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Januar 2006

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31.01.2006

Die Termine und die Paarungen für die am 16. Februar startende zweite Saison der PDC Premier League wurden veröffentlicht.

In der King George's Hall in Blackburn wird wie im Vorjahr Phil Taylor zwei Spiele bestreiten und es wird wie in der letzten Saison sofort ein Aufeinandertreffen mit Colin Lloyd kommen.

Die einzelnen Spiele lauten wie folgt:

Wayne Mardle - Phil Taylor
Peter Manley - Roland Scholten
Player Seven - Ronnie Baxter
Phil Taylor - Colin Lloyd

Das DSF wird erneut von der Premier League berichten. Interessant ist weiterhin, dass die PDC immer noch nicht den letzten Teilnehmer benannt hat.

Somit kocht die Gerüchteküche weiter. Von einigen Seiten ist zu hören, dass ein namhafter Vertreter aus der WDF (z.B. Barneveld) teilnehmen könnte. In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, dass die WDF die beiden Major-Turniere in Holland (Bavaria World Darts Trophy und die International Darts League) für vier Teilnehmer geöffnet hat, die nicht der WDF/BDO (somit also der PDC) angehören.

Wohl auf Drängen des Senders SBS-6 wurde nach den letzten Erfolgen der jungen Holländer bei beiden Wettbewerben ein separates  Jugendturnier eingerichtet, was zumindest bei der World Darts Trophy auf Kosten des Damen-Dart gegangen ist. Bei der WDT wird es in diesem Jahr keinen Damenwettbewerb geben.

30.01.2006

Heute Abend ist Phil Taylor bei Stefan Raab zu Gast.

30.01.2006

Die ersten Ergebnisse vom Weltranglistenturnier in Bremen sind eingetroffen und wurden von Volker Hatlauf in der Rubrik "ddz-news" eingestellt. Ein ausführlicher Bericht und die aktuellen Ranglisten folgen im Laufe der Woche.

26.01.2006

Am Wochenende geht es auch endlich wieder mit den nationalen Ranglistenturnieren weiter. Den Auftakt macht das Weltranglistenturnier in Bremen, wo es bereits am Freitag die Mixed Doppel Konkurrenz als Rahmenwettbewerb läuft.
Dank den diversen Fernsehübertragungen sind alleine Im Einzel 25% mehr Teilnehmer am Start. Die genauen Zahlen sind in der Rubrik ddz-news zu finden.

26.01.2006

Noch ein kleiner Nachtrag vom Wochenende. Dennis Priestley (mit neuem Bärtchen und einem ungewohnten weißen Hemd) hat die Stan James Players Championship auf Gibraltar mit 3:2 gegen Terry Jenkins gewonnen. Für Dennis war es der erste Turniergewinn seit Mai 2005 und der erste Weg für ihn zurück in die Top 12 der PDC. Dennis schlug auf dem Weg ins Finale Jason Clark (3:2), Ronnie Baxter (3:2) und Steve Maish (3:2) und hat sich dabei als äußerst nervenstark im entscheidenden Satz gezeigt.
Terry Jenkins kam durch Erfolge gegen Colin Lloyd (3:2), Dave Honey (3:1) und Wayne Mardle (3:0) ins Finale. Phil Taylor war wie gewohnt nicht am Start.

In den Niederlanden hatte am Wochenende ein nationales Ranglistenturnier stattgefunden, an dem über 1100 Spieler teilgenommen haben. Bis auf Raymond van Barneveld war die gesamte holländische Spitze am Start. Der frischgebackene Weltmeister Jelle Klaasen musste dann auch gleich feststellen, dass die Bäume nicht endlos in den Himmel wachsen. Im Achtelfinale verlor er gegen Mareno Michels, der bei der Lakeside noch glatt in der ersten Runde ausgeschieden war, mit 1:3. Doch bereits in der nächsten Runde war Mareno gegen den jungen Jonny Nijs mit 2:3 draußen. Jonnys Weg in Finale wurde von Co Stompe gestoppt, der dort auf den bei uns weniger bekannten Hennie van der Ster traf. Hennie gewann im Halbfinale glatt gegen den Lakeside Teilnehmer Albertino Essers und war auch im Finale bei seinem 4:1 Erfolg nicht zu stoppen.
Den Titel bei den Damen holte sich Karin Krappen gegen Karin ten Kate.

21.01.2006

Die aktuellen Ranglisten der WDF und der PDC sind online und können im Bereich "Ranglisten - International" eingesehen werden.

Es gab trotz der Lakeside WM nicht allzu viele Veränderungen in den Ranglisten. Martin Adams bleibt weiterhin die Nr. 1, er verlor zum Vorjahr nur 3 Punkte. Auch die folgenden Mervyn King und Tony Eccles haben keinen Schaden durch ihr frühes Ausscheiden genommen. Einen Platz nach oben ist Paul Hanvidge gerutscht, der nun unter den Top 5 zu finden ist. Den Sieger der Lakeside, Jelle Klaasen, sucht man noch vergebens unter den Top 20. Jelle hatte vor dem Turnier erst 10 Weltranglistenpunkte, durch die zusätzlichen 18 der WM steht er jetzt mit 28 Punkten auf dem 35. Platz.

Bei den Damen gab es nur unwesentliche Veränderungen, da die Ergebnisse der Lakeside so ziemlich identisch mit dem des Vorjahres waren.

Auch die Rangliste der PDC hat sich nur unwesentlich verändert. Nach Purfleet hat es nur Kevin Painter geschafft, den Abstand zu den Top 5 ein wenig zu verringern. Auf den vorderen Plätzen blieb alles beim alten.

16.01.2006

Auch in Deutschland wird noch Dart gespielt. Gestern stand der vierte Spieltag der Dart Bundesliga auf dem Programm und auch hier wurde Dart der Spitzenklasse geboten.

Im Norden dürfte zur Halbzeit schon eine Vorentscheidung gefallen sein. Der 1. DSC Bochum ist nach zwei deutlichen Erfolgen hauchdünn mit einem Satz Vorsprung Wintermeister geworden. Verfolger ist das Team Vegesack Bremen, die ihre Aufgaben in Berlin jeweils knapp mit 7:5 lösen konnten. Beide Team haben nun schon 5 Punkte Vorsprung vor den Vikings aus Berlin und dem 1. DC Mülheim. Da wird es schwer werden für die Verfolger, in der Rückrunde noch einmal ran kommen zu können.

Die Strangers aus Bremen stehen zur Halbzeit ausgeglichen in der Mitte der Tabelle und haben sich einen kleinen Drei Punkte Vorsprung zur Abstiegszone herausspielen können. Auf den Abstiegsplätzen stehen im Moment Hildesheim und das Fanatic Tower Team, die Rückstände sind aber noch nicht allzu groß.

Spielerisch konnte einmal mehr Jörg von den Vikings überzeugen, der neben drei Shortgames in zwei Einzeln auch 5 180er geworfen hat und somit nach 4 Spieltagen bereits 13 Maximums auf seinem Konto hat. Stephan Schneider vom 1. DSC Bochum gelang in der Partie gegen den 1. DC Mülheim ein 170er Finish.

Im Süden bleibt die DIG Neu-Isenburg an der Tabellenspitze. Gegen Neunkirchen gab es einen sicheren Erfolg, doch gegen die Vilsbiburger mussten erst die letzten Doppel die Entscheidung bringen. Platz 2 geht jetzt an das Dartspub Walldorf, die den direkten Vergleich gegen Kaiserslautern gewonnen haben und dann noch von deren Niederlage gegen Bamberg im zweiten Spiel profitieren konnten. Somit ist die Lücke zwischen Walldorf und Kaiserlautern bereits 3 Punkte groß. Dahinter kommt auf Platz 4 schon das Team aus Huttenheim, die sich nach einem schlechten Start nun wohl wieder gefangen haben. Huttenheim führt aber lediglich eine große Gruppe an, die bis zum achten Platz reicht. Zwischen Platz 4 und Platz 8 sind nur 2 Punkte Differenz, da ist noch für reichlich Spannung in der Rückrunde gesorgt. Neunkirchen hat bereits 5 Punkte Rückstand auf den rettenden Platz, das wird schwer in den nächsten Spielen.

