmann und Michael Nett die Reise nach Vilsbiburg nicht angetreten.
In den 16 Doppel-KO-Gruppen gab es zunächst nur wenige Überraschungen. Allerdings verlor DDV-Nr. 3 Colin Rice später sein Siegerhalbfinale. Diesem 2:3 gegen den Recklinghäuser Christian Block folgte mit einem 1:2 im Loserfinale gegen Marko Pesko (Hersbruck) das endgültige Aus.
In den 16 Gruppenfinals trafen jeweils die Gewinner aus Sieger- und Loserrunde aufeinander, wobei letztere gleich zweimal gewinnen mußten um das Achtelfinale zu erreichen. Hier meldete sich Fast-Nationalspieler Johann Honner eindrucksvoll zurück, als er, aus der Loserrunde kommend 3:0 und 3:2 gegen DDV-Nr.9 Micha Lemmes gewann.
Obwohl in 7 von 16 Begegnungen der Loserrundenspieler eine zweite Partie erzwang spielte sich von diesen neben Johann Honner (Hannover), nur Thomas Kreutzer (Bochum) mit 3:2 und 3:0 gegen Thomas Eisgruber (Erlangen) ins Achtelfinale. Bemerkenswert war auch der Sieg von Swen Rausch (Goßmannsdorf), der zwar Spiel 1 mit 2:3 an die DDV-Nr. 5 Marcus Schulte abgab, das 2. Match aber 3:2 gewann und damit im Achtelfinale stand.
Hier zog der durchgestylte Swen dann mit einem 3:2 gegen Neu-Nationalspieler Jörg Goga sogar ins Viertelfinale ein! Weitere Überraschungen hatte das Achtelfinale nicht wirklich zu bieten - auch wenn Kirchheim-Finalisten Marcel Schmidt gegen Marko Puls zu spät am Board war und gestrichen wurde.

Platz 3 im Herreneinzel belegten Chris Kotal und Andreas Kröckel

Zweimal T(h)omas im Finale des Herreneinzels
Und dann war da noch Andy Kröckel, der zur Zeit ja ein bemerkenswertes Comeback feiert. Im Achtelfinale gegen Michael Mieslinger siegte er 3:0. Auch das abgegebene 1. Set im anschließenden Viertelfinale gegen Swen Rausch brachte Andy nicht vom Kurs ab. Er holte die nächsten beiden und stand damit zum 3. Mal in Folge im Halbfinale.
DDV-Nr. 1 Tomas Seyler gewann das Viertelfinalduell der Gesetzten mit zweimal 2:1 gegen den wiedererstarkten Stephan Schneider, und im Vergleich zwischen den BWDV-Spielern Marko Puls und Chris Kotal holte Marko Set 1 aber Chris kam mit den nächsten beiden Siegsets weiter. Thomas Kreutzer schließlich komplettierte das Semifinale, nachdem er alle 9 Legs gebraucht hatte um DDV-Nr. 2 Andree Welge niederzuringen.
Thomas war im Semifinale der vielleicht noch am wenigsten bekannte Spieler. - Er kommt vom Elektronik-Dart, wo der Neu-Bochumer Bundesligaspieler allerdings einer der ganz Großen ist. Sein Halbfinale gegen Chris Kotal gewann er bemerkenswert klar mit zweimal 2:0.
Dieses Halbfinale war auf der Bühne gespielt worden, was natürlich viel mehr Aufmerksamkeit auf sich zog. Das 2. Bühnenhalbfinale war dann bedeutend enger. Shorty Seyler gewann Set 1 mit 2:1, doch Andy Kröckel glich mit einem 2:0 nach Sets aus. Am Ende setzte sich dann aber doch Shorty mit einem weiteren 2:0 durch und stand im Finale.
Dort traf dann der Tomas "ohne h" auf den Thomas "mit h". Tomas Seyler gewann im von Ibrahim Ibo Kutlu gecallten Endspiel Set 1 in 18 und 19 Darts, Tomas Kreutzer holte Set 2 in 21 und 18 Pfeilen. Shorty Seyler erspielte sich dann in 21 und 14 Darts die 2-1 Setführung. Im 4. Set traf Thomas Kreutzer dann seine Doppel nicht, was Shorty in 27 und 28 Darts zum 3-1 nach Sets und damit zum Titelgewinn nutzte.
Es war eher eines der schwächeren DDV-Finals, was die Averages von 23.50 für Seyler und 22.17 für Kreutzer nachweisen. Shorty wird das egal gewesen sein, führt er doch nun die DDV-Rangliste mit geradezu beängstigendem Vorsprung an.

