Archiv der DDV-Ranglistenturniere aus dem Jahr 2007:
16./17. Juni 2007 German Masters in Erlensee
Hessen gewinnt auch den DDV-Länderpokal 2007 in Erlensee
Der 21.
DDV-Länderpokal fand am Samstag den 16. Juni 2007 im Rahmen der German Masters
im Hessischen Erlensee statt. - Im Achterteam der Herren kam es zu einem rein
Hessischen Finale, wobei HDV 2 in einem gleichermaßen knappen wie kurzen Finale
den Titel vor HDV 1 gewann. Platz 3 teilten sich Nordrhein-Westfalen 1 und
Bayern 1. - Bei den Viererteams der Damen setzte sich Nordrhein-Westfalen 1 im
Finale knapp gegen Hessen 1 durch. Platz 3 ging an Baden-Württemberg 1 und
Bayern 3. - Die Gesamtwertung um den Länderpokal gewann wie im Vorjahr Hessen
vor Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den punktgleichen BWDV, BDV und HBDV
auf Platz 4.

Die Hessen
präsentieren gemeinsam mit BSPL Jürgen Vollbrecht den Länderpokal
Reines
Hessenfinale im Achterteam der Herren
Am Samstagmorgen hatten sich in der Erlenhalle im hessischen Erlensee 30
Herren-Viererteams und 28 Damen-Viererteams eingefunden, die dort ihre
Landesverbände vertraten. Neben den Teamtiteln ging es insbesondere auch um den
Sieger in der Gesamtwertung, der am Ende den begehrten DDV-Länderpokal mit nach
Hause nehmen durfte.
Gleich 3
Mal gab es in Runde 1 des Herrenwettbewerbs ein Teamgame, das immer dann
notwendig wird, wenn es nach Ablauf der normalen Distanz 6-6 unentschieden
steht. Ein best-of-3 (1001), bei denen alle 16 Spieler abwechselnd
hintereinander werfen, muss dann über den 7. Punkt entscheiden, der das
Weiterkommen bedeutet.
So
konnte sich Saarland 1 mit 7-6 gegen Bremen 2 durchsetzen, und Baden-Württemberg
1 siegte ebenfalls hauchdünn gegen Rheinland-Pfalz 2. Niedersachsen 2
schließlich gewann 7-6 gegen NWDV 4.
Neben
diesen äußerst knappen Resultaten gab es auch vier klare 7-0 Whitewashes:
Vorjahresfinalist NWDV 1 vs. HDV 3, Titelverteidiger Hessen 1 vs. BWDV 3, Berlin
1 vs. Bremen 3 und das starke Hessen 2 gegen Niedersachsen 3 legten jeweils
imponierende zu-Null-Resultate hin. Eine echte Überraschung blieb in Runde 1
aus.
Wie
stark die Hessen einmal mehr waren, bewiesen sie auch in Runde 2, als sowohl
Team 1 (gegen SHDV 1) wie auch Team 2 (gegen Berlin 1) jeweils ihr zweites 7-0
hinlegten. Bis auf Hessens Zweite setzten sich in diesem Achtelfinale
ausnahmslos die 1. Mannschaften durch.
Im
erlesenen Feld der Letzten Acht gab es dann kein Match mehr, das zu Null
ausging. NWDV 1 führte gegen Bayern 1 nach dem 3:2 von Andreas Kröckel gegen
Thomas Kugler im letzten Einzel mit 5-3. Alle Doppel endeten zu Null, allerdings
für jeden 2, womit NWDV 1 mit 7-5 gewonnen hatte.
Alex
Becker vom Team BWDV 1 war der Erste, der Hessen 1 an diesem Tag einen Punkt
abknöpfen konnte. Er siegte im 2. Einzel mit 3:0 gegen Stefan Wusch. Den 2.
BWDV-Punkt holte Marco Metzger mit einem 3:1 gegen Claus-Peter Hellwing. Dennoch
hatte HDV 1 am Ende mit 7-2 gewonnen.
Kai
Blohm und Andre Hoy brachten Hamburg 1 gegen Andy zum Felde bzw. Andreas Kaulen
mit 2-0 in Führung, doch bis nach den Einzeln hatte Bremen diese zum eigenen 5-3
herumgedreht. Bremen holte gleich die ersten beiden Doppel und hatte 7-3
gewonnen.
Im
letzten Viertelfinale wurde es dann ganz eng. Hatte Hessen 2 in den ersten
beiden Runden noch keinen einzigen Punkt abgegeben, so schien es zunächst bei
3-0 Führung gegen Niedersachsen so weiterzugehen. Doch NDV 1 holte die nächsten
4 Einzel in Folge. Nach Stephan Schwalbs 3:1 gegen Jens Ziegler stand es dann
zur Pause 4-4.
Beim
Stand von 5-5 gewannen dann HDV 2 und NDV 1 je eines der letzten beiden Doppel
mit 3:2, und ein Teamgame musste über den Sieger entscheiden. Auch das war
nervenaufreibend knapp. Am Ende setzte sich HDV 2 mit 2:1 durch und stand im
Halbfinale.
Hier
traf HDV 2 auf Bremen 1 und spielte sich eine 4-1 Führung heraus, wobei
besonders Richard Buskohls 3:2 gegen Andree Welge erwähnenswert ist. Nach den
Einzeln lagen die Bremer immer noch mit 5-3 vorn. Im Doppel traf Bremen dann
plötzlich gar nichts mehr. Man gab alle 4 Doppel ab und holte dabei insgesamt
nur 3 Legs - HDV 2 hatte doch noch 7-5 gewonnen.
Im
anderen Halbfinale wurde NWDV 1 von HDV 1 kalt erwischt und lag schnell mit 0-4
hinten. Nur Colin Rice und Andy Kröckel konnten dann noch ein Einzel gewinnen,
so dass die Hessen zur Pause mit 6-2 führten. Gegen ein solch starkes Team einen
2-6 Rückstand aufzuholen ist ein fast aussichtsloses Unterfangen. So machten
denn auch Barth /Wusch mit einem 7-2 gegen Koch/Münch gleich im ersten Doppel
den 7-2 Erfolg perfekt.
Hessen 1
ging im Finale durch Siege von Masurka, Wusch, Rogge und Köhler klar mit 4-0 in
Führung. Doch bemerkenswerter weise glich Hessen 2 bis nach den Einzeln mit drei
3:0 Ergebnissen von Blumenthal, Wachendörfer und Frommann - sowie einem 3:2 von
Stephan Schwalb gegen Harry Barth - zum 4-4 aus.
Zu den
Doppeln kam es dann allerdings nicht mehr. Man einigte sich darauf, sofort ein
Teamgame zu spielen um den Sieger zu ermitteln. Das Teamgame war eigentlich nur
ein Teamleg, denn man spielte im Gegensatz zur normalen Distanz lediglich auf 1
Leg. Hessen 2 machte den entscheidenden Check und war damit nach dem wohl
lautlosesten Finale der Länderpokalgeschichte Achterteam-Champion.

Alle Hessischen
Finalteams kamen bei der Siegerehrung gemeinsam auf die Bühne
NWDV 1
gewinnt Viererteam der Damen nach Teamgame
Die Damen spielen im DDV-Länderpokal in Viererteams, und wenn es beim Stand von
3-3 zum Teamgame kommt, dann wird dieses im Gegensatz zu den Herren nur
best-of-1 gespielt. In der 1. Runde gab es 4 Freilose, 4 Zu-Null-Resultate und
es war kein einziges Teamgame von Nöten. Die 4-0 Ergebnisse erzielten NWDV 1
(vs. BWDV 2), DVBB 1 (vs. HDV 4), NDV 1 (vs. HDV 5) und HBDV 1 (vs. HDV 3),
womit auch gleich 4 der aussichtsreichsten Teams genannt sind.
Leidtragende waren dabei insbesondere die Hessischen Teams 3, 4 und 5 gewesen.
Die beiden HDV-Top-Teams erreichten dagegen das Achtelfinale. Hier musste sich
dann allerdings HDV 2 nach Teamgame 3-4 gegen NWDV 1 verabschieden.
Gleich
in 5 der 8 Achtelfinals wurde beim Stand von 3-3 ein Teamleg erforderlich um den
Sieger zu ermitteln. Dabei ergaben sich eine ganze Menge von Überraschungen. So
siegte NWDV 4 gegen das hoch eingeschätzte Team Berlin 1, Bayern 3 setzte sich
gegen Rheinland-Pfalz 1 durch, BWDV 1 bezwang NWDV 2 und Niedersachsen 1 warf
mit Bayern 1 den Sieger der Jahre 2004 und 2005 aus dem Rennen.
Im
Viertelfinale legte NWDV 1 einen klaren 4-1 Sieg gegen NDV 2 hin, wobei Claudia
Wahlers mit einem 3:1 gegen Trixi Kröckel den einzigen Punkt für die
Norddeutschen machte. Bei Team 3 aus Bayern lief es von Anfang an ganz
ausgezeichnet. Gegen NWDV 4 ging man mit 3-0 in Führung. Doch die Westdeutschen
verkürzten auf 2-3. Dann aber machten Danner/Plöckl mit einem 3:1 gegen
Krieg-Böning/Sandten-Rümenapp den 4-2 Erfolg von Bayern 3 klar.
Nur
Nermin Wilke konnten mit ihrem 3:1 gegen Monika Stephan im Einzel einen Punkt
für Niedersachsen 1 gegen Vorjahressieger Hessen 1 machen. Doch Männel/Strauch
machten gleich im ersten Doppel mit einem 3:1 gegen Bosse/Wilke den 4-1 Erfolg
für HDV 1 klar.
Besonders spannend war das letzte Viertelfinale zwischen BWDV 1 und Bremen 1.
Die Süddeutschen gingen 2-0 in Führung, doch Bremen glich zum 2-2 aus. Da man
sich auch die Doppel teilte, ging es danach ins alles entscheidende Teamleg.
Hier konnten sich die BWDVlerinnen durchsetzen und zogen als letztes Team ins
Halbfinale ein.
Neben
drei 1. Mannschaften stand dort auch Team Bayern 3, und das musste gleich gegen
NWDV 1 ran. Erneut spielten die Bayerinnen stark und konnten das Match bis nach
den Einzeln gegen das favorisierte Team NWDV 1 mit 2-2 offen halten. Doch dann
gewann NWDV 1 beide Doppel mit jeweils 3:0 und hatten mit diesem 4-2 Sieg das
Finale erreicht.
Im
anderen Halbfinale lag Hessen 1 nach den Einzeln 3-1 gegen BWDV 1 in Front. Nur
Tanja Metzger gelang mit ihrem 3:2 gegen Marion Diehn ein BWDV-Sieg.
Männel/Strauch holten dann im Doppel mit einem 3:2 gegen Becker/Mezger den
entscheidenden 4. Punkt und HDV 1 stand im Finale.
Dieses
Endspiel war ausgesprochen dramatisch. Wie in den Matches zuvor wurde nicht auf
der Bühne gespielt und es liefen immer 2 Einzel zugleich. Christina Oelke hatte
den ganzen Tag schon stark gespielt und brachte NWDV 1 mit einem glatten 3:0
gegen Marion Diehn in Führung.
Nicole
Männels 3:1 gegen Trixi Kröckel bedeutete den Ausgleich, doch Benita Göbel holte
mit einem 3:2 gegen Monika Stephan die Führung zurück. Bianka Strauch war es
denn, die das heiß umkämpfte letzte Einzel gegen Michelle Sossong knapp mit 3:2
gewinnen konnte und das Remis zur Pause sicherstellte.
Eins der
beiden Doppel war sehr schnell beendet, denn Männel und Strauch siegten glatt
mit 3:0 gegen Göbel und Kröckel. Doch Oelke/Sossong retteten dem NWDV mit ihren
3:2 gegen Diehn/Ruppert das 3-3 und die Verlängerung durch Teamgame. Auch hier
war es wieder super spannend, und es war schließlich Benita Göbel, die den
Matchdart zum Titelgewinn für NWDV 1 setzten konnte.
Klar,
dass Hessen die Punktwertung um den Länderpokal gewonnen hatte (116 Punkte), bei
der jeweils die beiden punktbesten Herren- und Damenteams jedes Landesverbandes
zusammengerechnet werden. Der NWDV folgte 33 Punkte zurück auf Platz 2. Weitere
46 Zähler zurück folgte Niedersachsen auf dem Bronzeplatz. Nur 2 Punkte dahinter
belegten Bayern, Baden-Württemberg und Bremen punktgleich den 4. Platz.

Nordrhein-Westfalen 1 gewann nach Teamgame den Titel im
Viererteam der Damen

Andreas Kröckel und Bianka Strauch bei der 21. German Masters
vorn
Mit der
21. German Masters, die am 16./17. Juni 2007 bereits zum 10. Mal im hessischen
Erlensee ausgetragen wurde, fand die DDV-Ranglistensaison 2006/2007 ihr Ende.
Nachdem in der Erlenhalle am Vortag bereits der Länderpokal stattgefunden hatte,
waren nun am Sonntag die Einzelwettbewerbe dran. - Dabei gewann Andreas Kröckel
13 Jahre nach seinem letzten Masters-Erfolg nun zum 3. Mal den Titel und spielte
sich damit zudem auch noch ins World-Cup-Team. Er setzte sich im Endspiel klar
gegen den Überraschungsfinalisten Marco Metzger durch. - Ihren ersten
Masters-Sieg konnte die Vorjahresfinalistin Bianka Strauch für such verbuchen,
als sie im Endspiel das Hessen-Duell gegen Daniela Groh gewann. - Bei der
männlichen Jugend siegte mit Daniel Zygla gegen Alexander Glatthorn genauso die
Nr. 1 vor der Nr. 2 der Rangliste wie es bei den Mädchen Jenny Lieverkus gegen
Asaria Hintzsche-Oehme tat.