Einen starken Auftritt hatte Ingo Mauderer (DIG) im Spiel gegen Neunkirchen, wo er neben zwei Shortgames alleine vier 180er in diesem Spiel warf.

16.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 9

Jelle Klaasen - Raymond van Barneveld 7:5 (3:1,3:2,0:3,0:3,3:2,1:3,2:3,3:0,3:0,2:3,3:2,3:1)

Waren wir bei der Geburtsstunde eines neuen Helden dabei? Nun, die Zukunft wird zeigen, wie Jelle Klaasen mit dem Titelgewinn umgehen kann und ob er das Zeug zu einen ganz großen Dartspieler hat.

Den ersten Schritt hat er zumindest gestern geschafft, als er unglaublich cool als 100:1 Außenseiter die holländische Dart-Ikone Raymond van Barneveld bezwingen konnte.

Barney muss nun weiter auf seinen fünften Titel warten und Eric Bristow kann weiter seinen Rekord für sich alleine verbuchen. Es war übrigens ein schönes Zeichen der WDF, dass sie nach all den Problemen in den letzten Jahren Eric Bristow und auch Keith Dellar zum Finale geladen hatten.

Den besseren Start in das Spiel hatte der junge Herausforderer, bereits sein zweiter Wurf war eine 180, dreizehn weitere sollten im Laufe des Spiels noch folgen. Barney nutzte seine Chancen in den letzten beiden Legs nicht und Jelle holte sich den ersten Satz.
Im zweiten Satz nutzte Jelle dann seinen Vorteil und gewann das entscheidende fünfte Leg, erneut hatte Barney Probleme mit den Doppeln und sein Gegner nutzte dies.
Im dritten Satz lief es dann für den Titelverteidiger und er gewann den Satz glatt zu Null. Auch die nächsten drei Legs gingen souverän an den Routinier, der somit sechs Legs in Folge gewinnen konnte. Man durfte gespannt sein, wie Jelle damit umgehen würde.
Zwar verlor Jelle auch das siebte Leg in Folge, doch den Satz konnte er sich zur erneuten 3:2 Führung sichern. Er profitierte davon, dass Raymond nun wieder etwas unsicherer wurde.
Ein 156er Finish in der Mitte des sechsten Satzes half Barney, diesen wichtigen Punkt zum 3:3 zu holen. So konnte er wenigstens mit einem Unentschieden in die Pause gehen.

Zurück am Board wurde es langsam spannend. Viele 180er und hohe Würfe in diesem Satz, beide Spieler waren sich bewusst, dass es so langsam in die entscheidende Phase ging. Den Satz holte sich Barney als Vorleger und konnte erstmals in diesem Finale in Führung gehen.
Doch Jelle zeigte erneut, das bereit für etwas ganz Großes an diesem Abend war und holte sich souverän das nächste Set mit 3:0 zum 4:4 Ausgleich.
Ein erneuter 3:0 Satz von Jelle mit sehr guten Darts folgte und so langsam rollten die Schweißperlen über das Gesicht des Favoriten. Jelle ließ sich zu keinem Zeitpunkt etwas anmerken und blieb erstaunlicherweise relaxt. Im zehnten Satz gab es jedoch einen kleinen Bruch im Spiel des jungen Holländers, der plötzlich seine Probleme mit den Scores und Doppeln hatte. Barney spielte gerade noch gut genug, um diese Schwäche zu nutzen und glich zum 5:5 aus. Es sollte sein letzter Satz werden.
Der elfte Satz ging in die Verlängerung und Barney konnte ihn trotz Vorlage und zwei 140er zu Beginn nicht gewinnen. Jelle antwortete mit einer 180, zwei weiteren Ton+ und einem sicheren 106er Finish zum Satz (20,54,32).
Das erste Leg gewann der nun immer sicherer werdende Jelle und Barney war auf 207 Rest, das Denkmal begann zu wackeln. Er kam zwar noch einmal mit einem 12 Darter zurück, doch nun war Jelle nicht mehr zu halten. Vier hohe Scores über 100 im dritten Leg und Jelle warf nun zum Titelgewinn. Wie es sich für einen neuen Champion gehört, gewann er das letzte Leg standesgemäß. Nach 140, 120 mit Bouncer, 140 spielte er 25 (oder Outer Bull wie Rolf Kalb sagen würden) 60 und nach einer kleiner Pause die Doppel 8 zum 12 Darter und Titelgewinn.

Jelle Klaasen reiht sich nun in die unten stehenden Galerie der absoluten Dartgrößen ein. Drücken wir dem Jungen die Daumen, dass er am Boden bleibt und uns noch viele Jahre mit seinem souveränen Spiel beeindruckt.

Die endgültigen Spielpläne:

15.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 8

Jelle Klaasen - Shaun Greatbatch 6:3 (3:0,2:3,0:3,0:3,3:2,3:1,3:2,3:1,3:0)

Und weiter geht es mit den holländischen Festspielen im Lakeside. Zum ersten Mal in der Geschichte des ehrwürdigsten Dartturniers der Welt stehen sich zwei Holländer im Finale gegenüber. Und es ist das erste Mal, dass kein Spieler aus Großbritannien im Finale vertreten ist. Jelle Klaasen ist in der Geschichte der Embassy / Lakeside WM nach Raymond van Barneveld und John Part erst der dritte Spieler im Finale, der nicht von der Insel kommt.

Den ersten Satz gegen Shaun gewann Jelle sicher mit 3:0 und spielte dabei zwei 13er. Im zweiten Satz war das Spiel ausgeglichen und beide nutzten jeweils ihren Vorteil. Somit konnte Shaun zum 1:1 ausgleichen.
Nach leichten Problemen auf Doppel im Satz zuvor lief es jetzt richtig rund bei Shaun, der den Satz mit 142 zum 3:0 checkte. Das Geschehen änderte sich auch im vierten Satz nicht und Shaun gewann erneut alle drei Legs zum Zwischenstand von 3:1 Sätzen.
Zu diesem Zeitpunkt sah es nach sechs hintereinander verlorenen Legs nicht gut aus für den jungen Holländer. Shaun vergab seine Doppelchance im ersten Leg des fünften Satzes und Jelle durfte endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis feiern. Shaun gewann aber die nächsten beiden Legs und durfte Leg vier beginnen. Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn Shaun den einen Dart auf Tops zum 4:1 getroffen hätte. Er ging aber daneben und Jelle holte sich das Leg und später den Satz.
Shaun konnte zwar das erste Leg im sechsten Satz gewinnen, doch sein Gegner wurde wieder sicherer und gewann den Satz zum 3:3 Ausgleich. Im nächsten Satz merkte man beiden Spielern an, wie wichtig dieser war. Nicht allzu gute Scores und einige vergebene Darts auf Doppel, am Ende war es Jelle, der von seinem Vorteil den Beginnen profitieren konnte und den Satz zur 4:3 Führung gewann.
Das erste Leg in Satz 8 konnte Shaun gewinnen, es sollte sein letztes in diesem Turnier werden. Beim Stand von 1:1 Legs vergab Shaun 9 Darts !! auf Doppel und konnte sich danach wohl nicht mehr davon erholen. Jelle nutzte die Gelegenheit und gewann Satz 8 und 9 sicher und erreichte durch das 6:3 das erste große Finale in seiner Karriere. Der Schnitt bei beiden Spielern war nicht so berauschend, es war aber beeindruckend, wie Jelle den 1:3 Rückstand mit 5 Sätzen in Folge aufholen konnte.

Martin Adams - Raymond van Barneveld 2:6 (3:2,2:3,1:3,0:3,0:3,0:3,3:0,2:3)

Und es wurde wieder nichts, erneut kann Martin Adams nur von seinem ersten Titel bei der Lakeside träumen. Bei der aufkommenden Jugend in den letzten Jahren könnten ihm und Mervyn so langsam die Gelegenheiten zum Titelgewinn ausgehen.
Barney hingegen zog gestern bereits zum sechsten Mal in das Finale ein, die letzten vier Finalspiele konnte er alle gewinnen. Bei einem Erfolg heute würde er mit Eric Bristow gleichziehen können, der mit 5 Titeln immer noch den Rekord hält.

