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Turnier|Archiv
Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2002:

 
German Gold Cup Dortmund Open German Open Marburg Regionalturniere
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Durch das Anklicken der Turniere gelangt man zu den entsprechenden Beiträgen

23./24. November 2002 DDV-Ranglistenturnier in Oldenburg

1. Platz: Tomas Seyler (Bremerhaven)
2. Platz: Colin Rice (Mülheim)
3. Platz: Jörg Neumann (Duisburg) und Andreas Kröckel (Bochum)

1. Platz: Heike Ernst (Bochum)
2. Platz: Beatrix Zimmermann (Essen)
3. Platz: Kerstin Niederau (Bochum) und Andrea Viebrock (Bremen)

Jugend:
1. Platz: Kevin Münch (Bochum)
2. Platz: Jean-Pierre Sossong (Bochum)
3. Platz: Danny Klimek (Marl) und Tayfun Ciftcier (Köln)

1. Platz: Nicole Osthues (Ahlen)
2. Platz: Yvonne Bliß (Wuppertal)
3. Platz: Carolyn Lampert (Bruchköbel) und Nadine Meyenburg (Berlin)

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

26./27. Oktober 2002 Deutsche Meisterschaft in Marl

Bei der 22. Einzel-DM gingen die Titel an Andree Welge und Beatrix Zimmermann

Das 2. DDV-Ranglistenturnier der Saison 2002/2003 war gleichzeitig die Deutsche Einzelmeisterschaft am 26./27. Oktober 2002. Ausgerichtet wurde sie vom DSC R´hausen, Spielort war wie im Vorjahr die Willy-Brandt-Gesamtschule in Marl. Deutscher Einzelmeister wurde am Samstag erstmals Andree Welge vor dem Überraschungsfinalisten Michael Corbach. Auch für Trixi Zimmermann war es der erste DM-Titel im Einzel. Zweite wurde mit Kerstin Niederau die Meisterin des Jahres 1999. Bei der Jugend holten am Sonntag Danny Klimek und Nicole Osthues die Meistertitel vor Christopher Klimek und Nadine Meyenburg. Die Deutsche Meisterschaft im Two-Person-Team sicherten sich bei den Herren Seyler/Welge vor Kröckel/Rice und bei den Damen Ernst/Strauch vor Hey/Pichol.

Im Finale um die Einzel-DM der Herren setzte sich Andree Welge gegen Michael Corbach durch

Michael Corbach Vizemeister hinter Andree Welge
Hatte das 1. DDV-RLT in Berlin in etwa seine Teilnehmerzahl vom Vorjahr halten können, so erlebte die Einzel-DM in Marl im Gegensatz zum Vorjahr einen regelrechten Einbruch. Mit 210 Herren und 80 Damen hatten zu den Einzeln am Samstag 29,9% weniger Starter gemeldet als noch im Vorjahr am gleichen Spielort.
Ganz im Gegensatz zum Vorjahr gab es im Herreneinzel diesmal auch kein Favoritensterben, denn die gesetzten Spieler zeigten ungemeine Standfestigkeit. Nur ein einziger gesetzter (und auch angereister) Spieler erreichte sein Gruppenfinale nicht. Das war der zuletzt so erfolgreiche Stephan Juwig aus Mülheim.
Auch die Gruppenfinals selbst verliefen ausgesprochen konventionell. Einzig der nach einer Niederlage gegen Christian Bober (Bremen) durch die Loserrunde gegangene Joachim Paul verlor hier gegen den gleichen Spieler. Die 11 anderen Gesetzten erreichten das Achtelfinale, ab wo es einfach-KO weiterging.
Im Achtelfinale gab es manches harte Match, wieder setzten sich jedoch in aller Regel die Favoriten durch. Ein einziger ungesetzter Spieler hatte schließlich das Viertelfinale erreicht - und das war Karsten Otto aus Hanau. Karsten war vor einer ganzen Reihe von Jahren Hessens Jugend-Nr. 1 und einer der besten Jugendspieler innerhalb des DDV überhaupt.
Er hatte bereits eine Reihe von Matchdarts gehabt um ins Halbfinale vorzudringen, konnte sie jedoch nicht verwerten. Michael Corbach kannte kein Pardon und nutzte die Chance wieder ins Spiel zu kommen optimal. Am Ende gewann der genauso besonnene wie spielstarke Niedersachse das Match im Endspurt noch mit 2:1, 1:2 und 2:1.
Auch die Partie zwischen Tomas Seyler und Andree Welge ging über die vollen 3 Sets. Dabei nahm Tomas seinem Doppelpartner Andree das 1. Set mit 2:0 ab, mußte die beiden nächsten jedoch jeweils 1:2 an Andree abgeben, der damit das Halbfinale erreichte. - Colin Rice und Andy Kröckel setzten sich in jeweils nur 2 Sets gegen Alexander Köhler bzw. Jyhan Artut durch.
Beide Halbfinals standen dann auf Messers Schneide. Andree Welge gewann das 1. Set gegen Andy Kröckel mit 2:1, was Andy im 2. Set seinerseits mit einem 2:1 Erfolg kontern konnte. Im 3. Set hatte Andy dann zwei Hände voll Matchdarts um erstmals seit Langem einmal wieder ein DDV-Finale zu erreichen - er kratzte jedoch nur am Draht, was wiederum Andree nutzte um Set 3 doch noch 2:1 zu gewinnen.
Colin Rice gab Set 1 gegen einen groß aufspielenden Michael Corbach mit 0:2 ab, der sich offensichtlich riesig auf sein erstes DDV-Finale freute. Doch Colin machte es nochmals spannend, als er Set 2 mit 2:1 für sich verbuchte. Am Ende war es aber doch Michael Corbach, der mit einem 2:0 im 3. Set ins Endspiel einzog.
Die Geschichte des Endspiels ist schnell erzählt. Auch hier gab es keine Überraschungen. Andree spielte als sei die Bühne sein eigenes Wohnzimmer und Michaels Spiel wirkte nun plötzlich leicht gehemmt.
Im recht fahrigen 1. Set reichten Andree 24 und 26 Darts um es mit 2:0 einzufahren. In Set 2 steigerten sich dann beide Spieler und es war erneut Andree, der 91 und 90 Punkte zum 15 bzw. 18-Darter dichtmachte.
Mit einem 18-Darter ging Andree dann auch im 3. Set 1:0 in Führung, bevor Michael den Set mit einem 19-Darter ausgleichen konnte. Doch es half nichts mehr, denn mit einem 19-Darter zum 2:0, 2:0 und 2:1 Erfolg sicherte sich Andree in seinem dritten DM-Finale verdient seinen ersten Titel. Die Averages des Finales lagen bei 24.98 für Andree und bei 23.15 für Michael.

Neue Deutsche Einzelmeister wurden Trixi Zimmermann und Andree Welge

Trixi Zimmermann holt zweiten Einzeltitel gegen Kerstin Niederau
Unter den 80 gemeldeten Damen waren die Top-12 komplett vertreten. Auch hier gab es wenig Chancen für Außenseiter, denn 7 der 8 Gesetzten erreichten die Gruppenfinals. Einzig DDV-Nr. 5 Silke Goebel unterlag im Gewinnerhalbfinale ihrer Gruppe 1:3 gegen Susanne Schubert (Mülheim) und schied danach mit einem 1:2 gegen Karina Kosmalla (Bremen) endgültig aus. Im Boardfinale, das zugleich Achtelfinale war, mußte sich dann auch die an 7 gesetzte Andrea Beushausen geschlagen geben.
DDV-Nr. 2 Bianka Strauch hatte sich in Runde 3 mit 1:3 gegen Marion Diepenseifen (Düsseldorf) geschlagen geben müssen, siegte dann aber - nun aus der Loserrunde kommend - im Gruppenfinale 3:0 und 3:1 gegen die gleiche Spielerin.
Im Viertelfinale kam dann aber auch für Titelverteidigerin Bianka Strauch das Aus. Überraschend klar mit 0:3 mußte sich Bika gegen Heidrun Peiks geschlagen geben. Auch alle anderen Viertelfinals gingen zu Null aus, wobei insbesondere Kerstin Niederaus Sieg gegen Astrid Kamm zumindest in der Höhe überraschte.
Heidi Peiks mußte sich dann im Halbfinale mit zweimal 0:2 gegen die blendend aufgelegte Kerstin Niederau geschlagen geben, während es im anderen Halbfinale ausgesprochen spannend war. Heike Ernst hatte bereits das 1. Set gegen Trixi Zimmermann mit 2:0 gewonnen und lag in Leg 1 des 2. Sets über 200 Punkte vorn.
Doch die Bochumerin vergab dann jede Menge Darts auf Doppel, ehe Trixi diese Schwäche nutzte und dann auch noch einen 15-Darter zum 2:1 im 2. Set spielte. Auch das dritte Set ging mit 2:1 an Trixi, die damit das dritte DDV-Einzelfinale ihrer Karriere erreicht hatte.
Kerstin Niederau ging im Finale mit 32 Darts mit 1:0 in Führung, mußte den Set jedoch nach Trixis 17 und 23 Darts mit 1:2 abgeben. Das 2. Set sicherte sich dann Kerstin in 28 und 20 Pfeilen, womit es 1-1 nach Sets stand.
Zu Beginn von Set 3 hatte Kerstin dann 12 Darts zum 1:0, doch es war Trixi, die in 31 Pfeilen zumachte. Das war dann wohl der Knackpunkt des Endspiels, denn das anschließende Leg gewann Trixi mit einem 20-Darter zum Titelgewinn während Kerstin noch 146 Restpunkte hatte.
Die neue Deutsche Meisterin hieß damit Trixi Zimmermann, die einen Finalaverage von 19.04 erreichte, währen Kerstins Punktschnitt bei 17.87 lag. Dennoch hat Kerstin mit einem 1. Platz in Berlin und einem 2. Platz in Marl einen Superstart in die neue Saison hingelegt.