Andreas
Kröckel und Bianka Strauch waren die strahlenden Sieger im Masters-Einzel 2007
Gleich
in der 1. Runde purzelten die Favoriten
Bei den Herren gingen wie gewohnt 256 Spieler an den Start. Vor Beginn der
Wettbewerbe gab es noch eine Reihe von Ehrungen für sportliche Erfolge und
langjähriges Engagement durch den DDV. Bereits in der allerersten Runde mussten
sich dann 4 DDV-Top-Spieler geschlagen geben. Das war um so bedeutsamer, als die
Masters das letzte Turnier vor der Nominierung für den World-Cup in Holland war.
Nicht
ganz so tragisch war die Erstrundenniederlage vielleicht für DDV-Nr.1 Michael
Rosenauer, der mit 1:2 und 0:2 gegen Clemens Gabriel aus dem Saarland unterlag.
Damit war Rosi draußen. Sein Punktvorsprung war aber so groß, dass er dennoch
unter den 4 Herren sein würde, die zum World-Cup nach Holland fahren.
Kritischer war es schon bei der 1:2 und 0:2 Niederlage von Karsten Koch gegen
Torsten Sartor (Bruchköbel). Die DDV-Nr. 4 hatte in Erlensee 10 Punkte zu
verteidigen und erhielt nun gar keinen. Genau das Gleiche galt für DDV-Nr. 3
Marko Puls, der sein Auftaktmatch gegen Wolfgang Janßen (Dinslaken) mit zweimal
0:2 abgeben musste. Die Serie der Favoritenstürze in Runde 1 komplettierte Jörg
Goga mit seinem Ausscheiden gegen den BWDVler Alexander Albert.
Bereits
ein Spiel hinter sich hatte Jyhan Artut, als er in Runde 2 gegen Heinfried Hepe
aus Essen unterlag. Hier schied auch Ex-DDV-Nr. 1 Tomas Seyler aus. Shorty
unterlag gegen den starken Bayern Wolfgang Piegsa.
Runde 3
bildete zugleich das Gruppenhalbfinale, und hier war dann auch Schluss für den
an 2 gesetzten Andree Welge. Der Bremer musste sich dem ausgesprochen
routinierten Mülheimer Olaf Tupuschis geschlagen geben, der übrigens einer jener
Spieler war, die mit geliehener Hose an den Start gingen (die neue
Kleiderordnung schrieb eine dunkle Hose vor). Das schien den Deutschen Meister
von 1997 jedoch eher zu beflügeln.
Damit
waren die ersten Vier der Rangliste bereits vor den Gruppenfinals draußen.
Vilsbiburg-Finalist Johann Honner teilte Andrees Schicksal, als er parallel
gegen den Hessen Alan Dokic die Segel streichen musste. Also musste
auch Hansi die Hoffnungen auf den World-Cup 2007 begraben.
Auch in
den 16 Gruppenfinals der Letzten 32 ging die Jagd auf die 9 verbliebenen
gesetzten Spieler weiter. Nun war mit DDV-Nr. 5 Colin Rice ein weiterer
World-Cup-Aspirant an der Reihe. Der Masters-Sieger von 2001 musste sich hier
Wolfgang Henn (Alzey) 1:2 und 0:2 geschlagen geben.
Gleich
für 4 weitere Gesetzte (allerdings ohne World-Cup-Chance) kam hier auch noch das
Aus. Markus Hawlitzky schied in 3 Sets gegen den Nürnberger Thomas Eisgruber
aus, und auch für Christian Werner war das Turnier nach 3 Sets gegen Volker
Backes zu Ende. Nach nur 2 Sets unterlagen Andreas zum Felde gegen Gerhard
Schmid (Augsburg) und der Deutsche Vizemeister Volker
Pfeiffer gegen Rainer Haaß.
Es
standen also nur noch 4 Gesetzte im Achtelfinale: Andy Kröckel, Kevin Münch,
Stephan Schneider und Andree Hoy. Alle 4 konnten ihre Matches für sich
entscheiden. Im Viertelfinale gewann Andreas Kröckel dann das Match der
Gesetzten 2:0, 1:2 und 2:0 gegen Andre Hoy, und Olaf Tupuschis siegte im Duell
der Ungesetzten mit 2:1 und 2:0 gegen Heinfried Hepe.

Hier laufen
gerade die Viertelfinals im Herreneinzel, vorn Marco Metzger gegen Kevin Münch
Andy
Kröckel war einmal mehr unberechenbar
Während für Andy Kröckel die World-Cup-Teilnahme inzwischen sicher war, musste
Kevin Münch nun unbedingt sein Match gegen den noch recht unbekannten Marco
Metzger gewinnen um dieses hohe Ziel zu erreichen. Marco gewann Set 1 genauso
mit 2:0 wie Kevin Set 2 mit 2:0 holte. Set 3 ging dann mit 2:1 zum Matchgewinn
an Marco - nur 5 Punkte fehlten Kevin damit zur Nominierung. Das letzte
Halbfinale entschied Stefan Schneider, der den ganzen Tag schon klasse Pfeile
gespielt hatte, mit zweimal 2:1 gegen den immer stärker werdenden
Kaiserslauterer Thomas Cassagne für sich.
Hatte
Andreas Kröckel mit Blick auf seine schwere Gruppe zu Turnierbeginn eher
skeptisch gewirkt, so strotzte er nun vor Selbstvertrauen. Im Halbfinale gegen
Olaf Tupuschis wurde es dann aber sehr eng. Olaf gewann den 1. Set mit 2:0 und
hatte dann im zweiten Set 3 Matchdarts, die er aber vergab. Andy nutzte seine
Chance sofort und hatte nach Sets ausgeglichen.
Auch im
3. Set stand es wieder 1:1, als Olaf bereits auf Doppel warf und Andy noch gut
über 100 stand. Doch wieder nutzte der Tupunator seine Matchdarts nicht, diesmal
waren es sogar 6 - Andy checkte zum Matchgewinn. - Im anderen Halbfinale hatte
Stephan Schneider Set 1 mit 2:0 gewonnen, musste das zweite jedoch 0:2 abgeben.
Im 3. Set war es schließlich Marco Metzger, der mit einem 2:1 als
Überraschungsfinalist ins Turnierfinale einziehen konnte.
Marco
spielt bei den Flatliners Weingarten in Baden-Württemberg, die an der
diesjährigen Bundesliga-Aufstiegsrunde teilnehmen. Im Bühnenfinale konnte sich Marco dann allerdings nicht mehr so großartig
in Szene setzten wie er es zuvor auf ebener Erde getan hatte.
Andy
Kröckel kam gut ins Match und warf sofort vier Tonnen hintereinander. Mit zwei
17-Dartern gewann er Set 1 wobei Marco jeweils dreistelligen Rest hatte. Auch
Set 2 gewann Andy dann wieder zu Null, diesmal in 21 und 20 Pfeilen Marcos Rest
lag nun bei 35 bzw.25.
Nachdem
der Rekordnationalspieler dann auch im 3. Set mit einem 21-Darter in Führung
gegangen war, ließ er dann doch ein wenig nach. Marco Metzger konnte mit
anschließenden 21 und 20 Darts auf 1-2 nach Sets verkürzen, wobei Andy zwei
Matchdarts vergeben hatte.
Im 4.
Set dominierte Andy dann wieder klar. Ein 17-Darter brachte ihm das 1. Leg. Im
2. Leg verpasste er dann ein 100er-Finish und vergab danach noch 6 Matchdarts -
es schien als warte er auf Marco. Doch dem gelangen nun keine großen Scores mehr
und er stand noch auf 118 Rest als Andy mit einem 22-Darter zum Match checkte.
Es war
ein souveräner Finalsieg, der Andy seinen 3. Masters-Titel im 3. Masters-Finale
brachte. Es war sein 12.ter DDV-Einzelsieg überhaupt seit der Einzel-DM 1990.
Die Averages lagen bei 24.76 für Andy und bei 21.79 für Marco, dem man durchaus
zutrauen darf auch bei den nächsten Turnieren wieder sehr weit vorne zu landen.

Der nun
dreifache Masters-Sieger Andy Kröckel mit dem Finalisten Marco Metzger
Bianka
Strauch erfüllte sich ihren Masters-Traum
Waren bei den Herren - bis auf Michael Lemmes - die ersten 30 der Rangliste
komplett vertreten, so fehlte bei den Damen von den Top-28 gar keine! Das
verdeutlicht den Stellenwert, den die German Masters im DDV-Turnierzirkus
einnehmen.
Auch
hier ging es noch darum sich für den World-Cup zu qualifizieren. Bianka Strauch
war sowieso durch, Heike Ernst hatte verzichtet, und Michelle Sossong hatte
allerbeste Aussichten als zweite Dame mitzufahren. Eine kleine Chance Michelle
noch zu verdrängen hatte Trixi Kröckel - nur rein theoretische Möglichkeiten
konnte man Monique Leßmeister zurechnen.
Für
Trixi Kröckel war der Traum schnell zu Ende, denn sie unterlag gleich in Runde 1
überraschend gegen Christine Schaper aus Niedersachsen. In Runde 2 musste sich
Michelle Sossong unerwartet gegen Jennifer Launsbach aus Gießen geschlagen
geben.
DDV-Nr.
10 Christina Oelke hatte am Vortag im siegreichen Damen-Vierer des NWDV
gestanden und war dort eine der Besten gewesen. Im Gruppenfinale, das zugleich
Achtelfinale war, unterlag sie überraschend klar mit 0:3 gegen die noch junge
HDV-Nr. 2 Daniela Groh.
Dass sie
starke Darts spielt, hatte Daniela in ihrer Gruppe bereits vorher bewiesen, als
sie u.a. die an 7 gesetzte Bianca Ehlen mit 3:1 bezwungen hatte. Im
Viertelfinale traf Daniela dann auf DDV-Legende Heike Ernst. Heike führte mit
2:1, bevor die Hessin ausgleichen konnte. Im entscheidenden 5. Leg warf Heike
dann bereits auf Doppel als Daniela auf genau 170 Punkten Rest stand. Doch Heike
checkte nicht und Daniela gewann noch mit 3:2.
Noch 2
weitere Hessinnen hatten das Viertelfinale erreicht. Nicole Männel unterlag 2:3
gegen Nicole Hartmann und Bianka Strauch siegte 3:1 gegen Astrid Kamm. Klasse
hatte auch die Münchnerin Kathrin Plöckl an diesem Wochenende gespielt, erst im
Viertelfinale unterlag sie 0:3 gegen Monique Leßmeister.
Im
Halbfinale musste sich Monique dann aber 0:2 und 1:2 gegen Bianka Strauch
geschlagen geben, womit Michelle Sossong ihren Platz im Nationalteam endgültig
sicher hatte. Im anderen Halbfinale setzte Daniela Groh noch einen drauf und
bezwang die eminent stark scorende Nicole Hartmann mit 2:0 und 2:1.
Es gab
ein rein hessisches Mastersfinale, in dem Bianka Strauch die große Favoritin
war. Bereits 4 Mal hatte Bianka Strauch seit 1999 in einem Masters-Einzelfinale
gestanden, doch gewonnen hatte sie noch nie eins. Mit entsprechend großem
Ehrgeiz ging Bika in das Match.
Doch es
war Daniela Groh, die den besseren Start hatte und in Leg 1 ein 78er-Finish zum
21-Darter spielte. In Leg 2 stand Daniela auf 38 Rest, als Bika bei 123 Rest ans
Oche trat - und sie bewies, dass sie eine Große ist: Bianka checkte die 123 zum
21-Darter.
Das war
der Knackpunkt im Finale. Bianka spielte einen 20-Darter zum Setgewinn hinterher
und startete Set 2 mit einem 16-Darter - beide Male hatte Daniela über 100 Rest.
Im 2. Leg des 2. Sets vergab Daniela dann 12 Darts auf Doppel und Bianka checkte
schließlich 3 Rest zum Matchgewinn in 32 Pfeilen.
An
Biankas Jubel konnte man sehen, wie wichtig ihr dieser erste Mastersgewinn war.
Es war ein Klassefinale, in dem Bianka einen Average von 22.85 und Daniela von
20.07 erreichten. Das ist an sich schon stark, wäre das letzte Leg nicht gewesen
hätten die Averages sogar bei bemerkenswerten 25.92 bzw. 22.29 gelegen!

Daniela Groh
wurde Zweite bei den Damen hinter Masters-Siegerin Bianka Strauch
Daniel
Zygla verteidigt Jungentitel vor Alex Glatthorn
Mit 56 Startern war das Jungeneinzel quantitativ sehr stark besetzt. Auch die
Qualität war hoch, denn die DDV-Top-10 waren geschlossen vor Ort. Von den 4
gesetzten Spielern musste sich nur einer frühzeitig verabschieden. Es war
Jungen-Nr. 3 Robin Tuchel, der gleich sein erstes Match 2:3 gegen den
Huttenheimer Adrian Uscilo verlor.
Adrian
war dann auch der einzige ungesetzte Spieler, der es im Einfach-KO-Tableau bis
ins Halbfinale schaffte. Möglich war dies durch ein 3:1 im Viertelfinale gegen
den Hamburger John-Philip zum Felde.
Alles
abgefordert hatten in diesem Viertelfinale zwei weitere Ungesetzte ihren
prominenten Gegnern. Jeweils nur denkbar knapp mit 2:3 unterlagen der Berliner
Marcel Hausotter gegen Jungen-Nr. 1 Daniel Zygla und der Essener Tobias Käfer
gegen Alexander Daub. Mit einem 3:1 gegen Alexander Hamacher erreichte auch Alex
Glatthorn das Halbfinale. Dort siegte Alex in 3 Sets gegen Adrian Uscilo und
Daniel Zygla setzte sich in 2 Sets gegen Alex Daub durch.
Im
Finale hatte dann Alexander Glatthorn einen Blitzstart und gewann das 1. Set in
21 und 23 Pfeilen. Doch danach übernahm Daniel Zygla das Ruder und gewann die
nächsten beiden Sets in 17, 16, 18 und 21 Darts zum 0:2, 2:0 und 2:0 Sieg. Damit
hatte Daniel seinen Vorjahrestitel verteidigt. Wie stark das Finale war zeigen
die Averages von 25.69 für Daniel und 21.16 für Alexander.

