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12./13.
April 2003 DDV-Ranglistenturnier in Marburg:
Tomas Seyler und Heike Ernst holen die Einzeltitel beim
DDV-RLT in Marburg/Gemünden
Beim drittletzten DDV-Ranglistenturnier dieser Saison, das am
12./13. April 2003 im Örtchen Gemünden/Wohra (ca. 30 km vom Marburg entfernt)
stattfand, konnten bei Herren wie Damen die Ranglisten-Ersten die Titel holen.
Bei den Herren gewann Tomas Seyler das Finale gegen Colin Rice, bei den Damen
siegte Heike Ernst im Endspiel gegen Anne Willkomm. Die Jugendeinzel am Sonntag
gewannen Kevin Münch gegen Steven Krause und Nicole Osthues gegen Yvonne Bliß.
Ebenfalls am Sonntag liefen die Deutschen Meisterschaften im Tactics-Doppel.
Jyhan Artut und Siggi Lausberg wurden bei den Herren neue Meister vor Tomas
Seyler und Andree Welge. Bei den Damen holten Stephanie Pries und Anne Willkomm
den Titel vor Gabi Kassel und Bianka Strauch.

Heike Ernst beim Wurf in einem hochklassigen
Damenfinale gegen Anne Willkomm
Thomas Wille ausnahmsweise einmal früh raus
Bei strahlendem Sonnenschein hielten sich viele der 209 Herren und 59 Damen, die
am Samstag im Einzel an den Start gingen, zwischendurch draußen vor der
Turnierhalle auf. Drinnen lief vieles erwartungsgemäß ab, und insbesondere bei
den Herren gab es zunächst nur recht wenige Überraschungen.
Gespielt wurde in 16 Doppel-KO-Gruppen, die jeweils einen der 16 gesetzten
Spieler enthielten. Von denen mußte sich gleich in Runde 1 DDV-Nr. 6 Andreas
Kröckel gegen den Bremer Hasim Efe geschlagen geben und schied dann nach einer
erneuten Niederlage im Halbfinale der Loserrunde gegen Boris Stiplovsek
(Neu-Isenburg) endgültig aus.
In Runde 2 schickte Frank Voskamp (Bochum) die DDV-Nr. 5 Andree Welge in die
Loserrunde, wo dieser dann im Vorfinale erneut gegen Vossy unterlag und draußen
war. Runde 3 war dann der Anfang von Ende für Invincible Thomas Wille, der sich
Ex-Jugend-Nr. 1 Michael Stübs geschlagen geben mußte. Im Loservorfinale seiner
Gruppe kam für Tommy das endgültige Aus mit einer Niederlage gegen Guido Spiertz
(Rheine).
Der gerade noch in die Setzliste hineingerutschte Thomas Obstfelder schließlich
mußte sich ebenfalls in Runde 3 gegen Marco Puls (Stuttgart) und sofort danach
auf der Loserseite gegen Rüdiger Preuß geschlagen geben. Da Jörg Neumann zwar
gemeldet aber nicht angereist war, standen schließlich noch 11 der Gesetzten in
den 16 Gruppenfinals.
Viel Mühe hatte hier Shorty Seyler als er gegen den aus der Verliererrunde
kommenden Bochumer Karsten Kornath das erste Spiel mit 1:3 abgeben mußte und im
zweiten bereits 0:2 hinten lag. Letztlich zeigte der Bremerhavener dann aber
doch wie man DDV-Nr. 1 wird (und bleibt): Er siegte trotzdem!
Drei Gesetzte hatten durch die Loserrunde ihr Gruppenfinale erreicht. Joachim
Paul hatte das Gewinnerfinale gegen seinen Bochumer Clubkameraden Michael Nett
2:3 verloren, setzte sich jedoch nun im Gruppenfinale mit 3:2 und 3:1 gegen den
gleichen Spieler durch.
DDV-Nr. 2 Colin Rice erging es genauso. Nach einer 0:3 Niederlage im
Siegerfinale gegen Marcel Schmidt (Wuppertal) revanchierte er sich wenig später
im Gruppenfinale mit 3:2 und 3:1 bei Celli. Michael Corbach hatte gleich sein
allererstes Spiel gegen Detlef Skibb (R´hausen) verloren, kämpfte sich aber mit
6 Siegen in der Loserrunde doch noch ins Gruppenfinale.
Nach einer 1:3 Niederlage (erneut gegen Detlef Skibb) war er dann allerdings
einer von 2 Gesetzten, die im Gruppenfinale scheiterten. Der andere war
Neu-Nationalspieler Stephan Juwig, der im Vorjahr noch im Marburger Finale
gestanden hatte. Für Stephan kam das Aus mit 2:3 und 0:3 gegen Ingo Vogt.

Alexander Köhler und Jyhan Artut wurden jeweils
Dritte im Herreneinzel
Shorty gewinnt Finale der DDV-Nummern 1 und 2
gegen Colin
Ab dem Achtelfinale ging es dann Einfach-KO weiter, wobei lediglich zweimal
Gesetzte aufeinandertrafen. Dabei setzten sich jeweils die in der Rangliste
höher platzierten Spieler durch. Colin Rice gewann 3:1 gegen Clarence Sauzier
und Jyhan Artut siegte 3:0 gegen Joachim Paul.
Auch Stephan Schneider mußte sich hier 1:3 gegen Ingo Vogt geschlagen geben und
Johann Honner unterlag 2:3 gegen Hasim Efe. Die beiden Sieger dieser Spiele
sowie der in Marburg aus gutem Grunde bestgelaunte Detlef Skibb waren damit die
3 ungesetzten Spieler im Viertelfinale. Letztgenannter schied hier mit 1:2 und
0:2 gegen DDV-Nr. 4 Jyhan Artut aus.
Hasim Efe unterlag 0:2 und 1:2 gegen Alexander Köhler, der im Turnierverlauf
einmal mehr brillante Darts gezeigt hatte, und auch für Ingo Vogt war hier nach
einer 1:2 und 0:2 Niederlage gegen Colin Rice das Turnier zu Ende. Im einzigen
Viertelfinalduell zweier Gesetzter siegte Tomas Seyler 2:1 und 2:0 gegen Rainer
Haaß.
Beide anschließenden Halbfinals gingen über die volle Distanz von 3 Sets, wobei
Tomas Seyler im norddeutschen Vergleich den 1. Set gegen Jyhan Artut 2:1 gewann.
Jyhan verbuchte dann seinerseits Set 2 mit 2:1 für sich und auch im
entscheidenden 3. Set wurden alle 3 Legs ausgespielt. Hierbei hatte dann Shorty
Seyler das bessere Ende für sich und erreichte damit bereits sein drittes
Saisonfinale!
Im anderen Halbfinale stand mit dem Marktheidenfelder Alexander Köhler einer der
wenigen Bayern. Gegner war Altmeister Colin Rice, und der gewann auch den 1. Set
mit 2:0. Alex holte sich dann den zweiten Durchgang mit 2:1, mußte aber das
Match schließlich mit dem 1:2 im 3: Set an Colin abgeben.
Wie im November 2002 in Oldenburg standen sich im Herrenfinale mit Tomas Seyler
und Colin Rice also die DDV-Nummern 1 und 2 gegenüber. Tomas hatte seine beiden
bisherigen DDV-Finals dieser Saison gewonnen und auch diesmal sah es von Anfang
an sehr gut für den Bremerhavener aus. Shorty gewann Set 1 in 18 und 15 Darts.
In Set 2 ging Colin mit einem 21-Darter in Führung, doch Shorty glich in 21
Pfeilen aus. Nachdem Colin im 3. Leg einen Dart zum Set auf Tops gehabt hatte,
war es dann doch wieder Shorty, der zum erneuten 21-Darter checkte und so nach
Sets bereits mit 2-0 führte.
Tomas Seyler ging dann im 3. Set mit einen 21-Darter in Führung, wobei ihm auch
eine 180 gelang. Colin Rice glich in 19 Pfeilen aus. Im 3. Leg zog Shorty dann
allerdings noch mal kräftig an und checkte schließlich in 16 Darts zum
Titelgewinn als Colin noch auf 169 Rest stand.
Die Averages dieses eher durchschnittlichen Endspiels lagen bei 25.79 für Shorty
und bei 23.74 für Colin. Die beiden zementierten damit ihre Positionen an der
Spitze der DDV-Rangliste und haben die Fahrkarten zum World-Cup bereits so gut
wie in der Tasche.

DDV-Nr. 2 Colin Rice unterlag im Finale des
Herreneinzels gegen DDV-Nr. 1 Thomas Seyler
Viele gesetzte Damen schieden früh aus
Waren bei den Herren 18 der Top-20 angereist (nur Jörg Neumann und Harry Barth
fehlten), so waren es bei den Damen 8 der Top-10. Nicht dabei waren lediglich
Astrid Kamm und Silke Goebel. So rutschten zum ersten Mal in der DDV-Geschichte
mit Steffi Pries und Gaby Hey gleich zwei Hamburgerinnen in die Setzliste.
Im Gegensatz zu den Herren schieden bei den Damen viele Gesetzte schon sehr früh
aus. Bereits in ihrem ersten Match mußte sich Trixi Zimmermann mit 1:3 gegen
Anja Silies (Neuenkirchen) geschlagen geben. Im Gruppenfinale traf man sich dann
wieder und erneut siegte Anja, diesmal 2:1.
Ganz ähnlich erging es Kerstin Niederau, die allerdings eine Runde später 2:3
gegen die Bremer DDV-Nr. 15 Nicole Hartmann unterlag. Auch sie traf ihre
Gegnerin im Gruppenfinale wieder und auch Kerstin verlor erneut mit 1:2.
Den beiden Hamburgerinnen hatte ihre Setzung kein Glück gebracht. Gaby Hey
verlor in Runde 2 mit 0:3 gegen Petra Zelios (Mülheim) und sofort danach in der
Loserrunde mit 0:2 gegen Tina Scheinkönig (Bruchköbel). Steffi Pries mußte sich
in Runde 2 gegen Tamara Pause geschlagen geben, die inzwischen bereits die Nr. 2
der BDV-Damen ist. Das endgültige Aus kam für Stephanie dann mit einem 0:2 im
Loservorfinale gegen Christina Horn.
Von den 4 gesetzten Spielerinnen, die ihr Gruppenfinale erreichten, mußte sich
lediglich Heidi Peiks geschlagen geben. Aus der Loserrunde kommend unterlag sie
1:3 gegen Andrea Beushausen (Moringen), gegen die sie bereits das Gewinnerfinale
verloren hatte.

