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Turnier|Archiv
Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2004:

 
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20./21. November 2004 DDV-Ranglistenturnier in Oldenburg

Super Comeback von Andrea Leipold mit Double beim 3. DDV-RLT in Oldenburg

Das 3. DDV-Ranglistenturnier dieser Saison fand am 20./21. November 2004 im niedersächsischen Oldenburg statt. Dabei eroberte sich Tomas Seyler (Bremen) mit seinem Titelgewinn im Herreneinzel vor Jörg Goga die Führung in der DDV-Rangliste zurück. Ein großartiges Comeback gelang Ex-DDV-Nr. 1 Andrea Leipold, die nicht nur im Finale des Dameneinzels gegen Heike Ernst gewann - sondern am Sonntag auch noch im gemeinsamen Doppel mit ihr einen zweiten Titel gewann. Im Finale des Damendoppels bezwang man Bianka Strauch und Marene Csepeli. Das Herrendoppel gewannen Andreas Kröckel und Colin Rice vor Kevin Antz und Sven Flück. Bei der Jugend holte Kevin Münch den Titel vor Mattheus Ziolkowski und Vanessa Schehrer siegte vor Jenny Lieverkus.

Andrea Leipold hat soeben im Damenfinale zum Titelgewinn gecheckt, Heike Ernst gratuliert

Freude über starken Teilnehmerzuwachs
Da staunten Ausrichter und DDV nicht schlecht: Zu den Einzeln am Samstag hatten sich mit 263 Herren und 95 Damen rund 22,2% mehr Teilnehmer angemeldet als im Vorjahr! An den Doppelwettbewerben des Sonntags nahmen sogar 43,3% Zweierteams mehr teil als noch im Jahr 2004.
Außer dem nicht angereisten Haci Halim Senses erreichte nur ein einziger anderer gesetzter Spieler sein Gruppenfinale nicht. Ausgerechnet der zuletzt sehr erfolgreiche Frank Mast musste sich in seiner Doppel-KO-Gruppe sofort im allerersten Match mit 1:3 gegen Simon Hughes (Soest) geschlagen geben. Gleich im ersten Spiel seiner Loserrunde unterlag Frankieboy dann auch gegen Johann Honner (Hannover) und war draußen.
Zehn der 14 Gesetzten konnten sich auch in den 32 Gruppenfinals der Sieger von Gewinner- und Verliererrunden durchsetzen, wo die Losersieger zweimal gewinnen mussten, während den Siegersiegern bereits ein Erfolg genügte.
Ausgerechnet die DDV-Nr. 1 Andree Welge schaffte den Sprung unter die letzten 32 allerdings nicht. Bereits in Runde 2 hatte Andree gegen seinen Mit-Bremer Frank Hasse 1:3 verloren und unterlag nun im Gruppenfinale mit dem gleichen Ergebnis gegen den gleichen Gegner.
Unter den letzten 32, ab wo es im Einfach-KO-System weiterging, erwischte es dann auch Altmeister Colin Rice, der nach einer 1:3 Niederlage gegen Sascha Goldammer (Kaiserslautern) das Turnier beenden musste. Auch für den in Berlin so furios in die neue Saison gestarteten Stephan Schneider war hier mit einem 0:3 gegen den neuen Sportwart des NWDV Peter Effenberger Schluss. Andreas Kröckel schließlich unterlag 1:3 gegen Ex-Jugendspieler Karsten Otto aus Frankfurt.
Im anschließenden Achtelfinale waren die Ungesetzten immer noch in der Überzahl. Zwei von ihnen fielen in den beiden direkten Vergleichen heraus, wo Michael Nett mit 3:0 gegen seinen Bochumer Clubkameraden und Hamburg-Finalisten Marcel Schmidt gewann und Tomas Seyler im Nordlichterduell 3:0 gegen Maik Langendorf siegte.

Michael Lemmes und Jyhan Artut belegten beim 3. DDV-RLT Platz 3 im Herreneinzel

Michael Lemmes als einziger Ungesetzter im Halbfinale
Als einziger ungesetzter Spieler konnte Michael Lemmes sein Viertelfinale gewinnen. Er siegte mit 2:0, 0:2 und 2:0 gegen Sascha Goldammer. Der andere Non-Seed Kai Geselle hingegen mußte sich 1:2, 2:1 und 0:2 dem Vorjahressieger Jyhan Artut beugen. Tomas Seyler setzte sich klar mit zweimal 2:0 gegen Marcus Schulte durch und Jörg Goga beendete den brillanten Lauf von Michael Nett mit 2:0, 1:2 und 2:0.
Beide Halbfinals waren bereits nach 2 der möglichen 3 Sets beendet. Im Vergleich der DDV-Nummern 2 und 3 setzte sich Tomas Seyler genauso mit 2:0 und 2:1 durch wie Jörg Goga gegen den Ungesetzten Michael Lemmes.
Jörg gewann den total engen ersten Set des Finales mit zwei 16-Dartern, wobei Shorty jeweils schon auf Doppel geworfen hatte. Shorty hatte dazwischen einen 17-Darter gespielt. Set 2 begann Jörg dann gleich mit einem 180er und gewann das Leg in 18 Pfeilen. Nun konterte der Bremer und holte seinerseits den nächsten beiden Legs in 16 (mit seiner zweiten 180!) und 23 Pfeilen zum Setausgleich, wobei nun Jörg jeweils schon auf Doppel geworfen hatte!
Auch in Set 3 war es Jörg Goga, der mit einem 27-Darter in Führung ging. Ein 17-Darter brachte den Ausgleich und der Bremer spielte dann noch einen 18-Darter zur 2-1 Setführung! Im 4. Set ging Shorty Seyler dann mit einem 19-Darter in Führung und sicherte sich dann den Titel mit dem anschließenden 18-Darter.
Es war ein wirklich gutes Finale, in dem auch der Vizesieger Jorg Goga mit 25.48 noch einen starken Average - wenn auch nicht den erhofften ersten Turniersieg - erreichte. Shortys Average lag bei 27.22.
Mit diesem Turniersieg löst Tomas Seyler nun wieder seinen Bremer Doppelpartner Andree Welge, der zwischenzeitlich für einen Monat auf den 1. Rang geklettert war, an der Spitze der DDV-Rangliste ab.

Tomas Seyler gewann im Oldenburger Finale das Herreneinzel vor Jörg Goga

Andrea Leipold kam, sah und siegte
Im Dameneinzel erreichten zwei Gesetzte (neben der zwar gemeldeten aber nicht angereisten Gabi Vollbrecht) erreichten ihr Finale in den acht Doppel-KO-Gruppen nicht. So mußte sich Damen-Nr. 4 Sabrina Spörle bereits in Runde 2 gegen Claudia Papendick (Köln) geschlagen geben und schied gleich im ersten Spiel der Loserrunde gegen Britta Lederbogen (Bochum) aus.
Kerstin Niederau verlor ihr Boardhalbfinale gegen Gabi Janßen (Bremen) und dann das Loserhalbfinale gegen Heike Wader (Hannover). DDV-Nr. 2 Bianka Strauch hatte ihr Gewinnerfinale gegen Michelle Sossong (Bochum) mit 2:3 verloren und mußte gleich danach im Loserfinale eine weitere Niederlage gegen Stefanie Ohlinger (K´lautern) hinnehmen.
Wieder in den Turnierzirkus eingestiegen ist ab Oldenburg Ex-Nationalspielerin Andrea Leipold aus Straubing. Sie hatte ihr Siegerfinale zwar 2:3 gegen Anke Kirchermeier, die ebenfalls aus Bayern angereist war, verloren - setzte sich aber dann im Loserfinale 2:0 gegen die an 7 gesetzte Astrid Kamm durch. Im Gruppenfinale traf sie wieder gegen Anke Kirchermeier und spielte sich mit 3:0 und 3:2 zurück unter die letzten Acht.
Andrea war damit die einzige Spielerin, die durch die Loserrunde das Viertelfinale erreicht hatte. Hier setzte sie sich mit 3:0 gegen Michelle Sossong durch. Knapper siegte Berlin-Siegerin Marene Csepeli mit 3:2 gegen Nicole Hartmann (Bremen). - Heike Ernst gewann den einzigen Vergleich zweier Gesetzter gegen Anne Willkomm mit 3:1 und Beatrix Kröckel bezwang Gabi Janßen.
Im Halbfinale gewann Heike Ernst ein spannendes Match mit 2:0, 1:2 und 2:0 gegen eine erneut starke Marene Csepeli. Mit zweimal 2:1 spielte sich dann auch Andrea Leipold gegen Beatrix Kröckel ins Turnierendspiel, wo sie auf ihre neue/alte Doppelpartnerin Heike Ernst traf.
Wie das Herrenfinale wurde auch das der Damen vom Bremer Klaus Wagner gecallt. Heike gewann das erste Bühnenleg in 27 Darts, doch Andrea glich mit einem 16-Darter aus. Weitere 29 Darts weiter hatte Andrea den 1. Set 2:1 gewonnen.
Mit einem 30-Darter ging Andrea dann auch in Set 2 in Führung, was nun aber Heike in 22 Darts ausglich. Das 3. Leg des 2. Sets begann Heike dann mit einer 180 und spielte einen 13-Darter zum 1-1 Setausgleich.
Mit 26 Darts ging Andrea im entscheidenden 3. Set in Führung. Heike glich in 24 Pfeilen aus, und Andrea ging mit einem 25-Darter 2:1 in Führung! Der letzte Set muß mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden und auch das klappte sofort für Andrea: Sie checkte im 4. Leg die Doppel-10 zum 3:1 und damit zum ersten Titelgewinn seit Bremen 1999! Die Averages des spannenden Endspiels lagen bei 20.05 für Siegerin Andrea Leipold und bei 19.40 für Gegnerin Heike Ernst.

Andrea Leipold holte bei ihrem DDV-Comeback den Damentitel vor Heike Ernst

Kevin siegt gegen Mattheus erst nach großem Kampf
Wie schon zuletzt in Hamburg, so gingen auch am Sonntag in Oldenburg 22 männliche Jugendliche an den Start, die in 2 Doppel-KO-Gruppen spielten. Top-Favorit Kevin Münch erreichte wie erwartet ohne Probleme über die Gewinnerrunde das Finale der Gruppe 1.
Dort traf er dann auf Björn-Lars Schnelle aus Bremen, der das Loserfinale mit 2:1 gegen den an 4 gesetzten Benny Grolewski (Berlin) gewonnen hatte. Kevin zog mit einem 3:0 gegen Björn-Lars ins Turnierfinale ein.
In Gruppe 2 hatte Setznummer 3 Sven Flück sofort 1:3 gegen Mattheus Ziolkowski (Mönchengladbach) verloren, der danach bis zum Gruppenfinale kein Leg mehr abgab. Gegner dort war Jungen-Nr. 2 Steven Krause (Berlin), den in seinen letzten beiden Loserrundenspielen die beiden Hochkaräter Sven Flück und Patrick Kloh (Walldorf) ausgeschaltet hatte. Mattheus Ziolkowski gewann das Gruppenfinale dann 3:1 gegen Steven Krause.
Hatte Kevin Münch bei den ersten beiden Saisonfinals total dominiert, so lief es diesmal anders: Es war Matthäus Ziolkowski, der in seinem ersten Finale den 1. Set in 19 und 21 Darts für sich entschied! Den 2. Set holte sich dann Kevin Münch in 18 und 24 Pfeilen, spielte aber längst nicht so galaktisch wie zuletzt.
Im 3. Set, der mit 2 Legs Vorsprung entschieden werden mußte, gewannen Kevin (23, 28, 24, 20 Darts) und Matthäus (23, 24, 22, 24 Darts) bis zum 4-4 die Legs immer abwechselnd. Es kam zum Tie-Breaker, bei dem Kevin den Bullwurf für sich entschied.
Kevin verpaßte ein 137er-Finish zum Match und Mattheus hatte dann seinerseits 2 Matchdarts, die er nicht verwerten konnte. Mit dem letzten Dart seiner nächsten Aufnahme (24-Darter) sicherte sich Kevin dann doch den Titel! Im extrem spannenden Match lagen die Averages bei 22.01 für den etwas unglücklichen Matthäus und bei nur 21.70 für den diesmal längst nicht so souverän wie gewohnten Kevin.