DDV-Nr. 1 Tomas Seyler gewann das Herreneinzel vor Thomas Kreutzer

Heike Ernst siegt im Damenfinale erneut gegen Bianka Strauch
Für das Dameneinzel hatten 49 Spielerinnen gemeldet, wobei von den Top-8 Sabrina Spörle zwar gemeldet aber nicht angereist war. Die zuletzt so beeindruckende Marene Csepeli hatte erst gar nicht gemeldet.
DDV-Nr. 3 Andrea Leipold hatte das Siegerfinale ihrer Gruppe überraschend 1:3 gegen Andrea Herpel (Kirchheim/Teck) verloren und war sofort danach im Loservorfinale gegen Anke Kirchermeier (München) ausgeschieden.
Im Gruppenfinale erwischte es dann auch die beim Spring-Cup so erfolgreiche Michelle Sossong, die 0:3 und 1:3 gegen Kerstin Niederau verlor. - Bianka Strauch konnte sich nach einer Zweitrundenniederlage gegen Andrea Beushausen (Mohringen) - in einem von beiden Seiten tollen Match - über die Loserrunde ins Gruppenfinale spielen. Hier gewann sie mit 3:0 und 3:2 gegen ihre vorherige Bezwingerin.
Einzig Heike Ernst hatte durch die Gewinnerrunde das Viertelfinale erreicht, ab wo es einfach-KO weiterging. Mit Heike und Bianka standen nur zwei gesetzte Spielerinnen untern den letzten 8, die beiden sind jedoch die Nummern 1 und 2.
Erfreulicherweise standen auch 4 Bayerinnen im Achtelfinale. Mit Anke Kirchermeier und Iris Baumgart-ner trafen 2 von Ihnen direkt aufeinander wobei sich Anke mit 3:0 durchsetzte. Den anderen Vergleich von zwei Ungesetzten gewann Karin Mader (Augsburg) mit 3:1 gegen Kerstin Niederau.
Heike Ernst gewann ihr Viertelfinale gegen Sonja Haller mit 3:0 und Bianka Strauch siegte mit 3:1 gegen Christina Oelke. Die junge Chris-tina konnte sich aber dennoch riesig über ihren bislang größten Erfolg freuen.
Auch im Halbfinale gab Heike Ernst dann kein Leg ab und gewann mit zweimal 2:0 gegen Karin Mader. Umkämpfter war das andere Halbfinale, wo Anke Kirchermeier gegen Bianka Strauch das 1. Set mit 2:0 gewann. Doch Bianka ist für ihre Kampfstärke bekannt und spielte sich mit 2:1 und 2:0 in den letzten beiden Sets dann doch ins Finale.
Wie schon im Monat zuvor bei der Einzel-DM standen sich im Finale also wieder die DDV-Nummern 1 und 2 gegenüber. Heike Ernst gewann den 1. Set mit 2:1, mußte den zweiten aber mit 1:2 an Bianka Strauch abgeben.
Der letzte Set mußte also entscheiden und zudem mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Es war am Ende Heike Ernst, die erneut jubeln konnte. Mit 4:2 holte sie bei einem Average von 20.50 (Bianka 20.40) einen weiteren Titel für ihre umfangreiche Sammlung.