Mit Heike Wader und Anja Silies belegten zwei
ungesetzte
Spielerinnen gemeinsam Platz 3 im Dameneinzel
Anne Willkomm mit super Darts bis ins
Damenfinale
Eine Klassepartie sah man im Viertelfinale zwischen Damen-Nr. 1 Heike Ernst und
Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues. Zweimal ging Heike in Führung und zweimal glich
Nicole aus. Hatten in den ersten 4 Legs beide Spielerinnen jede Menge
dreistellige Scores geworfen, so riß es bei Nicole schließlich im 5. Leg etwas
ab, was Heike routiniert zum Sieg nutzte.
Die beiden anderen gesetzten Spielerinnen schieden in diesem Viertelfinale aus.
So unterlag die DDV-Nr. 2 Bianka Strauch mit 1:3 gegen die ganz groß
aufspielende Anne Willkomm aus Berlin. Marion Pichol verlor ihr Spiel gegen
Heike Wader (Seelze) mit 1:3. Den einzigen Vergleich zweier ungesetzter
Spielerinnen gewann Anja Silies mit 3:1 gegen Andrea Beushausen (Moringen) und
komplettierte das Halbfinale.
Das erste Halbfinale entschied Heike Ernst gegen Heike Wader recht deutlich mit
zweimal 2:0 für sich. Bedeutend spannender was das andere Halbfinale! Anja
Silies verlor das auf hohem Niveau stehende Match gegen Anne Willkomm mit 2:1,
1:2 und 0:2. Damit zog die Berlinerin in ihr erstes DDV-Einzelfinale ein,
während Anja trotz des verlorenen Halbfinales wirklich stolz auf ihren super
herausgespielten 3. Platz sein konnte.
Als der einmal mehr souveräne Caller Martin Bächler zum Finale rief war Heike
Ernst zwar die Favoritin, war aber gewarnt, hatte sie doch im Oktober in Berlin
gegen eben diese Anne Willkomm das Viertelfinale verloren. Das erste Leg auf der
Bühne ging in 22 Pfeilen an Heike, doch Anne konnte mit einem 19-Darter
ausgleichen. Nachdem Anne dann in Leg 3 die Doppel-15 verfehlte traf Heike die
Doppel-20 gleich mit dem ersten Pfeil zum 22-Darter und hatte den 1. Set
gewonnen.
In Set 2 spielte Anne im 1. Leg 100, 140 und 140 in Folge, was Heike mit 100,
120 und 100 konterte. Anne gewann das Set am Ende 2:0 wozu sie 18 und 24 Pfeile
benötigte. - In Set 3 ging Heike mit einem 22-Darter in Führung und Anne glich
in 23 Pfeilen aus. Wieder war es dann Heike, die Leg 3 gewann, diesmal in 20
Darts.
Da der 3. Set mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden muß, war jedoch noch nicht
Schluß und es ging mit Leg 4 weiter. Heike spielte sich 100 Punkte Vorsprung
heraus, doch Anne überholte sie dann mit einer 180. Mit einem 86er-Finish
sicherte sich Heike schließlich den Titelgewinn, nachdem Anne bereits 2 Darts
zum Ausgleich gehabt hatte. Die Averages dieses starken Finales lagen bei 23.61
für Heike und bei 22.61 für Anne.

Anne Willkomm unterlag nach Superleistung im
Finale nur hauchdünn gegen DDV-Nr. 1 Heike Ernst
Kevin Münch nach Titelgewinn die neue Nr. 1
der Jungen
Am Sonntag liefen unter Anderem die Einzel der männlichen Jugend. Aufgrund der
Teilnehmerzahl war Doppel-KO in zwei Gruppen angesagt. Eigentlich gab es in den
frühen Runden sehr wenig Überraschungen, denn die 4 gesetzten Jungen spielten
sich allesamt bis in die beiden Gewinnerfinals durch.
In Gruppe 1 gewann Jungen-Nr. 1 Danny Klimek (Marl) mit 3:0 gegen Steven Krause
(Berlin). Steven mußte ins Loserfinale der Gruppe, wo er sich mit einem 2:1
gegen Patrick Farny (Bochum) durchsetzte, der zuvor gegen Iman Askarsadeh (Bad
Orb) 2:0 gewonnen hatte.
Im Gruppenfinale brachte Steven Krause dann aus der Loserrunde kommend das
Kunststück fertig sich mit 3:1 und 3:2 gegen Danny Klimek durchzusetzen und ins
Turnierendspiel einzuziehen.
In Gruppe 2 siegte Jungen-Nr. 2 Kevin Münch (Bochum) im Gewinnerfinale 3:0 gegen
Dannys Zwillingsbruder Christopher Klimek (Marl). Chris verlor dann auch das
Loserfinale gegen Newcomer Benjamin Moh (Walldorf) mit 0:2. Benjamin hatte zuvor
schon 2:0 gegen Matheus Ziolkowski gewonnen. Im Gruppenfinale benötigte Kevin
Münch dann nur ein Spiel um Benjamin Moh mit 3:1 zu bezwingen.
Im Finale auf der Bühne hatte man zunächst das Gefühl Kevin Münch wolle Steven
Krause mit Haut und Haaren verschlingen! Nach 12 Darts stand Kevin auf 20 Rest
und hatte bereits eine 180 erzielt! Es wurde schließlich ein 17-Darter, dem ein
16-Darter zum 2:0 folgte, ohne daß Steven auf einen zweistelligen Rest gekommen
wäre.
Der Berliner hatte dabei wirklich nicht schlecht gespielt, doch Kevin war an
diesem Tage einfach zu stark. In 18 Darts (incl. 77er-Finish) gewann er auch das
1. Leg im 2. Set und benötigte dann lediglich im allerletzten Leg einmal mehr
als 18 Darts, als er mit einem 25-Darter zum Titelgewinn mit zweimal 2:0
dichtmachte. Trotz des schwachen letzten Legs lagen die Averages bei 26.36 für
Kevin (das war der beste Bühnenaverage des gesamten Wochenendes!) und 21.69 für
Steven.

Steven Krause hatte im Finale der männlichen
Jugend gegen Kevin Münch nie eine echte Chance
Zwei kleine Schwestern mischten kräftig mit
Es war wohl ein Novum in der DDV-Turniergeschichte, das das Marburger
Mädcheneinzel quantitativ stärker besetzt war als das Jungeneinzel. Mit 20
Mädchen gingen 2 Teilnehmerinnen mehr an den Start als bei den Jungen!
Auch die Mädchen spielten in zwei Doppel-KO-Gruppen. Die Nr. 1 Yvonne Bliß
(Wuppertal) verlor in Gruppe 1 gleich ihr erstes Spiel gegen Kerstin Lederbogen
(Bochum) mit 2:3, kämpfte sich aber danach durch die gesamte Loserrunde um
schließlich das Loserfinale mit 2:0 gegen Mädchen-Nr. 4 Carolyn Lampert
(Bruchköbel) zu gewinnen. Carolyn hatte zuvor das Gewinnerfinale gegen ihre
kleine Schwester Eva-Maria mit 2:3 verloren. Auch im Gruppenfinale setzte sich
Yvonne dann mit 3:1 und 3:0 gegen Eva-Maria durch und zog ins Turnierendspiel
ein.
In Gruppe 2 erreichte Mädchen-Nr. 2 Nicole Osthues (Ahlen) das Gewinnerfinale
gegen Britta Lederbogen (Kerstins kleine Schwester) aus Bochum. Nicole gewann
mit 3:1 und traf dann im Gruppenfinale auf Michelle Münch (Bochum), die im
Loserfinale 2:0 gegen Britta gewonnen hatte. Nicole zog mit einem 3:0 gegen
Michelle ins Turnierfinale ein. Zum 4. Mal in dieser Saison standen sich also
die DDV-Nummern 1 und 2 der Mädchen gegen über - nur daß erstmals Yvonne Bliß
als Nr. 1 gegen Nicole Osthues ins Rennen ging.
Es wurde ein gleichermaßen hochklassiges wie spannendes Endspiel. Nicole gewann
die Sets 1 und 2 in 28 und 23 Darts, wobei Yvonne jeweils bei knapp über 100
Restpunkten stand. Die Sets 3 und 4 gingen dann in 29 und 27 Pfeilen an Yvonne,
hier stand Nicole jeweils bereits auf Doppel. Im entscheidenden 5 Leg verpaßten
Nicole und Yvonne jeweils über 20 Darts auf Doppel bis Nicole die Doppel-1 zum
Titel dichtmachte.
Nicole ist damit das bislang erste Mädchen, dem es gelungen ist ein Turnier 3
Jahre in Folge zu gewinnen! Die Averages lagen bei 15.57 für Nicole und bei
14.74 für Yvonne - ohne das fünfte Nervenleg hätten die Averages sogar bei sehr
starken 18.36 bzw. 16.70 gelegen!)

Yvonne Bliß unterlag im Mädchenfinale nur knapp
gegen Nicole Osthues
Artut/Lausberg werden neue
Tactics-Doppelmeister
Bei der Deutschen Tactics-Meisterschaft gingen 43 Herrendoppel an den Start.
Angesichts der Tatsache, daß Hessen - und insbesondere Marburg - als Hochburg
dieser Variante gilt, war diese Beteiligung sehr dürftig.
Man ging am Sonntag in vier Gruppen einfach-KO an den Start. In den ersten
beiden Runden gab es kaum Überraschungen, sieht man vom Ausscheiden der
tactics-erprobten Hessencombo Bügler & Glöyer gegen die Kölner Kahrau & Krüger
ab. Bemerkenswert ist sicher auch der Sieg von Juwig/Obstfelder über Hessens
Buskohl/Schüle.
Im Achtelfinale überzeugten die Kölner Behrens/Di Carlo mit einem 2:0 Erfolg
gegen Juwig/Obstfelder. Ab dem Viertelfinale erhöhte sich der Modus auf
best-of-5, was beim Tactics zeitaufwendig sein kann. Hier ließen besonders die
Gießener Engel/Frommann mit ihrem 3:1 gegen Nölle/Schneider (Bochum) aufhorchen.
Im Halbfinale unterlagen die beiden dann allerdings 0:3 gegen die
Vorjahressieger Seyler/Welge. Im Parallelspiel siegten Artut/Lausberg 3:1 gegen
die Mitfavoriten Kröckel/Rice. Im Endspiel kippten Artut/Lausberg mit
Seyler/Welge noch einen weiteren Favoriten vom Sockel und wurden mit einem 3:1
neue Deutsche Meister im Tactics-Doppel.

Jyhan Artut und Siggi Lausberg sind die neuen
Deutschen Meister im Tactics-Doppel
Pries/Willkomm gewinnen Tactics-Doppel bei den
Damen
Bei der Tacticsdoppel-DM der Damen, an der lediglich 13 Gespanne teilnahmen, gab
es kein klares Favoritenpaar. Nicht am Start war neben Silke Goebel und Astrid
Kamm auch Heike Ernst, wodurch sich eine Reihe völlig neuer Kombinationen
bildeten, die sich alle recht interessant anhörten.
Gleich in Runde 1 trafen Ehlen/Viebrock (Bremen) auf Diehn/Zimmermann und
verloren 0:2. Auch Ludwig-Werner/Peiks (Marl) mußten sich hier 1:2 gegen die
Berlinerinnen Geesdorf/Bergfeldt geschlagen geben. Keine Überraschungen gab es
im Viertelfinale.
Im Halbfinale stand dann nur noch ein einziges Paar, das in dieser Kombination
schon seit vielen Jahren zusammenspielt. Dennoch unterlagen Beushausen/Niederau
knapp mit 2:3 gegen die neue Zusammenstellung aus Gabi Kassel und Bianka
Strauch. Das andere Semifinale gewannen Steffi Pries und Vortagsfinalistin Anne
Willkomm 3:1 gegen Diehn /Zimmermann.
Im Finale bestimmten vorrangig Steffi und Anne das Geschehen gegen Marion und
Bianka. Nach einem vom Ergebnis her überraschend klaren 3:0 Sieg hießen die
neuen Tactics-Meisterinnen Stephanie Pries und Anne Willkomm.