Die Deutschen Vizemeister 2002 heißen Kerstin Niederau und Michael Corbach

Erstes Zwillingsfinale in der DDV-Geschichte
Am Sonntag spielte dann auch die Jugend ihre Einzelmeister aus, wobei 22 Jungen und 14 Mädchen an den Start gingen. Bis auf Ranglistennummer 2 Dennis Ohmacht aus Berlin waren die Top-8 der männlichen Junioren am Start. Gespielt wurde in zwei Doppel-KO-Gruppen.
Wohl selten ist es bei den Jungen bislang passiert, daß sich die Setznummern 1 bis 4 im Halbfinale wieder fanden. Dabei konnte der aus der Verliererunde kommende erst 14-jährige Kevin Münch das erste Spiel mit 3:2 gegen Jungen-Nr. 1 Danny Klimek gewinnen und so ein zweites Spiel erzwingen. Nun setzte sich allerdings Danny mit 3:2 durch und stand damit im Endspiel.
Schon in Berlin hatten beide Klimek-Zwillinge im Halbfinale gestanden aber zu einem Zwillingsfinale kam es nicht. Nun hatte Christopher im 2. Halbfinale die Chance dieses zu ermöglichen. Doch Chris kam aus der Verliererrunde und mußte zweimal gegen Tayfun Ciftcier gewinnen.
Nachdem Chris das erste Match 3:0 gewonnen hatte wurde es im zweiten ganz eng. Am Ende hatte er es aber mit 3:2 geschafft und damit das allererste Zwillingsfinale in der Geschichte des DDV ermöglicht.
Mit einem 98er-Finish zum 21-Darter gewann Chris das 1. Leg bevor Danny in 27 Darts zum 1:1 ausglich. Chris sicherte sich schließlich das 1. Set mit nachfolgenden 27 Darts - und das obwohl Danny hier eine 180 geworfen hatte. In Set 2 ging wieder Chris mit 26 Darts 1:0 in Führung, hatte aber in Leg 2 keinen Matchdart gehabt als Danny zum 1:1 ausglich.
Anders in Leg 3 als Christopher immerhin 4 Darts zum Titelgewinn vergab bevor Danny das Set in 22 Pfeilen zum 1-1 nach Sets einfuhr. Im 3. Set kippte die Partie dann auf Dannys Seite, als er Leg 1 in 24 und Leg 2 in 25 Darts zum Titelgewinn zumachte (Averages: Danny 20.35 - Christopher 18.94).

Christopher Klimek unterlag im Finale der Jungen gegen seinen Zwillingsbruder Danny

Nicole Osthues knapp vor Nadine Meyenburg
Zunächst spielten die 14 Mädchen in je 2 Dreier- und Vierergruppen jeder gegen jeden. Von den weiter vorn in der Rangliste platzierten Mädchen schied hier lediglich Jenny Fritz aus Rastatt aus. Danach wurden aus den jeweils ersten Beiden der ersten Gruppenrunde zwei neue Vierergruppen gebildet.
Hier setzten sich die Favoritinnen durch und bildeten die beiden Halbfinals. Mädchen-Nr. 3 Nadine Meyenburg siegte dabei mit 3:0 gegen die erst 13-jährige Kerstin Lederbogen. Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues gewann mit 3:1 gegen die immer stärker werden Carolyn Lampert. Nicht am Start war wegen einer starken Erkältung mit Yvonne Bliß die Nr. 2 gewesen - die sich für die World-Masters eine Woche später schonte.
Obwohl zwei der stärksten DDV-Mädchen im Finale standen wurde es kein wirklich gutes Spiel. Nicole Osthues ging in 30 und 42 Darts 2:0 in Führung, doch Nadine Meyenburg konnte in ebenfalls genau 42 und 30 Darts ausgleichen.
Im letzten Leg war Nadine dann eher auf Doppel, doch sie konnte 15 Darts nicht zu Titelgewinn nutzen. Nicole hatte inzwischen auch 3 Darts auf Doppel-19 verpaßt, bis sie dann bei der nächsten Aufnahme den 1. Dart zum Match versenkte (40-Darter). Die Averages lagen mit 13.46 für Nicole und 12.60 für Nadine recht niedrig, was gewiß auf die große Nervenbelastung zurückzuführen war - denn daß die beiden bedeutend mehr können ist bekannt!

Nadine Meyenburg belegte bei den Mädchen Platz 2 hinter Nicole Osthues

Seyler/Welge zum 2. Mal TPT-Meister
Bei der mit 40 Teams besetzten Deutschen Meisterschaft im Two-Person-Team der Herren unterlagen Lausberg/Nölle etwas überraschend in Runde 2 gegen Kornath/Mühling. - Nicht am Start waren die Titelverteidiger Artut/Meyer-Schlüter.
Drei der vier Viertelfinals waren bereits nach 2 Sets entschieden. Ledigleich zwischen den Berlinern Beck/Dräger und den Schleswig-Holsteinern Geselle/Guterl ging es über die volle Distanz. Am Ende siegten die wackeren Berliner mit 3:1, 1:3 und 3:1. - Sehr gut drauf waren Tomas Seyler und Andree Welge, die vor 2 Jahren den Titel geholt hatten. Sie gewannen im Halbfinale glatt mit zweimal 3:0 gegen Beck/Dräger und standen im Endspiel.
Das zweite Halbfinale war bedeutend umkämpfter. Kröckel/Rice gewannen das erste Set gegen die Bayern Barth/Köhler mit 3:1, mußten das zweite aber glatt mit 0:3 abgeben. Am Ende schafften die beiden Bochumer dann aber mit einem abschließenden 3:1 doch den Sprung ins Endspiel.
Es wurde ein ausgesprochen spannendes Bühnenfinale, gekonnt gecallt von Ingo Goebel. Colin Rice gewann das 1. Leg in 16 Darts gegen Tomas Seyler, Andree Welge glich gegen Andy Kröckel in 22 Darts aus. Danach gewannen Seyler/Welge das Doppel in 18 Pfeilen und Andree machte mit einem 17-Darter das 3:1 gegen Colin zum Gewinn des 1. Sets.
Das 2. Set begann mit einem 21-Darter von Andree gegen Colin, den Andy in 24 Darts gegen Tomas ausglich. Das Doppel gewannen diesmal Kröckel/Rice in 21 Pfeilen, was Andree mit 17 Darts gegen Andy wieder ausglich. Shorty Seyler gelang dann in 21 Darts das Titelbringende Leg gegen Colin Rice.
Bei inzwischen drei Finalteilnahmen in Folge gewannen Shorty und Andree damit zum 2. Mal die TPT-DM. Der Gesamtaverage der Bremer betrug 24.64 (Welge 26.03, Seyler 22.11, Doppel 25.59) und die Bochumer erreichten 24.44 (Rice 27.13, Kröckel 22.00, Doppel 23.74) Points pro Dart.

Tomas Seyler und Andree Welge wurden zum 2. Mal Deutsche Meister im Two-Person-Team

Heike und Bianka mit 6. Titel in Folge
Die Two-Person-Team-DM bei den Damen ging gleich in der Vorrunde mit einem Paukenschlag los. Die Mitfavoritinnen unter den 19 Paaren, Einzelsiegerin Trixi Zimmermann und Silke Goebel, unterlagen gegen Marion Diehn und Tamara Muster, die zuletzt schon in Berlin Platz 3 bei der Doppel-DM belegt hatten.
In der nächsten Runde hätte es beinahe noch eine größere Sensation gegeben. Denn beim Stande von 2-2 hatten die fünffachen Titelträgerinnen Ernst/Strauch gegen das junge Team Reinecke/Sossong 6 Matchdarts gegen sich. Doch Michelle Sossong gelang hier der finale Check nicht und Heike Ernst erzielte das erlösende 3:2 für die beiden Favoritinnen.
Die Halbfinals gingen später über die vollen drei Sets. Ernst/Strauch gewannen zwar Set 1 klar mit 3:0 gegen Pries/Viebrock, mußten das Zweite aber 1:3 abgeben. Am Ende setzten sich aber doch die DDV-Nummern 1 und 2 durch indem sie Set 3 wieder mit 3:0 holten - auch wenn das Ergebnis klarer ist als es das Spiel war.
Im zweiten Halbfinale legten Diehn/Muster ein deutliches 3:0 gegen Hey/Pichol hin, bevor diese zurückschlugen und die beiden nächsten Sets jeweils knapp mit 3:2 gewannen, was den Einzug in das Endspiel bedeutete.
Auf der Bühne fühlten sich Heike Ernst und Bianka Strauch dann merklich wohler und bestimmten die Partie von Anfang bis Ende. Heike Ernst gewann Leg 1 in 19 Darts gegen Marion Pichol und Bianka Strauch holte Leg 2 in 29 Pfeilen gegen Gaby Hey. Ein 21-Darter brachte Heike und Bianka im Doppel den 1. Set mit 3:0.
In Set 2 benötigte Heike 30 Darts um Leg 1 gegen Gabi zu gewinnen und Bianka spielte gegen Marion einen 21-Darter. Mit ihrem gemeinsamen Doppel in 26 Darts zum 3:0 im 2. Set sicherten sich Heike und Bianka dann ihre sechste Two-Person-DM in Folge. Heike und Bianka spielten dabei einen Gesamtaverage von 20.59 (Heike 20.45, Bianka 20.04, Doppel 21.32). Der Gesamtaverage der neuen Vizemeisterinnen Hey/Pichol lag bei 15.11 (Marion 17.42, Gaby 15.90, Doppel 12.24). - Damit ging eine gelungene Veranstaltung zu Ende, für die sich nicht nur die Veranstalter im kommenden Jahr deutlich mehr Teilnehmer wünschen.

Zum 6. Mal in Folge wurden Heike Ernst und Bianka Strauch Deutsche Two-Person-Team-Meisterinnen

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

20./21. September 2002 DDV-Ranglistenturnier Berlin

Tomas Seyler und Kerstin Niederau holen zu Saisonauftakt die Einzeltitel in Berlin

Die neue DDV-Turniersaison begann am 21./22. September 2002 mit dem Ranglistenturnier in Berlin. Tomas Seyler gewann das Finale im Herreneinzel gegen Frank Gansen und wurde damit neue DDV-Nr. 1. Bei den Damen holte Kerstin Niederau den Titel, als sie sich im Endspiel gegen Bianka Strauch durchsetzte. Bei der Jugend siegte Danny Klimek vor Steven Krause und Yvonne Bliß gewann vor Nicole Osthues. Neue Deutsche Doppelmeister wurden Barth/Köhler vor Seyler/Welge und Ernst/Strauch vor Reinecke/Sossong. Bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft (over-40) sicherten sich Colin Rice und Heike Ernst die Titel vor Rainer Haaß und Gabi Vollbrecht.