Heike Ernst gewann das Vilsbiburger Dameneinzel vor Bianka Strauch

Vier Bayern standen im Halbfinale des Jungeneinzels
Am Sonntag hatten 18 Spieler für das Einzel der männlichen Jugend gemeldet. Offenbar machte sich der weite Anreiseweg aus den nördlichen Gefilden hier besonders bemerkbar - Montag war schließlich wieder Schule. Man startete in 2 Doppel-KO-Gruppen.
Zwar angereist war Jungen-Nr. 1 Kevin Münch, aber er entschied sich dafür das zeitgleich laufende Herrendoppel zu spielen. Angesichts seines erheblichen Punktevorsprungs in der Rangliste sowie des Nicht-Anreisens seiner härtesten Konkurrenten war das sicherlich verständlich.
Der erstmals topgesetzte Berliner Benjamin Grolewsky verlor gleich sein erstes Match gegen Stefan Mayr (München) mit 2:3 und schied wenig später in der Loserrunde gegen Daniel Woldrich (Regensburg) nach einem 0:2 endgültig aus.
Daniel hatte im Gruppenhalbfinale zuvor 1:3 gegen Alexander Daub (Worms) verloren. Über die Loserrunde erreichte er das Gruppenfinale, wo er 3:0 und 3:1 gegen Michael Salvamoser (Neustadt) gewann und so im Finale stand.
In der anderen Gruppe marschierte der Kirchheim-Dritte Mu-harrem Kutlu (Vilsbiburg) ins Siegerfinale, wo er 1:3 gegen Daniels Zwillingsbruder Michael Woldrich unterlag. Doch Muharrem kam wieder, nachdem er das Loserfinale gegen Andre Tereschenko (München) gewonnen hatte stand er im Gruppenfinale. Er siegte mit zweimal 3:1 gegen Michael Woldrich und stand im Endspiel.
Es war ein rein bayerisches Finale, wie auch schon das Halbfinale eine reine BDV-Angelegenheit gewesen war. Caller Ibrahim Kutlu gab das Mikro an Kai Westermeyer ab, weil er nicht bei seinem eigenen Sohn callen wollte.
Muharrem Kutlu holte Leg 1 in 32 Darts, aber Daniel sicherte sich das Set in den folgenden zweimal 25 Pfeilen. Set 2 ging dann an Muharrem, der 29 und 27 Darts spielte, Daniel hatte einen 24-Darter da-zwischengelegt.
Im 3. Set ging dann erneut Muharrem mit einem zähen 37-Darter in Führung und benötigte nur noch ein Leg zum Sieg. Doch einen Matchdart bekam er nicht mehr. Daniel holte sich die nächsten 3 Legs in 25, 23 und 24 Darts zum Titelgewinn mit 2:1, 1:2 und 3:1. Die Averages lagen mit 17.95 für Daniel und 17.26 für Muharrem etwas niedrig, was aber beim ersten großen DDV-Finale verständlich ist.

Im Jungenendspiel unterlag Lokalmatador Muharrem Kutlu gegen Daniel Woldrich

Monique Leßmeister drehte das Mädchenfinale noch um
Da in Vilsbiburg nur 7 Mädchen am Start waren, gab es nur eine Gruppenrunde, aus der direkt die Halbfinalistinnen hervorgingen. In Gruppe 1 bestätigte Monique Leßmeister (Kaiserslautern) ihre starke Form und gewann alle Matches. Mit ihr spielte sich Mädchen-Nr.1 Kerstin Lederbogen ins Halbfinale, während Jennifer Strauch (Bruchköbel) und Jessica Schehrer (K´lautern) ausschieden.
Gruppe 2 bestand nur aus 3 Mädchen. Kings-Cup-Siegerin Benita Göbel (Essen) gewann sie klar vor Vanessa Schehrer (K´lautern). Melanie Ritter (München) schied knapp aus. - Beide Halbfinals gingen mit 3:1 aus, wobei es Kerstin Lederbogen gelang ihre NWDV-Kollegin Benita Göbel zu bezwingen und Monique Leßmeister das Pfälzer Duell gegen Vanessa Schehrer gewann.
Im Finale holte Kerstin Lederbogen Set 1 mit zwei 27-Dartern klar. Sie ging auch in Set 2 mit einem 32-Darter 1:0 in Führung. Doch dann vergab sie 6 Matchdarts zum 2:0/2:0. Monique holte sich das Set noch in 30 und 24 Pfeilen.
Beide Mädels vergaben im 1. Leg des 3. Sets jeweils über 20 Checkdarts bevor Monique zum 54-Darter zumachte. Kerstin glich in 32 Darts aus, aber Monique holte sich den Titel mit abschließenden 30 Darts. Die Averages lagen bei 14.65 für Monique und 15.65 für Kerstin.