Steffi Pries und Anne Wilkomm wurden in Marburg
neue Deutsche Meisterinnen im Tactics-Doppel

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf, Fotos
von Thomas Kowalzik und Volker Hatlauf)
15./16. März 2003 WDF
German Open in Herne:
Ted Hankey und Trina Gulliver holen die Einzeltitel bei der
15 German Open 2003
Bei der WDF/BDO German Open am 15./16. März 2003 verteidigte
Ted Hankey (England) seinen Einzeltitel gegen Andre Brantjes (Holland). Das
Damenfinale gewann Trina Gulliver (England) gegen Carina Ekberg (Schweden). Bei
den Jungen siegte Wesley Paternoster aus Belgien vor Kevin Münch aus Bochum. Den
Mädchentitel holte Yvonne Bliß (Wuppertal) vor Nicole Osthues (Ahlen). Jarkko
Komula (Finnland) und Roger Hellebrand (Holland) gewannen das Herrendoppel vor
Adams/King (England). Das Damendoppel entschieden Trina Gulliver (England) und
Franzisca Hoenselaar (Holland) vor Howat/Wright (England) für sich. Bereits am
Freitagabend hatten Sergio Pettarini (Italien) und Colin Rice (Bochum) das
Warm-Up-Doppel vor Bunting/Martin (England) gewonnen.

Mit Trina Gulliver und Ted Hankey gewannen zwei
der ganz großen
englischen Favoriten die Einzeltitel der German Open 2003
Super-Sergio Pettarini mit Colin Rice im
Warm-Up vorn
Bereits am Freitagabend fand sich mit 138 Paaren ein bemerkenswertes Feld zum
traditionelle Warm-Up-Doppel in den Herner Flottmannhallen ein. Johann Honner
(Hameln) und Jens Peters (Wolfenbüttel) erreichten nach einem 3:2 Erfolg gegen
den finnischen Winmau-Finalisten vom Jahr 2001, Jarkko Komula, und dessen
Landsmann Kenneth Ljungars als bestes rein deutsches Doppel das Viertelfinale.
Hier unterlag man dann allerdings 1:3 gegen den englischen
Ex-Jugend-Europameister Stephen Bunting und Partner Tony Martin.
Als einzige Dame stand Carina Ekberg (Schweden) unter den letzten Acht und
gewann mit dem Schotten Bob Taylor 3:2 gegen die englischen Cracks Jez Porter
und Vijay Kumar. Kotal/Suljovic unterlagen knapp mit 2:3 gegen die Holländer
Niels de Ruiter und Roy van Bilderbeck. Pettarini/Rice setzten sich 3:1 gegen
die Schweden Uffe Hausenkamp und Goran Klemme durch.
Erst im Halbfinale mußten sich Carina und Bob dann mit 2:3 gegen Bunting/Martin
geschlagen geben. Colin und Sergio trafen auf die beiden Holländer und sie
legten ein Klassematch hin, das sie 3:1 gewannen. Dabei gelang Sergio ein
120er-Finish zum 15-Darter, der sie ins Finale brachte.
Auch im Endspiel hielt der Lauf von Colin und Sergio (der Italiener warf fast
nur dreistellige Scores!) weiter an. Nach einem 1:1 Zwischenstand konnte man das
Finale gegen Bunting/Martin schließlich mit 3:1 gewinnen und den Turniersieg
feiern.

Colin Rice aus Bochum und Sergio Pettarini aus
Italien gewannen das Warm-Up-Doppel am Freitagabend
Gulliver/Hoenselaar verteidigen ihren Titel im
Damendoppel
Im Damendoppel gingen 95 Gespanne an den Start. In den 8 Gruppen gab es nur
wenige Überraschungen. Eine von diesen war der Zweitrundensieg der aktuellen und
der früheren Mädchen-Nr.1 Nicole Osthues (Ahlen) und Michelle Sossong (Bochum)
gegen das gesetzte holländische Doppel aus Karin Krappen und Nadia Seba.
Die Gruppenfinals bildeten gleichzeitig das Achtelfinale und dieses hatten auch
die beiden Jugendlichen Michelle Münch aus Bochum und Viktoria Karb aus Ahlen
erreicht. Hier unterlag man dann mit 0:3 gegen das holländische Klassedoppel aus
Mieke De Boer und Karin ten Kate.
Das andere, bereits erwähnte, junge deutschen Team Osthues/Sossong konnte sich
hier mit einem 3:2 gegen Schimig-Reitzug/Wersch (M´gladbach) auch noch unter die
letzten Acht spielen. Und auch im Viertelfinale machten Nicole und Michelle
gegen die deutschen Top-Spielerinnen Heike Ernst aus Bochum und Bianka Strauch
aus R´hausen bei ihrem knappen 2:3 Niederlage eine ganz ausgezeichnete Figur.
Diese beiden Doppel waren auch die einzigen Deutschen gewesen, die sich unter
die letzten Acht gespielt hatten. Im rein englischen Vergleich setzten sich hier
die Vorjahreszweiten Howat/Wright 3:0 gegen Bywaters/Hunt durch und Ekberg/Lee
siegten mit 3:2 gegen De Boer/ten Kate. Die beiden Weltranglistenführenden
Gulliver/Hoenselaar entschieden das letzte Viertelfinale mit 3:1 gegen
Beutler/Huber (Schweiz) für sich.
Ernst/Strauch verloren das Halbfinale gegen Howat/Wright mit 0:3 und im
Parallelspiel setzten sich die Titelverteidigerinnen Gulliver/Hoenselaar mit 3:1
gegen Ekberg/Lee durch, womit es zu genau dem gleichen Finale kam wie im
Vorjahr.
Auch das Endspiel lief über best-of-3-legs und Gulliver/Hoenselaar gewannen die
beiden ersten Legs klar in 21 und 19 Darts, wobei Trina Gulliver eine 180 gelang
und Howat/Wright jeweils einen dreistelligen Rest hatten.
Mit einem 18-Darter konnten Howat/Wright dann auf 1:2 verkürzen, doch es nutzte
nichts, denn Gulliver/Hoenselaar gelang ein anschließender 21-Darter zur
erfolgreichen Titelverteidigung. Die Averages lagen bei starken 25.58 für
Gulliver/Hoenselaar und bei 22.39 für Howat/Wright.

Wie im Vorjahr gewannen Franzisca Hoenselaar
(Holland) und Trina Gulliver (England) das Damendoppel
Johann Honner im Herreneinzel bester Deutscher
auf Platz 9
Hatten die Damen am Samstag mit ihrem Doppel erst um 18 Uhr begonnen, so waren
die Herren bereits um 10 Uhr morgens ans Oche getreten. Dabei gab es mit 1174
Teilnehmern sogar eine Meldung mehr als im Vorjahr. Über 42% der Teilnehmer
waren aus dem Ausland angereist, wobei unsere niederländischen Nachbarn einmal
mehr den Löwenanteil stellten.
Zwei ganz Große erwischte es bereits in Runde 2: Der Dutch-Open-Sieger von 2002
Shaun Greatbatch (England) verlor gegen Ilja Feldhaus (Belgien) und Schottlands
Bob Taylor unterlag dem Dänen Arne Svendsen. Eine Runde weiter schied mit Steve
Coote der Sieger des Jahres 1999 gegen den Belgier Rocco Maes aus. Die größte
Überraschung den Boardfinals der 5. Runde war der Sieg des Hamburgers Maik
Langendorf gegen die englische WDF-Nr. 3 Mervyn King.
Die DDV-Spitze mußte bereits in den Gruppenspielen mächtig Federn lassen. So
unterlag DDV-Nr. 2 Colin Rice in Runde 4 gegen den Finnen Jarkko Komula und
DDV-Nr. 3 Thomas Wille mußte sich im Boardfinale mit 1:3 gegen Michel van Rooij
(Holland) geschlagen geben. Auch die nächsten 7 aus der DDV-Rangliste erreichten
die Runde der letzten 64 nicht.
Vier Deutsche (nur 2 davon aus den Top-20!) erreichten dann schließlich die
Runde der letzten 32. Vom Ergebnis her klar mit 0:3 unterlag hier Christian
Block (R´hausen) gegen John Walton. Ganz eng ging es dagegen bei zwei anderen
DDVlern zu. So mußte sich Maik Langendorf genauso knapp 2:3 gegen Davy
Richardson geschlagen geben wie Carsten Hoffmann (Soest) gegen den Dänen Ole
Jorgensen unterlag. Alle drei belegten Platz 17.
Einem jedoch gelang der Einzug ins Achtelfinale und das war die Hamelner DDV-Nr.
14 Johann Honner. Er bezwang den englischen Sieger der Swiss Open 2002, James
Wade, mit 3:2. Die größte Überraschung unter den letzten 32 war allerdings der
3:2 Sieg des Holländers Mario Robbe gegen den Top-Favoriten Martin Adams aus
England!
Im Achtelfinale war nun Tony O´Shea Gegner des letzten Deutschen. Der Engländer
bestätigte seine zur Zeit blendende Form und bezwang Johann Honner mit 3:0.
Damit belegte der Norddeutsche als bester Deutscher Platz 9. Überraschungen gab
es im Achtelfinale keine, aber es kristallisierte sich heraus, daß in der oberen
Tableauhälfte die großen Namen beheimatet waren, während sich im unteren Teil
die Außenseiter tummelten.

