Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2003:
15./16.
November 2003 DDV-Ranglistenturnier in Oldenburg
Jyhan Artut und Heike Ernst gewinnen DDV-RLT in Oldenburg
Zum 3. DDV-RLT dieser Saison traf man sich am 15./16. November
2003 in Oldenburg. Hier konnte am Samstag Jyhan Artut seinen ersten Titel im
Herreneinzel gewinnen. Im Finale bezwang er Andree Welge. Bei den Damen war wie
schon zuvor in Neuthard Heike Ernst erfolgreich, die sich im Endspiel gegen Gabi
Vollbrecht durchsetzte. Am Sonntag sicherte sich dann im Jugendeinzel
Christopher Klimek seinen ersten Titel als er im Finale gegen Steven Krause
gewann. Bei den Mädchen setzte sich Nicole Osthues auf der Bühne gegen Nadine
Meyenburg durch. Auch die Doppelturniere am Sonntag zählten (mit verminderter
Wertung) für die DDV-Rangliste. Bei den Herren siegten Haaß/Nölle vor
Hoffmann/Nett. Den Damentitel holten Ernst/Strauch vor Kröckel/Niederau.

Jyhan Artut und Heike Ernst gewannen am Samstag
die Einzeltitel
Jyhan Artut gewinnt ersten DDV-Einzeltitel
gegen Andree Welge
Hatte bereits das 1. DDV-RLT dieser Saison in Berlin 8,6% mehr Teilnehmer als im
Vorjahr gehabt, so hielt dieser Trend auch beim 3. DDV-RLT in Oldenburg weiter
an bzw. verstärkte sich noch. Die 218 Herren und 72 Damen, die für die Einzel am
Samstag gemeldet waren, bedeuteten einen erfreulichen Zuwachs von 12,4% in der
Tennisanlage Tura welche diesmal Austragungsort war.
Bei den Herren wurde einmal mehr auf hohem Niveau gespielt, was auch mancher der
Cracks zu spüren bekam. So unterlag DDV-Nr. 1 Tomas Seyler gleich in seinem
Auftaktspiel mit 0:3 gegen Carsten Hoffmann aus Soest - und mußte genauso in die
Loserrunde wie DDV-Nr. 6 Johann Honner, der sofort 1:3 gegen Tony Barlow aus
Hamburg unterlag. - Während Shorty sich über die Loserrunde noch ins
Gruppenfinale hangelte, schied Johann unmittelbar im nächsten Match 0:2 gegen
Oliver Hinz aus Bremen aus.
In Runde 2 mußten Andy Kröckel gegen Klaus Lander (Stuttgart) und Michael
Corbach gegen Jörg Goga (Berlin) den Weg in die Loserrunde antreten, spielten
sich dort jedoch beide in die Gruppenfinals. Frank Mast erwischte es in Runde 3
gegen Frank Haase (Bremen) und danach gegen Andy zum Felde (Hamburg). Im
Siegerfinale hatte Stephan Schneider mit 2:3 das Nachsehen gegen Kai Geselle
(Sylt), erreichte dann aber doch noch das Gruppenfinale. Zwar gemeldet aber
nicht angereist war DDV-Nr. 4 Thomas Wille.
Von den 11 der 16 Gesetzten, die ihr Gruppenfinale (Sieger der Gewinner- gegen
Sieger der Loserrunde) erreicht hatten, mußten immerhin vier die Segel
streichen. Allesamt aus der Loserrunde kommend, unterlagen Tomas Seyler 1:3
gegen Carsten Hoffmann (Soest), Michael Corbach 0:3 gegen Jörg Goga und Stephan
Schneider 2:3 gegen Kai Geselle. Dies waren auch genau die Gegner gewesen,
welche die genannten Cracks zuvor schon in die Loserrunde gestoßen hatten!
Colin Rice und Marcel Schmidt verloren ihr erstes Gruppenfinale, nutzten jedoch
als Gewinnerrundensieger das ihnen zustehende zweite Spiel um doch noch
weiterzukommen. Genau die Hälfte der Spieler im sich anschließenden Achtelfinale
war gesetzt, wobei in der oberen Hälfte des Tableaus alle 4 davon weiterkamen,
in der unteren aber nur ein einziger. Besonders bemerkenswert war dabei das 3:0
von Andreas Klittmann (Bremen) gegen DDV-Nr. 2 Colin Rice und das 3:0 von Haci
Halim Senses aus Mönchengladbach gegen die hessische Nr. 1 Richard Buskohl.
Im Viertelfinale siegte Michael Leithaus-Diepenseifen mit zweimal 2:1 gegen
Marcel Schmidt und Andree Welge setzte sich 0:2, 2:1 und 2:1 gegen Rainer Haaß
durch. Jyhan Artut schien in der Form seines Lebens und gab gegen Haci Halim
Senses kein Leg ab. Andreas Klittmann schießlich gelang es mit einem 0:2, 2:1
und 2:1 gegen Jörg Goga als einzigem Ungesetzten bis in das Halbfinale
vorzudringen.
Dort mußte der starke Bremer dann mit 1:2, 2:0 und 0:2 Jyhan Artut den Vortritt
lassen, der damit wie schon zu Jahresbeginn beim Bremer Gold-Cup im Finale
stand. Der Norden scheint dem Hannoveraner zu liegen. Das andere Halbfinale
gewann Andree Welge mit zweimal 2:1 gegen Michael Bleifuß Leithaus-Diepenseifen.
Wer den Ausgang des Finales als offen einschätzte, der sah sich bestätigt. Beim
müden Beginn gewann Andree Set 1 in 25 und 23 Darts, dazwischen hatte Jyhan
einen 22er gespielt. Ein 102er-Finish zum 18-Darter brachte den Bremer im 2. Set
1:0 in Führung, doch Jyhan drehte den Set noch mit staken 12 und 18 Darts. Auch
Set 3 ging in 17 und 13 Pfeilen an den nun stark aufkommenden Jyhan. Ein
14-Darter brachte Andree dann in Set 4 mit 1:0 in Front, was Jyhan in 19 Darts
ausglich.
Ein 20-Darter bescherte dann aber doch Andree den Setausgleich zum 2-2. Im
letzten Set kam Andree dann nicht mehr auf Doppel als sich Jyhan mit 21 und 20
Darts seinen ersten DDV-Einzeltitel sicherte. Die Averages lagen bei 25.90 für
Jyhan und bei 24.33 für Andree.

Jyhan Artut gewann das Einzelfinale gegen
Andree Welge mit 3-2 Sets
Gabi Vollbrecht unterliegt erst im Finale
gegen Heike Ernst
Hatten bei den Herren aus den Top-16 der Rangliste mit Thomas Wille und Alex
Köhler nur zwei gefehlt, so war es bei den Top-16 der Damen mit Heidrun Peiks
sogar nur eine einzige. Völlig überraschend unterlag DDV-Nr. 5 Anne Willkomm
gleich in Runde 1 mit 2:3 gegen die 14-jährige Kerstin Lederbogen aus Bochum.
Doch Anne spielte sich über die Loserrunde genauso ins Gruppen-finale wie Heike
Wader, die zuvor 2:3 gegen Nicole Hartmann (Bremen) unterlegen war.
DDV-Nr. 2 Bianka Strauch verlor ihr Siegerfinale 1:3 gegen Gabi Vollbrecht
(Berlin), und auch sie überstand das anschließende Loserfinale. Weniger gut ging
es bei zwei anderen aus den Top-8 aus. So unterlag Kerstin Niederau im
Gewinnerfinale mit 1:3 gegen Heike Siemering (Nienburg) und dann im Loserfinale
0:2 gegen Michelle Sossong (Bochum). Ganz genauso war es bei Marion Pichol: Erst
2:3 gegen Britta Ludwig-Werner (Marl) dann 1:2 gegen Marion Diepenseifen
(Düsseldorf).
Im Gruppenfinale kam es erneut zum Aufeinandertreffen von Bianka Strauch und
Gabi Vollbrecht. Bianka gewann das 1. Spiel 3:2, Gabi schoß sich - aus der
Gewinnerrunde kommend - mit einem 3:2 in Spiel 2 ins Viertelfinale.
Hier trafen mit Britta Ludwig-Werner und Heike Siemering auch zwei Ungesetzte
aufeinander, wobei sich Heike überraschend deutlich mit 3:0 durchsetzte. In den
drei anderen Matches trafen jeweils Gesetzte auf Ungesetzte, und gleich zweimal
triumphierten die Non-Seeds. Mit Sabrina Spörle (Walldorf) siegte die
Aufsteigerin der Saison 3:2 gegen Trixi Kröckel und Gabi Vollbrecht gewann 3:2
gegen Astrid Kamm. Nur DDV-Nr. 1 Heike Ernst zog mit einem 3:2 gegen Nicole
Hartmann als gesetzte Spielerin ins Halbfinale ein.
Gegen Sabrina Spörle tat sich Heike Ernst dort schwer. Sie kam so gut wie nie
auf ihren normalen Score und lag in fast allen Legs punktemäßig teilweise weit
hinten. Doch Sabrina hatte wohl Angst vor dem Siegen und vergab viele Darts auf
Doppel. Mit zweimal 1:2 unterlag Sabrina am Ende in einem Spiel, das sie
eigentlich hätte gewinnen müssen. Im anderen Spiel setzte sich Gabi Vollbrecht
mit 2:0 und 2:1 gegen Heike Siemering durch. Damit stand Gabi - nach zwei 3.
Plätzen bei den beiden ersten Saisonturnieren - nun sogar im Finale, welch eine
Bilanz!
Wie bei den Herren begann das Finale schwach. Heike Ernst genügten im 1. Set 29
und 31 Darts um ihn zu gewinnen. Set 2 ging dann in 22 und 23 Darts an Gabi
Vollbrecht. Im 3. Set war es dann Heike, die das bessere Ende für sich hatte und
in zweimal 23 Darts zum Match checkte. Im 1. Leg war ihr dabei eine 180
gelungen. Die Averages lagen bei 18.51 für Heike und bei 19.63 für Gabi, die in
allen 4 verlorenen Legs auf Doppel gestanden hatte.

Erst im Endspiel des Dameneinzels mute sich
Gabi Vollbrecht gegen Heike Ernst geschlagen geben
Chris Klimek tritt aus dem Schatten von Bruder
Danny
Mit 32 Jungen war das Einzel der männlichen Jugend ausgezeichnet besucht und es
wurde in 2 Gruppen doppel-KO gespielt. Alle Favoriten waren am Start und es war
spannend wie selten!
In Gruppe 1 spielten sich mit Kevin Münch und Steven Krause die beiden gesetzten
Spieler absolut souverän ins Gewinnerfinale. Dort setzte sich Steven mit 3:1
durch und traf dann im Gruppenfinale erneut auf Kevin, der aus dem mit 2:0 gegen
Benny Grolewski gewonnenem Loserfinale zuruckgekommen war. Zwar verlor Steven im
1. Match 2:3 gegen Kevin, gewann im zweiten aber 3:2 und stand damit im Finale
während der Topfavorit draußen war.
In Gruppe 2 mußte sich Jungen-Nr. 2 Danny Klimek gleich in Runde 2 mit 1:3 gegen
Sven Flück geschlagen geben. Sven erreichte dann auch das Gewinnerfinale, wo er
auf Dannys Zwillingsbruder Christopher traf. Chris rächte seinen Bruder mit
einem 3:1 Erfolg und traf dann im Gruppenfinale erneut auf Sven Flück, der das
Loserfinale gegen Patrick Kloh 2:1 gewonnen hatte. Mit 3:1 entschied Chris auch
dieses Match für sich und stand im Turnierfinale.
Damit konnte Chris aus dem Schatten seines Zwillingsbruders Danny
herausgetreten, der früher bei den meisten Turnieren einen Tick erfolgreicher
gewesen war als er. Dies schien den 17-jährigen Marler zu beflügeln, auch wenn
er Leg 1 in 23 Darts an den ein Jahr jüngeren Berliner Steven Krause abgeben
mußte.
Mit 24 und 27 Pfeilen sicherte sich Chris das 1. Set dann doch noch und ging in
Set 2 mit 25 Darts in Führung. Die Doppel-10 zum 28-Darter brachte Chris dann
seinen ersten DDV-Einzeltitel. (Averages: Christopher 19.29 - Steven 19.13).

