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Dezember 2007

31.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 11

Das Finale der 15. PDC WM steht fest und erstmals wird mit Kirk Shepherd ein ungesetzter Spieler dort vertreten sein. Kirk trifft am Dienstag auf den zweifachen Weltmeister John Part.

John Part - Kevin Painter 6:2 (3:2,3:2,0:3,3:2,3:2,3:2,0:3,3:2)

John Part zeigte sich im ersten Halbfinale als Meister des fünften Legs. In sechs der acht gespielten Sätze musste das letzte Leg die Entscheidung bringen und in allen sechs Sätzen schaffte John den entscheidenden Check.

Im ersten Satz ging John mit 2:0 in Führung und hatte bereits 4 Darts zum Satzgewinn im vierten Leg. Kevin konnte noch einmal ausgleichen und vergab seinerseits 2 Darts zum Satz. John checkte dann 88 mit der Doppel 7 im letzten Dart und ging somit 1:0 in Führung.

Das gleiche Bild gab es im zweiten Satz, auch hier führte der Kanadier mit 2:0. Mit einem 101er Finish schaffte Kevin den 2:2 Ausgleich, doch John nutzte seinen Vorteil und beendete den zweiten Satz mit einem 13 Darter.

Im dritten Satz ließ John etwas nach und Kevin nutzte die Gelegenheit, diesen Durchgang mit 3:0 zu gewinnen und insgesamt auf 1:2 zu verkürzen.

Kevin Painter gewann dann auch das erste Leg im vierten Satz, vergab dann aber 2 Darts zum 2:0. John checkte dann das zweite Leg und nach Leggewinnen auf beiden Seiten ging es erneut in das fünfte Leg. Hier durfte Darth Maple erneut beginnen und er spielte wieder einen 13 Darter zur erneuten Zwei-Satzführung.

Im fünften Satz erspielte sich Kevin erstmals eine 2:0 Satzführung, nachdem er 96 und 108 checken konnte. Mit einem starken 160er Finish kam John Part in den Satz zurück und konnte mit einer Doppel 7 im vierten Leg erneut das Entscheidungsleg herbeiführen. Hier hatte Kevin dann einen Dart aufs Bullseye, doch John checkte 44 zu einer komfortablen 4:1 Führung.

Nichts neues im sechsten Satz, es ging erneut über die volle Distanz und John schaffte erneut ein 88er Finish auf Doppel 7 zur 5:1 Führung.

Mit einem 11 Darter startete Kevin in den siebten Satz und konnte ihn zwei Legs später dann auch zu Null gewinnen.

Nach einem Break im ersten Leg des achten Satzes sah es nach einer Aufholjagd von The Artist aus, doch John schaffte sofort ein Rebreak und ging dann mit 2:1 in Führung. Kevin schaffte noch einmal den Ausgleich, doch das Thema hatten wir schon fünfmal in diesem Spiel. Kevin verpasste 109 knapp auf Doppel 16 und wartete auf seine nächsten Satzdarts, doch John Part checkte 130 zum Match und zog sicher in das Finale ein.

Kevin Painter hatte bereits gestern gegen Adrian Lewis nicht seine beste Form und konnte auch in diesem Spiel nicht an seine Leistungen aus den ersten Runde anknüpfen. In der Form, in der er Raymond van Barneveld schlagen konnte, wäre es mit Sicherheit ein weitaus spannenderes Spiel geworden. So bleibt ihm genauso wie Wayne Mardle nur die Ehre, einen der Topfavoriten aus dem Weg geräumt zu haben. Ein Schicksal, das besonders John Part allzu gut kennt. John hatte schon mehrmals Phil Taylor bei einem Major besiegen können, aber bis auf das Finale 2003 konnte er nie daraus Profit schlagen. Nun könnte er der Nutznießer davon werden, dass andere den Weg frei gemacht haben.

John 4x180, 24x140+, 43x100+, Ave. 92,84
Kevin 5x180, 26x140+, 46x140+, Ave. 91,94

Kirk Shepherd - Wayne Mardle 6:4 (0:3,3:0,3:2,3:2,2:3,1:3,2:3,3:2,3:1,3:2)

Dem Märchen von Kirk Shepherd kann nun ein weiteres Kapitel hinzu gefügt werden. Als erster ungesetzter Spieler, noch dazu als Qualifikant, konnte sich Kirk in das Finale des wichtigsten Turniers der PDC spielen.

Wayne Mardle hingegen musste einen Tag nach seinem größten Sieg eine seiner bittersten Niederlagen einstecken. Wayne wird wohl noch einige Zeit daran zu knabbern haben, dass er nach dem Sieg über die Legende Phil Taylor an einem Qualifikanten gescheitert ist. Für Hawaii 501 war es nun im vierten Halbfinale einer WM die vierte Niederlage und er muss weiter von seinem ersten großen Titel träumen.

Den ersten Satz holte sich Wayne sicher in drei Legs, doch danach spielte Kirk gut aus und gewann drei Sätze in Folge.

Im fünften Satz vergab Kirk dann fünf Darts zu einer 4:1 Führung und das Spiel schien zu kippen. Wayne sicherte sich den Satz und holte sich zwei weitere zu einer 4:3 Führung. Besonders das 170er Finish schien Wayne wach gemacht zu haben.

Den siebten Satz hatte sich Wayne mit einem 12 Darter geholt und nun sah es nach einem sicheren Sieg für ihn aus. Doch Kirk kam zurück und brachte den achten Satz in die Entscheidung. Hier traf er die Doppel 16 und somit stand es 4:4.

Mit einem 123er Finish schaffte Kirk dann das Break in ersten Leg des neunten Satzes und schaffte auch das 2:0, nachdem beide Spieler erst ihre Doppel nicht treffen wollten. Mit einem 72er Finish kam Wayne noch einmal heran, doch Kirk gewann das vierte Leg zu einer erneuten Satzführung.

Das erste Leg im neunten Satz ging an Kirk, der dann mit einem 80er Finish das Break schaffte, nachdem Wayne dreimal sein Doppel nicht treffen konnte. Mit einem schönen 96er Finish zum 11 Darter schaffte Wayne ein Rebreak, doch im vierten Leg hatte sein Gegner den ersten Matchdart. Bei 94 Rest traf Kirk die 25 und stellte sich mit einer Treble 19 einen Rest von 12, doch die Doppel 6 verpasste er knapp. Wayne traf dann sein Doppel und es stand 2:2.

Kirk begann das fünfte Leg und hatte nach 140,100 und 140 einen sicheren Vorsprung vor Wayne. Mit einer 59 stellte er sich dann 62 Rest, die er mit 10,20 und Doppel 16 zum Match ausmachen konnte.

Kirk 6x180, 28x140+, 56x100+, Ave. 88,77
Wayne 6x180, 39x140+, 56x100+, Ave. 92,36

30.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 10


(Quelle:www.planetdarts.tv)

Wayne Mardle schlägt Phil Taylor

Hawaii 501 sorgt für die größte Sensation bei der WM und schafft es als erster Spieler in der fünfzehnjährigen Geschichte der PDC, Phil Taylor vor dem Finale zu schlagen.

Ein Finale ohne The Power, eigentlich undenkbar und nun doch Realität. Wayne Mardle schaffte gestern, wie er selber sagte, den größten Sieg seiner Karriere als er zum ersten Mal Phil Taylor vor laufenden Kameras bezwingen konnte.

Nachdem dann gestern auch James Wade, Peter Manley und Adrian Lewis ausgeschieden sind, ist keiner der Top 8 mehr im Halbfinale vertreten. Mit so einem Ausgang hätten die wenigsten gerechnet.

Kirk Shepherd - Peter Manley 5:4 (3:0,2:3,3:2,2:3,1:3,3:1,2:3,3:1,4:2)

Bereits im ersten Spiel des Viertelfinals wurde es spannend und es stellte sich heraus, dass dies der Tag der Favoritenstürze werden könnte.

Vor einigen Tagen hatte Peter Manley angesichts des Turniertableau das Halbfinale als eigene Vorgabe angegeben. Zu seinem Pech hatte er die Rechung ohne den Qualifikanten Kirk Shepherd gemacht, dessen Märchen noch nicht enden will.

Peter Manley war nun schon das vierte gesetzte Opfer von Kirk, der auch in diesem Spiel erfolgreich die Matchdarts seines Gegners abwarten konnte. Nach Terry Jenkins und Mick McGowan hatte nun auch One Dart die Chancen zum Sieg, doch beim endgültigen Doppel hat Kirk einen tapferen Schutzengel an Board.

Kirk trifft nun im Halbfinale heute auf Wayne Mardle und Hawaii 501 sollte gewarnt sein, denn so einfach wie es aussieht wird die Partie mit Sicherheit nicht.

Peter Manley hatte beim Stand von 4:4 und 2:0 die Chance zum Sieg, doch er vergab seine zwei Matchdarts und holte danach kein einziges Leg mehr. Im letzten Leg des Spiel zeigte sich Kirk dann wohl inspiriert von Kevin Painter's Vorstellung am Vorabend und begann ebenfalls mit 2x180. Es wurde dann zwar kein 10 Darter, doch dies dürfte Kirk beim bisher größten Erfolg seiner Karriere egal sein

Kirk 10x180, 24x140+, 44x100+, Ave. 89,70
Peter 6x180, 37x140+, 61x100+, Ave. 94,27

John Part - James Wade 5:4 (3:2,3:0,1:3,3:1,2:3,1:3,3:1,0:3,4:2)

John Part ist nach seinem Erfolg über James Wade nun der letzte ehemalige Weltmeister, der noch im Feld verblieben ist. Gegen Kevin Painter hat Darth Maple nun heute die Chance, nach 2001 und 2003 erneut das Finale zu erreichen. Doch auch sein Gegner hat bereits 2004 Finalerfahrung sammeln können.

John Part erwischte gegen James Wade den besseren Start und führte bereits mit 2:0 und 3:1. Nach einem taktischen Fehler von John schaffte James dann die Wende. John stellte sich im fünften Leg des fünften Satzes mit einer 60 einen Rest von 163 und verschaffte seinem Gegner damit die nötige Zeit zum Satzgewinn.

James konnte dann sogar zum 3:3 ausgleichen und schaffte im achten Satz dann auch den 4:4 Ausgleich. Somit ging auch diese Partie in den entscheidenden Satz und auch hier ging es in den Tiebreak.

James Wade ging im ersten Leg mit einem 97er Finish das erste Mal in Führung. John schaffte das Rebreak und führte dann mit 2:1, als James mit einem 11 Darter das 2:2 machte. John ging erneut in Führung und im sechsten Leg standen beide Spieler auf einem High Finish. James verpasste 120 knapp auf Doppel 20 und John traf bei 113 Rest nach einer 19 die Treble 18 und Tops zum Match.

John 7x180, 24x140+, 47x100+, 94,81
James 6x180, 29x140+,52x100+, Ave. 91,48

Wayne Mardle - Phil Taylor 5:4 (0:3,1:3,0:3,3:0,3:1,3:2,2:3,3:1,6:4)

Es ging dann spannend und dramatisch in der Abendsession weiter. Hier erlebten die Zuschauer dann das Comeback des Wayne Mardle und den Sturz einer Legende. Für Phil Taylor war es eine bittere Niederlage am Ende eines Jahres, wo es bei ihm bei Major Turnieren nie ganz rund lief. Nach seinen sehr guten Vorstellungen vor der WM mit vier Turniersiegen in Holland, beim Grand Slam of Darts und in Halle mit Averages weit über 100 war er dann natürlich wieder der Topfavorit.

Doch Phil Taylor konnte in diesen Tagen in keinem Spiel so richtig überzeugen und hat in der entscheidenden Phase stets von der plötzlichen Nervosität seiner Gegner profitiert. The Power hat sicherlich nicht schlecht gespielt, doch in Bestform wäre er in keinem der vier Spiele in Bedrängnis geraten. In Bestform hätte sich ein Phil Taylor wohl auch nicht einen 3:0 Vorsprung nehmen lassen.

In den ersten drei Sätzen konnte Wayne Mardle lediglich ein einziges Leg gewinnen und es sah schon danach aus, als wenn man beim DSF keine Live Bilder von dem Spiel sehen würde. Hawaii 501 wirkte unzufrieden und teilweise weinerlich.

Im vierten Satz wurde bei Wayne aber ein Schalter umgelegt und plötzlich lief es, sogar glänzend. Nun war Wayne voll bei der Sache und steigerte sich immer mehr in die Partie. So sicherer Wayne nun wurde, umso unsicherer wurde Phil Taylor. Selten hat man so viele vergebene Darts von ihn auf die Doppel 16 und Doppel 8 gesehen. Umso erstaunlicher, dass Phil sich im Verlauf des Spiels auch immer wieder diese Doppel stellte und er nicht auf Tops wechselte.

Wayne Mardle holte sich Satz um Satz und plötzlich stand es 3:3 und wir hatten ein offenes Spiel. Der siebte Satz ging dann wieder an The Power und er holte sich das Break im ersten Leg des achten Satzes. Doch im Gegensatz zu früheren Partien zog Phil den Sack nun nicht zu und so ging es in den neunten und letzten Satz.

Hier hatte Wayne schon im ersten Leg sieben Darts auf Doppel vergeben und man fühlte sich an die drei bisherigen Spiele von Phil Taylor erinnert. In der entscheidenden Phase wollte da auch keiner seine Chancen nutzen.

Wayne Mardle war da anders. Phil Taylor ging viermal in diesem Satz in Führung und viermal schaffte Wayne mit glänzenden Leistungen immer wieder den Ausgleich. Und so war es dann Phil Taylor, der keinen Matchdart zur Verfügung hatte, der das Break im zehnten Leg kassierte und dieses mal blieb sein Gegner nervenstark.

Wayne Mardle setzte den Matchdart und danach brach die Hölle los. Bereits während des Spiels wurde schon die Phil Taylor Hymne auf Wayne Mardle umgedichtet und nun bekam er Standing Ovations von den Fans. Sichtlich zu Tränen gerührt genoss Hawaii 501 dann da Bad in der Menge.

Phil Taylor zeigte sich dann auch in der Niederlage als wahrer Champion und blieb bis zum Interview auf der Bühne und zollte seinem Gegner den nötigen Respekt. Andere, so wie gestern Barney, verlassen da schon mal kommentarlos die Halle.

Wayne 8x180, 39x140+, 47x100+, Ave. 92,20
Phil 7x180, 20x140+, 53x100+, Ave. 92,32

Kevin Painter - Adrian Lewis 5:2 (3:0,2:3,3:0,1:3,3:0,3:1,3:2)

Im letzen Spiel des Tages konnte sich Kevin Painter als einziger Spieler sicher durchsetzen. Er profitierte aber auch davon, dass Adrian Lewis nicht seinen besten Tag hatte.

Eine 1:0 und 2:1 Führung konnte Jackpot noch ausgleichen, doch die folgenden drei Sätze gingen sicher an Kevin Painter, der nun ebenso überraschend wie die drei anderen Spieler im Halbfinale der WM steht.