DDV-Nr. 14 Johann Honner aus Hameln wurde
bester Deutscher im
Herreneinzel, er verlor erst im Achtelfinale gegen Tony O´Shea (England)
Ted Hankey holt den Herrentitel im Tie-Breaker
gegen Andre Brantjes
Im Viertelfinale setzte sich der Däne Ole Jorgensen in nur 2 Sets 2:1 und 2:0
gegen Michel van Rooy durch und auch Andre Brantjes (ebenfalls Holland)
benötigte bei seinem 2:1 und 2:1 gegen Stephen Bunting nur 2 Sets. Über alle 3
Sets und alle 9 Legs ging es in den beiden anderen Viertelfinale. John Walton
gewann dabei den britischen Vergleich gegen Tony O´Shea mit 2:1, 1:2 und 2:1. Co
Stompe holte den ersten Set gegen Titelverteidiger Ted Hankey mit 2:1, mußte
aber die beiden nächsten mit jeweils 1:2 abgeben.
John Walton gewann im Halbfinale das 1. Set gegen Ted Hankey mit 2:1. Hankey
holte dann Set 2 mit 2:0 wobei ihm ein 120er-Finish und ein 14-Darter gelangen.
Im 3. Set setzte Hankey den Matchdart zum 2:1 als sich Walton gerade mit einem
138er-Wurf 16 Rest gestellt hatte (Averages: Hankey 28.68 - Walton 27.21). Im
anderen Halbfinale siegte Andre Brantjes mit zweimal 2:1 gegen Ole Jorgensen
(Averages: Brantjes 27.76 - Jorgensen 24.13).
Als Caller Martin Fitzmaurice dann zum Finale rief war die Halle proppenvoll.
Alle fragten sich, ob Ted Hankey seinen Titel verteidigen könnte oder ob der
vielen wenig bekannte Andre Brantjes seinem Husarenstück noch eins drauf setzen
könnte.
Es wurde ein genauso spannendes wie hochklassiges Endspiel, in dem Andre Leg 1
in 17 Darts holte, das Set jedoch an Ted - der 14 und 18 Darts folgen ließ -
abgeben mußte. Auch Set 2 ging in 17 und 12(!) Darts an Ted. Doch bei Teds 2-0
Setführung wurde Andre nun richtig wach und holte Set 3 in 14 und 13 Pfeilen!
Im 4. Set ging Ted 1:0 in Führung und hatte dann im 2. Leg einige Matchdarts,
die er aber nicht nutzte. Ein 26-Darter und ein 15-Darter mit 124er-Finish
brachten Andre das 2-2 nach Sets. - Im 5. Set ging Ted mit einem 11-Darter(!) in
Führung, die Andre in 14 Darts ausglich. Wieder ging Ted dann mit einem 17er in
Führung und es ging in den Tie-Breaker, denn Set 5 muß man mit zwei Legs
Vorsprung gewinnen.
Andree Brantjes glich mit einem 17er zum 2:2 im 5. Set aus und stand dann auf 8
Rest, als Ted einen 14-Darter zum 3:2 spielte. Andree traf dann im 6. Leg die
Doppel-1 nicht und Teds siebter(!) Dart auf Doppel brachte ihm schließlich den
23-Darter zum alles entscheidenden 4:2 im 5. Set.
Damit ist Ted der zweite Spieler nach Peter Evison, der jemals seinen
German-Open-Titel verteidigen konnte, er spielte im Finale einen Average von
29.33 während für Andre Brantjes 27.74 zu Buche standen. Daß Teds Sieg verdient
war unterstreicht auch die Tatsache, daß er in diesem Finale sieben 180er
erzielte, während Runner-Up Andre eine gelang.

Der Holländer Andre Brantjes spielte ein
Riesenturnier und verlor erst
im Tie-Breaker des Herrenfinales gegen Titelverteidiger Ted Hankey
Trina Gulliver gewinnt das Dameneinzel vor
Carina Ekberg
Bei den 231 Damen, im Vorjahr waren es 244 gewesen, ging es mit dem Einzel am
Sonntagmorgen um 10 Uhr los. Neun der Top-Ten aus der WDF-Weltrangliste waren
bei diesem hochkarätigen Wettbewerb am Start - und alle 9 Top-Ladies erreichten
denn auch die Runde der letzten 16.
In diesem Achtelfinale mußten zwei von ihnen aufeinandertreffen. Das war die
Siegerin vom Jahr 2000 Tricia Wright (England) und die
German-Gold-Cup-Gewinnerin Lisa Huber (Schweiz). Tricia setzte sich ganz knapp
mit 3:2 durch. Die anderen 7 gesetzten Top-Ladies schafften relativ problemlos
den Sprung ins Viertelfinale, das damit ausnahmslos aus den 8 gesetzten
Spielerinnen bestand.
Die hochkarätigste Partie der Gruppenspiele hatte es zuvor in Runde 3 gegeben,
als sich Franzisca Hoenselaar gegen die amtierende Europameisterin Clare
Bywaters (England) durchsetzte. Die deutsche Spitze war fast ausnahmslos in den
Gruppenspielen hängengeblieben.
In den Boardfinals der letzten 32 war DDV-Nr. 1 Heike Ernst mit 2:3 gegen Steffi
Pries (Hamburg) ausgeschieden und auch DDV-Nr. 2 Bianka Strauch unterlag hier
mit 2:3 gegen Karin Williams (England). Im Achtelfinale hatten dann noch 6
Deutsche gestanden, wobei DDV-Nr.4 Kerstin Niederau 0:3 gegen Sandra Pollet
unterlag und DDV-Nr. 6 Astrid Kamm 1:3 gegen Trina Gulliver verlor.
Von den ungesetzten DDVler-innen im Achtelfinale erreichte Andrea Herpel mit
einem 1:3 gegen Karin Krappen das beste Ergebnis. Mit jeweils 0:3 unterlagen
jeweils Steffi Pries gegen Carina Ekberg, Michelle Sossong gegen Mieke de Boer
und Anja Silies (Neuenkirchen) gegen Franzisca Hoenselaar. Alle 6 belegten damit
- als gemeinsame beste Deutsche - Platz 9.
Alle Viertelfinals waren recht eng, wobei ein klein wenig überraschend Sandra
Pollet 3:2 gegen Franzisca Hoenselaar gewann und Carina Ekberg mit dem gleichen
Ergebnis Mieke de Boer bezwang. Ebenfalls 3:2 siegte Karin Krappen gegen Crissy
Howat und lediglich Golden Girl Trina Gulliver konnte etwas klarer mit 3:1 gegen
Tricia Wright gewinnen.
Super in Form präsentierte sich Trina Gulliver dann im Halbfinale, als sie bei
einem Average von 28.36 mit 2:1 und 2:0 gegen Karin Krappen siegte. Karin
erreichte einen Average von 23.78 Auch das andere Halbfinale war eine klare
Angelegenheit. Carina Ekberg setzte sich bei einem Average von 26.37 mit zweimal
2:0 gegen Sandra Pollet (Average 23.78) durch.
Im Endspiel war dann Trina Gulliver favorisiert und wurde dieser Rolle auch
gerecht. Sie ging auf der Bühne im 1. Set mit 1:0 in Führung. Carina konnte zwar
ausgleichen, doch Trina sicherte sich das Set dann mit 2:1. Auch im 2. Set ging
Trina mit 1:0 in Führung, verpaßte dann aber im 2. Leg einige Matchdarts und sah
zu, wie Carina 40 zum 1:1 dichtmachte.
Wie schon im Halbfinale erzielte Trina im 3. Leg eine 180, vergab aber wiederum
vier Matchdarts. Diesmal konnte Carina allerdings ihre 40 Rest nicht mit 3 Darts
zum Legausgleich dichtmachen und es war Trina, die 16 Rest zum 20-Darter und
damit zum Titelgewinn zumachte. Es war Trinas zweiter Einzeltitel bei der German
Open nach 1999. Die Averages im Finale hatten bei 26.05 für Trina und 24.38 für
Carina gelegen.

Die Schwedin Carina Ekberg wurde im Dameneinzel
Zweite hinter der WDF-Nr. 1 Trina Gulliver
Kevin Münch spielt sich bis ins Jungenfinale
gegen Wesley Paternoster
Erstmals wurden die Jugendturniere nicht erst vor Ort auf die Beine gestellt
sondern wie die anderen Wettbewerbe im vorhinein ausgelost und feste Startzeiten
vergeben. Das war insbesondere bei den 107 teilnehmenden Jungen auch nötig und
vereinfachte den Turnierablauf erheblich.
Ein Großteil der Jungen kam aus Holland, und die deutschen Kids zogen in vielen
Fällen den Kürzeren. Von den DDV-Top-4 schied Stephen Krause gleich in Runde 1
mit 2:3 gegen Nick Verbaas (Holland) aus. Eine Runde später war mit einem 2:3
gegen Jeremia Ghazi (Holland) auch für Christopher Klimek Schluß.
Dessen Zwillingsbruder und Jungen-Nr. 1 Danny Klimek spielte sich bis unter die
letzten 8, wo er sich dann mit 0:3 dem Belgier Wesley Paternoster geschlagen
geben mußte. Einzig Kevin Münch legte einen echten Lauf hin. Die DDV-Nr. 2
besiegte nach Matthias Geier noch vier Holländer in Folge, darunter im
Viertelfinale auch den Mitfavoriten Stevie Moreira mit 3:2.
Im Halbfinale war dann Jerry Hendriks Kevins Gegner, und wer den Holländer mit
einem Average von 30.10 im Finale der Dortmund Open gesehen hatte, der konnte
nun nur noch beten für Kevin! Doch der junge Bochumer verschwendete keinen
Gedanken an eine Niederlage und gewann sensationell hoch mit 3:0. Das andere
Halbfinale entschied Wesley Paternoster gegen Patrick Everste (Holland)
ebenfalls 3:0 für sich.
Im Finale gab es dann lautstarke akustische Unterstützung für Kevin, seine
Clubkameraden vom DC Robin Hood Bochum legten sich wirklich mächtig ins Zeug. Am
Ende nutzte das aber nichts, denn in diesem Finale spielte Kevin nicht mehr ganz
so super wie zuvor auf ebener Erde und sein Gegner Wesley Paternoster feuerte
wie aus einem Guß. So war denn am Ende der 2:0 und 2:1 Sieg des Belgiers auch
verdient, was aber die tolle Leistung von Kevin keinesfalls schmälern soll!

Kevin Münch (Bochum) wurde Zweiter im
Jugendeinzel hinter dem
Titelgewinner Wesley Paternoster (Belgien), in der Mitte Caller Carsten Arlt
Yvonne Bliß holt den Mädchentitel vor Nicole
Osthues
Bei der weiblichen Jugend gingen 33 Mädchen an den Start. Hier war die
Favoritenstellung der Benelux-Mädchen längst nicht so klar wie bei den Jungen
und das bestätigte sich auch bald. So mußte von den ersten Vier der
Mädchen-Rangliste lediglich Carolyn Lampert (Bruchköbel) eine 2:3
Erstrundenniederlage gegen Belgiens Jessy Hermans hinnehmen.
Tanja Woltereck konnte in der gleichen Runde gegen die gesetzte Holländerin
Melissa Landkroon 3:1 gewinnen. Im Viertelfinale schied DDV-Nr. 3 Nadine
Meyenburg 0:3 gehen die holländische Mädchen-Nr.1 Carla Molema aus und Jessy
Hermans gewann gegen Hollands Sanne Schelvis 3:0. Die beiden anderen
Viertelfinals waren rein deutsche Vergleiche, wobei Nicole Osthues 3:1 gegen
Daniela Bruchmann gewann und Yvonne Bliß sich 3:0 gegen Cindy Fey - die wie
Daniela aus Bochum kommt - durchsetzte.
Mit 3:2 konnte Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues dann im Halbfinale gegen Jessy
Hermans gewinnen, und Nr. 2 Yvonne Bliß siegte 3:0 gegen Carla Molema, womit das
reine DDV-Finale perfekt war. Nicole spielte sich in diesem Endspiel eine 2:1
Führung heraus ... und konnte es dabei genießen, wie Martin Fitzmaurice ihre
Onehundred-and-eeeeeeeighty zelebrierte! Yvonne konnte zum 2:2 ausgleichen und
checkte danach auch das 5. Leg zum 3:2 Titelgewinn und konnte sich nun
ihrerseits Martins gaaaaame-shot-and-the-match erfreuen!