Tomas Seyler und Kerstin Niederau gewannen am Samstag die Einzeltitel in Berlin

Tomas Seyler siegt im Herrenfinale klar gegen Frank Gansen
Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein empfing die 264 Herren und 88 Damen am Samstagmorgen um 10.00 Uhr zum Auftakt der Einzelwettbewerbe. Gespielt wurde diesmal in der Jahnhalle im Berliner Stadtteil Neukölln.
Obwohl eine Dame mehr am Start war als im Vorjahr war die Beteiligung in den Einzeln des Samstags doch um 4,3% geringer als im Jahr 2001, denn leider zeigten die Herren nach wie vor einen leichten Rückgang.
Nicht am Start war DDV-Nr. 1 Thomas Wille, der aber gemeldet war - und so in der oberen Hälfte für eine Lücke in der Setzliste sorgte, auch Carsten Hoffmann fehlte. Von den 14 angereisten gesetzten Spielern schieden lediglich 2 in ihren Doppel-KO-Gruppen aus. DDV-Nr. 5 Rüdiger Preuss und Titelverteidiger Michael Leithaus-Diepenseifen hatten schnell zwei Niederlagen auf ihrem Konto.
Unter den letzten 32 machte der Berliner Frank Gansen mit einem 3:2 Sieg gegen Nationalspieler Jyhan Artut auf sich aufmerksam. Jens Ziegler aus Hannover schaltete in der gleichen Runde mit einem 3:0 Sieg den an 9 gesetzten Joachim Paul aus. Mit Andy Kröckel, Stephan Juwig, Alexander Köhler und Michael Corbach schieden hier in 4 direkten Vergleichen der Gesetzten 4 weitere Cracks aus. aus.
Während im Viertelfinale in der unteren Hälfte alle 4 verbliebenen Spieler aus der Setzliste stammten, war es in der oberen lediglich einer. Und dieser eine war Neu-Nationalspieler Rainer Haaß, der hier dann gegen Frank Gansen mit zweimal 1:2 ausschied. Im Vergleich der Ungesetzten siegte Thomas Obstfelder 2:1 und 2:0 gegen den Niedersachsen Johann Honner.
Ein absoluter Knaller war das Viertelfinale zwischen Andree Welge und Tomas Seyler. Hier sah zunächst Andree wie der Sieger aus, verlor am Ende aber noch 2:0, 1:2 und 1:2 gegen Shorty Seyler. Im letzten Match unter den letzten Acht setzte sich der Neu-Bochumer Colin Rice 2:0, 0:2 und 2:1 gegen den für Rüdiger Preuss ins Nationalteam aufgerückten Jörg Neumann durch.
Auch im Halbfinale ging Colin zunächst mit einem 2:1 gegen Tomas Seyler in Führung, musste die beiden nächsten aber jeweils mit 1:2 an den Bremer abgeben. Im anderen Match, wo die beiden Außenseiter aufeinandertrafen, konnte Frank Gansen am Ende Thomas Obstfelder mit 2:1, 0:2 und 2:0 niederringen.
Shorty Seyler ging hochkonzentriert das vom DVBB-Vizepräsidenten gecallte Finale und spielte auf bemerkenswerten Niveau. Frank Gansen hingegen konnte seine ausgezeichneten Leistungen der vorangegangenen auf ebener Erde nun nicht wiederholen. So gewann Shorty Set 1 den Titel ganz klar in 15, 20, 18, 18, 18 und 15 Pfeilen mit dreimal 2:0. Die Averages lagen bei erstklassigen 28.90 für Shorty und bei 22.32 für Frank.

Tomas Seyler gewann das Herrenfinale deutlich gegen den Überraschungsfinalisten Frank Gansen

Berlinerinnen Anne & Anne mit Klassedarts bis ins Halbfinale
Bei den Damen waren die Top-8 des DDV komplett vertreten, von denen jede in einer der acht Doppel-KO-Gruppen gesetzt war. Von diesen leistete sich die DDV-Nr. 7 Andrea Beushausen gleich im allerersten Spiel eine Niederlage gegen Patricia Behrens (Berlin) und schied anschließend in der Loserrunde gegen Bianca Ehlen (Bremen) aus.
Nicht viel besser erging es in Gruppe 2 Heike Wader, die an 8 gesetzt war. Ein 0:3 im Siegerhalbfinale gegen die Hamburgerin Steffi Pries warf sie in die Loserrunde zurück, wo sie sich später Dorothea Mensing (Wolfenbüttel) geschlagen geben mußte - und damit draußen war.
Astrid Kamm bekam erst im Siegerfinale ihrer Gruppe Probleme, als sie gegen die Berlinerin Anne Höppner unterlag. Durch einen Sieg gegen Gisela Dietz im anschließenden Loserendspiel erreichte sie jedoch trotzdem das Gruppenfinale, wo sie dann allerdings erneut auf Anne Höppner traf und mit einem 2:3 ausschied.
Im einzigen Treffen zweier gesetzter Spielerinnen bezwang Kerstin Niederau im Viertelfinale Silke Goebel mit 3:1. In allen andere Matches standen sich je eine Gesetzte und eine Ungesetzte gegenüber. Dabei gewann Anne Willkomm geradezu sensationell hoch mit 3:0 gegen DDV-Nr. 1 Heike Ernst und zeigte irre gute Darts!
Mit Anne Höppner schoß sich sogar noch eine zweite Berlinerin durch ein stark herausgespieltes 3:2 gegen DDV-Nr. 3 Trixi Zimmermann ins Halbfinale. Bianka Strauch schließlich wurde ihrer Favoritenrolle gegen Marion Pichol gerecht und siegte mit 3:1.
Im Halbfinale setzte sich Bianka dann in nur 2 Sets 2:1 und 2:0 gegen Anne Höppner durch und stand wie schon im Vorjahr im Endspiel. Bedeutend mehr Mühe hatte Kerstin Niederau im Parallelspiel. Anne Willkomm nahm ihr Set 1 mit 2:0 ab und hatte dann in Set 2 sogar mehrere Matchdarts, die sie aber nicht nutzen konnte. Das baute Kerstin dann wieder auf und sie gewann Set 2 mit 2:1 und zog anschließend mit einem 2:0 im 3. Set ins Turnierfinale ein.
Das schwache erste Leg im Bühnenfinale ging in 31 Pfeilen an Kerstin, danach glich Bianka in 23 Darts aus. Es war jedoch Kerstin, die sich schließlich das 1. Set mit einem 21-Darter zum 2:1 sicherte.
Wie schon im letzten Leg des 1. Sets, so spielte Kerstin auch im ersten Leg des 2. Sets 21 Darts und erneut blieb Bianka auf einer dreistelligen Restpunkzahl stehen. Wie das allererste so war auch das allerletzte Leg wieder recht schwach. Mit der Doppel-2 checkte Kerstin schließlich zum 37-Darter und gewann damit den zweiten DDV-Einzeltitel ihrer Karriere nach der Einzel-DM im Jahr 1999. Die Averages des Finales lagen bei 18.08 für Kerstin Niederau und bei 16.72 für Bianka Strauch.

Die leicht favorisierte Bianka Strauch unterlag im Damenfinale gegen Kerstin Niederau

Jungensieger Danny Klimek nun auch neue Jungen-Nr. 1
Mit 25 Jungen war bei der männlichen Jugend am Sonntag diesmal ein Teilnehmer mehr am Start als im Vorjahr. Gespielt wurde in zwei Doppel-KO-Gruppen. Dabei wollte es das Los, daß bereits in Runde 2 die beiden Top-Berliner Dennis Ohmacht und Steven Krause aufeinander trafen. Steven konnte dieses DVBB-Duell 3:2 gewinnen und die Jungen Nr. 2 mußte in die Loserrunde. Nach 2 Siegen dort schied Dennis 1:2 gegen Daniele Tefexoulis (Stuttgart) aus.
Nach 2:0 gegen Matthias Bergfeldt gewonnenem Loserfinale traf Danny im Finale der Gruppe 1 auf Carsten Puse (Hannover), der ihn zuvor aus der Gewinnerrunde gekippt hatte. Diesmal konnte er Carsten mit zweimal 3:1 bezwingen, was den Zwilling mit Ohrring ins Turnierendspiel katapultierte.
In der anderen Gruppe lief es ähnlich. Das Loserfinale entschied Steven Krause mit 2:1 gegen Matheus Ziolkowski (M´gladbach) für sich und traf im Gruppenfinale auf Christopher Klimek, den Zwilling ohne Ohrring. Auch in dieser Gruppe setzte sich der aus der Loserrunde kommende Spieler durch: Steven gewann mit 3:1 und 3:2 gegen Christopher und verhinderte somit ein reines Zwillingsfinale.
Im ersten Set des Finales machte Dannys Klimek zunächst 64 dicht und checkte dann die Doppel-15 zum 2:0. Er spielte dabei 24 und 25 Darts. Steven Krause gewann den 2. Set in 26 und 21 Darts, wobei ihm ein 112er-Finish zum 2:0 gelang.
Im 1. Leg des 3. Sets standen beide Jungen auf Doppel, als Danny die Doppel-16 zum 22-Darter dichtmachte. Etwas nervös wurden beide im 2. Leg. Steven konnte mit 6 Darts auf Doppel nicht dichtmachen und Danny checkte schließlich die Doppel-2 zum 28-Darter und damit zu seinem ersten Titelgewinn (Averages: Klimek 19.06 - Krause 20.52).

Danny Klimek holte gegen Steven Krause seinen ersten Turniersieg in einem DDV-Jungen-RLT

Yvonne Bliß wirft Nicoles Osthues´ Schatten ab
Beim Turnier der Juniorinnen gab es diesmal einen wahren Boom, denn die Teilnehmerzahl stieg von 7 auf 17 Mädchen. Damit spielte man auch hier in 2 Doppel-KO-Gruppen. Dabei zeigten Nicole Osthues und Yvonne Bliß warum sie ganz oben in der Mädchenrangliste stehen. Beide erreichten problemlos durch die Siegerrunde ihre Gruppenfinals.
In Gruppe 1 hatte Marburg-Finalistin Carolyn Lampert (Bruchköbel) das Loserfinale gegen Yvonne Schmid (Stuttgart) 2:0 gewonnen. Überraschend hoch setzte sie sich dann im ersten Spiel des Grup-penfinales mit 3:0 gegen Nicole Osthues durch. Das dadurch notwendig gewordene zweite Spiel gewann dann aber Nicole ihrerseits mit 3:0. und es kam zum Finale der Setznummern 1 und 2.
Im Loserfinale der Gruppe 2 setzte sich Nadine Meyenburg (Berlin) mit 2:1 gegen Lisa Viehmann (Bruchköbel) durch. Im Gruppenfinale mußte sich Nadine dann jedoch 1:3 gegen Yvonne Bliß geschlagen geben. Damit war das Finale der Setznummern 1 und 2 perfekt. Da wundert es nicht, daß es ein richtig gutes Mädchenfinale wurde! Fast immer hat in der Vergangenheit Nicole Osthues den Vergleich gegen Yvonne Bliß gewonnen, und auch diesmal holte sie das 1. Leg in 28 Darts. Doch Yvonne konterte und sicherte sich die nächsten 2 in 24 und 32 Pfeilen.
Im 4. Leg traf Yvonne dann die Doppel-15 zum 28-Darter und gewann damit ihren zweiten DDV-Titel nach dem Challenge-Cup 3 Wochen zuvor. Yvonne hat nun wohl endgültig den Schatten von Nicole Osthues abgeworfen, in dem sie lange Zeit stand. Daß es ein absolut starkes Finale gewesen war, bestätigen auch die Averages von 16.92 für Yvonne und sogar 17.43 für Nicole.