Monique Leßmeister gewann das Mädcheneinzel vor Kerstin Lederbogen

Sonja Haller und Anke Kirchermeier im Damendoppel vorn
Mit 24 weiblichen Gespannen war das Damendoppel recht spärlich besetzt. Es gab daher nur 2 Doppel-KO-Gruppen. Die 1. Runde brachte kaum Überraschungen, in Gruppe 2 kam es aber sofort zu 2 Spitzenbegegnungen.
Die Bayerinnen Sonja Haller und Anke Kirchermeier gewannen gegen das Nationalteamdoppel Trixi Kröckel und Kerstin Niederau. Letztere schieden dann in der Loserrunde sofort gegen Daniela Becker und Sonja Gutsche (Bad Waldsee) endgültig aus.
Hessens Sabine Bächler und Nicole Männel, die zum letzten Mal ein gemeinsames DDV-Doppel spielten, unterlagen sofort gegen Anne Willkomm (Berlin) und Andrea Beushausen (Mohringen). Auch für Bächler/Männel bedeuteten wenig später Becker/Gutsche das Aus in der Loserrunde.
Kirchermeier/Haller siegten schließlich im Gewinnerfinale 3:2 gegen Claudia Papendick und Birgit Tischer aus NRW, die dann im Loserfinale das Kunststück fertigbrachten zum 2. Mal in diesem Turnier gegen die Mitfavoritinnen Bianka Strauch und Michelle Sossong zu gewinnen. - Gegen Kirchermeier/Haller unterlag man dann im Gruppenfinale, das zugleich Semifinale war, glatt mit 0:3.
Die andere Gruppe war überraschungsfrei gelaufen. Erst im Siegerfinale sorgten Bianca Ehlen und Sandra Fiedler (Bremen) mit ihrem 3:2 gegen Heike Ernst und Andrea Leipold für den Paukenschlag. - Doch Ernst/Leipold gewannen das Loserfinale gegen die starken Fritz/Kempter mit 2:0 und standen dann im Halbfinale erneut Fiedler/Ehlen gegenüber. Ernst/Leipold machten mit einem knappen 3:2 ein 2. Match notwendig, das sie dann 3:0 gewannen.
Das Finale stand dann auf keinem sehr hohen Niveau. Ernst/Leipold spielten weit unter ihren Möglichkeiten und mußten Set 1 folgerichtig in 29 und 26 Darts an Haller/Kirchermeier abgeben. Ernst/Leipold gingen dann in Set 2 mit 31 Darts in Führung, doch Haller/Kirchermeier legten 24 und 28 Darts zu Set- und Titelgewinn nach. Die Siegerinnen spielten einen Average von 17.78, die Verliererinnen erreichten 17.18.