Nicole Osthues (Ahlen) unterlag im
Mädchenfinale gegen
Yvonne Bliß (Wuppertal), in der Mitte ihr Lieblingscaller Martin Fitzmaurice
Roger Hellebrand und Jarkko Komula siegen im
Herrendoppel
Beim Herrendoppel gingen 374 Paare an den Start. Gleich in Runde 1 schied - als
eine der wenigen ganz frühen Überraschungen - Vorjahreseinzelfinalist Tony
Eccles mit seinem dänischen Partner Brian Sorensen gegen die Holländer
Brown/Torres aus. Im Boardfinale erwischte es dann auch das Klassedoppel Coote/O´Shea
(England), das 2:3 gegen den Holländer Roger Hellebrand und dessen erst vor Ort
gefundenen Partner Jarkko Komula (Finnland) unterlag.
Nachdem die Boardfinals gespielt waren, blieben noch 32 Doppel übrig, in deren
Spielen gegeneinander gab es keine großen Überraschungen. Erfreulich war der 3:1
Sieg von Tomas Seyler und Andree Welge gegen Dave Routledge und Vijay Kumar
(England). Anschließend gelang den beiden Bremern als letztem verbliebenen
DDV-Doppel im Achtelfinale mit einem 3:1 gegen Jez Porter und Steve Mc Nally
auch noch ein zweiter Coup gegen ein englisches Spitzenpaar.
Im Viertelfinale mußten sich Seyler/Welge dann mit 1:3 gegen Hellebrand/Komula
geschlagen geben. Tony West und George McCormick setzten sich in einem mehrerer
britischer Vergleiche mit 3:2 gegen Gary Anderson und Gary Robson durch. Shaun
Greatbatch und Bob Taylor gewannen mit 3:1 gegen Ted Hankey und Co Stompe.
Martin Adams und Mervyn King schließlich brachten ihr Match gegen Brian
Derbyshire und Darryl Fitton ebenfalls mit 3:1 nach Hause.
Beide Halbfinals waren genauso hochklassig wie spannend und gingen über die
vollen 3 Sets. Hellebrand/Komula mußten dabei zwar den 1. Set mit 1:2 an West/McCormick
abgeben, gewannen aber die nächsten beiden ihrerseits 2:1 und zogen ins Finale
ein.
Adams/King gewannen Set 1 mit 2:0 gegen Greatbatch/Taylor, die aber mit einem
2:1 im 2. Set den Setausgleich schafften. Im entscheidenden 3. Set hatten
Adams/King dann mit 2:1 das bessere Ende für sich und standen als zweiter
Finalteilnehmer fest.
Das Bühnenendspiel verlief dann anders als es sich manch einer gedacht haben
mag. Nicht die favorisierten Adams/King bestimmten das Geschehen sondern das
Zufallsdoppel Hellebrand/Komula gab über weite Strecken den Ton an. Insbesondere
der Finne traf einfach alles was er wollte. - Am Ende hatten Hellebrand/Komula
das Finale mit zweimal 2:1 gewonnen und das auch durchaus verdient!

Den Doppeltitel gewannen der Finne Jarkko
Komula und der Holländer Roger Hellebrand
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
22./23. Februar 2003 WDF
Dortmund Open:
Thomas Wille und Sandra Pollet gewannen die WDF/DDV
Dortmund Open
Zum 20. Mal wurde die Dortmund Open am 22./23. Februar 2003
als DDV-Ranglistenturnier ausgetragen, seit 1996 ist man zugleich
WDF-Weltranglistenturnier. Das Herreneinzel gewann am Samstag Thomas Wille
(Hannover) vor Colin Rice (Bochum), womit dieser WDF-Titel erstmals in
Deutschland blieb. Bei den Damen gab es dagegen ein rein ausländisches Finale,
wobei sich Sandra Pollet (Belgien) gegen Lisa Huber (Schweiz) durchsetzte. Am
Sonntag gewann Jerry Hendriks das rein holländische Weltklassefinale der
männlichen Jugend gegen Jeroen Wiersema. Bei den Mädchen siegte Yvonne Bliß
(Wuppertal) nach großem Kampf gegen Kelly Raaphorst (Holland). Das Herrendoppel
gewannen die belgischen Titelverteidiger Borra/Clarys vor Seyler/Welge (Bremen)
und auch bei den Damen siegten die Gewinner des Vorjahres Ernst/Strauch (Bochum/R´hausen)
gegen Diepenseifen/Sossong (Düsseldorf/Bochum).

Das vielbejubelte Jungenfinale zwischen den
Holländern
Jerry Hendriks und Jeroen Wiersema war absolute Weltklasse
Colin Rice im Herrenfinale ohne Chance gegen
Thomas Wille
Mit 388 Herren und 124 Damen war die Gesamtschule an der Schweizer Allee am
Samstag zwar recht gut besucht - trotzdem bedeutete dies einen
Teilnehmerrückgang von 15,9%. Angewachsen war dabei allerdings der
Ausländeranteil.
Zwar gemeldet aber nicht am Start war die Bremer DDV-Nr. 4 Andree Welge, der
sich nach dem Vorabendturnier einige Rippen angebrochen haben soll. Insbesondere
gelten unsere allerbesten Gene-sungswünsche von dieser Stelle aber Harry Barth,
der während der Anreise aus Bayern einen schweren Autounfall erlitt!
Bis zu den 32 Boardfinals der Dortmund Open, die wie alle drei deutschen
WDF-RLTs einfach-KO gespielt wird, waren dann bereits 10 der DDV-Top-16
ausgeschieden. In den Boardfinals, welche die Runde der letzten 64 bildeten,
schieden auch die beiden Jung-Nationalspieler Rainer Haaß (2:3 gegen Michael
Leithaus-Diepenseifen aus Düsseldorf) und Jörg Neumann (0:3 gegen Gerald
Biesemans aus Belgien) aus.
Als in den 16 Spielen der 5. Runde die 32 Boardfinalsieger aufeinander trafen
kam es zu den ersten echten Gipfelbegegnungen. So setzte sich Thomas Wille mit
sage und schreibe 3:0 gegen den einzigen angereisten absoluten englischen
Top-Crack Matt Clark durch. Mit Belgiens Erik Clarys unterlag in dieser Runde
der Vorjahressieger 1:3 gegen den Hollands Alan Wassall.
Acht Deutsche und acht Ausländer standen dann im Achtelfinale - und es kamen 5
DDVler, zwei Belgier und 1 Österreicher weiter. Nur sehr knapp schieden in den
beiden Matches, die über die vollen 3 Sets gingen, Jyhan Artut und Frankieboy
Mast aus.
Im einzigen Aufeinandertreffen zweier DDVler im Viertelfinale siegte Colin Rice
glatt mit zweimal 2:0 gegen Marcel Schmidt (Wuppertal). Ebenfalls ohne ein Leg
abzugeben gewann Thomas Wille gegen den Belgier Alex Vromans, der in der Runde
zuvor DDV-Nr. 1 Tomas Seyler bezwungen hatte.
Die beiden anderen Viertelfinals gingen über die vollen 3 Sets. Dabei sah es
zunächst sehr gut für Frank Mast aus, als er Set 1 gegen Gerald Biesemans mit
2:0 gewann. Doch dem Belgier gelang es die Partie danach noch mit zweimal 2:1
für sich zu entscheiden. Mensur Suljovic benötigte gegen den
German-Gold-Cup-Finalisten Jyhan Artut sogar alle 9 möglichen Legs um mit 2:1,
1:2 und 2:1 das Halbfinale zu erreichen.
Das erste Halbfinale zwischen Thomas Wille und Mensur Suljovic war ungemein
spannend. Mensur gewann Set 1 mit 2:0 und Tommy sicherte sich Set 2 mit dem
gleichen Resultat. Den 3. Set gewann der Deutsche dann mit 2:1 und stand damit
im Herrenfinale. Das andere Halbfinale war nicht so stark und wurde mit 2:1 und
2:0 von Colin Rice gegen Gerald Biesemans (Belgien) gewonnen. Auch Colin stand
damit im Endspiel.
Das von Carsten Casi Arlt gekonnt gecallte Herrenfinale verlief gleichermaßen
gut wie ... langweilig. Thomas spielte starke Pfeile und Colin hing stets soweit
zurück, daß er in keinem der ersten 5 Legs, die Thomas allesamt gewann, auf
Doppel kam.
Erst beim Stande von 0-2 Sets und 0:1 Legs konnte Colin die Initiative
übernehmen und warf als Erster auf Doppel. Doch der für Bochum spielende
Engländer konnte mit den nächsten 12 Darts nicht dichtmachen. Auch Thomas hatte
dann noch Checkprobleme, setzte schließlich aber doch den Matchdart.
Hätte es das verbummelte letzte Leg nicht gegeben, dann hätte Thomas´ Average
sogar noch deutlich höher gelegen als die ohnehin schon sehr starken 27.33
Punkte pro Dart. Für Colin war der Finalaverage von 22.51 natürlich indiskutabel
- der sonst stets sehr konstante Engländer hatte im Finale irgendwie neben sich
gestanden.