Yvonne Bliß setzte sich im Finale der weiblichen Jugend gegen Mädchen-Nr. 1 Nicole Osthues durch

Alexander Köhler und Harry Barth neue Doppelmeister
Hauptwettbewerb des Sonntags waren die 18. Deutsche Doppelmeisterschaften. Bei den Herren gingen 80 Gespanne in 8 Einfach-KO-Gruppen an den Start. Dabei gab es in den Gruppenspielen zwei frühe Betriebsunfälle.
So mußte sich Vorjahressieger Andy Kröckel, der diesmal statt mit Michael Nett mit Colin Rice an den Start gegangen war, im Boardhalbfinale gegen die groß aufspielenden J.Lechtken/Grimm geschlagen geben. Rainer Haaß und Joachim Paul unterlagen im Boardfinale gegen Olaf Hey und Jörg Stüttchen, die blendend aufgelegt waren.
Kurz vor dem Viertelfinale ging Daniel Rebsch aus dem Berliner Doppel Neef/Rebsch zum Fußballspielen. Ingo Neef stand schließlich allen gegen Grimm/J.Lechtken an Board und mußte natürlich jedes mal wenn Daniel Rebsch an der Reihe gewesen wäre pausieren (= 0 Punkte). Am Ende unterlag der wackere Ingo naturgemäß mit zweimal 0:2.
Beide Halbfinals gingen über nur 2 Sets. Seyler/Welge gewannen hoch favorisiert mit zweimal 2:1 gegen Schaak/Ulbrich aus Berlin und die bayerische Kombi Barth/Köhler setzte sich 2:0 und 2:1 gegen Grimm/J.Lechtken durch.
Das Endspiel begann verhalten und entwickelte sich dann zur Sonderklasse. Seyler/Welge gewannen Leg 1 in 18 Darts doch Barth/Köhler sicherten sich den Set mit anschließenden 20 und 19 Pfeilen. In Set 2 gingen Barth/Köhler mit einem 15-Darter in Führung, doch diesmal drehten Seyler/Welge den Set in phantastischen 11 und 14 Darts um.
Barth/Köhler spielten in Set 3 13 und 18 Darts und lagen damit nach Sets mit 2-1 in Führung. Mit einem 19-Darter gingen Barth/Köhler im 4. Set 1:0 in Führung, die Seyler/Welge mit einem 14-Darter ausglichen. Barth/Köhler legten im 3. Set gleich mit einer 180 los und gewannen schließlich mit einem 14-Darter den Titel. Auch die Averages von Barth/Köhler (29.53) und Seyler/Welge (28.24) weisen die außerordentliche Klasse dieses Finales nach.

Die aus Bayern angereisten Alexander Köhler und Harry Barth wurden neue Deutsche Doppelmeister

Mit Daniela Reinecke und Michelle Sossong zwei Teenies Vizemeisterinnen
Bei den Damen kämpften 23 Paare und die Deutsche Doppelmeisterschaft und die Favoriten purzelten in den beiden Einfach-KO-Gruppen nur so! In Runde 2 mußten sich die DDV-Nummern 3 und 4 Zimmermann/Goebel gegen die Teenies Daniela Reinecke und Michelle Sossong verabschieden. Nicht besser erging es den Vorjahresfinalistinnen Beushausen/Niederau, die gegen die Berlinerinnen Knofe/Willkomm ausschieden.
Auch im Viertelfinale setzten sich mit Reinecke/Sossong erneut die ganz Jungen durch. Diesmal mit 3:0 gegen die Marlerinnen Peiks/Ludwig-Werner. Im Halbfinale trafen Daniela und Michelle dann auf Marion Purzel Diehn, die mit Tamara Muster zusammenspielte.
Es war ein wahrer Krimi - aber auch eine echte Geduldsprobe für die Zuschauer - denn die Nerven der Spielerinnen zitterten schon gewaltig. Am Ende dieses Mammutspiels schafften es dann tatsächlich mit Daniela und Michelle die beiden Teenies sich mit 2:1, 0:2 und 2:0 ins Finale zu spielen.
Das zweite Halbfinale gewannen Ernst/Strauch mit 2:1 und 2:1 gegen die Finalistinnen der Jahre 1999 und 2000 Kamm/Vollbrecht. Wie viele erwartet hatten, wurde das Finale dann ziemlich einseitig. Heike Ernst und Bianka Strauch gewannen in 31, 23, 30 und 30 Darts mit zweimal 2:0, wobei Daniela und Michelle im 2. Set punktemäßig durchaus mitzuhalten wußten.
Die Averages lagen bei 17,58 für Ernst/Strauch und bei 15.55 für Reinecke/Sossong. Für Heike und Bianka war es bereits der sechste Doppel-DM-Titel in 7 Jahren. Daniela und Michelle sind die jungsten Vizemeisterinnen im Doppel, die es je gab.

Zum 6. Mal in den letzten 7 Jahren wurden Bianka Strauch und Heike Ernst Deutsche Doppelmeisterinnen

Colin Rice mit hauchdünnem Finalsieg zum 3. Mal Seniorenmeister
Zum 4. Mal fand in Berlin die Deutsche Seniorenmeisterschaft statt, an der Herren und Damen ab 40 Jahren teilnehmen können. Genau 50 Herren gingen im Doppel-KO-System an den Start und die Favoriten setzten sich durch.
Nach einer Niederlage gegen Siggi Lausberg in der Verliererrunde belegte Jörg Goga (Berlin) Platz 4. Siggi unterlag in nächsten Spiel gegen Colin Rice, der das Gewinnerfinale gegen Rainer Haaß verloren hatte, und wurde Dritter.
Im Endspiel auf der Bühne gewann Colin dann gleich zweimal, wenn auch denkbar knapp, mit jeweils 3:2 gegen Rainer Haaß und sicherte sich damit bereits seinen dritten Seniorentitel.
Rainer hatte im Grunde die größeren Möglichkeiten gehabt den Sieg zu holen. Es war aber jedes mal die Doppel-10, die er zum Match verfehlte und die ihm einen Strich durch die Rechnung machte. Die Averages der Klassepartie zweier alten Leutchen lag bei 26.92 für Colin und bei 26.85 bei Hase.

Hauchdünn gewann Colin Rice das Finale um die
Deutsche Seniorenmeisterschaft (Ü-40) gegen Rainer Haaß

Heike und Gabi mit Superdarts bei Senioren-Kränzchen
Auch bei de4 Seniorinnen-DM wurde Doppel-KO gespielt. Da inzwischen auch Heike Ernst 40 Jahre alt ist gab es für Gabi Vollbrecht, die alle 3 bisherigen Titel gewonnen hat eine neue Konkurrentin. Platz 4 ging an Karin Müller (Bremen), die auf der Verliererseite gegen Marion Diehn unterlag.
Marion selbst wurde Dritte, denn sie verlor gegen Gabi Vollbrecht, die damit zum 4. Mal in Folge ins Finale einzog. Dieses Endspiel war absolut Klasse, auch wenn es auf ebener Erde ausgespielt wurde. Die beiden Ladies hauten sich die Tonnen und Tonpluses nur so um die Ohren.
Mit 2:0 hatte Gabi bereits geführt und brauchte nur noch ein einziges Leg zum 4. Titel. Doch dann drehte Heike noch mal gewaltig auf und gewann diese dramatische Partie doch noch mit 3:2. Leider wurden hier keine Scoresheets geführt, ganz sicher war der Average dieses Spiels jedoch um einige Punkte höher als der des normalen Damenfinales.
Das Berliner DDV-Ranglistenturnier war einmal mehr ein gelungener Saisonauftakt und hat sicher schon bei allen die Vorfreude auf das nächste DDV-RLT in Recklinghausen/Marl geschürt. Dies um so mehr, als es sich dabei ja zugleich um die Deutschen Einzelmeisterschaften handelt.

Heike Ernst gewann ein richtig gutes Finale um die
Seniorenmeisterschaft der Damen gegen Gabi Vollbrecht knapp

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

15./16. Juni 2002 German Masters in Erlensee:

Thomas Wille und Heike Ernst Einzelsieger bei German Masters, NWDV gewinnt Länderpokal

Am 15./16. Juni 2002 fand als letztes DDV-Ranglistenturnier der Saison 2001/2002 die German Masters im hessischen Erlensee statt. Beim Länderpokal am Samstag gewann Nordrhein-Westfalen 1 das Achterteam der Herren vor Bremen 1. Auch im Viererteam der Damen siegte NWDV 1, hier gegen Team 1 aus Hessen. Die Gesamtwertung um den Länderpokal gewann Nordrhein-Westfalen vor Hessen, Bremen und Niedersachsen. Den Einzeltitel der Herren holte sich am Sonntag Thomas Wille vor Harry Barth. Im Dameneinzel siegte Heike Ernst vor Bianka Strauch. Bei den Jugendlichen gingen die Titel in diesem Jahr an Sven Flück vor Dennis Ohmacht und an Nicole Osthues vor Carolin Gratz.

Nordrhein-Westfalen gewann die Punktwertung um den Länderpokal,
die Trophäe hat Delegationsleiter Wolfgang Rothenbücher

Bremen beim Herrenachter dreimal Sieger im Teamgame
Der Samstag begann mit den Teamwettbewerben des Länderpokals, zu denen jedes Bundesland mindestens 2 Herrenachter- und 2 Damenviererteams melden kann. Entsprechend ihrer Mitgliederzahl standen den größeren Landesverbänden darüber hinaus weitere Teams zu, welche die Felder auf jeweils 32 Teams komplettierten.
Wie in der Vergangenheit war jeweils Team 1 der stärksten Landesverbände gesetzt worden. Zudem waren, soweit wie möglich, die Teams des gleichen Landesverbandes auseinander gehalten worden. Gleich in Runde 1 kam es im Achterteam der Herren zu vielen sehr engen Spielen - drei davon konnten nach 6-6 Endstand sogar erst im Teamgame entschieden werden.
In allen Spielen der 1. Runde gelang den unterlegenen Teams zumindest der Ehrenpunkt - lediglich Bremen 3 mußte sich gegen Hessen 2 zu Null geschlagen geben. Nach der 1. Runde waren noch 9 der 12 DDV-Landesverbände mit mindestens einem Team vertreten.
Das Achtelfinale brachte durchweg normale Ergebnisse - sieht man einmal von der 0-7 Niederlage vom BWDV 2 gegen Berlin 1 ab. Roland Grauer war dabei der einzige BWDVler gewesen, der in seinem Spiel gegen Ingo Neef mehr als 1 Leg gewinnen konnte - stark die Berliner!
Ins Teamgame ging in dieser Runde nur die Begegnung zwischen HBDV 1 und RPDV 2. Mitfavorit Bremen hatte bereits 6-4 geführt, mußte die beiden letzten Doppel aber jeweils 2:3 abgeben. Ein 2:0 im Teamgame brachte dann aber doch Bremen ins Viertelfinale.
Dort waren inzwischen nur noch Erste Mannschaften vertreten und es setzten sich die drei Topfavorisierten Teams allesamt recht klar durch. So siegte Team NWDV 1 mit 7-2 gegen Berlin, wobei Marcel Schmidt bei seinem 3:0 gegen Thorsten Schuhmacher u.a. ein 10-Darter gelang (140, 140, 171 / Bullseye im Ersten)!
Niedersachsen erzielte ein 7-1 gegen Baden-Württemberg, wobei Carsten Hoffmanns 3:0 gegen Olli Schuler den einzigen Punkt für die BWDVler bedeutete. Hessen gewann 7-3 gegen Hamburg, daß bis nach den Einzeln noch ein 3-5 gehalten hatte.
Nur Bremen mußte mal wieder nachsitzen! Mit 2-4 hatte man bereits gegen Bayern 1 hinten gelegen, bevor man zum 4-4 ausgleichen konnte. Am Ende stand es 6-6 und die Bremer konnten auch ihr zweites Teamgame mit 2:0 für sich entscheiden.