Christopher Klimek gewann den Titel im
Jungeneinzel vor Steven Krause
Nicole Osthues mit Titelgewinn gegen Nadine
Meyenburg
Auch die 18 Mädchen bildeten ein gutes Teilnehmerfeld bei der weiblichen Jugend.
Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues rottete dabei einen guten Teil ihres eigenen
Vereins LR Ahlen aus, als sie zunächst klar gegen Viktoria Karb und anschließend
knapp gegen Viktoria Weber gewann. Im Gewinnerfinale folgte dann ein 3:1 gegen
Eva-Maria Lampert, die sich danach im Loserfinale 0:2 gegen Viktoria Weber
geschlagen geben mußte. Im Gruppenfinale trafen somit erneut die
Vereinsschwestern aufeinander, wobei Viktoria Weber knapp mit 2:3 gegen Nicole
Osthues unterlag.
In Gruppe 2 war Nadine Meyenburg gut drauf und spielte sich recht locker ins
Siegerfinale, wo sie allerdings bei ihrem 3:2 Sieg gegen Jenny Fritz mächtig
kämpfen mußte. Jenny siegte anschließend im Loserfinale 2:0 gegen Jacqueline
Schulte und erreichte so doch noch das Gruppenfinale. Doch erneut unterlag sie
hier mit einem knappen 2:3 gegen Jugendsprecherin Nadine Meyenburg.
Im Endspiel trafen damit unsere beiden diesjährigen Teilnehmerinnen an der 30.
Winmau World Masters aufeinander. Nicole Osthues war von Anfang an die Chefin im
Ring. Sie gewann Leg 1 in starken 22 Darts und sicherte sich Leg 2 in 41
Pfeilen.
Nadine Meyenburg spielte dann 34 Darts zum 1:2, hatte jedoch noch 109 Rest, als
Nicole mit einem 27-Darter zum 3:1 Turniergewinn checkte. Nicole spielte im
Endspiel einen Average von 16.18, Nadine erreichte 13.12 Punkte pro Dart.

Nicole Osthues setzte sich im Mädchenfinale
gegen Nadine Meyenburg durch
Haaß/Nölle gewinnen Herrendoppel vor
Hoffmann/Nett
Die Doppel am Sonntag sind inzwischen wesentlich interessanter geworden, da seit
dieser Saison auch bei dort DDV-Punkte vergeben werden - wenn auch nur in etwa
halber Höhe. So gingen denn auch immerhin 72 Herrendoppel in den acht
Einfach-KO-Gruppen an den Start.
Im Achtelfinale warfen die Bremer Efe/Woidt die höher eingeschätzten Corbach/Honner
mit 3:2 aus dem Rennen. Ab dem Viertelfinale wurde dann best-of-3/3 gespielt.
Alle vier Matches gingen über die volle Distanz. Die Top-Favoriten Seyler/Welge
unterlagen dabei gegen die Neuthard-Finalisten Hoffmann/Nett aus Bochum.
Mit Kröckel/Rice fiel ein weiterer Favorit gegen Haaß/Nölle aus dem Rennen und
auch die Niederlage von Mast/Siegel (Walldorf) gegen Senses/Wetten aus
Mönchengladbach war nicht unbedingt eingeplant. Einzig Artut/Langendorf wurden
beim Sieg gegen Efe/Woidt ihrer Favoritenrolle gerecht, auch wenn dazu alle 9
möglichen Legs ausgespielt werden mußten.
Im Halbfinale mußten sich Artut und Langendorf dann allerdings 0:2, 2:1 und 1:2
gegen Hoffmann und Nett geschlagen geben. Haaß/Nölle gewannen das andere
Halbfinale gegen Mast /Siegel nach allen 9 Legs denkbar knapp 2:1, 1:2 und 2:1.
Im Finale holten Rainer Haaß und Michael Nölle den 1. Set in 18 und 23 Darts und
gingen in Set 2 mit einem 23-Darter 1:0 in Führung. Carsten Hoffmann und Michael
Nett konnten in 16 Darts ausgleichen, doch mußten sie auch dieses Set
schließlich, nach einem 18-Darter ihrer Gegner, abgeben.
Im Set 3 spielten Hoffmann/Nett dann 20 und 17 Darts und lagen damit nur noch
1-2 nach Sets zurück. Eine mit einem 20-Darter erzielte 1:0 Führung im 4. Set
brachten Haaß/Nölle dann trotz zweier Matchdarts nicht ans Ziel und
Hoffmann/Nett schafften mit 21 und 23 Darts den Setausgleich zum 2-2.
Im 5. Set gingen Haaß/Nölle mit einem 22-Darter in Führung, da Hoffmann/Nett
fünf Checkdarts nicht nutzen konnten. Mit einem 15-Darter schafften diese dann
aber noch den Ausgleich. Das alles entscheidende letzten Leg war sehr nervös und
wurde in 26 Darts von Haaß/Nölle zum Turniersieg gewonnen, als Hoffmann und Nett
noch genau 100 Rest hatten. Die Averages lagen für Haaß/Nölle bei 23.34 und bei
Hoffmann/Nett sogar noch etwas höher bei 23.84.

Rainer Haaß und Michael Nölle gewannen den
Titel im Herrendoppel
Ernst/Strauch holen Titel im Damendoppel gegen
Kröckel/Niederau
Beim Damendoppel gingen 25 Gespanne in zwei Einfach-KO-Gruppen an den Start. Im
Viertelfinale mußten sich dabei Lampert/Riemenschneider (Bruchköbel/Köln) 1:3
gegen Spörle/Wader (Walldorf/Celle) geschlagen geben und Heinz/Wieting (Bremen)
unterlagen 0:3 gegen Ernst/Strauch. Kamm/Vollbrecht setzten sich im rein
Berliner Duell 3:0 gegen Krumbach/Willkomm durch. Die Partie zwischen Kröckel/Niederau
und Ludwig-Werner/Silies (Marl/Neuenkirchen) verlief weniger eng als zu erwarten
gewesen wäre. Erstgenannte gewannen vom Ergebnis her glatt mit 3:0.
Im Halbfinale setzten sich Trixi Kröckel und Heike Wader dann recht glatt mit
2:0 und 2:1 gegen Sabrina Spörle und Heike Wader durch. Immer wieder treffen in
den Doppelhalbfinals Heike Ernst und Bianka Strauch auf Astrid Kamm und Gabi
Vollbrecht - so auch diesmal. Heike und Bianka gewannen mit 2:0 und 2:1 und
drangen so ins Turnierfinale gegen Trixi Kröckel und Kerstin Niederau vor.
Heike und Bianka gewannen das erste, schwache Leg in 37 Darts. Auch Leg 2 ging
zum Gewinn des 1. Sets in weitaus besseren 22 Pfeilen an die Favoritinnen. Der
2. Set begann mit einem 32-Darter von Heike und Bianka, den Trixi und Kerstin
aber in 27 Darts ausgleichen konnten.
Das beste Leg des gesamten Finales war dann das allerletzte, als Heike und
Bianka einen 19-Darter zum Turniergewinn spielten. Die Averages des Finales
lagen bei 17.91 für Heike und Bianka sowie bei 16.05 für Trixi und Kerstin.

Bianka Strauch und Heike Ernst gewannen einmal mehr das
Damendoppel

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
18./19. Oktober
2003 DDV-Ranglistenturnier in Neuthard (DM):
Tomas Seyler und Heike Ernst wurden in Neuthard Deutsche
Einzelmeister 2003
Erstmals fand am 18./19. Oktober 2003 ein
DDV-Ranglistenturnier im Baden-Württembergischen Neuthard in der Nähe von
Karlsruhe statt. Es wurden hier die Deutschen Meisterschaften im Einzel und
Two-Person Team ausgespielt. Neuer Meister bei den Herren wurde Tomas Seyler,
der im Endspiel Colin Rice bezwang. Den Damentitel sicherte sich Heike Ernst
durch einen Finalerfolg gegen Bianka Strauch. Deutscher Meister der männlichen
Jugend wurde Sven Flück und bei den Mädchen gewann Viktoria Weber die
Meisterschaft. Tomas Seyler und Andree Welge verteidigten ihren
Two-Person-Team-Titel knapp aber erfolgreich gegen Carsten Hoffmann und Michael
Nett, während Heike Ernst und Bianka Strauch im Finale überraschend gegen Nicole
Hornig und Sabrina Spörle unterlagen.

Die neuen Deutschen Einzelmeister sind mit
Heike Ernst
und Tomas Seyler auch die Ranglistenführenden
Der Ersatzausrichter hatte das Turnier gut im
Griff
Mit 207 Herren und 65 Damen war das 2. DDV-RLT in Neuthard bis auf eine Meldung
exakt gleich groß wie das kleinste Ranglistenturnier der Vorsaison in Oldenburg.
Das war jedoch angesichts der Tatsache, daß man erstmals (als Ersatzausrichter)
eingesprungen war und in der weniger reiselustigen Südhälfte Deutschlands
angesiedelt ist, nicht wirklich enttäuschend. - Die Stimmung jedenfalls war
angesichts der absolut günstigen Verzehrpreise bestens - wo sonst bekommt man
schon eine Tasse Kaffee für 30 Cent und ragt das Schnitzel an beiden Seiten über
den Teller?
Mit Thomas Wille, Reiner Haaß, Clarence Sauzier und Ingo Vogt waren vier aus den
DDV-Top-16 Herren nicht gemeldet und auch von den Nachrückern waren einige nicht
vor Ort. - Viel vorgenommen hatte sich Andy Kröckel, der wieder auf dem Sprung
in die DDV-Top-5 ist.
Doch im Gewinnerhalbfinale unterlag er dem Ex-Jugendweltmeister und Neu-Bochumer
Carsten Hoffmann. Es folgte eine Turnier beendende Niederlage in der Loserrunde
gegen Michael Leithaus-Diepenseifen, den er zuvor in seinem Auftaktspiel schon
einmal bezwungen hatte.
Mehr Fortune hatten fünf Cracks, die in ihrer Gruppe alle eine Niederlage
hinnehmen mußten, sich jedoch dann noch über die Loserrunde ins Finale der
Sieger von Gewinner- und Loserrunde zurückspielten.
So unterlagen von den Top-3 Colin Rice gegen Thilo Albruschat (Walldorf), Tomas
Seyler gegen Patrick Kloh (Walldorf) und Jyhan Artut gegen Michael Nett
(Bochum). - Richard Buskohl verlor gegen Michael Gutting (Hut-tenheim) und
Joachim Paul unterlag gegen Frank Utecht (Arpke).
Zwei dieser fünf verloren dann jedoch ihre Gruppenfinals und waren damit
endgültig ausgeschieden. Der prominenteste davon war Jyhan Artut, der sich unter
den letzten 32 nach 3:1 gewonnenem 1. Spiel dann 2:3 gegen Michael Nett
geschlagen geben mußte. Auch der Berlin-Finalist Ritchie Buskohl mußte nach
einem 1:3 gegen den Geheimtipp Haci Halim Senses (M´gladbach) die Darts
einpacken.
Mit zweimal 0:3 unterlag Karsten Kormath im Gruppenfinale gegen Claus Siegel
(Walldorf) und Stephan Schneider zog mit zwei-mal 1:3 gegen Claus Mader
(Augsburg) den Kürzeren. Damit waren im Achtelfinale noch 8 von 16 Gesetzten im
Rennen und die waren in 8 Vergleiche mit jeweils einem Ungesetzten aufgeteilt
... so etwas gibt es nur ganz selten!
BWDV-Crack Frank Mast war einer der Mitfavoriten gewesen, unterlag aber unter
den letzten 16 mit 2:3 gegen Michael Leithaus-Diepenseifen. Johann Honner ist
auf dem besten Wege sich in die DDV-Top-5 zu spielen - auch wenn er im
Achtelfinale 1:3 gegen Haci Halim Senses verlor hat er dieses Ziel weiterhin im
Visier!