Thomas Wille aus Hannover holte den Einzeltitel
bei der Dortmund Open vor Colin Rice aus Bochum
Sandra Pollet gelang die Revanche gegen Lisa
Huber
Die Damen gingen in 8 Gruppen an den Start und gleich in Runde 1 schied die
Schweizer Nationalspielerin Sabine Beutler gegen die routinierte Belgierin Maria
Dekeyzer aus. Immer besser in Form kommt die DDV-Ex-Nationalspielerin Marion
Diehn (Hattersheim), die in Runde 2 gegen Brigitte Bedenik (Oer-Erkenschwick)
und in Runde 3 auch noch gegen DDV-Nr. 7 Astrid Kamm 3:2 gewann.
Ebenfalls in Runde 3 (und auch mit 2:3) schied DDV-Nr. 4 Kerstin Niederau gegen
Anja Siegfried (Münster) aus. Auch DDV-Nr. 5 Silke Goebel unterlag hier 2:3
gegen die aus Dortmund stammende Andrea Herpel (früher Hüppler). Als dann auch
Marion Pichol in dieser Runde 2:3 gegen Gabi Westfal aus Mülheim und Heidi Peiks
im Achtelfinale 1:3 gegen Roelie Bakker aus Holland unterlagen, waren aus den
DDV-Top-8 nur noch die ersten Drei im Rennen um zu versuchen Lisa oder Sandra am
Titelgewinn zu hindern.
Im Viertelfinale gab es zwei klare und zwei enge Matches. Lisa Huber gewann mit
3:0 gegen Antje Lück (Essen), die damit ihre bislang beste DDV-Platzierung
erreichte. Bianka Strauch erzielte gegen Anne Willkomm (Berlin) ebenfalls ein
3:0. Anne hatte ein starkes Turnier hinter sich und zuvor sowohl Marion Diehn
als auch Maria Dekeyzer geschlagen.
Heike Ernst gewann gegen die holländische Nationalspielerin Roelie Bakker mit
3:2 und Trixi Zimmermann hatte nach Siegen gegen Nadia Seeba und Ebel Molema
(beide Holland) nun auch noch Sandra Pollet vor der Brust. Insgesamt 12
Matchdarts konnte Trixi im Spielverlauf nicht verwerten, unterlag 2:3 und wurde
Fünfte.
Damit standen die gleichen vier Spielerinnen im Halbfinale wie einen Monat zuvor
beim German Gold-Cup in Bremen - allerdings in vertauschten Paarungen. Diesmal
traf Heike Ernst nämlich nicht auf Sandra Pollet sondern auf Lisa Huber.
Heike stand jeweils auf Doppel, als Lisa das 1. Set mit 2:0 einfuhr. Leg 1 in
Set 2 gewann Lisa dann klar und der Gewinn des 2. Legs brachte der Schweizerin
dann das Match. Das andere Halbfinale war etwas hochklassiger, verlief aber ganz
ähnlich. Sandra Pollet gewann das 1. Set mit 2:0. Trotz zweier 140er in Folge
kam Bianka Strauch im 1. Leg des 2. Sets nicht auf Doppel, denn Sandra toppte
das mit 180 und 140 und holte das Leg in 15 Darts. Auch das 2. Leg gewann
Sandra, die damit Lisas Finalgegnerin war.
Das Finale war dann etwas schwächer als die beiden Halbfinals. Lisa Huber gewann
das 1. Set mit 2:0 da sie ihre Doppel besser traf. Set 2 ging dann mit 2:0 an
Sandra wobei es nun Lisa gewesen war, die Probleme beim Doppeln hatte.
Im 1. Leg des 3. Sets spielte Sandra von vorn und checkte als Lisa noch 119 Rest
hatte. Der folgende 23-Darter bedeutete für Sandra dann den Titelgewinn, als
Lisa auf 24 Rest stand. Die Finalaverages lagen bei 21.01 für Sandra und bei
20.01 für Lisa.

Die Belgierin Sandra Pollet drehte das Resultag
vom German
Gold-Cup um und gewann diesmal das Damenfinale gegen Lisa Huber
Jerry und Jeroen bei den Jungen mit
Weltklassefinale
Wie schon zuletzt in Bremen, so war auch in Dortmund am Sonntagmorgen ein
Reisebus voller holländischer Jugendlicher vorgefahren. Es gingen insgesamt 62
Jungen und 29 Mädchen im Einzel an den Start.
Das Achtelfinale erreichten mit Kevin Münch (Bochum), Dennis Möller (Westhofen),
Iman Askarsadeh (Bad Orb) sowie Matthias Bergfeldt (Berlin) lediglich 4
DDV-Jugendliche, die dort 8 Holländern und 4 Belgiern gegenüberstanden. Ein
einziger DDVler konnte auch hier gewinnen - und das war bereits vorher klar:
Kevin Münch und Dennis Möller trafen direkt aufeinander, wobei sich Kevin 3:1
durchsetzte.
Im Viertelfinale traf Kevin Münch anschließend auf den German-Open-Finalisten
Nick Stoeckenbroek, und er mußte sich 1:3 geschlagen geben. Als Fünfter war
Kevin Münch damit aber bester Deutscher.
Im ersten Halbfinale setzte sich Jerry Hendriks mit zweimal 2:1 gegen Nick
Stoeckenbroeck durch während im zweiten Spiel Jeroen Wiersema kein einziges Leg
gegen Danny Keyzer abgab. Es folgte ein Jungenfinale der absoluten Extraklasse:
Es dürfte das beste gewesen sein, das jemals auf einem DDV-Turnier gespielt
worden ist.
Jerry Hendriks gewann Leg 1 in 14 Darts und Jeroen Wiersema benötigte zum 1:1
Ausgleich ebenfalls nur 14 Pfeile! Nach 12 Darts stand Jerry dann im 3. Leg als
Vorleger auf 20 Rest, durfte aber nicht mehr auf die Doppel-10 werfen, weil
Jeroen 100 zum 11-Darter(!) dichtmachte!
Im 2. Set holte der anscheinend überhaupt nicht geschockte Jerry Leg 1 in 15
Darts. Im einzigen Leg, für das die beiden Jugendlichen mehr als 18 Darts
benötigten, hatten beide dann erstmals Doppelprobleme - und es war Jerry, der
schließlich mit einem 25-Darter den Setausgleich schaffte.
Im 3. Set war das Match dann sofort wieder absolut hochklassig. Jeroen ging mit
einem 17-Darter in Führung, doch Jerry sicherte sich anschließend in 18 und 15
Pfeilen den Titelgewinn. Die Zuschauer waren schier aus dem Häuschen angesichts
dieses Superfinales - in dem Jerry drei und Jeroen einen 180er erzielten - und
spendeten tosenden Beifall. Die Averages von 30.10 für Jerry Hendriks und 27.33
für Jeroen Wiersema stellten das gewiß nicht schlechte Herrenfinale noch bei
Weitem in den Schatten!

Wie schon in Bremen wurde Jeroen Wiersema
Zweiter bei den Jungen, diesmal hinter Jerry Hendriks
Yvvone Bliß mit viel Power zum Mädchentitel
Auch bei den Mädchen kam ein Großteil der Starterinnen aus Benelux. Im Gegensatz
zu den Jungen wurde hier Doppel-KO gespielt. Gleich zu Turnierbeginn mußte
DDV-Nr. 1 Nicole Osthues einen schmerzhaften holländischen Doppelschlag
hinnehmen. Sie verlor ihr Auftaktspiel gegen Kelly Raaphorst mit 1:3 und dann
auch gleich das erste Match in der Loserrunde 0:2 gegen Jolyn Schonewille!
Nur ein wenig besser erging es DDV-Nr. 3 Nadine Meyenburg, die in Runde 3 mit
0:3 gegen Yvonne Bliß unterlag und danach mit 0:2 gegen Kerstin Lederbogen
(Bochum) endgültig ausschied. Blieb also nur noch DDV-Ranglistennummer 2 Yvonne
Bliß um der holländischen Übermacht zu trotzen. Sie marschierte beinahe mühelos
durch bis ins Gruppenfinale, das zugleich Halbfinale war.
Zwar unterlag Yvi im ersten best-of-5 mit 1:3 gegen die aus der Loserrunde
kommende Denise Keyzer, gewann das zweite aber nach großem Kampf mit 3:2 in
stand im Turnierfinale. - Im anderen Gruppenfinale traf Kelly Raaphorst auf ihre
holländische Kollegin Melissa van Beelen, und setzte sich gleich im ersten Match
mit 3:0 ins Turnierendspiel durch.
Yvonne Bliß gewann im Finale den 1. Set mit 2:0, wobei Kelly Raaphorst jedes Mal
auf Doppel stand. Auch das 2. Set war stark umkämpft und Yvonne sicherte sich
Leg 1. Im 2. Leg lag Yvonne klar vorn, checkte jedoch erst dann zum Match als
auch Kelly nur noch 16 Rest hatte. Es war zwar kein hochklassiges aber ein trotz
des (sicher zu klar wirkenden) 2:0 und 2:0 für Yvonne doch sehr spannendes
Finale (Averages: Bliß 14.21 - Raaphorst 13.98).

Die Holländerin Kelly Raaphorst unterlag im
Mädchenfinale gegen DDV-Mädchen-Nr. 2 Yvonne Bliß
Tanguy Borra und Erik Clarys verteidigten
Doppeltitel
Im Herrendoppel gingen am Sonntag exakt 100 Paare an den Start. Gleich in Runde
2 schieden die Sieger des Bremer Gold-Cups, Jose Rodriguez und Mensur Suljovic
gegen Volker Backes und Marcel Schmidt aus. Eine Runde später erwischte es dann
auch die Vorjahresfinalisten Manfred Bilderl und Alexander Köhler, die mit 2:3
gegen die Belgier Guy Christijn und Rudy Minnebach ausschieden. Auch Siggi
Lausberg und Jörg Neumann mußten hier mit 0:3 gegen die Bremer Efe/Klittmann die
Segel streichen.
Bemerkenswert war im Achtelfinale besonders der Kampf zwischen Christijn/Minnebach
und Haaß/Paul, den die Belgier 3:2 gewannen. Drei der vier Viertelfinals waren
bereits nach 2 Sets beendet. Nur Tomas Seyler und Andree Welge, der am Sonntag
rippenmäßig wieder einsatzbereit war, mußten gegen Jennis/van de Rijck (Holland)
über die vollen 9 Legs gehen, bevor sie ins Halbfinale einzogen.
Auch im Halbfinale ging es für die beiden Bremer über die vollen 3 Sets, diesmal
aber mit dem besseren Ende für die Belgier Christijn/Minnebach. Kröckel/Rice
unterlagen im anderen Halbfinale mit zweimal 0:2 gegen Borra/Clarys.
Im Finale holten Seyler und Welge zwar das allererste Leg, doch danach wachten
Borra/Clarys so richtig auf, und sie gewannen die folgenden 6 Legs in Folge zum
2:1, 2:0 und 2:0 Titelgewinn. Auch die Averages von 26.57 für die erfogreichen
belgischen Titelverteidiger und 22.92 für die deutschen Finalisten sprechen eine
klare Sprache.

Die Belgier Tanguy Borra und Erik Clarys
verteidigten den Titel im Herrendoppel erfolgreich
Heike Ernst und Bianka Strauch zum 5. Mal in
Folge Doppelsiegerinnen
Unter den 37 Damendoppeln gab es nur wenige Titelaspirantinnen - denn viele
Benelux-Ladies, auch Einzelsiegerin Sandra Pollet - waren bereits abgereist.
Schon in Runde 2 unterlagen dann Silke Goebel und Trixi Zimmermann 2:3 gegen
Trixis Essener Teamkollegin Bettina Bode und Marion Prasser, womit eigentlich
nur noch 2 Top-Favoritenpaare im Rennen waren.
Die Einen, Huber/Beutler aus der Schweiz, bekamen denn auch erst bei ihren
knappen 3:2 Viertelfinalsieg gegen Beushausen/Bosse aus Niedersachsen erste
Probleme. Im Halbfinale allerdings mußten sie sich dann doch sensationell hoch
mit zweimal 0:2 gegen Marion Diepenseifen und Michelle Sossong geschlagen geben.
Das 2. Halbfinale gewann das andere Favoritenpaar, Ernst/Strauch, (ebenfalls zu
Null) gegen Diehn/Muster, die zuvor u.a. die starken Pichol/Hey ausgeschaltet
hatten.
Im Finale mußten dann Ernst/Strauch Leg 1 zwar an Diepenseifen/Sossong abgeben,
gewannen das gesamte Set jedoch schließlich mit 2:1 - wobei Heike Ernst einen
15-Darter mit einem 160er-Finish abschloß! Set 2 holten sich dann Diepenseifen/Sossong
ihrerseits mit 2:1.
Im 3. Set gingen Ernst/Strauch 1:0 in Führung, doch Diepenseifen/Sossong glichen
in 29 Pfeilen aus. Danach gingen die Favoritinnen wieder mit 2:1 in Führung,
benötigten aber 2 Legs Vorsprung zum Sieg. Die Außenseiterinnen standen dann im
4. Leg bereits nach 15 starken Darts auf Doppel; aber sie machten nicht zu,
sondern das taten Heike und Bianka, deren 22-Darter ihren 5. Dortmund-Open-Sieg
in Folge bedeutete.