Vorjahressieger Bremen 1 wurde diesmal Zweiter im Achterteam der Herren

Nordrhein-Westfalen 1 im Achterteam-Finale souverän
Damit standen die 4 Topgesetzten Teams im Halbfinale, was Spannung pur versprach. Und weil Bremen dabei war, gab es natürlich auch wieder ein Teamgame! Nachdem die Bremer 3-5 und später 4-6 gegen Niedersachsen zurückgelegen hatten, machten die beiden letzten Hanseaten-Doppel noch das 6-6.
Doch im Teamgame checkte Jyhan Artut zum 1:0 für den NDV und Bremen schien geschlagen. Doch weit gefehlt! Angefeuert vom lautstarken Bremer Anhang drehte man das Ding noch zum 2:1 Sieg um und zog mit dem 3. gewonnenen Teamgame in Folge ins Halbfinale ein.
In den beiden vorangegangenen Jahren war das Top-Team aus Nordrhein-Westfalen jeweils an Hessen gescheitert und nun traf man im Halbfinale erneut aufeinander. Auch diesmal sah es zunächst ein wenig besser für die Hessen aus, die 4-3 in Führung lagen. Doch Andy Kröckel glich mit einem 3:1 gegen Reinhold Schüle aus - und anschließend gewann man 3 Doppel in Folge zum 7-4 Erfolg
Joachim Paul gewann das Auftaktmatch des erst gegen 22.00 Uhr beginnenden Finales für den NWDV mit 3:0 gegen den Bremer Bernd Buchal. Danach erhöhte Michael Leithaus-Diepenseifen mit seinem 3:0 gegen Andreas Kaulen auf 2-0.
Auch Spiel 3 ging mit 3:0 an den NWDV, wobei sich Colin Rice gegen Christian Bober durchsetzte. Das 1. Leg und auch das 1. Spiel für Bremen gewann anschließend Andree Welge im 4. Match gegen Volker Backes. Er siegte mit 3:0 und spielte dabei u.a.180, 140, 125 / 16 Doppel-20 zum 11-Darter!
Marcel Schmidt brachte mit seinem 3:0 gegen Tomas Seyler den NWDV mit 4-1 in Führung. Jörg Neumann unterlag anschließend 1:3 gegen Bremens Jörg Böttger. Andy Kröckel holte gegen den Neu-Bremer Rüdiger Preuß mit seinem 3:0 das 5-2 für den NWDV und Rainer Haaß gewann im letzten Einzel 3:0 gegen Jock Cunningham - es stand 6-2.
Im ersten Doppel siegten Kröckel/Rice mit 3:2 gegen Buchal/Welge. Das zeitgleich gespielte zweite Doppel gewannen Neumann/Schmidt 3:1 gegen Kaulen/Seyler. Der 7-2 Sieg für NWDV 1 geht auch in dieser Höhe in Ordnung, denn man hatte trotz der späten Stunde - die Siegerehrung war erst gegen 23:30 Uhr zu Ende - super Darts gespielt. Die Team-Averages lagen bei 24.16 für den neuen Titelträger Nordrhein-Westfalen 1 und bei 21.99 für den Vizesieger HBDV 1.

Nach 2 Jahren Abstinenz gewann Team Nordrhein-Westfalen 1 diesmal wieder das Achterteam

Wenig Überraschungen im Viererteam der Damen
Die Damen spielen den Länderpokal in Viererteams und begannen zeitgleich mit den Herren am Samstagmorgen um 10.00 Uhr. In Runde 1 kam es nur zu einem einzigen Teamgame. Nach 4 Einzeln und 2 Doppeln stand es zwischen NDV 2 und HDV 4 remis 3-3. Das Teamgame wird bei den Damen im Gegensatz zu den Herren nur auf 1 Leg 1001 gespielt. Hier setzten sich die Hessinnen durch und zogen mit 4:3 ins Achtelfinale ein.
Leider erreichte von 4 Bundesländern kein Team die 2. Runde. Im Achtelfinale gab es dann nur eine einzige dicke Überraschung: Hessen 2 gewann mit 4:2 gegen Niedersachsen 1. Nur Heike Wader hatte ihr Einzel gewinnen können und das reichte am Ende nicht.
Ein einziges Teamgame hatte es zudem unter den letzten 16 gegeben. Berlin 1 hatte gegen BWDV 1 nach den Einzeln bereits mit 3-1 geführt, doch dann gingen noch beide Doppel verloren. Im alles entscheidenden Teamleg hatte dann aber wieder Berlin das bessere Ende für sich und checkte zum 4-3.
Im Viertelfinale standen dann noch 6 Erste Mannschaften sowie die Zweite aus Hessen und das Teen-Team NWDV 4. Letzteres hatte gegen den Top-Favoritinnen, nämlich die eigene Erste, anzutreten und erreichte mit der 1-4 Niederlage durchaus einen Achtungserfolg - immerhin spielten bei NWDV 1 ja die DDV-Nummern 1, 3, 4, 5 und 6!
Hessen 2 schaffte es nach NDV 1 mit Berlin 1 auch noch eine weitere starke Erste Mannschaft aus dem Rennen zu kippen. Besonders bemerkenswert beim 4-2 Erfolg war der 3:2 Erfolg von Dagmar Römer gegen Gabi Vollbrecht. Hessen 1 setzte sich gegen das starke Team von Bayern 1 mit 4-2 durch und Hamburg 1 gewann mit dem gleichen Ergebnis gegen das stark eingeschätzte Team Bremen 1.
Im Halbfinale ließ dann Hessen 1 der eigenen 2. Mannschaft keine Chance und spielte sich mit einem 4-0 in das Turnierendspiel. Im zweiten Halbfinale standen sich NWDV 1 und Hamburg 1 gegenüber. Die Hamburgerinnen hatten gleich in Runde 1 die 2. Mannschaft des NWDV aus dem Rennen geworfen und wiesen auch nun mit einem 3:1 Auftaktsieg von Reica Dyherrn gegen Silke Göbel ihre prächtige Form nach.
Nach den Einzeln stand es 2-2, da auch Steffi Pries im letzten Einzel ein 3:1 gegen Trixi Zimmermann gelungen war. Das Team um Heike Ernst gewann dann aber schließlich beide Doppel und war mit diesem 4-2 im Endspiel.

Hessen 1 belegte diesmal Platz 2 im Viererteam der Damen

NWDV 1 gewinnt überaus spannendes Damenteam-Finale
Das Finale wurde aus Zeitgründen auf 2 parallel bespielten Boards auf ebener Erde ausgetragen. Dabei eröffnete Silke Goebel ihr Match gegen Bianka Strauch mit einem 101er-Finish, Bianka spielte später einen 16-Darter zum 2:2 und Silke checkte schließlich 92 zum 3:2 Sieg.
Heike Ernst gab danach Leg 1 an Nicole Männel ab, begann Leg 2 dann aber gleich mit einer 180 und gewann am Ende mit 3:1. In einer recht engen Partie setzte sich Kerstin Niederau im 3. Einzel 3:1 gegen Marion Diehn durch, jedoch konnte dann im letzten Einzel die sehr stark spielende Tamara Wilhelm mit ihrem 3:0 gegen Trixi Zimmermann zum 1-3 aus hessischer Sicht verkürzen.
Mit 1:2 hatten Diehn/Wilhelm im ersten Doppel schon hinten gelegen, bevor sie es doch noch 3:2 für sich entschieden. Nun hatten Strauch/Männel die Chance gegen Ernst/Goebel zum 3-3 auszugleichen und damit ein Teamleg zu erzwingen.
Sie gingen auch mit 2:1 in Führung, gaben dann aber Leg 4 klar ab und standen im letzten Leg auf 8 Rest, als Heike Ernst die Doppel-4 zum Titelgewinn dichtmachte. Wie eng dieses Finale war zeigen auch die Teamaverages. Dabei erreichten die Hessinnen mit 19,65 sogar über einen halben Punkt pro Dart mehr als die Titelverteidigerinnen aus Nordrhein-Westfalen mit 19,08.
Die Punktwertung um den Länderpokal, gewann der NWDV mit 111 Punkten klar vor Hessen (76), Bremen (43) und Hamburg (35) auf den Plätzen 5 bis 9 folgten Bayern (26), Niedersachsen (24), Baden-Württemberg (23), Berlin-Brandenburg (22) und Rheinland-Pfalz (8). Platz 10 teilten sich das Saarland, Schleswig-Holstein und Sachsen mit jeweils 0 Punkten.

Nordrhein-Westfalen 1 verteidigte seinen Titel im Viererteam der Damen

Favoritensterben beim Einzel der Herren am Sonntag
Am Sonntag standen dann die Einzelwettbewerbe für Herren, Damen und Jugend an. Die Herren starteten an diesem Tag beirecht schwülem Wetter wie tags zuvor um 10.00 Uhr. Die Top-25 waren komplett vertreten - und es gab ein großes Favoritensterben!
So erreichten 6 der 16 gesetzten Spieler ihr Finale in den 16 Gruppen nicht. Hammerharte Auftaktspiele gab es für die Ulrich Mex Meyer-Schlüter und Carsten Hoffmann. Mex unterlag gegen HDV-Nr. 2 Richard Buskohl und Carsten zog gegen Ex-Nationalspieler Marco Blesing den Kürzeren. Tomas Seyler hingegen schied gegen den unbekannten Lutz Gäbler aus.
In Runde 2 erwischte es auch Michael Leithaus-Diepenseifen, für ihn war gegen den bayerischen Waliser Andy Wright Schluß. Im Boardhalbfinale kam das Aus für den zuletzt so erfolgreichen Neu-Bremer Rüdiger Preuß, der gegen Volker Knödel Backes 1:2 und 0:2 unterlag. Viele staunten auch darüber was der außerhalb Bremens Grenzen noch wenig bekannte Hasim Efe gegen DDV-Nr.1 Colin Rice zu Wege brachte: Einen sauberen 2:1 und 2:0 Sieg!
Nur zehn der Gesetzten hatten also das Boardfinale erreicht, und hier ging nun das Favoritensterben munter weiter. So mußte sich Jyhan Artut völlig überraschend 2:0, 0:2 und 0:2 gegen Marc Bervoet aus Soest geschlagen geben. Andree Welge zog mit 0:2, 2:0 und 1:2 gegen Michael Nölle (Bochum) den Kürzeren und Michael Corbach schied mit 0:2 und 1:2 gegen Werner Greiter (Sonthofen) aus.
Rice-Bezwinger Hasim Efe bestätigte danach im Achtelfinale seine Leistung noch mal durch ein 1:2, 2:1 und 2:1 gegen Richard Buskohl und war damit einer von drei ungesetzten Spielern, die ins Viertelfinale der letzten Acht vorstießen. Hier allerdings kam auch für ihn mit zweimal 0:2 das Aus gegen den einmal mehr blendend aufgelegten Rainer Haaß.