Statt Taylor-Jenkins und Barney-Wade heiße es nun Mardle-Shepherd und Part-Painter.

Kevin 4x180, 15x140+, 38x100+, Ave. 85,51
Adrian 6x180, 14x140+, 27x100+, Ave. 86,26

29.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 9

Gestern wurde das Achtelfinale der WM zu Ende gespielt und es gab die große Sensation mit dem Ausscheiden des Titelverteidigers. Aber der Reihe nach.

Kirk Shepherd - Barrie Bates 4:2 (3:0,1:3,3:2,1:3,3:2,3:1)

Nachdem der Qualifikant Kirk Shepard in den ersten beiden Partien das nötige Glück hatte, als seine Gegner reihenweise Matchdarts vergeben hatten, setzte er sich dieses Mal relativ sicher gegen Barrie Bates durch.

Es wurde kein allzu gutes Spiel, doch dies dürfte Kirk nicht weiter stören. Er steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere und seinem bisher größten Zahltag.

Die Entscheidung fiel im fünften Satz. Barrie Bates hatte gerade zum 2:2 nach Sätzen ausgeglichen und führte mit 2:1 Legs. Er verpasste ein 128er Finish auf Bull und Kirk checkte zum Ausgleich. Im fünften Leg vergab der Waliser drei weitere Darts zum Satzgewinn und Kirk holte sich den wichtigen Durchgang.

In der entscheidenden Phase behielt der junge Newcomer dann auch die Nerven und holte sich in 15 und 13 Darts den Sieg.

Kirk 3x180, 15x140+, 31x100+, Ave. 85,86
Barrie 4x180, 11x140+, 42x100+, Ave. 85,61

Adrian Lewis - Tony Eccles 4:3 (0:3,0:3,3:2,3:0,3:2,1:3,4:2)

Es folgte ein hochklassiges und spannendes Spiel mit einem ungewohnten Spielverlauf. Tony Eccles kam sensationell gut ins Spiel und gewann die ersten acht Legs. Adrian Lewis wurde in dieser Phase an die Wand gespielt und seine Mimik im Hintergrund war entsprechend.

Die Viper spielte auf hohem Niveau und in dieser Phase mit einem Average von über 100. Im dritten Satz beim Stande von 0:2 und 0:2 gelang Adrian dann mit einem 106er Finish der Gewinn seines ersten Legs. Im vierten Leg verpasste Tony dann zwei Darts für eine 3:0 Führung, am Ende eine der entscheidenden Phasen des Spiels. Mit einem 13 Darter holte sich Adrian Lewis dann den Satz und es stand für ihn glücklich nur 1:2.

Im ersten Leg des vierten Satzes verpasste Tony ein 170er Finish knapp auf Bullseye und Adrian checkte im Anschluss 136. Ab diesem Zeitpunkt war Jackpot voll dabei und das Spiel wurde richtig hochklassig. Nachdem Adrian die ersten acht Legs verloren hatte, gewann er die folgenden 6 Legs und es stand plötzlich 2:2.

Nachdem Adrian dann den fünften Satz gewinnen konnte und erstmals in Führung ging, schaffte Tony das Comeback und das Spiel ging in den letzten Satz.

Das erste Leg im siebten Satz ging an Adrian, obwohl Tony hier mit einer 180 startete. Das zweite Leg holte sich Tony mit einem 11 Darter und schaffte im nächsten Durchgang das Break. Im vierten Leg hatte Tony dann 65 Rest und traf mit dem ersten Dart die 25. Der erste Matchdart ging unter die Tops und der zweite Matchdarts hauchdünn an den Außendraht der Doppel 10. Adrian hatte 36 Rest nach einem schönen 131er Wurf zuvor und konnte mit seinem dritten Dart, der in der Doppel 9 saß, ausgleichen.

Nachdem beide Spieler sich der Gunst des Publikums bis dahin sicher waren und beide gefeiert wurden, hat sich Adrian dann zum Buhmann der Veranstaltung gemacht.

Nach seinem Check zum 2:2 nahm er sich eine Auszeit um die Toilette aufsuchen zu können. Dies ist vom Regelwerk her erlaubt, doch das Publikum empfand es in dieser Phase als äußerst unsportlich. Erst wurde Tony Eccles mit Sprechchören gefeiert und nach der Rückkehr auf der Bühne wurde Adrian gnadenlos ausgepfiffen.

Die nächsten beiden Legs gingen dann an Adrian, doch Applaus bekam er keinen für seinen Sieg. Somit hat es Adrian mal wieder geschafft, das Publikum gegen sich aufzubringen. Nachdem er ja im Laufe der Premier League schon nach arroganten Verhalten gnadenlos unten durch war, konnte er damals durch eine Verhaltens Änderung einen Stimmungswechsel bewirken. Ob ihm dies gegen Kevin Painter auch gelingen wird???

Für Tony Eccles war es sicherlich ein bitteres Ausscheiden, denn so eine Leistung hatte man von der Viper vor laufende Kameras noch nicht gesehen.

Adrian 4x180, 16x140+, 36x100+, Ave. 94,19
Tony 7x180, 19x140+, 37x100+, Ave. 97,20

Hier noch eine kleine Randnotiz zu diesem Spiel. Im ersten Leg hatte Tony Eccles 104 Rest und warf nach einer 19 und einer 15 mit seinem letzten Dart bei 70 Rest eine dreifache 4. Der Restwert von 58 Punkten wurde auch in der Anzeige im Bild korrekt angegeben. Der Caller rief jedoch 60 Rest aus und Tony warf dann auch auf diese 60 Rest.

James Wade - Mark Dudbridge 4:2 (2:3,3:1,3:0,3:2,1:3,3:2)

Beide Spieler gehörten zu den Aktiven, die sich noch vor Weihnachten eine Grippe eingefangen hatten und beide hatten auch noch während des Spiels ihre Probleme. Mark Dudbridge wurde zum Beispiel von einem Hustenanfall geschüttelt.

Der erste Satz ging nach leichten Problemen auf Doppel an den Finalisten von 2005, doch danach lief es bei der Nr. 3 der PDC besser und Lames holte sich die folgenden drei Sätze.

Der fünfte Satz ging dann an Mark, doch The Flash vergab im sechsten Durchgang zu viele Darts zum Ausgleich. So checkte dann James Wade, der erstmals in das Viertelfinale der WM einziehen konnte.

James 6x180, 13x140+, 39x100+, Ave. 84,54
Mark 4x180, 20x140+, 24x100+, Ave. 84,96

Peter Manley - Jan van der Rassel 4:1 (2:3,3:1,3:2,3:2,3:1)

Peter Manley, der dreifache Finalist, beendete die Erfolgsgeschichte des Holländers Jan van der Rassel. Nach starken Erfolgen über Colin Lloyd und Denis Ovens konnte Jan gegen Peter Manley nicht mehr an seine zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen.

Der erste Satz ging zwar noch an den Holländer, der nach zwei vergebenen Satzdarts seines Gegners 116 checken konnte.

Doch danach war er einfach nicht konstant genug. Jan führte im dritten Satz mit 2:0 und gab ihn noch ab. Im vierten Satz vergab Jan dann vier Darts zum Ausgleich und lag dann mit 1:3 zurück. Peter Manley war nun routiniert genug, diese Chance zu nutzen und zog dann doch sicher in das Viertelfinale ein.

Peter 4x180, 13x140+, 37x100+, Ave. 87,75
Jan 2x180, 16x140+, 30x100+, Ave. 86,76

Kevin Painter - Raymond van Barneveld 4:2 (1:3,3:0,3:1,0:3,3:2,3:2)

Danach kochte die Halle über, als Kevin Painter seine starken Leistungen aus den ersten beiden Spielen bestätigen konnte und mit einem Sieg über den Titelverteidiger krönen konnte.

Der erste Satz ging an Barney, doch danach lief es bei Kevin so richtig rund. Er gewann sechs der folgenden sieben Legs und spielte dabei einen 11 Darter und 4x15 Darts.

Barney zeigte dann seine Qualitäten als Champion und konnte das Spiel mit einem klaren Satz ausgleichen.

Nun wurde es spannend und beide Spieler gaben alles. Im fünften Satz durfte Barney das letzte Leg eröffnen, doch er konnte den Vorteil nicht nutzen. Mit einem starken 11 Darter holte sich Kevin den Satz und die 3:2 Führung.

Im ersten Leg des sechsten Satzes schaffte Raymond mit einem 13 Darter das Break und konnte sich im Leg danach die 2:0 Führung heraus spielen. Kevin nutze seinen Vorteil, beginnen zu dürfen, im dritten Leg mit einem 15 Darter und schaffte mit einem weiterer 15er dann das Break zum 2:2.

Nun spielte Kevin absolute Weltklasse, denn beeindruckender kann man ein Match in dieser Phase nicht nach Hause bringen. Kevin begann und warf sofort eine 180. Es folgte ein weiteres Maximum und es sah nach einem 9 Darter zum Matchgewinn aus. Auch der siebte Dart saß mitten in der Treble 20, doch die Treble 19 verpasste der Artist deutlich. Mit einer Treble 10 stellte sich Kevin dann 32 Rest, die er dann mit einem 10 Darter zum Match checken konnte.

Kevin 9x180, 16x140+, 32x100+. Ave. 95,20
Raymond 5x180, 13x140+, 27x100+, Ave. 90,75

John Part - Alex Roy 4:0 (3:1,3:2,3:1,3:1)

Als letzter Spieler konnte sich John Part in das Viertelfinale spielen und er wird dort der letzte Spieler sein, der nicht aus England kommt.

Für den Kanadier war das Spiel gegen Alex Roy nur eine bessere Trainingseinheit und es werden sich viele gefragt haben, wie Alex Roy mit so einer Leistung Andy Hamilton so klar schlagen konnte.

John Part spielte wie in den Partien zuvor sicher und zeigte erneut eine unglaubliche Sicherheit auf Doppel. Das wird für James Wade kein leichter Gang heute werden.

John 4x180, 10+x140+, 21x100+, Ave. 91,32
Alex 0x180, 10x140+, 31x100+, Ave. 85,16

Heute spielen:

Kirk Shepherd - Peter Manley
James Wade - John Part

Phil Taylor - Wayne Mardle
Kevin Painter - Adrian Lewis

28.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 8

Wer gestern im Ally Pally war, der hat es mit Sicherheit nicht bereut. Besonders die Partien des Abends hatten es in sich und zum ersten Mal kochte der neue Spielort bald über.

Tony Eccles - Steve Maish 4:3 (2:3,1:3,2:3,3:2,3:2,3:2,3:1)

Gleich zu Beginn des Tages gab es eine spannende Partie, in der nahezu jedes mögliche Leg auch ausgespielt wurde. Am Ende fügte die Viper Tony Eccles seinem Gegner eine äußerst schmerzhafte Niederlage zu, denn einen 3:0 Vorsprung gibt man nicht alle Tage ab.

Steve Maish war nach seinem Auftaktsieg über Dennis Priestley gut gerüstet für das zweite Spiel und konnte sich eine sichere 3:0 Führung herausspielen. Beim Stande von 2:1 im vierten Satz war er nur ein Leg von einem frühen Erfolg entfernt. Doch Tony Eccles kam noch einmal zurück und schaffte bei seinem Debüt die Wende.

Mit einem 13 Darter holte sich Tony das 2:2 und legte dann mit einem 156er Finish zum Satzgewinn den Grundstein seiner Aufholjagd.

Auch die nächsten beiden Sätze waren hart umkämpft und Tony musste sogar einen Matchdart von Steve auf Tops im sechsten Satz erdulden.

Nun war Tony der bestimmende Spieler und schaffte sofort ein Break im letzten Satz. Mit einem 104er Finish schaffte er dann auch das 2:0 und mehr als ein kleiner Anschluss war Steve dann nicht mehr vergönnt.

Am Ende setzte Tony Eccles den Matchdart und trifft nun heute auf Adrian Lewis.

Tony 0x180, 27x140+, 41x100+, Ave. 91,08
Steve 5x180, 8x140+, 45x100+, Ave. 87,29

Alex Roy - Andy Hamilton 4:1 (3:1,2:3,3:1,3:2,3:1)

Im zweiten Spiel des Tages gab es dann die erste große Überraschung des Tages, als Alex Roy den Hammer aus dem Turnier warf. Andy Hamilton war sicherlich favorisiert, immerhin stand er im letzten Jahr im Halbfinale und hatte erst kürzlich im Finale des Grand Slam of Darts gestanden.

Alex Roy startete bereits viel versprechend mit einer 180 in das Match und holte sich auch sicher den ersten Satz. Von Beginn an beeindruckend war die Doppelsicherheit von Alex, der am Ende eine sehr gute Quote von 60% Treffer auf Doppel hatte.

Im zweiten Satz lag Andy mit 2:0 vorne, doch Alex kam noch einmal heran. Der Satz ging trotzdem an The Hammer, der ein 144er Finish zum Satzgewinn spielte.

Der dritte Durchgang gehörte dann wieder Alex Roy, der sich nach einem 121er Finish die nächsten Legs in 11 und 14 Darts holte. Im vierten Satz holte sich Alex das erste Leg und gewann auch das zweite, obwohl Andy hier mit 2x180 startete. Groß geschockt war die Nr. 6 der PDC nicht, denn nach einem 102er Finish im dritten Leg glich er im vierten den Satz aus. Doch der Satzgewinn blieb ihm verwehrt, denn den holte sich Andy mit einem 13 Darter.

Das erste Leg im fünften Satz ging dann an Andy Hamilton, doch die nächsten drei gingen an Alex, der den Sieg nach Hause brachte und nun auf John Part trifft.

Alex 3x180, 15x140+, 38x100+, Ave. 91,33
Andy 8x180, 11x140+, 23x100+, Ave. 90,97

Mark Dudbridge - Ronnie Baxter 4:2 (3:0,3:2,2:3,3:2,2:3,3:0)

The Flash spielt seine beste WM seit seiner Finalniederlage in 2005 und auch Ronnie Baxter konnte ihn nicht stoppen. Bereits im ersten Leg schaffte Mark einen perfekten Einstand mit 2x180, doch auch ihm gelang nicht der erste 9 Darter in der Geschichte der WM.

Der erste Satz ging nach diesem Blitzstart auch glatt an Mark und er konnte sich auch den zweiten Durchgang nach einem 0:2 Rückstand noch holen.

Im dritten Satz hatte Bonnie schon im vierten Leg einen Dart zum Satz, doch er musste bis in den fünften Durchgang gehen, um den Anschluss zu schaffen. Auch der vierte Satz ging über die volle Distanz und hier vergab The Rocket einen Dart auf Tops bei 79 Rest zum möglichen Satzausgleich. Mark nutzte die Gelegenheit und stellte den alten Abstand wieder her.

Nachdem Mark im nächsten Durchgang bereits mit 2:0 führte, sah es nach einem schnellen Ende aus, doch Ronnie kam noch einmal ins Spiel. Er gewann die nächsten drei Legs, spielte dabei ein 137er Finish, und konnte auf 2:3 Sätze verkürzen.