Wie im
Vorjahr gewann Daniel Zygla die Jungen-Masters, Alexander Glatthorn wurde
Zweiter
Dritter
Masters-Titel in Folge für Jenny Lieverkus
Bei den 19 Mädchen musste sich Setznummer 3 Sarah Neubauer bereits im
Achtelfinale gegen die Vilsbiburg-Finalistin Sarah Grosse mit 1:3 geschlagen
geben. Die anderen Favoritinnen erreichten allesamt das Viertelfinale. Hier
wurde es nur für Britta Lederbogen knapp, die am Ende aber doch 3:2 gegen die
starke Alessandra Kriegel siegte.
Beide
Halbfinals waren dann ausgesprochen knapp. Dabei setzte sich Mädchen-Nr. 1 Jenny
Lieverkus genauso mit 3:2 gegen Sarah Grosse durch wie Asaria Hintzsche-Oehme
gegen die Vorjahresfinalistin Britta Lederbogen.
Zum 3.
Mal in Folge stand Jenny Lieverkus damit im Mastersfinale - die ersten beiden
Male hatte sie gesiegt. Gegen Asaria Hintzsche-Oehme hatte Jenny das Match fast
immer im Griff, nur im 1. Leg des 2. Sets war Asaria eher auf Doppel. Doch sie
verpasste 7 Checkdarts und verlor am Ende 0:2 und 0:2. Die starken Averages
lagen bei 21.32 für Siegerin Jenny und bei 18.35 für Asaria. Damit hat Jenny im
nächsten Jahr die Chance den Rekord von Nicole Osthues (3 Siege, 1 Mal Zweite)
zu brechen.
Die
German Masters bildeten einmal mehr einen schonen Ausklang der
DDV-Turniersaison. Ein Dankeschön sei an dieser Stelle auch dem Organisator vor
Ort, Dieter Herale und seinem Team, zum 10jährigen Jubiläum der Masters in
Erlensee ausgesprochen. Es hat wieder mal richtig Spaß gemacht bei Euch!

Asaria
Hintzsche-Oehme wurde bei den Mädchen hinter der Siegerin Jenny Lieverkus

18.-20. Mai 2007 DDV-Ranglistenturnier in Vilsbiburg
Andree Welge gewinnt in Vilsbiburg, Michelle Sossong verteidigt
Damentitel
Am
19./20. Mai 2007 fand bereits zum 3. Mal in Folge das DDV-Ranglistenturnier im
Bayerischen Vilsbiburg statt. Bereits am Freitagabend war vorab das
Bob-Anderson-Event zur Einstimmung auf die offiziellen Wettbewerbe gelaufen,
wobei sich Johann Honner im Finale gegen Michael Mieslinger durchsetzte. Auch am
Samstag im Herreneinzel war Honner im Finale zu finden, das er allerdings gegen
Andree Welge verlor. Ihren Damentitel konnte Michelle Sossong mit einem
Finalsieg gegen DDV-Nr. 1 Bianka Strauch verteidigen. Die Jugendtitel gewannen
am Sonntag Daniel Zygla vor Robin Tuchel und Jenny Lieverkus vor Sarah Grosse.
Ebenfalls am Sonntag wurden die Doppelwettbewerbe ausgetragen. Dabei holten sich
bei den Herren Kevin Münch und Sven Flück den Titel vor Jörg Goga und Marcel
Schmidt. Bei den Damen gewannen Michelle Sossong und Christiane Oelke das Finale
gegen Carola Müller und Claudia zum Felde.

PDC-Profi Bob
Anderson gab am Freitagabend eine Exhibition auf der Bühne
Hansi
Honner gewinnt Bob-Anderson-Event
Bereits am Freitagabend hatte Ausrichter Hawks Vilsbiburg zu einem
Vorabend-Einzelturnier eingeladen, an dem als große Attraktion auch PDC-Profi
Bob Anderson teilnahm. Der Limestone Cowboy hatte zuvor eine Reihe von
Exhibition-Matches gemacht, bei denen er sein Können u.a. gegen die Deutsche und
Bayerische Spitze demonstrierte.
Auch das
Begrüßungsturnier war dann gespickt mit Top-Spielern, wovon sich eine ganze
Reihe jedoch bereits in der Runde der Letzten 32 geschlagen geben musste. Im
Achtelfinale war dann auch für Bob Anderson Schluss. Andreas Heigl war es, der
das Match gegen Anderson sogar mit 4:0 gewann. Bianka Strauch wurde als Neunte
beste Dame.
Im
Viertelfinale standen dann beachtliche 6 von 8 Spielern aus Bayern. Mit Andreas
Heigl und Michael Mieslinger schafften es 2 von ihnen sogar ins Halbfinale, und
trafen dort direkt aufeinander. Michael erreichte mit einem 4:0 das Endspiel.
Das 2. Halbfinale gewann - im Duell der Norddeutschen - Johann Honner mit 4:1
gegen Andreas zum Felde.
Es gab
dann absolut hochklassiges Endspiel. Bei seinem 4:2 Sieg gewann Johann Honner
seine Legs in zweimal 18 und zweimal 17 Darts und erzielte eine 180. Sein Gegner
Michael Mieslinger holte seine beiden Legs in 16 und 15 Pfeilen und steuerte
sogar zwei 180er bei.

Michael
Mieslinger belegte Platz 2 hinter Johann Honner bei Bob-Anderson-Event
Spitzenspieler taten sich schwer im Herreneinzel
Am Samstagmorgen ging es dann mit den Ranglisteneinzeln der Erwachsenen los. Bei
den Herren hatten 201 Spieler gemeldet, bei den Damen waren es genau 50
Spielerinnen. Stimmung und Ambiente waren einmal mehr ganz hervorragend, und die
Bayerische Note kam insbesondere bei den Gästen aus dem Norden bestens an.
Bereits
in Runde 2 unterlag mit Vorjahressieger Colin Rice einer der Top-Favoriten gegen
den Jugendspieler Alexander Hamacher (Fallersleben) - und schied wenig später im
Halbfinale der Loserrunde gegen den Bremer Christian Bober endgültig aus.
Andreas Kröckel verlor sein Gewinnerfinale 2:3 gegen Gerhard Schmidt aus
Augsburg. Allerdings konnte er diese Scharte mit einem 2:0 Sieg im Loserfinale
gegen Andy Wright (München) wieder auswetzen.
Anschließend trafen in den 16 Gruppen jeweils die Gewinner der Sieger und
Verliererrunden aufeinander, wobei die Spieler der Loserrunde hier 2 Mal
gewinnen mussten. Gleich 6 Mal wurde dieses 2. Match notwendig, aber nur 2
Spieler aus der Loserrunde konnten sich schließlich ins Achtelfinale spielen. So
setzte sich Ralf Knetsch mit 3:1 und 3:2 gegen Muharrem Kutlu durch, und Martin
"Averell" Degel siegte mit 3:1 und 3:2 gegen DDV-Nr. 2 Marko Puls.
Ab dem
Achtelfinale ging es einfach-KO weiter, und es kam zu drei Matches zwischen
gesetzten Spielern. Dabei gewann Andree Welge 3:1 gegen den Deutschen
Einzel-Vizemeister Volker Pfeiffer. Freitagssieger Johann Honner setzte sich mit
3:0 gegen Markus Hawlitzky durch. Mit Karsten Koch schied hier auch noch ein
dritter Nationalspieler mit 2:3 gegen den bayerischen Vorjahres Dritten Wolfgang
WoPi Piegsa durch.
An dem
Viertelfinale wurden dann Sets und Legs gespielt. In den beiden reinen
Vergleichen von Gesetzten siegte Andree Welge mit zweimal 2:1 gegen Jörg Goga,
und Johann Honner gewann mit genau dem gleichen Resultat gegen Christian Werner.
Es hatte sich also jeweils der in der Rangliste höher platzierte Spieler
durchgesetzt.
In den
anderen beiden Matches trafen Gesetzte auf Ungesetzte, wobei Kevin Münch als Nr.
8 mit 2:1 und 2:0 gegen Peter Lange gewann. Für Andy Kröckel lief es nicht so
gut, denn dessen Gegner WoPi Piegsa bezwang ihn 2:1 und 2:0.

Kevin Münch und
Wolfgang Piegsa belegten jeweils Platz 3 im Herreneinzel
Gleiches
Halbfinale wie im Vorjahr bei den Herren
Damit kam es zu genau dem gleichen Halbfinale wie im Vorjahr. Und wie damals
musste Johann Honner Set 1 an WoPi Piegsa abgeben. Doch auch diesmal gewann
Hansi die nächsten 2 Sets mit 2:0 und stand erneut im Endspiel. - Das andere
Halbfinale war sogar noch enger, denn dort wurden alle 9 möglichen Legs
ausgespielt. Am Ende siegte im Duell der ehemaligen Jugend-Einser Andree Welge
1:2, 2:1 und 2:1 gegen Kevin Münch.
Als
Caller Ibrahim Ibo Kutlu zum Herrenfinale auf die Bühne rief waren die Tipps
gespalten. Zwei Norddeutsche Nationalspieler auf einer Bayerischen Bühne: Das
gab Anlass zu Spekulationen. So kam es auch - es wurde eine ganz enge Kiste -
kein einziges Set ging zu Null aus.
Johann
Honner holte sich das Auftaktleg klar in 14 Darts, wobei Andree Welge 110 Punkte
Rest hatte. In den nächsten Legs hatte dann aber Johann keinen Dart mehr auf
Doppel, so dass Andree Set 1 in 15 und 17 Darts einfuhr.
Auch in
Set 2 ging Johann in Führung - diesmal mit einem 15-Darter, und wieder hatte
Andree einen dreistelligen Rest. Der Bremer glich in 15 Pfeilen aus und ließ
Johann auf 190 Rest stehen. Doch Hansi gelang dann in 18 Darts der 1-1
Setausgleich.
Irgendwie war Hansi Honner an diesem Tag auf den Gewinn des jeweils ersten Legs
programmiert, denn auch in Set 3 ging er mit einem 18-Darter in Führung. Doch
Andree verdarb ihm den Spaß, als er die nächsten beiden Legs in 19 und 21
Pfeilen zum 2-1 nach Legs und damit auch nach Sets gewann.
Klar wer
im 4. Set in Führung ging: Zum 4. Mal Hansi Honner - nun mit einem 18-Darter.
Doch dann zog Andree nochmals an und sichere sich Set und Titel in 15 und 14
Pfeilen. In diesem Klassefinale lagen die Averages bei 28.23 für Sieger Andree
Welge und bei 27.55 für Johann Honner, der damit im 2. Jahr in Folge den
Vizetitel holte (beide Spieler erzielten eine 180). - DDV-Nr. 1 bleibt weiterhin
Michael Rosenauer, der einzige Spieler der Top-10, der nicht nach Vilsbiburg
reiste.

Andree Welge
gewann den Titel im Herreneinzel vor Johann Honner
Vorjahressiegerin trotz Niederlage weiter
Die 50 Damen gingen in 4 Doppel-KO-Gruppen an den Start. Auch hier gab es eine
Reihe von Freilosen in Runde 1. Nicole Männel war als Achte noch gerade in die
Setzliste gerutscht, musste sich aber in Runde 2 gegen Claudia Papendick (Köln)
geschlagen geben. Im Loserfinale spielte sich Nickel dann allerdings mit einem
2:0 Revanchesieg gegen Claudia doch noch ins Gruppenfinale.
Nicht
gut lief es für Christina Oelke, die gleich in Runde 2 gegen die Bayerische Nr.
1 Sonja Haller verlor und sofort danach gegen Benita Göbel ausschied. Auch für
DDV-Nr. 4 Beatrix Kröckel kam das Aus recht früh. In Runde 3 unterlag Trixi
gegen die Berlinerin Anne Willkomm. Im Halbfinale der Loserrunde schied sie dann
gegen Kathleen Gräbenteich (Marktheidenfeld) endgültig aus.
Vorjahressiegerin Michelle Sossong bewies im Vilsbiburg Kämpferqualitäten. Zwar
verlor sie ihr Drittrundenspiel gegen Bayerns Nr. 2 Manuela Tragelehn
(Möhrendorf), konnte dann aber das Finale der Loserrunde gegen die gleiche
Spielerin mit 2:1 gewinnen.
Nicht am
Start waren aus den Top-8 Heike Ernst, Nicole Hartmann und Astrid Kamm gewesen -
aber sie wurden gut vertreten. Immerhin 6 der 8 Gesetzten standen schließlich in
den 4 Gruppenfinals, die auch das Viertelfinale bildeten.
Zwei
Aufeinandertreffen waren bereits nach einem Match beendet, wobei Bianka Strauch
das Hessenduell gegen Nicole Männel genauso mit 3:1 gewann wie Monique
Leßmeister den Vergleich der Um-die-Zwanzigerinnen gegen Benita Göbel 3:1 für
sich entschied.
Länger
brauchte Bianka Ehlen um das zu erreichen. Sie musste das 1. Match 2:3 gegen
Anne Willkomm abgeben, gewann das zweite dann aber mit 3:1. Sabine Kempter war
schon im Vorjahr Fünfte gewesen. Aus der Gewinnerrunde kommend unterlag Sabine
0:3 und 1:3 gegen Michelle Sossong - erneut wurde sie Fünfte.

Platz 3 im
Dameneinzel ging an Bianca Ehlen und Monique Leßmeister
Spannung
in Halbfinale und Endspiel der Damen
Ganz spannend wurde es dann in Halbfinale und Endspiel. Top-Favoritin Bianka
Strauch musste Set 1 mit 1:2 an Monique Leßmeister abgeben, gewann den zweiten
dann 2:1 und spielte sich mit einem 2:0 im dritten ins Endspiel. Michelle
Sossong holte sich Set 1 gegen Bianca Ehlen mit 2:1, musste das zweite aber 0:2
abgeben. Ein 2:1 in Set 3 brachte Michelle dann in ihr bislang fünftes
DDV-Finale.
Es wurde
ein total ausgeglichenes Endspiel. Bianka Strauch gewann Leg 1 ganz klar in 19
Darts bei fast 200 Restpunkten von Michelle. Leg 2 ging dann ähnlich klar an
Michelle Sossong, die 25 Darts benötigte. Im 3. Leg hatte Michelle ca. 10 Darts
auf Doppel, bevor sie sich mit Doppel-1 den Set sicherte (34-Darter), als Bianka
Tops Rest hatte.
Auch im
2. Set hatte Bianka wieder den besseren Start und spielte einen 24-Darter zur
1:0 Führung. Im 2. Leg vergab Bianka einige Darts auf Doppel und Michelle glich
in 25 Pfeilen zum 1:1 aus. Mit einem 22-Darter konnte Michelle dann ihren
zweiten Titelgewinn sicherstellen, als Bianka noch 104 Rest hatte.
Die
Averages von 18.24 für Michelle und 18.20 für Bianka zeigen, wie eng das Match
tatsächlich war. Die einzige 180 des Finales erzielte Bianka Strauch, die
bereits zum 2. Mal den Vizetitel in Vilsbiburg holte, wo Michelle ihre nun 2
DDV-Einzeltitel gewann.