Harry Barth unterlag im Finale des Herreneinzels nach großem Spiel gegen Thomas Wille

Thomas Wille und Harry Barth zeigten ein Klassefinale
Auch Ex-Nationalspieler Harry Barth hatte durch einen 2:1 und 2:0 Erfolg gegen Andy Kröckel den Einzug unter die letzten Acht geschafft und konnte sich hier gegen den starken Jörg Neumann mit 2:1 und 2:0 durchsetzen.
BDV-Nr. 5 Werner Greiter siegte im Achtelfinale mit 2:0, 0:2 und 2:0 gegen HDV-Newcomer Jose Insua-Suelle, schied dann aber im Viertelfinale mit 2:0, 0:2 und 1:2 gegen Joachim Paul aus. Im einzigen Aufeinandertreffen von gesetzten Spielern im Viertelfinale gelang Thomas Wille mit zweimal 2:0 gegen Stephan Juwig der Sprung ins Halbfinale.
Ein erneutes zweifaches 2:0 von Thomas Wille im Halbfinale gegen Joachim Paul katapultierte den Hannoveraner ins Endspiel. Rainer Haaß hatte im andere Halbfinale das erste Set 2:1 gegen Harry Barth gewonnen, mußte die beiden anschließenden jedoch mit 1:2 und 0:2 an den Bajuwaren abgeben.
Das Finale wurde vom seit Jahren bewährten hessischen Caller Martin Bächler geleitet. Zum fünften Mal innerhalb des letzten 6 Jahre stand Thomas Wille damit im German-Masters-Finale - und diesen Titel wollte er nun nach 1999 unbedingt auch zum 2. Mal gewinnen! Sein Gegner Harry Barth hatte das Masters-Finale zum ersten Mal erreicht und wollte Tommy naturgemäß einen Strich durch die Rechnung machen.
Das Finale begann ein wenig verhalten, brachte aber je länger gespielt wurde Darts der absoluten Sonderklasse! Harry gewann Set 1 mit 2:1. Auch Set 2 ging an Harry, diesmal mit 2:0. In Set 3 gewann Harry das 1. Leg und hatte dann in Leg 2 drei Darts um 52 zum Match dichtzumachen. Doch Harry überwarf sich und Tommy zog zum Legausgleich zu. Der Hannoveraner holte dann auch das 3. Leg und hatte damit auf 1-2 nach Sets verkürzt.
Thomas holte das 1. Leg im 4. Set, doch Harry glich aus. Das schien Tommy jedoch nur noch mehr anzuspornen: Er warf im 3. Leg 83, 180, 180 / 18 und Tops - ein lupenreiner 11-Darter! Nun stand es 2-2 nach Sets und inzwischen auch 4:3 nach 180ern für Tommy.
Ein 19-Darter brachte die neue DDV-Nr. 1 (das stand schon vor dem Finale fest!) im entscheidenden Set mit 1:0 in Front und der nachfolgende 17-Darter sicherte ihm den schon fast nicht mehr für möglich gehaltenen Titel! Die Averages von 28.36 für Wille und 27.40 für Barth sprechen eine deutliche Sprache über die Klasse dieses Finales!

Tamara Wilhelm super ins Dameneinzel gestartet
Im Dameneinzel waren unter den 128 Spielerinnen sogar die kompletten deutschen Top-30 am Start, und die 8 Gesetzten schlugen sich in den ebenso vielen Gruppen zunächst recht erfolgreich. Als erste von ihnen war das Turnier für Astrid Kamm in Runde 2 zu Ende - die Niederlage erlitt sie allerdings gegen eine bereits am Vortag absolut super aufgelegte Steffi Pries aus Hamburg.
Auch Gaby Ruschke kommt aus Hamburg - nur daß sie nun nicht mehr Ruschke heißt, sondern inzwischen Hey. Vor wenigen Wochen heiratete Gaby nämlich den recht bekannten Hamburger Olaf Hey. Als zweite der Gesetzten schied Gaby in Runde 3 mit 1-3 gegen Marion Pichol (R´hausen) aus. Es folgten die Gruppenfinals.
In diesen Achtelfinals ging es dann hoch her. So zeigte Tamara Wilhelm gegen Kerstin Niederau eine absolute Spitzenleistung und gewann die Partie glatt und verdient mit 3:0. Sie warf hier u.a. eine 180 - gleich drei 180er waren der HDV-Nr. 1 eine Runde zuvor bei ihrem 3:0 Erfolg gegen Claudia Debus gelungen.
Mit 0:3 verlor Beatrix Zimmermann gegen die Masters Siegerin des Jahres 2000, die augenblickliche bayerische Nr. 3 Anke Kirchermeier. Hatte es zuletzt in Marburg einen totalen Krimi zwischen Heike Ernst und Marion Diehn gegeben, so konnte Heike sich diesmal ein klareres 3:0 herausspielen. Ganz knapp war es im Duell der Ungesetzten zwischen Anke Kirchermeier und Steffi Pries. Am Ende hatte Anke knapp mit 3:2 das bessere Ende für sich.
Auch zwei Gesetzte trafen unter den letzten Acht aufeinander. Hierbei ging Andrea Beushausen nach starkem Spiel mit 2:0 gegen DDV-Nr. 2 Bianka Strauch in Führung und hatte dann im 3. Leg die Chance den Sack zuzumachen. Doch Andrea verpaßte den Check und Bianka konnte in fulminantem Schlußspurt das Leg retten. Danach war es Biankas Spiel und sie drehte es noch zum 3:2 um.
Viele waren gespannt darauf, wie es Tamara Wilhelm weitergehen würde. Doch zum Einen spielte ihre Gegnerin Silke Goebel ein starkes Viertelfinale gegen sie und zum Anderen war nun die zuvor an den Tag gelegte Genialität bei Tamara ein wenig verflogen. Silke siegte mit 3:1 und Tammy war draußen.

Bianka Strauch belegte im Dameneinzel der Masters Platz 2 hinter Heike Ernst

Heike Ernst gewinnt bereits ihren 11. Masters-Einzeltitel
Beide Halbfinals waren bereits nach 2 Sets beendet, wobei sich Bianka Strauch mit zweimal 2:0 gegen Silke Goebel durchsetzte und Heike Ernst mit 2:0 und 2:1 gegen Anke Kirchermeier gewann.
Auch das Damenfinale begann einigermaßen verhalten. Heike gewann Leg 1 und Bianka glich aus bevor Heike sich schließlich Set 1 mit 2:1 sicherte. Das 2. Set ging dann mit 2:0 an Bianka - es stand 1-1 nach Sets. Im 3. Set ging Bianka mit einem 21-Darter in Führung, wobei ihr ein schönes 112er-Finish gelang. Doch dann zog Heike an und warf in den mit 14 und 16 Pfeilen gewonnenen Legs 2 und 3 jeweils eine 180.
Doch das war noch nicht der Sieg, denn der 3. Set muß mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden (Tie-Breaker-Regel). Mit einem 21-Darter glich Bianka nochmals aus. Doch dann war es Heike, die sich mit zwei 18-Dartern in Folge das 4:2 und damit den Titel sicherte. Zum Match checkte die Bochumerin glatte 100.
Nach gutem Start war Bianka in ihren letzten 4 verlorenen Legs stets bei über 100 Restpunkten stehengeblieben, was ihren Average ein wenig auf 20.06 herunterzog. Heike erreichte einen Durchschnitt von 22.29 Punkten pro Dart. Sie holte mit dem neuerlichen Finalsieg in ihrem 13. (von 15 möglichen) Mastersfinals bereits ihren 11. Masters-Einzeltitel!

Newcomer Sven Flück kam, sah und siegte bei den Jungen
Bei den 32 qualifizierten Jungen fielen in der oberen Hälfte des Einfach-KO-Tableaus die beiden gesetzten Spieler gleich in Runde 1 heraus. So unterlag Marc Mulholland glatt mit 0:3 gegen Marcel Schäfer (Hannover) und Mathias Schiefer hatte gegen Dennis Bergfeldt (Berlin) mit 1:3 das Nachsehen.
In der unteren Hälfte kam Dennis Ohmacht ohne Probleme bis ins Viertelfinale, wo er sich auch noch mit 3:2 gegen Niedersachsens Carsten Puse durchsetzte. Wie Dennis gab auch Danny Klimek bis zum Viertelfinale kein Leg ab, traf hier dann aber auf seinen Zwillingsbruder Christopher.
Mit 3:1 konnte Chris diese Partie gegen seinen Bruder, der in der Rangliste 5 Plätze besser platziert ist, gewinnen. Dennis Ohmacht siegte im Halbfinale gegen Christopher mit 1:2, 2:1 und 4:2.
Im anderen Halbfinale setzte sich überraschend der bislang völlig unbekannte Sven Flück aus dem saarländischen Neunkirchen mit 2:0 und 2:1 gegen Dennis Bergfeldt. Bereits zuvor hatte Sven, der noch keinen einzigen DDV-Punkt auf seinem Konto hatte, so starke Spieler wie Iman Askarsedeh, Marcel Schäfer und Daniele Tefexoulis aus dem Rennen geworden.
Auch im Endspiel zeigte Sven keine Bühnenscheu. Dennis Ohmacht ging zwar 1:0 in Führung, doch Sven holte sich Set 1 noch mit den beiden anschließenden Legs. In Set 2 ging Sven 1:0 in Front, doch nun war es Dennis der sich das Set mit 2:1 sicherte.
Im 3. Set steigerte sich Sven noch mal, spielte 21 und 20 Darts und ließ Dennis auf jeweils dreistelliger Restpunktzahl stehen. Das bedeutete gleich bei seiner ersten DDV-Teilnahme den Titelgewinn für Sven Flück (Averages: Flück 19.55 - Ohmacht 18.51).

Bei den Jungen unterlag die neue Nr. 1 Dennis Ohmacht im Finale gegen Newcomer Sven Flück

Nicole Osthues verteidigt ihren Titel bei Mädchen
Bei den Mädchen hieß die große Favoritin einmal mehr Nicole Osthues. Zwar verlor die Mädchen-Nr. 1 in der ersten Round-Robin-Gruppenrunde 0:2 gegen Nadine Meyenburg, erreichte aber als Gruppenzweite dennoch die zweite Gruppenrunde. Hier setzte sich Nicole dann klar als Gruppenerste durch und zog gemeinsam mit Carolin Gratz ins Halbfinale ein.
Die andere Zweitrundengruppe sah 3 Siege von Nadine Meyenburg, während alle anderen Mädchen jeweils 1 Sieg und 2 Niederlagen aufwiesen. Mit der besten Legdifferenz kam Jacqueline Schäfer gemeinsam mit Nadine weiter.
Im Halbfinale setzte sich Nicole Osthues dann recht deutlich mit 3:0 gegen Jacqueline Schäfer durch. Bedeutend knapper ging es zwischen Carolin Gratz und Nadine Meyenburg zu. Am Ende erreichte Carolin mit 3:2 das Finale.
In diesem Endspiel war Nicole die sicherere Spielerin und holte sich den Titel mit 2:0 und 2:1 gegen Carolin Gratz. Alle Legs wurden dabei mit knapp unter 30 Darts dichtgemacht und die Averages betrugen 17.50 für Nicole und 16.85 für Carolin.
Einmal mehr war die German-Masters ein würdiger Abschluß der Turniersaison des DDV. Das letzte Großereignis der Saison 2001/2002 steht nun am 29./30. Juni 2002 mit Mannschafts-DM und DDV-Pokal in Hanau an. Auch darüber werden wir hier berichten.