Kevin Münch hatte diesmal viel Mühe das Jungeneinzel gegen Matheus Ziolkowski zu gewinnen

Diesmal gewann Vanessa vor Jenny
Die 15 Mädchen spielten zunächst in 4 Gruppen, wobei Mädchen-Nr. 2 Viktoria Weber (Ahlen) überraschend schon in der 1. Gruppenrunde ausschied. Ähnlich knapp wie Viktoria schied auch Carolin Gratz (Kempten) in ihrer Gruppe aus.
Mädchen-Nr. 1 Kerstin Lederbogen (Bochum) erreichte die 2. Gruppenrunde, woraus jeweils die beiden ersten das KO-Halbfinale bilden würden. Es war jedoch nicht Kerstin, die sich hier durchsetzen konnte, sondern die erstmals teilnehmende Monique Leßmeister (Kaiserslautern). Die anderen Mädchen, die das Halbfinale erreichten, waren durchaus so erwartet worden.
Im Halbfinale unterlag Monique Leßmeister dann 0:3 gegen Hamburg-Siegerin Jenny Lieverkus aus Wuppertal und Vanessa Schehrer (Kaiserslautern) drehte ein 0:2 gegen Tanja Woltereck (Hamburg) noch zu einem 3:2 Sieg um.
Es kam damit zum gleichen Finale wie in Hamburg! Dort war Vanesse Schehrer Zweite geworden, doch diesmal begann es besser. Vanessa gewann die ersten beiden Legs in 34 und 38 Pfeilen. Doch dann zog Jenny kräftig an und glich in 23 und 26 Darts zum 2:2 aus.
Es war dann aber doch Vanessa, die das Ergebnis von Hamburg mit einem 27-Darter zum 3:2 Sieg für sich umdrehte. Die Averages lagen bei 15.62 für Vanessa und bei 16.49 für Jenny - ganz ähnlich wie zuletzt in Hamburg.

Vanessa Schehrer drehte das Finalergebnis vom Letzten Mal um und gewann vor Jenny Lieverkus

Oldies holen Doppeltitel gegen Youngsters
Am Sonntagmorgen waren auch 99 Herrendoppel an den Start gegangen, die um Preisgeld wie auch DDV-Ranglistenpunkte rangen. - Hier wurde zunächst in 8 Doppel-KO-Gruppen gespielt. Die größte Überraschung in den Gruppen war das Ausscheiden der beiden Ranglistenführenden Seyler/Welge. Sie unterlagen in Runde 1 gegen Bervoet/Hughes (Soest) und dann im Vorhalbfinale der Loserrunde erneut gegen die gleichen Gegner.
Gleich in Runde 2 trafen Mast/Schulte auf die starken Berliner Goga/Pohl. Die Berliner gewannen das Match gegen die beiden so zuversichtlich ins Turnier gestarteten BWDVler. Mast/Schulte mußten sich dann in der Loserrunde gegen Bober/Buchal (Bremen) endgültig verabschieden.
Im Vorjahr hatten Rainer Haaß und Michael Nölle den Doppeltitel geholt. Diesmal unterlagen sie früh gegen Papendick/Krauss (Köln). Das endgültige Aus kam im Gruppenfinale mit 3:1 und 1:3 gegen Joachim Paul, der sich wegen des Ausfalls von Haci Halim Senses kurzfristig mit dem Jugendzweiten Matthäus Ziolkowski zusammengetan hatte. Auch die Vorjahreszweiten Hoffmann/Nett schieden hier mit 2:3 gegen Puls/Beute (Walldorf) aus. Die beiden Bayern Greiter Mieslinger spielten stark und setzten sich gegen Schmidt/Schneider (Bochum) durch.
Später im Halbfinale schafften die noch ganz jungen Antz/Flück mit einem 2:1 und 2:0 gegen die NWDVler Giorni/Lemmes den Einzug ins Turnierfinale. Das gelang auch den Mitfavoriten Kröckel/Rice (Bochum), die zwar Set 1 mit 1:2 gegen Greiter/Mieslinger abgaben, die anderen aber 2:1 und 2:0 gewannen.
Das - wie auch alle anderen Bühnenspiele - vom Bremer Klaus Wagner gekonnt gecallte Doppelfinale war dann schwächer, als man hätte vermuten können. Kröckel/Rice gewannen das 1. Leg in 26 Darts und Antz/Flück glichen in 24 Pfeilen aus. Die Westdeutschen gewannen dann mit einem weiteren 26-Darter den 1. Set.
Der 2. Set ging in 18 und 21 Pfeilen an Kröckel/Rice, ohne daß Antz/Flück einmal auf Doppel kamen. Auch Set 3 gewannen die Bochumer dann in 21 (mit 111er-Finish) und 20 Pfeilen und hatten damit den Turniersieg errungen. Ihr Average lag bei 22.28, der von Antz/Flück bei 20.39.

Andreas Kröckel und Colin Rice siegten im Doppelwettbewerb der Herren

Ex-Doppelpartnerinnen trafen sich im Finale
Bei den 40 Damendoppeln gab es zwei große Fragen: Wie klappt es mit der Revival des Doppels Ernst/Leipold ... und ... wie harmoniert die neue Kombination aus Bianka Strauch und Berlin-Siegerin Marene Csepeli? Eins vorab - bei allen klappte es hervorragend.
Die Überraschungen in den 4 Doppel-KO-Gruppen hielten sich in Grenzen. Sicher kam das Ausscheiden von Bächler/Männel (Flörsheim) im Gruppenhalbfinale gegen Leßmeister/Ohlinger (Kaiserslautern) nicht ganz planmäßig. Danach schieden die beiden Im Loserhalbfinale gegen die Bremerinnen Kosmalla/Müller endgültig aus. - Auch die zuletzt so erfolgreichen Fiedler-Sisters hatten nicht ihren Tag. Sie unterlagen in Runde 2 gegen Heike Siemering und Diana Lander, auf die sie im Loservorfinale erneut trafen und erneut verloren.
Es war sicher eine gute Idee von Bianka Strauch die Ungarin Marene Csepeli als neue Doppelpartnerin zu wählen. Ruhig und konstant warf schweigsame Marene auch im Halbfinale gegen Kröckel/Niederau ihre Pfeile und gewann mit Bianka 2:0 und 2:1. Das andere Halbfinale entschieden dann Ernst/Leipold mit 2:0, 1:2 und 2:0 gegen Hornig/Spörle für sich.
Im Endspiel trafen damit die ehemaligen Doppelpartnerinnen Heike Ernst und Bianka Strauch jeweils mit neuen Partnerinnen aufeinander. Es begann gleich mit einem Paukenschlag, als Andrea Leipold das allererste Leg mit einem 127er-Finish zum 24-Darter dichtmachte. Leg 2 ging zum 19-Darter an Csepeli/Strauch, die mit dem anschließenden 27-Darter auch das gesamte 1. Set holten.
Das 2. Set ging dann in 24 und 35 Pfeilen an Ernst/Leipold, wobei ihre Gegnerinnen im 2. Leg 16 Darts auf Doppel vergeben hatten. Das entscheidende 3. Set mußte im Gegensatz zum Einzel nicht mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Ein 23-Darter brachte Heike und Andrea Set 1, was Bianka und Marene in 24 Darts ausglichen.
Im entscheidenden 3. Leg standen Ernst/Strauch auf 80 Rest, als Marene Csepeli bei 41 Rest zweimal ihr Einzel nicht traf und schließlich bustete. Das war die Chance für Andrea Leipold: 20, 20 ... Tops - das war der Titel in einem Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Es hätte genauso umgekehrt ausgehen können! Die Averages lagen mit 19.17 für Ernst/Leipold und 19.09 für Csepeli/Strauch sehr eng zusammen.

Im Damendoppel belegten Marene Csepeli und Bianka Strauch (Foto) Platz 2 hinter Ernst/Leipold

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

02./03. Oktober 2004 DDV-Ranglistenturnier in Hamburg

Andree Welge und Heike Ernst siegen beim DDV-RLT in Hamburg und führen die DDV-Rangliste an

Zum 3. Mal wurde am 2./3. Oktober 2004 im Raum Hamburg ein DDV-RLT ausgetragen. Nach der eher kneipenmäßigen Hansestadt-Premiere 1986 und dem Festzelt-Revival in Stade 2001 war nun der Landes Dart Verband Hamburg erstmals Ausrichter. Gespielt wurde in der Sportschule Sachsenwald in Wentorf, wo auch ein Großteil der Starter Quartier genommen hatte. Das Herreneinzel gewann Andree Welge (Bremen) vor Marcel Schmidt (Bochum). Im rein Bochumer Damenfinale holte Heike Ernst vor Michelle Sossong den Titel. Bei der Jugend siegte Kevin Münch (Bochum) vor Sven Flück (Neunkirchen), und Jenny Lieverkus (Wuppertal) gewann vor Vanessa Schehrer (K´lautern). Sieger im Herrendoppel wurden Artut/Langendorf (NDV) vor Albert/Puls (BWDV). Das Damendoppel gewannen Ernst/Strauch vor Osthues/Sossong (alle NWDV).

Im Finale des Herreneinzels setzte sich Andree Welge gegen Marcel Schmidt durch

Anständige Teilnehmerzahlen bei DDV-Premiere des LDVH
Mit den Teilnehmerzahlen von 230 Herren und 80 Damen in den Einzeldisziplinen am Samstag durfte man beim LDVH ganz zufrieden sein, auch wenn man nicht ganz an die Zahlen der ersten Veranstaltung dieser Saison in Berlin herankam.
Man spielte bei den Herren in 16 Doppel-KO-Gruppen, die jeweils einen gesetzten Spieler enthielten. Sieben dieser Gesetzten erreichten schließlich das Achtelfinale nicht. Gleich in Runde 1 unterlag DDV-Nr. 3 Stephan Schneider dem starken Bayern Michael Mieslinger. Im Vorhalbfinale der Loserrunde schied der zuletzt in Berlin mit zwei Vizetiteln so erfolgreiche Schneider dann gegen Roman Pelzer (Berlin) endgültig aus.
Ebenso unbefriedigend verlief das Turnier für den in der Vorsaison hochgeschossenen Jörg Goga. In Runde 1 unterlag der symphatische Berliner ausgerechnet gegen den zweiten angereisten Top-Bayern Werner Greiter und dann im Finale der Loserrunde gegen den sehr gut aufgelegten Mario Giorni (Mülheim).
In Berlin war Haci Halim Senses noch Dritter geworden, in Wentorf mußte er sich gleich in Runde 1 gegen Jürgen Reitzug geschlagen geben, der wie er aus Mönchengladbach stammt. Im Vorhalbfinale der Loserrunde kam dann auch für Haci das Aus gegen Björn Derichs (Eutin).
Mit 2:3 unterlag der Sieger von Berlin, Andreas zum Felde, im Siegerhalbfinale gegen Joachim Paul (Bochum). Der zur Zeit erfolgreichste Hamburger mußte sich dann gleich im nächsten Spiel in der Loserrunde mit 1:2 gegen Bremens Andreas Klittmann geschlagen geben.
Im Gruppenfinale der Sieger aus Gewinner- gegen Verliererrunde schied auch DDV-Nr. 1 Tomas Seyler 2:3 gegen Michael Lemmes (Dortmund) aus, der ihn zuvor schon mit 3:0 in die Loserrunde geschickt hatte. - DDV-Nr. 5 Jyhan Artut hatte in der Gruppe mit 2:3 gegen Dieter Sentrup aus Bochum verloren, hatte ihn aber dann im Gruppenfinale 3:2 schlagen können. Das notwendig gewordenen zweite Gruppenfinale gewann nun wieder Dieter, der damit auch weiterkam. - Nicht angereist war Michael Leithaus-Diepenseifen.