Anke Kirchermeier und Sonja Haller holten den Damendoppeltitel nach Bayern

Christian Block und Johann Honner gewinnen Herrendoppel
Es waren auch 74 Herrendoppel in 8 Doppel-KO-Gruppen an den Start gegangen. In Gruppe 1 unterlagen die Top-Favoriten Seyler/Welge mit 1:3 gegen Christian Block (R´hausen) und Johann Honner (Hannover). Seyler/Welge gewannen dann zwar das Loserfinale gegen Deiler/Kummert aus Nürnberg, schieden dann aber im Gruppenfinale 2:3 gegen Block und Honner endgültig aus.
Gruppe 3 wäre bärenstark gewesen, wenn Buskohl/Suljovic und Hoffmann/Nett angereist wären. So nutzten Kai Geselle und Björn Derichs (Eutin) die Gunst der Stunde und erreichten mit 2 bemerkenswerten Siegen gegen Walldorfs Kotal/Puls das Gruppenfinale.
Mario Giorni und Michael Lemmes haben eine starke Doppelsaison gespielt. In Vilsbiburg mußten sie in Gruppe 6 aber nach Niederlagen gegen Hans Pfaff und Klaus Lander (BWDV) sowie Joe Reisinger und Peter Woldrich aus Bayern ausscheiden.
Eine schwere Auslosung hatten in Gruppe 7 die Vilsbiburger Lokalmatadoren Werner Greiter und Michael Mieslinger! Doch sie bezwangen nacheinander Senses/Kreutzer (Bochum), Tupuschis/Wieggrebe (Mülheim/Duisburg) und Klimek/Münch (Marl/Bochum). Im Gruppenfinale trafen sie dann nochmals auf Klimek/Münch und spielten alle möglichen Legs aus um mit 2:3 und 3:2 das Viertelfinale zu erreichen.
Kein einziges Loserrundendoppel schaffte es unter die letzten Acht, wo auch 4 bayerische Gespanne standen. Nur eins der 4 Matches ging über die vollen 3 Sets. Dabei holten Rolf Kahrau (Köln) und Christian Krüger (Bochum) den 1. Set mit 2:1, die beiden anderen gingen aber mit 2:1 und 2:0 an Greiter/Mieslinger.
Die beiden Vilsbiburger trafen im Halbfinale auf Andy Kröckel und Colin Rice. Hier unterlagen sie 0:2, 2:1 und 0:2 gegen Andy und Colin, die damit erneut im Finale standen. Rudi Haller und Stefan Maurer, die im anderen Halbfinale gegen Block/Honner spielten, hatten ein bärenstarkes Turnier hinter sich. Sie unterlagen nun aber knapp mit 1:2 und 1:2.
Im Endspiel standen damit die beiden Nord-Doppel, während die Süd-Doppel Platz 3 belegten. Kröckel/Rice gewannen Leg 1 in 24 Darts, Block/Honner aber das Set mit den folgenden 23 und 20 Pfeilen. Auch in Set 2 gingen Kröckel/Rice mit 22 Darts in Führung, doch wieder holten sich ihre Gegner das Set in 21 und 23 Pfeilen. Dann verkürzten die beiden Bochumer mit 20 und 15 Darts auf 1-2 Sets, wobei Block/Honner einen 22-Darter gespielt hatten.
Set 4 ging ganz klar in 15 und 17 Pfeilen an Kröckel/Rice, die Block/Honner jeweils dreistellig hinter sich ließen. Im Doppel recht im letzten Set ein einziges Leg Vorsprung zum Sieg. Nach 24 Darts von Block/Honner und 15 Pfeilen von Kröckel/Rice hatten Letztgenannte wie schon im 1. Leg Matchdarts, trafen aber ihr Doppel nicht. Das nutzten dann die Außenseiter Block/Honner nach eigenen Fehlversuchen zum 27-Dar-ter und damit zum ersten gemeinsamen Titelgewinn.
Fünfmal hatten Block/Honner in diesem Finale über 100 Rest gehabt, deshalb lag ihr Average als Sieger mit 21.84 erheblich niedriger als der von Kröckel/Rice mit 24.50. Trotz der unglücklichen Niederlage konnten sich Kröckel/Rice auch über Platz 2 freuen, der alle beide punktemäßig schon ganz nahe an die Flugtickets zum World-Cup in Australien brachte.

Christian Block und Johann Honner waren die Überraschungssieger im Herrendoppel

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

23./24. April 2005 Deutsche Meisterschaften in Kirchheim/Teck:

Andy Kröckel schafft bei der Deutschen Meisterschaft in Kirchheim/Teck das Triple

Zum 2. Mal fand die Einzel-DM am 23./24. April 2005 im idyllischen Kirchheim unter Teck (Nähe Stuttgart) statt. Andreas Kröckel war mit einem Dreifachsieg der Mann des Wochenendes. Zunächst gewann er am Freitagabend das Begrüßungsturnier vor Chris Kotal und dann holte er am Samstag seinen 2. Einzelmeistertitel. Im Endspiel bezwang er Marcel Schmidt. Bereits ihre 10. Einzel-DM gewann Heike Ernst mit dem Finalsieg gegen Bianka Strauch. Bei der Jugend verteidigte am Sonntag Kevin Münch seinen Titel gegen Steven Krause, und Viktoria Weber gewann gegen Kerstin Lederbogen. Bei der Two-Person-DM war dann das Triple für Andy Kröckel perfekt, der mit Colin Rice gegen Marcel Schmidt und Stephan Schneider siegte. Bei den Damen holten Marene Csepeli und Bianka Strauch gegen Heike Ernst und Andrea Leipold den Titel.