Michelle
Sossong gewann das Finale im Dameneinzel gegen Bianka Strauch
Daniel
Zygla verteidigt seinen Jungentitel erfolgreich
Die männliche Jugend startete am Sonntag in 2 Doppel-KO-Gruppen, deren Sieger am
Ende im Turnierfinale stehen würden. Es gingen 23 Spieler an den Start.
In
Gruppe 1 erreichte Jungen-Nr. 1 Daniel Zygla trotz schweren Weges über Jan
Waldau (3:0), Björn-Lars Schnelle (3:1) und Alex Hamacher (3:0) über die
Siegerrunde das Gruppenfinale.
Dort
traf er erneut auf Alex Hamacher, der im Loserfinale 2:0 gegen den an 4
gesetzten Giuliano de Marinis gewonnen hatte (Giuliano war zuvor bereits im
Siegerhalb-finale 0:3 an Alex gescheitert). Daniel gewann das Gruppenfinale
gegen Alex mit 3:1 und stand damit im Turnierfinale.
In der
anderen Gruppe war Jungen-Nr. 2 Alexander Glatthorn der große Favorit. Doch im
Siegerhalbfinale verlor er mit 0:3 gegen den Vorjahresfinalisten Daniel Lorber
und schied danach im Loservorfinale 0:2 gegen Muharrem Kutlu aus, den er im
Auftaktmatch noch 3:0 geschlagen hatte.
Robin
Tuchel spielte in der unteren Hälfte des Tableau und konnte im Siegerfinale 3:1
gegen Daniel Lorber gewinnen. Daniel siegte anschließend im Loserfinale 2:1
gegen Muharrem Kutlu und traf im Gruppenfinale wieder auf Robin. Mit einem
erneuten 3:1 spielte sich Robin Tuchel ins Turnierfinale.
Robin
Tuchel gewann im Bühnenfinale Leg 1 in 27 Darts und Daniel Zygla glich in 24
Pfeilen aus. Das Set holte sich dann Vorleger Robin in 21 Pfeilen. - Daniel
sicherte sich dann aber Set 2 klar in 21 und 22 Darts – Setausgleich!
Das 3.
Set musste nun mit 2 Legs Vorsprung gewonnen werden. Robin ging mit einem
23-Darter in Führung und hatte im 2. Leg vier Matchdarts. Die konnte er aber
nicht nutzen, und Daniel glich mit einem 30-Darter aus. Leg 3 ging dann wieder
an Robin zur 2:1 Führung, diesmal in 27 Darts. Doch in den nächsten 3 Legs kam
Robin dann nicht mehr auf Doppel, und Daniel gewann sie in 20, 19 und 21
Pfeilen.
Damit
hatte der junge Hamburger Daniel Zygla seinen Vorjahrestitel mit 1:2, 2:0 und
4:2 verteidigt, wobei er einen Average von 21.98 spielte. Robin Tuchel erreichte
einen ebenfalls ansehnlichen Punkteschnitt von 20.36 Punkten pro Dart.

Robin Tuchel
unterlag erst in der Verlängerung des Jungeneinzels gegen Daniel Zygla
Jenny
Lieverkus siegt erneut, Sarah Grosse im Finale
Unter den 8 Teilnehmerinnen des Mädchenturniers, das in 2 Doppel-KO-Gruppen
ausgetragen wurde, waren 7 schon mehr oder weniger erfahrene Spielerinnen. Auch
DDV-Neuling Jennifer Hinze (Schierling) machte eine gute Figur. Sie unterlag
gegen Sarah Neubauer lediglich mit 2:3 - später dann 0:2 gegen Britta
Lederbogen.
In den
beiden Gruppenfinals standen sich später jeweils die Gewinnerinnen der Sieger-
und Verliererrunden gegenüber. Stefanie Haller aus Bayern spielte stark gegen
Mädchen-Nr. 1 Jenny Lieverkus, musste sich dann aber doch 2:3 geschlagen geben.
Sarah Grosse aus Berlin schaffte gegen Sarah Neubauer mit ihren 3:1 Sieg eine
Überraschung. Damit hatten jeweils die aus der Gewinnerrunde kommenden Mädchen
das Finale erreicht.
Dort war
dann Jenny Lieverkus die stärkere Spielerin, auch wenn Sarah Grosse gut mithielt
und in 2 Legs auf Doppel werfen konnte. Am Ende hatte Jenny mit zweimal 2:0
gewonnen und dabei einen Average von 17.73 gespielt (Sarah erreichte 15.09).
Während Jenny ihre Top-Position immer weiter ausbaut, scheint Sarah inzwischen
auf gutem Weg nach oben zu sein.

Sarah Grosse
belegte einen starken 2. Platz hinter Mädchensiegerin Jenny Lieverkus
Michelle
Sossong im Doppel mit Kiki Oelke zum Double
Im den ebenfalls am Sonntag ausgetragenen Doppelwettbewerben gingen 67 Herren-
und 20 Damenzweier an den Start. Bei den Damen wurde in 2 Doppel-KO-Gruppen
gespielt, deren Sieger später auf der Bühne um den Titel spielten.
Überraschend unterlagen die Two-Person-Team Meisterinnen Kempter/Strauch sofort
in ihrem Auftaktspiel gegen die Berlinerinnen Einfeld/Willkomm, die es dann bis
ins Siegerfinale schafften, wo man allerdings gegen die Norddeutschen Müller/zum
Felde unterlag.
Im
Loserfinale kam es dann zur Neuauflage der Partie, wobei sich diesmal
Kempter/Strauch gegen Einfeld/Willkomm durchsetzten und im Gruppenfinale
standen. Doch wieder gab es eine Überraschung: Die aus der Siegerrunde kommenden
Müller/zum Felde siegten 3:2 gegen Kempter/Strauch und standen im Turnierfinale.
In der
anderen Gruppe musste sich Bianca Ehlen als Dritte des Einzels gemeinsam mit
Andrea Viebrock gleich in Runde 1 gegen Sonja Haller und Daniela Becker
geschlagen geben. Im Loserhalbfinale kam es erneut zu dieser Partie, und wieder
siegen Sonja und Daniela.
Göbel/Kröckel hatten sich genauso ins Siegerfinale gespielt wie Oelke/Sossong,
mussten sich hier aber der Einzelsiegerin und Partnerin Kiki geschlagen geben.
Auch im Loserfinale klappte es für Göbel/Kröckel nicht, denn man unterlag gegen
Becker/Haller. Mit einem glatten 3:0 im Gruppenfinale gegen Becker/Haller zogen
Oelke/Sossong dann ins Turnierfinale ein.
Auf der
Finalbühne dominierten Michelle Sossong und Christina Oelke recht klar gegen
Carola Müller und Claudia zum Felde, die vor 2 Monaten Deutsche Vizemeisterinnen
im Two-Person-Team geworden waren. Mit zweimal 2:0 siegten Oelke/Sossong in 26,
27, 24 und 21 Darts bei einem Average von 20.45. Müller/zum Felde hatten in
diesem Match keinen Dart auf Doppel und erreichten 15.11 Punkte pro Dart.

Christina Oelke
und Michelle Sossong gewannen das Damendoppel in Vilsbiburg
Twen-Doppel Flück/Münch gewinnt das Herrendoppel
Bei den 67 Herrendoppeln konnte sich Einzelsieger Andree Welge gut in Szene
setzen. Er gewann seine Gruppe mit Partner Christian Bober klar. Sowohl im
Gewinnerfinale (3:1) als auch im Gruppenfinale (1:3, 3:0) siegte man gegen die
Top-Favoriten Koch/Puls, die damit ausgeschieden waren.
Jörg
Goga und Marcel Schmidt verloren ihr Siegerfinale gegen Degel/Piegsa mit 0:3,
kamen jedoch über einen Sieg im Loserfinale gegen Janackovic/Knüpfer
(Schierling) zurück und gewannen dann ihr Gruppenfinale gegen Degel/Piegsa mit
zweimal 3:1.
Ähnlich
erging es dem gleichermaßen jungen wie spielstarken Team, das Kevin Münch und
Sven Flück bildeten. Sie unterlagen im Siegerhalbfinale ihrer Gruppe gegen
Bernhard Haller und Thomas Kain aus Vilsbiburg, spielten sich über ein 2:0 im
Loserfinale gegen Bachhuber/Schmidt (Essenbach) im Loserfinale zurück und
gewannen ihr Gruppenfinale gegen Haller/Kain mit 3:1 und 3:2.
Im
Viertelfinale, ab wo auf Sets und Legs gespielt wurde, mussten sich die
Bruchköbeler Lehmberg/Sartor mit zweimal 0:2 gegen Bober/Welge geschlagen geben.
Auch die anderen 3 Matches waren bereits nach 2 Sets beendet. Flück/Münch
siegten mit zweimal 2:1 gegen Hawlitzky/Krüger, Kröckel/Rice gewannen 2:1 und
2:0 gegen Hoy/zum Felde und Goga/Schmidt setzten sich mit 2:0 und 2:1 gegen
Bügler/Hartenfels durch.
Im
Halbfinale sah es zunächst nicht gut aus für Goga/Schmidt, denn sie verloren den
1. Set gegen Kröckel/Rice mit 0:2. Doch die beiden kamen zurück und drehten das
Match mit den anschließenden 2:0 und 2:1 gewonnenen Sets noch zum eigenen
Finaleinzug um. Dort trafen sie auf Sven Flück und Kevin Münch, die ihr
Halbfinale gegen Chris Bober und Andree Welge 2:1 und 2:0 gewannen.
Dieses
Finale war eine langwierige aber ganz gewiss nicht langweilige Angelegenheit,
denn es ging über die vollen 5 Sets - wobei die ersten 4 davon jeweils über die
volle Distanz liefen. Flück/Münch gewannen Leg 1 in 27 Darts. Goga/Schmidt
glichen dann in 20 Pfeilen aus, bevor Flück/Münch mit einem 19-Darter das Set
einfuhren.
Die
beiden gingen dann auch in Set 2 mit einem 16-Darter in Führung. Doch
Goga/Schmidt schlugen zurück und schafften den Setausgleich in 21 und 13
Pfeilen. - Set 3 sah zunächst Goga/Schmidt mit einem 23-Darter vorn, Flück/Münch
glichen in ebenfalls 23 Darts aus jedoch Goga/Schmidt erspielten sich dann die
2-1 Setführung mit einem 21-Darter.
In Set 4
gingen Goga/Schmidt mit einem 19-Darter in Führung, doch einen Matchdart hatten
sie danach nicht. Flück/Münch gewannen die nächsten beiden Legs zum 2-2 nach
Sets in starken 17 und 14 Pfeilen, wobei ihre Gegner auf beachtlichen 140 bzw.
226 Rest standen.
Mit
zweimal 22 Darts gewannen Flück/Münch dann den 5. Set, welcher der einzige war,
der nicht über alle 3 Legs ging. Das war der Titel für das junge Team der beiden
ehemaligen Top-Jugendspieler, die im Finale einen Average von 24.68 erreichten.
Goga/Schmidt lagen bei 22.64 Punkten pro Dart und erzielten die einzige 180.
Bleibt
zu hoffen, dass im nächsten Jahr wieder mehr Teilnehmer den Weg nach Vilsbiburg
finden, das neben dem sportlichen Anreiz auch eine ganze Menge Ursprünglichkeit,
Gastlichkeit und Beschaulichkeit bietet - nicht zu vergessen all die
freundlichen Helfer, die auch die ddz wieder so hervorragend unterstützt haben.

Die junge Kombi
aus Kevin Münch und Sven Flück holte den Titel im Herrendoppel

20.-22. April 2007 19. BULL's German Open in Bochum
Martin Adams und Carina Ekberg siegen bei 19. BULL´S German Open
in Bochum
Vom 20.
bis 22. April 2007 wurde die 19. BULL´S German Open ausgetragen. Zum 2. Mal
boten die Sporthallen Harpener Heide in Bochum den würdigen Rahmen für dieses
WDF-Weltranglistenturnier der Kategorie 1. - Am Samstag standen gleich 4
Top-Engländer im Halbfinale, und es war schließlich Lakeside-Sieger Martin
Adams, der das Finale gegen John Walton gewann. Den Damentitel sicherte sich die
Schwedin Carina Ekberg gegen Hollands Carla Molema. - Am Sonntag siegte bei der
Jugend Michael De Vries (Holland) vor Oskar Lukasiak (Schweden), und Deborah
Moet gewann das rein holländische Mädchenendspiel gegen Lynn Poolen. - Die
Niederländer Mario Robbe und Edwin Max gewannen das Herrendoppel vor den DDVlern
Karsten Koch und Marko Puls. Im Damendoppel siegten Irina Armstrong (Russland)
und Carina Ekberg (Schweden) vor den Britinnen Dee Bateman und Louise Hepburn.