Andreas Kröckel, hier bei der Ehrung mit Claudia zum Felde, belegte (wie auch Colin Rice) Platz 3

Andree Welge gewinnt nach 2 Jahren wieder Einzeltitel
Hier ging es Einfach-KO weiter und es gab es eine Menge enger Spiele aber keine echte Überraschung, sieht man einmal vom 3:1 Erfolg von Michael Lemmes gegen Maik Langendorf (Hameln) ab. Andy Kröckel schien gut drauf zu sein, er besiegte Michael Mieslinger, der seinen Vereinskollegen Stephan Schneider aus dem Rennen geworfen hatte, mit 3:1.
Im Viertelfinale gewann Andy dann 2:1 und 2:0 gegen Michael Nett, womit er erstmals seit November 2002 (Oldenburg) wieder in einem DDV-Einzelhalbfinale stand. Ebenfalls in 2 Sets setzte sich Marcel Schmidt 2:0 und 2:1 gegen Werner Greiter durch.
Mehr Mühe hatte da schon Colin Rice, der gegen Michael Lemmes nach 2:0 Gewinn des 1. Sets das zweite mit 1:2 abgeben mußte. Mit einem 2:1 im 3. Set erreichte Colin dann aber doch das Halbfinale. Alle 9 möglichen Legs wurden zwischen Andree Welge und Marcus Schulte ausgespielt. Zwar konnte Marcus Set 1 mit 2:1 gewinnen, Andree holte sich dann aber das Match mit den 2 nächsten jeweils 2:1 gewonnenen Legs.
Damit standen ausnahmslos gesetzte Nationalspieler in den beiden Halbfinals. Colin Rice schien auf Kurs, als er gegen seinen Bochumer Clubkameraden Marcel Schmidt das 1. Set 2:0 gewann. Doch Celli konterte und zog danach mit 4 in Folge gewonnenen Legs doch noch ins Endspiel ein. - Andree Welge gelang im anderen Spiel ein Zweisatzerfolg mit 2:0 und 2:1 gegen Andreas Kröckel.
Marcel Schmidt gewann das allererste Leg mit 18 Darts, doch Andree Welge holte sich das Set in nachfolgenden 18 und 17 Pfeilen. Ein 15-Darter mit 106er-Finish brachte Celli in Set 2 die Führung und sein folgende 18-Darter bedeutete den 1-1 Setausgleich.
Der 3. Set ging dann wieder recht klar in 19 und 18 Darts an Andree, der damit wieder auf die Siegerstraße kam. Im 4. Set ging Celli mit einem 15-Darter in Führung, doch Andree glich in 21 Pfeilen aus. Im 3. Leg zog Andree mit Riesenscores weit davon, zappelte noch ein wenig auf Doppel, ließ Celli aber dennoch auf 111 Rest stehen, als er zum Titelgewinn checkte. Damit hatte Andree Welge sein erstes DDV-Einzel seit Oktober 2002 in Marl gewonnen - und ist zugleich die neue DDV-Nr. 1! Die Averages dieses 180er-losen Finales lagen bei 26.67 für Andree und bei 26.30 für Marcel.

Marcel Schmidt belegte im Herreneinzel zweier Nationalspieler Platz 2 hinter Sieger Andree Welge

Heike Ernst war die einzige Gesetzte im Halbfinale
Bei den 80 Damen, die wie die Herren am Samstag um 10:00 Uhr morgens an den Start gegangen waren, unterlag die neue DDV-Nr. 3 Sabrina Spörle völlig überraschend im Gewinnerfinale ihrer Doppel-KO-Gruppe mit 0:3 gegen Sandra Tierp (Hamburg). Gleich anschließend verlor sie auch das Loserfinale mit 0:2 gegen Nicole Hartmann (Bremen).
Astrid Kamm hatte ihr erstes Spiel verpaßt und ging daher direkt in die Loserrunde. Hier unterlag sie mit 0:2 gegen die knapp 13-jährige Britta Lederbogen. Seit Jahren stark spielt Nicole Männel, und diesmal stand Nickel auch in der Setzliste! Aber nach einem Freilos unterlag die Hessin unerwartet mit 1:3 gegen Claudia Tekin (Hamburg) und danach in der Loserrunde sofort auch gegen Karin Müller (Bremen).
Kerstin Niederau schließlich mußte sich in Runde 3 mit 2:3 gegen Michelle Sossong (Bochum) geschlagen geben. "Sie hat Klasse gespielt!" meinte Kerstin hinterher. Im Vor-Halbfinale der Loserrunde unterlag Kerstin dann auch mit 1:2 gegen die starke Bremerin Sandra Fiedler.
Auch in den 8 Gruppenfinals ging es zwischen den Gewinnerinnen von Sieger- und Verliererrunden hoch her. Trixi Kröckel hatte das Siegerfinale gegen Iwonka Haase 1:3 verloren, schoß sich nun aber mit zweimal 3:0 gegen die gleiche Spielerin in die Einfach-KO-Runde der letzten Acht.
Auch Nicole Hartmann, die ihr Auftaktspiel gegen die Kölnerin Claudia Papendick 0:3 verloren hatte, erreichte nach 3:0 und 3:1 Erfolgen gegen Sandra Tierp das Viertelfinale. Ansonsten waren jeweils die Gewinnerinnen der Siegerrunden erfolgreich. Bemerkenswert ist dabei, daß Sandra Fiedler mit 3:1 gegen DDV-Nr. 4 Gabi Vollbrecht gewann.
Im Viertelfinale war eigentlich nur der 3:1 Sieg von Heike Ernst gegen die gut mithaltende Gabi Janßen erwartet worden. Trixi Kröckel unterlag 1:3 gegen Yvonne Fiedler, die weiter auf dem Weg nach oben bleibt und Bianka Strauch mußte sich 1:3 gegen Anne Willkomm (Berlin) geschlagen geben. Ex-Mädchen-Nr. 1 Michelle Sossong siegte, in dieser Höhe sicher nicht erwartet, 3:0 gegen Nicole Hartmann.
Auch im Halbfinale konnte Michelle gegen Anne Willkomm mit 2:0, 0:2 und 2:0 gewinnen und zog damit in ihr erstes Einzelfinale bei den Erwachsenen ein. Gegnerin dort war Heike Ernst, die ihr Halbfinale in 2 Sets mit 2:1 und 2:0 gegen Yvonne Fiedler (Sandras Schwester) gewonnen hatte.
Das Endspiel war dann eine recht kurze Angelegenheit, denn Heike steigerte sich nach 28 und 30 Darts in Set 1 auf 21 und 20 Pfeile in Set 2 zum 2:0 und 2:0 Titelgewinn. Hatte Michelle in Set 1 jedes mal auf Doppel gestanden als Heike checkte, so hatte sie in Set 2 jeweils über 100 Restpunkte. Die Averages lagen bei 20.24 für Heike und bei 18.29 bei Michelle, was für das erste Finale wirklich OK ist.

Michelle Sossong erreichte erstmals ein DDV-Einzelfinale, sie unterlag dort gegen Heike Ernst

Kevin Münch scheint zur Zeit unschlagbar
Am Sonntagmorgen gingen 22 Jungen an den Start. Sie spielten in 2 Doppel-KO-Gruppen die Finalisten aus. Der ganz große Favorit konnte nach seiner Galavorstellung in Berlin nur Kevin Münch heißen - und der bestätigte alle Vorschußlorbeeren.
Nur einmal wurde es knapp für Kevin, als er im Gewinnerfinale gegen Benjamin Grolewski (Berlin) beim Stand von 2:2 noch über 160 Rest hatte, als Benny schon auf Doppel stand. Doch auch hier bewies Kevin seine Klasse und zog das Riesenfinish zum 3:2 Sieg zu! Im Gruppenfinale traf Kevin dann erneut auf Benny, den er nun glatt mit 3:0 bezwingen konnte und so das Turnierfinale erreichte.
In der Gruppe 2 unterlag Mitfavorit Sven Flück (Neunkirchen) im Siegerhalbfinale mit 1:3 gegen den einheimischen Thorben Bauschmann. Steven Krause (Berlin) war der andere Gesetzte dieser Gruppe. Er setzte sich gegen Thorben Bauschmann im Siegerfinale mit 3:1 durch. Im Gruppenfinale traf Steven dann auf Sven Flück, der sich in der Verliererrunde durchgesetzt hatte. Mit 3:1 und 3:0 war es dann doch Sven, der sich ins Turnierfinale spielte.
Sven begann im Endspiel sehr stark, vergab aber im 1. Leg 4 Darts auf Doppel und Kevin checkte zum 20-Darter. Auch in Leg 2 hatte Sven 2 Darts auf Doppel, doch wieder war Kevin doppelsicherer und sicherte sich das Set in 23 Pfeilen.
Kevin begann das 2. Set mit einem 16-Darter, und das obwohl Sven mit 180 und 100 gestartet war. Mit einem 19-Darter sicherte sich Kevin dann den 3. Titel in Folge. Die Averages lagen bei starken 25.69 für Kevin und 23.60 für Sven, der nach dem Finale ähnlich sprachlos war, wie zuletzt Steven Krause nach dem Berliner Finale. Gegen Kevin scheint zur Zeit kein Kraut gewachsen!

Sven Flück spielte ein gutes Jungenfinale, unterlag aber dem brillanten Kevin Münch

Jenny Lieverkus war bei Mädchen einfach Klasse
Bei den 17 Mädchen hieß es diesmal Abschied nehmen. Nadine Meyenburg und Jenny Fritz, wurden kurz nach Hamburg 18 Jahre alt und spielten hier ihr letztes Mädchenturnier. Hoffen wir auf ein Wiedersehen mit den Beiden bei den Seniorinnen!
Nadine verlor nach einem Freilos direkt im ersten Spiel 2:3 gegen Jacqueline Schulte (Ahlen), und dann in ihrem zweiten Loserrundenspiel 0:2 gegen Tanja Woltereck (Hamburg). - Jenny ging es ganz genauso. Nach einer 0:3 Niederlage gegen Jenny Lieverkus (Wuppertal) kam das endgültige Aus im 3. Loserspiel - erneut gegen Jenny Lieverkus, die nach 2:3 gegen Nina Schreiner ebenfalls in der Loserrunde war.
Jenny Lieverkus war überhaupt die Spielerin des Turniers! Im Turnierverlauf gewann sie zweimal gegen die Berlin-Finalistin Britta Lederbogen, sowie später ihr zweites Spiel gegen Nina Schreiner. Im Gruppenfinale konnte sich Jenny dann mit 3:1 und 3:0 gegen Mädchen-Nr. 1 Viktoria Weber durchsetzen.
In der anderen Gruppe hatte Vanessa Schehrer das Gewinnerfinale gegen ihre viereinhalb Jahre ältere Schwester Jessica 3:0 gewonnen und traf im Gruppenfinale auf Tanja Woltereck. Hier mußte Vanessa zwar das 1. Match mit 2:3 abgeben, gewann aber das zweite 3:0 und stand im Turnierfinale.
Im Finale gingen die beiden Mädels beherzt ans Werk und spielten recht ansehnliche Darts. Jenny Lieverkus erwies sich als doppelsicherer und erspielte sich mit einem 30-Darter die Führung. Dann glich Vanessa Schehrer jedoch in 31 Pfeilen aus. Anschließend war es jedoch die 14-jährige Jenny, die mit 36 und 27 Darts in ihrem ersten DDV-Finale den 3:1 Sieg herausschoß. Die Averages lagen bei 15.71 für Jenny und bei 15.98 für Vanessa, die damit auf Platz 3 in der Mädchenrangliste geklettert ist!