Michael Leithaus-Diepenseifen und Haci Halim
Senses teilten sich Platz 3 im Herreneinzel
Tomas Seyler gewann gegen Colin Rice seine
zweite Einzel-DM
Das Viertelfinale war dann bärenstark besetzt. Michael Leithaus-Diepenseifen
benötigte gegen Andree Welge nur 2 Sets zum 2:1 und 2:0 Erfolg. Haci Halim
Senses brauchte alle neun möglichen Legs bevor er gegen Joachim Paul 2:1, 1:2
und 2:1 gewonnen hatte. Colin Rice mußte Set 1 mit 0:2 gegen Alex Köhler
abgeben, bevor er die nächsten beiden jeweils 2:0 gewann. Tomas Seyler
schließlich bezwang Marcel Schmidt mit 2:1 und 2:0.
Im Halbfinale standen sich jeweils ein gesetzter und ein ungesetzter Spieler
gegenüber, wobei sich jeweils der gesetzte durchsetzte. Mit zweimal 2:1 siegte
Tomas Seyler gegen einen Haci Halim Senses, der seit Beginn des Jahres schon
durch eine Reihe guter Platzierungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Colin Rice
gab erneut das 1. Set ab, diesmal 1:2, konnte die nächsten beiden gegen Michael
Leithaus-Diepenseifen aber erneut für sich entscheiden, diesmal mit jeweils 2:1.
Tomas Seyler gegen Colin Rice hieß also nun das durchaus schon gewohnte Finale,
zu dem der Caller Willi Kohlstruk wenig später aufrief. Shorty Seyler hatte den
Titel bereits 2001 einmal gewonnen und Colin Rice ist der einzige Spieler, der
diesem Titel in 23 Jahren schon zweimal für sich verbuchen konnte (1994 und
1995).
Das Endspiel lief ab wie schon öfter, wenn diese beiden gegeneinander spielen.
Shorty gewann Set 1 in 19 und 21 (mit 114er-Finish) Darts ohne daß Colin einmal
auf Doppel geworfen hatte. Im 2. Set genügten Shorty dann 21 und 22 Pfeile um es
Colin (18 Darts) 2:1 abzunehmen. Mit 18 und 22 Darts stellte der Bremer dann im
3. Set den 2:0, 2:1 und 2:0 Sieg sicher, bei dem Colin nie so richtig ins Spiel
gekommen war. Die mäßigen Averages lagen bei 24.68 für den nun zweifachen
Deutschen Einzelmeister Tomas Seyler und bei 22.35 für Colin Rice.

Tomas Seyler wurde zum 2. Mal Deutscher
Einzelmeister, Vize Colin Rice war es bereits zwei Mal
Heike Ernst holte gegen Bianka Strauch ihren
achten Einzel-DM-Titel
Bei den 65 Damen waren die ersten Acht der Rangliste komplett am Start, niemand
rückte also in die Setzliste nach. Vom einen in das andere Extrem fiel DDV-Nr. 2
Kerstin Niederau: Hatte sie zuletzt in Berlin den Einzeltitel gewonnen, so
verlor sie in Neuthard sofort ihr erstes Spiel gegen Sabine Bächler (Flörsheim)
und unterlag direkt im Anschluß in der Loserrunde auch gegen die Bremerin Karin
Müller.
Sechs gesetzte Damen standen in den acht Gruppenfinals, die gleichzeitig das
Achtelfinale bildeten. Einzig Marion Pichol mußte hier, aus der Loserrunde
kommend, im Spiel gegen Marion Diepenseifen nach 3:2 gewonnenem 1. Match das
zweite 2:3 abgeben und ausscheiden.
Die anderen 5 Gesetzten waren durch die Gewinnerrunde gekommen und und brauchten
bis auf Anne Willkomm, der ein 0:3 und 3:2 gegen Britta Ludwig-Werner aber auch
reichte, lediglich einen Sieg um sich unter die letzten Acht zu spielen.
Im Viertelfinale trafen mit Gabi Vollbrecht und Nicole Männel zwei ungesetzte,
aber seit Jahren starke Spielerinnen aufeiander. Gabi setzte sich knapp mit 3:2
durch. Alle anderen Matches gingen mit 3:0 aus, wobei mit Marion Diepenseifen
auch eine Außenseiterin gegen Favoritin Beatrix Kröckel siegte. Heike Ernst
siegte genauso 3:0 gegen Astrid Kamm wie Bianka Strauch gegen Anne Willkomm
gewann.
Beide Halbfinals waren recht umkämpft, wobei sich am Ende dann aber doch die
Favoritinnen ins Endspiel durchsetzen konnten. Heike Ernst gewann Set 1 gegen
Marion Diepenseifen 2:0, mußte den zweiten jedoch 0:2 abgeben. Mit einem
erneuten 2:0 siegte schließlich jedoch Heike.
Bica Strauch mußte nach 2:1 gewonnenem 1. Set den zweiten 0:2 abgeben, aber auch
sie entschied Set 3 mit 2:1 für sich womit es zum 3. Mal in der Geschichte des
DDV zum Einzel-DM-Finale zwischen Heike und Bika kam, das beide bisher je einmal
gewonnen haben.
Bianka ging mit einem 35-Darter in Führung als Heike Doppel-1 vielfach
verfehlte. In 23 und 26 Darts konnte sich Heike aber doch noch den 1. Set
sichern. Ein 20-Darter brachte Heike in Set 2 mit 1:0 in Führung, doch Bianka
glich mit einem 18-Darter (incl. 90er-Finish) aus. Bica stand dann auf 120 Rest,
als Heike Tops zum 19-Darter und damit zu ihren bereits 8. Einzelmeistertitel im
12. Finale versenkte. Bianka war bislang zweimal Meisterin und dreimal Zweite.
Die Averages des Finales lagen bei 21.90 für Heike und 18.04 für Bianka.

Heike Ernst gewann ihre achte Einzel-DM vor
Bianka Strauch, die Vizemeisterin wurde
Sven Flück Meister der Jungen vor Benjamin Moh
Die 20 Jungen spielten ihren Meister in zwei Doppel-KO-Gruppen aus. Nicht am
Start war DDV-Nr. 1 Kevin Münch - und es war auch kein Tag der Gesetzten. In der
ersten Gruppe unterlag Danny Klimek erst gegen Kevin Antz (Heidelberg) und dann
gegen Patrick Kloh (Walldorf) während Iman Askarsadeh zunächst gegen Sven Flück
und dann gegen Stefan Schröder (Bruchköbel) verlor.
Kevin Antz erreichte über ein 2:1 im Loserfinale gegen den starken Stefan
Schröder das Gruppenfinale. Dort verlor er mit 1:3 gegen Sven Flück, der 2001
schon einmal das Masters-Einzel der Jugend gewonnen hatte.
Die beiden Gesetzten der anderen Gruppe trafen dort im Gewinnerfinale
aufeinander, das Steven Krause 3:0 gegen Christopher Klimek gewann. Chris verlor
später auch das Loserfinale 0:2 gegen Benjamin Moh (Walldorf) und war draußen.
Benny Moh seinerseits gelang es sich im Gruppenfinale mit zweimal 3:1 gegen
Steven Krause durchzusetzen.
Das Finale begann verhalten und Benny Moh gewann das 1. Leg in 28 Darts. Sven
Flück glich in 24 Pfeilen aus, aber es war wieder Benny, der sich dann das Set
mit einem 23-Darter sicherte.
Set 2 ging dann recht klar in 17 und 18 Pfeilen an Sven, der zum Set ein
120er-Finish hinlegte. Sven ging in Set 3 mit 25 Darts in Führung, die Benny in
19 Pfeilen ausglich. Ein weiterer 25-Darter brachte Sven die 2:1 Führung, doch
im 3. Set werden 2 Legs Vorsprung zum Sieg benötigt!
Sven begann das nächste Leg superstark mit einer 180 und stand nach nur 12 Darts
auf 36 Rest! Am Ende wurde es ein 18-Darter zum Titelgewinn für Sven Flück. Die
Averages lagen bei 22.28 für Sven und 21.09 für Benjamin, der schon in Berlin
Zweiter wurde.

Benjamin Moh wurde Vizemeister der Jungen
hinter Titelträger Sven Flück
Viktoria Weber Mädchen-Meisterin nach
Superfinale
Um die Einzelmeisterschaft der Mädchen kämpften 15 junge Damen zunächst in drei
Vierer- und einer Dreiergruppe. Hier wußte insbesondere Carolyn Lampert
(Bruchköbel) zu überzeugen, die alle Spiele ihrer Gruppe gewann, auch gegen
Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues. Ansonsten blieben hier die Überraschungen aus.
Danach wurde in 2 Vierergruppen gespielt, wobei sich in Gruppe 1 Viktoria Weber
(Ahlen) ohne jede Niederlage durchsetzte. Ein 3:2 gegen Caro Lampert brachte
Jenny Fritz (Rastatt) auf Platz 2 und so ins Halbfinale.
Da sie in Runde 1 lediglich Zweite geworden war, kam Nicole Osthues in die
gleiche Gruppe wie die eben-falls gesetzte Nadine Meyenburg. Nicole gewann alle
drei Matches und erreichte ganz klar das Halbfinale. Hauchdünn war es bei Nadine
Meyenburg, die als eine von 3 Spielerinnen mit nur einem Sieg aufgrund der knapp
besseren Legdifferenz über Platz 2 weiterkam.
Im Halbfinale gewann Nicole Osthues 3:0 gegen Jenny Fritz und Viktoria Weber
siegte ein wenig überraschend gegen Nadine Meyenburg. Damit kam es zu einem rein
Ahlener Finale um die Deutsche Mädchenmeisterschaft.
Wer nun gedacht hatte Viktoria Weber würde in ihrem ersten DDV-Finale die
Initiative Nicole Osthues überlassen, der sah sich getäuscht. Viktoria gewann
das erste Leg in superstarken 24 Darts. Nicole begann Leg 2 gleich mit einer 140
und konnte es am Ende auch mit einem 34-Darter gewinnen. Danach hatte wieder
Viktoria das Heft in der Hand, spielte konstant stark und gewann die 2 nächsten
Legs klar in 25 und 26 Darts zum 3:1 Titelgewinn.
Wie überzeugend Viktorias erster Finalauftritt war, beweist ihr Average von
18.43. Das ist einer der höchsten Averages, die je in einem DDV-Mädchenfinale
gespielt wurden. Nicole erreichte 14.08 Punkte pro Dart und nahm die Niederlage
symphatisch gelassen hin.