German-Open-Organisator Dietmar Ernst gratuliert Martin Adams zum Titelgewinn
Absolutes Weltklassefeld im Herreneinzel am Start
Am Samstagmorgen standen mit dem Herren- und Dameneinzel die wichtigsten
Wettbewerbe des Wochenendes an. Mit 1203 Herren und 266 Damen waren in diesem
Jahr sogar noch 1,1% mehr Teilnehmer am Start als im Vorjahr. Aus den Top-32 der
WDF-Herrenrangliste hatten sagenhafte 29 Weltklassespieler gemeldet.
Mit
Michael Rosenauer schied hier sofort die DDV-Nr. 1 aus, der sich dem
holländischen Nationalspieler Hennie van der Ster mit 1:3 geschlagen geben
musste. Nicht besser erging es den Nummern 2 und 5: Marko Puls verlor 1:3 gegen
Louis Vink (Holland) und Andree Welge schied mit 2:3 gegen Luc Snels (Belgien)
aus.
Im
Boardhalbfinale trafen dann später die letzten 256 Spieler aufeinander. Nun war
die Zeit sich zu verabschieden auch für DDV-Nr. 2 Karsten Koch gekommen, der dem
Engländer Andy Boulton unterlag. Doch auch für einige Auslands-Cracks war hier
das Turnier zu Ende. Mit Steve Coote unterlag hier der German-Open-Sieger von
1999 mit 0:3 gegen Remco van Eijden (Holland). Nun musste sich auch Paul
Hanvidge, der beliebte schottische German-Open-Sieger von 2005, mit 1:3 gegen
Hollands Sebo van de Wall geschlagen geben.
Doch die
beiden befanden sich in bester Gesellschaft, denn in diesen Boardhalbfinals kam
auch das Aus für den Waliser Europa-Cup-Sieger Mark Webster (gegen Belgiens
Pascal Rabau), den Ex-Masters-Sieger Tony West (2:3 gegen Schottlands Andrew
Callary) und den Finnischen Ex-Masters-Finalisten Jarkko Komula (0:3 gegen
Englands Lakeside-Finalisten Phil Nixon).
Phil
Nixi Nixon, der uns Anfang Januar im Finale der Lakeside World Pro im TV bei
seiner Aufholjagd gegen Martin Adams soviel Spaß gemacht hat, musste sich im
anschließenden Boardfinale 2:3 gegen Jörg Goga geschlagen geben, was ein echter
Paukenschlag war.
Aus
Deutscher Sicht war in den Boardfinals das Ausscheiden von Andreas zum Felde
(1:3 gegen Finnlands Marko Kantele) und von Colin Rice (2:3 gegen den
German-Open-Sieger von 1991 Bruno Raes) zu vermelden. Unter den letzten 64
trafen nun die Boardsieger aufeinander. Mit 12 Spielern stelle der DDV dabei
nur noch ein knappes Fünftel des Feldes. Andy Kröckel gewann sein Match gegen
Roy Frencken aus Holland 3:1, und auch Kai Nithammer aus Bielefeld warf mit
seinem 3:2 gegen Mikel van Maastrigt einen Niederländer aus dem Rennen.
Christian Bober (Bremen) gewann den deutschen Vergleich 3:2 gegen Jörg Goga und
Michael Gutting (Huttenheim) setzte sich 3:2 gegen Jordy Terburg (Holland)
durch. Mensur Suljovic ist zwar kein Deutscher - spielt aber für Walldorf - und
erreichte mit einem 3:1 gegen Marko Kantele die Runde der letzten 32.
Das
schafften Uwe Bügler (Neu-Isenburg), Stephan Schneider (Bochum), Urich Simon
(Wuppertal), Alexander Rost (Nürnberg), James Keogh (Bielefeld) und wie erwähnt
Jörg Goga leider nicht - belegten aber einen richtig guten 33. Platz unter
immerhin 1203 Teilnehmern.
Drei
Deutsche hatten dann unter den letzten 32 absolute britische Top-Gegner. Andreas
Kröckel musste sich hier mit 2:3 gegen Tony O´Shea geschlagen geben, wobei er
sogar einen Matchdart hatte. Christian Bober holte bei seinem 1:3 gegen
Dutch-Open-Sieger Scott Waites immerhin 1 Leg und auch Michael Gutting gelang
beim 1:3 gegen John Walton ein Leggewinn.
Kai Nithammer gewann
den DDV-Vergeich gegen Andre Hoy mit 3:2 und zog ins Achtelfinale ein. Zur
Enttäuschung vieler - vorwiegend weiblicher - Zuschauer schaffte dies der
zweifache schottische German-Open-Sieger Gary Anderson nicht; er unterlag mit
2:3 gegen Gary Thompson.

Tony O´Shea
und Ted Hankey unterlagen im Halbfinale und wurden jeweils Dritte
Vier
Top-Engländer im Halbfinale des Herreneinzels
Im Achtelfinale verlor Kai Nithammer dann mit 1:3 gegen Lakeside-Sieger Martin
Adams. Mit seinem 9. Platz war er damit bester Deutscher. Die Favoriten waren
nun richtig in Schwung, und nur Gary Thompson musste sich im Achtelfinale mit
1:3 gegen den Austro-DDVler Mensur Suljovic beugen.
Im
Viertelfinale war dann auch für Mensur Schluss, der 0:2 und 1:2 gegen John
Walton unterlag. Die beiden britischen Duelle gewannen Tony O´Shea 2:1 und 2:0
gegen Steve West sowie Martin Adams 2:1 und 2:0 gegen Scott Waites. Überraschend
hatte sich Hollands Patrick Loos bis unter die Letzten Acht gespielt, verlor
hier aber mit zweimal 0:2 gegen den German-Open-Sieger von 2002 und 2003 Ted
Hankey.
Im
Halbfinale holte Martin Adams den 1. Set mit 2:1 gegen Tony O´Shea. Set 2 ging
dann mit 2:1 an O´Shea, der auch in Set 3 mit 1:0 in Führung ging. Doch Adams
gewann die nächsten beiden Legs und damit auch das Match, womit er in sein 3.
German Open Finale einzog. Die Averages lagen bei 29.59 für Adams, dem drei
180er gelangen und bei 27.70 für O´Shea, dem ein Maximum glückte.
Im
anderen Halbfinale holte sich Ted Hankey das 1. Set mit 2:0 und ging auch im
zweiten in Führung. Doch John Walten schaffte mit den nächsten beiden Legs den
Setausgleich. Im 3. Set stand Hankey jeweils auf Doppel, als Walton zum
Finaleinzug dichtmachte. Auch hier gab es Klasse Averages von 29.13 für Walton,
dem die einzige 180 dieses Matches gelang, und 28.82 für Hankey.
Nachdem
die Halbfinals gekonnt von Carsten Casi Arlt gecallt worden waren, griff nun im
Endspiel WDF-Caller Martin Fitzmaurice zum Mikro. Der sah einen Blitzstart von
Martin Adams, der den 1. Set in 15 und 18 Darts holte. Im 2. Set ließ Wolfie
Adams seinen Gegner John Boy Walton nicht einmal auf Doppel werden und verbuchte
auch dieses in 15 und 16 Pfeilen für sich.
Im 3.
Set schien Adams dann angesichts der klaren Führung etwas unkonzentriert, kam
nicht einmal auf Doppel und hatte, als Walton in 17 und 13 Pfeilen zumachte, im
2. Leg sogar fast 300 Punkte Rest. Doch Wolfie erholte sich schnell und brachte
seinen 2. Titelgewinn bei der German Open routiniert in 17 und 19 Darts nach
Hause, als John Boy jeweils auf Check stand.
Die
Averages lagen mit 28.12 für Adams und 27.88 für Walton recht nah zusammen,
obwohl man sich eigentlich nie wirklich Sorgen um Wolfie hatte machen müssen,
dem in diesem Finale - genau wie John Boy - zwar keine 180, aber ein 120er
Finish gelang. Stammgast Martin Adams gewann den German-Open Titel damit bereits
zum 2. Mal.

Martin Adams
gewann bereits zum 2. Mal den Herrentitel, diesmal vor John Walton
Carina
Ekberg überzeugt im Dameneinzel mit starken Darts
Bei den 266 Damen gab es in Runde 1 fast nur Freilose, aber dann ging es richtig
los. Gleich in Runde 2 unterlag die Dortmund-Open-Siegerin Zsofia Lazar (Ungarn)
gegen die Dänin Gitte Nielsen, und Lakeside-Spielerin Sabine Beutler aus der
Schweiz schied gegen die noch jugendliche Schwedin Linda Oden aus.
In Runde
3 unterlag die schwedische Top-Spielerin Maud Jansson ausgerechnet gegen ihre
Landsfrau Grethel Glaso und Thea Kaaijk schied im holländischen Vergleich gegen
Vorjahressiegerin Carla Molema aus. Mit Dee Bateman (England) musste sich hier
auch die Dritte des Vorjahres gegen Hollands Roelie Bakker verabschieden.
Auf
Deutscher Seite wurde Runde 3 zum Einen Trixi Kröckel gegen Zuzana Stepanova
(Tschechien) und zum Anderen Michelle Sossong gegen Jessica Pieper (Münster) zum
Verhängnis. Monique Leßmeister unterlag dann im Boardhalbfinale gegen Inita Bite
(Lettland), und auch Marene Csepeli musste sich hier gegen WDF-Nr. 3 Karin
Krappen (Holland) geschlagen geben. Jugendleiterin Astrid Kamm schied gegen
ihren Schützling Kerstin Lederbogen aus. International gesehen musste hier mit
der Finnin Marijka Juhola die Zweite des Jahren 2005 gegen Carine Dessein
(Belgien) ihren Hut nehmen.
Es
folgten die Boardfinals, in denen es keine Überraschungen gab. Von den 9
deutschen Damen unter den letzten 32 erreichten nur 2 das Achtelfinale: Heike
Ernst siegte 3:2 gegen Saskia van Zoren (Holland) und Bianka Strauch gewann 3:0
gegen Steffi Schipp (Dortmund).
Im
Achtelfinale mussten sich jedoch auch diese beiden verabschieden, wobei Bianka
sehr knapp 2:3 gegen Carina Ekberg (Schweden) unterlag und Heike Ernst nicht
unbedingt zwingend 1:3 gegen Tricia Wright (England) verlor.
Im
Viertelfinale ohne Deutsche Beteiligung gewann die junge Titelverteidigerin
Carla Molema im holländischen Duell unerwartet klar mit 3:0 gegen die WDF-Nr. 2
Francisca Hoenselaar, die immerhin mit 5 Einzelsiegen Rekordhalterin in Bochum
ist.
Eigentlich gab es hier sogar nur Überraschungen; denn das 3:2 von Carina Ekberg
gegen Anastasia Dobromyslova (Russland), das 3:1 von Irina Armstrong (Russland)
gegen Karin Krappen (Holland) und das 3:0 von Inita Bite gegen Tricia Wright
waren eher anders herum erwartet worden.
Beide
Halbfinals waren sehr umkämpft und gingen über die vollen 3 Sets. Carina Ekberg
siegte mit 2:0, 1:2 und 2:1 gegen Irina Armstrong und erreichte so ihr zweites
German-Open-Finale nach 2003. Carla Molema setzte sich mit 1:2, 2:0 und 2:0
gegen Inita Bite durch und hatte damit die Chance im Endspiel ihren Titel zu
verteidigen.
Zunächst
sah es auch sehr gut aus für Carla, die Set 1 in 17 und 21 Darts gewann, nachdem
Carina mit einem 21-Darter in Führung gegangen war. Carla spielte zu Anfang von
Set 2 einen 20-Darter, musste ihn aber nach 18 und 17 Darts von Carina zum 1-1
Setausgleich abgeben. Im 3. Set war es dann Carina Ekberg, die sich mit zwei
20-Dartern in Folge den Titel erspielte. Carinas Average war mit 24.90 klar
besser als der von Carla mit 23.30. Die Schwedin spielte auch die einzige 180 in
diesem Endspiel.

Einzelsiegerin Carina Ekberg freute sich gemeinsam mit der Zweiten Carla Molema
Michael
De Vries gewinnt Jungeneinzel vor Oskar Lukasiak
Am Sonntag liefen dann unter anderem die Jugendeinzel. Bei der männlichen Jugend
stellten die holländischen Kids fast genau die Hälfte der 116 Teilnehmer - und
es war klar, dass sie das Turnier bestimmen würden. Das taten sie dann auch.
Gleich in Runde 1 musste sich der zuletzt so erfolgreiche Alexander Daub mit 2:3
gegen Danny van der Veen geschlagen geben.
Ebenfalls im Auftaktspiel verloren Michael Fey 1:3 gegen Mike Batelaan und
Björn-Lars Schnelle 1:3 gegen Alex Sonnenberg (Köln). Bis ins Boardfinale der
Letzten 16 schafften es Alexander Glatthorn und Robin Tuchel, die hier jedoch
1:3 gegen Mike Zuydwijk bzw. 2:3 gegen Christopher Brouwer unterlagen. Außer
diesen beiden hatte es nur DDV-Nr. 1 Daniel Zygla ins Achtelfinale geschafft.
Der siegte dort 3:1 gegen Mike Batelaan und dann im Viertelfinale 3:2 gegen
Mitchell Lucassen (Holland).
Obwohl
Daniel im Halbfinale Set 1 gegen den ehemaligen Schwedischen
Ex-Winmau-Jugend-Sieger Oskar Lukasiak 2:1 gewann, musste es sich mit Platz 3
begnügen, da die nächsten beiden Sets 1:2 und 0:2 verloren gingen. Das andere
Halbfinale gewann Michael de Vries 2:1 0:2 und 2:1 gegen Mike Zuydwijk.
Im
Finale gewann Michael de Vries Set 1 in zweimal 22 Darts, Oskar Lukasiak holte
sich den zweiten in zweimal 19 Pfeilen. Als im 3. Set Oskar einen 18-Darter und
Michael einen 17-Darter gespielt hatten, ging es in die Verlängerung. Nun legte
Michael einen 20-Darter vor und Oskar glich ebenfalls in 20 Darts zum 2-2 nach
Sets aus. Dann aber schaffte Michael mit 15 und 23 Darts die geforderten 2 Legs
Vorsprung und holte damit den Jungentitel. Michaels Average lag bei 24.38, Oskar
spielte 23.78 Punkte pro Dart. Bei den 180ern lag allerdings Oskar mit 2:1 vorn.

Michael de
Vries gewann den Titel der männlichen Jugend vor Oskar Lukasiak
Drei
Meisjes und eine Schwedin bei den Mädchen vorn
Während ansonsten alle Wettbewerbe einfach-KO gespielt wurden, galt einzig bei
den 32 Mädchen das Doppel-KO-System. Von den besten Deutschen Mädchen erreichten
schließlich 3 die Gruppenfinals der Siegerinnen aus Gewinner- und
Verliererrunden. Leider kamen sie allesamt aus der Verliererrunde und hatten
starke Gegnerinnen.
Einzig
Mädchen-Nr. 1 Jenny Lieverkus gelang es das 1. Match gegen die Schwedin Linda
Oden 3:1 zu gewinnen, das zweite verlor sie dann allerdings mit 2:3. Sarah
Neubauer unterlag 1:3 gegen Deborah Moet (Holland), Asaria Hintzsche-Oehme
verlor 2:3 gegen Mercedes Pieters (Holland) und den rein holländischen Vergleich
gewann Lynn Poolen mit 3:0 gegen Chantal van Plateringen.
Damit
standen alle 4 gesetzten Mädchen im Halbfinale. Hier siegte Deborah Moet klar
3:0 gegen Linda Oden und Lynn Poolen gewann knapp 3:2 gegen Mercedes Pieters. -
Das Endspiel ging dann ganz klar zu Gunsten von Deborah Moet aus, die in 18, 28,
25 und 26 Darts mit zweimal 2:0 gewann, wobei ihre Gegnerin Lynn Poolen nur ein
einziges Mal auf Doppel kam (Averages: Moet 20.66 - Poolen 15.88).