Im nächsten Satz gingen die ersten beiden Legs erneut an Mark, der dieses Mal dann den laden dicht machte und sich das Achtelfinale gegen James Wade sicherte.

Mark 5x180, 11x140+, 38x100+, Ave. 87,92
Ronnie 5x180, 14x140+, 36x100+, Ave. 91,82

Raymond van Barneveld - Jason Clark 4:1 (3:2,3:2,3:0,2:3,3:1)

Als letzter Spieler komplettiert der Titelverteidiger das Feld der letzten 16. Am Ende gab es einen sicheren 4:1 Erfolg, bei dem Barney aber auch das nötige Glück auf seiner Seite hatte.

Jason Clark, der in Halle noch einen 9 Darter gespielt hatte, warf gut und hatte im ersten Satz bei 55 Rest bei Darts auf Tops. So eine Gelegenheit darf man gegen Barney nicht vergeben, denn dann kommt die "Strafe" auf dem Fuß.

Auch im zweiten Satz ließ Jason trotz eines schönes 11 Darter zu viele Chancen liegen und er verlor diesen auch im fünften Leg. Im dritten Satz lief es dann rund für Barney und er holte sich diesen glatt zu Null.

Der vierte Satz ging auch über die komplette Distanz und hier hatte Barney dann im fünften Leg seine ersten Matchdarts. Er verpasste knapp 170 zum Sieg und vergab dann weitere 5 Darts auf Doppel. So konnte sich dann Jason seinen Satz holen und auf 1:3 verkürzen.

Im nächsten Satz wollte sich Barney dann auf nichts mehr einlassen und möglichst schnell den Sieg sichern. Im dritten und vierten Leg warf er 3x180 und holte sich dann den Sieg mit einem 11 Darter.

Raymond trifft heute auf Kevin Painter und sollte seine Grippe, die ihn über Weihnachten ans Bett gefesselt hatte, im Griff haben, den der Artist ist gut in Form.

Raymond 7x180, 15x140+, 25x100+, Ave. 92,31
Jason 4x180, 14x140+, 27x100+, Ave. 87,96

Phil Taylor - Alan Tabern 4:3 (3:1,2:3,0:3,3:0,2:3,3:2,6:4)

Bei seinen ersten beiden Auftritten vor Weihnachten konnte Phil Taylor noch nicht sein komplettes Potential abrufen. Man war daher gespannt, wie The Power aus dem Kurzurlaub kommen würde und ob er nun zu gewohnter Form auflaufen würde.

Am Ende sah ein volles Haus eines der besten Spiele bei dieser WM und der Rekordchampion musste erneut einen Rückstand kurz vor Schluss aufholen.

Im ersten Satz sah alles nach einem schnellen Erfolg für Phil Taylor aus, ein 107er Finish und ein 12 Darter bedeuteten den Satzgewinn gegen einen schlecht ins Spiel kommenden Alan Tabern.

Phil Taylor vergab 4 Darts auf Doppel zu einer 2:0 Führung und so brachte er seinen Gegner ins Spiel. Nun war The Saint voll da und der holte sich den dritten Satz sogar in 17,14 und 15 Darts zu Null.

Im vierten Satz sah man dann einen anderen Phil Taylor, der fehlerlos spielte und sich den Satz auch mit einem 137er Finish zum 12 Darter ebenfalls zu Null sichern konnte. Alan Tabern spielte dabei keineswegs schlechter, immerhin stand er im letzten Leg nach 9 Darts auf 36 Rest. Selten hat man Alan so gut spielen sehen, nahezu jede Aufnahme war mindestens eine 100 (siehe auch die Werte in der Statistik).

Im fünften Satz ging es auch in das entscheidende Leg und hier hatte Phil 82 Rest. Er traf das Bullseye und vergab erneut zwei Darts zum Satzgewinn. Alan blieb cool und checkte die Doppel 20 zur 3:2 Satzführung.

Gegen Mark Walsh schaltete Phil Taylor bei diesem Spielstand einen Gang höher und gab kein Leg mehr ab. Auch hier sah es so aus, als The Power die ersten beiden Legs holte. Ein 12 Darter brachte Alan ins Spiel zurück und nach dem Check im Vierten war er nur noch ein Leg vom Sensationssieg entfernt.

Und Alan lag auch leicht vorne und stelle sich 116 Rest, als Phil Taylor bei 187 Rest eine 171 auspackte und sich 16 Rest stellte. Alan schaffte das Finish nicht und hatte auch keinen Dart auf Doppel. Dieses Mal nutzte Phil Taylor seine Chance zum Satzgewinn und glich die Partie zum 3:3 aus.

Nun wurde es richtig spannend, denn die Partie hatte jetzt Weltklasseniveau. In den ersten 8 Legs gaben sich beide Spieler keine Blöße und gewannen ihre Legs in bestechender Form, unter anderem mit einem 160er Finish von Alan zum 3:2.

Die Vorentscheidung fiel dann im neunten Leg, als Phil Taylor, der viermal in diesem Satz einen Rückstand aufholen musste, das Break schaffte.

Im zehnten Leg waren die ersten beiden Würfe von beiden Spielern nicht besonders gut, doch dann stellte The Power mit 2x180 in Folge die Weichen zum Sieg, die er dann mit 11 und Tops auch nutzte.

Am Ende hatte Alan Tabern keinen einzigen Matchdart gehabt, wurde aber vom Publikum für eine hervorragende Leistung gefeiert. Er war nun schon der dritte Spieler, der Phil Taylor bei dieser WM "auf dem Schuh" hatte.

Phil 5x180, 22x140x, 48x100+, Ave. 96,71
Alan 4x180, 25x140+, 62x100+, Ave. 93,42

Wayne Mardle - Roland Scholten 4:3 (3:0,0:3,2:3,3:1,1:3,3:2,3:1)

Im Anschluss spielten dann noch Wayne Mardle und Roland Scholten den Viertelfinalgegner von Phil Taylor aus. Das bis dahin schon verwöhnte Publikum bekam dann noch eine spannende und hochklassige Partie zu sehen und die Zuschauer konnten froh gelaunt nach Hause gehen.

Wayne begann bärenstark unter dem Jubel seiner Fans, spielte ein 110er Finish und holte sich den ersten Satz in 15,15 und 14 Darts.

Der zweite Satz gehörte dann seinem Gegner, der im zweiten Leg auf dem Weg zum 9 Darter war. nach sieben Treble 20 verpasste Roland dann aber den achten Dart auf die Treble 15. Mit einem 140er Finish holte er sich dann den Satz zu Null und spielte in diesen drei Legs einen Schnitt von 110.

Auch die nächsten beiden Legs gingen an das Tripod, doch Wayne glich noch einmal aus. Der Satz ging aber an den Holländer, der erstmals somit in Führung gehen konnte.

Im vierten Satz hatten beide Spieler leichte Probleme mit den Doppeln und es war Wayne, der diese Phase besser nutzen konnte. Satz fünf ging jedoch wieder an Roland, der nun nur noch einen Satz vom Match entfernt war.

Der sechste Satz verlief ohne Breaks und so war es Hawaii 501, der 68 im fünften Leg zum 3:3 ausmachen konnte. Roland wartete zu diesem Zeitpunkt bei 80 Rest auf seine Chance zum Match.

Roland schaffte mit einem 11 Darter einen guten Start in den entscheidenden Satz, doch die Antwort kam sofort. Wayne glich aus und schaffte im dritten Leg dann auch das entscheidenden Break. Im vierten Lag hatte Roland Scholten dann einen Dart auf Doppel 16 zum 102er Finish und zum erneuten Ausgleich. Er vergab diese Chance und Wayne machte das Spiel bei 74 Rest sicher mit Treble 14 und Doppel 16 aus.

Wayne 4x180, 21x140+, 35x100+, Ave. 89,28
Roland 6x180, 20x140+, 39x100+, Ave. 91,86

Heute spielen:

Kirk Shepherd - Barrie Bates
Adrian Lewis - Tony Eccles
James Wade - Mark Dudbridge

Peter Manley - Jan van der Rassel
Raymond van Barneveld - Kevin Painter
Alex Roy - John Part

27.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 7

Boxing Day in England bedeutet für Dart Fans immer, dass es mit der PDC WM weiter geht. Und so standen auch gestern 6 Partien auf dem Programm, unter anderem der mit Spannung erwartete zweite Auftritt von Mensur Suljovic.

Barrie Bates - Erwin Extercatte 4:3 (2:3,3:1,3:2,2:3,3:0,0:3,3:1)

Als erster Spieler konnte gestern der Waliser Barrie Bates das Ticket für das Achtelfinale lösen. Für Barrie ist es der erste Einzug in die dritte Runde und er hat nun gute Chancen, gegen einen Qualifikanten sogar das Viertelfinale zu erreichen.

Den besseren Start in die Partie hatte Erwin Extercatte, für den es nach der Vorrunde nun schon der dritte Auftritt im Ally Pally war. Mit Finishes von 88 und 97 holte er sich die beiden ersten Legs. Barrie konnte ausgleichen, doch der Satz ging an Erwin, der nach einem auf Bullseye verpassten 170er Finish mit der nächsten Aufnahme checken konnte.

Den zweiten Durchgang holte sich dann Barrie Bates, unter anderem mit einem 106er Finish. Erwin eröffnete den dritten Satz mit einem 121er Finish, der Satz ging dann in das entscheidende Leg. Dieses holte sich Barrie mit seinem zweiten 96er  Finish in Folge und somit erstmals die Satzführung.

Die ersten beiden Legs Satz 4 holte sich Seabert, wie Erwin auch genannt wird, in 15 und 13 Darts. Barrie konnte ausgleichen und ließ seinen Gegner jedes Mal auf Tops stehen. Der Satz ging jedoch an Erwin mit einem 119er Finish.

Satz fünf ging glatt zu Null an Barrie, nachdem Erwin erstmals Probleme mit den Doppeln hatte. Doch der Holländer schlug mit dem gleichen Ergebnis zurück und es ging in den letzten Satz.

Hier hatte Barrie das bessere Ende für sich oder war auch einfach nur der am wenigsten gestörte Spieler in dieser Phase. Im vierten Leg kam es zu einigen Zwischenrufen, die beide Spieler gestört haben.

Barrie 1x180, 16x140+. 44x100+, Ave. 82,38
Erwin 2x180, 12x140+, 42x100+, Ave. 84,00

Kevin Painter - Chris Mason 4:0 (3:1,3:2,3:1,3:1)

Kevin Painter stellte auch gegen Chris Mason seine zur Zeit starke Form unter Beweis und ist in dieser Form ein harter Brocken für ein mögliches Achtelfinale gegen Barney.

Das erste Leg holte sich Chris Mason, doch danach lief es für Kevin. Nach einem 137er Finish holte er sich den Satz kurze Zeit später und hatte zu diesem Zeitpunkt einen Schnitt von 109.

Chris Mason spielte bei weitem nicht auf seinem höchsten Niveau und er zeigte sich schon früh als äußerst unzufrieden mit seiner Leistung. Kevin zeigte sich von der schlechten Körpersprache seines Gegners unbeeindruckt und spulte sein Programm locker runter. Legs für Chris gab es nur, wenn Kevin mal etwas nachließ.

Mit Finishes von 112 und 125 zu Beginn des vierten Satzes zog er Chris dann den letzten Zahn und machte kurze Zeit später das Match zu.

Kevin 3x180, 9x140+, 28x100+, Ave. 92,04
Chris 1x180, 7x140+, 23x100+, Ave. 83,91

Kirk Shepard - Mick McGowan 4:3 (2:3,3:1,3:1,2:3,3:2,1:3,5:3)

Man soll es kaum glauben, man kann mit einem Average von knapp über 76 noch das Achtelfinale bei einer WM erreichen. Hinzu kommt, dass der Sieger am Enden einen um 9 Punkte schlechteren Average hatte als sein Gegner.

Dies zeigt einmal mehr, dass ein hoher Average nicht alles ist. Kirk Shepard schwankte zwischen hohen Scores (immerhin 71 dreistellige Scores) und einer miserablen Quote auf Doppel, die dann für den schlechten Schnitt verantwortlich war.

Kirk Shepard kam in diese Runde, ohne eigentlich zu wissen, wie. Das erste Spiel wurde eher von Terry Jenkins verloren, als von Kirk gewonnen. Und auch in dieser Partie half der Schutzengel mächtig mit, denn auch Mick hatte vier Darts zum Sieg.

Doch wer das Glück einmal auf seiner Seite hat, der ist schwer zu besiegen. Dies könnte auch am Freitag Barrie Bates zu spüren bekommen, denn Kirk Shepard kann locker aufspielen. Er hat schon mehr erreicht, als er sich zu träumen wagen konnte.

Kirk 7x180, 23x140+, 41x100+, Ave. 76,19
Mick 4x180, 26x140+, 44x100+, Ave. 85,09

Adrian Lewis - Vincent van der Voort 4:2 (3:1,3:2,1:3,3:1,0:3,3:2)

Auch Adrian Lewis stellte seine gute Form mit einer starken Leistung gegen Vincent van der Voort unter Beweis. Bereits im ersten Satz spielte Jackpot einen 10 Darter, nachdem Vincent das erste Leg geholt hatte.

Auch im zweiten Satz lag der Holländer vorne, doch Legs von 13,15 und 13 sicherten das 2:0 für Adrian. Vincent musste schon einen 12 Darter mit 2x180 spielen, um dann seinen ersten Satz zu sichern.

Auch das erste Leg in vierten Satz ging an Vincent, doch nach einer verpassten Doppel 18 zum 156er Finish kippte der Satz und die nächsten drei Legs gingen an den Engländer.

Nun hatte der Holländer seine beste Phase und er gewann den fünften Satz glatt mit 12,12 und 13 Darts. Im sechsten Satz ging Adrian dann nach einem 12 Darter mit 2:1 in Führung und vergab im nächsten Leg die Doppel 12 zum Sieg. Vincent holte sich das Leg und warf auch eine 180 im fünften Leg, doch der Satz und das Match gingen an Adrian Lewis.

Adrian 7x180, 18x140+, 25x100+, Ave. 91,81
Vincent 7x180, 18x140+, 34x100+, Ave. 96,46

John Part - Mensur Suljovic 4:1 (3:2,3:0,0:3,3:0,3:0)

Es folgte der zweite Auftritt von Mensur Suljovic im Ally Pally, doch es sollte sein letzter bleiben. Der Österreicher hatte das Pech, auf einen brillant spielenden John Part zu treffen, der nahezu perfekt auf Doppel war und am Ende mit knapp unter 100 den bisher höchsten Turnieraverage spielte.

Im ersten Satz war das Spiel noch ausgeglichen und Mensur konnte nach drei vergebenen Darts von John zum Satzgewinn noch zum 2:2 ausgleichen. Das fünfte Leg lief dann besser für Mensur, der sich 32 Rest stellte und auf seine eigenen Satzdarts wartete. Doch dann zeigte John Part, warum er bereits Weltmeister bei der BDO und der PDC war. Mit einem sauberen 115er Finish holte er sich den ersten Satz. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn dieser Satz an Mensur gegangen wäre.