Viktoria Weber gewann das sehenswerte Finale
der Maedchen-DM gegen Nicole Osthues
Seyler/Welge verteidigen
Two-Person-Meistertitel
Am Sonntag gingen auch 62 Zweierteams bei der Two-Person-Team-DM an den Start.
Seit dem letzten Turnier in Berlin können ja auch im Doppel Punkte für die
DDV-Rangliste gewonnen werden. Gleich in Runde 1 schied DDV-Nr. 3 Jyhan Artut,
der mit dem Dritten im Einzel, Haci Halim Senses, zusammenspielte, 0:3 gegen das
BWDV-Duo Albruschat/Wittmann aus. In Runde 2 erwischte es dann auch Frank Mast
und Claus Siegel, die gegen Bächler/Teufel 2:3 den Kürzeren zogen.
Ebenfalls in Runde 2 mußten sich mit Andy Kröckel und Colin Rice die gerade in
Berlin neu gekürten Doppelmeister mit 2:3 gegen Jürgen Bätzner und Holger Steck
(Stuttgart) verabschieden. Im anschließenden Achtelfinale des komplett
einfach-Ko gespielten Wettbewerbs schieden Johann Honner und Michael Corbach 0:3
gegen Michael Nett und Carsten Hoffmann aus. Diese zwei waren bestens drauf und
gewannen auch das Viertelfinale gegen Bügler/Buskohl mit 3:2, 2:3 und 3:0.
Im Halbfinale gewannen Seyler/Welge gegen die Bochumer Kombi aus Stephan
Schneider und Celli Schmidt mit 3:0 und 3:0. Parallel siegten Hoffmann/Nett fast
genauso deutlich mit 3:1 und 3:0 gegen Bätzner/Steck.
Das Endspiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Im 1. Set begann Andree Welge
gleich mit einer 180, verlor aber das Leg. Bis zum 2:2 gewann man die Legs
abwechselnd (Nett 16, Seyler 21, Nett/Hoffmann 20 und Seyler 18 Darts) bevor
Carsten Hoffmann mit einem 21-Darter gegen Andree Welge den 1. Set mit 3:2
einfuhr.
Im 2. Set holte Shorty Leg 1 in 18 und Carsten das zweite in 23 Pfeilen. Mit
einem 120er-Finish zum 15-Darter checkte Michael das Doppel zur 2:1 Führung für
Bochum in Set 2. Shorty glich mit einem 16-Darter zum 2:2 aus. Als Andree im 5.
Leg auf 33 Rest stand traf Micha bei 104 Rest Treble-16, Einfach-16 und kratzte
dann an Tops zum Match. Doch Andree blieb cool und machte die 33 zum 18-Darter
dicht.
Im 3. Set holte Micha mit einem 18-Darter (incl. 180) das 1. Leg, doch Shorty
glich mit einem 17-Darter aus. Bremen gewann auch das Doppel in 20 Pfeilen. Im
4. Leg vergab Shorty, der zuvor bombensicher war, 10 Matchdarts bevor Micha doch
noch mit einem 22-Darter zum 2:2 ausglich.
Das allerletzte - 15.te - Leg mußte entscheiden. Carsten Hoffmann war vor Andree
Welge im Checkbereich und verpaßte ein 105er-Finish zum Match mit dem letzten
Dart. Andree bekam kein Doppel gestellt und Carsten vergab noch 3 Matchdarts,
diesmal auf Doppel-8. Andree stellte sich 56 Rest - und Carsten hatte seine
Matchdarts 5 bis 7 ... und wieder blieb die Doppel-8 stehen. Andree versenkte
schließlich den 3. Dart seiner siebten Aufnahme und hatte doch noch die Bremer
Titelverteidigung gerettet.
Der Titel war auch durchaus verdient, denn der Bremer Gesamt-Average lag bei
25.55 während die Bochumer 24.46 Punkte pro Dart erreichten. Den höchsten
Averages des Endspiels erreichte Michael Nett mit 26.67 vor Shorty Seyler mit
25.55; Andree Welge verzeichnete 25.15 und Carsten Hoffmann 21.89. Das Bremer
Doppel erreichte riesige 27.64, das Bochumer gute 25.84.

Tomas Seyler und Andree Welge verteidigten
ihren Titel im Two-Person-Team erfolgreich
Hornig/Spörle wurden sensationell
Two-Person-Meisterinnen
Nur 17 Zweierteams starteten in die Two-Person-DM der Damen. Top-Favoritinnen
waren Ernst/Strauch, die seit 1997 sechsmal in Folge den Titel geholt hatten. Zu
Turnierbeginn fielen jedoch zwei weniger bekannte Teams durch bemerkenswerte
Siege auf.
So gewannen Daniela Becker und Sonja Weber (Huttenheim) zunächst 3:2 gegen gegen
die DDV-Top-12 Spielerinnen Heidi Peiks und Britta Ludwig-Werner (R´hausen/Marl)
und dann 3:1 gegen Berlins Krumbach/Willkomm, damit stand man unerwartet aber
verdient bereits im Halbfinale.
Dort trafen Daniela und Sonja auf Sabrina Spörle und Nicole Hornig, die zuvor
die starken Bremerinnen Karina Kosmalla und Karin Müller mit 3:0 - wie auch die
Bochumer Mitfavoritionnen Trixi Kröckel und Kerstin Niederau mit 3:1 -
ausgeschaltet hatten. Sabrina gewann dann im Halbfinale gegen Becker/Weber alle
4 Einzel beim 3:1 und 3:2 Erfolg, der die Walldorferinnen ins Finale brachte.
Daniela und Sonja durften sich über Platz 3 freuen.
In der anderen Tableauhälfte hatte es keine Überraschungen gegeben. Im
Halbfinale setzten sich dann Ernst/Strauch nach 2:3 verlorenem 1. Set mit den
anschließend 3:0 und 3:1 gewonnenen Durchgängen gegen Kamm/Vollbrecht (Berlin)
durch.
Im Finale gewann Sabrina Spörle das erste Leg mit einem 24-Darter gegen Heike
Ernst. Bianka Strauch glich mit einem 27-Darter gegen Nicole Hornig aus, aber
das Doppel ging in 25 Darts wieder an die jungen Walldorferinnen. Im 4. Leg
reichten Heike 13 Darts nicht zum Ausdoppeln und Nicole nutzte ihre Chance zum
38-Darter, und Set 1 ging mit 3:1 nach Walldorf.
Nach Heikes 22-Darter gegen Nicole zum 1:0 im 2. Set sah es so aus, als könnten
die Favoritinnen das Match noch umdrehen. Doch ein blitzsauberer 18-Darter von
Sabrina gegen Bianka brachte den Ausgleich. Dem Doppel kam nun eine ungemeine
Bedeutung zu - und das gewannen Heike und Bianka in 19 Darts hauchdünn, obwohl
Sabrina das Leg mit einer 180 eröffnet hatte!
Als Bianka im 4. Leg gegen Nicole auf 102 Rest stand, machte die Walldorferin
106 zum 24-Darter und damit zum 2:2 dicht. Nun hatte Sabrina die Chance den
Titel in 5. Leg gegen Heike nach bereits nach 2 Sets zu sichern!
Sabrina spielte von vorn, und war zuerst auf Doppel. Sie vergab jedoch 7
Matchdarts und auch Heike hatte 6 Darts um das Set zu sichern. Doch auch sie
traf einfach nicht! Sabrina checkte schließlich 8 Rest mit 2 Darts zum 35-Darter
und damit zum sensationellen Titelgewinn!
Nicole und Sabrina erreichten im Finale einen gemeinsamen Average von 18.28,
Heike und Bianka erzielten lediglich 17.74. Die meisten Punkte pro Dart erzielte
Sabrina mit 18.79, vor Bianka mit 18.06, Heike mit 16.50 und Nicole mit 16.07.
Das Walldorfer Doppel erreichte gute 22.84 Punkte pro Dart, Heike und Bianka
deren 20.77.

Sabrina Spörle und Nicole Hornig wurden
sensationell neue Two-Person-Team-Meisterinnen

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
20./21. September 2003 DDV-Ranglistenturnier Berlin
DDV-Saisonauftakt in Berlin mit Erfolgen für Kerstin
Niederau und Colin Rice
Einen gelungenen Auftakt nahm die DDV-Ranglistensaison mit dem
DDV-RLT in Berlin am 20./21. September 2003. Am Samstag holte Colin Rice den
Titel im Herreneinzel vor Richard Buskohl. Bei den Damen gewann Kerstin Niederau
das Endspiel gegen Trixi Kröckel. Die Doppel-DM am Sonntag entschieden Colin
Rice und Andreas Kröckel vor Tomas Seyler und Andree Welge für sich.
Damenmeisterinnen wurden Heike Ernst und Bianka Strauch vor Trixi Kröckel und
Kerstin Niederau. Bei der Jugend setzten sich in den Finals Kevin Münch gegen
Benjamin Moh und Yvonne Bliß gegen Jennifer Ristau durch. Mit dem Sieg bei der
Senioren-Einzel-DM (Over-40) holte Colin Rice gegen Jörg Goga sogar noch einen
dritten Titel. Heike Ernst gewann hier das Endspiel gegen Gabi Vollbrecht.

Erstmals wurden auch im Doppel DDV-Punkte
vergeben,
Kröckel/Rice gewannen das Finale vor Seyler/Welge
Teilnehmerzuwachs in Einzel und Doppel
Bei strahlendem Sonnenschein erwartete die Sporthalle am Kölner Damm am
Samstagmorgen die Teilnehmer am 1. DDV-Ranglistenturnier 2003/2004. Zu den
Einzeln fanden sich mit 289 Herren und 96 Damen 8,6% mehr Spieler ein als im
Vorjahr. In den Doppeln lag der Zuwachs sogar bei 15,6%!
Der neue Spielort erwies sich als bestens geeignet, und der große
Aufenthaltsbereich im Freien lockte mit Grillstand, Getränkebuden und
Schattenplätzen viele Teilnehmer vor die Halle.
Nur 4 Gesetzte erreichten ihr Gruppenfinale über die Gewinnerrunde. Colin Rice,
Johan Honner, Marcel Schmidt und Ingo Vogt erwiesen sich auch hier als souverän
und spielten sich unter die letzten 32. DDV-Nr. 1 Tomas Seyler hatte das einzige
Vorrundenspiel seiner Gruppe gegen die Ex-Jugend-Nr. 1 Michael Stübs (Karlsruhe)
verloren. Doch mit zweimal 3:0 gegen den Kölner Rolf Kahrau spielte sich Shorty
doch noch in die Einfach-Ko-Runde der letzten 32.
Es standen noch 8 Gesetzte unter den letzten 32, wo es gleich weitere 4 von
ihnen erwischte. Jyhan Artut verlor genauso 2:3 gegen Claus Siegel (Walldorf)
wie Michael Corbach gegen Michael Nett (Bochum). Mit 1:3 mußten sich Johann
Honner gegen Marko Remmler (Mülheim) und Stephan Schneider gegen Jörg Goga
(Berlin) geschlagen geben.
Kurioserweise trafen dann im Achtelfinale sechsmal zwei ungesetzte und zweimal
zwei gesetzte Spieler aufeinander. In den Duellen der Gesetzten setzte sich mit
Tomas Seyler gegen Ingo Vogt die Nr. 1 mit 3:1 gegen die Nr. 16 durch. Colin
Rice schlug als Nr. 2 die Nr. 15 Marcel Schmidt mit 3:2.
Auch die Bochumer Jugend-Nr. 1 Kevin Münch unterlag erst hier 1:3 gegen Marco
Remmler und belegte einen ausgezeichneten 9. Platz. Marko mußte sich im
anschließenden Viertelfinale mit zweimal 1:2 gegen Frankieboy Mast geschlagen
geben.
Einen starken Lauf hatte wieder einmal Richard Buskohl, der bei seinem Sieg
gegen den gut aufgelegten Tony Barlow aus Hamburg kein Leg abgab. - Nach
durchweg wackeligem Turnier mußte sich die in den letzten Monaten so souveräne
DDV-Nr. 1 Tomas Seyler mit 1:2 und 0:2 gegen Jörg Goga geschlagen geben.
Einzig Colin Rice gelang es mit einem hart erkämpften 0:2, 2:1 und 2:0 gegen
Ex-Jugendweltmeister Carsten Hoffmann (Bochum) als gesetzter Spieler ins
Halbfinale einziehen.

Platz 3 im Herreneinzel teilten sich Frank Mast
(Walldorf) und Jörg Goga (Berlin)
Drei Ungesetzte im Halbfinale
Hier traf Colin auf Frank Mast, welcher im Turnierverlauf wieder einmal seine
Klasse nachgewiesen hatte - ob gesetzt oder ungesetzt, Frankieboy gehört bei
jedem Turnier zu den Favoriten. Nun allerdings traf Frank auf einen entfesselt
aufspielenden Colin Rice, dem er mit 0:2 und 0:2 unterlag.
Im zweiten Halbfinale konnte Jörg Goga unter dem Jubel der Berliner Zuschauer
den 1. Set mit 2:0 gewinnen. Richard Buskohl konterte im 2. Set seinerseits mit
2:0 und konnte im 3. Set dann auch den Sieg mit 2:1 in trockene Tücher bringen.
Schon lange hat man darauf gewartet, daß der hessische Amerikaner Richard
Buskohl ein DDV-Finale erreichen würde. Im Dezember 1999 war er in Offenbach
schon einmal Dritter - und nun war es endlich so weit. Nach su-perstarkem
Turnierverlauf stand Ritchie im Berliner Finale gegen DDV-Nr. 2 Colin Rice.
Im 1. Set war Ritchie ganz schnell unten ... nur Colin war noch fixer! Mit
zweimal 14 Darts sicherte sich der Engländer Set 1 und warf dabei gleich zwei
180er! Ritchie ging in Set 2 mit einem 21-Darter in Führung obwohl Colin seine
dritte 180 gelang. Colin holte dann aber auch dieses Set in anschließenden 20
und 18 Pfeilen. Ein 19-Dar-ter brachte Colin dann im 3. Set mit 1:0 in Führung
und er war jetzt nur noch 1 Leg vom Sieg entfernt.
Doch ein sauberer 14-Darter von Richard, gefolgt von einem 20-Darter, brachte
dem Amerikaner das 1-2 nach Sets. Mit 17 Darts ging Colin im 4. Set wieder in
Führung und Richard verbuchte das schwache 2. Leg mit 23 Darts für sich.
Als Richard dann im 3. Leg auf 106 Rest stand, zog Colin 68 zum 18-Darter und
damit zum Matchgewinn zu. Die Averages lagen bei 26.22 für Colin und 25.53 für
Richard.