Beide Spiele begannen das Spiel mit hohen Scores, hatten aber auch leichte Probleme auf Doppel. Am Ende war Martin, der den Satz trotz Doppelchancen seines Gegners gewinnen konnte. Das Spiel wurde mit dem zweiten Satz besser und beide Spieler legten hier ihre Doppelschwäche ab. Barney konnte das Break im ersten Leg gleich mit einem 11er kontern und gewann mit einem weiterem 11er im fünften Leg den Satz.
Martin gewann das erste Leg im dritten Satz, konnte dann aber bis zur Pause nach dem fünften Satz kein weiteres Leg mehr gewinnen. Barney gewann 9 Legs in Folge und ging mit 4:1 in Führung.
Nach der Pause ging es weiter wie zuvor und Barney gewann auch diesen Satz zu Null und holte sich jetzt schon 12 Legs in Folge.
Nachdem Raymond sein Doppel im ersten Leg nicht traf, durfte Martin mit einem 116er Finish endlich seine Durststrecke beenden. Und wo er gleich einmal dabei war, gewann der Engländer gleich die nächsten beiden Legs und verkürzte auf 2:5. Danach lief es wieder ein bisschen besser bei Martin und das achte Leg war endlich mal wieder spannend. Doch so spannend wollte es Raymond gar nicht haben und nutzte seinen Vorteil im fünften Leg entscheidend aus.

Martin Adams erreichte zwar noch einen Schnitt von über 90 Punkten, aber gerade die Vorstellung im mittleren Teil der Partie war doch recht enttäuschend. Raymond dürfte nach diesem Spiel als großer Favorit ins Spiel gehen, seine Leistungen wurden von Runde zu Runde besser. Mal sollte aber auch nicht vergessen, das 1990 ein junger Spieler namens Phil Taylor bei seiner ersten Lakeside Teilnahme bis ins Finale einziehen konnte und dort den großen Favoriten Eric Bristow mit 6:1 besiegen konnte.

14.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 7

Trina Gulliver - Francisca Hoenselaar 2:0 (3:2, 3:0)

Die erste Entscheidung im Frimley Green ist gefallen. Trina Gulliver gewann zum sechsten Mal in Folge den Titel und bleibt somit weiterhin ungeschlagen bei der Lakeside World Pro. Für Francis bleibt somit zum vierten Mal nur der zweite Platz übrig.
Spielerisch konnte Trina nicht an das gigantische Niveau vom Vortag anknüpfen, der Start in das Spiel verlief aber gewohnt sicher. Zwei 180 in den ersten beiden Legs sicherten die 2:0 Führung, doch ihre Gegnerin hatte bereits im ersten Leg Darts auf Doppel. Vielleicht wäre es ein schnelles Spiel geworden, wenn Trina, nachdem sie im dritten Leg nach 12 Darts auf 36 Rest stand, nicht sechs Darts auf Doppel vergeben hätte. So kam Francis noch einmal ins Spiel uns glich zum 2:2 aus. Im entscheidenden Leg vergaben beide Frauen etliche Darts auf Doppel, bevor es Trina war, die zum Satzgewinn checken konnte.

Den zweiten Satz gewann Trina dann zu Null, doch auch hier profitierte sie von der Doppelschwäche der Holländerin. So nutzte Trina Gulliver dann eine ihrer vielen Chancen und checkte Doppel 1 zum Titelgewinn.

Raymond van Barneveld - Tony O'Shea 5:3 (3:1, 3:2, 2:3, 3:2, 0:3, 3:1, 0:3, 3:0)

Das erste Leg des Spiels konnte Tony sicher gewinnen, doch nach einem 130er Finish spielte Raymond sicherer und gewann den ersten Satz. Im zweiten Satz begannen beide Spieler mit hohen Scores und sicheren Doppeln. Doch in den letzten drei Legs hatten beide Spieler Darts auf Doppel und Raymond war hier der Glücklichere und führte somit 2:0.
Die leichte Doppelschwäche setzte sich auch im dritten Satz fort und auch hier ging es in das letzte Leg. Barney hatte einen Dart zum Satzgewinn nicht nutzen können und Tony checkte 120 und blieb somit erst einmal im Spiel.
Und weiter ging es mit den engen Sätzen, die Scores und die Doppel blieben bei beiden Spielern wechselhaft. Dieses Mal reichte es im fünften Satz für Barney, der nach zwei 180er mit Doppel 2 zum 14 Darter checkte. Im fünften Satz gab es endlich mal einen guten und sicheren Satz, den Tony mit drei 180er und einem 11 und 12 Darter glatt zum Zwischenstand von 2:3 gewinnen konnte.

Diesen Lauf konnte Tony noch in den nächsten Satz retten, er gewann Leg 1 mit 12 Darts und 138er Finish. Danach kam wieder ein kleiner Einbruch, der gnadenlos von Barney ausgenutzt wurde. Die nächsten drei Legs gingen an den Titelverteidiger, der somit 4:2 in Führung ging. Im siebten Satz war Tony plötzlich wieder da und auch diesen gewann er mit 3:0. Barney schien sich nach dem Minibreak im zweiten Leg schon auf den nächsten Satz zu konzentrieren.
Raymond gewann zwar den achten Satz glatt mit 3:0 zum Matchgewinn, doch profitierte er in den ersten beiden Legs von den vergebenen Darts auf Doppel von Tony. Das letzte Leg sicherte er sich jedoch ohne Probleme in 13 Darts.

Martin Adams - Mike Veitch 5:2 (2:3, 1:3, 3:0, 3:1, 3:2, 3:1, 3:2)

Der erste Satz bestand aus vielen schwachen Würfen gefolgt von vergebenen Darts auf Doppel. Beide Spieler schienen doch ein bisschen nervös zu sein. Auch im zweiten Satz war es Mike Veitch, der die Doppel besser traf. Wie schon in der Runde zuvor schien Martin Adams den Start zu verschlafen.
Satz 3 ging glatt an Wolfie, doch spielerisch war es immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Zumindest seine Doppel traf Martin jetzt besser. Im vierten Satz wurde die Partie besser und beide Spieler fanden zu ihrem Spiel. Pech für den nun auch besser spielenden Mike, dass Martin ebenfalls einen Gang hoch schalten konnte.
Eine kleine Vorentscheidung fiel im fünften Satz. Martin nutzte seinen Vorteil, den Satz und somit auch das fünfte Leg beginnen zu dürfen und ging erstmals in diesem Spiel in Führung. Mike hatte zwei Darts auf Doppel, um den Satz zu sichern.
Martin sicherte sich den vierten Satz in Folge. Bereits im ersten Leg schaffte er ein Break, das Mike noch einmal aufholen konnte. Im dritten Leg stand Mike bereits auf Doppel und Wolfie noch bei 220. Eine 180, vergeben Darts auf Doppel von Mike und eine sichere Tops brachten die Entscheidung in diesem Satz.
In der Verlängerung des siebten Satzes machte Martin dann den Sack zu und zog durch den 5:2 Erfolg in das Halbfinale ein. Hier kommt es nun zu einer Neuauflage des letztjährigen Finales gegen Raymond van Barneveld. Nach den heutigen Leistungen ist der Holländer Favorit, immerhin hat er dieses Turnier schon vier Mal gewinnen können. Bei Martin wird sicherlich der erste Titelgewinn im Hinterkopf eine Rolle spielen. Zumindest hat er hier schon zwei Mal gezeigt, dass er Rückstände aufholen kann, ob das aber gegen Raymond reichen wird?

13.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 6

Jelle Klaasen - Paul Hogan 5:4

Das Märchen geht für Jelle Klaasen weiter. Auch seine dritte Partie konnte der junge Holländer gewinnen und sein Heimatland träumt so langsam von einem Finale in Orange. Jelle spielte erneut eine Schnitt von knapp über 90 und überzeugte erneut.
Nachdem beide Spieler jeweils einen Satz gewonnen hatten, schien die Partie ein schnelles Ende zu nehmen. Jelle gewann die nächsten drei Sätze mit 3:0, 3:1 und 3:0 und ging mit 4:1 in Führung. Bei der Sicherheit und Konstanz, die Jelle dabei an Tag legte, gab niemand mehr einen Cent auf Paul Hogan. Für den letzten Satz zum 4:1 benötigte Jelle gerade mal 39 Darts (12, 12, 15).