Etwas überraschend gewann Jenny Lieverkus gleich in ihrem
ersten Mädchenfinale den Titel gegen Vanessa Schehrer

Artut/Langendorf siegten im Herrendoppel
Bei den 75 Herrendoppeln gab es eine ganze Reihe von Titelanwärtern. Wie schon in Berlin wurde auch in Hamburg in den 8 Gruppen Doppel-KO gespielt. Geradezu sensationell schieden in Gruppe 1 die an 1 gesetzten Bremer Seyler/Welge schon früh aus. Die beiden verloren bereits ihr zweites Spiel gegen Birchley/Reitzug (M´gladbach) und unterlagen dann im Vorfinale der Loserrunde gegen die Berliner Goga/Pohl.
Die im Doppel der letzten Saison so erfolgreichen Hoffmann/Nett (Bochum) unterlagen sogar schon in Runde 1 gegen Lander/Pfaff aus Urbach bzw. Walldorf. Auch für sie kam dann das endgültige Aus im Loservorfinale mit einem 1:2 gegen die kölschen Jungs Kahrau/Krüger.
Für DDV-Nr. 3 Stephan Schneider war schon im Einzel früh Schluß gewesen und auch im Doppel erging es ihm und dem Vortagsfinalisten Marcel Schmidt nicht viel besser. Man unterlag im Siegerhalbfinale 1:3 gegen Kurz/Petersen (Hamburg) und dann sofort gegen die Bremen/Berliner Kombi Hinz/Schwabe mit 1:2.
Die Lokalmatadoren Barlow/zum Felde verloren ihr 2. Spiel gegen Kropp/Honner (Hameln/Hannover) 2:3 und dann im Loserfinale erneut 1:2 gegen die gleichen Gegner. Kröckel/Rice hatten das Siegerfinale gegen Bayerns Greiter/Mieslinger mit 1:3 verloren, gewannen dann aber das 1. Gruppenendspiel 3:2. Aber dann kamen doch die brandgefährlichen Bayern mit einem 3:2 im 2. Spiel weiter.
In den Viertelfinals setzten sich dann ausnahmslos die Favoriten durch, wobei die 4 Gegner insgesamt nur ein einziges Leg gewannen. Auch die beiden Halbfinals waren bereits nach 2 Sets beendet. Dabei setzten sich Maik Langendorf und Jyhan Artut mit 2:0 und 2:1 gegen Bochums Joachim Paul und Haci Halim Senses durch. Alex Albert und Marco Puls aus Walldorf siegten mit zweimal 2:0 überraschend klar gegen Mast/Schulte.
Wie die anderen Finalspiele am Sonntag wurde auch das im Herreneinzel von BSPL Willi Kohlstruk gecallt. Den 1. Set verschliefen Artut/Langendorf und standen jeweils genau auf 170 Rest, als Albert/Puls zum 21- (mit 109er-Finish) bzw. 22-Darter checkten.
Set 3 begannen Artut/Langendorf dann aber mit zwei 140ern in Folge und übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle. Sie holten das Set in 16 und 26 Darts (dazwischen ein 17-Darter von Artut/Langendorf). Danach gewannen Albert/Puls kein Leg mehr, auch wenn 3 der restlichen 4 Legs, die in 19, 21, 24 und 23 Darts an die Nordlichter gingen, sehr knapp waren. Artut/ Langendorf gewannen mit 0:2, 2:1, 2:0 und 2:0 und spielten einen Average von 21.80. Der Schnitt von Albert/Puls lag mit 22.89 sogar einen guten Punkt höher.

Die Norddeutschen Maik Langendorf und Jyhan Artut gewannen das Herrendoppel in Hamburg

Ernst/Strauch gewannen das Damendoppel überlegen
In Hamburg gingen 31 Damendoppel an den Start. Gleich in Runde 1 gelang den Ahlener Jugendlichen Schulte/Weber ein Sieg über die Doppelsiegerinnen von Bremen Bächler/Männel (Flörsheim). Die Hessinnen unterlagen danach auch gegen Hornig/Spörle (Walldorf) und waren draußen.
Doch auch Schulte/Weber gingen nach einer Niederlage im nächsten Spiel gegen das NDV-Doppel Langendorf/Wilke in die Loserrunde. Hier erreichten sie das Vorfinale, wo sie gegen die beiden Hamburgerinnen Gamm/Glaser mit 0:2 unterlagen und damit Fünfte waren.
Conny Gamm und Jessica Glaser gewannen dann auch noch das Loserfinale gegen Langendorf/Wilke, gegen die sie vorher verloren hatten. Im Gruppenfinale ging es dann überraschend eng zu. Nur knapp mit 3:2 gewannen Ernst/Strauch dieses Match, das zugleich Halbfinale war, denn bei den Damen gab es nur 2 Doppel-KO-Gruppen. Conny und die noch jugendliche Jessica freuten sich aber dennoch über den hervorragenden 3. Platz.
In der anderen Gruppe mußten die Berlinerinnen Meyenburg/Vollbrecht gleich in Runde 1 eine Niederlage gegen Hamburgs Motzek/Tekin hinnehmen. Das sofort danach verlorene Match gegen Haase/Hartmann bedeutete das frühe Aus für die Berlinerinnen.
Recht überraschend kam auch die Zweitrundenniederlage von Kröckel/Niederau gegen Kühnert/Saleske (Eutin). Im Loservorfinale trafen die beiden Doppel dann nochmals aufeiander und diesmal gewannen die Favoritinnen Kröckel/Niederau, die danach auch noch Fiedler/Fiedler (Bremen) bezwangen und damit im Gruppenfinale standen. Hier unterlagen die beiden dann mit 1:3 gegen die zwei Ex-Mädchen-Einser Nicole Osthues und Michelle Sossong.
Im Endspiel legten Ernst/Strauch dann gleich mächtig los und Heike begann Set 1 mit einer 140 und Set 2 mit einer 180. In 22 und 16 Darts ging der Set dann auch an die Favoritinnen. Mit 23 Pfeilen gingen Heike und Bianka dann auch in Set 2 in Führung, was Nicole Osthues und Michelle Sossong jedoch mit einem 20-Darter ausglichen. Es sollte jedoch das einzige Mal bleiben, daß die zwei in diesem Finale auf Doppel kamen. Bereits im nächsten Leg machten Heike und Bianka mit einem weiteren 16-Darter zum 2:0 und 2:1 Sieg alles klar.
Ernst/Strauch spielten im Finale mit 25.15 einen fast genauso hervorragenden Average spielten wie schon zuletzt in Berlin. Nicole und Michelle erreichten einen Punkteschnitt von 19.12 - die beiden gewinnen mehr und mehr an Konstanz und scheinen zu einem weiteren absoluten deutschen Top-Doppel heranzureifen.
Die Tage in Hamburg haben sicher Spaß gemacht, auch wenn der Spielort doch etwas abseits lag - jedoch konnte man ja unmittelbar am Spielort wohnen. Die Organisatoren, allen voran Claudia zum Felde und Peter Tautenhahn, taten alles um den Teilnehmern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Neben ihnen geht der Dank der ddz natürlich auch an alle andere fleißigen Helfer in der Sportschule Sachsenwald. Hoffen wir, daß Hamburg nun zum ständigen Spielort wird - die Teilnehmerzahlen sind hier sicherlich noch längst nicht ausgereizt.

Heike Ernst und Bianka Strauch holten auch in Hamburg den Titel im Damendoppel

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

18./19. September 2004 DDV-Ranglistenturnier Berlin

Andreas zum Felde und Marene Csepeli siegen zum DDV-Saisonauftakt in Berlin

Am 18./19. September 2004 begann die neue DDV-Ranglistensaison wie gewohnt mit der Auftaktveranstaltung in Berlin. In der Sporthalle am Kölner Damm gewann der Hamburger Andreas zum Felde das Herreneinzel vor Stephan Schneider (Bochum). Im Dameneinzel siegte die in Berlin lebende Ungarin Marene Csepeli vor Sabrina Spörle (Walldorf). Die Titel im Jugendeinzel gewannen Kevin Münch (Bochum) vor Steven Krause (Berlin), sowie im Duell zweier Bochumer Schwestern Kerstin vor Britta Lederbogen. Mast/Schulte (Walldorf/Hutten-heim) wurden Deutsche Doppelmeister vor Schneider/Schmidt (Bochum). Bei den Damen gewannen Ernst/Strauch (Bochum/Bruchköbel) den Titel vor Fiedler/Fiedler (Bremen). Over-40-Meister wurden Johann Honner vor Frank Mast und Heike Ernst vor Gabi Vollbrecht.

Der Hamburger Andreas zum Felde gewann in Berlin sein erstes DDV-Ranglistenturnier

Lokalmatador Jörg Goga früh draußen
Sicher hat sich auch die neue DDV-Präsidentin Elke Unterberg mit ihrem Vize Peter Sossong gefreut erneut von einem Teilnehmeranstieg zu hören. In den Einzeln am Samstag betrug dieser gegenüber dem Vorjahr zwar nur 0,5% - in den Doppeln am Sonntag war jedoch eine Steigerung um sensationelle 27,9% zu verzeichnen. Vielleicht war dies auch in der Tatsache begründet, daß in Berlin das Doppel erstmals - wie schon seit längerer Zeit das Einzel - im Doppel-KO-System ausgetragen wurde.
Im Herreneinzel waren am Samstag 282 Spieler gemeldet, die ab 11.00 Uhr in 32 Doppel-KO-Gruppen an den Start gingen. Vier der 16 gesetzten Spieler erreichten ihr Gruppenfinale - wo die Gewinner von Sieger- und Verliererrunde aufeinandertreffen - nicht.
Überraschend mußte sich der zuletzt so erfolgreiche Berliner Lokalmatador Jörg Goga schon früh aus dem Turnier verabschieden. Er verlor gleich sein erstes Spiel gegen den starken Bayern Wolfgang Piegsa mit 2:3 und mußte sich später im Loserfinale dem gleichen Spieler nochmal mit1:2 beugen.
Von den 12 verbliebenen Gesetzten schieden in der Runde der letzten 32, ab wo einfach-KO gespielt wurde, weitere 5 aus. Besonders erwähnenswert ist dabei die 2:3 Niederlage von DDV-Nr. 1 Tomas Seyler gegen Joachim Paul (Bochum). Mit Andree Welge mußte sich hier auch DDV-Nr. 2 gegen seinen stark aufkommenden Mit-Bremer Andreas Kaulen geschlagen geben.
Im Achtelfinale machte der an 13 gesetzte Hamburger Andreas zum Felde erstmals deutlich auf sich aufmerksam. Monat für Monat für der gleichermaßen ruhige wie freundliche Andy stärker. Mit 3:1 warf er den Mitfavoriten Marcel Schmidt aus dem Rennen, der an 4 gesetzt war.