Deborah Moet
gewann das rein holländische Mädcheneinzel vor Lynn Poolen
Koch/Puls waren diesmal einzige Deutsche Finalteilnehmer
In den Doppelwettbewerben am Sonntag gab es einen leichten Teilnehmerrückgang
von 5,1% (396 Herren- und 104 Damendoppel). Das Feld war einmal mehr gespickt
von internationaler Klasse, denn nur wenige Top-Spieler hatten nach dem Einzel
die Heimreise angetreten.
In Runde
3 mussten sich die Zweiten des Warm-Up-Doppels vom Freitag, Wilson/Wilson, gegen
Hollands De Ruiter/Koster geschlagen geben, und die Briten Bunting/Montgomery
fielen gegen Hollands Nijs/Okken raus. Auch für die amtierenden Deutschen
Doppelmeister Lewandowski/Münch kam hier das Aus gegen Koenen/Terburg (Holland).
In den
32 Boardfinals mussten die Schotten Barilli/Hanvidge das Turnier genauso gegen
Hollands Van Maastrigt/De Rooij beenden wie De Ruiter/Koster (Holland) gegen
Rodriguez/Suljovic (Lauffen/Walldorf) unterlagen. Kröckel/Rice mussten sich 2:3
gegen die holländischen Vorjahressieger Gerritsen/Wensink geschlagen geben. - In
der Runde der letzten 32 gab es dann keine Überraschungen, einmal abgesehen vom
schönen 3:1 Erfolg von Hoffmann/Hughes (Soest) gegen De Rooij/van Maastrigt.
Die
beiden unterlagen danach allerdings 1:3 gegen die Belgier Latomme/Verbeke.
Ebenfalls im Achtelfinale gab es ein rein deutsches Duell, wobei sich Koch/Puls
3:1 gegen die Huttenheimer Becker/Stübs durchsetzten. Daneben erreichte mit
Rodriguez/Suljovic noch ein weiteres DDV-Team mit einem 3:1 gegen Denies/de Buck
(Belgien) das Viertelfinale. Das schafften die Top-Favoriten Martin Adams und
Ted Hankey nicht, da sie 2:3 gegen Tony West und Sven van Dun unterlagen.
Rodriguez/Suljovic brillierten im Viertelfinale gegen eben diese T. West/van Dun
mit 3:0 und standen so genau wie Koch/Puls, die 3:1 gegen Eccles/Otten gesiegt
hatten, unter den Letzten Vieren. Im Viertelfinale schieden auch die
Mitfavoriten Anderson/Robson mit 2:3 gegen die Belgier Latomme/Verbeke aus. -
Beide Halbfinals gingen ganz klar mit zweimal 2:0 aus, wobei Koch/Puls gegen
Rodriguez/Suljovic gewannen und Max/Robbe (Holland) gegen Latomme/Verbeke
siegten.
Im
Finale hatten Koch/Puls, die zur Zeit das erfolgreichste Deutsche Doppel bilden,
einen guten Start und gewannen das 1. Set in 18 und 17 Pfeilen. Set 2 ging dann
in 14 und 17 Pfeilen an Edwin Max (der im Vorjahr mit Hans Blijs den Vizetitel
holte) und Mario Robbe, wobei die Deutschen zwischenzeitlich mit einem 21-Darter
ausgeglichen hatten. Der 3. Set ging dann in zweimal 19 Darts an die Holländer,
die damit den Titel gewonnen hatten.
Dass
dieser Sieg verdient war zeigt die Tatsache, dass Max/Robbe mit 28.42 den klar
besseren Average als Koch/Puls (25.37) spielten. Dennoch blieb Karsten und Marko
die Ehre an diesem Wochenende die einzigen Deutsche Finalisten aller Wettbewerbe
zu sein!

Edwin Max und
Mario Robbe aus Holland gewannen den Titel im Herrendoppel
Carina
Ekberg schafft mit Irina Armstrong das Double
Die 104 Damendoppel gingen in 8 Gruppen an den Start und Runde 1 brachte keine
wirklichen Sensationen. In Runde 2 schieden dann Göbel/Kröckel überraschend
gegen Augustat/Willkomm (Bochum/Berlin) aus. In Runde 3 unterlagen Kamm/S.Lieverkus
0:3 gegen Hemmersbach/ten Kate (Schweiz/Holland) und Oelke/Sossong 0:3 gegen
Groenewinck/v.d.Bergh (Belgien).
Hier
wurde auch international gerodet, denn das aussichtsreiche Doppel Kaaijk/Krappen
schied nun im holländischen Vergleich 1:3 gegen Bakker/van Halderen aus, und
Englands Deamer/Wright mussten eine 1:3 Niederlage gegen Heike Ernst und die
Schweizerin Sabine Beutler hinnehmen.
Das
Achtelfinale verlief dann erwartungsgemäß und es standen schließlich noch 2
Doppel mit je einer Deutschen Hälfte im Viertelfinale. Bianka Strauch, die mit
der ungarischen Dortmund-Open-Siegerin Zsofia Lazar zusammenspielte, unterlag
1:3 gegen Armstrong/Ekberg und belegte den 5.Platz.
Ernst/Beutler gewannen 3:0 gegen Bakker/van Halderen und standen damit im
Halbfinale. Die Titelverteidigerinnen Hoenselaar/Erades schafften das
überraschend nicht. Sie unterlagen 0:3 gegen Bateman/Hepburn. Trotz 2:1 Führung
mussten sich Beutler/Ernst dann im Halbfinale mit 2:3 gegen Armstrong/Ekberg
geschlagen geben. Genau wie Heijnen/Molema, die das andere Halbfinale gegen
Bateman/Hepburn 2:3 verloren, wurden sie Dritte.
Im
Finale machten Armstrong/Ekberg kurzen Prozess mit Bateman/Hepburn und gewannen
das Match in 20, 17 und 31 Darts ganz klar mit 3:0, womit Carina Ekberg das
Double geschafft hatte. Die Beiden erreichten den starken Average von 25.91
gegenüber mäßigen 17.05 von Bateman/Hepburn. Damit ging ein schönes
Turnierwochenende und man darf sich bereits auf das Jubiläum mit der 20. German
Open 2008 freuen.

Carina Ekberg
und Irina Anderson waren die Siegerinnen im Damendoppel

17./18. März 2007 Deutsche Meisterschaften in Kirchheim unter Teck
Colin Rice und Bianka Strauch werden in Kirchheim Deutsche
Einzelmeister 2007
Am
17./18. März 2007 wurden, inzwischen bereits zum 4. Mal in Kirchheim unter Teck,
die Deutschen Einzel- und Two-Person-Team-Meisterschaften ausgetragen. - Dabei
gewann Colin Rice bei den Herren am Samstag genauso zum 3. Mal den Titel, wie es
Bianka Strauch bei den Damen tat. Vizemeister wurden in diesem Jahr sicher etwas
überraschend Volker Pfeiffer und durchaus erwartet Michelle Sossong. - Deutscher
Jugendmeister wurde am Sonntag bei den Jungen Alexander Glatthorn vor Alexander
Daub. Bei den Mädchen holte Jenny Lieverkus den Titel vor Asaria
Hintzsche-Oehme. - Ebenfalls am Sonntag verteidigten Markus Hawlitzky und
Stephan Schneider erfolgreich ihren Titel im Two-Person-Team vor Karsten Koch
und Marko Puls. Bei den Damen gewannen Sabine Kempter und Bianka Strauch den
Titel im Two-Person-Team vor Claudia zum Felde und Carola Müller. Für Bianka war
es bereits der 10. Two-Person-Titel.

Colin Rice und
Bianka Strauch gewannen beide zum 3. Mal die Deutsche Einzelmeisterschaft
DDV-Nr.
1 Michael Rosenauer mit früher Niederlage
Für die Einzel am Samstag hatten 274 Herren und 62 Damen gemeldet. Das waren
zwar 5 Herren mehr aber auch 23 Damen weniger als im Vorjahr, was
zusammengenommen einen leichten Teilnehmerrückgang von 5,1% ergab.
Nur 3
Gesetzte erreichten die Gruppenfinals auf Sieger- oder Verliererseite nicht.
Bereits zuvor 2 Niederlagen kassiert hatte Kevin Münch, der in Runde 2 gegen
HDV-Nr. 1 Heino-Dieter Rogge unterlag und dann im Loserviertelfinale gegen
Fabian Schneider (Ravensburg) endgültig ausschied - ohne einen einzigen Punkt zu
machen.
Sven
Flück musste sich in Runde 3 gegen Marc Menge (Stuttgart) geschlagen geben und
schied dann im Loserfinale gegen Chris Krüger (Köln) endgültig aus. Jörg Goga
schließlich unterlag im Siegerhalbfinale gegen Jürgen Bätzner (Stuttgart) um
gleich danach im Loserfinale gegen Karsten Schmuck (Dortmund) auszuscheiden.
Es
standen dann 12 Gesetzte in den Gruppenfinals - aber 7 von ihnen waren durch die
Loserrunde gegangen. Von diesen hatte DDV-Nr. 1 Michael Rosenauer gleich in
seinem ersten Match gegen Wolfgang Piegsa (München) verloren - und es war im
Gruppenfinale wieder WoPi, der Rosi endgültig aus dem Rennen warf. Andreas zum
Felde hatte in Runde 2 gegen Chris Werner (Berlin) verloren, und Gleiches
passierte ihm noch mal im Gruppenfinale.
Nur 3
Spielern gelang es sich durch die Loserrunde wieder zurück ins
Einfach-KO-Achtelfinale zu spielen. Andreas Kröckel gewann sein Gruppenfinale
mit 3:0 und 3:2 gegen Jörg Pohl (Berlin), Markus Hawlitzky bezwang Günter Appel
(Mosbach) 3:2 und 3:1, und Colin Rice siegte mit zweimal 3:1 gegen seinen
Bochumer Clubkameraden Haci Halim Senses, der ihn im Siegerfinale noch mit 3:0
ins Loserfinale geschickt hatte.

Daniel Zygla
aus Hamburg und Marko Puls aus Walldorf belegten Platz 3 der Einzel-DM
Harter
Weg ins Finale für starken Volker Pfeiffer
Im Achtelfinale spielten jeweils gesetzte gegen ungesetzte Spieler, es gab
jedoch 2 Ausnahmen. Zum Einen trafen mit Michael Bernhardt (Birkenfeld) und
Christian Werner zwei ungesetzte Spieler aufeinander, wobei sich Chris 3:2
durchsetzte. Zum Anderen siegte Stephan Schneider im Duell der Gesetzten gegen
seinen eigenen Doppelpartner Markus Hawlitzky mit 3:0.
Im
Viertelfinale bezwang dann Volker Pfeiffer (Goch) Andy Kröckel, nachdem er Set 1
mit 0:2 abgegeben hatte, noch mit 2:0 und 2:0. Bereits in den beiden Spielen
zuvor hatte Volker mit Karsten Koch und Michael Nett zwei Gesetzte aus dem
Turnier geworfen.
Auch
Marko Puls musste gegen Andre Hoy über die vollen 3 Sets gehen, setzte sich am
Ende aber 2:0, 1:2 und 2:0 gegen den Hamburger durch. Colin Rice siegte gegen
Chris Werner mit zweimal 2:1, Daniel Zygla gewann gegen Stephan Schneider 2:0
und 2:1.
Fast
hätte Daniel Zygla dann das Kunststück geschafft wie im Vorjahr als Jugendlicher
das Herrenfinale zu erreichen. Nachdem er im Halbfinale Set 1 mit 2:1 gewonnen
hatte, musste er jedoch die nächsten zwei Sets 1:2 an Colin Rice abgeben, der so
in sein 5. Einzel-DM-Finale einzog.
Im
anderen Halbfinale gab Marco Puls das 1. Set trotz Aufschlag mit 0:2 an Volker
Pfeiffer ab. Als Marko das 2:0 im 2. Set machte, dachte er es stände 1:1. Er
wollte ein 3. Leg beginnen - und tat das auch mit einer 180. Nur hätte er hier
den 3. Set ausbullen müssen - womit er die Lacher auf seiner Seite hatte als er
die 3 Treble-20er ungewertet aus dem Board ziehen musste. Im 3. Set hatte Marco
dann noch 4 Matchdarts, schied aber mit 1:2 aus, und Volker Pfeiffer zog in sein
erstes DDV-Einzelfinale ein.
Volker
hatte einen guten Start und gewann den 1. Set in 23 und 17 Pfeilen. Doch dann
drehte Colin den Spieß um und holte die nächsten zwei Sets in 17, 20, 19 und 23
Darts ohne ein Leg abzugeben.
Im 4.
Set verpasste Volker dann viele Checks, so dass Colin in 20 und 21 Darts zu
seinem 3. Titelgewinn checken konnte. Bemerkenswert war nicht nur, dass Volker
mit 24.40 den stärkeren Average spielte als Colin (23.83), sondern auch, dass er
bei den dreistelligen Scores mit 18 Stück sogar doppelt so viele erzielte wie
sein Gegner.
Colin
hatte allerdings gut die zweifache Anzahl von Scores zwischen 60 und 99 wie
Volker und checkte zudem mit einer Quote von 46,2% bedeutend besser als sein
ehemaliger Bochumer Mannschaftskamerad mit 11,1%. (Vielen Dank an Thomas
Fleischer für die Computerauswertung des Finales unter www.dartXXL.com).