Die Achtelfinals bei der Einzel-DM: Vorn Gutsche gegen Welge, dahinter Kröckel gegen Mieslinger

Vorabend-König auch in Kirchheim siegreich
Im Gegensatz zu manchen Befürchtungen hielt der Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen auch in Baden-Württemberg an. Kirchheim unter Teck verzeichnete einen Anstieg von insgesamt 20,4%. Völlig überrascht war man als es am Freitagabend in der Eduard-Mörike-Halle mit dem Begrüßungsturnier losging. Mit 103 Teilnehmern sprengte die Teilnahme alle Erwartungen.
Andy Kröckel hatte keinen leichten Weg an diesem Abend, doch Siege u.a. gegen Neu-Nationalspieler Maik Langendorf und Vereinskamerad Haci Halim Senses brachten den in Bochum spielenden Essener ins Halbfinale. Dort wurde es nach verlorenem 1. Set gegen den starken Berliner Ungarn Levi Szekely erstmals eng, aber ein 1:2. 2:0 und 2:1 brachte Andy dann doch noch ins Finale.
In der anderen Tableauhälfte hatte sich der für Walldorf spielende Chris Kotal mit Siegen gegen Marko Remmler und Mike Gens ins Halbfinale geschossen. Dort war Thomas Kreutzer (Bochum) sein Gegenspieler, und nahm ihm gleich das 1. Set mit 2:1 ab. Doch Chris konterte mit 2:0 und 2:1 und stand damit im Endspiel.
Chris Kotal gewann Set 1 dieses Finales, das nicht mehr ganz so hochklassig war wie die Matches der vorangegangenen Runden, mit 2:1. Dann aber konnte Andy Kröckel mit nachfolgend 2:0 und 2:1 gewonnenen Sets einmal mehr seinen Ruf als König der Vorabendturniere bestätigen.

Für Andy Kröckel begann es mit dem Gewinn des Begrüßungsturniers am Freitagabend gut

DDV-Nr. 1 Tomas Seyler schied im Herreneinzel früh aus
Nach dem gelungenen Auftakt am Freitagabend strömten die Teilnehmer der Einzel-DM am Samstagmorgen erwartungsfroh in die Halle. Die ersten 16 der DDV-Rangliste waren im Herreneinzel komplett am Start!
Gleich im Auftaktmatch mußte sich mit Andreas zum Felde der Sieger des DDV-RLTs in Berlin gegen Sascha Goldammer (Kaiserslautern) geschlagen geben. Andy verlor dann auch sein erstes Spiel der Loserrunde gegen Thomas Schwende aus Leutkirch und war damit als erster gesetzter Spieler ausgeschieden.
Nicht viel besser erging es Michael Nett, der genauso beim Spring-Cup für Deutschland gespielt hatte wie Andy. Micha unterlag in seinem Auftaktspiel gegen Frank Salewski (Bergisch-Gladbach) und dann im Vor-Halbfinale der Loserrunde gegen Marko Remmler (Mülheim).
Für drei Top-8-Spieler begann der Anfang vom Ende im Halbfinale der Gewinnerrundengruppen. So unterlag Stephan Schneider hier gegen Michael Gutting und dann im Loservorfinale gegen Chris Kotal. Colin Rice hatte im Siegerhalbfinale gegen Andreas Kaulen (Bremen) verloren, dann das Loserfinale erreicht und dort erneut gegen Kaulen verloren (nun 1:2).
Die zuletzt so souveräne DDV-Nr. 1 Tomas Seyler unterlag im Siegerhalbfinale gegen den 18-jährigen Sven Flück (Neunkirchen). Sven wurde später von Martin Seelig (Urbach) selbst in die Loserrunde gestoßen und schaffte es dort im Finale noch mal Shorty Seyler zu bezwingen (jetzt 2:1).
Nun standen die 16 Gruppenfinals der Gewinner aus Sieger- und Verliererrunden an. Die Lo-serrundensieger mußten hier zweimal gewinnen, den Ungeschlagenen reichte ein einziger Sieg. Gleich in 9 der 16 Partien wurde ein 2. Match notwendig, was ein sehr hoher Wert ist!
Daß dabei sieben Mal der aus der Loserrunde kommende Spieler das 2. Match gewann ist sogar absolut sensationell und bislang noch nicht vorgekommen! Besonders bemerkenswert waren dabei die Erfolge von Markus Hawlitzky (Wuppertal) gewann gegen DDV-Nr. 9 Carsten Hoffmann und Haci Halim Senses´ Sieg gegen den an 6 gesetzten Frank Mast.