Nicole Osthues verteidigte bei den Mädchen ihren Titel erfolgreich gegen Carolin Gratz

 (Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

25. Mai 2002 DDV-Regionalturniere:

Die vier DDV-Regionalturniere 2002 in Marl, Hamburg, Vilsbiburg und Berlin

Zum 2. Mal fanden am 25./26. Mai 2002 die DDV-Regionalturniere statt, nachdem sie ihre Premiere im Oktober des Jahres 2000 gehabt hatten. An vier verschiedenen Spielorten, verteilt über ganz Deutschland, war es damit möglich ohne die ganz großen Anreisewege Punkte für die DDV-Rangliste zu machen. Dabei siegten im Nordrhein-Westfälischen Marl Jörg Neumann vor Andreas Kröckel und Bianka Strauch vor Heike Ernst. In Hamburg holten Jürgen Preuß und Heike Wader die Titel vor Thorsten Ernst und Marion Pichol. In Berlin gewann Johann Honner vor Ingo Neef und Astrid Kamm vor Gabi Vollbrecht. Im bayerischen Vilsbiburg schließlich trugen sich Gerhard Schmid und Andrea Leipold vor Claus und Karin Mader in die Siegerlisten ein. Leider waren die Teilnehmerzahlen in dieser Saison nicht ganz so hoch wie in der vorangegangenen.

Jörg Neumann spielte in Marl ein überlegenes Herrenfinale gegen Andy Kröckel

In Marl gewinnt Jörg Neumann Regio-Finale gegen Andy Kröckel
So trafen sich im großen Saal der Marler Gaststätte Zur Kastanie am Samstagmorgen 93 Herren und 34 Damen zu den DDV-Regio-Einzeln. Anderthalb Jahre zuvor hatten die Zahlen in Wuppertal noch bei 118 Herren und 38 Damen gelegen. Der leichte Rückgang erklärt sich aber wohl ganz einfach aus dem diesmal sehr spät in der Saison gelegenen Termin.
Bei den Herren wurden jeweils die 16 in der DDV-Rangliste bestplatzierten Spieler gesetzt, sofern sie sich in den Top-64 befanden. Angesichts des hochklassigen Feldes - die gesamte NWDV-Spitze war an den Start gegangen - war die Setzliste voll bestückt. Als bekanntester Nicht-NWDV-Spieler war Ex-Jugendweltmeister Carsten Hoffmann nach Marl gereist.
Gespielt wurde zunächst wie bei den normalen DDV-RLTs in Doppel-KO-Gruppen, allerdings nur 8 an der Zahl. Dabei beinhaltete jede Gruppe 2 gesetzte Spieler, die natürlich einer in die obere und einer in die untere Tableauhälfte gesetzt worden waren.
Im Viertelfinale der letzten Acht gewann Rainer Haaß sein Spiel gegen Mike Adams mit 2:1 und 2:0 genauso in 2 Sets wie Andy Kröckel mit zweimal 2:1 gegen Thomas Obstfelder, den einzig verbliebenen ungesetzten Spieler, gewann.
Joachim Paul hatte Set 1 mit 2:1 gegen Jörg Neumann geholt und in Set 2 mehrere Matchdarts zum 2:0 gehabt, bevor Jörg sich in den Sets 2 und 3 dann doch noch 2:1 und 2:0 durchsetzte. Colin Rice schließlich unterlag, wie zuletzt schon im Marburger Halbfinale, gegen seinen Mülheimer Mannschaftskameraden Stephan Juwig - diesmal 0:2, 2:0 und 1:2.
Im Halbfinale mußte sich Juwig dann allerdings mit 0:2 und 1:2 dem immer stärker werdenden Jörg Neumann beugen. Das andere Spiel stand 1:1 nach Sets, als Rainer Haaß ein 140er-Finish gegen Andy Kröckel dichtmachte, womit es im 3. Set ebenfalls 1:1 stand. Den entscheidenden Dart zum 1:2, 2:0 und 2:1 setzte dann aber schließlich Andy.
Im ebenerdig gespielten Finale gewann Jörg Neumann recht deutlich mit 2:0, 2:0 und 2:1 gegen Andy Kröckel, der nie richtig ins Spiel kam und wie in der Vorsaison Zweiter wurde.. Die Averages lagen bei 23.46 für Neumann und 19.84 für Kröckel.

Jörg Neumann gewann das Herrenfinale in Marl gegen Andy Kröckel

Bianka Strauch siegt im Marler Damenfinale gegen Heike Ernst
Unter den 34 Damen war bis auf Astrid Kamm so gut wie alles vertreten, was in NRW Rang und Namen hat. Astrid war zum Regio nach Berlin gefahren, was aber durch die Teilnahme von DDV-Nr. 2 Bianka Strauch ausgeglichen wurde. Das hessische Regio war nämlich wegen zu geringer Teilnehmerzahlen abgesagt worden.
Marion Leithaus-Diepenseifen hatte als einzige ungesetzte Spielerin das Halbfinale erreicht, mußte sich hier allerdings recht klar mit zweimal 0:2 gegen Bianka Strauch geschlagen geben. Im anderen Halbfinale unterlag mit Kerstin Niederau die Siegerin vom Jahr 2000 mit 0:2 und 1:2 gegen Heike Ernst, womit es in Marl zum Finale der DDV-Nummern 1 und 2 kam.
Heike gewann im Endspiel Leg 1 in 21 Darts, doch Bianka sicherte sich das Set in anschließenden 21 und 26 Pfeilen. Mit einem 21-Darter ging die Hessin auch in Set 2 in Führung, doch Heike glich ebenfalls in 21 Darts aus. Dann jedoch war es wieder Bianka, der anschließend ein weiterer 21-Dar-ter zum verdienten 2:1 und 2:1 Finalsieg gelang.
Es war Biankas erster Regio-Sieg, während ein Regio-Erfolg wohl das einzige ist, was Heike im DDV-Bereich bislang noch versagt blieb. Bianka spielte im Finale einen Average von 22.10 während für Heike 20.73 Punkte pro Dart zu Buche standen. (Bericht von Volker Hatlauf)

DDV-Nr. 2 Bianka Strauch gewann das Marler Damenfinale gegen DDV-Nr. 1 Heike Ernst

In Hamburg gewann Rüdiger Preuss vor Torsten Ernst
Das erste DDV-Regionalturnier in Hamburg - nachdem Bremen beim ersten Mal Austragungsort für den Norden war - fand unter annehmbarer, aber steigerungsfähiger Beteiligung statt. Genau 89 Herren und 44 Damen spielten an einer auch für Hamburger neuen Spielstätte, an der Gesamtschule Hamburg-Horn, und lohnten die angenehme Atmosphäre dort mit schönen Leistungen.
Bei den Herren war die Hamburger Crème de la Crème mit dem Ansinnen angetreten, sich gegen einige Ausnahmedarter aus den umliegenden Bundesländern zu wehren. Mit den Plätzen 2, 3 und zweimal 5 kann man das als gelungen bezeichnen.
Die Doppel-KO-Vorrunde fand hier in 8 Gruppen statt und es musste teilweise ganz schön getrümmert werden, um es überhaupt ins Gruppenfinale zu schaffen. Man sah einige 180er und Sätze zwischen 15 und 18 Darts bei Spielern, denen es aber dennoch nicht gelingen sollte ihre Gruppe zu gewinnen.
In den Viertelfinals wurde best-of-3/3 gespielt und Rüdiger entschied eines davon mit 2:1 und 2:0 klar gegen Jock Cunninham für sich, wobei er im zweiten Satz mit 15 und 18 Darts auch klarmachte, dass er ins Halbfinale gehört. Sein Halbfinalgegner ergab sich aus der Begegnung zwischen Andree Welge und Andi Petersen und das war wieder so'ne richtig knappe Kiste.
Andi gelang es, sich den ersten Satz mit 2:0 zu holen, Andree gewann den zweiten ebenso mit 2:0. Nachdem der dritte Satz ausgeglichen lief, zeigte Andree beim Stand von 1:1, warum er in der DDV-Rangliste so weit oben steht und haute Andi einen 13er zum Matchgewinn um die Ohren.
Das Viertelfinale zwischen Jyhan Artut und Torsten Ernst lief ebenso knapp ab. Auch hier gewann der Hamburger den ersten Satz mit 2:0, bevor der Favorit mit 2:0 ausglich. Jyhan, inzwischen mit Konditionsproblemen, konnte seine Favoritenstellung nicht behaupten und verlor gegen einen sehr stark spielenden Torsten den 3. Satz mit 1:2.
Im letzten Viertelfinale zeigte Andi zum Felde, dass er seine Arbeit mit dem Sieg gegen Shorty Seyler als erledigt ansah und wehrte sich nicht groß dagegen, dass Rolf Siemoneit mit zweimal 2:0 ins Halbfinale einzog.
Dieses rein Hamburger Halbfinale hatte mit dem Standardergebnis von 2:0, 0:2, 2:1 das bessere Ende für Torsten parat, worüber Rolf allerdings nicht besonders traurig war. Er war zufrieden, es bis ins Halbfinale geschafft zu haben.
Im anderen Halbfinale kämpften mit Andree Welge und Rüdiger Preuß zwei Darter, die in ihrem Leben schon so manchen Turniersieg eingefahren haben. Dieses Match war von entsprechend großem gegnerischem Respekt geprägt, so dass beide nicht ständig 100% Leistung abrufen konnten.
Dass beide darten können, weiß man, und Rüdiger stellte es mit einem 13-Darter auch eindrucksvoll unter Beweis. Insgesamt lief es für ihn etwas besser und mit 2:0 und 2:1 zog Rüdiger ins Finale ein, um sich dort mit Torsten Ernst zu messen.
Mit 1:2, 2:0, 2:1 und 2:0 konnte Rüdiger er dieses Finale für sich entscheiden, wobei sämtliche Legs mit frühestens 19 und spätestens 24 Darts beendet waren (bei je einer geworfenen 180), was für Rüdiger einen Schnitt von 23,66 und für Torsten von 19,69 bedeuteten.