Ingo Vogt (Bückeburg) und Haci Halim Senses (Bochum) teilten sich Platz 3 im Herreneinzel

Andreas zum Felde nicht zu stoppen
Im Viertelfinale gewann Andy zum Felde dann auch noch eines von zwei Aufeinandertreffen zwei-er Gesetzter. Mit 2:0 und 2:1 setzte er sich gegen Masters-Sieger Jyhan Artut durch. Frankieboy Mast unterlag im anderen Gipfeltreffen gegen Haci Halim Senses, der erstmals in der Setzliste war, mit 1:2, 2:1 und 1:2 erst nach allen möglichen 9 Legs.
Überraschend schnell gewann Ingo Vogt (Bückeburg) sein Viertelfinale gegen Vorjahressieger Colin Rice mit 2:0 und 2:1. Das letzte Viertelfinale ging ebenfalls über die kompletten 9 Legs, wobei mit Stephan Schneider der gesetzte Spieler mit 2:1, 1:2 und 2:1 gegen Andreas Kaulen gewann.
Mit zweimal 2:1 gewann dann Stephan Schneider auch das Halbfinale gegen Ingo Vogt, womit der letzte ungesetzte Spieler ausgeschieden war und Stephan sein erstes DDV-Einzelfinale erreicht hatte.
Im Parallelspiel gab Haci Hamim Senses Set 1 mit 1:2 an Andreas zum Felde ab, gewann das zweite jedoch mit dem gleichen Ergebnis. Mit einem 2:1 im 3. Set erreichte dann auch Andreas zum Felde sein erstes DDV-Finale.
Es war also klar, daß es einen ganz neuen DDV-Titelträger geben würde. Zunächst sprach alles für Andreas. Denn der gewann im Endspiel Set 1 in 23 und 18 Darts (mit 79er- und 156er-Finish) ohne daß Stephan Schneider auf Doppel werfen konnte.
Auch Set 2 ging in 21 und 18 Darts an Andy, der dabei 120 und 82 dichtmachte. Nun hatte Stephan jeweils auf Doppel gestanden als Andy zuzog. Schneider drehte im 3. Set dann auf und entschied es in 15 und 18 Darts (mit 78er- und 92er-Finish) für sich - ohne daß Andy unter 100 kam.
Mit 24 bzw. 18 Darts gewannen Andy und Stephan dann die ersten beiden Legs in Set 4, und Stephan konnte es dann mit einem 108er-Finish zum erneuten 18-Darter für sich entscheiden.
Im letzten Durchgang ging Andy mit 24 Darts in Führung und Stephan glich in 21 Pfeilen aus. Nun mußten zum Sieg 2 Legs Vorsprung her. Andy zum Felde war es schließlich, der mit den folgenden 21- und 17-Dartern zu seinem ersten DDV-Einzeltitel checken konnte.
Andreas zum Felde spielte in diesem Finale einen Average von 24.66. Er benötigte dabei insgesamt 247 Darts zum Titelgewinn. Gegner Stephan Schneider erreichte 25.24 Zähler pro Dart.

Stephan Schneider aus Bochum belegte im Herreneinzel Platz 2 hinter Andreas zum Felde

Marene Csepeli gewinnt Damenfinale gegen Sabrina Spörle
Bei den 101 Damen wurde in 8 Doppel-KO-Gruppen gespielt. Kerstin Niederau mußte eine Erstrundenniederlage mit 0:3 gegen Anne Höppner (Berlin) hinnehmen und verlor später im Loserhalb-finale gegen Nicole Teichert (Berlin) 0:2. Damit war die Titelverteidigerin draußen ohne auch nur ein Leg gewonnen zu haben.
Es standen noch 5 Gesetzte im Achtelfinale, wo die Gewinnerinnen der Sieger- und Verliererrun-den aufeinandertrafen. Dreimal konnten hier Spielerinnen, die aus der Loserrunde kamen, mit 2 Siegen doch noch den Einzug ins Viertelfinale feiern.
Im Berliner Duell gewann Anne Höppner 3:1 und 3:2 gegen Vanessa Scheja. Nadine Meyenburg siegte 3:2 und 3:1 gegen Andrea Anhalt (Hannover) und DDV-Nr. 2 Bika Strauch setzte sich mit 3:2 und 3:0 gegen die Bremerin Nicole Hartmann durch.
Unter den Letzten Acht ließ sich DDV-Nr. 1 Heike Ernst von der stark spielenden Marene Csepeli, einer in Berlin lebenden Ungarin, mit 0:3 überraschen. Im dem einzigen Vergleich zweier Gesetzter gewann Bianka Strauch 3:1 gegen Astrid Kamm.
Im Duell von zwei erfahrenen Berlinerinnen setzte sich Gabi Vollbrecht mit 3:2 gegen Anne Höppner durch. Das Aufeinandertreffen der ganz jungen Spielerinnen sah Sabrina Spörle mit 3:2 gegen Nadine Meyenburg vorn.
Die einzige Ungesetzte im Halbfinale war Marene Csepeli, und die gewann mit zweimal 2:0 gegen Gabi Vollbrecht. Sabrina Spörle wies einmal mehr ihre stetig anwachsende Leistungskonstanz nach, als sie in 2 Sets 2:0 und 2:1 gegen Bianka Strauch gewann.
Im Finale auf der Bühne holte Marene Csepeli das 1. Leg in 22 Darts und Sabrina Spörle glich in 27 Pfeilen aus. Die Ungarin spielte dann einen 20 Darter zum Gewinn des 1. Sets (bei drei Tonnen von Sabrina).
Im 2. Set kam Mare-ne dann nicht auf Doppel als Sabrina mit zweimal 21 Darts den Setausgleich schaffte. Ein 85er-Finish brachte Marene das 1. Leg im letzten Set mit 24 Darts. Es folgte ein Nervenleg. Beide Spielerinnen scorten nun plötzlich schwach. Sabrina konnte mit 7 Darts nicht checken und stand auf Doppel-1 als Marene zum 38-Darter und damit zum Titel dichtmachte.
Die Averages waren auf Grund des schwachen letzten Legs mit 18.99 für Marene Csepeli und 19.48 für Sabrina Spörle nicht allzu hoch - aber spannend war das Spiel immer!

Die in Berlin lebende Ungarin Marene Csepeli gewann das Dameneinzel vor Sabrina Spörle (Walldorf)

Kevin Münch spielte Darts vom anderem Stern
Am Sonntag liefen dann die Einzel der Jugendlichen. Bei den Jungen traten 30 Starter in zwei Doppel-KO-Gruppen ans Oche. Unglaublich stark präsentierte sich die Jungen-Nr. 1 Kevin Münch. Auf seinem Weg ins Gruppenfinale gab er nur gegen Christian Küchler (Möhrendorf) ein Leg ab. Auch gegen Loserrundensieger Christopher Goga (Berlin) setzte sich Kevin dann 3:0 durch und stand damit im Turnierendspiel.
In der anderen Gruppe gab Steven Krause in seinen 4 Matches bis zum Gruppenfinale nur ein Leg mehr ab als Kevin. Er gewann dann dort gegen Sven Flück (Neunkirchen) mit 3:1. Das Finale war vielleicht das schnellste der gesamten DDV-Geschichte. Es kann nicht viel länger als 5 Minuten gedauert haben, bis Kevin Münch mit zweimal 2:0 gegen einen gewiß nicht schwachen, aber gegen Ende des Matches ange-sichts Kevins außerirdischen Darts resignierenden Steven.
Das 1. Leg gewann Kevin Münch in 15 Pfeilen incl. 180 und 104er-Finish. In Leg 2 stand Kevin nach 12 Darts auf Doppel - diesmal kam der Check jedoch erst recht spät, so daß es ein 24-Darter wurde. Wieder hatte er eine 180 erzielt. Das 2. Leg begann dann gleich mit Kevins dritter 180. Er spielte einen 13er und dann gleich noch einen - zum Titelgewinn! Kevins Average lag bei sagenhaften 30.83, der von Steven bei 21.46.

Kevin Münch (Bochum) gewann mit Superleistung das Finale der Jungen gegen Steven Krause (Berlin)

Zwei Schwestern im Mädchenfinale
Bei der weiblichen Jugend gingen 18 junge Damen an den Start. Nicht dabei war Nicole Osthues, die den Jugendbereich als Mädchen-Nr. 1 verlassen hat. Auch die Mädchen spielten in 2 Gruppen Doppel-KO.
Die neue Mädchen-Nr. 1 Viktoria Weber erreichte das Gewinnerfinale der ersten Gruppe, wo sie mit 3:1 gegen Britta Lederbogen siegte. Britta ist die kleine Schwester von Mädchen-Nr. 3 Kerstin und erreichte über einen 2:0 Sieg im Loserfinale doch noch das Gruppenendspiel. Dort gewann Britta mit 3:1 und 3:0 gegen Viktoria Weber und stand in ihrem ersten Mädchenfinale.
In der Gruppe 2 gewann Mädchen-Nr. 2 Nadine Meyenburg im Siegerfinale gegen Brittas große Schwester Kerstin Lederbo-gen mit 3:2. - Kerstin siegte dann aber im Loserfinale gegen die starke Nadine Klein (Bruchköbel) mit 2:0 und traf im Gruppenfinale erneut auf Nadine Meyenburg. Wie ihre Schwester schaffte auch Kerstin es zweimal gegen Nadine zu gewinnen (3:0 und 3:2) und stand Endspiel.
In diesem Bühnenfinale war natürlich die große Schwester favorisiert, aber die kleine hielt gut mit. Kerstin gewann das 1. Leg in 39 Darts als Britta 40 Rest hatte. Das 2. Leg ging dann in 33 Pfeilen an Britta als Kerstin auf 4 Rest stand.
In den beiden nächsten Legs dominierte aber doch Kerstin, die sich mit 33 und 29 Pfeilen den Titel sicherte. Die Averages dieses Schwesternfinales (beide Robin Hood Bochum) lagen bei 15,27 für Kerstin und bei 12.57 für Britta.