Colin Rice (Bochum) gewann den Titel im
Herreneinzel vor Richard Buskohl (Neu-Isenburg)
Starke Sabrina Spörle stoppt Heike Ernst
Bei den Damen waren die Top-8 des DDV komplett vertreten und auch hier
erreichten fast alle Gesetzten die 8 Gruppenfinals der Sieger der Gewinner- und
Verliererrunden. Ausgerechnet die im Vorjahr so erfolgreiche Anne Willkomm war
es, die gleich im ersten Gruppenspiel gegen die Bremerin Karin Müller und später
auf der Loserseite gegen Gabi Kassel aus Dortmund verlor.
Überraschend hatte DDV-Nr. 1 Heike Ernst ihr Gruppenfinale nach einer Niederlage
im Gewinnerfinale gegen Sabrina Spörle nur über die Loserrunde erreicht. Hier
traf sie erneut auf die Ex-Mädchen-Nr.1, gewann das 1. Spiel 3:1, mußte sich
danach jedoch der bemerkenswert stark spielenden Sabrina 0:3 beugen.
Genau wie Heike erging es auch den gesetzten Spielerinnen Astrid Kamm und Heidi
Peiks. Aus der Loserrunde kommend gewannen sie zwar das erste Gruppenfinale
gegen Nicole Hartmann (Bremen) bzw. Gabi Vollbrecht (Berlin), mußten sich danach
aber in der notwendigen 2. Partie geschlagen geben und waren draußen.
Als einziger aus der Loserrunde kommender Spielerin gelang Trixi Kröckel der
Sprung ins Viertelfinale, ab wo es einfach-KO weiterging. Sie revanchierte sich
für die Niederlage im Siegererfinale mit einem anschließenden 3:0 und 3:2 gegen
Petra Behrens (G´broich).
Damit standen die Setznummern 2 bis 5 unter den letzten Acht, wovon mit Trixi
Kröckel und Marion Pichol zwei von diesen direkt aufeinandertrafen. Trixi gewann
diesen Vergleich mit 3:1. Noch knapper war es im Duell der Ungesetzten, das Gabi
Vollbrecht mit 3:2 gegen Sabrina Spörle für sich entscheiden konnte.
Die übrigen beiden Spiele gingen jeweils mit 3:0 an die Gesetzten, wobei sich
Bianka Strauch gegen Claudia zum Felde (Hamburg) und Kerstin Niederau gegen
Nicole Hartmann (Bremen) durchsetzten.
In nur 2 Sets besiegte Kerstin dann im Halbfinale Bianka mit 2:1 und 2:0 und zog
damit als Titelverteidigerin ins Endspiel ein. Das andere Semifinale ging über
die vollen 3 Sets und am Ende hatte Trixi Kröckel gegen Gabi Vollbrecht mit 2:0,
1:2 und 2:1 den etwas längeren Atem.
Die Zuschauer sahen dann ein gutes und spannendes Bühnenfinale. Trixi Kröckel
gewann den 1. Set in 22 und 21 Darts, wobei Kerstin Niederau nie auf Doppel
werfen durfte. Im 2. Set ging dann Kerstin mit einem 23-Darter in Führung, doch
Trixi glich in 24 Pfeilen aus. Der folgende 23-Darter brachte Kerstin dann Set
2, und Set 3 mußte entscheiden.
Hier lief bei der so stark gestarteten Trixi dann plötzlich nicht mehr viel und
sie stand bei 160 Rest als Kerstin zum 22-Darter dichtmachte. Im 2. Leg verpaßte
Trixi dann 11 Darts auf Doppel, Kerstin konnte schließlich zum 31-Darter checken
- und hatte damit ihren Vorjahrestitel verteidigt. Trotz des schwachen letzten
Legs kamen beide Damen noch auf gute Averages von 22.69 für Kerstin und 22.51
für Trixi.

Kerstin Niederau gewann das rein Bochumer
Finale im Dameneinzel gegen Trixi Kröckel
Kevin Münch bei den Jungen erneut vorn
Die männliche Jugend spielte bei einer Teilnehmerzahl von 27 in zwei
Doppel-KO-Gruppen. Zu-nächst lief alles erwartungsgemäß, außer daß der an 2
gesetzte Danny Klimek nach einer Niederlage im Halbfinale seiner Gewin-nerrunde
gegen Benjamin Moh (Walldorf) in die Verliererrunde mußte. Das endgültige Aus
für Vorjahressieger Danny Klimek kam im Loserrundenfinale mit 0:2 - und das
ausgerechnet gegen seinen Zwillingsbruder Christopher.
Die drei anderen Gesetzten erreichten allesamt die Gruppenfi-nals wo dann
jeweils die aus der Siegerrunde kommenden Spieler triumphierten. Kevin Münch
setzte sich 3:0 gegen den Vorjahreszweiten Steven Krause aus Berlin durch und
der einzige verbliebene Ungesetzte Benjamin Moh bezwang Chris Klimek mit 3:1.
Im 1. Set des Finales begann Kevin mit 17-Darts (incl. 180) und Benjamin glich
in 22 Pfeilen aus. Kevin sicherte sich das Set dann in 27 Pfeilen. Nachdem Kevin
in Set 2 mit 23 Darts in Führung gegangen war, sah alles nach einem Sieg für die
Jungen-Nr. 1 aus. Doch jetzt spielte Patrick starke 17 und 19 Darts, obwohl
Kevin hier seine zweite 180 erzielte, und glich nach Sets aus.
Im dritten Set gewannen Kevin und Benjamin die ersten 4 Legs abwechselnd in 20,
27, 18 und 21 Darts, bevor Kevin den Titelgewinn mit 25 und 17 Pfeilen zum 4:2
im 3. Set unter Dach und Fach bringen konnte. Kevin erreichte in diesem Finale
einen Average von 23.89, Benjamins Punktedurchschnitt lag bei 20.97.

Benjamin Moh (Walldorf) unterlag im
Jungenfinale gegen Kevin Münch
Zum Abschied Turniersieg für Yvonne Bliß
Auch das Mädcheneinzel war mit 19 Starterinnen gut besetzt und auch hier blieben
Überraschungen zu-nächst eher die Ausnahme. Allerdings verlor Mädchen-Nr. 4
Carolyn Lampert (Bruchköbel) gleich ihr erstes Spiel mit 2:3 gegen Tanja
Woltereck (Hamburg) und schied mit einem anschließenden 1:2 in der Loserrunde
ihrer Gruppe gegen Jacqueline Schulte (Ahlen) engültig aus.
Die Berliner Lokalmatadorin Nadine Meyenburg mußte sich nach Niederlagen gegen
die beiden Bochumer Schwestern Kerstin und Britta Lederbogen mit einem 5. Platz
begnügen.
In den beiden Halbfinals sah man dann die üblichen Verdächtigen sowie zwei neue
Gesichter. Wenige Tage vor ihrem 18. Geburtstag bezwang Mädchen-Nr. 1 Yvonne
Bliß hier Viktoria Weber (Ahlen) mit 3:0. Die an 1 gesetzte Nicole Osthues war
kurz zuvor Europameisterin und Challenge-Cup-Siegerin geworden - nun unterlag
sie aber völlig überraschend im anderen Gruppenfinale mit zweimal 1:3.
Reihenweise verpaßte die sonst so checksichere Nicole gegen Jennifer Ristau
(Hamburg) ihre Doppel.
So kam es im Endspiel zum Aufeinandertreffen der bühnenerfahrenen Yvonne Bliß
und der Hamburgerin Jennifer Ristau, die vor 2 Jahren als 13-jährige hier in
Berlin schon einmal in einem Mädchenfinale gestanden hatte.
Nach von beiden Mädels flott begonnenem 1. Leg verpaßte Ivy 12 und Jenny 16
Darts auf Doppel bis Yvonne zum 45-Darter checkte. Danach lief es bei Jenny
nicht mehr, und Yvonne wurde stärker, was ihr 92er-Finish zum 32-Darter in Leg 2
beweist.
Im 3. Leg stellte Yvonne den 3:0 Sieg dann mit einem 26-Darter sicher, womit sie
einen Average von 14.59 erreichte während der von Jennifer bei 10.39 lag. -
Tränen gab es danach bei der Siegerehrung auf der Bühne, als die Ahlener Mädels
um Nicole Osthues ihre Ivy mit roten Rosen aus dem Jugendbereich
verabschiedeten.

Yvonne Bliß (Wuppertal) gewann ihr allerletztes
Mädchenturnier gegen Jennifer Ristau (Hamburg)
Seyler/Welge Vizemeister hinter Kröckel/Rice
Ebenfalls am Sonntag wurden die Doppelwettbewerbe gespielt, wobei erstmals
Punkte für die DDV-Rangliste vergeben wurden. Diese Premiere führte dazu, daß
die Teilnehmerzahl im Doppel um 15,6 % anstieg. Bei den Herren gingen exakt 93
Gespanne an den Start um zu punkten.
Es wurde einfach-KO gespielt und in den ersten beiden Runden waren
Überraschungen Fehlanzeige. Das Achtelfinale brachte mit der glatten 0:3
Niederlage von Nett/L´haus-D´seifen (Bochum) gegen Albert/Beute und dem 3:1 Sieg
von Bockelmann/Piegsa gegen Mast/Siegel (Walldorf) kleinere Überraschungen.
Im Viertelfinale siegten Albert Beute auch noch 2:0 und 2:0 gegen Granz/Skopnik,
die damit als Fünfte beste Berliner wurden und je 3 DDV-Punkte erhielten. In den
3 anderen Partien siegten jeweils die Favoriten (siehe Tableau).
Während das erste Halbfinale klar mit zweimal 2:0 für Seyler/Welge gegen Corbach/Honner
ausging war das zweite ausgesprochen umkämpft. Kröckel/Rice holten zwar Set 1
gegen Albert/Beute mit 2:1, mußten jedoch das zweite 0:2 abgeben. Schließlich
setzten sich Andy und Colin in Leg 3 aber doch mit 2:0 ins Endspiel durch.
In diesem Finale gewannen To-mas Seyler und Andree Welge das 1. Set in 20 und 21
Darts, Andy Krök-kel und Colin Rice hatte zwischen-zeitlich mit einem 19-Darter
ausgeglichen. In Set 2 war es genau umgekehrt. Kröckel/Rice gingen mit 24
Pfeilen in Führung. Dann legte Shorty Seyler beim 12-Darter der Bremer ein
vielbejubeltes 170er-Finish hin, das ihm Andree mit einem 131er-Wurf gestellt
hatte! Doch die Bochumer konterten mit einem 100er-Finish zum 15-Darter und
Gewinn von Set 2.
Obwohl die Bremer in den Sets 3 und 4 dann immer im Checkbereich waren als
Kröckel/Rice in 23, 17, 18 und 24 Darts zum 1:2, 2:1, 2:0 und 2:0 Sieg checkten
mußten sie sich am Ende mit dem Vizetitel und je 7 DDV-Punkten begnügen, während
die Sieger je 10 Punkte erhielten. Damit hatte Colin Rice als Sieger von Einzel
und Doppel insgesamt 30 Punkte gemacht und damit Tomas Seyler als DDV-Nr. 1
abgelöst. Die Avera-ges lagen bei 24.79 für Kröckel/Rice und 24.45 für
Seyler/Welge.