Zum 5. Mal in Folge gewannen Bianka Strauch und
Heike Ernst den Dortmunder Titel im Damendoppel

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
25./26. Januar
2003 WDF Bremen (German Gold Cup):
Mensur Suljovic und Lisa Huber holen Gold-Cup-Titel ins
benachbarte Ausland
Zum 5. Mal fand vom 24. bis 26. Januar 2003 in Bremen der
WDF/DDV German Gold-Cup statt. Am Freitagabend gewannen Bochums Heike Ernst und
Andreas Kröckel die Mixed-Doppel-DM vor Tamara Pause und Harry Barth aus Bayern.
Im Herreneinzel konnte Mensur Suljovic (Österreich) am Samstag das Endspiel
gegen Jyhan Artut (Arpke) gewinnen. Im Dameneinzel setzte sich die Schweizerin
Lisa Huber gegen Sandra Pollet (Belgien) durch. Bei der Jugend gewann am Sonntag
Jeroen Verhoeven den holländischen Finalvergleich gegen Jeroen Wiersema, und
Nadine Meyenburg (Berlin) siegte gegen Kerstin Lederbogen (Bochum). Im
Herrendoppel siegten Rodriguez/Suljovic vor Seyler/Welge (Bremen) und im
Damendoppel Beutler/Huber (Schweiz) vor Hartmann/Viebrock (Bremen).

Jyhan Artut spielte ein starkes Herrenfinale
und mußte sich erst
im allerletzten Set gegen Mensur Suljovic geschlagen geben
Heike Ernst und Andy Kröckel zum 5. Mal
Mixed-Doppel-Meister
Mit 462 Herren und 134 Damen ging die Teilnahme diesmal zwar ganz leicht um 2,0%
zurück, dafür verzeichneten Doppel und Mixed jedoch einen Zuwachs von 4,5% und
es gingen sogar 56,2% mehr Jugendliche an den Start!
Im Viertelfinale siegte die Ex-Bayern-Nr. 1 der Jugend, Tamara Pause, gemeinsam
mit Ex-Nationalspieler Harry Barth 3:2 gegen die Niedersachsen Andrea Beushausen
und Johann Honner. Als erfolgreichste einheimische Kombi konnten sich Viebrock/Klittmann
mit einem 3:2 gegen Peiks/Lechtken ins Halbfinale spielen.
Mit jeweils 3:1 gingen die beiden anderen hochkarätigen Viertelfinals aus, wo
sich Ernst/Kröckel gegen Schubert/Neumann durchsetzten und Goebel/Suljovic gegen
Höppner/Seyler gewannen. - Beide Halbfinals waren bereits nach zwei Sets
beendet. Pause Barth siegten genauso mit 2:0 und 2:1 gegen Viebrock/Klittmann
wie Ernst/Kröckel gegen Goebel/Suljovic gewannen.
Bereits in ihrem achten Mixed-Doppel-DM-Finale standen Ernst/Kröckel dann gegen
Pause/Barth, für die es eine Premiere war. Zwar zeigte insbesondere Tamara Pause
hier eine sehr starke Leistung, dennoch konnte man beim 0:2 und 0:2 gegen die
Titelverteidiger kein einziges Leg gewinnen. Für Heike Ernst und Andreas Kröckel
war es nun bereits die fünfte Deutsche Meisterschaft im Mixed-Doppel.

Heike Ernst und Andreas Kröckel verteidigten ihrer
Internationalen Deutschen Meistertitel im Mixed-Doppel
Mensur Suljovic gewinnt Herreneinzel vor Jyhan Artut
Am Samstagmorgen ging es dann mit dem Herreneinzel los. Leider hatten auch in
diesem Jahr nur wenige ausländische Top-Spieler den Weg nach Bremen gefunden.
Nicht dabei waren diesmal Vorjahressieger Martin Adams und Mervyn The Smurf King
(England). Dafür gingen jedoch mit Matt Clark (England), Erik Clarys (Belgien)
und Mensur Suljovic (Österreich) drei embassy-erprobte Cracks an den Start.
In den frühen Runden gab es so wenig Überraschungen wie selten bei einem WDF-
bzw. DDV-Ranglistenturnier. Lediglich mit Erik Clarys erwischte es einen der
Top-Favoriten bereits in Runde 2 gegen Andre Brantjes (Belgien).
Im Viertelfinale traf der österreichische Ausnahmespieler Mensur Suljovic auf
DDV-Nr. 1 Tomas Seyler. Mensur konnte sich knapp mit zweimal 2:1 durchsetzen.
Alle anderen Viertelfinals gingen über die volle Distanz von 3 Sets. Bitter war
dabei das Ausscheiden für Harry Barth, der das 1. Set gegen Jyhan Artut zwar 2:1
gewann, die nächsten beiden jedoch je 0:2 verlor..
Wie bei allen vier bisher gespielten Gold-Cups erreichte Thomas Wille auch
diesmal wieder das Halbfinale: Mit 2:0, 1:2 und 2:0 siegte er im gegen
Altmeister Colin Rice. Die mitreißendste Partie des gesamten Viertelfinales sah
man jedoch zwischen Matt Clark und Stephan Schneider.
Der Engländer gewann Set 1 mit 2:1 wobei er 12 und 17 Darts spielte und Stephan
ein 15-Darter gelang. Set 2 ging mit dem gleichen Resultat in 15 und 18 Pfeilen
an den rheinischen Bochumer, Matt hatte hier einen 13-Darter gespielt. Nach 16
Darts von Stephan und 14 Pfeilen vom Matt stand es im letzten Durchgang 1:1.
Nachdem Matt einen Matchdart auf Tops verpaßt hatte, checkte Stephan zum
18-Darter und damit zum Match.
Nach diesem Coup ging es für Stephan im Halbfinale gleich wieder gegen einen
ganz Großen. Zwar konnte er Set 1 in 18 und 21 Darts gegen einen 19er von Mensur
Suljovic 2:1 gewinnen, blieb dann aber auf 32 bzw. 5 Rest stehen, als Mensur in
21 bzw. 18 Darts zum 2:0 im 2. Set checkte. Im letzten Set konnte Stephan dann
Mensur nicht mehr halten und mußte es in 21 und 18 Darts abgeben (Averages:
Suljovic 26.10 - Schneider 24.49).
Sogar alle 9 möglichen Legs wurden im 2. Halbfinale zwischen Thomas Wille und
Jyhan Artut ausgespielt. Jyhan gewann Leg 1 in 22 Darts und Thomas glich in
deren 20 aus. Ein 15-Darter brachte Jyhan dann das 1. Set. Auch in Set 2 ging
Jyhan durch einen 18-Darter in Führung, doch Tommy holte sich mit anschließenden
22 und 24 Pfeilen das Set.
Das 3. Set mußte also entscheiden. Jyhan begann mit einer 180 und checkte zum
20-Darter. Das 2 Leg begann dann Thomas gleich mit zwei 180ern in Folge! Es
wurde zwar kein 9-Darter aber immerhin ein 13er! Mit einem 18-Darter - als
Thomas in Leg 3 auf 46 Rest stand - zog Jyhan ins Turnierfinale ein (Av.: Artut
24.87 - Wille 25.97).
Das erste Leg im von Klaus Wagner gecallten Bühnenfinale gewann Mensur Suljovic
in 18 Darts, doch ein 14- und ein 15-Darter (mit 127er-Finish) brachten Jyhan
Artut das Set. Mit 17 und 20 Pfeilen gewann Mensur das 2. Set zu Null und Jyhan
holte Set 3 in 16 und 18 Darts ebenso ohne Gegenleg.
Mensur gewann anschließend Set 4 in 18 und 16 Pfeilen, dazwischen hatte Jyhan
einen 16-Darter gespielt. Im 5. und letzten Set ging Jyhan mit 21 Darts in
Führung, die Mensur in deren 17 ausglich. Ein weiterer 17-Darter brachte Mensur
dann den Titel als Jyhan auf 89 Rest stand (Av.: Suljovic 28.06 - Artut 27.42).

Jyhan Artut belegte im Herreneinzel des WDF/DDV German Gold Cup
2003 Platz 2 hinter Mensur Suljovic
Lisa Huber siegt bei den Damen vor Sandra Pollet
Bei den 134 Damen waren neben der gesamten deutschen Spitze auch einige wenige
Top-Damen aus Holland, Belgien und der Schweiz am Start. Wie schon bei den
Herren gab es auch bei den Damen in den frühen Runden beinahe gar keine Ausfälle
von Spitzenspielerinnen, die DDV-Top-8 erreichten schließlich sogar alle das
Achtelfinale.
Hier hatten 4 von ihnen allerdings das Pech auf die 4 stärksten Ausländerinnen
zu treffen und jedes Mal ging der Vergleich zu Ungunsten der Deutschen aus.
Heidi Peiks unterlag 0:3 gegen Hollands Nationalspielerin Roelie Bakker, Marion
Pichol verlor 0:3 gegen die Schweizer Nr. 1 Lisa Huber, Silke Goebel unterlag
0:3 gegen die belgische Top-Favoritin Sandra Pollet und Astrid Kamm schied mit
1:3 gegen die Schweizer Nationalspielerin Sabine Beutler aus. Nach gleichermaßen
schwerem wie erfolgreichem Auftaktprogramm u.a. gegen Anne Willkomm (Berlin) und
Steffi Pries (Hamburg) mußte sich auch Trixi Zimmermann im Achtelfinale 2:3
gegen Gaby Hey aus Hamburg geschlagen geben.
Im Viertelfinale ging der Vergleich zwischen Ausländerinnen und Deutschen 2:2
aus. Während Kerstin Niederau gegen Sandra Pollet und Gaby Hey gegen Lisa Huber
je 0:3 unterlagen, konnten Heike Ernst gegen Roelie Bakker und Bianka Strauch
gegen Sabine Beutler beide mit 3:0 gewinnen.
Im Halbfinale gewann Lisa Huber das erste Set in 23 und 17 Darts (incl. 180),
ohne daß Bianka Strauch auf Doppel kam. In Set 2 ging Lisa mit 28 Darts in
Führung und Bianka glich in 24 Pfeilen aus. Mit einem 19-Darter machte Lisa dann
das 2:0 und 2:1 Endresultat gegen ein Bianka klar, die ein ausgezeichnetes
Turnier gespielt hat (Av.: Huber 22.39 - Strauch 19.04).
Im anderen Halbfinale mußte Heike Ernst das 1. Set abgeben, welches sich Sandra
Pollet in 22 und 20 Darts sicherte. Nach einem weiteren 20-Darter von Sandra zu
Beginn von Set 2 konnte Heike mit einem 24-Darter incl. 108er-Finish ihr erstes
Leg gewinnen. Doch mit ihrem anschließenden dritten 20-Darter machte Sandra den
Finaleinzug klar (Av.: Pollet 23.98 - Ernst 22.60).
Im Bühnenfinale zwischen Lisa Huber und Sandra Pollet gewann Lisa das 1. Leg in
21 Darts (incl. 95er-Finish). Sandra glich in 21 Darts aus, doch Lisa sicherte
sich anschließend das Set in 17 Pfeilen. Auch Set 2 gewann Lisa dann in 22 und
24 Darts wobei Sandra, wie in allen 4 verlorenen Legs, auf Doppel stand (Av.:
Huber 23.24 - Pollet 23.47). Die neue Titelgewinnerin Lisa Huber zeigte im
Finale eine ungemeine Doppelsicherheit - fast jeder Check kam mit dem ersten
Dart!