Die nächsten beiden Legs gingen jeweils über die volle Distanz und Jelle hatte nicht mehr die Souveränität wie zuvor am Board. Paul Hogan nutzte seine letzte kleine Chance und gewann die beiden Sätze jeweils mit 3:2 und legte dann im achten Satz noch ein glattes 3:0 zum 4:4 Ausgleich hin.

Der entscheidende Satz zeigte nun, dass Jelle auch die Nerven für große Siege hat. Er fand rechtzeitig zur Stärke zurück und gewann den letzten Satz glatt mit 3:0 in 12, 15 und 13 Darts.

Shaun Greatbatch - Paul Hanvidge 5:3

Der Halbfinalgegner von Jelle heißt Shaun Greatbatch, der sein Spiel gegen Paul Hanvidge gewinnen konnte. Der erste Satz endete furios, Paul holte sich Leg 4 mit 161er Finish und 12 Darter, doch Shaun begann das letzte Leg und spielte einen 11er zum Satzgewinn.
Dieses hohe Niveau konnte die Partie nicht halten, es entwickelte sich aber ein äußerst spannendes Spiel. Paul, schaffte es immer wieder, eine Satzführung auszugleichen. So waren die Zwischenstände 1:1, 2:2 und 3:3. Shaun gewann erneut sein Aufschlagspiel im fünften Leg und dieses Mal schaffte er das entscheidende Break. Im fünften Leg des achten Satzes war der Score von Paul nicht hoch genug und Shaun nutzte seine kleine Chance zum Sieg.

Francisca Hoenselaar - Jan Robbins 2:0

Die Damen griffen nun auch wieder ins Geschehen ein und spielten ihre Halbfinalpaarungen. Im ersten Spiel gewann die Holländerin Francisca Hoenselaar erwartungsgemäß gegen Jan Robbins und auch in der Höhe (3:0 und 3:1) verdient. Die Leistung von Jan Robbins war doch um einiges schlechter als in der Runde zuvor gegen Karin Krappen. Für Francis ist es jetzt die dritte Finalteilnahme in Folge und die vierte überhaupt. Gewinnen konnte sie noch kein Finale, sie verlor alle bisherigen gegen Trina Gulliver.

Clare Bywaters - Trina Gulliver 0:2

Und eben jene Trina Gulliver wartet auch in diesem Jahr im Finale. Trina spielt nun zum sechsten Mal hier im Finale und sie hat alle bisherigen Auflagen des Damenwettbewerbs gewonnen. Somit hat Trina noch nie ein Spiel im Lakeside verloren. Wer sie gestern gesehen hat, der wird auch keine Zweifel daran haben, dass sich dieser Zustand in diesem Jahr ändern könnte.
Im Oktober hatte Clare noch gegen Trina im Finale des World Cups gewinnen können, doch gestern war sie mehr als eine Klasse schlechter. Es lagen gestern Welten zwischen beiden Spielerinnen, Trina konnte pro Aufnahme fast 30 Punkte !!! mehr erzielen als ihre Gegnerin. Erstaunlich, dass Clare sogar ein Leg gewinnen konnte.

Im zweiten Satz zeigte Trina ihre Ausnahmestellung. Sie gewann dem Satz 3:0 in 11, 17 und 12 Darts und spielte dabei 4 Maximums. Der Average von 95,97 war nicht nur der höchste des Tages, es war einer der höchsten Schnitte des gesamten Turniers. Von so einem Schnitt konnten hier die meisten Männer nur träumen.

Heute geht es weiter mit den letzten beiden Viertelfinalspielen der Herren.

12.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 5

Martin Atkins - Martin Adams 3:4
Auch der heutige Tag fing gleich mit einem Knaller an. Der an 2 gesetzte Martin Adams musste gegen seinen Fast-Namenskollegen Martin Atkins antreten und es entwickelte sich ein Klassiker.
Die ersten beiden Legs gingen jeweils knapp mit 3:2 an Martin Atkins, beide Spieler zeigten dabei Dart auf höchstem Niveau. In den entscheidenden fünften Legs hatte der Außenseiter die sichereren Checks.

Der dritte Satz ging sogar mit 3:0 an Martin Atkins, der in den drei Legs alleine vier Maximuns warf. Es stand somit 3:0 und es sah danach aus, als ob Martin Adams der WDF-Nr. 1 folgen würde. Im vierten Satz führte Martin Atkins bereits 1:0, doch dann kamen zum ersten Mal leichte Schwächen auf und Martin Adams gewann die folgenden drei Legs zum 1:3.

Satz Nummer sollte eine Vorentscheidung bringen. Martin Adams startete brillant und spielte einen 12 Darter incl. 161er Finish und einen 13 Darter zur 2:0 Führung. Martin Atkins kam noch einmal zurück und glich zum 2:2 aus. Im fünften Leg hatte Martin Atkins dann die große Chance, doch er vergab seine Matchdarts und verlor den Satz mit 2:3.

Von den vergebenen Matchdarts erholte sich Martin Atkins nicht mehr. Er scorte zwar immer noch auf hohem Niveau, der letzte Wille schien aber gebrochen. Sein Kontrahent nutzte die Gunst der Stunde und gewann die folgenden beiden Sätze glatt mit 3:0 und sicherte sich somit einen 4:3 Erfolg nach 0:3 Rückstand. So werden Champions geboren.

Mike Veitch - Steve Roberts 4:3
Auch die zweite Partie des Abends ging über die volle Distanz, kam aber nicht an die spielerische Klasse des ersten Spiels heran. Mike ging mit 2:0 und 3:2 in Führung und Steve konnte beide Male den Stand ausgleichen. Den letzten und entscheidenden Satz gewann Mike Veitch mit 3:1 und zog ins Viertelfinale gegen Martin Adams ein. Die einzelnen Sätze verliefen äußerst knapp und Steve Roberts wird sich am Ende über viele vergebene Darts auf Doppel geärgert haben.

Vincent van der Voort - Tony O'Shea 0:4
Das einzige glatte Spiel zu Null in der zweiten Runde. Beide Spieler hatten bis auf wenige Ausnahmen keine Probleme mit den Scores, besonders Tony spielte sehr sicher. Bei den Doppeln sah es nicht immer so gut, doch auch hier war Tony meistens der sicherere Spieler. So war es dann kein Wunder, dass Vincent beim 1:3, 2:3, 1:3 und 2:3 kaum eine richtige Chance hatte. Man darf jetzt auf das nächste Spiel gespannt sein, wenn Tony gegen Raymond antreten muss.

Gary Anderson - Raymond van Barneveld 1:4
Nach der ersten Partie des Titelverteidigers war man noch um seine Form besorgt, allzu sicher war Auftritt in der ersten Runde nicht. Doch gegen Gary Anderson zeigte sich Raymond wider von seiner besten Seite und spielte mit 96,51 einen ähnlich starken Average wie Martin Adams. Es war aber bei weitem kein Spaziergang für den Holländer, denn Gary Anderson erzielte ebenfalls einen Schnitt von über 93 und machte ihm das Leben schwer. Die ersten vier Legs gingen allesamt über die volle Distanz und Barney hatte dabei drei Mal das bessere Händchen.

Im ersten Satz hatte Gary den besseren Start und führte mit 2:1 bei eigenem Aufschlag. Doch Barney kam zurück und gewann des Satz mit 3:2. Im nächsten Satz sah es nach einem schnellem Sieg für Raymond aus, der 2:0 führte und nach 9 Darts 60 Rest hatte. Nun schlug die große Stunde von Gary er holte sich den Satz als Nachleger mit einer 12 Darter und 121er Finish. Die nächsten beiden Legs holte er sich mit einem 107er und einem 146er Finish zum 1:1 Ausgleich.