Kerstin Lederbogen gewann das Bochumer Mädchenfinale gegen ihre Schwester Britta

Mast/Schulte gewinnen ihren 4. Doppel-DM-Titel
Vor den Sonntagswettbewerben hatte es bereits um 10.00 Uhr morgens eine sehr erfreuliche Aktion gegeben. Die Berliner Jugendliche Nadine Meyenburg hatte das Mikrophon ergriffen und den Berliner Dart-Symphatieträgern Gabi und Jürgen Vollbrecht Dank und Anerkennung für jahrelange gleichwohl vorbildliche wie engagierte Verbandstätigkeit ausgesprochen. - Aufgrund zahlreicher persönlicher Nackenschläge haben die beiden seit Jahren nicht mehr in Urlaub fahren können.
Um so mehr freute sich Nadine ihnen dazu einen Spendenbetrag von über 900 e überreichen zu können, den die von ihr initiierte Sammlung unter Dartspielern in und außerhalb von Berlin erbracht hatte. Gabi und Jürgen waren absolut überrascht und tief gerührt, und brauchten schon eine Weile und Worte des Dankes zu finden.
Mit ansehnlichen 112 Herrendoppeln war die 20. Deutsche Meisterschaft, die wie die Jugend am Sonntag stattfand, ganz ausgezeichnet besucht - im Vorjahr gingen nur 93 Paare an den Start!
Erstmals wurde auch in den Doppelwettbewerben im Doppel-KO-System gespielt. In 8 Gruppen trat man ans Oche. In den Gruppenfinals der Sieger von Gewinner- und Verliererrunden verlief alles mehr oder weniger nach Programm.
Im Viertelfinale mußten sich die Titelverteidiger Kröckel/Rice erst nach allen möglichen 9 Legs gegen die Norddeutschen Artut/Langendorf geschlagen geben. Mast Schulte schalteten die in der Vorsaison so erfolgreichen Hoffmann/Nett mit 2:0 und 2:1 aus.
Kaum zu glauben, aber Seyler/Welge waren bei 2 Finalteilnahmen noch nie Deutsche Doppelmeister - und sie wurden es auch diesmal nicht. Mit zweimal 1:2 unterlag man gegen Mast/Schulte. Im anderen Halbfinale gaben Schmidt/Schneider zwar Set 1 mit 0:2 an Artut/Langendorf ab, gewannen die beiden nächsten jedoch mit 2:0 und 2:1.
Mast/Schulte gewannen im Finale auf der Bühne das 1. Set in 18 und 20 Darts. Das gaben sie bei einem eigenen 18-Darter gegen 19 und 18 Pfeile ab.
Im 3. Set gewannen Schmidt/Schneider das mittlere Leg mit einem 18-Darter, Mast/Schulte jedoch die anderen beiden in 18 und 19 Darts. Ein 18-Darter brachte Schmidt/Schneider dann im 4. Set in Führung, doch Mast/Schulte sicherten sich ihre 4. Doppel-DM mit den folgenden 21 und 17 Darts.
Die Sieger spielten dabei einen Average von 25.20, während die Vizemeister 24.88 Zähler pro Dart zu verzeichnen hatten. Für Mast/Schulte war es bereits der vierte Doppelmeistertitel nach 94, 96 und 98 - noch nie haben die beiden ein Finale um die Doppel-DM verloren.

Marcus Schulte (Huttenheim) und Frank Mast (Walldorf) wurden Deutsche Doppelmeister

Ernst/Strauch zum 8. Mal Doppelmeisterinnen
Die 44 Damendoppel, die um die Deutsche Meisterschaft spielten, gingen in 4 Doppel-KO-Gruppen an den Start. In Gruppe 1 gewannen die 7-fachen Titelgewinnerinnen Ernst/Strauch das Finale ihrer Gruppen, das zugleich Viertelfinale war, mit 3:1 gegen die beiden Norddeutschen Beushausen/Wilke. Mit genau dem gleichen Ergebnis hatte man sich bereits zuvor in der Siegerrunde getrennt.
In Gruppe 2 hatten die noch jungen Osthues/Sossong das Sie-gerfinale gegen die hessischen Gold-Cup-Siegerinnen Bächler/Männel mit 2:3 verloren, konnten sich dann aber im Gruppenfinale gegen die gleichen Gegnerinnen mit zwei 3:1 Siegen ins Halbfinale spielen. - Ein 3:2 gegen Kröckel/Niederau brachte in Gruppe 3 auch die Bremer Fiedler-Schwestern unter die letzten Vier. Kröckel/Niederau waren zuvor schon 2:3 gegen Hatzl/Höppner (Berlin) unterlegen.
In der vierten und letzten Gruppe gewannen Birgit Tischer aus Dortmund und Claudia Papendick aus Köln das Gruppenfinale 3:2 gegen Bremens Ehlen/Meister. Schon im Siegerfinale hatten sich die beiden gegen Ehlen/Meister mit einem 3:1 durchgesetzt.
Das erste Halbfinale gewannen die Favoritinnen Ernst/Strauch gegen Osthues/Sossong recht glatt mit 2:1 und 2:0. Bedeutend knapper war es im zweiten. Papendick/Tischer holten Set 1 mit 2:0. Die nächsten 2 Sets standen auf Messers Schneide. Papendick/Tischer konnten hier eine ganze Reihe von Matchdarts nicht nutzen und mußten sich so am mit zweimal 1:2 gegen Sandra und Yvonne Fiedler geschlagen geben.
Im Bühnenfinale lief dann aber nicht mehr viel für die Bremerinnen. Ernst/Strauch gewannen hoch überlegen mit zweimal 2:0 und benötigten dazu 25, 20, 18 und 20 Darts - was einen Average von 24.14 ergab. Die sonst bedeutend stärkeren Fiedler-Schwestern erreichten im Schnitt nur 15.37 Punkte pro Dart. - Für Heike und Bianka war es bereits der achte gemeinsame Doppelmeistertitel und selten hat man die beiden zuletzt so konzentriert gesehen.

Bianka Strauch (Bruchköbel) und Heike Ernst (Bochum) gewannen die Doppel-DM der Damen

Johann und Heike Seniorenmeister
Bereits zum 6. Mal wurden in Berlin die Senioren-Einzelmeisterschaften ausgetragen, bei denen nur Herren und Damen ab 40 Jahren an den Start gehen dürfen. Es wurde komplett Doppel-KO durchgespielt.
Bei den 45 Herren gewann der Vorjahresdritte Johann Honner (Hannover) das Endspiel gegen Frank Mast (Walldorf), der erstmals mit dabei war. Platz 3 ging an Vorjahressieger Colin Rice, Vierter wurde Jürgen Lechtken (jetzt Mülheim).
Bei den Damen gab es gleich zwei Superlativen. Gabi Vollbrecht aus Berlin erreichte zum 6. Mal in Folge das Finale (also immer von Beginn an!). Hier unterlag sie erst nach zwei heiß umkämpften Spielen gegen die Bochumerin Heike Ernst, die damit zum 3. Mal in Folge (also immer seit sie mitspielen darf) den Titel gewann. Dritte wurde Berlins Sportwartin Anne Willkomm und Vierte Andrea Beushausen (Moringen).
Es war ein schönes Wochenende in Berlin, auch wenn es sonntags wegen des Doppel-KO-Systems etwas länger dauerte. Die ddz bedankt sich bei allen fleißigen Berliner Helfern, stellvertretend bei Jürgen und Anne, für die super Unterstützung vor während und nach dem Turnier!

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

19./20. Juni 2004 German Masters in Erlensee:

Bei der 17. German Masters gewinnen Jyhan Artut und Nermin Wilke die Einzeltitel

Die 17. German Masters fand am 19./20. Juni 2004 einmal mehr im hessischen Erlensee statt. - Am Samstag lief zunächst der Länderpokal, wo sich Nordrhein-Westfalen zum 16. Mal den Titel der Gesamtwertung sicherte. Zweite wurden die Hessen, Platz 3 belegte Bayern. NWDV (1) hatte das Endspiel im Herrenteam gegen Bremen (1) gewonnen, Bayern (1) siegte im Teamfinale der Damen gegen Nordrhein-Westfalen (2). - Das Herreneinzel am Sonntag gewann Jyhan Artut im rein norddeutschen Finale gegen Andree Welge. Nermin Wilke siegte im Überraschungsfinale der Damen gegen Silke Surdakowski. Den Titel der männlichen Jugend gewann Steven Krause vor Sven Flück, und bei den Mädchen siegte Nicole Osthues vor Nina Schreiner.

Alle noch in der Halle verbliebenen NWDV-Spieler
feierten auf der Bühne den Gewinn des Länderpokals

NWDV (1) gewinnt das Finale im Herrenteam klar vor Bremen (1)
Im Länderpokal gingen 30 Herren-Achterteams an den Start. Gleich in Runde 1 mußten 2 Matches nach 6-6 Endstand im Teamgame entschieden werden, wobei Bremen (2) am Ende genauso mit 7-6 gegen NWDV (5) gewann wie NWDV (4) gegen Saarland (1) siegte.
Es gab hier auch 2 Whitewashes, wobei das 7-0 von Berlin (1) gegen NWDV (2) sicher noch bemerkenswerter war als das 7-0 von Hessen (1) gegen Bremen (3). Alle anderen Erstrundenergebnisse bewegten sich im Rahmen des Erwarteten.
Auch im anschließenden Achtelfinale gab es zwei Teamgames. Dabei trafen schon hier mit Bayern (1) und BWDV (1) zwei der ganz Großen aufeinander. Nie konnte sich ein Team mehr als ein Spiel Vorsprung herausarbeiten und so hieß es am Ende 6-6. Nun hatten die Baden-Württemberger die besseren Nerven und konnten das Teamleg zum 7-6 gewinnen. Da Bayern 2 und 3 zeitgleich hoch verloren brachte der Freistaat keines seiner 3 Teams bis ins Viertelfinale - das war bitter.
Bereits mit 4-2 und 6-4 hatte NWDV (4) sensationell gegen den Vorjahressieger Hessen (1) geführt! Doch die Hessen, bei denen 6 Spieler von DIG Neu-Isenburg ans Oche traten, kamen jedes Mal zurück. Jeweils 3:1 gewannen Noll/Noack gegen Kämmerer/Pfeiffer und Köhler/Patolla gegen Henrichs/D.Klimek. Es stand 6-6 und das Teamgame begann. Hessen gewann das erste Leg 1001, im zweiten war es dann schließlich Peter Noack, der zum 7-6 Endstand für Hessen checkte.
Damit standen nun 6 erste Mannschaften im Viertelfinale, komplettiert von Hessen (2) und (3), die damit wie Team HDV (1) die letzten 8 erreicht hatten. Während Hessen (3) eine glatte 0-7 Niederlage gegen NWDV (1) hinnehmen mußte, schaffte Hessen (2) eine Überraschung. Mit sage und schreibe 7-1 siegte man gegen den Vorjahresfinalisten Niedersachsen (1).
Ein Top-Spiel im Viertelfinale war auch die Partie zwischen Bremen (1) und Berlin (1). Berlin (1) ging gegen Bremen (1) mit Granz, Dräger und Goga auch gleich mit 3-0 in Führung und gab dabei nur ein einziges Leg ab!
Doch Welge, Hinz, Seyler, Klittmann und Rinkwitz gewannen die nächsten 5 Einzel zur 5-3 Pausenführung, wobei nun Berlin insgesamt nur 4 Legs holen konnte. Seyler/Welge gewannen das erste Doppel gegen Goga/Granz und Buchal/Rinkwitz machten gegen Krause/Przybylek den 7-4 Sieg für die Bremer klar.
Auch die Partie zwischen Hessen (1) und BWDV (1) versprach Einiges! Die Hessen gingen durch Stiplovsek, Buskohl und Patolla mit 3-0 in Führung, dann verkürzten Gutting und Schulte auf 2-3 aus BWDV-Sicht. Doch die letzten drei Einzel gewannen Noll, Frommann und Köhler zur 6-2 Führung von HDV (1) nach den Einzeln. Zwar holte BWDV (1) dann die ersten beiden Doppel, doch Noll/Noacks 3:2 gegen Antz/Stübs stellte den hessischen 7-4 Sieg sicher.
Im Halbfinale gab es dann ein klares und ein knappes Spiel. Top-Favorit NWDV (1) landete gegen Hessen (2) mit 7-1 einen Kantersieg. Nur im 6. Einzel gelang Gerhard Blumenthal mit einem 3:1 gegen Stephan Schneider der einzige Sieg für die Hessen.
Der Titelverteidiger Hessen (1) geriet gegen Bremen (1) - bei denen Efe, Kaulen und Buchal Siege erzielten - mit 0-3 in Rückstand. Boris Stiplovsek gewann dann mit 3:2 gegen Andree Welge, doch nach 6 Einzeln lag man immer noch 2-4 hinten. Noll und Köhler schafften jedoch dann den 4-4 Ausgleich bis nach den Einzeln.
Noll/Noack brachten Hessen (1) dann mit einem 3:0 gegen Hinz/Klittmann im ersten Doppel erstmals in Führung. Doch nach allen 4 Doppeln stand es wieder 6-6 Unentschieden. Ein Teamgame wurde fällig und das gab schließlich den Ausschlag für Bremen, das damit ins Turnierfinale gegen NWDV (1) einzog.
Haci Halim Senses gewann im Finale das Auftakteinzel gegen den Bremer Hasim Efe ebenso mit 3:1 wie Bochums Kevin The Kid Münch, der gegen gegen Andreas Kaulen mit 27.42 den drittbesten Average des Teams spielte und 152 dichtmachte.
Andree Welge holte dann mit einem 3:2 gegen Marcel Schmidt, dem ein 12-Darter gelang, den ersten Punkt für Bremen, doch die nächsten drei Matches verlor man allesamt knapp mit 2:3. Michael Nett siegte dabei gegen Bernd Buchal. Colin Rice gelang gegen Tomas Seyler nicht nur der Sieg sondern mit 29.34 auch der zweitbeste Average der Nordrhein-Westfalen und ein 110er-Finish zum Match. Shorty Seyler erreichte mit 27.67 den höchsten Bremer Average.
Andy Kröckel ließ Marcel Rinkwitz, der nie eine zweistellige Restpunktzahl erreichte, bei seinem 3:0 in 17, 14 und 16 Darts überhaupt keine Chance, was auch der Top-Average des Finales mit 31.98 dokumentiert. Andreas Klittmann verkürzte dann mit einem 3:1 gegen Rainer Haaß zum 2-6 aus Bremer Sicht zur Pause.
Gleich das erste Doppel brachte dann die endgültige Entscheidung: Schmidt/Senses gewannen das schwächste Match des gesamten Spiels klar mit 3:0 gegen Klittmann/Seyler zum 7-2 Endstand. Damit eroberte sich Team NWDV (1) den im Vorjahr an Hessen (1) abgegebenen Titel eindrucksvoll zurück. Die Gesamtaverages der Teams im Finale lagen bei 26.26 für NWDV (1) und bei 23.97 für Bremen (1).