Noch etwas geschockt vom Ausgang des ersten Satzes lief es dann nicht so gut bei Mensur und John holte sich sicher den zweiten Durchgang.

Im dritten Satz hatte Mensur die Pause dann zum durchatmen nutzen können und er hatte in den folgenden drei Legs seine beste Phase. Drei 180er in den ersten beiden Legs und ein guter dritter Durchgang bedeuteten das 1:2.

Doch das war es dann auch, denn ein weiteres Leg war ihm nicht vergönnt. Mensur konnte das Niveau des dritten Satzes nicht halten und John legte noch einmal nach. Das 121er Finish zu Beginn des vierten Satzes war dann wohl die Vorentscheidung.

Mensur Suljovic kann mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Er spielte auf hohem Niveau, doch er hatte halt das Pech, einen Gegner zu haben, der uf alles eine Antwort hatte. Alleine dreimal wurde eine 180 von Mensur sofort mit einer 180 durch John gekontert.

John 6x180, 13x140+, 25x100+, Ave. 99,06
Mensur 6x180, 7x140+, 16x100+, Ave. 91,26

James Wade - Steve Beaton 4:3 (3:0,3:2,2:3,3:2,1:3,2:3,3:1)

Das letzte Spiel des Abends wurde wesentlich spannender als von vielen erwartet. James Wade, einer der Spieler des Jahres, war haushoher Favorit gegen Steve Beaton, der in den letzten Jahren kaum auf sich aufmerksam machen konnte.

Und die Partie verlief dann auch erst nach Plan. James holte sich den ersten Satz sicher und im zweiten Satz ließ er Steve entgeistert mit einem 170er Finish zum Satzgewinn stehen.

Auch im dritten Durchgang lief alles nach Plan für die Nr. 3 der PDC und er führte schnell mit 2:0. Im dritten Leg hatte James dann schon die Chance zum 3:0, doch er vergab und das Spiel kippte.

Nun war Steve Beaton voll da und er zeigte eine Leistung, die man schon lange nicht mehr von ihm gesehen hatte. Magnum checkte nun alles, was ihm vorgesetzt wurde und traf nun auch die Trebles wesentlich sicherer.

So ging es sogar bis in den siebten Satz, wo Steve nach dem Gewinn des ersten Legs erstmals in Führung gehen konnte. Dieser Umstand schien ihn dann aber etwas zu hemmen und James konnte die leichte Schwächephase seines Gegners nutzen, um doch noch das Spiel nach Hause zu bringen.

James 4x180, 26x140+, 34x100+, Ave. 90,92
Steve 3x180, 18x140+, 42x100+, Ave. 87,80

Heute spielen:

Zweite Runde:
Steve Maish - Tony Eccles
Andy Hamilton - Alex Roy
Ronnie Baxter - Mark Dudbridge
Raymond van Barneveld - Jason Clark

Dritte Runde:
Phil Taylor - Alan Tabern
Roland Scholten - Wayne Mardle

25.12.2007

Frohe Weihnachten

Der DDV wünscht allen Besuchern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

25.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 6

Die zweite Runde wurde am Samstag eröffnet und 6 Spieler konnten mit der Gewissheit einer Achtelfinalteilnahme in den kurzen Weihnachtsurlaub gehen.

Alan Tabern - Andy Jenkins 4:0 (3:1,3:0,3:0,3:2)

Immer zum Jahresende scheint der Saint Alan Tabern hellwach zu sein. Die WM scheint ihm zu liegen, während andere leicht nervös werden, dreht Alan im Vergleich zum restlichen Jahr immer auf. Nachdem er im letzten Jahr schon im Viertelfinale war, hat er nun auch schon das Achtelfinale sicher.

Andy Jenkins war zu keinem Zeitpunkt in der Verfassung, die ihm im letzten Jahr das Halbfinale beschert hatte. Nach einem guten Start mit einem Break im ersten Leg war es dann auch schon vorbei mit Rocky. Die nächsten 10 Legs gingen an Alan, der sich kurze Zeit später auch den Sieg gönnte.

Alan 3x180, 12x140+, 16x100+, Ave. 86,04
Andy 1x180, 6x140+, 19x100+, Ave. 80,04

Jan van der Rassel - Denis Ovens 4:1 (3:2,3:1,3:2,2:3,3:1)

Der Holländer Jan van der Rassel spielt die WM seines Lebens und kann nach Colin Lloyd nun mit Denis Ovens nun schon den zweiten Gesetzten aus dem Turnier nehmen.

The Heat war weit von seiner guten Form entfernt, die ihn in Halle noch bis ins Finale gebracht hatte. Generell ist aber zu beobachten, dass besonders die "Großen" in der ersten Woche noch Probleme haben, auch Betriebstemperatur zu kommen.

Jan wird dies egal sein, er hat ein weiteres gutes Spiel gezeigt und auch verdient die Runde der letzen 16 erreicht.

Jan 1x180, 17x140+, 38x100+, Ave. 90,99
Denis 5x180, 16x140+, 27x100+, Ave. 90,22

Peter Manley - Alan Warriner-Little 4:1 (3:1,3:2,1:3,3:2,3:0)

Der nächste Gegner von Jan van der Rassel heißt Peter Manley, der sich doch erwartungsgemäß gegen Alan Warriner-Little durchsetzen konnte.

Nachdem in seinem Viertel des Spielplans bereits Jaws, Denis Ovens und Terry Jenkins als Hochkaräter ausgeschieden sind, macht sich One Dart Hoffnungen auf das Halbfinale.

Die Chancen sind nicht schlecht, doch mit der Leistung wie gegen den Iceman wird es schwer gegen Jan.

Peter 1x180, 16x140+, 38x100+, Ave. 88,96
Alan 1x180, 11x140+, 29x100+, Ave. 82,55

Roland Scholten - Mervyn King 4:2 (3:2,0:3,3:2,1:3,3:1,3:2)

Im ersten Spiel der Abendsession war dann auch schon Schluss für den Rosi-Bezwinger Mervyn King. Es wurde das bis dahin beste Spiel der zweiten Runde mit dem besseren Ende für einen weiteren Holländer.

Den besseren Start hatte das Tripod mit dem Gewinn der ersten beiden Legs. Im dritten Leg begann Mervyn mit 2x180, der mögliche 9er wurde dann aber mit dem siebten Dart unmöglich gemacht. Auch wenn der Engländer mit einem Bullfinish das 2:2 machen konnte, ging der Satz an Roland.

Im zweiten Satz hatte Roland leichte Probleme auf Doppel, die von Mervyn sofort genutzt wurden. Mit einem 170er Finish startete Merv dann auch in den dritten Satz und hatte im vierten Leg die Chance, ihn auch zu holen. Doch Roland nahm sich noch das Leg und kurz danach die Satzführung.

Der vierte Satz ging an den Engländer, doch in den nächsten beiden Durchgängen hatte Roland das etwas glücklichere Händchen. Mervyn gab zwar nie auf, doch das Achtelfinale blieb ihm bei seinem Debüt verwehrt.

Roland 5x180, 21x140+, 37x100+, Ave. 93,10
Mervyn 6x180, 20x140+, 33x100+, Ave. 90,31

Phil Taylor - Mark Walsh 4:3 (0:3,3:2,0:3,3:0,2:3,3:0,3:0)

Auch The Power läuft noch nicht mit voller Energie. Nachdem er hauchdünn an einer Erstrundenniederlage vorbei gekommen ist, haben viele ein Zeichen von Phil Taylor erwartet.

Doch zu ihrer Überraschung war es Mark Walsh, der die erste Hälfte des Spiels dominierte. Mark zeigte, dass er nicht im umsonst in Halle bis ins Halbfinale gekommen. Und dieses Mal wollte er nicht so unter gehen wie vor drei Wochen. Mark führte plötzlich verdient mit 2:1 Sätzen, nach Legs hätte er sogar zu diesem Zeitpunkt bereits 8:2 geführt.

Phil Taylor musste sich schon im zweiten Satz mächtig strecken, um ihn mit einem 13 Darter im fünften Leg zu holen. Satz vier ging in 13,14 und 15 Darts an den Rekordweltmeister und nun dachten alle an einen Selbstläufer.

Doch Mark fing sich noch einmal und überstand auch den vergebenen Satzdart auf Doppel 16. Stattdessen machte er mit Tops den fünften Satz dicht und war plötzlich nur noch einen Satz von der Sensation entfernt.

Doch im Gegensatz zu Michael van Gerwen ließ The Power dieses Mal keinen Matchdart gegen sich zu. Wie so oft in seiner Karriere fand er auch dieses Mal einen Extragang und konnte das Tempo entscheidend erhöhen. Die nächsten 6 Legs gingen dann allesamt an Phil Taylor, der dann doch noch mal gut aus der Partie kam. Mal schauen, welchen Phil Taylor wir nach Weihnachten in der Partie gegen Alan Tabern sehen werden.

Phil 3x180, 14x140+, 32x100+, Ave. 94,52
Mark 6x180, 20x140+, 25x100+, Ave. 89.52

Wayne Mardle - Jamie Caven 4:1 (1:3,3:0,3:0,3:1,3:2)

Zum Abschluss des Abends holte sich noch Wayne Mardle sein Weihnachtsgeschenk. Mit einem am Ende sicheren 4:1 Erfolg über Jamie Caven zog Hawaii 501 in die nächste Runde ein.

Gewarnt vor seinem Gegner war Wayne auf jeden Fall, denn Jamie konnte immerhin Was Newton in der ersten Runde glatt nach Hause schicken. Den ersten Satz holte sich dann auch der Qualifikant, doch danach lief es bei Wayne rund und er holte sich die vier folgenden Sätzen sicher.

Wayne 2x180, 19x140+, 22x100+, Ave. 89,61
Jamie 1x180, 5x140+, 23x100+, Ave. 82,35

Am Mittwoch spielen:

Barrie Bates - Erwin Extercatte
Kevin Painter - Chris Mason
Kirk Shepherd - Mick McGowan
Adrian Lewis - Vincent van der Voort
John Part - Mensur Suljovic
James Wade - Steve Beaton

22.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 5

Alan Warriner-Little - Shi Yongsheng 3:1
Colin Osborne - Erwin Extercatte 1:3
Andy Smith - Mensur Suljovic 2:3
Steve Beaton - Steve Evans 3:0
Ronnie Baxter - Dan Olson 3:2
James Wade - Steve MacArthur 3:0
John Part - Charles Losper 3:1
Mark Dudbridge - Steve Hine 3:1

Mensur Suljovic - Andy Smith 3:2 (3:2,1:3,2:3,3:2,3:1)

Das Highlight des Tages aus deutscher und österreicherischer Sicht war natürlich der Auftritt von Mensur Suljovic, der sich nach vergebenen Matchdarts seines Gegners in die zweite Runde spielen konnte.

Die Nr. 1 der GDC konnte seine starke Leistung von Halle, wo er unter anderen Michael van Gerwen, Jan van der Rassel und Dennis Priestley bezwingen konnte, erneut abrufen und somit steht erstmals ein Österreicher unter den letzten 32 der PDC WM.

Mensur la im ersten Satz mit 1:2 zurück, konnte ihn dann aber noch drehen und mit 3:2 gewinnen. Auch das erste Leg im zweiten Satz ging an Mensur, doch Andy Smith holte sich mit drei Legs in Folge den Ausgleich.

Im dritten Satz wurde Mensur für verpasste Doppel bestraft und verlor diesen im fünften Leg. Auch der vierte Satz ging bis in das entscheidende Leg und hier hatte der Pie Man Matchdarts. Zum Entsetzen seiner zahlreichen Fans vergab Andy seine Chancen und Mensur nahm Gelegenheit cool wahr.

Er holte sich den vierten Satz und legte sofort einen 15 Darter im ersten Leg des letzten Satzes nach. Im nächsten Leg vergab Andy erneut einige Darts auf Doppel und Mensur hatte sein Break.

Doch dieses Mal wollte der Matchdart bei Mensur nicht in der Doppel 20 sitzen und Andy schaffte das Rebreak. Nun wollte Mensur den Sack zu machen, warf sofort eine 180 ließ dann noch eine weitere mit seiner vierten Aufnahme folgen und der Matchdart in der Doppel 8 war dann nur noch erlösende Formalität.

Glückwunsch an Mensur, der nun auf John Part trifft und ihm sicherlich einen spannenden Kampf bieten wird.

Mensur 5x180, 8x140+, 22x100+, Ave. 83,26
Andy 2x180, 16x140+, 34x100+, Ave. 81,11

21.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 4

So langsam füllt sich das Feld der letzten 32. Heute stehen in London die letzten Paarungen der ersten Hauptrunde auf dem Programm, bevor es dann morgen mit den ersten Spielen der zweiten Hauptrunde weiter geht. Besonderes Augenmerk werden die deutschen und österreichischen Fans heute auf den ersten Auftritt von Mensur Suljovic in seiner Partie gegen den Pie Man Andy Smith legen.

Shi Yongsheng - Ashfaque Sayed 5:0

Die Erfahrung, die der Chinese Shi Yongsheng in letzten Jahr bei seinem Debüt sammeln konnte, kam ihn dieses Mal sicherlich zu Gute. Mit einem sicheren 5:0 setzte sich Shi durch und war der vorletzte Teilnehmer im Hauptfeld.

Shi 0x180, 5x140+, 6x100+, Ave. 78,28
Ashfaque 0x180, 2x140+, 4x100+, Ave. 72,03

Erwin Extercatte - Alan Bolton 5:0

In einer äußerst mäßigen Partie setzte sich der favorisierte Holländer Erwin Extercatte sicher mit 5:0 gegen Alan Bolton aus Neuseeland durch und trifft nun heute auf Colin Osborne. In diesem Spiel muss sich Erwin aber gehörig steigern.

Erwin 1x180, 0x140+, 7x100+ Ave. 63,15
Alan 0x180, 0x140+, 3x100+, Ave. 60,38

Andy Jenkins - Miroslav Navratil 3:2 (3:1,0:3,2:3,3:0,3:0)

Der Tscheche Miroslav Navratil konnte seinen guten Eindruck aus der Qualifikation noch einmal steigern und setzte Andy Jenkins gehörig unter Druck. Nachdem der Engländer den ersten Satz gewonnen hatte, kam Miroslav besser ins Spiel und gewann die nächsten beiden Sätze. Im dritten Satz spielte er auch einen schönen 12 Darter mit 2x180 dabei. Andy musste also nachlegen und er tat es. Die nächsten 6 Legs gingen allesamt an den Engländer, der nun eine Stufe besser spielte als zuvor.

Andy 3x180, 10x140+, 23x100+, Ave. 86,80
Miroslav 5x180, 12x140+, 17x100+, Ave. 83,12

Tony Eccles - Wayne Jones 3:0 (3:1,3:2,3:0)

Ein sehr starkes Debüt bei der PDC WM legte die Viper Tony Eccles hin. Gegen Wayne Jones, immerhin Halbfinalist vor zwei Jahren, geriet Tony nie in Gefahr, das Spiel zu verlieren.