Haci Halim Senses und Michael Lemmes belegten Platz 3 bei der Einzel-DM

Andy Kröckel nach 16 Jahren zum 2. Mal Einzelmeister
Genau die Hälfte der 16 Achtelfinalisten kamen aus der Setzliste. Immerhin drei der Ungesetzten konnten ihre Matches gewinnen, wobei Sven Flück einmal mehr mit einem 3: 1 gegen Maik Langendorf glänzte. Jedoch auch Sascha Goldammers 3:1 gegen DDV-Nr. 4 Jyhan Artut war bemerkenswert. HaHa Senses komplettierte die 3 Non-Seeds im Viertelfinale, als er mit 3:2 gegen DDV-Nr. 11 Jörg Goga gewann.
Haci war dann der einzige nicht gesetzte Spieler, der sein Viertelfinale gewinnen konnte, als er sich mit zweimal 2:0 gegen Werner Greiter durchsetzte. Die beiden anderen Ungesetzten unterlagen jeweils in 2 Sets, wobei Sven Flück gegen Marcel Schmidt und Sascha Goldammer gegen Michael Lemmes verloren. Im einzigen Duell zweier gesetzter Spieler ging es über volle 3 Sets, wobei Warm-Up-Sieger Andy Kröckel gegen DDV-Nr. 2 Andree Welge siegte.
Kurioserweise spielte Andy dann im Halbfinale genau wie tags zuvor im Viertelfinale des Warm-Up gegen seinen Clubkameraden Haci Halim Senses. Wieder gewann Andy, diesmal 2:0 und 2:1 und stand im Finale. Dort traf er erneut auf einen Teamkollegen: Marcel Schmidt hatte das andere Halbfinale - nach 1:2 abgegebenen 1. Set - in den Sets 2 und 3 jeweils mit 2:1 gegen Michael Lemmes gewinnen können.
Zunächst sah es im - von Sven-Oliver Beute gecallten - Finale so aus als solle mit Marcel Schmidt der Meister von 1997 das bessere Ende für sich haben. Celli gewann Set 1 in 15 und 18 Pfeilen klar mit 2:0. Doch Andy Kröckel schlug zurück und gewann Set 2 in 14 und 17 Darts sowie Set 3 in 24 und 29 Pfeilen ohne auch nur ein Leg abzugeben. Mit einem 19-Darter ging Andy dann auch in Set 4 in Führung - und hatte zwei Matchdarts bevor Celli in 21 Darts ausglich und dann weitere 21 Darts später auch den 2-2 Setausgleich erzwungen hatte.
Der letzte Set mußte mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Celli verpaßte in Leg 1 seine Doppel und Andy nutzte das zum 22-Darter. Ein überlegener 15-Darter brachte Celli dann den 1:1 Legausgleich. Zweimal stellte sich Celli in den Legs 3 und 4 dann mit hohem Score ein Doppel - doch zweimal war es Andy, der seine Doppelchance nutzte bevor Celli wieder an der Reihe war.
Das war der so lange herbeigesehnte Titelgewinn für Andy Kröckel, der damit seine zweite Einzel-DM nach dem Jahr 1989 gewann - und nun plötzlich auch wieder realistische Aussichten auf eine Nominierung für den World-Cup in Australien hat. Andy erreichte einen Average von 24.75, Marcel Schmidt sogar einen von 25.26.