Den dritten Satz entschied der Aufschlag, beide Spieler brachten ihre Sätze durch und so war es Raymond, der souverän das fünfte Leg mit einem 13 Darter checkte. Die Entscheidung fiel im fünften Leg des vierten Satzes. Bis dahin hatten beide Spieler erneut keine Fehler beim Aufschlag gemacht, doch jetzt war es Raymond, der das entscheidende Break schaffte.
Gary wird wohl noch in Gedanken beim schlechten Score in dem Satz gewesen sein, da war das Spiel auch schon beendet. Raymond war nicht mehr zu halten und gewann das fünfte Leg glatt mit 3:0 zum Endstand von 4:1.

11.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 4

Jelle Klaasen - Mervyn King 4:2
Gleich im ersten Spiel der zweiten Runde gab es die erste dicke Überraschung des Turniers. Die Nr. 1 der WDF Mervyn King verliert gegen den 21-jährigen holländischen Debütanten Jelle Klaasen. Jelle hatte bereits gestern in seinem ersten Spiel eine hervorragende Leistung gezeigt und konnte diese heute noch mehr als bestätigen. Bereits im ersten Satz, den Mervyn noch 3:0 gewinnen konnte, war schon zu spüren, dass der Engländer heute einiges zum Weiterkommen leisten muss. Ab dem zweiten Satz nutzte Jelle dann konsequent seine Chancen auf Doppel und spielte sich in einen Rausch. Es ist ja nicht so, dass Mervyn schlecht gespielt hätte, immerhin war sein Average am Ende höher als der von Jelle. Der junge Holländer nahm sich seine Pausen immer in den Legs, die er verlor. Die siegreichen Legs waren alle auf hohem Niveau.
Die Sätze 2 bis 4 holte sich Jelle mit 3:2, 3:1 und 3:1. Knackpunkt der Partie wäre beinahe das 161er Finish von Mervyn King im zweiten Leg des fünften Satzes geworden. Jelle führte bereits mit 1:0 und stand nach einer 180 auf einem Doppel als Mervyn das Finish gelang. Danach folgte die einzige Schwächephase von Jelle, der in den beiden folgenden Legs sein Doppel nicht mehr traf. Doch Jelle brach nicht ein und fand im sechsten Satz zu alter Sicherheit zurück. Highlight des Satzes war das zweite Leg, wo Jelle einen 11 Darter mit zwei 180er hintereinander spielte und Mervyn dazwischen ebenfalls eine 180 geworfen hatte. So schnell hintereinander durfte der Caller bestimmt noch nicht 180 rufen, bei der Schnelligkeit der beiden Spieler kam er kaum nach.

Für Mervyn King ist somit erneut der Traum von seinem ersten Sieg im Lakeside Country Club geplatzt. Ironischerweise hätte er gestern mit seinem Spiel gegen jeden anderen Spieler wohl locker gewonnen.

Im April des letzten Jahres war man ja leicht enttäuscht, dass Holland zum Spring Cup nur das B-Team geschickt hatte. Mittlereile muss man sagen, so ein B-Team hätte wohl jeder gerne. Dick van Dijk wurde ein halbes Jahr später Sieger des World Cups und Jelle Klaasen fegt mal so eben die Nr. 1 aus dem Lakeside.

Paul Hogan - Albertino Essers 4:2
Der Gegner von Jelle Klaasen im Viertelfinale heißt Paul Hogan, der sich nach einem harten Kampf gegen Albertino Essers durchsetzten konnte. Wie eng die Partie war zeigen die Averages, die nahezu identisch sind und die vielen Sätze, die über die volle Distanz gingen. Beide Spieler vergaben wichtige Darts auf Doppel, am Ende war Paul Hogan der Glücklichere.

Paul Hanvidge - Simon Whitlock 4:2
Eines steht somit fest, ein ungesetzter Spieler wird mindestens im Finale des Turniers stehen. Nach Mervyn King schied nun mit Simon Whitlock der letzte gesetzte Spieler in der oberen Hälfte aus. Für dieses Spiel gilt das gleiche, wie für das vorangegangene Match. Hier wurden allerdings 5 Sätze erst in der Verlängerung entschieden. Paul Hanvidge kam nach 0:2 Satzrückstand zurück und gewann die nächsten 4 Sätze. Auch hier entschieden die Nerven auf Doppel das gesamte Spiel. Trotz guter Scores hatten beide Spieler so ihre Probleme mit den wichtigen Checks. Als Beispiel sei hier das letzte Leg des Spieles genannt, wo Simon alleine 6 Darts auf Doppel zum möglichen 3:3 vergab.

Shaun Greatbatch - Per Laursen 4:2
Auch dieses Spiel endete 4:2 und auch hier war zumindest in der Anfangsphase das Spiel hart umkämpft. Der Däne Per Laursen ging mit 2:1 Sätzen in Führung, doch Shaun kam zurück und gewann die folgenden drei Sätze. Es war ein umkämpftes, aber bei weitem kein schönes Spiel. Beide Spieler hatten am Ende einen Schnitt von unter 80, da wird Mervyn wohl noch mal nachträglich eine Krise bekommen haben.

10.01.2006

Am Wochenende fand auch das erste Turnier der PDC nach der WM statt. In Newcastle fand in Abwesenheit von Phil Taylor das North-East Regional Final für Budweiser UK Open statt.

Im Achtelfinale gewannen Denis Ovens (5:2 gegen Chris Mason), Kevin Painter (5:3 gegen Adrian Lewis), Colin Lloyd (5:2 gegen Andy Hamilton) und Alex Roy (5:1 gegen James Wade). Colin Lloyd zeigte sich gut erholt von seinem frühen und unglücklichen Ausscheiden in Purfleet und war auch im Halbfinale nicht zu stoppen, das er mit 2:1 Sätzen gegen Alex Roy gewinnen konnte.
Das zweite Halbfinale gewann Kevin Painter mit 2:0, der sich auch bestens erholt zeigte von der glatten Niederlage gegen Phil Taylor.

Im Finale begann Colin Lloyd besser und führte mit 2:1 Legs. Doch danach traf er seine Doppel nicht mehr so sicher und Kevin gewann alle folgenden Legs zum Endstand von 2:0 Sätzen. Neben dem Preisgeld von 2.000 Pfund konnte sich Kevin Painter über 20 Ranglistenpunkte freuen.

10.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 3

Raymond van Barneveld - Brian Sörensen 3:0
Eine Partie, die der holländische Titelverteidiger unter der Rubrik "Hauptsache gewonnen" abhaken muss. Raymond van Barneveld spielte zwar teilweise hohe Scores, er warf alleine 7 Maximums in 13 Legs, doch die Doppel waren alles andere als sicher. "Barney" kann froh sein, das sein Gegner noch größere Probleme mit dem Doppel hatte. In den ersten beiden Sätzen, die beide 3:2 für Raymond ausgingen, hätte er gegen checksichere Spieler locker verloren. Mal schauen, ob dies nur eine Tagesschwäche war und es sich in der Partie gegen Gary Anderson anders anläßt.

Jelle Klaasen - Dennis Harbour 3:2
Der Sieg von Raymond sollte allerdings die heutigen Festspiele in Orange einläuten, denn alle holländischen Teilnehmer kamen heute weiter. Und die Partie des jungen Jelle Klaasen gegen Dennis Harbour war schon deutlich besser als die Vorangegangene. Den besseren Start hatte der Engländer, der die ersten beiden Sätze gewinnen konnte. Doch der junge Holländer, der schon bei seinem Auftritt beim Spring Cup letztes Jahr überzeugen konnte, drehte das Spiel komplett und gab in den folgenden drei Sätzen nur zwei Legs ab. Seine Aufholjagd begann Jelle beeindruckend, nach zwei 180er war er auf dem Weg zum perfekten Spiel. Er traf auch noch die siebte 60, verpasste dann aber die 57. Immerhin beendete er das Leg noch, indem er seinen zweiten 11 Darter spielte. Danach war Jelle nicht mehr zu bremsen und der Weg für ihn zur Partie gegen Mervyn King war frei.