Die Belgierin Sandra Pollet unterlag im Finale des Dameneinzels
gegen die Schweizerin Lisa Huber
Niederländer prägten das Jungenturnier
Wie bereits erwähnt war die Beteiligung an den beiden Jugendturnieren mit 53
Jungen und 22 Mädchen diesmal um weit über 50% gestiegen. Dies lag nicht zuletzt
auch an einem Reisebus voller niederländischer Youngsters, die dann auch das
Turnier der männlichen Jugend nachhaltig prägen sollten.
So schieden in der 2. Runde die Nummern 1 und 2 der DDV-Jungen-Rangliste gegen
holländische Gegner aus, wobei Danny Klimek gegen Vorjahressieger Wesley Daniels
mit 1:3 verlor und Kevin Münch 2:3 gegen Jeroen Verhoeven - von dem noch weiter
zu Reden sein wird - den Kürzeren zog. Ebenfalls in dieser Runde kam der KO für
Christoper Klimek, der allerdings von einem Landmann, nämlich Sven Keit, mit 3:2
bezwungen wurde.
Von den 5 deutschen Jungen, die im Achtelfinale standen, konnte lediglich ein
einziger einen Sieg verbuchen. Der Bochumer Patrick Farny legte ein 3:2 gegen
Freddy Hamels aus Holland hin. Im Viertelfinale war dann allerdings auch für
Patrick Schluß. Gegen Jeroen Verhoeven unterlag er mit 0:3. Damit standen vier
Jungen aus unserem nordwestlichen Nachbarland im Halbfinale.
Titelverteidiger Wesley Daniels unterlag dabei mit zweimal 1:2 gegen Jeroen
Wiersema und Joey ten Berge verlor mit exakt dem gleichen Resultat gegen Jeroen
Verhoeven. - Das einmal mehr von Klaus Wagner gecallte Bühnenfinale begann
superstark und Jeroen Verhoeven gewann Leg 1 in 17 Darts. In Leg 2 stand
Namensvetter Jeroen Wiersema nach 12 Darts auf 101 Rest, aber Verhoeven hatte
mit 180 angefangen und machte nun zum 14-Darter dicht!
Das 2. Set gewann Wiersema in 22 und 20 Darts, als Verhoeven sein Doppel nicht
traf. Auch in Set 3 ging Wiersema mit einem 27-Darter in Führung, jedoch die
nächsten 3 Legs gingen allesamt in 23, 28 und 20 Darts an den neuen Titelträger
aus Holland Jeroen Verhoeven (Av.: Verhoeven 23.01 - Wiersema 21.63).

Im rein holländischen Finale der männlichen Jugend siegte Jeroen
Verhoeven gegen Jeroen Wiersema
Nadine Meyenburg gewinnt ihr erstes DDV-RLT
Einzig die 22 Mädchen gingen im Doppel-KO-System in ihr Turnier, welches von
DDV-Jugendleiterin Astrid Kamm und Ex-NWDV-Präsident Johnny Peltzer geleitet
wurde. Auch hier waren eine Reihe holländische Teilnehmerinnen am Start, sie
spielten aber längst nicht die Rolle wie es bei den Jungen der Fall war.
In Gruppe 1 schied Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues nach Niederlagen gegen Tanja
Woltereck (Hamburg) und Kerstin Lederbogen (Bochum) überraschend aus. Kerstin
konnte dann, aus der Loserrunde kommend, das Gruppenfinale zwei Mal mit 3:2
gegen Tanja gewinnen, gegen die sie zuvor im Gewinnerfinale verloren hatte, und
stand in ihrem ersten DDV-Finale.
In Gruppe 2 erreichte Nadine Meyenburg das Gewinnerfinale nachdem sie zuvor
gegen so starke Gegnerinnen wie Michelle Münch (Bochum) und die Fünfte der
Mädchen-Winmau Melisa Landkroon (Holland) gewonnen hatte. Nadine unterlag dann
allerdings im Gruppenfinale klar gegen DDV-Mädchen-Nr. 2 Yvonne Bliß, konnte
sich aber mit einem erneuten Sieg gegen Michelle Münch im Loserfinale doch noch
ins Gruppenfinale spielen, das sie zunächst mit 3:0 und dann in einem
nervenaufreibendem 2. Spiel 3:2 gegen Yvonne Bliß gewann.
Im Turnierfinale auf der Bühne konnte Kerstin Lederbogen den nervösen 1. Set mit
zwei 37-Dartern gewinnen. Die favorisierte Nadine Meyenburg holte sich Set 2 im
merklich besser werdenden Match in 29 und 23 Pfeilen.
Nachdem Kerstin im 3. Set mit einem 28-Darter 1:0 in Führung gegangen war,
setzte Nadine mit einem 120er-Finish zum 27-Dar-ter das Highlight des Finales.
Nadine war es dann auch, die beim anschließenden 29-Darter 40 Rest zum Match
checkte und damit ihr erstes DDV-Finale gewann (Av.: Meyenburg 16.50 -
Lederbogen 15.07).

Kerstin Lederbogen erreichte ihr erstes DDV-Mädchenfinale und
unterlag nur knapp gegen Nadine Meyenburg
Mensur Suljovic und Jose Rodriguez siegen im Herrendoppel
Einzige kleine Überraschung der Gruppenspiele der 126 Herrendoppel war das frühe
Ausscheiden der DDV-RLT-Pausierer Mr. 9-Dart Volker Backes und Mex
Meyer-Schlüter in Runde 2 gegen die Belgier Donders/van Dongen. Ansonsten gab es
in den 8 Gruppen incl. der Gruppenfinals keine Überraschungen. Drei der
Viertelfinals waren schon nach 2 Sets beendet, nur Rodriguez/Suljovic benötigten
die volle Distanz um Kröckel/Rice niederzuringen.
Beide Halbfinals waren sehr umkämpft. Seyler/Welge (Average 27.82) mußten zwar
Set 1 mit 0:2 an Clark/Smith (27.10) abgeben, konnten aber die beiden nächsten
jeweils 2:1 für sich entscheiden und ins Finale einziehen (im 2. Set spielten
die zwei Bremer 12 und 13 Darts!). Rodriguez/Suljovic (Av. 27.88) gewannen das
1. Set gegen Clarys/Cottonje (Av. 26.75) mit 2:1, gaben das zweite 0:2 ab und
schossen sich mit dem anschließenden 2:0 dann ins Endspiel.
Nachdem Seyler/Welge das 1. Leg des Finales in 15 Darts gewonnen hatten,
sicherten sich aber doch Rodriguez/Suljovic in anschließenden 18 und 17 Darts
das Set. Set 2 ging dann in 20 und 18 Darts (gegen einen 16-Darter) an die
Deutschen, die danach auch Set 3 in 21 und 17 Darts für sich entscheiden
konnten.
In Set 4 blieben Tomas und Andree jeweils gut über 100 Rest stehen, als Jose und
Mensur in 21 und 15 Darts zumachten. Auch Set 5 ging dann in 22 und 19 Darts an
das ausländische Paar, das damit den Titel gewann. Die Finalaverages erreichten
bei Rodriguez/Suljovic 25.87 und bei Seyler/Welge 24.82.

Jose Rodriguez und Mensur Suljovic gewannen das Herrendoppel beim
German Gold-Cup in Bremen
Sabine Beutler und Lisa Huber im Damendoppel Spitze
Das mit 42 Paaren besetzte Doppel der Damen hatte in den beiden ersten Runden
nur eine einzige große Überraschung. Nach einem je Freilos in Runde 1 unterlagen
die Trixi Zimmermann und Silke Goebel, die beide unter den DDV-Top-5 rangieren,
mit 2:3 gegen Claudia Kühnert und Tanja Saleske aus Schleswig-Holstein. Die 4
Boardfinals gingen dann alle recht klar aus, wobei in der hochkarätigsten Partie
das schweizer Nationalduo Beutler/Huber 3:1 gegen das Erfolg gewohnte Doppel
Beushausen/Niederau gewann.
Im Halbfinale unterlagen Heike Ernst und Bianka Strauch dann überraschend mit
2:0, 1:2 und 0:2 gegen Nicole Hartmann und Andrea Viebrock - und das obwohl die
DDV-Nummern 1 und 2 zwei 15-Darter, eine 180 sowie ein 144er und ein 107er
Finish hinlegten. Doch sie checkten nicht und schieden trotz ihres weit höheren
Averages von 22.56 gegenüber den 19.14 der Bremerinnen aus
Das zweite Spiel gewannen die Schweizerinnen Sabine Beutler und Lisa Huber klar
mit zweimal 2:0 gegen Marion Diepenseifen und Michelle Sossong, die nun nicht
mehr ganz so stark waren wie zuvor. Dazu brauchten sie nur einmal 23 und dreimal
20 Pfeile (Av.: Beutler/Huber 24.14 - Diepenseifen/Sossong 18.30).
Obwohl die Schweizerinnen im Finale gegen Hartmann/Viebrock längst nicht mehr so
stark waren wie zuvor, gaben sie bei ihrem 2:0 und 2:0 Erfolg kein einziges Leg
ab, benötigten für ihre Legs jedoch 30, 27, 27 und 29 Pfeile. Der Sieg des
symphatisch Schweizer Duos war sicherlich hoch verdient, was auch der doch etwas
niedrige Average von 17.73 gegenüber 15.88 von Nicole und Andrea zeigt.

Die Schweizerinnen Lisa Huber und Sabine Beutler gewannen
überlegen das Damendoppel in Bremen

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
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