Marcel Schmidt wurde Zweiter hinter dem neuen Einzelmeister Andreas Kröckel

Heike Ernst zum 3. Mal in Folge Meisterin vor Bianka Strauch
Die Damen waren im Einzel am Samstag etwas später an den Start gegangen und die Top-8 der Rangliste waren allesamt mit dabei. Neu-Nationalspielerin Sandra Fiedler unterlag in Runde 2 gegen die Münchnerin Anke Kirchermeier und verlor dann im Loserhalbfinale gegen die Kölnerin Claudia Papendick. Berlin-Siegerin Marene Csepeli zog zunächst gegen Sonja Müller (Kastellaun) den Kürzeren und verlor später das Loserfinale gegen die Malta-Open-Siegerin Bianca Ehlen mit 0:2.
Völlig überraschend war auch für die zuletzt so erfolgreiche Andrea Leipold das Turnier früh zu Ende, nach ihrer Auftaktniederlage gegen die Jugendliche Benita Göbel (Essen) folgte im Loser-Halbfinale der endgültige KO gegen Yvonne Dohle (Hannover).
Im Gegensatz zu den Herren setzten sich bei den Damen in den Boardfinals der Gewinner aus Sieger- und Verliererrunden dann ausnahmslos die noch ungeschlagenen Ladies durch. Einzig die zuletzt beim Spring-Cup so erfolgreiche Michelle Sossong konnte aus der Loserrunde kommend das erste Gruppenfinale gegen Stefanie Schipp (Dortmund) 3:2 gewinnen schied aber im 2. Match nach 2:3 dann doch aus.
Das einzige Duell zweier Ungesetzter im Viertelfinale verlor Steffi Schipp dann mit 2:3 gegen Benita Goebel. Die Ranglistennummern 1 und 2 setzten sich hier jeweils klar mit 3:0 durch, wobei Heike Ernst gegen Anke Kirchermeier und Bianka Strauch gegen Sonja Müller gewannen.
Auch im Halbfinale waren die beiden erfolgreichsten DDV-Damen der letzten Jahre souverän. Heike gewann mit zweimal 2:0 gegen Sabrina Spörle - und auch wenn Benita Göbel das zweite Halbfinale gegen Bianka Strauch mit 1:2 und 0;2 verlor, so ist ihr 3. Platz als geradezu sensationell zu bezeichnen. Sie ist schließlich erst 16!
Im Endspiel standen sich dann mit Heike Ernst und Bianka Strauch die gleichen 2 Spielerinnen gegenüber wie in den beiden letzten Jahren. Bianka erwischte den besseren Start und gewann das 1. Leg mit einem schönen 110er-Finish in 21 Darts. Doch das Set sicherte sich dann Heike mit den nachfolgenden 23 und 18 Pfeilen, wobei sie auch die einzige 180 des Finales erzielte.
In Set 2 ging Heike mit einem 23-Darter in Führung und Bianka glich in 28 Pfeilen aus. Der Matchdart zum 25-Darter gelang dann aber Heike als Bianka auf 10 Rest stand. Heike spielte im Finale einen Average von 22.07, Bianka lag bei 20.51 Punkten pro Dart. Für Heike war es bereits der 10. Einzelmeistertitel, vier Mal war sie Zweite. Bianka wurde zum 5. Mal Deutsche Vizemeisterin im Einzel, 1996 und 2001 hatte sie den Meistertitel geholt.

Bianka Strauch wurde Zweite hinter der nun zehnfachen Einzelmeisterin Heike Ernst

Kevin Münch verteidigt den Titel bei den Jungen
Bei den 22 Jungen war einmal mehr Titelverteidiger und DDV-Nr. 1 Kevin Münch der große Favorit. Ganz knapp wurde es für den Bochumer nach einem Freilos aber bereits im ersten Spiel der Siegerrunde als er nur knapp mit mit 3:2 gegen Alexander Glatthorn (Frankfurt) gewann.
Danach lief es dann aber bedeutend runder, und Kevin stand schließlich ohne Niederlage im Gruppenfinale, das zugleich Halbfinale war. Hier traf er auf den Vilsbiburger Muharrem Kutlu und bezwang ihn wie schon im Gewinnerfinale mit 3:0. Der an 4 gesetzte Thorben Bauschmann unterlag bereits in Runde 2 mit 1:3 gegen Christopher Sand (Frankfurt) und schied später im Loser-Vorfinale mit 0:2 gegen den bereits erwähnten Alexander Glatthorn aus.
Ähnlich erging es in der anderen Gruppe dem an 3 gesetzten Benny Grolewski. Der Berliner verlor gleich das 1. Match gegen Björn-Lars Schnelle aus Bremen mit 2:3 und schied in der Loserrunde gegen Andre Tereschenko (München) endgültig aus. Jungen-Nr. 2 Steven Krause gewann das Gruppenfinale schließlich mit 3:2 gegen Björn Lars Schnelle.
Wie bei den Damen standen sich auch bei den Jungen im Finale die DDV-Nummern 1 und 2 gegenüber. Steven Krause holte das erste Bühnenleg in 27 Darts. Aber dann konterte Kevin Münch mit 22 und 16 Pfeilen zum Gewinn des 1. Sets.
Auch Set 2 sicherte sich Kevin in 25 und 19 Darts zum 2:1 und 2:0 Sieg, der zugleich die erfolgreiche Titelverteidigung bedeutete. Die Averages lagen bei 22.35 für Kevin und bei 20.16 für Steven. Damit setzen sich die beiden in der DDV-Rangliste immer mehr von den Verfolgern ab.

Steven Krause unterlag im Jungenfinal