Tony 3x180, 9x140+, 18x100+, Ave. 91,17
Wayne 0x180, 7x140+, 22x100+, Ave. 83,71

Andy Hamilton - Leroy Kwadijk 3:1 (3:0,3:0,2:3,3:0)

Auch ein Treppensturz einen Tag vor dem Spiel, als er mal die Atmosphäre des neuen Spielortes schnuppern wollte, konnten The Hammer nicht vom Kurs abbringen.

Lediglich im dritten Satz hatte sein holländischer Gegner leichte Chancen, die er dann auch nutzen konnte. Ansonsten dominierte Andy, der jetzt die Pause vor seinem nächsten Spiel in der kommenden Woche zu einem Arztbesuch nutzen will.

Andy 8x180, 9x140+, 12x100+, Ave. 90,20
Leroy 0x180, 6x140+, 10x100+, Ave. 74,17

Alex Roy - Warren Parry 3:2 (3:1,2:3,2:3,3:0,6:4)

Zum Abschluss der Nachmittagssession gab es dann auch mal wieder ein Spiel, das in die Verlängerung gehen musste.

Im ersten Satz profitierte Alex Roy von einigen vergebenen Darts auf Doppel seines Gegners und er konnte sich den Durchgang holen. Im zweiten Satz hielten beide Spieler ihren Vorteil, doch mit einer 165 für Tops Rest leitete Warren das entscheidende Break im zweiten Satz ein.

Auch der dritte Satz ging an den Neuseeländer, doch Alex glich postwendend aus. Die nächsten beiden Legs gingen dann auch an Alex, der somit nur noch ein Leg vom Match entfernt war. Warren kam noch einmal ins Spiel und glich zum 2:2 aus. Die nächsten vier Legs wurden geteilt, doch im neunten Leg vergab Warren die entscheidenden 6 Darts auf Doppel. Alex nahm die Chance an, schaffte das Break und holte sich den Sieg ein Leg später.

Alex  2x180, 16x140+, 39x100+, Ave. 86,41
Warren 1x180, 13x140+, 41x100+, Ave. 83,56

Steve Maish - Dennis Priestley 3:1 (3:1,3:1,0:3,3:2)

Mit einer sehr guten Vorstellung schaffte Steve Maish eine weitere große Überraschung, als er den ehemaligen Weltmeister Dennis Priestley besiegen konnte.

Obwohl Dennis das Spiel mit einer 180 eröffnete ging das Leg an Steve, der sich später auch den Satz holen konnte. Auch der zweite Durchgang ging an den Magic Man und so langsam wurde es eng für den Favoriten. Im dritten Satz spielte Dennis sicherer und erzielte auch ein schönes 130er Finish im zweiten Leg. Im vierten Satz hatte Dennis dann bei eigenem Aufschlag die Chance zum Satzausgleich, doch zu schlechte Scores ließen das entscheidende Break zu.

Steve 2x180, 9x140+, 23x100+, Ave. 92,59
Dennis 3x180, 7x140+, 28x100+, Ave. 92,06

Adrian Lewis - Dave Askew 3:1 (3:2,1:3,3:1,3:2)

Auch Dave Askew begann sein Spiel mit einer 180, doch dies sollte ihn genauso wenig Glück bringen wie zuvor Dennis Priestley. Diamond Dave gewann zwar den Satz, doch Adrian holte sich mit Legs von 14,13 und 12 Darts den Satz.

Dave Askew konnte in zweiten Satz noch einmal Gas geben und das Spiel ausgleichen, doch ein 115er Finish gefolgt von einem 11 Darter ließen Adrian im dritten Satz schnell davon ziehen.

Jackpot spielte mit knapp unter 97 den höchsten Turnieraverage und Dave Askew war wie Dennis einer der wenigen Erstrunden Verlierer mit einem Schnitt von über 90.

Adrian 5x180, 7x140+, 30x100+, Ave. 96,79
Dave 3x180, 11x140+, 25x100+, Ave. 90,46

Raymond van Barneveld - Anthony Forde 3:0 (3:0,3:2,3:2)

Es wurde das erwartete 3:0 vom Titelverteidiger gegen den Qualifikanten von den Bahamas. Doch Anthony wehrte sich nach Kräften, gewann insgesamt vier Legs und hatte sogar Satzdarts gegen den Champion.

Nach einem glatten Start mit vier Legs in Folge sah alles nach einem schnellen Sieg für Barney aus. Doch die Fans hatten den Tapferen Anthony in ihr Herz geschlossen und so wurde es doch noch ein schwereres Spiel für den Holländer.

Anthony holte sich die nächsten beiden Legs, schaffte es dann aber nicht, daraus Profit zu schlagen. Im dritten Satz holte Anthony dann einen 0:2 Rückstand auf und hatte nach seiner zweiten 180 dann sogar Satzdarts gegen Barney. Es reichte nicht, dafür waren ihm aber die Sympathien der Fans sicher.

Raymond 1x180, 8x140+, 21x100+, Ave. 89,12
Anthony 2x180, 7x140+, 17x100+, Ave. 81,84

Vincent van der Voort - Jelle Klaasen 3:2 (2:3,3:2,1:3,3:2,6:5)

Am Ende des Tages gab es dann noch ein sehenswertes Duell der Schnellschützen. Jelle Klaasen wir sicherlich noch lange an dieses Spiel denken, denn eigentlich hat er es verschenkt.

Jelle hatte schon etliche Darts auf Doppel um den zweiten Satz zu gewinnen und somit eine Vorentscheidung zu schaffen. Doch er zeigte sich äußerst generös und vergab eine zweistellige Anzahl an Satzdarts. Genauso generös war er dann im weiteren Verlauf des Spiels, als er insgesamt 10 Matchdarts !!! ungenutzt ließ.

Natürlich spielte Vincent nicht schlecht, immerhin warf er mit 12x180 das bisher beste Turnierergebnis, doch all die Maximums hätten nicht gebracht, wenn Jelle seine Doppel getroffen hätte. Beide Spieler haben durch vergebene Doppel einen weitaus höheren Average vertan, vom Score her waren beide Spieler sensationell gut.

Und dann kam es so, wie es kommen musste. Es wurde das erste Spiel, das in den Sudden Death ging und hier konnte Vincent dann das Werfen aufs Bullseye gewinnen. Er nutzte seien Chance und zeigte seinem Kumpel wenige Augenblicke später, wie man mit Matchdarts umgeht.

Vincent 12x180, 14x140+, 37x100+, Ave. 86,94
Jelle 6x180, 19x140+, 36x100+, Ave. 90,27

Heute spielen:

Nachmittags-Session:

Alan Warriner-Little - Shi Yongsheng
Colin Osborne - Erwin Extercatte
Andy Smith - Mensur Suljovic
Steve Beaton - Steve Evans

Abend-Session:

Ronnie Baxter - Dan Olson
James Wade - Steve MacArthur
John Part - Charles Losper
Mark Dudbridge - Steve Hine

20.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 3

Am gestrigen Mittwoch wurde zum ersten Mal in zwei Sessions gespielt. Waren die ersten beiden Tage von spannenden und Nervenzerreissenden Spielen geprägt, so waren die Spiele gestern doch fast alle deutlich.

Und doch gab es dann gestern die erste Sensation, als mit Terry Jenkins einer der Geheimfavoriten ausgeschieden ist. Aber der Reihe nach.

Anthony Forde - Akihiro Nagakawa 5:2

Da das Feld in diesem Jahr 68 Spieler umfasst, müssen 4 Vorrundenspiele ausgetragen werden. Im ersten Spiel setzte sich Anthony Forde von den Bahamas über die Distanz von Best of 9 Legs gegen den Japanischen Vertreter durch und darf sich nun über ein Bühnenspiel gegen den amtierenden Weltmeister Raymond van Barneveld freuen. Um Barney gefährlich zu werden, muss Anthony seine Leistung heute aber um einiges steigern.

Anthony 0x180, 4x140+, 11x100+, Ave. 69,83
Akihiro 1x180, 1x140+, 9x100+, Ave. 68,85

Miroslav Navratil - Rizal Barellano 5:0

Eine bessere Vorstellung bot dann schon der Tscheche Miroslav Navratil, der seinen Average nur durch viele vergebene Darts auf Doppel im letzten Leg senkte. In den Legs zuvor traf er Tops nahezu sicher. Nun darf er in der Hauptrunde gegen Andy Jenkins antreten.

Miroslav 2x180, 2x140+, 4x100+, Ave 74,96
Rital 0x180, 3x140+, 4x100+, Ave. 68,58

Jamie Caven - Wes Newton 3:0 (3:2,3:0,3:2)

Überraschend deutlich schied der an 24 gesetzte Wes Newton gegen den Qualifikanten Jamie Caven aus. Jamie zeigte bei seinem Debüt auf der WM-Bühne, warum er sich durch das Feld der 160 Qualifikanten gespielt hatte.

Mit teilweise sehr guten Darts, unter anderem einem 12 Darter zum 2:0 in Sätzen, kam Jamie verdient eine Runde weiter und trifft nun auf Wayne Mardle.

Jamie 2x180, 11x140+, 16x100+, Ave. 89,36
Wes 2x180, 11x140+, 14x100+, Ave. 87,15

Denis Ovens - Colin Monk 3:0 (3:0,3:0,3:0)

Denis Ovens, der Finalist von Halle, hatte in der ersten Runde nur eine leichte Trainingseinheit zu verrichten. Ohne Legverlust spielte sich The Heat in die zweite Runde, wo er von Jan van der Rassel sicherlich mehr gefordert werden wird.

Colin Monk, immerhin Winmau World Master von 1996, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Zwar konnte er sich zum dritten Mal in Folge für die WM qualifizieren, doch mehr als ein Abholen des Preisgeldes war es dann nie. Mit unterirdischen 69,48 und lediglich 8 Scores von 100+ in neun gespielten Legs hat er auf dieser Bühne eigentlich nichts verloren.

Denis 1x180, 4x140+, 19x100+, Ave. 85,08
Colin 0x180, 4x140+, 4x100+, Ave. 69,48

Mick McGowan - Jason Barry 3:0 (3:1,3:2,3:2)

Um Mick McGowan war es im letzten Jahr etwas ruhig geworden. Vor der letzten WM hatte der Ire mit teilweise brillanten Vorstellungen auf sich aufmerksam gemacht und ihm wurden auch in seiner Partie gegen Phil Taylor im letzten Jahr Außenseiterchancen zugetraut.

Im Spiel gegen seinen Landsmann Jason Barry gewann er den ersten Satz mit Finishes von 120 und 103, nachdem sein Gegner seine Chancen nicht genutzt hatte. Im zweiten Satz führte Jason mit 2:1 und wartete bei Tops Rest auf seinen Satzdart, doch Mick ließ es nicht dazu kommen. Auch im fünften Leg hatte Jason ein Finish, als Mick nach einer 168 für 4 Rest den Dart mit einer Doppel 1 sicherte.

Im dritten Satz hatte Jason dann bei einer 2:1 Führung mehrere Satzdarts, doch er ließ sie ungenutzt und verlor auch diesen Durchgang und das Match.

Mick 2x180, 9x140+, 22x100+, Ave. 86,66
Jason 1x180, 13+140+, 13x100+, Ave. 87,75

Barrie Bates - Gerry Convery 3:0 (3:0,3:0,3:1)

Zum Abschluss der Nachmittagssession hatte auch der Waliser Barrie Bates nur eine bessere Trainingseinheit gegen den Kanadier Gerry Convery, bei der er nur ein einziges Leg abgab.

Barrie 1x180, 7x140+, 15x100+, Ave. 82,99
Gerry 2x180, 4x140+, 10x100+, Ave. 79,50

Jason Clark - Bob Anderson 3:2 (3:1,3:2,1:3,1:3,3:1)

Jason Clark sorgte vor zwei Wochen in Halle mit seinem 9 Darter für Furore und konnte seine gute Leistung mit zur WM retten.

Nach zwei Sätzen sah es schon nach einem sicheren Sieg für Jason aus, doch der 60 jährige Bob Anderson zeigte, warum er seit Jahrzehnten zur erweiterten Weltspitze gehört. Der Limestone Cowboy kam noch einmal heran und konnte den 2:2 Ausgleich herstellen.

Als Bob dann mit einem 141er Finish das erste Leg im fünften Satz gewann, sah alles nach geglückten Comeback aus. Doch Jason hatte noch genug Energie um den Satz zu drehen und die nächsten drei Legs zu gewinnen. Am Ende blieb ein geknickter Bob Anderson zurück, der sichtlich gerührt war vom Zuspruch der Fans nach dem Spiel.

Jason 5x180, 18x140+, 26x100+, Ave. 89,70
Bob 4x180, 16x140+, 30,100+, Ave. 91,07

Kirk Shepard - Terry Jenkins 3:2 (3:2,0:3,1:3,3:2,3:0)

Der Qualifikant Kirk Shepard sorgte dann für die erste Sensation, als er Terry Jenkins aus dem Wettbewerb warf. Terry gehörte nach etlichen Finalteilnahmen bei Major Turnieren in diesem Jahr zu den ganz heißen Geheimfavoriten.

Der erste Satz ging bereits an Kirk, nachdem Terry eine 0:2 Aufholjagd nicht erfolgreich auf Doppel beenden konnte. Danach lief es allerdings bei der Nr. 4 der PDC und er gewann 8 der folgenden 9 Legs sicher. Was dann passierte, sieht man nicht so oft. Viele Zuschauer wollten sich schon von ihren Plätzen erheben, um sich ein Pausengetränk zu gönnen, immerhin stand es 2:1 nach Sätzen und 2:0 nach Legs für The Bull und er hatte 36 Rest. Doch nun stand Terry vollkommen neben sich und vergab in den folgenden drei Legs insgesamt 7 Matchdarts.

Plötzlich wurden seine Arme schwer und er gewann nicht ein einziges Leg mehr. Kirk Shepard konnte es nicht so ganz glauben, gewann aber Leg um Leg und holte sich nach 6 Durchgängen in Folge den sensationellen Sieg.

Kirk 1x180, 9x140+, 23x100+, Ave. 79,09
Terry 1x180, 13x140+, 32x100+, Ave. 83,62

Chris Mason - Steve Brown 3:1 (2:3,3:0,3:0,3:0)

Nach einem miserablen ersten Satz musste man bei Chris Mason schon aufpassen, den The Ace ist immer für einen Ausrutscher zu gebrauchen.

Doch nachdem Steve Brown sich den ersten Durchgang sichern konnte, schaltete Chris Mason zwei Gänge höher und war nah seinem 136er Finish nicht mehr zu bremsen. Chris gewann neun Legs in Folge und spielte alleine im dritten Satz 12,13 und 14 Darts.