Team Nordrhein-Westfalen (1) gewann das Achterteam der Herren beim Länderpokal

Bayerinnen gewinnen erstmals das Viererteam
Zeitgleich mit den Herrenachtern waren am Samstag auch die Viererteams der Damen ins Rennen gegangen. Hier gingen 29 Teams an den Start. Eine hohe 0-4 Niederlage gleich in Runde 1 bezog einzig Niedersachsen (3) gegen Bayern (1). Es hagelte jedoch Teamgames, denn gleich 6 der Erstrundenmatches endeten mit 4-3!
Dabei tat sich Berlin (1) gegen Bremen (3) recht schwer. Auch Vorjahressieger Hessen (1) mußte nach 3-1 Führung gegen NWDV (4) noch den Ausgleich zum 3-3 hinnehmen, setzte sich dann aber im Teamleg (bei den Damen wird hier nur 1 Leg 1001 gespielt) durch.
Hessen (2) hingegen unterlag im Teamleg genauso gegen NWDV (6) wie Hessen (4) gegen NWDV (5). Auch Hamburg (1) benötigte gegen das starke Bayern (2) das Teamgame zum Weiterkommen. Schleswig-Holstein (1) konnte nach 1-3 Rückstand gegen BWDV (3) noch ausgleichen, unterlag dann aber im Decider.
Im anschließenden Achtelfinale überzeugte das junge Team von NWDV (2) mit einem glatten 4-0 gegen den Mitfavoriten Berlin (1), bei dem allerdings Gabi Vollbrecht und Astrid Kamm kurz vor dem Turnier absagen mußten. - Die größte Überraschung in dieser Runde war aber vielleicht der 4-2 Sieg von Niedersachsen (2) gehen Bremen (1). Weniger gut war es bei Niedersachsen (1) gelaufen, das mit 2-4 gegen Hamburg (1) ausschied.
Wie im Achtelfinale, so gab es auch im Viertelfinale kein einziges Teamgame. Jeweils glatt mit 4:0 konnten sich hier Hessen (1) gegen Niedersachsen (2) und NWDV (4) gegen NWDV (6) durchsetzen. Eine überraschend hohe 1-4 Niederlage mußte dann Hamburg (1) gegen BWDV (1) hinnehmen.
Der Top-Favorit NWDV (1) traf im letzten Viertelfinale auf Bayern (1) und ging durch ein 3:0 von Bianka Strauch gegen Iris Wagner 1-0 in Führung. Doch die nächsten 3 Einzel gingen allesamt zur 3-1 Führung an die Bayerinnen. Aus je einem gewonnenen und verlorenen Doppel resultierte dann die 2-4 Niederlage von NWDV (1).
Im Halbfinale hatte es Bayern (1) dann mit Titelverteidiger Hessen (1) zu tun. Iris Wagner und Anke Kir-chermeier brachten die Blau-Weißen in Führung. Marion Diehn konnte auf 1-2 verkürzen, doch nach Andrea Leipolds Sieg stand es 3-1 für die Bayerinnen. Beide Doppel standen dann auf Messers Schneide. An jede Seite fiel ein 3:2 Sieg, womit Bayern (1) 4-2 gewonnen hatte und im Endspiel stand.
Hatten im ersten Halbfinale die beiden Favoriten gestanden, so trafen sich im zweiten die beiden Außenseiter. Nach den Einzeln stand es 2-2 zwischen NWDV (2) und BWDV (2). Im Doppel siegten dann Silies/Surdakowski 3:0 gegen Kempter/Kutscherauer und Osthues/Sossong 3:2 gegen Hornig/Spörle, so daß NWDV (2) 4-2 gewann und ins Finale einzog.
Gegen das routinierte bayerische Team waren die Nordrhein-Westfälinnen ein klein wenig in der Rolle des Außenseiters, doch das störte sie erst einmal gar nicht. Die weitgehend noch unbekannte Silke Surdakowski hatte bis dahin klasse gespielt und gewann auch im Endspiel das erste Einzel mit 3:1 gegen Iris Wagner.
Die Einzelsiegerin des Jahres 2000 Anke Kirchermeier konnte dann mit einem 3:0 gegen Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues für Bayern ausgleichen, wobei Nicole jedesmal auf Doppel geworfen hatte. Danach gewann Michelle Sossong glatt mit 3:0 gegen Sonja Haller und Anja Silies´ 3:1 bedeutete die etwas überraschende 3-1 Pausenführung für NWDV (2).
Ein einziges Doppel mußte man nun noch gewinnen um den Titel zu holen. Im besten Spiel des gesamten Matches gewannen Bayerns Leipod/Wagner das erste Doppel gegen Osthues/Sossong mit 3:1. Haller/Kirchermeier gewannen dann auch das zweite Doppel mit 3:2 gegen Silies/Surdakowski, wobei man einen schönen 17-Darter zum Match spielte. Es stand 3-3 und das Teamgame mußte entscheiden.
Hier schien dann doch NWDV (2) das Rennen zu machen, denn man lag punktemäßig von Anfang an weit in Front. Einen Vorsprung von 158 Zählern wies man dann in diesem 1001er nach 45 Darts auf. Doch nun kamen bei dem im Schnitt weniger erfahrenen NWDV-Team dann doch die Nerven durch. Man vergab 13 Darts zum Match und es war dann Sonja Haller, die mit dem zweiten bayerischen Dart auf Doppel den Titel in den Süden holte! Die Teamaverages im Finale lagen bei 16.84 für Bayern (1) und bei 17.31 für Nordrhein-Westfalen (2).
Die Bayerinnen feierten ihren ersten Titelgewinn ausgelassen und die NWDVlerinnen konnten sich zumindest darüber freuen mit ihrem 2. Platz den Gewinn des Län-derpokals für ihren Verband endgültig gesichert zu haben. Hessen belegte in der Gesamtwertung Platz 2 und die Bayerinnen sorgten mit ihrem Sieg dafür, daß man trotz des frühen Ausscheidens der Herren noch Bronze holte.

Erstmals konnte Team Bayern (1) das Viererteam beim Länderpokal gewinnen

Für Jyhan Artut wurde mit dem Masters-Sieg ein Traum Wirklichkeit
Beim Herreneinzel am nächsten Tag gingen die Top-30 der DDV-Rangliste komplett an den Start, was einen hochklassigen Wettbewerb garantierte. Gleich in Runde 1 unterlag Marcel Schmidt gegen Marko Jovanovic (Hannover).
Carstens Hoffmanns Auslosung war kein Zuckerschlecken, denn gleich in Runde 2 wartete mit Thomas Wille der sechsfache Masters-Finalist, der im Vorjahr Zweiter war. Bei der Masters wird von Anfang an best-of-3-sets-of-3-legs gespielt. Carsten unterlag klar mit 0:2 und 1:2 und mußte seine Träume vom Na-tionalteam begraben.
Von den 16 gesetzten Spielern schieden neben Schmidt und Hoffmann noch zwei weitere recht früh aus. Es waren die Setznummern 15 und 16, wobei Johann Honner in Runde 2 gegen Jörg Bleckmann (Hamburg) unterlag und der erstmals gesetzte Hamburger Andy zum Felde sogar gleich in Runde 1 gegen Peter Mennekes (Neuss) verlor.
Unter den letzten 64 mußte sich dann auch der zuletzt so erfolgreiche Jörg Goga mit zweimal 1:2 gegen Michael Gutting (Huttenheim) geschlagen geben. Michael Nett verlor gegen den Jens Ziegler (Hannover) mit 1:2, 2:0 und 0:2.
In den Boardfinals der letzten 32 siegte im Duell der Ex-Nationalspieler der ungesetzte Michael Corbach gegen DDV-Nr. 6 Rainer Haaß. Andy Kröckel hatte hier zunächst gegen Simon Hughes aus Soest auf der Siegerstraße geschienen, unterlag am Ende aber doch mit zweimal 1:2.
Im Achtelfinale gab es eine ganze Reihe interessanter Matches. Andreas Kaulen (Bremen) unterlag erst nach allen 9 möglichen Legs gegen DDV-Nr. 1 Tomas Seyler. In einem Aufeinandertreffen zweier gesetzter Spieler endeten alle 3 Sets 2:0, wobei sich Marcus Schulte gegen Colin Rice durchsetzte.
Es folgten die Viertelfinals. Beim einzigen Spiel zweier Ungesetzter ging es hoch her. Jungen-Nr. 1 Kevin Münch hatte ein Superturnier gespielt und gewann nun auch gegen Michael Gutting den 1. Set mit 2:1. Doch Michael kam zurück und drehte diesen absolut hochklassigen Dartkrimi dann mit zwei anschließend jeweils 2:1 gewonnenen Sets doch noch um.
Vorjahressieger Tomas Seyler gewann Set 1 im Duell zweier Gesetzter mit 2:0 gegen Jyhan Artut und hatte dann beim Stand von 1:1 in Set 2 Tops zum Match. Doch Shorty verfehlte sein Doppel, und Jyhan holte das Set wie auch das folgende mit 2:1. Die Nr. 1 war draußen.
Ebenfalls zwei Gesetzte trafen mit An-dree Welge und Frank Mast aufeinander. Andree siegte hier klar mit zweimal 2:0 gegen Frankieboy. Auch Michael Corbachs Siegeszug ging weiter, als er sich mit 2:1, 0:2 und 2:1 gegen Franks Doppelpartner Marcus Schulte ins Halbfinale spielte.
Beide Halbfinals waren dann bereits nach zwei Sets beendet. Bei Jyhan Artut lief es nun wie aus einem Guß und Michael Gutting schien nach dem Feuer werk gegen Kevin Müch etwas ausgebrannt. Jyhan gewann das Match mit zweimal 2:0. Ähnlich lief es für Michael Corbach gegen Andree Welge. Michael konnte nur ein Leg gewinnen und mußte folgerichtig das Match mit 1:2 und 0:2 an den Bremer abgeben.
Die Spannung war groß, als Caller Martin Bächler zum Herrenfinale rief. Jyhan Artut wirkte zu Beginn des Endspiels etwas übermotiviert. Im 1. Leg hatte er 133 Rest, als Andree zum 20-Darter dichtmachte. In Leg 2 verpaßte der Hannoveraner dann 2 Darts auf Check bevor Andree, der hier auch eine 180 warf, zum 17-Darter zuzog.
Im 2. Set war es dann Andree, der mit 174 einen hohen Rest hatte als Jyhan zum 18 Darter (incl. 180) checkte. Ein zweiter 18-Darter brachte Jyhan den Setausgleich als Andree auf Tops Rest stand. Ein 20-Darter brachte Andree im 3. Set 1:0 in Führung. Mit einem schönen 14-Darter (incl. 180) und einem 17er drehte Jyhan das Set noch um und ging mit 2-1 Sets in Durchgang Nr. 4.
Nach einem 16-Darter, der bereits Jyhans dritte 180 beinhaltete, sah der Hannoveraner Gastwirt bereits wie der sichere Sieger aus. Doch er verpaßte im 2. Leg zwei Darts auf Doppel und Andree checkte zum 20-Darter. Auch im 3. Leg hatte Jyhan leichte Doppelprobleme was Andree mit einem erneuten 20-Darter zum Setausgleich nutzte.
Der 5. Set mußte entscheiden. Auf Tops stehend mußte Andree zusehen wie Jyhan 60 Rest zum 17-Darter dichtmachte. Nun knickte Andree ein und sein höchster Score im folgenden Leg war 64 - so daß er noch 244 Rest hatte, als Jyhan mit einem 18-Darter seinen ersten German-Masters-Titel einfuhr.