Ross Montgomery - Vincent van der Voort 1:3
Am Ende der Partie hatten beide Spieler einen nahezu identischen Average (Ross 87,75, Vincent 87,66), der zeigt, das es hier ein enges und spannendes Spiel gab. Ross hatte den besseren Start und gewann das erste Set glatt mit 3:0. in den folgenden beiden Sätzen führte er dann jeweils mit 2:1 Legs, schaffte es aber nicht sie zu gewinnen. Vincent nutzte seine Chance und hatte dann im vierten Satz gegen einen leicht resignierenden Gegner leichtes Spiel.

Gary Robson - Gary Anderson 1:3
In der letzten Partie der ersten Runde sicherte sich der Schotte Gary Anderson das Ticket für ein Spiel gegen den Titelverteidiger in Runde zwei. Das Spiel gegen Gary Robson war spannend, alleine die ersten drei Sätze gingen über die volle Distanz. Auch hier hätte die Partie anders ausgehen können, denn auch Gary Robson schaffte es nach 1:0 Satzführung nicht, in den nächsten beiden Sätzen ein 2:1 nach Hause zu bringen.

09.01.2006

Lakeside World Pro, Tag 2

Martin Atkins - Gerald Porter 3:0
Ein deutlicher und überzeugender Auftakterfolg für Martin Atkins, der pro Aufnahme knapp 17 Punkte mehr warf als sein Gegner Gerald Porter. Zudem waren die 93,93 bis dahin bester Schnitt des Turniers. Lediglich zwei Legs konnte Gerald in dem einseitigen Match gewinnen.

Martin Adams - Darryl Fitton 3:1
Das war schon von der Papierform her kein leichtes Los für den Teamcaptain der englischen Nationalmannschaft Martin Adams. Der erste Satz ging sicher mit 3:0 an Darryl Fitton und Martin war gewarnt. Und "Wolfie" schaffte es besser ins Spiel zu kommen und drehte die Partie. Die nächsten drei Sätze gewann er mit 3:1, 3.1 und 3:2. Darryl Fitton bot eine gute Vorstellung und war am Ende sichtlich enttäuscht. Er hat ein super Spiel gemacht, auch den besseren Average als sein Gegner gespielt und trotzdem verloren.

Simon Whitlock - Andy Fordham 3:0
Frenetisch wurde der Publikumsliebling auf der Bühne empfangen und Andy "The Viking" hatte auch jede Unterstützung nötig. Nach einem nicht allzu guten Jahr musste er jetzt gegen die Nr. 4 der WDF antreten. Beflügelt von den Fans gewann Andy dann auch prompt die ersten beiden Legs, doch "The Wizard" legte nun einen höheren Gang ein. Die nächsten sechs Legs gingen komplett an den Australier, der somit mit 2:0 Sätzen in Führung gehen konnte. Im dritten Satz gewann Andy erneut die ersten beiden Legs und verlor wieder den Satz und das Spiel.

Francisca Hoenselaar - Karen Lawman 2:0
Diese Partie hatte eine Vorentscheidung in der Verlängerung des ersten Satzes. Karen führte 2:1 nach Legs, bevor Francis sicherer wurde und die Legs vier und fünf in 17 und 18 Darts gewinnen konnte. Karen war im letzten Leg weit vom Doppel entfernt und hatte nun der Holländerin nichts mehr entgegen zu setzten, die dann den zweiten Satz mit 3:0 gewinnen konnte.

John Walton - Stephen Roberts 0:3
Für John "Boy" Walton ist die Lakeside nach einem katastrophalem Spiel bereits beendet. Der ehemalige Champion war ein Schatten früherer Tage und lieferte ein schlechtes Spiel ab. Stephen Roberts nutzte die Gunst der Stunde und kam bei seinem erstem Auftritt im Lakeside gleich ohne Satzverlust in die zweite Runde. Gegen Mike Veitch wird es aber wesentlich schwerer werden.

Co Stompe - Paul Hanvidge 1:3
Eine sichere Partie für Paul Hanvidge, der sich auch durch den Verlust des dritten Satzes nicht vom Kurs abbringen ließ.

Ulf Ceder - Mike Veitch 1:3
Der Finne Ulf Ceder konnte einem leid tun. Mit seinem Schnitt von 93,24 und dem guten Spiel, das er dabei bot, hätte er gegen so ziemlich jeden anderen in dieser Runde gewonnen. Er hatte leider das Pech, auf einen blendend aufgelegten Schotten Mike Veitch zu treffen, der mit 96,45 den besten Average des Turniers spielte. Schon das erste Leg zeigte, das Mike heute gut drauf war, nach 140, 180 und 170 hatte er 11 Rest nach 9, die er dann zum 12er checkte. Satz 2 sicherte sich Mike mit einer 121 Finish zu einem weiteren 12 Darter, doch der tapfere Finne kämpfte weiter und gewann den dritten Satz. Doch mehr war gegen Mike heute nicht zu holen. Mal schauen, ob der Schotte im Kilt diese Leistung auch in der nächsten Runde zeigen kann.

Karin Krappen - Jan Robbins 0:2
Dieses Spiel wurde auf Doppel entschieden. Beide Sätze gingen über die volle Distanz und beide Spielerrinnen hatten Darts auf Doppel. Es war aber jeweils Jan Robbins, die das letzte Leg gewann und sich den Einzug in das Halbfinale sichern konnte. Karin Krappen war somit mit dem zweitbesten Average der Frauen aus dem Rennen.

08.01.2006

Die ersten Spiele der Lakeside World Pro 2006 haben statt gefunden. Die Fernsehübertragung war gestern noch nicht so üppig, dafür werden wir heute aber mit Live-Bildern belohnt. Es war gestern aber schon spannend, wie Roger Federer sein Finale bei der "Live-Übertragung" aus Doha pünktlich zum Sendebeginn gewonnen hatte. :-)

Tony Eccles - Per Laursen 2:3
Gleich im ersten Spiel musste ein Gesetzter seine Koffer packen. Tony Eccles war sicher gewarnt vor dem starken Dänen, der zwar sein Debüt bei der Lakeside gab, in diesem Jahr aber schon durch seine Finalteilnahme beim World Cup auf sich aufmerksam machen konnte. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem Per am Ende die besseren Nerven und sicheren Checks hatte.

Ted Hankey - Albertino Essers 1:3
Im nächsten Spiel des Tages war gleich der nächste Gesetzte draußen. Auch Ted Hankey musste seine Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier früh begraben. Eine schwache Vorstellung von "The Count", der in den ersten beiden Sätzen überhaupt nicht ins Spiel finden konnte und nur noch den dritten Satz für sich entscheiden konnte. Albertino Essers nutzte die Gunst der Stunde und zog in die nächste Runde ein.

Mervyn King - Brian Woods 3:0
Nach dem Ausscheiden von zwei gesetzten Spielern war die Nr.1 der WDF gewarnt. Doch Mervyn King spielte eine souveräne Partie und erzielte mit 93,24 den höchsten Average des Tages. Die ersten beiden Legs gingen an Brian Woods, der zum ersten Mal an der Lakeside teilnahm. Danach wurde Mervyn jedoch wach und gewann den ersten Satz noch mit 14, 12 und 14 Darts. Im weiteren Verlauf ließ Mervyn dann nur noch einen Leggewinn von Brian zu und zog sicher in die zweite Runde ein.

Clare Bywaters - Sabine Beutler 2:0
Die Nachmittagssession wurde mit dem ersten Spiel der Damen beendet. Hier spielte zum ersten Mal eine Spielerin aus der Schweiz mit. Leider hatte Sabine keinen allzu guten Tag erwischt und war sicherlich bei ihrem ersten Auftritt auf der großen Bühne des Lakeside nervös. Sie hatte einige Darts auf Doppel, doch der Gewinn eines Legs war ihr nicht vergönnt.

Tony O'Shea - Tony West 3:1
Ein sicherer Sieg von Tony O'Shea, der in der Form sicherlich noch ein Wörtchen mitreden wird. Im Viertelfinale würde der Titelverteidiger warten. Gegen Tony West verlor er zwar den zweiten Satz, hatte aber im restlichen Verlauf des Spiel keine großen Probleme.