Chris 1x180, 8x140+, 16x100+, Ave. 84,72
Steve 0x180, 7x140+, 20x100+, Ave. 77,61

Kevin Painter - Gary Mawson 3:0 (3:1,3:0,3:1)

Zum Abschluss eines langen Tages zeigte Kevin Painter dann noch seine gute Form bei einem sicheren Sieg über Gary Mawson. The Artist gab nur zwei Legs ab und spielte den höchsten Turnier Average bis dahin.

Kevin 3x180, 8x140+, 15x100+, Ave. 96,45
Gary 2x180, 4x140+, 14x100+, Ave. 83,86

Heute spielen:

Nachmittags-Session:

Ashfaque Sayed - Shi Yongsheng (P)
Alan Bolton - Erwin Extercatte (P)
Andy Jenkins - Miloslav Navratil
Wayne Jones - Tony Eccles
Andy Hamilton - Leroy Kwadijk
Alex Roy - Warren Parry

Abend-Session:

Dennis Priestley - Steve Maish
Adrian Lewis - Dave Askew
Raymond van Barneveld - Anthony Forde
Vincent van der Voort - Jelle Klaasen

19.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 2

Zweiter Tag im Alexandra Palace in London mit vier Spielen, die an Spannung kaum zu überbieten waren und die allesamt in die Verlängerung gegangen sind.

Roland Scholten - Matt Clark 3:2 (3:2,0:3,3:2,0:3,4:2)

Gleich zum Auftakt gab es ein spannendes und gutes Spiel zwischen Roland Scholten und Superman Matt Clark. Der an 8 gesetzte Holländer musste schon die letzten Reserven mobilisieren, um den Einzug in die zweite Runde zu schaffen. Am Ende war The Tripod ein Meister der Effizienz, denn ihm reichten insgesamt 10 gewonnene Legs zum Sieg. Sein Gegner gewann 12 Legs, ging aber als Verlierer vom Board.

Eine vielleicht Spielentscheidende Situation gab es im dritten Satz, den Matt Clark nach einer 2:0 Legführung noch abgeben musste. Im fünften Leg hatte er 60 Rest und traf nach einer 1 und einer 19 nur knapp neben die Tops in die Doppel 1. Roland checkte und war somit mit 2:1 Sets in Führung.

Den vierten Satz holte sich Matt, der den Schock schnell verdaute, sicher zu Null und hätte hier schon alles klar machen können. Aber Tops wollte ja vorhin nicht.

Im fünften Satz war Roland Scholten dann zur Stelle. Nachdem Matt Clark bei 130 Rest nur die 25 mit seinem letzen Dart traf, checkte er 96 mit zwei Darts. Im zweiten Leg schaffte The Tripod dann das Break mit einem 11 Darter (85,180,180,56). Im dritten Leg hatte Roland die Vorlage und bei 77 Rest nach einer 57 zwei Matchdarts, die er allerdings vergab. Matt kam zurück und holte sich das Rebreak. Im vierten Leg hatte Roland einen weiteren Matchdart, nachdem er bei 91 Rest nach einer 25 und einer 16 knapp das Bullseye vergab. Matt checkte auch jetzt und somit ging es in die Verlängerung. Roland holte sich das fünfte Leg und war in nächsten Durchgang nach seiner fünften 18o in diesem Satz auf der Siegerstraße. Matt warf nun nicht mehr viel, er kam mit dem Druck, den Aufschlag zu halten in diesem Moment nicht klar. Roland nutzte die Chance und traf mit seinem vierten Matchdart zum Sieg

Roland 8x180, 15x140+, 27x100+, Ave. 94,25
Matt 4x180, 19x140+, 25x100+, Ave. 93,88

Peter Manley - Toon Grebe 3:2 (3:1,2:3,3:0,0:3,4:2)

Auch die zweite Partie des Abends ging über die volle Distanz als es Peter Manley schaffte, den ersten Holländer in diesem Turnier zu besiegen. Zuvor hatten ja Jan van der Rassel und Roland Scholten ihre Aufgaben erfolgreich lösen können.

Der junge Toon Grebe spielte eine starke Partie und hatte den dreimaligen Finalisten nah an einer Niederlage. Zum kompletten Glück vergab Toon allerdings zu viele Darts auf Doppel, beim Score war er dagegen sehr sicher. Bezeichnend war da schon das erste Leg, als Toon nach 140,140 und 180 nach einem verpassten 41er Check das Leg noch abgeben musste.

Peter Manley nahm dann auch sehr schnell im ersten Satz das Tempo aus dem Spiel, nachdem er gemerkt hatte, dass sein Gegner bei einem schnellen Spiel zu gut warf.

Der fünfte Satz musste wie in der ersten Partie in der Verlängerung die Entscheidung bringen. Toon lag 2:1 vorne, doch danach scorte Peter Manley unglaublich sicher und der Holländer ließ etwas nach. So kurz vor dem Sieg fehlten ihm dann die entscheidenden Millimeter zum Sieg

Peter 3x180, 14x140+, 31x100+, Ave. 90,09
Toon 4x180, 17x140+, 22x100+, Ave. 89,60

Phil Taylor - Michael van Gerwen 3:2 (3:0,0:3,2:3,3:2,5:3)

Kurz nach der Auslosung hatte der Holländer angekündigt, mit einem Sieg über Phil Taylor seinen Landsmann Raymond van Barneveld zur neuen Nr. 1 der PDC zu machen. Und er stand kurz vor der Erfüllung seiner Ansage, als er im vierten Satz einen Dart auf Doppel 12 zum Match knapp vergab.

Im ersten Satz setzte The Power sofort ein Zeichen, als er mit Doppel 20 und einem 13 Darter gleich ein Break schaffte. Es folgte ein Leg, dass Phil Taylor erst in für ihn mehr als ungewohnten 20 Darts gewinnen konnte. Es sollte aber ein Zeichen für das sein, was noch folgen sollte. Mit einem 112er Finish und einer 100% Quote auf Doppel holte sich Phil Taylor den ersten Satz.

Nach der Pause sah man einen Phil Taylor, wie man ihn selten zu sehen bekommt. Acht vergebene Darts auf Doppel ließen Michael van Gerwen das erste Leg in 24 Darts !!! gewinnen und auch das zweite ging in 19 Darts an Mighty Mike. Der Holländer wurde nun sicherer und holte sich den zweiten Durchgang mit 3:0.

Jetzt wurde es spannend, Phil Taylor schaffte gleich ein Break in 14 Darts, doch Michael gewann die nächsten beiden Legs in jeweils 18 Darts. Ein erneuter 14 Darter brachte das 2:2, doch nach einem 15 Darter war Michael van Gerwen auf einmal mit 2:1 Sätzen in Führung.

Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Spieler einen Average von knapp 87, besonders für The Power ein mehr als ungewohnter Wert. Richtig eng wurde es für Phil Taylor dann, als er sofort ein Break im vierten Satz einstecken musste. Doch mit einem 15 Darter konnte er den 14er von Michael gleich kontern und schaffte mit einem 19 Darter das 2:1. Hier vergab Michael alleine sechs Darts auf Doppel. Leg 4 ging in 17 Darts an Michael, Phil Taylor wartete vergebens auf 40 Rest. Im fünften Leg war Michael als Nachleger stets vorne und hatte 81 Rest als Phil Taylor noch bei 199 Rest war. Phil warf eine 140 und musste abwarten, was sein Gegner machen würde. Michael traf die einfache 3 und legte sofort eine Treble 18 für 24 Rest nach. Michael ging noch einmal vom Board um durch zu atmen, trat ans Oche und vergab seinen einzigen Matchdart in dieser Partie knapp und traf die einfache 12. Phil Taylor nutzte die Gelegenheit eiskalt und traf sicher die 17 und Tops zum 2:2 in Sätzen.

Nach einer weiteren Pause kam dann auch ein Phil Taylor zurück auf die Bühne, wie man ihn kennt. Aber auch sein Gegner war nun voll da und es wurde ein spannender Satz auf hochklassigen Niveau.

Phil schaffte sofort mit einem 78er Finish ein Break in 14 Darts und setzte seinen Gegner unter Druck. Michael ließ sich nicht beeindrucken und stellte sich mit einer 177 einen Rest von 40, die er mit dem letzten Dart zum 15 Darter checken konnte.
Doch auch im dritten Leg gab es ein Break. Phil begann mit einer 180 und hatte nach 12 Darts 16 Rest. Nach vielen Fehlversuchen in den Sätzen zuvor traf er dieses Mal dann auch die Doppel 8 und war somit nur noch ein Leg vom Sieg entfernt.

Im vierten Leg verpasste Michael ein 146er Finish auf Doppel 13 und Phil Taylor hatte die Chance, bei 85 Rest das Match zu entscheiden. Er traf eine einfache 19 und stellte sich mit einer 16 Bull Rest, welches er knapp verfehlte. Michael schaffte dann mit einem 18 Darter das erneute Break zum 2:2.

Leg 5 ging in mit einem 88er Finish auf Doppel 14 in 14 Darts an den Holländer, der nun selber nur noch ein Leg vom Match entfernt war. Nun musste Phil Taylor seinen Vorteil halten und er schaffte dies mit einem 13 Darter, nachdem er zuvor knapp ein 138er Finish auf Doppel 12 verpasst hatte.

Die Entscheidung nahte in Leg 6, als Michael 5 Darts auf Doppel vergab und The Power mit einem 19 Darter das nächste Break schaffte. Nun war er nicht mehr zu halten und eröffnete das nächste Leg gleich mit einer 180. Es folgten eine 134 und eine 138 für 52 Rest, die Phil Taylor dann mit seinem dritten Matchdart zum 12 Darter checken konnte.

Die Zuschauer hatten mit Sicherheit nicht das beste Spiel von beiden Akteuren gesehen, doch spannend war es bis zur letzten Sekunde.

Phil 4x180, 14x140+, 29x100+, Ave. 91,11
Michael 1x180, 15x140+, 29x100+, Ave. 85,99

Mervyn King - Michael Rosenauer 3:2 (3:2,3:0,0:3,2:3,5:3)

An ein Durchatmen war allerdings nicht zu denken, denn nun stand der erste Auftritt von Michael Rosenauer auf dem Programm.

In den ersten beiden Sätzen dominierte Mervyn King die Partie mit einem Average von knapp unter 100. Gleich im ersten Leg spielte Mervyn eine 180 und checkte nach 13 Darts. Rosi konterte mit einem 18 Darter, doch ein weiterer 13 Darter brachte den Engländer erneut in Front. Im vierten Leg begann Rosi mit einer 180 und 140 und schaffte mit seinem 16. Dart das 2:2. Im fünften Leg traf Rosi leider nach 2x100 zu Beginn keine Trebles mehr und so konnte Mervyn den Satz in 17 Darts gewinnen.

Mit 17,12 und 14 Darts ging der zweite Durchgang ebenfalls an Mervyn und es sah nicht gut aus für Rosi. Doch im dritten Satz fand er zu seinem Spiel und zeigte, warum er soweit gekommen ist. Diesen Durchgang holt sich Rosi mit Weltklasse Darts in 14,18 und 12 Darts und ließ dabei seinen Gegner nicht ein einziges Mal auf Doppel werfen. Im dritten Leg begann Rosi sogar mit 5 perfekten Darts und man konnte kurz vom ersten deutschen 9 Darter auf der Bühne träumen.

Diesen Lauf konnte Michael aber erst einmal nicht in den vierten Satz retten und so stand er auf 218 Rest, als Mervyn mit einem 13 Darter das Break im ersten Leg schaffte. Im zweiten Leg wurden die Scores nicht viel besser, doch ein 116er Finish mit Doppel 18 brachte ihm mit einem 18 Darter das Rebreak.

Nun nahmen beide Spieler wieder das Tempo auf und Rosi musste bei 64 Rest nach 15 Darts mit ansehen, wie sein Gegner, der das Leg mit 180 und 140 begonnen hatte, in 13 Darts ein erneutes Break schaffte.

Doch Rosi schaffte ein erneutes Comeback, auch wenn er im nächsten Leg die ersten Matchdarts überstehen musste. Mervyn King hatte nach 9 Darts 161 Rest und Rosi stand als Nachleger auf 160 Rest. The King vergab dann das 161er Finish knapp auf Bull. Michael traf die 60, verpasste die zweite aber knapp und stellte sich mit einer weiteren 60 einen Rest von 20. Mervyn traf die einfache 9, der zweite Dart prallte vom Board ab und der dritte Matchdart saß auch neben der Doppel 8. Rosi trat ans Oche und traf nach einem Seitenschritt mit seinem dritten Dart in die Doppel 5 zum 2:2.

Nun hatte Rosi Vorlage und er holte sich mit einem 81er Finish in 15 Darts den 2:2 Satzausgleich.

Hier hatte Mervyn den besseren Start und holte sich in 16 und 18 Darts die ersten beiden Legs. Im dritten Leg vergab Mervyn bei 110 Rest einen weiteren Matchdart, bevor sich Rosi mit einem weiteren 116er Finish auf Doppel 18 das Leg in 15 Darts sichern konnte. Im vierten Leg stellte sich Rosi mit einer 174 einen Rest von 36, die er zum 14 Darter checken konnte.

Leg 5 ging in 14 Darts an Mervyn, der im sechsten Leg einen weiteren Matchdart bei 121 Rest vergab, bevor Michael mit einem 62er Finish zum 14 Darter erneut ausgleichen konnte.

Im siebten Leg waren beide Spieler gleichauf und Rosi hatte nach 12 Darts einen Rest von 90. Doch eine Chance auf diese 90 blieb ihm verwehrt, denn Mervyn checkte 104 zum 15 Darter und zur 4:3 Führung.

Rosi begann das nächste Leg mit einer 134, doch Scores von 27 und 43 ließen ihn zurück fallen. Nach 15 Darts hatte er mal wieder 116 Rest, Mervyn stand auf 61 Rest. Rosi traf dieses Mal im ersten Dart die 60 und versuchte nun über die 16 und Tops das Finish, doch er traf knapp über das gewünschte Doppel. Mervyn trat ans Oche, traf Bullseye und mit seinem dritten Dart dann auch die Doppel 4 zum Match.

Mervyn King war am Ende heilfroh, gegen einen nie aufgebenden Michael Rosenauer knapp gewonnen zu haben. Dieses Spiel hat Werbung für den Dartsport in Deutschland betrieben. Der DDV gratuliert Rosi zu dieser Leistung und wünscht ihm für die Zukunft viel Erfolg. Mit so einer Leistung braucht er sich vor keinem Gegner zu fürchten.

Die Bilder in diesem Bericht sind nicht so gut, weil sie nur Fotos vom Bildschirm sind.