Jyhan Artut gewann das Masters-Einzel der Herren vor Andree Welge

Nermin Wilke wird sensationell Damensiegerin
Bei den Damen fehlten von den Top-20 des DDV mit Gabi Vollbrecht und Nicole Hartmann lediglich zwei. Es wurde ein bemerkenswerter Einzelwettbewerb, bei dem das ganz große Favoritensterben angesagt war!
Die gesetzte Gabi Vollbrecht war wie erwähnt wegen Krankheit nicht angereist (von dieser Stelle aus die allerbesten Wünsche!). Gleich in Runde 1 war auch für die Hagener Berlinerin Astrid Kamm nach einer Niederlage gegen Marion Diepenseifen das Turnier zu Ende.
Die größte Überraschung gab es dann in Runde 2, als DDV-Nr. 1 Heike Ernst mit 2:3 gegen die noch fast völlig unbekannte Ner-min Wilke (Hannover) unterlag, die vor wenigen Wochen mit dem Sieg beim DDV-Regio in Bremen erstmals auf sich aufmerksam machte.
Von den 5 verbliebenen Gesetzten unterlag Trixi Kröckel unter den letzten 32 mit 2:3 gegen Iris Wagner aus dem siegreichen bayerischen Viererteam. Auch Kerstin Niederau mußte hier nach einem 1:3 gegen Anne Höppner (Berlin) das Turnier beenden.
DDV-Nr. 2 Bianka Strauch zog dann mit 1:3 gegen Silke Surdakowski aus dem Team des Vizemeisters NWDV (2) den Kürzeren, so daß im Viertelfinale nur noch die Setznummern 6 und 8 standen. Überraschend hoch mit 0:3 unterlag hier Sabrina Spörle gegen Anne Höppner. Auch Anne Willkomm mußte sich mit 1:3 gegen Ernst-Bezwingerin Nermin Wilke geschlagen geben.
Die beiden anderen Halbfinals der Ungesetzten gingen jeweils denkbar knapp mit 3:2 aus. Dabei gewann Ines Schimig-Reitzug (Köln) gegen Daniela Becker (Huttenheim). Silke Surdakowski (Wuppertal) hatte ihre Form vom Vortag konservieren können und siegte gegen Marion Diepenseifen.
In den Halbfinals standen also erstmals in der Geschichte der Masters 4 ungesetzte Spielerinnen! Leichte Favoritin schien die ungemein erfahrene Ines Schimig-Reitzug aus Team NWDV (1) zu sein. Sie gewann auch Set 1 gegen Nermin Wilke mit 2:0, mußte die nächsten beiden jedoch 0:2 abgeben.
Im anderen Halbfinale gewann Silke Surdakowski überraschend klar gegen Anne Höppner und stand damit in ihrem ersten DDV-Finale. - Auf der Bühne riß dann allerdings der Erfolgsfaden der Wuppertalerin, denn sie war ganz einfach unglaublich nervös (warum eigentlich bei ihrer Stärke?!).
Auch Nermin Wilke begann das Endspiel ziemlich nervös und das 1. Leg war nicht gerade hochklassig. Nermin checkte schließlich zum 36-Darter als Silke auf 4 Rest stand. Dann wurde das Spiel jedoch deutlich besser und Nermin sicherte sich mit einem 24-Darter das Set, wobei Silke 45 Rest hatte.
In Set 2 ging Nermin erneut in Führung, wieder in 24 Darts und wieder hatte Silke 4 Rest. Mit einem 21-Darter holte sich Nermin dann den Titel, als Silke auf 56 Rest stand. Die Averages dieses bis auf das 1. Leg recht ansehnlichen Spiels lagen sehr eng zusammen. Dabei hatte Verliererin Silke Surdakowski mit 19.14 sogar noch einen etwas besseren Average als Nermin mit 19.09.

Silke Surdakowski unterlag im Damenfinale der Masters gegen Nermin Wilke

Drei Berliner Jungen standen im Halbfinale
Auch die Jugend spielte am Sonntag ihre Masters. In der ersten Runde traten 32 Jungen ans Oche und Danny Klimek (Marl) sorgte hier gleich für die erste Überraschung als er mit 2:3 gegen Benny Grolewski (Berlin) unterlag.
Thorben Bauschmann (Hamburg) setzte in Runde 2 mit seinem 3:1 gegen Vorjahressieger Patrick Kloh (Walldorf) das nächste Ausrufungszeichen! Der erst 12-jährige Berliner Maximilian Hilbig sorgte mit seinem 3:1 gegen Chris Klimek (Marl) in dieser Runde dafür, daß die Zwillinge nun gemeinsam zuschauen mußten.
Unter den letzten Acht trafen dann bereits der Sieger von 2002 Sven Flück (Neunkirchen) und Jungen-Nr. 1 Kevin Münch aus Bochum aufeinander. Sven gewann mit 3:1 und stand damit im Halbfinale. Dort traf Sven auf Benny Grolewski und erreichte mit zweimal 2:0 das Endspiel. Das andere Halbfinale gewann im rein Berliner Vergleich Steven Krause mit 2:0, 0:2 und 2:0 gegen einen beeindruckenden Max Hilbig.
Das Endspiel begann mäßig und Sven Flück gewann das 1. Leg in 31 Darts. Mit einem 20-Darter glich Steven Krause aus und spielte danach mit 70, 180, 180, 71/aus einen viel umjubelten 12-Darter zum Gewinn des 1. Sets, das Match war nun absolut hochklassig!
Ein 19-Darter brachte Steven dann das 1. Leg im 2. Set. Im 2. Leg fiel man dann wieder in die Mäßigkeit des Auftaktlegs zurück, aber dennoch konnte sich Steven Krause mit einem 31-Darter den hoch verdienten Titel sichern. Die Averages lagen bei 22.28 für Steven und bei 19.15 für Sven.

Sven Flück wurde bei den Jungen Zweiter hinter Steven Krause

Nicole Osthues gewinnt zum 3. Mal die Mädchen-Masters
Bei den 16 jungen Damen, die für die Mädchen-Masters eingeladen wurden, gab es gleich in der 1. Runde eine Reihe von den Namen her hochkarätiger Partien.
So siegten z.B. Nadine Klein (Bruchköbel) 3:2 gegen Vanessa Scheja (Berlin), Kerstin Lederbogen (Bochum) 3:1 gegen Carolin Gratz (Kempten), Michelle Münch (Bochum) 3:0 gegen Vanessa Schehrer (K´lautern) und Nina Schreiner (Bruchköbel) 3:2 gegen Tanja Woltereck (Hamburg). Die größte Überraschung schaffte aber Karina Guttmann (Peine) mit ihrem 3:0 gegen Mädchen-Nr. 3 Nadine Meyenburg (Berlin).
Nina Schreiner setzte dann im Viertelfinale ihre gute Vorstellung fort, als sie auch Mädchen-Nr. 2 Viktoria Weber mit 3:1 bezwingen konnte und ins Halbfinale einzog. Hier traf Nina auf die ebenfalls in starker Form befindliche Michelle Münch. Wieder beeindruckte Nina, als sie gegen die auf Doppel stehenden Michelle beim Stand von 2:2 ein High-Finish zum Match dichtmachte.

Im anderen Halbfinale setzte sich die Vorjahreszweite Nicole Osthues mit 3:1 gegen Kerstin Lederbogen durch, mit der gemeinsam sie wenige Tage später in Bremen Jugend-Europameisterin wurde.
Im Finale siegte Nicole Osthues klar mit 2:0 und 2:0, wobei sie nach einem zähen 45-Darter ansehnliche 25, 30 und 31 Darts spielte. Nina war bei ihrem ersten DDV-Bühnenspiel sicher ein wenig nervös, dennoch war ihr Average von 13.24 ganz ok. Wäre das 1. Leg nicht gewesen, dann wäre er um einiges höher gewesen. Nicole erreichte 14.96 Punkte pro Dart. Es war ihre vierte Finalteilnahme in Folge bei der German-Masters, wobei sie dreimal gewann. Das ist absoluter Rekord!

Nicole Osthues holte den Mädchentitel vor Nina Schreiner

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

16. Mai 2004 DDV-Regionalturniere:

Von den Regionalturnieren 2004 liegt leider kein Bericht vor. Hier die Ergebnisse:

Bei den diesjährigen 4 Regionalturnieren, setzten sich in Bochum, Rainer Haaß (Oer-Erkenschwick) vor Kevin Münch (Bochum) durch. Dritte wurden Colin Rice (Bochum) und Michael Leithaus-Diepenseifen (Düsseldorf).
Heike Ernst (Bochum) gewann im Damenfinale gegen Britta Ludwig-Werner (Marl). Dritte wurden Susanne Schubert (Mülheim) und Marion Pichol (Recklinghausen).

In Berlin setzte sich Jörg Goga (Berlin) im Finale gegen Jyhan Artut (Hannover) durch. Die dritten Plätze belegten Alexander Ernst und Johann Honner.
Im Damenfinale siegte Anne Willkomm (Berlin) gegen Nadine Meyenburg (Berlin).
Die dritten Plätze belegten Jutta Oppat und Vera Mertin.

Beim nördlichsten Turnier in Bremen, gewann Andreas zum Felde (Hamburg) gegen Andree Welge das Herrenfinale. Dritte wurden Rüdiger Preuß und Klaus Wagner.
Die Damenkonkurrenz gewann Nermin Wilke gegen Sandra Fiedler. Die dritten Plätze belegten Bianka Heinz und Sabine Siegle.

In Kaiserslautern gewann Carsten Hoffamnn gegen Marco Jaschinski. Die dritten Plätze erreichten Frank Mast und Marco Schulte.
Bei den Damen gewann Bianca Strauch gegen Nicole Männel das Finale. Sabrina Spörle und Sabine Bächler wurden Dritte.

 

 

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