Shaun Greatbatch - Niels de Ruiter 3:2
Aller guten Dinge sind fünf, zumindest für Shaun Greatbatch. Bei seiner fünften Teilnahme konnte Shaun endlich sein erstes Spiel im Lakeside gewinnen und in die zweite Runde einziehen. Es wurde ihm allerdings auch in diesem Jahr nicht leicht gemacht, denn der Niederländer Niels de Ruiter kämpfte tapfer. Das Spiel ging in einen entscheidenden fünften Satz und Niels hatte nach einem Break im ersten Leg die besseren Karten. Doch Shaun schaffte das Re-Break und sicherte sich auch das dritte Leg nach schwachen Scores mit einem 142er Finish. Leg 3holte er sich dann mit 87 Punkten zum Sieg.

Mareno Michels - Paul Hogan 0:3
So deutlich wie auf dem ersten Blick war die Partie nicht, immerhin gingen zwei Sätze über die volle Distanz. Letztendlich hatte Paul aber die besseren Checks und gewann sicher mit 3:0.

Trina Gulliver - Karen Littler 2:0
Gegen so ziemlich jede andere Frau hätte Karen Littler mit dieser Leistung gewonnen, doch gegen Trina Gulliver muss man schon außergewöhnliches leisten, um ein Spiel zu gewinnen. Mit ihrem Average von 85,89 hätte Trina auch locker bei den Herren mitspielen können.

Hier der aktuelle Spielplan. Im Gegensatz zur PDC, die in der Regel einen 3-Dart Average führt, gibt die WDF immer den Schnitt pro Dart an. Um eine bessere Übersicht und Vergleichsmöglichkeit zu haben, wurde der Average von mir auf 3-Dart hoch gerechnet.

07.01.2006

Am 5. Januar wurde in Hamburg ein weiteres Mitglied in den Club der 9 Darter aufgenommen. Bei einem Trainingsturnier warf Jörg Bleckmann vom DSC Elbe das, was Wayne Mardle und alle anderen in den letzten beiden Wochen vergeblich versucht haben, das perfekte Spiel. Gegen Andreas zum Felde spielte Jörg den klassischen Weg eines 9 Darters, 180, 180, 60, 57 und Doppel 12. Gratulation an Jörg, der nun zu den wenigen deutschen Spielern im 9er Club gehört.

05.01.2006

Die aktuelle Rangliste der PDC nach der WM ist online und kann hier eingesehen werden. Es gab keine großen Veränderungen, was aber an dem Punktesystem der PDC liegt. Es werden immer

die Punkte aus drei Jahren berücksichtigt und dann sind Verschiebungen durch ein Turnier selten. Hier kommt es nur in den unteren Regionen zu größeren Sprüngen. Erstmals sind nun auch deutsche Spieler in der Rangliste geführt, Tomas Seyler steht auf  Platz 166 und Andree Welge auf Platz 202.

Colin Lloyd bleibt vorne, da er kaum Punkte aus dem letzten Jahr bei dieser WM zu verteidigen hatte. Phil Taylor konnte ja "nur" seine Punkte vom Vorjahr bestätigen und bleibt auf Platz 2. Wenn man einen Blick auf die gespielten Turniere wirft, sieht man allerdings, wer die eigentliche Nr. 1 der PDC ist. Mit einem großen Rückstand von knapp 100 Punkten folgt dann Ronnie Baxter, der ein größeres Verfolgerfeld anführt.

Die ersten 6 der Rangliste haben einen Startplatz bei der Premier League sicher. Wie bereits von mir vermutet, wurde Peter Manley gestern als sechster Teilnehmer bekannt gegeben. Seine Leistungen bei der WM und die Tatsache, dass er bei der ersten Veranstaltung ins Halbfinale gekommen ist, haben dabei sicherlich geholfen. Hilfreich wird ihm hierbei auch sein Posten als Chairman der pdpa gewesen sein.

Nun wird es spannend, wer der letzte Teilnehmer sein wird. Von der Rangliste her müsste es Kevin Painter sein, der bereits im letzten Jahr fest eingeplant war, dann aber doch wegen einer Operation absagen musste. Mark Dudbridge wird schlechte Karten haben, die Leistungen im letzten Jahr waren zu schlecht. John Part ist im letzten Jahr aus den Top 10 gerutscht, hat somit auch keine guten Karten auf eine erneute Teilnahme. Für ihn würde der Nationalitäts-Bonus sprechen, er ist nach Roland Scholten der einzige Nicht-Engländer unter den Top 20. Hinzu kommt, dass John Part der einzige war, der im letzten Jahr Phil Taylor bei einem Major schlagen konnte.Vielleicht ist es aber auch Adrian Lewis, als neue Nr. 16 eigentlich weit entfernt, aufgrund seiner aktuellen Form und Entwicklung aber womöglich eine gute Wahl. Immerhin zählt er zu den wenigen Spielern, die Phil Taylor im letzten Jahr bei einem Turnier schlagen konnten. Und Spiele gegen Peter Manley hätten bestimmt einen guten Unterhaltungswert nach den Vorkommnissen bei der WM. Adrian hat sich übrigens durch das Erreichen des 16. Platzes nach der WM das letzte Ticket für die World Series of Dart gesichert. Im Mai treffen die besten 16 Profis der PDC auf die besten 16 Spieler der USA und ausschlaggebend für die PDC ist der heutige Stand.

05.01.2006

Ab Samstag steigt das nächste Großereignis im Dartsport, wenn die Lakeside World Pro der WDF beginnt. Erfreulicherweise hat Eurosport gemerkt, dass großes Interesse am Dart besteht und zeigt nun auch unsere Sportart, teilweise sogar live. Wollen wir hoffen, dass die Übertragungen dort genau erfolgreich sind wie beim DSF.

04.01.2006

In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr war ich im Urlaub und hatte von dort keinen Zugang zum Internet.
Damit die Berichterstattung der PDC WM weiter laufen konnte, musste ich nun kurzfristig einen Ersatz finden. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Christian Krüger (Köln/Bochum) bedanken, der kurz entschlossen diese Aufgabe übernommen hat und die Arbeit wirklich erstklassig erledigt hat.
Weiterhin möchte ich mich bei meinem Webdesigner Alex bedanken, der die Berichte von Chris online gestellt hat.

04.01.2006

Holsten Pils ist der neue Sponsor der PDC Premier League, die am 16. Februar in die zweite Runde geht.

An den Start wird natürlich der Titelverteidiger Phil Taylor gehen. Als weitere Teilnehmer fest stehen Colin Lloyd, Roland Scholten, Wayne Mardle und Ronnie Baxter. Ronnie wird zum ersten Mal an der Premier League teilnehmen. Die letzten beiden Spieler werden wohl in den nächsten Tagen veröffentlicht. Peter Manley dürfte nach seinem Finaleinzug gute Karten haben, fraglich wird die Teilnahme von Mark Dudbridge sein, dem nach der Vize-Weltmeisterschaft 2004 das große Turnierergebnis fehlt.

04.01.2006

Für Statistik Fans hier noch einmal der Spielplan der letzten 32 der PDC WM 2005

 

04.01.2006

Die News aus Dezember wurden ins Archiv verschoben.

02.01.2006

PDC-WM in Purfleet – Tag 11 (Finale)

Das Finale der PDC-WM im englischen Purfleet wird im Modus best-of-13 gespielt.