Rüdiger Preuß holte in Hamburg den Titel vor Torsten Ernst

Heike Wader holt den Titel in Hamburg vor Marion Pichol
In der aus vier Gruppen bestehenden Doppel-K.O.-Vorrunde bei den Damen gab es gleich eine faustdicke Überraschung: Die Nr.1 der Setzliste und Nr.7 der DDV-Rangliste, Andrea Beushausen, nahm heute leider ihre Auszeit und verlor in Gruppe 1 gleich ihre ersten beiden Spiele gegen Connie Meister und Marion Petersen ohne nennenswerte Gegenwehr.
Im Halbfinale traf Heike Wader aus Niedersachsen auf die Bremerin Nicole Hartmann. Hier behielt Heike die Oberhand und gewann beim Modus best-of-3/3 mit 2:0 und 2:1. Das andere Halbfinale war spannender, aber auch hier setzte sich mit Marion Pichol die nominelle Favoritin mit 2:0, 0:2 und 2:0 gegen Sylvia Kreutzinger durch.
Das Finale lautete also Heike Wader gegen Marion Pichol, und da das Damenfinale immer vor dem der Herren stattfindet, war es diesen beiden vorbehalten, die Finalbühne einzuweihen. Entsprechende Nervosität konnte man beiden dementsprechend anmerken.
Heike Wader gewann mit 2:1 und 2:0 und da sämtliche Sätze zwischen 30 und 40 Darts beendet wurden, verzichten wir mal auf den Average. Ist ja auch unwichtig, denn zählen tut ausschließlich der Sieg, und auf der Bühne vor vielen Zuschauern wäre vielleicht manche froh, überhaupt das Board zu treffen.
Alles in allem war es, selbst nur zum Zuschauen, ein tolles Turnier, auch ohne zu berücksichtigen, dass es vom aktuellen LDVH-Vorstand in weniger als einem Vierteljahr aus dem Boden gestampft wurde. Die Organisation klappte reibungslos, das Wetter spielte mit - und auch sonst gab es keinen ernsthaften Grund zur Klage, was Anlass zur Hoffnung gibt, dass bei der Vergabe eines Regio-Turniers Hamburg wieder berücksichtigt werden wird. (Bericht von Michael Mulder)

Marion Pichol unterlag im Hamburger Damenfinale gegen Heike Wader

Gerhard Schmid holte in Vilsbiburg den Titel vor Klaus Mader
Bereits zum fünften Mal trafen sich die bayerischen Dartspieler zu einem Turnierwochenende in Vilsbiburg. Gespielt wurden am 25./26. Mai 2002 das 5. BDV-Ranglistenturnier der Saison 2001/2002. Neu war in diesem Jahr, dass erstmals auch DDV-Ranglistenpunkte beim Vilsbiburger BDV-Einzel vergeben wurden - das nämlich zugleich auch ein DDV-Regionalturnier war.
Die Stadthalle Vilsbiburg bot mit knapp 2000 Quadratmetern einen sehr geeigneten Rahmen für eine solch große Veranstaltung. Auch das 5. Vilsbiburger Turnier wurde wieder ein sehr großer Erfolg und wird sich von der Anzahl der Starter her - Bayernintern an 2. Stelle - hinter Augsburg einreihen können. s hatten 106 Herren und 28 Damen zu den DDV-Regio-Einzeln in Vilsbiburg gemeldet um sich Pokale, Preisgeld, Urkunden und Ranglistenpunkte zu erspielen.
Beim Herreneinzel wurde in 16 Gruppen zunächst Doppel-KO gespielt. Nach den 16 Boardfinals der jeweiligen Gewinner von Sieger- und Verliererrunde ging es ab dem Achtelfinale dann im Einfach-KO-System weiter.
Mit Werner Greiter und Markus Jeschek schieden hier bereits zwei zuletzt sehr erfolgreiche Spieler aus, und im Duell der beiden Ex-BDV-Nr.1-Spieler - Wolfgang Piegsa und Andy Wright - mußte Wolfgang die Waffen strecken.
Wie hochklassig das Feld war zeigt die Tatsache, daß - trotz des Ausscheidens vieler starker Herren - im Viertelfinale durch die Bank gleichermaßen bekannte wie erfahrene Spieler standen, die alle das Zeug dazu hatten dieses Turnier zu gewinnen - kein einziger Außenseiter hatte den Sprung unter die letzten Acht geschafft.
Entsprechend knapp ging es im Viertelfinale zu. Drei der vier Matches gingen mit 3:2 aus, lediglich Gerhard Schmid konnte mit 3:1 ein wenig höher gegen Ex-Nationalspieler Harry Barth gewinnen. Und Gehard machte im Halbfinale gegen Andy Wright genauso weiter, als er ihn mit zweimal 2:0 ohne Legverlust bezwang.
Das andere Halbfinale entschied Claus Mader mit 1:2, 2:1 und 2:1 gegen Claus-Dieter Tauscher für sich. - Im Endspiel gewann Gerhard Schmid den ersten Satz mit 2:0, den zweiten Satz mit 2:1 und dritten Satz sicherte sich wiederum Gerhard Schmid mit 2:0. Der Finalsieg für Gerhard war völlig verdient und ging in der Höhe auch in Ordnung.

Gerhard Schmid siegte im Vilsbiburger Finale gegen Claus Mader

Andrea Leipold besiegt im Vilsbiburger Finale Karin Mader
Im Dameneinzel wurde in nur zwei Doppel-KO-Gruppen gespielt, wobei sich die favorisierten Spielerinnen bis ins Halbfinale durchsetzten, welches gleichzeitig das Aufeinandertreffen der Siegerinnen von Gewinner- und Verliererrunde darstellte.
Hatte Andrea Leipold das Gewinnerfinale ihrer Gruppe noch mit 1:3 gegen BDV-Nr. 1 Karin Burkhart verloren, so gewann sie - nach zwischendurch erfolgreich absolviertem Loserfinale gegen Iris Wagner - im Halbfinale gegen die gleiche Spielerin zunächst mit 3:0 und dann im dadurch notwendig gewordenen zweiten Spiel nochmals - nun mit 3:1.
In der anderen Gruppe gewann Karin Mader zunächst das Gewinnerfinale und dann auch noch das Halbfinale gegen Monika Lidl, die sich mit einem Sieg im Loserfinale gegen Sonja Forster wieder zurück ins Halbfinale gespielt hatte. - In einem sehr spannenden Finale setzte sich die Straubingerin Andrea Leipold anschließend mit 2:1, 1:2 und 2:1 gegen Karin Mader durch. (Bericht von Klaus Haslbeck)

Andrea Leipold meldete sich in Vilsbiburg mit dem Finalsieg gegen Karin Mader zurück

Johann Honner in Berlin Herrensieger gegen Ingo Neef
In Berlin gingen 57 Herren und 10 Damen zum DDV-Regionalturnier an den Start, was besonders bei den Damen nicht gerade üppig war. Zu den einheimischen DVBB-Spielern stießen bei den Herren einige wenige Niedersachsen, was aber nicht ohne Folgen bleiben sollte.
Das Herreneinzel spielte man in 8 Gruppen, wobei hier das Doppel-KO-System zur Anwendung kam. Während in den Gruppenfinals der Sieger von Gewinner- und Verliererrunde sechsmal die aus der Gewinnerrunde kommenden Spieler das bessere Ende für sich hatten, konnten zweimal auch die Loserrundesieger triumphieren.
Zum Einen gewann mit Jim Bromilow ein Darter der allerersten Stunde sein Gruppenfinale gleich zweimal gegen Rainer Goldschmidt. zum anderen setzte sich im anderen, ebenfalls rein Berliner, Spiel Bernd Folesky zweimal gegen den Jugendlichen Matthias Geier durch.
Da der Niedersachse Friedel Kropp sein Gruppenfinale gegen Thorsten Schuhmacher verlor, war unter den letzten 8 nur noch ein einziger Nicht-Berliner vertreten. DDV-Nummer 27 Johann Honner aus Coppenbrügge hatte sich gegen Stephan Schaak durchgesetzt und traf im Viertelfinale auf DVBB-Nr. 6 Thorsten Schuhmacher.
Es wurden alle 9 möglichen Legs ausgespielt, bevor schließlich der Niedersachse mit 2:1, 1:2 und 2:1 gewonnen hatte. Ebenfalls 3 Sets benötigte Berns Pfützenreuter zu seinem 2:0, 1:2 und 2:1 Erfolg gegen Sven John. In nur 2 Sets gewann Bernd Folesky zweimal 2:1 gegen den auch heute noch in ganz Deutschland gleichermaßen bekannten wie beliebten Jim Bromilow. Ingo Neef schließlich setzte sich ebenfalls recht schnell mit 2:1 und 2:0 gegen Markus Koehler durch.
Im Halbfinale gab es dann wieder zwei sehr enge Spiele. Im ersten setzte sich Johann Honner mit 2:1, 1:2 und 2:0 gegen Bernd Pfützenreuter durch und im zweiten verlor Ingo Neef zwar den 1. Set mit 0:2, konnte die beiden nächsten jedoch mit 2:0 und 2:1 zum Einzug ins Turnierendspiel gewinnen.
Das Finale ging dann recht klar an den Niedersachsen Johann Honner, der mit 2:0, 2:1 und 2:0 in nur 3 Sets gegen Ingo Neef gewann und damit die 7 DDV-Punkte für den Turniersieg aus Berlin entführte. Er kletterte damit auf Platz 24 in der DDV-Rangliste und tastet sich damit langsam an die Setzliste der DDV-Top-16 heran.

Johann Honner entführte den Titel gegen Ingo Neef aus Berlin

Astrid Kamm in Berlin vor Doppelpartnerin Gabi Vollbrecht
Sehr enttäuschend war die Tatsache, daß nur 10 Damen um die DDV-Regiopunkte kämpfen wollten! Das sind sogar weniger als bei einem normalen DVBB-RLT. Mit dabei waren auch DDV-Nr. 5 Astrid Kamm und Mädchen-Nr. 2 Yvonne Bliß, die beide aus Wuppertal angereist waren.
Gespielt wurde in zwei Doppel-KO-Runden, wobei Astrid das Gewinnerfinale in Gruppe 1 gegen Patty Behrens für sich entschied. Patty verlor anschließend auch das Loserfinale gegen Yvonne Bliß, die damit im Halbfinale auf ihre Clubkameradin Astrid traf und nur knapp mit 2:2 unterlag.
In Gruppe 2 setzte sich im Gewinnerfinale der DVBB-Nummern 1 und 2 mit Gabi Vollbrecht die Nr. 1 gegen die Nr. 2 Anne Höpp-ner durch. Anne unterlag danach im Loserfinale auch gegen Berlins Mädchen-Nr. 1, und so kam es wie in Gruppe 1 im Halbfinale zum Aufeinandertreffen einer großen Favoriten und einer hochtalentierten Jugendlichen. Doch auch hier gewann Favoritin Gabi knapp mit 3:2.
Es kam zu einem ungemein spannenden Finale, dessen Siegerin 5 DDV-Punkte winkten. Astrid Kamm gewann das 1. Set mit 2:1, doch Gabi Vollbrecht holte sich den zweiten ihrerseits mit 2:1.
Im entscheidenden 3. Set ging es dann sogar in den Tie-Breaker, bevor er schließlich Astrid war, die sich die zwei geforderten Legs Vorsprung zum 4:2 herausspielen konnte. Damit hatte sich der Berlin-Trip für Astrid punktetechnisch ausgezahlt - und ihre Doppelpartnerin Gabi Vollbrecht wird sicher nicht allzu traurig über Platz 2 gewesen sein. (Bericht von Volker Hatlauf)

Astrid Kamm gewann das Berliner Damenfinale gegen Gabi Vollbrecht

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

 

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