Mervyn 4x180, 27x140+, 24x100+, Ave. 95,97
Michael 3x180, 18x140+, 29x100+, Ave. 86,60

Heute spielen:

Nachmittagssession:

Akihiro Nagakawa - Anthony Forde
Rizal Barellano - Miloslav Navratil (die ersten beiden Partien sind Vorrunde, Best of 9 Legs)
Wes Newton - Jamie Caven
Denis Ovens - Colin Monk
Mick McGowan - Jason Barry
Barrie Bates - Gerry Convery

Abendsession:

Bob Anderson - Jason Clark
Terry Jenkins - Kirk Shepherd
Chris Mason - Steve Brown
Kevin Painter - Gary Mawson

18.12.2007

Ladbrokes.com PDC World Darts Championship, Tag 1

Gestern startete das letzte darterische Highlight des Jahres. Nach 14 Jahren in der Circus Tavern findet die WM der PDC nun im Alexandra Palace in London statt. Im neuen Spielort haben nun knapp dreimal soviel Zuschauer die Möglichkeit, das Geschehen vor Ort zu bestaunen.

Dabei spielen dieses Mal 68 Spieler aus 19 Nationen um ein Rekordpreisgeld von 605.000 Pfund (ca. 850.000 Euro). Alleine der Sieger erhält 100.000 Pfund (ca. 140.000 Euro).

Als Favoriten gehen natürlich die beiden Finalisten der letzten WM ins Rennen. Raymond van Barneveld konnte bereits bei seiner ersten Teilnahme den Sieg perfekt machen und möchte ihn nun gerne verteidigen. Phil Taylor hingegen war bis jetzt immer im Finale der WM und will nun auch zum 15. Mal dort hin.

Im weiteren Feld muss man natürlich auch James Wade und Terry Jenkins nennen. die sich nicht umsonst auf die Plätze 3 und 4 in der Oder of Merit gespielt haben.

Alan Tabern - Per Laursen 3:1 (3:2,1:3,3:2,3:1)

Der Däne Per Laursen hatte sich erst als einer der letzten Spieler für diese WM qualifizieren können. Im letzten Jahr spielte Per ein gutes Debüt und kam auch eine Runde weiter. In diesem Jahr konnte er an seine Leistungen anknüpfen, doch für einen Sieg reichte es nicht.

Alan Tabern gelang auch dieses Jahr ein guter Auftakt und er wird nichts dagegen haben, wenn es ihm wie ihm Vorjahr bis ins Viertelfinale bringen würde. Alan weihte den Ally Pally übrigens stilvoll mit einer 180 im ersten Wurf ein, wenn das kein verheißungsvoller Auftakt war.

Es wurde kein hochklassiges Match, aber das durfte man zum Auftakt auch nicht unbedingt erwarten.

Alan 2x180, 18x140+, 20x100+, Ave. 87,96
Per 2x180, 10x140+, 30+100+, Ave. 84,17

Mark Walsh - Adrian Gray 3:2 (3:1,3:2,2:3,1:3,3:1)

Mark Walsh hatte sich in Halle vor zwei Wochen gut warm gespielt, doch es wurde trotzdem ein nervöses Spiel.

In den ersten Sätzen überboten sich beide Spieler mit vergebenen Chancen auf Doppel, auch wenn Mark zum Satzgewinn eine 156 checkte. Auch im zweiten Satz wollte Adrian einfach nicht checken und so lag er mit 0:2 zurück.

Nachdem Mark nun auch die Doppel immer schlechter traf, kam der an 32 gesetzte Adrian besser ins Spiel und schaffte den 2:2 Ausgleich. Im letzten Satz war Mark Walsh dann aber an der entscheidenden Stelle voll da und checkte 97 zum 2:1 und 110 zum Match.

Mark wartet nun auf den Sieger der Partie Phil Taylor gegen Michael van Gerwen, mit Adrian Gray ist der erste Gesetzte bereits ausgeschieden.

Mark 4x180, 18x140+, 27x100+, Ave. 87,63
Adrian 3x180, 18x140+, 28x100+, Ave. 99,01

Wayne Mardle - Ray Carver 3:2 (2:3,3:1,3:1,0:3,3:1)

Wayne Mardle musste danach hart kämpfen, um nicht der zweite Gesetzte zu sein, der sich frühzeitig verabschieden kann.

Der US-Amerikaner Ray Carver spielte gut und schaffte nach einem 1:2 Rückstand im ersten Satz mit einem 14 Darter den Satzgewinn. Wayne antwortete prompt, gewann den zweiten Durchgang mit 3:1 und spielte dabei Legs von 12, 15 und 14 Darts.

Mit dem gleichen Ergebnis holte sich Hawaii 501 den dritten Satz, doch so einfach wollte es ihn Ray nun doch nicht machen. Die Nr. 2 der USA holte sich den vierten Satz glatt und spielte dabei unter anderem einen 12 und einen 13 Darter.

Ein 110er Finish brachte Ray sogar in Führung, doch Wayne schaffte die Wende. Es folgte ein Break im dritten Leg und Ray konnte im vierten nichts mehr dagegen halten. Wayne war am Ende heilfroh, nicht wie im Vorjahr bereits in der ersten Runde ausscheiden zu müssen.

Wayne 4x180, 17x140+, 23x100+, Ave. 91,13
Ray 7x180, 7x140+, 26x100+, Ave. 90,30

Jan van der Rassel - Colin Lloyd 3:2 (3:2,1:3,1:3,3:2,6:4)

Colin Lloyd kann seiner Geschichte von frühen Erstrundenniederlagen ein weiteres Kapitel hinzufügen. Die ehemalige Nr. 1 der PDC hat einfach keinen Lauf mehr bei Major Turnieren.

Im spannendsten Spiel des Abends ging die Partie fast bis in den Sudden Death. Nach Satzrückstand kam Jaws besser in diem Partie und sah im Laufe des vierten Satzes auch wie der Sieger aus. Im vierten Leg hatte Colin einen Dart auf Bull zum 164er Finish und zum Match. Er vergab ihn knapp und nach dem anschließenden Check von Jan kippte die Partie.

Es folgte ein Festival der vergebenen Matchdarts in fünften Satz, doch im zehnten Leg schaffte der Holländer dann doch sein Meisterstück.

Statistiken zu diesem Spiel liegen noch nicht vor.

Heute Spielen:

Roland Scholten - Matt Clark
Peter Manley - Toon Greebe
Phil Taylor - Michael van Gerwen
Mervyn King - Michael Rosenauer

Neben dem ersten Auftritt von Phil Taylor ist natürlich ganz Deutschland heute gespannt auf das Debüt von Michael Rosenauer bei der PDC WM.

11.12.2007

Neue Meldelisten für DDV Jugendturniere

Als Umsetzung eines Beschlusses des Jugendausschusses gibt es ab sofort neue Meldelisten für die Jugendwettbewerbe bei DDV-Ranglistenturnieren, die hier im Jugendclub zum Download bereit stehen.

In diese Meldelisten tragen die Jugendleiter oder deren Vertreter vor Ort alle Spieler aus ihrem Landesverband ein. Somit soll gewährleistet werden, dass Spieler aus einem LV nicht in einer Gruppe spielen oder möglichst spät aufeinander treffen können.

10.12.2007

Gary Anderson schafft das holländische Tripple


(Quelle: www.infodarts.nl)

Der Schotte Gary Anderson hat am Sonntag das Zuiderduin Masters in Edmond aan Zee gewonnen und damit den perfekten Triumph auf holländischem Boden in diesem Jahr geschafft. Die Nr. 1 der WDF hatte ja bereits zuvor die International Darts League und die World Darts Trophy gewinnen können.

Anders als bei der IDL und der WDT waren dieses Mal die Spieler der WDF unter sich. Qualifiziert haben sich 20 Spieler über die BDO Rangliste, hinzu kamen 4 Wildcards des Veranstalters.

Gespielt wurde in 8 Dreiergruppen am Freitag und Samstag, die Gruppensieger spielten dann am Sonntag im Viertelfinale weiter.

In Gruppe A spielte der an 1 gesetzte Gary Anderson und er holte sich im Modus Best of 9 Legs sicher den Gruppensieg mit Erfolgen über Robert Wagner (5:1) und Martin Atkins (5:3). Platz zwei belegte Martin Atkins, der gegen Robert Wagner mit 5:1 gewinnen konnte.

In Gruppe B war Niels der Ruiter, der an 8 gesetzt wurde. Der Holländer erwischte einen schlechten Tag und belegte nach zwei 2:5 Niederlagen den letzten Platz. Gruppensieger wurde sein Landsmann Remco van Eijden, einigen bekannt durch seine Finalteilnahme am German Gold Cup, der das entscheidende Spiel mit 5:0 gegen Ted Hankey gewinnen konnte.

In Gruppe C lief alles glatt für die Nr. 4 Darryl Fitton, der mit 5:0 gegen Mario Robbe und 5:2 gegen John Walton gewinnen konnte. Platz 2 ging an John Boy nach einem 5:3 über Mario.

In Gruppe D schaffte es der Gesetzte Scott Waites nicht in das Viertelfinale. Die. Nr. 5 gewann zwar mit 5:4 gegen Joey ten Berge, verlor aber das entscheidende Spiel mit 2:5 gegen Steve West. Durch ein 5:2 gegen Joey sicherte sich Steve dann den Gruppensieg.

Mit einer makellosen Bilanz holte Martin Adams den Sieg in Gruppe E. Der an 3 gesetzte gewann jeweils 5:0 gegen Phill Nixon und Steve Coote. Das Spiel gegen Phill war die Neuauflage des WM-Endspiels und ist kurioserweise die Auftaktpartie bei der kommenden WM. Phill belegte mit einem 5:3 über Steve den zweiten Platz.

In Gruppe F gab es die knappste Entscheidung des Turniers, am Ende hatten alle Spieler eine 1:1 Bilanz und das Legverhältnis brachte die Entscheidung zugunsten von Gary Robson. Gary verlor seine Partie gegen den an 6 gesetzten Tony O'Shea, schaffte aber durch ein 5:1 gegen Martin Phillips den entscheidenden Vorsprung. Der Waliser hatte zuvor mit 5:3 gegen Tony gewonnen.

In Gruppe G war Mark Webster nicht zu stoppen. Mit Siegen von 5:3 über Shaun Greatbatch und 5:1 über Edwin Max holte sich die Nr. 2 den Sieg in der Gruppe. Platz 2 ging an Shaun nach einem 5:0 gegen Edwin.

Als fünfter gesetzter Spieler überstand Co Stompé die Gruppenphase. Er gewann 5:0 gegen Andy Fordham und 5:3 gegen Mark Barilli. Mark gewann auch noch 5:0 gegen Andy Fordham. Der Viking hatte eine Wildcard erhalten und spielte zum ersten Mal nach seinem Zusammenbruch wieder auf einer großen Bühne. Andy wiegt im Moment 70 Kilo weniger, doch Veranstaltungen dieser Größenordnung kommen für den ehemaligen Weltmeister noch zu früh.

Am Sonntag ging es dann mit dem Viertelfinale weiter und bereits im ersten Spiel zeigte Gary Anderson seine Ansprüche. Mit einem Average von 100 gewann er sicher mit 3:0 Sätzen über Best of 5 Legs gegen Remco van Eijden. Genauso sicher setzte sich dann Darryl Fitton gegen Steve West durch.

Spannend wurde es in der dritten Partie. Hier gewann der stets gefährliche Robbo über die komplette Distanz gegen Martin Adams. Sein Gegner im Halbfinale war dann Mark Webster, der Waliser hatte den letzten Lokalmatadoren Co Stompé mit 3:1 besiegen können.

Im Halbfinale war dann Schluss mit der Madness, als Gary Anderson mit 3:0 gegen Darryl Fitton gewinnen konnte. Darryl machte es Gary aber keineswegs leicht und das deutliche Ergebnis täuscht über den Spielverlauf. Gary Robson konnte seine Form aus der Runde zuvor nicht ganz halten und verlor deutlich mit 0:3 gegen Mark Webster.

Sehen wir dieses Finale auch im Januar?

Somit standen mit Gary Anderson und Mark Webster die beiden Ranglisten Führenden im Finale. Beide bestimmen in diesem Jahr die WDF und es ist durchaus möglich, dass diese Partie auch bei der WM im Finale stattfinden wird.

Einen Vorgeschmack haben die Zuschauer bereits bekommen, denn ihnen wurde Darts der Extraklasse geboten. Das Finale wurde über Best of 9 Sets gespielt und das nutzten die beiden Spieler auch komplett aus. Den besseren Start hatte der Waliser, der die ersten beiden Legs mit 3:0 und 3:2 gewinnen konnte. Der dritte Satz ging mit 3:0 an Gary Anderson, doch Mark stellte mit einem 3:2 im vierten Satz den alten Abstand wieder her.

Satz fünf ging mit 3:2 an Gary, Satz 6 mit 3:2 an Mark. Somit stand es nach Sätzen 4:2 für den Waliser und er brauchte nur noch einen Satz zum Turniersieg. Doch Gary Anderson konnte noch einen Gang zulegen und gewann die nächsten beiden Sätze mit jeweils 3:1 zum 4:4 Ausgleich.

Der neunte und letzte Satz musste die Entscheidung bringen und es ging in den Tiebreaker. Beide Spieler brachten in den ersten sieben Legs ihren Vorteil mit hochklassigen Darts nach Hause. Im achten Leg hatte Mark eine kleine, aber letztendlich Spielentscheidende Schwächephase. Keine Trebles in den ersten beiden Aufnahmen ließen Gary Anderson als Nachleger davon ziehen. Gary stellte sich 40 Rest und wartete, wie sein Gegner die 170 Rest verarbeiten würde. Mark traf zweimal die 60 und verpasste dann denkbar knapp das Bullseye zum Legausgleich. Gary atmete einmal kurz durch und traf dann mit seinem dritten Dart die Doppel 10 zum Turniersieg.

Beide Spieler haben gezeigt, dass sie zur absoluten Weltspitze gehören. Gary Anderson spielte erneut einen Average von knapp über 100 und warf im Finale sagenhafte 19x180. Mark Webster kam auf knapp 97 und spielte 8x180.

09.12.2007

Lorna Croft Friendship Cup

Das holländische Team hat eindrucksvoll die zweite Auflage des Lorna Croft Friendship Cups gewonnen. Im Gelsenkirchener Maritim Hotel, wo die Idee für diesen Wettbewerb während des Spring Cups 2005 geboren wurde, mussten unsere deutschen Frauen nach einem knappen Start im Teamwettbewerb die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Hier das Mannschaftsbild aller Spielerinnen bei der Siegerehrung, links stehen unsere freiwilligen Schreiber.

Francis Hoenselaar hat den Einzelwettbewerb des LCFC gewonnen und tritt somit die Nachfolge von Heike Ernst an, die im letzten Jahr erfolgreich war. Somit konnte das deutsche Team keine Wertung an diesem Wochenende gewinnen. Auf dem Foto unten ist die Siegerin Francis Hoenselaar eingerahmt vom DDV-Vizepräsidenten Peter Sossong und vom DDV-Präsidenten Stephan Mischke. Bei der Siegerehrung versprach unser Präsident einen erneuten Anlauf auf den Titel im nächsten Jahr.

14:30 Uhr Francis Hoenselaar gewinnt das Einzel mit 4:3 gegen Karin ten Kate

14:00 Uhr: Es läuft gerade das rein holländische Finale zwischen Francis Hoenselaar und Karin ten Kate.