Die Bochumer Colin Rice und Andreas Kröckel
wurden in Berlin Meister im Herrendoppel
Ernst/Strauch gewinnen ihre siebte
Doppelmeisterschaft
Es gingen in Berlin 29 Damendoppel an den Start und auch hier wurden erstmals
DDV-Punkte vergeben. Mit Kerstin Niederau und Trixi Kröckel hatte sich ein neues
Top-Doppel gebildet, das neben den sechsfachen Doppel-DM-Siegerinnen
Ernst/Strauch einer der ganz großen Favoriten auf den Titel war.
In Runde 1 mußten sich die Bremerinnen Ehlen/Meister gegen die Berliner
Kombination Willkomm/Zienicke geschlagen geben. Echte Überraschungen blieben
hier aber Fehlanzeige.
Im Achtelfinale ist besonders der Sieg von Kosmalla/Müller (Bremen) gegen die
DDV-Nummern 5 und 9 Pichol/Hey bemerkenswert. Auch die Erfolge von Hartmann/Kreutzinger
aus Bremen gegen die Niedersachsen Freiberger/Beushausen sowie Wader/Brähler (Seelze/Homberg)
gegen Hatzl/Höppner (Berlin) sollen nicht unerwähnt bleiben.
Favoritensiege der zwei höchstgewetteten Doppel kennzeichneten das
Viertelfinale, die beiden anderen Spiele waren eher offen gewesen (siehe Tableau).
Im Halbfinale gewannen Ernst/Strauch recht klar zweimal 2:0 gegen Willkomm/Zienecke
und Kröckel/Niederau siegten ebenfalls in zwei Sets 2:1 und 2:0 gegen Kamm/Vollbrecht.
Es kam zum von vielen erwarteten Endspiel der DDV-Nummern 1 und 2 sowie 3 und 4.
Ernst/Strauch hatten den besseren Start und gewannen Set 1 in 23 und 22 Pfeilen.
Set 2 verlief dann mit umgekehrten Vorzeichen, denn Kröckel/Niederau schafften
den Setausgleich mit einem 2:0 in 24 und 27 Darts.
Im 3. Set waren es schließlich wieder Ernst/Strauch, die mit 24 und 25 Darts
ihren insgesamt siebten gemeinsamen Meistertitel sicherstellten. Die Averages
lagen bei 20.56 für Ernst/Strauch und bei 18.55 für Kröckel/Niederau.

Bianka Strauch (Recklinghausen) und Heike Ernst
(Bochum)
holten in Berlin bereits ihren 7. gemeinsamen Doppelmeistertitel
Favoritensiege auch bei den Over-40-DMs
Wie jedes Jahr fanden in Berlin wieder die Senioren-Einzelmeisterschaften statt,
an denen jeder Herr und jede Damen ab dem Alter von 40 Jahren teilnehmen kann.
Es gingen 43 Herren an den Start, wobei Wolfgang Boge (Hamburg) Vierter und
Johann Honner (Hannover) Dritter wurde. Colin Rice (Bochum) gewann das Finale
gegen den Berliner Jörg Goga mit 3:1 in 22, 20 und 15 Pfeilen. Jörg spielte
dazwischen 20 Darts zum 1:2 (Av: Colin 26.24 - Jörg 22.82).
Den Titel bei den Damen gewann Heike Ernst (Bochum) vor Gabi Vollbrecht
(Berlin). Jutta Oppat wurde Dritte, Ilona Wulff Vierte (beide Berlin).

Bei der Over-40-DM unterlag Jörg Goga im Finale
gegen Colin Rice
und Gabi Vollbrecht verlor gegen Heike Ernst

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
15./16. Juni 2003
German Masters in Erlensee:
Hessen gewinnt bei der German-Masters in Erlensee erstmals
den Länderpokal
Zum 16. Mal wurde am 14./15. Juni 2003 die German Masters als
Abschluss der DDV-Ranglistensaison ausgetragen. Zum 4. Mal in Folge fungierte
dabei das hessische Erlensee als Ausrichter. Am Samstag startete man mit dem
DDV-Länderpokal, wo es nach 15 Jahren NWDV-Vorherrschaft mit den Hessen erstmals
einem anderen Landesverband gelang die Gesamtwertung zu gewinnen. Man verwies
den NWDV auf Platz 2 und die Bayern auf Rang 3. Team Hessen (1) siegte im
Herren-Achterteam vor Niedersachsen (1) - und mit dem Sieg im Viererteam vor
NWDV (1) machten die Damen von Hessen (1) den Triumph perfekt. Im Einzel am
Sonntag gewann Tomas Seyler vor Thomas Wille und Kerstin Niederau siegte vor
Bianka Strauch. Bei der Jugend setzten sich Patrick Kloh vor Danny Klimek und
Lisa Viehmann vor Nicole Osthues durch.

HDV-Präsident Matthias Boudreau feiert nach der
Siegerehrung
mit dem Länderpokal im Kreise von Herrenteam HDV 1
Vorjahresfinalist Bremen (1) im Herrenteam
früh draußen
Beim Länderpokal gingen am Samstagmorgen ab 10.00 Uhr insgesamt 31 Teams aus 11
Landesverbänden an den Start. Lediglich den Sachsen war es nicht möglich gewesen
teilzunehmen. Gleich vier Teams mußten sich in Runde 1 einen Whitewash abholen,
unterlagen ihrem Gegner also 0-7.
Ohne Spielgewinn mußten sich Nordrhein-Westfalen (4) gegen Bayern (1), Hamburg
(2) gegen Hessen (1), Bremen (3) gegen Berlin (2) und Saarland (2) gegen Hamburg
(1) sofort vom Turnier verabschieden - das tat weh.
Es gab aber auch zwei Teamgames in Runde 1. Niedersachsen (1) hatte bereits mit
6-4 gegen BWDV (1) geführt - doch Bätzner/Mast gegen Honner/Sauzier und Becker/Lander
gegen Homann/Schnabel schafften noch den Ausgleich zum 6-6 - ein Teamgame
(best-of-3/1001) mußte den Sieger ermitteln. Hier setzten sich die Mitfavoriten
aus Niedersachsen mit 2:0 gegen die am Ende etwas unglücklicheren BWDVler durch.
Saarland (1) lag gegen Schleswig-Holstein (1) zur Halbzeit 3-5 zurück, gewann
dann jedoch die ersten 3 Doppel zur 6-5 Führung, die der SHDV durch Geselle/Kennels
3:1 gegen Mauderer/Rügner zum 6-6 ausglich. Im Teamgame jedoch waren die SHDVler
cooler und schossen sich mit einem 2:0 ins Achtelfinale.
Das einzige Freilos der 1. Runde hatte Bayern 3 erwischt, und das hatte dem Team
offensichtlich sehr gut getan. Gegen den Vorjahreszweiten Bremen (1), der u.a.
immerhin Tomas Seyler und Andree Welge in seinen Reihen hatte, erreichte man in
Runde 2 bis nach den Einzeln ein ansehnliches 4-4.
Bayerns Dritte gewann die beiden ersten Doppel (zu Null!) und führte plötzlich
völlig überraschend 6-4. Kaulen/Welge brachten Bremen mit ihrem 3:0 gegen
Baumgartner/Seifert dann wieder auf 5-6 heran. Das letzte Doppel war ein wahrer
Krimi, und beim Stande von 2:2 hatten Bernhardt/Kubanek gegen Buchal/Seyler die
Chance den Bremer Mitfavoriten aus dem Rennen zu kippen. Und sie taten es!
Bremen war draußen!
In einer weiteren Partie der 2. Runde wurde es sogar noch knapper. Mit 4:1 ging
Rheinland-Pfalz (1) gegen NWDV (3) in Führung, doch die Westdeutschen kamen auf
4-4 heran, wobei Uwe Hardt im letzten Einzel ein viel bejubeltes 170er-Finish
gelang! Die Doppel gewannen die beiden Teams dann abwechselnd, womit es zum
Teamgame kam.
Dieses wurde genauso spannend wie das gesamte Match zuvor. Am Ende setzte sich
RPDV (1) glücklich aber nicht unverdient (was u.a. seine sechs 180er zeigen)
durch - und NWDV (3) erntete trotz des Ausscheidens viel Lob.
Im Viertelfinale standen 7 erste Mannschaften und das Husarenteam BDV (3). Die
bayerische Dritte hatte Berlin (1) zum Gegner und es wurde erneut eine ganz
heiße Angelegenheit! Nachdem BDV (3) mit 2:0 in Führung gegangen war konnte sich
nie wieder eines der Teams mehr als 1 Spiel Vorsprung herausarbeiten.
Nachdem Bernhardt und Kubanek BDV (3) mit ihrem 3:0 gegen Gansen/Goga im
vorletzten Doppel 6-5 in Führung gebracht hatten, konnten Adamczuk/Neef mit
ihrem 3:2 gegen Baumgartner/Seifert das 6-6 retten. Es war dann aber doch das
hellauf brennende Bayernteam, daß sich im Teamgame mit 2:0 durchsetzte, Martin
Degel gelang dabei sogar ein 111er-Finish!
Niedersachsen (1) überfuhr in diesem Viertelfinale Hamburg (1) geradezu mit
einem 7-1, wobei der Hamburger Ehrenpunkt Andreas Petersen mit 3:2 gegen
Nationalspieler Michael Corbach gelang. Rheinland-Pfalz (1) hielt bis zum 3-3
gut gegen NWDV (1) mit, gab aber die nächsten 4 Spiele zum 3-7 Endstand ab.
HDV (1) war neben NWDV (1) einer der beiden Topfavoriten und traf im letzten
Viertelfinale auf Bayern (1). Erst führte Hessen 2-0, dann glich Bayern zum 2-2
aus. Holger Frommann brachte Hessen mit seinem 3:0 gegen Harry Barth wieder mit
3-2 in Führung, doch Bayern holte die nächsten2 Einzel zum 4-3. Alex Köhler war
es, der mit einem 3:0 gegen Michael Mieslinger das 4-4 nach den Einzeln rettete.
Die Doppel teilte man sich dann zum 6-6 Endstand, womit ein Teamgame nötig
wurde. Hier siegte schließlich Hessen (1) mit 2:1. Bemerkenswerterweise war
Richard Buskohls Auftaktwurf in den ersten 2 Legs des Teamgames je eine 180!

Team Niedersachsen (1) belegte zum 4. Mal Platz
2 im Achterteam der Herren
Königspartie im Halbfinale zwischen HDV (1)
und NWDV (1)
Von je her ist es etwas Besonderen, wenn HDV (1) und NWDV (1) aufeinandertreffen.
In den letzten drei Jahren war das zweimal im Halbfinale und einmal im Endspiel
der Fall - und immer waren es gleichermaßen hochklassige wie spannende Matches.
Zweimal hatte HDV (1) den Vergleich gewonnen, bevor im Vorjahr NWDV (1) Revanche
nehmen konnte. Nun wollte man die Bilanz ausgleichen.
NWDV (1) schien auch auf dem richtigen Weg, denn man gewann gleich die ersten 3
Matches in Folge zur 3-0 Führung. Als Jörg Neumann dann allerdings seinen 2:0
Vorsprung gegen Peter Helwing doch noch zum 2:3 verspielte, kamen die Hessen
gewaltig und konnten bis nach den Einzeln zum 4-4 ausgleichen. Die Doppel gingen
dann abwechselnd an HDV und NWDV, so daß ein Teamgame die Entscheidung bringen
mußte.
Verbaselte man seitens NWDV (1) im 1. Leg noch einen Punktvorsprung mit
Fehlwürfen auf Doppel, so spielte Hessen im 2. Leg von vorn und gewann das
Teamgame am Ende souverän. Wohltuend zu sehen war, daß es entgegen den Vorjahren
keine Nickeligkeiten gab und man sich auch am Ende fair die Hände reichte.
Im 2. Halbfinale ging Niedersachsen (1) schnell mit 3-0 gegen Bayern (3) in
Führung, bevor Michael Bernhardts 3:1 gegen Thomas Wille auf 1-3 verkürzte. Bis
nach den Einzeln hatten sich die Bayern auf 3-5 herangekämpft, doch dann verlor
man gleich die beiden ersten Doppel. Niedersachsen hatte 7-3 gewonnen und stand
im Finale.
Es wurde allgemein damit gerechnet, daß das Finale zweier Klasseteams einen sehr
knappen Ausgang nehmen würde - doch weit gefehlt! Nachdem der junge Holger
Rettig HDV (1) mit seinem umjubelten 3:2 gegen Thomas Wille in Führung gebracht
und Johann Honner mit seinem 3:1 gegen Reinhold Schüle für NDV (1) ausgeglichen
hatte, zogen die Hessen auf 5-1 davon, womit die Partie schon fast entschieden
war.
Nach den Einzeln stand es dann 6-2. Homann/Wille verkürzten mit ihrem 3:1 gegen
Noack/Rettig zwar noch auf 3-6, doch dann machten Bilderl/Köhler mit ihrem 3:1
gegen Artut/Jovanovic den 7-3 Titelgewinn für Hessen (1) klar. Den besten
Average des Matches erreichte Hessens Manfred Bilderl mit 28.68, bei den
Niedersachsen spielte Jyhan Artut mit 27.28 am stärksten. Auch der Gesamtaverage
der beiden Teams bestätigte das Ergebnis: Titelgewinner HDV (1) erreichte 25.27
Punkte pro Dart, beim Vizesieger NDV (1) waren es 24.46 Zähler pro Pfeil.