Ein klasse
Turnier spielte Volker Pfeiffer, der Vizemeister hinter Colin Rice wurde
Alle
gesetzten Damen erreichen Gruppenfinale
Favoritin im Dameneinzel war Bianka Strauch, die sich auch ohne Probleme in ihr
Gruppenfinale spielte. Gleiches gelang auch 5 der anderen Gesetzten, nur 2 davon
wurden in ihren Gruppen in die Loserrunde geschickt.
So
unterlag Bianca Ehlen nach Freilos im 1. Match gegen Alexandra Diamantopoulos.
Allerdings spielte sich Bianca mit einem Sieg im Loserfinale gegen die gleiche
Spielerin dann doch noch ins Gruppenfinale. Nicole Hartmann hatte das
Siegerfinale 2:3 gegen Anne Willkomm (Berlin) verloren, doch auch sie erreichte
durch ein 2:0 gegen Monika Kellner (Iserlohn) im Loserfinale das
Gruppenendspiel, wo sich damit alle 8 Gesetzten einfanden.
Diese
Runde war zugleich Achtelfinale und nur eine einzige Ungesetzte konnte hier
einen Sieg verbuchen. Andrea Herpel vom ausrichtenden Club der Scharfschützen
Kirchheim unter Teck musste zwar aus der Siegerrunde kommend das 1. Match 2:3 an
Bianca Ehlen abgeben, gewann das zweite aber 3:2 und stand unter den letzten 8.
Als einzige Spielerin war es Nicole Hartmann gelungen aus der Loserrunde kommend
durch Siege von 3:0 und 3:1 gegen Anne Willkomm in das Viertelfinale
vorzudringen.
Gleich 2
Mal trafen in diesem Viertelfinale Doppelpartnerinnen aufeinander. Dabei setzte
sich Bianka Strauch glatt mit 3:0 gegen Sabine Kempter durch. Sabine wurde damit
genauso Fünfte wie Christina Oelke, die 1:3 gegen Michelle Sossong unterlag.
Nicole Hartmann siegte 3:0 gegen Trixi Kröckel und Monique Leßmeister gewann
knapp mit 3:2 gegen Andrea Herpel.

Nicole
Hartmann und Monique Leßmeister belegten einen starken 3. Platz im Einzel
Bianka
Strauch holt Damentitel vor Michelle Sossong
Im Halbfinale standen damit die Setznummern 1, 2, 4 und 6 - und es waren auch
die niedrigeren Nummern, die das bessere Ende für sich hatten - aber sie mußten
kämpfen. Bianka Strauch siegte 2:0, 0:2 und 2:1 gegen Monique Leßmeister und
Michelle Sossong gewann 2:1, 1:2 und 2:1 gegen Nicole Hartmann..
Als
Caller Kai Westermeyer die Damen zum Finale rief erwartete man ein spannendes
Endspiel der beiden Top-Seeds. Das 1. Leg war dann auch recht knapp und Bianka
Strauch verbuchte es in 26 Darts. Mit einem 22-Darter sicherte sich Bianka dann
auch das 1. Set, wobei Michelle Sossong noch ein großes Restpunktekonto aufwies.
Das 1.
Leg des 2. Sets verlief ähnlich, und Bianka ging hier mit einem 19-Darter in
Führung. Im 2. Leg vergab Michelle wie schon im ersten einige Darts auf Doppel
und Bianka checkte schließlich zum Sieg - und damit zu ihrem 3. Meistertitel in
ihrem 9. Einzel-DM-Finale (Averages: Strauch 21.55 - Sossong 17.70).

Michelle
Sossong belegte Platz 2 hinter der Deutschen Meisterin Bianka Strauch
Zweimal
Alexander im spannenden Jungenfinale
Hatte man Jungen-Nr. 1 Daniel Zygla bei der WDF Dortmund Open vermisst, so galt
er an diesem Sonntag als der Top-Favorit. Dies um so mehr, als er am Vortag
Platz 3 im Herreneinzel belegt hatte und zudem als Titelverteidiger ins Rennen
ging.
Man
spielte in zwei Doppel-KO-Gruppen. Daniel Zygla gewann die ersten 3 Matches ohne
einen Matchdart gegen sich zu haben, unterlag dann aber im Siegerfinale 1:3
gegen Alexander Daub. Im Gruppenfinale traf man sich wieder. Erneut war es
Alexander, der 3:1 gewann - und im Finale stand.
In der
anderen Gruppe bezwang Robin Tuchel nacheinander Alex Sonnenberg (Köln) und
Björn-Lars Schnelle (Bremen). Im Siegerfinale gewann Robin dann auch noch 3:2
gegen Alexander Glatthorn, den er aber im Gruppenfinale wieder traf. Doch nun
war es Alexander, der mit 3:0 und 3:1 triumphierte.
Im
Finale der beiden Alexanders ging es spannend zu. Glatthorn gewann Leg 1 in 23
Darts, was Daub mit 26 Darts ausglich. Das Set sicherte sich Glatthorn in 23
Pfeilen. Daub ging in Set 2 mit 26 Darts in Führung und Glatthorn glich mit
einem 27er aus. Mit dem anschließenden 20-Darter sicherte sich Alex Glatthorn
den Meistertitel (Averages: Glatthorn 20.75 - Daub 19.59).

Deutscher
Meister der Jungen wurde Alexander Glatthorn vor Alexander Daub
Jenny
Lieverkus ist neue Mädchenmeisterin
Leider waren nur 11 Mädchen am Start um ihre Meisterin zu küren. Trotzdem
spielte man in dem bei diesem schmalen Teilnehmerfeld im etwas sperrigen
Doppel-KO-System in 2 Gruppen.
Die
erste Gruppe bestand aus 5 Mädchen und Setznummer 1 Jenny Lieverkus gewann 3
Spiele in Folge mit 3:0, zuletzt das Siegerfinale gegen Mona Wörz (Schopfloch).
Im Gruppenfinale traf Jenny dann auf Sarah Neubauer (Bochum) und siegte 3:0.
In der
Gruppe 2 spielten 6 Mädchen. Nach zwei 3:0 Siegen gewann Asaria Hintzsche-Oehme
auch das Siegerfinale gegen Britta Lederbogen, wenn auch knapp mit 3:2. Im
Gruppenfinale kam es erneut zu diesem Spiel und diesmal siegte Asaria mit 3:1
gegen Britta.
Im
Finale gewann Jenny Lieverkus, die im Vorjahr Vizemeisterin war, den 1. Set in
24 und 26 Pfeilen. Mit einem 27-Darter ging Jenny dann auch im 2. Set in
Führung, die Asaria Hintzsche-Oehme jedoch in 24 Pfeilen ausgleichen konnte. Das
3. Leg gewann Jenny dann ganz klar in 20 Darts und wurde mit einem Average von
20.26 Deutsche Mädchenmeisterin vor Asaria Hintzsche-Oehme, die 17.73 Punkte pro
Dart erreichte.

Jenny
Lieverkus gewann dem Meistertitel bei den Mädchen vor Asaria Hintzsche-Oehme
Kempter/Strauch werden Two-Person-Meisterinnen
Bei der Deutschen Meisterschaft im Two-Person-Team waren die Meldezahlen
enttäuschend. Anders als im Einzel gab es hier einen echten Einbruch. Bei den
Herren gingen 85 Teams (Vorjahr 97) an den Start, bei den Damen waren es 21
(Vorjahr 34). Das bedeutete einen merklichen Rückgang von 19,1%.
Bei den
Damen ging das Titelverteidiger-Team nur zur Hälfte an den Start. Bianka
Strauch, die im Vorjahr noch mit Marene Csepeli siegte, ging diesmal mit
BWDV-Präsidentin Sabine Kempter an den Start. Die beiden spielten sich
problemlos bis in ihr Gruppenfinale gegen die aus der Loserrunde kommenden
Neumann/Willkomm (Essen/Berlin). Hier setzten sich Bianka und Sabine recht knapp
mit 3:2 durch und standen damit im Halbfinale.
Weniger
gut lief es für Christina Oelke und die Vortags Zweite Michelle Sossong, die
sofort gegen die BWDVlerinnen Beute/Stolz und gleich danach gegen Herpel/Rice
unterlagen. Damit war die erste Überraschung perfekt.
Auch 2
der anderen 3 Gruppenfinals waren bereits nach einem Match beendet, wobei Carola
Müller und Claudia zum Felde mit ihrem 3:2 gegen Leßmeister/J. Schehrer siegten.
Auch das klare 3:0 von Michelle Münch und Claudia Papendick gegen Bosse/Puls-Bolien
(Braunschweig/Walldorf) konnte sich sehen lassen. Michelle Sossongs Mutter Inge
(Bochum) und Nicole Schumann (Nettetal) mußten zwar das 1. Spiel mit 1:3 an
Andrea Herpel und Petra Rice abgeben, gewannen aber das zweite mit 3:1.
Damit
war das Halbfinale komplett, ab wo zwingend 2 Sets best-of-5 gewonnen werden
mußten. Kempter/Strauch setzten sich dabei mit genau dem gleichen Ergebnis in
nur 2 Sets mit 3:1 und 3:2 gegen Münch/Papendick durch wie Müller/zum Felde
gegen Schumacher/I. Sossong.
Sabine
Kempter und Bianka Strauch waren im Bühnenfinale gegen Claudia zum Felde und
Carola Müller favorisiert, das 1 Leg gewann jedoch Claudia in 31 Darts gegen
Bianka. Sabine glich dann in 32 Darts gegen Carola aus. Das Doppel gewannen
Kempter/Strauch klar in 25 Pfeilen. Bianka sorgte dann mit einen 20-Darter für
das 3:1 und damit für den Gewinn des 1. Sets.
Set 2
wurde mit einem 28-Darter von Bianka gegen Carola eröffnet und mit einem
59-Darter von Claudia gegen Sabine ausgeglichen. Das Doppel ging dann in 26
Pfeilen an Kempter/Strauch. Den Schlusspunkt zum Titelgewinn setzte dann Sabine,
als sie mit einem 35-Darter gegen Carola den 3:1 und 3:1 Erfolg der Favoritinnen
sicherstellte.
Bianka
Strauch holte damit den 10. Two-Person-DM-Titel im 11. Finale in Folge –
zunächst 7 Mal mit Heike Ernst, dann mit 2 Mal mit Marene Csepeli und nun mit
Sabine Kempter. Auch Claudia zum Felde und Carola Müller dürfen sich über ihren
ersten Vizetitel freuen.
Die
Averages lagen bei 15.33 für Kempter/Strauch sowie bei 14.10 für Müller/zum
Felde. Im Einzelnen sah das so aus: Bianka 18.12, Sabine 11.82, Doppel 19.65 -
Claudia 11.13, Carola 15.59, Doppel 15.94 (bei Sabine und Claudia war aber nur
das verhexte 2. Leg im 2. Set am niedrigen Average Schuld).

Sabine
Kempter und Bianka Strauch wurden Deutsche Two-Person-Meisterinnen
Hawlitzky/Schneider verteidigen Two-Person-Titel
Bei den Herren gab es einmal mehr mindestens ein halbes Dutzend Teams, denen man
den Gewinn der Two-Person-DM zutrauen konnte. Eines davon hatte jedoch einen
klassischen Fehlstart. Marko Puls, der im Vorjahr zusammen mit Markus Schulte im
Finale stand und inzwischen mit Karsten Koch zusammenspielt, musste sich in
Runde 1 völlig überraschend den Erfurtern Koebke/Walz geschlagen geben.
Doch
Koch/Puls gingen durch die gesamte Loserrunde, gewannen das Loserfinale gegen
Becker/Stübs (Huttenheim) mit 2:0 und spielten sich dann mit einem 3:2 und 3:1
gegen die Niedersachsen Rösler/Schobek ins KO-Viertelfinale. Weitere Sensationen
wurden nicht bekannt.
Außer
Koch/Puls gelang es nur noch einem weiteren Team aus der Loserrunde kommend das
Gruppenfinale zu gewinnen und ins Viertelfinale vorzudringen. In der Gruppe
hatten die BWDVler Jose Luis Rodriguez und Michael Reichert gegen Kröckel/Rice
verloren. Im Gruppenfinale revanchierte man sich nun mit Siegen von 3:0 und 3:2.
Kurz vor
dem Ausscheiden standen in ihrem Gruppenfinale die Titelverteidiger
Hawlitzky/Schneider, als sie das 1. Match gegen die aus der Loserrunde kommenden
Blatt/Kremser (Lauffen) 2:3 abgaben. Doch das 2. Match gewannen sie 3:2 und
standen damit im Viertelfinale, wo sie 3:1 und 3:0 gegen Lewandowski/Münch
siegten.
Koch/Puls gewannen hier mit zweimal 3:0 gegen Mußgnug/Waidmann (Weingarten),
Honner/Senses siegten 3:0 und 3:1 gegen Martens/Pfeiffer (Goch) und Avci/Kössler
(Bamberg) setzten sich mit 1:3, 3:1 und 3:2 gegen Reichert/Rodriguez durch.
Koch/Puls gewannen ihr Halbfinale gegen Avci/Kössler dann klar mit zweimal 3:0,
während es beim doppelten 3:2 Sieg von Hawlitzky/Schneider gegen Honner/Senses
schon bedeutend enger war. Damit kam es fast zum gleichen Finale wie im Vorjahr.
Markus Hawlitzky und Stephan Schneider waren die Meister 2006 und Marko Puls war
Vizemeister, damals allerdings noch nicht mit Karsten Koch.
Markus
begann mit einem 19-Darter gegen Karsten und Stephan baute die Führung mit einem
20-Darter gegen Marko aus. Das Doppel ging dann in 23 Pfeilen an Koch/Puls, und
danach glich Karsten mit einem 20-Darter gegen Stephan aus. Markus holte dann
das 5. Leg in 16 Darts gegen Marko womit Hawlitzky/Schneider Set 1 mit 3:2
gewonnen hatten.
Ein
18-Darter von Stephan gegen Karsten eröffnete das 2. Set. Marko glich in starken
14 Pfeilen gegen Markus aus, doch das Doppel gewannen diesmal
Hawlitzky/Schneider in 19 Darts. Mit einem 15-Darter glich Marko gegen Stephan
erneut aus. Doch dann war es Markus, dessen 20-Darter den erneuten 3:2 Setgewinn
und damit die erfolgreiche Titelverteidigung für die alten und neuen Deutschen
Two-Person-Meister Hawlitzky/Schneider bedeutete, die einen Average von 26.06
erreichten. Die Vizemeister Koch/Puls spielten 25.22 Punkte pro Dart. Im
Einzelnen sah es so aus: Koch 24.46, Puls 27.51, Doppel 22.98 - Hawlitzky 27.13,
Schneider 25.96, Doppel 24.65.