13:50 Uhr: Der dritte Platz wird zwischen Heike Ernst und Bianka Strauch ausgespielt, um eine Nachrückerreihenfolge für die Winmau Teilnahme zu haben. Bika sichert den dritten Platz durch einen 4:2 Erfolg.

13:30 Uhr: Hinten verliert Heike Ernst glatt mit 0:4 gegen die WDF-Nr. 1, vorne muss sich Bianka Strauch knapp geschlagen geben.

12:25 Uhr: Heike Ernst gewinnt das deutsche Duell gegen Michelle Sossong und trifft nun auf Francis Hoenselaar, die knapp das holländische Spitzenspiel gegen Carla Molema gewonnen hat. Im anderen Halbfinale kommt es zu einem weiteren Deutsch-Holländischen Duell zwischen Bianka Strauch und Karin ten Kate.

12:00 Uhr: Die Spiele des Viertelfinales stehen fest und werden auch noch vor der Pause gespielt.

11:45 Uhr: Der Gesamtsieg ist den Gästen aus Holland, wie schon gestern abzusehen war, nicht mehr zu nehmen. Jetzt geht es um den Einzeltitel und die Fahrkarte zur nächsten Winmau.

11:25 Uhr: Vier deutsche Spielerinnen sind bereits nach zwei Niederlagen ausgeschieden, bei Monique Leßmeister wird es jetzt auch noch knapp.

11:05 Uhr: Im Moment sieht es gut aus für unsere Mädels aus dem Team Schwarz, aber jetzt spielen die holländischen Topspieler.

10:50 Uhr: Auch die internen holländischen Spiele sind beendet und nun geht es in die Gruppenentscheidung.

10:35 Uhr: Die innerdeutschen Spiele in den Gruppen liegen hinter uns, jetzt spielen die Holländerinnen untereinander.

10:20 Uhr: Heute geht es in die entscheidende Phase, soeben hat mit der Einzelkonkurrenz der letzte Wettbewerb begonnen. Bis zur Pause wird in Gruppen gespielt, danach geht es mit dem Viertelfinale weiter.

08.12.2007

Lorna Croft Friendship Cup

Nach den spannenden Spielen am gestrigen Tag und einem gutem Abendessen ging es gemeinsam zum Abendprogramm in das GOP Varieté in Essen. Hier das Gruppenbild, das in der Pause aufgenommen wurde.

08.12.2007

Lorna Croft Friendship Cup

17:00 Uhr: Der erste Tag ist beendet und es sieht nicht gut für den ersten Sieg beim LCFC aus. Da müssen die Einzel morgen schon sehr gut laufen. Die Holländerinnen haben in den Doppeln sehr stark gespielt und führen verdient.

Deutschland - Niederlande 60:88

16:35 Uhr: In der dritten Runde lief es etwas besser, trotzdem konnten die Holländerinnen den Vorsprung weiter ausbauen.

Deutschland - Niederlande 51:77

15:30 Uhr: Es scheint schon zur Hälfte des LCFC eine Vorentscheidung gefallen zu sein, die Holländerinnen ziehen unaufhaltsam davon. Vielleicht klappt es bei unseren Damen nach der Pause besser.

Deutschland - Niederlande 42:66

15:15 Uhr: Die ersten Doppel liefen gut für unsere Gäste aus den Niederlanden, die den Vorsprung verdoppeln konnten.

Deutschland - Niederlande 38:50

14:35 Uhr: Da wir gut in der Zeit liegen, geht es schon vor der Kaffeepause mit den Doppeln weiter. Hier werden in jedem Spiel 5 Legs ausgespielt.

14:30 Uhr: Aktueller Stand nach den Teamwettbewerben. Das holländische Topteam konnte auch die zweite Partie deutlich mit 12:5 gewinnen. Trotzdem ist der Rückstand von 6 Legs aufholbar.

Deutschland - Niederlande 31:37

13:35 Uhr: Die zweiten Spiele im Teamwettbewerb haben begonnen.

13:30 Uhr: Aktueller Stand in der Gesamtwertung nach den ersten Teamspielen. Das deutsche Topteam hat doch ziemlich deutlich ihre erste Partie verloren, dafür konnte die zweite Partie gewonnen werden, was die Gesamtwertung offen hält.

Deutschland - Niederlande 15:19

Um 12:30 hat die zweite Auflage des LCFC begonnen. Nach der Begrüßung durch DDV-Vizepräsident Peter Sossong geht es im Gelsenkirchener Maritim Hotel mit den Teamwettbewerben los.

Die Zwischenstände werden hier im Laufe des Nachmittages online gestellt.

Ausschlaggebend für die Gesamtwertung sind die einzelnen Legs, die am Ende zusammen gezählt werden. Im Team spielen jeweils zwei holländische und zwei deutsche Teams jeder gegen jeden gegeneinander.

05.12.2007

Vorschau 1: Lorna Croft Friendship Cup

Hier noch einmal die Vorschau auf die am Wochenende anstehende zweite Auflage des Lorna Croft Friendship Cups. Im Gelsenkirchener Maritim Hotel, wo bereits vor zwei Jahren der Spring Cup stattfand und wo die Idee für diesen Vergleichskampf geboren wurde, treten Auswahlmannschaften aus Deutschland und Holland an.

Die erste Auflage fand im letzten Jahr bei unseren Nachbarn statt und jetzt kommt es zum Rückspiel. Für beide Nationen wurden jeweils 8 Spielerinnen (6 Seniorinnen und 2 Jugendliche) nominiert, die an zwei Tagen im Viererteam, Doppel und Einzel gegeneinander antreten werden.

Neben der Gesamtwertung gibt es kleinen Anreiz für die Damen auch ein Ticket für die nächste Winmau World Masters, das sich die Siegerin im Einzel sichern kann.

Deutschland wird vertreten durch Bianka Strauch, Heike Ernst, Monique Leßmeister, Michelle Sossong, Bianca Bober, Nicole Hartmann, Jenny Lieverkus und Asaria Hintzsche-Oehme. Für Holland gehen unter anderem Francisca Hoenselaar, Karin ten Kate und Carla Molema an den Start.

An beiden Tagen werden aktuelle Zwischenstände hier veröffentlicht. Interessierte Zuschauer können auch gerne an beiden Tagen im Maritim Hotel in Gelsenkirchen vorbeischauen.

05.12.2007

Vorschau 2: Zuiderduin Masters

Auch die Herren sind am Wochenende aktiv, leider hat es kein deutscher Teilnehmer in das Feld der Zuiderduin Masters geschafft.

20 Spieler wurden über die BDO Rangliste eingeladen, hinzu kamen 4 Wildcards. Dieses Turnier war in den vergangenen Jahren immer die letzte Standortbestimmung vor der WM und hatte zuvor schon die Bezeichnungen Doeland Grand Masters und Leendesk Masters. Im letzten Jahr fiel diese Veranstaltung aus und wird nun unter dem Namen des Spielortes wieder belebt.

Am Freitag und Samstag werden in 8 Dreiergruppen die Teilnehmer für die Viertelfinalspiele am Sonntag ermittelt. Sämtliche Partien werden von dartsinmotion.nl als Stream ins Internet gestellt. Von der Qualität der Übertragungen konnte man sich schon beim World Cup ein Bild machen.

Hier die Übersicht der einzelnen Gruppen:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Gary Anderson (1) Niels de Ruiter (8) Darryl Fitton (4) Scott Waites (5)
Robert Wagner (WC) Remco van Eijden Mario Robbe Joey ten Berge (WC)
Martin Atkins Ted Hankey John Walton Steve West
       
Gruppe E Gruppe F Gruppe G Gruppe H
Martin Adams (3) Tony O'Shea (6) Mark Webster (2) Co Stompé
Steve Coote (WC) Gary Robson Shaun Greatbatch Andy Fordham (WC)
Phill Nixon Martin Phillips Edwin Max Mark Barilli

03.12.2007

Aktuelle News im Jugendclub

Im Jugendclub sind aktuelle Infos und die Termine für die nächste Saison online.

02.12.2007

Phil Taylor gewinnt die German Darts Championship

Erstmals fand am Wochenende im westfälischen Halle ein Premier Turnier der PDC auf deutschem Boden statt. Im Garry Weber Convention Centre, wo normalerweise gelbe Filzbälle den Ton angeben, stand dieses Mal alles im Zeichen des Dartsports.

Und wie so oft, wenn neue Titel bei der PDC vergeben werden, dann ist Phil Taylor wie in der Vorwoche zur Stelle und sichert sich den ersten Eintrag in der Chronik. Damit hat The Power nach seinem Erstrunden Aus beim letzten Majorturnier nun vier Titel in Folge gewinnen können.

In Halle war alles am Start, was die PDC an Stars zu bieten hatte und somit war diese Veranstaltung das letzte Warmup für die WM. Auch die deutschen Cracks wollten der internationalen Konkurrenz Paroli bieten, am weitesten schaffte es Stephan Schneider, der die vierte Runde und somit Platz 17 erreichte. Stephan verlor sein letzten Spiel mit 1:3 Sätzen gegen John Part und verpasste somit knapp die Bühnenspiele.

Der Österreicher Mensur Suljovic kam sogar noch eine Runde weiter. In der Vorrunde schlug er schon sensationell sicher Michael van Gerwen. Danach folgte Yves Cottenge, bevor er in der dritten Runde auf Dennis Priestley traf.

Es wurde ein sehr gutes und vor allem hochklassiges Match. Der gute Dennis wird sich sicherlich gewundert haben, dass es Spieler gibt, die teilweise noch länger für einen Wurf brauchen als er selbst. Das Highlight war sicherlich das letzte Leg. Beim Stand von 2:2 Sätzen und 1:1 Legs durfte Dennis anfangen und warf sofort eine 180. Es folgte eine 140 und eine 59 für 122 Rest. Mensur warf als Nachleger 140,100,140 und hatte somit 121 Rest. Dennis traf die 18 und Treble 18, verpasste aber das Bullseye zum Match. Mensur kam dran, traf die Treble 20, 11 und das Bullseye zum 12 Darter.

Nach einem weiteren guten Spiel gegen Jan van der Rassel konnte sich Mensur dann für die Bühnenspiele qualifizieren.

Zwei 9 Darter zu früher Stunde

Wer etwas später am Samstag zum Spielort kam, der hatte schon die ersten Aufreger verpasst. In der ersten Runde konzentrierten sich viele Zuschauer auf den am Board 1 freiwillig schreibenden Phil Taylor und die wenigsten haben mitbekommen, dass zwei Boards weiter der Engländer Jason Clark gegen den Deutschen Marc Lentz einen 9 Darter gespielt hat. Jason warf nach 2x180 eine 60,45 und Doppel 18.

Kaum hatte sich alles wieder beruhigt, da drang der nächste Jubel aus dem Vorraum in die Halle. Dort musste Detlef Bietz mit ansehen, wie Raymond van Barneveld einen 9 Darter zum Match spielte. Barney warf dabei nach 2x180 den klassischen Weg mit 60,57 und Doppel 12.

Zwei 9er, noch dazu so kurz hintereinander, hatte es zuvor noch nie bei einem Turnier gegeben.

Achtelfinale auf der Bühne

Am Samstag wurden dann noch die Paarungen des Achtelfinales auf der Bühne gespielt. Die größte Überraschung in dieser Runde war sicherlich der Sieg von Denis Ovens gegen James Wade. In so einer Form hatte man The Heat schon lange nicht mehr gesehen.

Für Mensur hat es dann leider nicht gereicht. Er machte das siebte Spiel auf der Bühne und da war dann die Pause vielleicht doch zu lang. Er hatte Chancen, mit 2:0 Sätzen in Führung zu gehen, doch im ersten Satz vergab er einen entsprechenden Dart. In den letzten beiden Sätzen ließ Mensur nach und Wayne wurde immer sicherer und traf alles nach Belieben.

Mensur Suljovic und Michael Rosenauer spielen die PDC WM

Mensur hat durch seinen 9. Platz den 1. Platz in der GDC-Rangliste sicher verteidigt und wurde am Sonntag vor dem Finale als erster Teilnehmer für die WM vorgestellt. Die DSF-Wildcard wurde an Michael Rosenauer vergeben, der die Rangliste als Nr. 2 abgeschlossen hatte. Mensur trifft nun bei der PDC WM in der ersten Runde auf den Pie Man Andy Smith und Rosi muss sich mit Mervyn King messen.

Volles Haus am Sonntag

Am Samstag gab es noch einige Karten an der Tageskasse, doch am Sonntag konnte der Veranstalter ein ausverkauftes Haus verkünden. 1500 Zuschauer fanden sich im beschaulichen Halle ein, wer hätte gedacht, dass so etwas in unserem Sport möglich ist. Das Convention Centre war der ideale Spielort für eine Veranstaltung in diesem Rahmen.

Bei den Einmärschen der Spieler wurden die Zuschauer schon gut auf die Partien eingestimmt und sie wurden von den Spielern nicht enttäuscht. Die große Überraschung im Viertelfinale war der doch ziemlich deutliche Sieg von Roland Scholten gegen Barney, somit war ein weiterer heißer Favorit aus dem Rennen.

Phil Taylor spulte souverän sein Programm ab, mit Mark Walsh und Denis Ovens hatten die wenigsten im Vorfeld als Halbfinalteilnehmer gerechnet. Mark gewann gegen Kevin McDine, der nahtlos an seine Form des Grand Slam of Darts anknüpfen konnte.

Im Halbfinale gewann Mark Walsh zwar einen Satz gegen Phil Taylor, doch am Ende war er gegen einen Average von 105 machtlos. Denis Ovens spielte auch im Halbfinale einen starken Dart und gewann Siegen über James Wade und Colin Lloyd nun auch gegen Roland Scholten.

Im Finale machte Denis dann genau dort weiter und gewann auch den ersten Satz gegen Phil Taylor und schaffte dabei sofort ein Break. Phil konterte sofort und gewann die nächsten beiden Sätze. Die Vorentscheidung fiel dann im vierten Satz, den Denis beginnen durfte. Mit einer Doppel 11 checkte The Heat 124 zum 12 Darter. Phil Taylor antwortete mit einem 11er und es stand 1:1. Das kommende Leg musste nun entscheiden, ob es 3:1 für Taylor oder 2:2 stehen würde. Und genau in diesen Augenblicken sieht man die Weltklasse eines Phil Taylors. Während sein Gegner plötzlich die 60 nicht mehr trifft, ist The Power voll da und spielt einen weiteren 11 Darter zum Satzgewinn.

Der Rest ist Geschichte, Denis kämpft zwar noch weiter, doch der erneute Average von über 105 von Phil Taylor war am Ende einfach zu hoch.

Nach seinem Turniersieg holte Phil Taylor ein kleines Mädchen auf die Bühne und schenkte ihr das unterschriebene Finalboard und den Satz Darts, den er im Finale benutzt hatte.

 

 

 

 

 

© Copyright 2007 Deutscher Dart Verband e.V.

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