Hessen (1) holte zum zweiten Mal nach dem Jahr
2000 den Titel im Achterteam
Hamburg und Bremen im Damenvierer stark
Bei den Damen gingen im Länderpokal 27 Viererteams an den Start, so daß sich in
der ersten Runde 5 Freilose ergaben. Gleich 6 der 11 Auftaktpartien gingen dabei
mit einem Whitewash aus! So siegten NWDV (1) gegen Berlin (2), Hessen (2) gegen
Bayern (3), Bremen (1) gegen BWDV (3), Berlin (1) gegen Bremen (3), Hessen (1)
gegen NWDV (5) und auch Bayern (1) gegen BWDV (1) jeweils hoch mit 4-0.
Runde 2 sah dann die ersten beiden Teamgames bei den Damen. Niedersachsen (2)
hatte einen 0-2 Rückstand gegen Hamburg (2) zum 3-3 ausgleichen können, mußte
sich aber dann im Teamgame, das bei den Damen lediglich 10001/best-of-1 gespielt
wurde, doch geschlagen geben.
Auch NWDV (2) hatte gegen Bremen (1), das eine bemerkenswert starke Leistung
bot, 0-2 zurückgelegen und zum 3-3 ausgeglichen. Im Teamgame war es dann aber
Bremen (1), das den Sieg davontragen konnte.
Alles nach Plan lief bei Rekordsieger NWDV (1), der diesmal allerdings ohne die
verhinderte DDV-Nr. 1 Heike Ernst antreten mußte. Dafür war aber DDV-Nr. 2
Bianka Strauch neu dabei und man gab beim 4-0 gegen Hessen (2) insgesamt
lediglich 3 Legs ab.
Obwohl HDV (1) durch den Weggang von Bianka Strauch und das Fehlen von Tamara
Willhelm seine beiden stärksten Spielerinnen zu ersetzten hatte, präsentierte
man sich erstaunlich souverän. In Runde 2 legte man gegen Bayern (2) das zweite
4-0 in Folge hin! Überraschungen gab es in dieser Runde eigentlich nicht, auch
wenn Niedersachsen (1) mit 2:4 gegen NWDV (3) unterlag.
Im Viertelfinale gab es drei klare und einen knappen Sieg. HDV (1) besiegte
Berlin (1), das durchaus als Mitfavorit gehandelt worden war, mit 4-0 und
unterstrich damit seine Superform. NWDV (1) gab bei seinem 4-0 gegen Hamburg (2)
sogar nur ein einziges Leg ab. Bremen (1) konnte mit 4-1 gegen NWDV (3)
gewinnen, wobei mit Karina Kosmalla ausgerechnet die stärkste Spielerin ihr
Match gegen Andrea Dörnmann abgeben mußte.
Hamburg (1) mußte sich im abschließenden Duell zweier Hochkaräter mit Bayern (1)
messen. Die Einzel gewannen abwechselnd Hamburg und Bayern. Im Doppel ging
Bayern dann durch ein 3:0 von Kirchermeier/Pause gegen Gamm/Pries erstmals in
Führung. Doch ein 3:2 von Andres/Hey gegen Mader/Wagner brachte Hamburg das 3-3
und das Teamgame! Hier setzte sich dann Hamburg zum 4-3 durch und zog ins
Halbfinale ein.

Das Damenteam NWDV (1) mußte sich im Finale
erst nach Teamgame geschlagen geben
Hessens Erste holt Titel im Teamgame vor NWDV
(1)
Bremen (1) hatte ein ausgezeichnetes Turnier hinter sich, als man im Halbfinale
auf NWDV (1) traf. Nun konnte allerdings nur Karina Kosmalla ihr Einzel gegen
Kerstin Niederau 3:2 gewinnen, und gleich im ersten Doppel machten
Goebel/Kröckel mit ihrem 3:2 gegen Kosmalla/Meister den 4-1 Erfolg perfekt.
Im anderen Halbfinale ging Hamburg erst 1:0 und dann 2:1 gegen Hessen (1) in
Führung. Dann holten Männel/Lischka im Doppel mit einem 3:1 gegen Andres/Hey den
3. Punkt für Hessen. Diehn/Klein gelang im spannenden Finish mit 3:2 gegen Gamm/Pries
der 4-2 Endstand, wobei Valeska Klein ein 104er-Finish gelang. Man stand im
Finale
Das Endspiel der beiden souveränsten Teams des Turniers wurde mit Spannung
erwartet, würde das Siegerteam seinem Verband doch auch Platz 1 in der
Gesamtwertung um den Länderpokal sichern! NWDV (1) ging mit Bianka Strauchs 3:1
gegen Marion Diehn 1:0 in Führung. Dabei gelang Bica mit 18.04 gleich der
höchste Einzelaverage des Finales.
Danach spielte Nicole Männel den stärksten Einzelaverage (17.27) der Hessinnen
und siegte folgerichtig 3:1 gegen Kerstin Niederau. Die beiden letzten Einzel
waren extrem spannend. Valeska Klein siegte 3:2 gegen Beatrix Kröckel und Silke
Goebel gewann 3:2 gegen Sabine Lischka.
Im Doppel spielten Goebel/Strauch bei ihrem 3:0 gegen Lischka/Männel den besten
Average (19.52), doch Diehn/Klein konnten mit einem 3:0 ihrerseits gegen
Kröckel/Pichol zum 3-3 ausgleichen, womit beim Stande von 3-3 ein Teamgame nötig
wurde.
Hier zeigten sich die Hessinnen deutlich nervenstärker und insbesondere Valeska
Klein legte einen Klassescore nach dem anderen hin. Mit 21.76 spielte Hessen
ausgerechnet im Teamgame den besten Finalaverage überhaupt - und machte es zum
Titelgewinn zu als NWDV (1) noch 199 Punkte Rest hatte.
Damit holte der HDV seinen zweiten Titel im Damen-Viererteam nach 1998 und
sorgte dafür, daß die Hessen auch in der Gesamtwertung mit klarem Vorsprung
Platz 1 vor dem NWDV und Bayern errang. Über das gesamte Finale gesehen lag der
Punktschnitt für HDV (1) bei 16.63 und der für NWDV (1) bei 16.23.

Den Titel im Damenteam gewann Hessen (1) zum 2.
Mal nach 1998
Im Herreneinzel ging es auch um das letzte
World-Cup-Ticket
Mit exakt 256 Meldungen war das Herreneinzel der German Masters voll besetzt -
und es gingen auch genau 256 Herren an den Start, denn bei der Masters
(Einladungsturnier) können die Landesverbände für nicht angereiste Spieler
nachrücken lassen.
Da die Masters das letzte Turnier dieser Saison war, das für die Nominierung des
Deutschen Na-tionalteamb bei World-Cup und World-Masters mit einbezogen wurde,
war die Spannung bei einigen Spielern besonders groß. Tomas Seyler, Colin Rice
und Jyhan Artut hatten aufgrund ihres großen Punktevorsprungs in der Rangliste
ihr World-Cup-Ticket für Frankreich bereits so gut wie sicher - der vierte Platz
war aber noch hart umkämpft.
In den ersten beiden Runden strauchelte keiner der Nationalteam-Aspiranten,
dafür erwischte es jedoch einige andere Gesetzte. In einer Knallerpartie gleich
zu Auftakt gewann Marcel Schmidt (Wuppertal) gegen Clarence Sauzier (Hannover).
Neben Clarence war auch für den Vorjahreszweiten Harry Barth (Bamberg) bereits
im 1. Spiel Schuß. Harry unterlag gegen Reinhold Schüle (Dietzenbach). In Runde
2 erwischte es dann Stephan Juwig (Mülheim), der gegen Frank Gansen (Berlin)
unterlag.
Das Boardhalbfinale der 16 Gruppen wurde weiteren 2 Gesetzten zum Verhängnis.
Michael Corbach (Hannover) unterlag 0:2 und 1:2 gegen Andreas zum Felde
(Hamburg) und mußte damit als erster der aussichtsreichen Spieler den World-Cup
abschreiben. Joachim Paul (Bochum) verlor 1-2 und 0-2 gegen die bayerische Nr. 1
Werner Greiter. Den größten Knaller lieferte allerdings Ex-Nationalspieler Ralf
Hoier (Bremen) ab, als er DDV-Nr. 2 Colin Rice mit 2:0 und 2:1 aus dem Rennen
warf.
In 8 der 16 anschließenden Boardfinals mußten dann alle 3 Sets ausgespielt
werden. Hier nutzte Jens Ziegler (Hannover) die lange Distanz um nach dem 1:2
gegen Bochumer Stephan Schneider verlorenen 1. Set die nächsten beiden mit 2:1
zu gewinnen. Nur 2 Sets brauchte Andreas Klittmann (Bremen) beim 2:1 und 2:1
gegen Johann Honner (Hameln), der zuvor einer der heißesten Anwärter auf den
World-Cup in Frankreich gewesen war.
Realistische Chancen auf das 4. World-Cup-Ticket hatten nun noch Andree Welge,
Andy Kröckel und Alexander Köhler. Im Achtelfinale mußte sich Andy Kröckel
(Bochum) nach 2:0 gewonnenem 1. Set doch noch mit 1:2 und 0:2 gegen Jens Ziegler
geschlagen geben. Auch Andree Welge (Bremen) gab gegen Andre Kennel aus Sylt Set
1 ab, gewann aber die nächsten beiden. Sein einziger Konkurrent blieb nun
Alexander Köhler (Neu-Isenburg), der nach verlorenem 1. Set noch gegen Gerhard
Schmid aus Augsburg gewann.
Wieder einmal ohne große Probleme hatte sich DDV-Nr. 1 Tomas Seyler bis ins
Viertelfinale gespielt, wo es jetzt weiterging. Der Bremerhavener ist zur Zeit
das Maß aller Dinge - er hat eine absolute Klassesaison gespielt. Unter den
Letzten Acht erwies er seinem Doppelpartner Andree Welge einen Gefallen, indem
er sich mit 2:0, 1:2 und 2:1 gegen Alex Köhler durchsetzte, womit klar war, daß
das vierte Frankreich-Ticket an Andree Welge ging.
Andree wiederum wies auch selbst seine Klasse nach, als er sein eigenes
Viertelfinale gegen DDV-Nr. 4 Jyhan Artut mit 1:2, 2:1 und 2:0 gewann. In den
beiden anderen Matches setzte sich jeweils ein langjähriger Topspieler gegen
einen bemerkenswert starken Newcomer durch.
Vorjahressieger Thomas Wille siegte 2:0 und 2:1 gegen Jens Ziegler und Rainer
Haaß (Recklinghausen) bezwang Carsten Hoffmann mit 2:1 und 2:0 (wobei anzumerken
ist, daß es sich bei Carsten nicht um den ehemaligen Jugendweltmeister sondern
um ein namensgleiches Riesentalent aus Soest handelt!).- Damit standen vier
Spieler aus den Top-10 des DDV im Halbfinale.