Stephan
Schneider und Markus Hawlitzky gewannen wie im Vorjahr die Two-Person-DM

17./18. Februar 2007 WDF Dortmund Open
Michael Rosenauer verteidigt seinen Titel bei der WDF Dortmund
Open 2007
Bereits
zum 24. Mal wurde die DDV Dortmund Open am 17./18. Februar 2007 ausgetragen,
inzwischen auch schon zum 12. Mal als WDF-Weltranglistenturnier. Im Herreneinzel
verteidigte Michael Rosenauer am Samstag seinen Titel, als er das Finale gegen
Marko Puls gewann. Zsofia Lazar gewann das rein osteuropäische Damenfinale gegen
Zuzana Stepanova. Am Sonntag siegte Daniel van Mourik im rein holländischen
Finale der männlichen Jugend gegen seinen älteren Bruder Pascal. Den
Mädchentitel gewann Thea Kaaijk aus Holland vor Asaria Hintzsche-Oehme. Im
Herreneinzel siegten Langendorf/Westermann vor den Tschechen Navratil/Tous und
das Damendoppel gewannen die Däninnen Eggersen/Nielsen vor Bianka Langendorf,
die mit der Ungarin Zsofi Köntös zusammenspielte.

Die Ungarin
Zsofia Lazar und Michael Rosenauer gewannen am Samstag die Einzeltitel
Andree
Welge schied bereits in Runde 1 aus
Der neue Spielort in der Sporthalle Renninghausen erwies sich als wahrer
Glücksgriff. Nicht nur die reine Spielhalle, welche auch die Turnierleitung
beherbergte und zahlreiche Zuschauerränge bot, sondern auch die nach Rauchern
und Nichtrauchern getrennten Aufenthaltsbereiche und insbesondere die separate
gleichermaßen große wie schöne Finalhalle mit Bühne trugen zum Erfolg des
Turniers bei.
Auch die
Teilnehmerzahlen konnten sich sehen lassen. Die gemeldeten 486 Herren und 111
Damen bedeuteten für die Einzel des Samstags 2,4% Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Am Samstagmorgen ging es mit dem Herreneinzel los.
Gleich
in Runde 1 warf Heinfried Hepe (Essen) DDV-Nr. 5 Andree Welge aus dem Rennen.
Ebenfalls sofort zu Auftakt musste sich der österreichische Top-Spieler Didi
Burger gegen den Holländer Mareno Michels geschlagen geben. Nahe an einem
9-Darter war der Niedersachse Rainer Umlauf in einem seiner Gruppenspiele. Er
warf 7 Treble-20 in Folge und verfehlte dann die Treble-15 haarscharf – es wurde
ein 11-Darter.
Auch in
den 32 Boardfinals des komplett im Einfach-KO-System gespielten Turniers lief
nicht alles nach Plan. So musste sich DDV-Ikone Colin Rice hier mit 1:3 gegen
Joey ten Berge (Holland) vom Turnier verabschieden, und Jörg Goga unterlag 1:3
gegen Eleno Cassini (Belgien). Neu-Nationalspieler Johann Honner verlor sein
Boardfinale mit 1:3 gegen Kim Huybrechts (Belgien).
Unter
den letzten 32 glänzte der Berliner Jörg Pohl mit einem 3:1 gegen den zuletzt so
erfolgreichen Andreas zum Felde und der für Hamburg spielende Andre Hoy besiegte
Neu-Nationalspieler Markus Hawlitzky 3:1. Andy Kröckel musste hier eine 0:3
Niederlage gegen den Ungarn Nandor Bezzeg hinnehmen und Vorjahressieger Michael
Rosenauer gewann den Hessen-Vergleich gegen Holger Frommann mit 3:0.
Im
Achtelfinale standen dann 8 DDVler und 8 Gäste aus dem Ausland. Das einzige
deutsch/deutsche Duell konnte dabei Marko Puls mit 3:1 gegen Kevin Münch für
sich entscheiden. Mit dem Dänen Vladimir Andersen hatte noch ein weiterer sehr
junger Spieler auf sich aufmerksam gemacht - und das nicht nur weil er in
Badelatschen spielte. Erst im Achtelfinale wurde der Jungendliche mit 3:1 von
Karsten Koch gestoppt.

Platz 3 im
Herreneinzel teilten sich Mareno Michels (Holland) und Geert de Vos (Belgien)
Rosi und
Marko setzten sich im Halbfinale durch
Nur ein Viertelfinale war dann bereits nach 2 Sets beendet. Dabei siegte Michael
Rosenauer mit 2:0 und 2:1 gegen einen erneut sehr starken Andre Hoy. Mit Marko
Puls erreichte noch ein zweiter Deutscher durch einen Dreisatzsieg gegen Nandor
Bezegg das Halbfinale. Karsten Koch hingegen scheiterte nach gewonnenem 1. Set
mit 1-2 Sets gegen Mareno Michels. Den rein belgischen Viertelfinalvergleich
gewann Geert de Vos in 3 Sets gegen Patrick Bulen.
Im
Vorjahr hatte Michael Rosenauer in Dortmund gewonnen, im Halbfinale ging es
diesmal gegen Geert de Vos. Im 1. Set spielte Michael zwar einen 17-Darter, gab
aber die Legs davor und danach in 18 und 24 Pfeilen an Geert ab..
Geert
holte dann auch das 1. Leg im 2. Set in 21 Darts, doch Rosi sicherte sich das
Set in nachfolgenden 17 und 22 Pfeilen. Auch in Set 3 startete Geert mit einem
21-Darter, doch es war Michael, der mit 21 und 18 Pfeilen das Finale erreichte.
Die Averages lagen bei 25.50 für Rosi und bei 24.67 für Geert, der die einzige
180 des Matches warf.
Marko
Puls holte im ausgesprochen hochklassigen 2. Halbfinale das 1. Leg mit einem
15-Darter gegen Mareno Michels. Doch Mareno schnappte sich das zweite mit
anschließenden 14 und 18 Pfeilen. Marko begann den 2. Set dann mit drei 140ern
in Folge und gewann es in 15 und 17 Darts.
Mit
einem 14-Darter ging er dann auch in Set 3 in Führung, die Mareno mit einem
15-Darter ausglich. Mit einem eigenen 15-Darter sicherte sich dann aber doch
Marko den Einzug ins Finale. Die Klasse Averages lagen bei 31.95 für Marko und
bei 29.29 für Mareno.
Caller
Kai Westermeyer rief an schließend zum Finale. Marko Puls begann sofort mit
einer 180, spielte super und gewann Set 1 in 13 und 17 Pfeilen. Mit einem
17-Darter ging Marko auch in Set 2 in Führung, doch Rosi holte den Setausgleich
mit nachfolgenden 17 und 20 Darts.
Set 3
ging in 18 und 17 Pfeilen klar an Rosi, der auch in Set 4 mit einem 17-Darter in
Führung ging. Diese glich Marko mit einem 13-Darter aus, bei dem ihm seine
zweite 180 gelang. Doch mit einem 16-Darter schaffte dann Rosi die
Titelverteidigung. Die Averages lagen bei 28.04 für Rosenauer und bei 26.76 für
Puls

Michael
Rosenauer verteidigte seinen Einzeltitel mit dem Finalsieg gegen Marko Puls
Susanne
Lieverkus als beste Deutsche auf Platz 3
Im Dameneinzel, das ebenfalls am Samstag ausgetragen wurde, fehlte mit der
Belgierin Sandra Pollet die Siegerin der vergangenen 2 Jahre. Überraschungen
blieben zunächst die Ausnahme, aber Runde 1 brachte zwei hochkarätige Partien.
Zum
Einen setzte sich Lena Kalz (Soest), die schon zuletzt beim WDF-RLT in Bremen
Platz 5 belegte, gegen DDV-Nr. 5 Trixi Kröckel durch. Zum Anderen siegte Bianka
Strauch im Duell zweier Top-Hessinnen gegen Nicole Männel.
Anja
Silies (Neuenkirchen) bezwang in Runde 2 die gerade 18 Jahre alt gewordene
Top-Jugendspielerin Benita Göbel und setzte sich danach auch noch 3:1 gegen
DDV-Nr. 3 Michelle Sossong durch. Ein weiterer Hecht im Karpfenteich war auch
wieder die Dortmunderin Steffi Schipp, die im Boardhalbfinale 3:1 gegen Astrid
Kamm siegte.
Monique
Leßmeister scheiterte im Boardfinale knapp mit 2:3 an der Tschechin Zuzana
Stepanova. Susanne Lieverkus legte im Boardfinale einen bemerkenswerten 3:2 Sieg
gegen Marene Csepeli hin und siegte danach im Viertelfinale auch noch 3:1 gegen
eine weitere Nationalspielerin, die Holländerin Roelie Bakker, mit 3:1.
In
diesem Viertelfinale mußten sich auch die beiden DDV-Top-Ladies verabschieden.
Bianka Strauch unterlag 0:3 gegen die Ungarin Zsofia Lazar und Heike Ernst
verlor 2:3 gegen die Tschechin Zuzana Stepanova. Die Russin Irina Armstrong
siegte schließlich 3:0 gegen Janni Larsen (Dänemark).

Bei den Damen
belegten die Russin Irina Armstrong und Susanne Lieverkus Platz 3 im Einzel
Rein
osteuropäisches Finale im Dameneinzel
Damit war Susanne Lieverkus die einzige deutsche Spielerin im Halbfinale. Gegen
Zsofia Lazar gewann sie gleich das 1. Leg in 29 Darts und hatte dann im zweiten
einige Pfeile zum Setgewinn. Doch sie konnte diese nicht nutzen und Zsofia holte
sich das Set in 29 und 24 Darts. Mit 23 und 25 Pfeilen gewann die Ungarin auch
Set 2 und zog so mit einem Average von 19.29 ins Finale ein. Susanne spielte in
ihrem ersten DDV-Einzelhalbfinale einen 17.74er-Average.
Zuzana
Stepanova ging im 2. Halbfinale mit einem 26-Darter in Führung, doch das Set
holte sich Irina Armstrong mit anschließenden 30 und 21 Pfeilen. Die nächsten 4
Legs gingen dann aber in 20, 20, 26 und 22 Darts an Zuzana, die damit 1:2, 2:0
und 2:0 gewonnen hatte (Averages: Stepanova 21.20 - Armstrong 20.54).
Das
anschließende Finale war nicht besonders hochklassig. Zsofia Lazar gewann Set 1
in 28 und 39 Darts. Sie ging dann auch in Set 2 mit einem 28-Darter in Führung,
doch Zuzana Stepanova konnte den Set in 25 Pfeilen ausgleichen. Mit einem
23-Darter sicherte sich dann aber doch Zsofia ihren ersten großen Titel, über
den sie sich auf der Bühne ausgelassen freute. Die Averages dieses eher
schwächeren Finales lagen bei 16.26 für Zsofia und bei 17.22 für Zuzana.

Zuzana
Stepanova (Tschechien) unterlag im Finale des Dameneinzels gegen Zsofia Lazar
(Ungarn)
Die
ersten vier Jungen kamen komplett aus Holland
Bei der mit 66 Spielern besetzten männlichen Jugend war am Sonntag überraschend
DDV-Nr. 1 Daniel Zygla nicht am Start. Er wurde jedoch von den 5 in der
Rangliste folgenden Youngsters gut vertreten, die geschlossen die Gruppenfinals
der Sieger aus den Gewinner- und Verliererrunden erreichten.
Sie
waren dort die einzigen Deutschen, die 11 holländischen Kids gegenüberstanden.
Aus der Gewinnerrunde kommend schaffte Alex Glatthorn mit 3:1 gegen Jos van
Schaaik genauso den Einzug ins Einfach-KO-Viertelfinale wie Alex Daub mit 3:0
gegen Björn-Lars Schnelle. Robin Tuchel und Michael Fey unterlagen, genau wie
Björn-Lars aus der Loserrunde kommend, hier leider und belegten den 9. Platz.
Die
beiden DDV-Alexander mußten sich dann im Viertelfinale aber beide mit 0:3 ihren
holländischen Gegnern Jan Dekker bzw. Pascal van Mourik geschlagen geben und
waren damit Fünfte.
Im
Finale standen sich die holländischen Brüder Daniel und Pascal van Mourik
gegenüber. Es wurde ein recht flottes Match, in dem Pascal Set 1 in 23 und 18
Darts holte, wobei Daniel ein 18-Darter und zwei 180er gelangen. Die nächsten
beiden Sets gewann dann aber Daniel in 23, 18, 22 und 19 Darts, womit der
jüngere der beiden Brüder den Sieg in der Tasche hatte (Averages: Daniel 24.79 -
Pascal 23.07).

Pascal van
Mourik wurde Zweiter im Jungeneinzel hinter seinem jüngeren Bruder Daniel
Thea
Kaaijk verteidigte ihren Mädchentitel
Auch bei den Mädchen war mit Jenny Lieverkus die DDV-Nr. 1 nicht am Start. Dabei
war dafür aber die holländische Vorjahressiegerin Thea Kaaijk. Man spielte in 2
Doppel-KO-Gruppen und Thea Kaaijk erreichte das Siegerfinale durch ein 3:2 gegen
DDV-Nr. 3 Kerstin Lederbogen. Kerstin unterlag danach auch ihrer Clubkameradin
Sarah Neubauer 1:2, womit sie ausgeschieden war.
Thea
gewann anschließend das Siegerfinale gegen Chantal van Plateringen mit 3:0 und
kurz darauf auch das Gruppenfinale, wobei sie ein 3:1 (wieder gegen Chantal)
ins Turnierfinale brachte.
In der
anderen Gruppe erreichte Asaria Hintzsche-Oehme das Siegerfinale ohne Mühe und
bezwang dort Newcomerin Isabelle Wendel (Berlin) 3:1. Isabelle spielte sich
zurück ins Gruppenfinale, wo sie aber erneut 1:3 gegen Asaria unterlag und damit
einen starken Platz 3 belegte.
Die
Norddeutsche stand damit in ihrem ersten DDV-Bühnenfinale, musste aber den 1.
Set an Thea abgeben, die 31 und 23 Darts spielte. Im 2. Set ging Asaria mit
einem 30-Darter in Führung, doch Thea gewann die Legs 2 und 3 in 32 und 28 Darts
zur Titelverteidigung.
Asaria's
Leistung im Finale war gut, was nicht nur ihr Average von 16.25 (Thea 16.51)
sondern auch die Tatsache beweist, dass die Deutsche auf der Bühne sogar mehr
dreistellige Aufnahmen hatte als Thea.

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