Phil Taylor (Eng) – Peter Manley (Eng) 7-0
Der Titelverteidiger Phil “The Power” Taylor wollte unbedingt seinen 13. Weltmeisterschaftstitel holen und so begann er auch gleich dieses Finale. Nur 40 Darts benötigte er für die ersten 3 Legs des Spiels – ein 14er zum Auftakt und ein 12-Darter mit 170er-Finish ließ einen weiteren 14-Darter folgen. Nach 1:0 Führung durch Taylor konnte nun auch Peter Manley sein erstes Leg gewinnen, doch „The Power“ checkte 106 zu einem erneuten 12-Darter. Phil Taylor verpasste das zweithöchste Finish 167 indem er nur das grüne Bull traf und ließ Manley die Chance zum 141er-Finish, welche dieser auch mit einem sehr frechen Weg (T17, D20, Bullseye) nutzte. Peter Manley würde doch nicht wirklich versuchen mit Phil Taylor Spielchen zu spielen?!? Taylor war nicht begeistert, das lässt er sich nicht gefallen und sichert sich Set 2 mit Manleys Lieblingsdoppel 20. Zu Beginn des dritten Sets spielte Taylor dann seinen bisher dritten 12-Darter im Match und musste sich dann nach 2:0-Führung den Ausgleich von Peter Manley gefallen lassen. Peter „One Dart“ Manley spielte gegen einen sehr starken Phil Taylor sehr gut mit und hatte bis hierher einen Average von 97, doch wieder holte „The Power“ sich das fünfte Leg und somit Set 3. Mit jeweils 3:1 gewann dann Phil Taylor auch die Sätze 4 und 5. Ihm gelang dabei ein 103er-Finish und Manley machte 105 aus. In Set 6 war Taylor nicht zu stoppen – wer glaubte, dass es besser als im ersten Set nicht geht, bekam die richtige Antwort. 14, 11, 14 ergibt einen Average von über 115 und brachte Phil Taylor die 6:0-Führung. Peter Manley hatte nun keine Chance mehr und musste zusehen wie Phil Taylor auch das siebte Set ohne Legverlust gewann. Er spielte einen weiteren 11-Darter und checkte die Doppel 12 zum Titelgewinn. „Es war mein Traum 13 Weltmeistertitel zu gewinnen“, sagte Taylor, der einen Average von 106,74 spielte und 54% seiner Doppel traf, nach dem Spiel.

Vorankündigung - Dartsport im TV

Für alle Dartsfans gibt es pünktlich zum neuen Jahr ein Geschenk vom Fernsehsender EUROSPORT. Täglich wird der TV-Sender von der BDO-WM „Lakeside World Pro 2006“ berichten. Es wird Live-Berichte geben und aufgezeichnete Höhepunkte des jeweiligen Tages werden übertragen.

Die Übertragung geht los am 07.01. um 18.00 Uhr mit den Highlights des ersten Tages.

Hier die kompletten Sendezeiten als Übersicht:

07.01. - 18.00 Uhr   -   Zusammenfassung

08.01. - 15.15 Uhr   -   Live   +   21.00 Uhr - Zusammenfassung.

09.01. - 21.00 Uhr   -   Zusammenfassung

10.01. - 19.00 Uhr   -   Live   +   23.00 Uhr - Zusammenfassung

11.01. - 19.00 Uhr   -   Live   +   23.00 Uhr - Zusammenfassung

12.01. - 21.00 Uhr   -   Zusammenfassung

13.01. - 19.00 Uhr   -   Live

14.01. - 20.30 Uhr   -   Zusammenfassung (Halbfinale)

15.01. - 20.00 Uhr   -   Zusammenfassung (Finale)

Freuen wir uns also auf weitere tolle Spiele im deutschen Fernsehen!

01.01.2006

PDC-WM in Purfleet, Tag 10

Am heutigen Neujahrstag standen die Halbfinals auf dem Programm. Gespielt wird im Modus best-of-eleven.

Peter Manley (Eng) – Wayne Jones (Eng) 6-0
„Mister Amarillo“ Peter Manley stürmt ins Finale mit einem starken Auftritt im ersten Halbfinale des Abends. Mit 6:0 fertigt Manley in diesem Spiel Wayne Jones ab. Eigentlich hat das Wayne Jones nicht verdient, doch er konnte die Leistung seiner vorangegangenen Spiele heute einfach nicht abrufen. Im ersten Set war es noch ausgeglichen, doch nach verpasster Chance für Jones Set 1 für sich zu entscheiden, holte sich diesen Satz Peter Manley mit 3:2. Auf dem Weg zum 3:1 im zweiten Satz gelang Manley ein schöner 11-Darter und er checkte 121 im dritten Satz, welchen er ohne Legverlust gewinnen konnte. Peter Manley machte in diesem Spiel einmal mehr seinem Nickname „One Dart“ alle Ehre – er traf einfach sensationell gut die Doppel. Set 4 sicherte sich Manley mit seinem zweiten 121er-Finish mit 3:1 zur 4:0-Führung. Wiederum mit 3:1 ging Set 5 inclusive Checkouts von 144 und 156 an Peter Manley. Nach einem erneuten 3:1 im sechsten Satz sagte Manley im Interview, dass es eines seiner besten Spiele war. Wayne Jones erreichte einen Average von 91,30, der für Peter Manley in dieser starken Form nicht reichte. „One Dart“ spielte einen Average von 98,44 und zieht damit zum dritten Male in seiner Darts-Karriere nach 1999 und 2002 ins Finale ein.

Phil Taylor (Eng) – Wayne Mardle (Eng) 6-5
Was für ein Spiel! Spannung pur am späten Neujahrsabend in der Circus Tavern! Das Spiel fing gleich fulminant an, als beide Spieler das erste Set nicht checken konnten. Taylor verpasste 10(!!) Darts auf Doppel, holte dann aber dennoch das Break, da auch Mardle das Doppel nicht traf. Das zweite Set ging ebenfalls über die volle Distanz, doch diesmal hatte Taylor ja Aufschlag und sicherte sich das fünfte Leg mit einem 14-Darter zur 2:0-Satzführung. Einige Doppelprobleme bei Mardle verhinderten, dass er seinen Aufschlag durchbringen konnte und so gewann Taylor Set 3 mit 3:1. Gleich zu Beginn des vierten Satzes gelang „Hawaii 501“ ein Break und er brachte jeweils „seine“ Legs nach Hause, um auf 1:3 nach Sätzen zu verkürzen. Diesen Satzgewinn brauchte Mardle und es schien ihn richtig zu beflügeln. In Set 5 gingen die ersten beiden Legs jeweils mit den Darts an beide Spieler, bevor Mardle im dritten Leg unter Druck ein 101er-Finish gelang und er „The Power“ im vierten Leg seinen Aufschlag abnehmen konnte. Nun stand es nur noch 2:3 aus Sicht von Wayne Mardle und dieser wollte weiter aufholen. Und es ging so gut weiter für Mardle, der Taylor gleich das erste Aufschlagspiel abnahm und mit 2:0 in Führung ging. Doch Taylor schaffte mit dem höchsten Finish des Abends (123) den Ausgleich, als Mardle etwas zu schwächeln schien und weit über 200 Rest hatte. Doch im entscheidenden fünften Leg war „Hawaii 501“ wieder da und er schaffte erneut ein Break zum 3:3-Satzausgleich. Set 7 sieben ging dann nach jeweils sicheren Aufschlagspielen auch an Wayne Mardle, der nun vier Sets in Folge gegen Phil Taylor gewonnen hatte. Im achten Satz hatte Mardle dann die große Chance mit 5:3 in Führung zu gehen, doch er verpasste vier Darts und Taylor drehte den Satz zu seinen Gunsten. Wieder ausgeglichen = 4:4! Set 9 fing mit zwei Breaks an, doch dann konnten beide Spieler ihren Aufschlag durchbringen, was die 5:4-Führung für Mardle bedeutete. In Set 10 verpasste Mardle die 170 zum Break und verlor dann auch noch sein Aufschlagspiel, was Taylor nutzte und mit 3:1 das Set holte. Nun stand es 5:5 und das letzte Set musste die Entscheidung bringen. Taylor schaffte gleich das erste Break und ließ sich diese Chance nicht mehr nehmen. Er brachte seine Aufschlagspiele souverän durch und konnte somit 3:1 im entscheidenden elften Satz gewinnen. Das dieser Einzug in sein dreizehntes Finale in der Circus Tavern zu Purfleet nicht einfach für Taylor war, konnte man an seinem anschließenden Jubel sehen, der ihn gerade wieder menschlich macht. Um dem Jubel noch einen drauf zu setzen, schnappte sich „The Power“ dann zu guter letzt auch noch das Spielboard und verschwand von der Bühne.

Freuen wir uns also auf ein tolles Finale von Phil Taylor gegen Peter Manley am morgigen Tage.

 

 

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