Rainer Haaß und Andree Welge belegten gemeinsam
Platz 3 im Herreneinzel
Thomas Seyler ist zur Zeit das Maß aller Dinge
Im einem reinen HBDV-Duell siegte in der oberen Tableauhälfte Tomas Seyler mit
2:1, 1:2 und 2:1 gegen Andree Welge, wobei die beiden den Zuschauern einen
wahren Dartgenuß boten. Für keines der 9 Legs benötigten sie mehr als 18 Darts
und es waren auch ein 12- und ein 14-Darter dabei!
Hatte Thomas Wille tags zuvor beim Länderpokal nicht seinen allerbesten Tag
erwischt, so war er am Sonntag wieder mal der Fels in der Dart-Brandung, an dem
alle Gegner zerschellten. So auch im Halbfinale, als Tommy zwar Set 1 gegen
einen eminent stark spielenden Rainer Haaß mit 1:2 abgeben mußte, die bei-den
nächsten aber 2:0 und 2:1 gewann.
Damit stand Thomas Wille bereits zum 6. Mal in einem German-Masters-Endspiel,
welches er schon 2 Mal gewonnen hat. Shorty Seyler hingegen wartete noch auf
seinen ersten German-Masters-Sieg. Einmal hatte er im Jahr 2000 im Endspiel
gestanden, jedoch damals gegen Michael Rosenauer verloren. Allerdings hatte
Shorty vor 11 Jahren schon einmal den Jugendwettbewerb der German Masters
gewonnen.
Das Bühnenfinale war recht hochklassig, wobei Thomas Wille Leg 1 in 15 Darts
gewann. Die nächsten beiden Legs gingen dann in 18 und 17 Pfeilen an Shorty
Seyler, der damit 1-0 nach Sets führte. - Auch Set 2 verbuchte Shorty für sich,
diesmal mit 2:0 in 20 und 16 Darts. Im 3. Set ging Shorty mit einem 17-Darter in
Führung und Tommy glich mit einem schönen 14-Darter aus. Doch im 3. Leg war
Shorty dann weit vorn und checkte mit einem 20-Darter zum Titelgewinn als Tommy
noch dreistellig war.
Die Averages lagen bei 27.01 für Tomas Seyler und bei 26.98 für Thomas Wille,
für den die German Masters aber auch weiterhin so etwas wie sein Wohnzimmer sein
dürfte, stand er doch hier von 1997 bis heute (außer im Jahr 2000)
ununterbrochen im Finale! Dennoch war vor dem Turnier auf niemanden so oft
getippt worden wie auf den zur Zeit übermächtigen Tomas Seyler!

Tomas Seyler gewann seinen ersten
Masters-Einzeltitel vor Thomas Wille
Kerstin Niederau ist nach Titelgewinn die neue
DDV-Nr. 2
Genau wie bei den Herren (16) waren auch bei den Damen die zu Setzenden (8)
komplett angereist. Insgesamt gingen 128 Spielerinnen an den Start. Mit dabei
war am Sonntag auch Rekord-Masters-Siegerin Heike Ernst, die am Samstag noch
gefehlt hatte.
In den acht Gruppen gab es nur wenig Überraschungen. Zwei gesetzte Spielerinnen
erreichten ihr Boardfinale nicht - sie schieden bereits in Runde 1 aus. Astrid
Kamm unterlag hier gegen Nicole Männel (Frankfurt) und Steffi Pries verlor gegen
Susanne Frischmuth aus Bremen.
In den 8 Boardfinals, die gleichzeitig das Achtelfinale bildeten, setzten sich
die 6 verbliebenen Gesetzten allesamt durch. Zudem erreichte Brigitte Bedenik
(Oer-Erkenschwick) mit einem 3:2 Sieg gegen Nicole Männel das Viertelfinale.
Dieses wurde durch Britta Ludwig-Werner (Marl) komplettiert, die 3:0 gegen
DDV-Jugend-Nr. 1 Yvonne Bliß siegte.
Das Viertelfinale nahm dann einen recht konventionellen Verlauf, denn die
Setznummern 1 bis 4 konnten ihre Spiele durchweg gewinnen. Jeweils klar mit 3:0
siegten Heike Ernst gegen Brigitte Bedenik, Kerstin Niederau gegen Marion Pichol
und Bianka Strauch gegen Britta Ludwig-Werner. Lediglich Beatrix Kröckel (früher
Zimmermann) benötigte die vollen 5 Legs um am Ende 3:2 gegen Marburg-Finalistin
Anne Willkomm (Berlin) zu gewinnen.
Bis auf die bereits sicher für den World-Cup qualifizierte Heike Ernst hatten
alle Halbfinalistinnen auch noch die Chance, die zweite Fahrkarte nach
Frankreich zu lösen. Um so enttäuschter war dann sicher auch Trixi Kröckel, als
sie sich im Halbfinale mit 0:2 und 1:2 gegen Bianka Strauch geschlagen geben
mußte.
Im anderen Halbfinale gab es eine Überraschung. Heike Ernst geriet gegen Kerstin
Niederau stark unter Druck, nachdem diese Doppelprobleme offenbarte. Kerstin
gewann Set 1 mit 2:1 und konnte danach auch noch das 2. Set mit 2:0 für sich
verbuchen. Damit war die elffache German-Masters-Siegerin ausgeschieden.
Im Finale standen sich damit Bianka Strauch und Kerstin Niederau gegenüber, die
beide noch nie den Masters-Titel gewonnen hatten. Was diese Partie so besonders
spannend machte war die Tatsache, daß die Siegerin Platz 2 in der
DDV-Abschlußrangliste einnehmen würde und beim World-Cup mit dabei wäre.
Es sollte ein sehr spannendes, nicht aber unbedingt hochklassiges Finale werden
- was angesichts dessen, was auf dem Spiel stand, auch nicht verwunderlich war.
Kerstin ging mit einem 33-Darter in Führung, welche Bianka in 34 Pfeilen
ausglich. Kerstin sicherte sich anschließend das 1. Set mit einem 24-Darter.
Im 2. Set war es genau umgekehrt. Bica gewann Leg 1 in 27 Pfeilen, Kerstin glich
mit einem 24-Darter aus und Bianka fuhr das Set mit anschließenden 26 Pfeilen
ein. Set 3 mußte entscheiden. - Ein 27-Darter brachte Kerstin 1:0 in Führung.
Biankas 2. Aufnahme im 2. Leg war eine 180. Es war aber erneut Kerstin, der es
schließlich gelang den Matchdart zum 28-Darter und damit zu ihrem ersten
Masters-Titelgewinn zu setzen. Kerstin spielte einen Average von 17.46 und
Bianka einen von beinahe identischen 17.50 - es war schon eine grausam enge
Entscheidung um das zweite World-Cup-Ticket!

Bianka Strauch unterlag im Damenfinale knapp
gegen die neue Titelträgerin Kerstin Niederau
Patrick Kloh läßt bei den Jungen alle hinter
sich
Bei den 29 Jungen wurde einfach-KO gespielt und gleich in Runde 1 der männlichen
Jugend besiegte Patrick Kloh (Walldorf) die Jungen-Nr. 4 Steven Krause (Berlin)
mit 3:0. Patrick spielte sich bis ins Halbfinale, wo er auf den zur Zeit kaum
schlagbar scheinenden Kevin Münch traf. Patrick mußte Set 1 mit 1:2 abgeben und
gewann den zweiten mit 2:1. Im 3. Set hatte der BWDVler dann beim Stande von 3:1
die erforderlichen 2 Legs Vorsprung erreicht und stand im Finale.
Marc Chwialkowski (Marl) hatte im Viertelfinale den Vorjahressieger Sven Flück
(Neunkirchen) 3:2 besiegt und traf nun auf Jungen-Nr. 2 Danny Klimek (Marl).
Danny mußte all sein Können aufbieten um am Ende mit 0:2, 2:0 und 5:3 zu
gewinnen.
Im Finale gewann Patrick Kloh das 1. Set in 21 und 18 Darts, und er ging auch im
zweiten mit einem 19-Darter in Führung. - Doch Danny konnte das Set in 22 und 26
Darts retten als Patrick das Checken vergaß, so daß ein dritter Durchgang
notwendig wurde.
Wieder ging Patrick mit einem 23-Darter in Führung. Im 2. Leg bekamen dann beide
Jungs Nerven und hackten je schlappe 10 Darts lang auf Doppel herum - bevor es
schließlich Patrick Kloh war, der zum 29-Darter und damit zu seinem ersten
DDV-Titel checkte (Averages: Patrick 22.12, Danny 19.18).

Patrick Kloh gewann das Finale im Jungeneinzel
gegen Danny Klimek
Lisa Viehmann siegt bei den Mädchen vor Nicole
Osthues
Die genau 16 Mädchen spielten zunächst in 4 Vierergruppen. Hier schied
überraschend Mädchen-Nr. 1 Yvonne Bliß (Wuppertal) aus, die nur Dritte hinter
Carolin Gratz (Kempten) und Jenny Berger (Göppingen) wurde. Auch die
Ranglistenvierte Carolyn Lampert (Bruchköbel) wurde in ihrer Gruppe nur Dritte
hinter Michelle Münch (Bochum) und Nicola Möhring (Hamburg) - und war damit
ausgeschieden.
Weiter ging es in 2 neuen Vierergruppen, welche die Halbfinalistinnen
ermittelten. Dabei konnte Mädchen-Nr. 3 Nadine Meyenburg in Gruppe 1 nur Vierte
werden, während Nicole Osthues (Ahlen) und Michelle Münch (Bochum) weiterkamen.
In Gruppe 2 siegte Lisa Viehmann (Bruchköbel) vor Tine Horn (Hannover), der es
gelang Carolin Gratz auf Platz 3 zu verdrängen.
Im Halbfinale siegte Top-Favoritin Nicole Osthues mit 3:0 gegen Tine Horn und
Lisa Viehmann setzte sich mit 3:1 gegen Michelle Münch durch. Damit stand
HDV-Top-Mädel Lisa Viehmann erstmals in einem DDV-Finale, favorisiert war aber
Nicole Osthues.
Lisa gewann das 1. Set in zweimal 30 Pfeilen, mußte dann aber Leg 1 in Set 2 in
40 Darts an Nicole Osthues abgeben. Doch Lisa kam zurück und gewann die Legs 2
und 3 in jeweils 34 Darts, was den Titelgewinn bedeutete (Averages: Lisa 14.99 -
Nicole 14.02).
Einmal mehr bildete die German Masters einen gelungenen Abschluß der
DDV-Turniersaison, wobei Dieter Herale und dem Erlenseer Ausrichterteam (aber
auch Bundesspielleiter Wilfied Kohlstruk!) ein Sonderlob gilt - denn jedes Jahr
ist die Veranstaltung noch ein wenig perfekter organisiert.

Die Siegerin der beiden letzten Jahre, Nicole
Osthues,
verlor diesmal das Mädchenfinale gegen Lisa Viehmann
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf, Fotos
von Albert Schmidt und Volker Hatlauf)
17. Mai
2003 DDV-Regionalturniere:
Dieses Mal wurden an 5 Orten die Regionalturniere
durchgeführt.
In Soest siegte Colin Rice (Bochum) relativ eindeutig vor Marcel Schmidt
(Wuppertal) und Heike Ernst (Bochum) vor ihrer Vereinskameradin Kerstin Niederau.
Tomas Seyler (Bremerhaven) konnte den Titel in Hamburg mit einem Sieg über Maik
Langendorf (Hamburg) für sich verbuchen. Marion Pichol (Recklinghausen) siegte
im Hamburger Finale gegen Gaby Hey (Hamburg).
In Neu-Isenburg gewann Manfred Bilderl (Neu-Isenburg) in einem knappen Finale
gegen Alexander Köhler (Hattersheim) und bei den Damen Bianka Strauch
(Recklinghausen) ganz eindeutig gegen Nicole Männel (Frankfurt).
Das bayrische Regioturnier konnte bei den Herren Werner Greiter (München) mit
einem Sieg gegen Wolfgang Piegsa (Landau) für sich verbuchen. Karin Mader
(Augsburg) siegte bei den Damen gegen Anke Kirchermeier (München).
Beim erneut kleinsten Regioturnier siegte Johann Honner (Hameln) gegen den
Berliner Thomas Granz. Bei den Damen war es ein reines Berliner Finale. Dabei
behielt Anne Willkomm die Oberhand gegen Nicole Teichert.
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