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28.02.2006
Der ddz Turnierbericht von den Dortmund Open ist in der Rubrik
Turnier/Ergebnisse online.

27.02.2006
Am Wochenende fanden im englischen Cornwall der
diesjährige Six Nations Cup statt. Teilnehmer waren die Nationalteams der
vier britischen Länder sowie der Rep. Irland und den Niederlanden.
In der ersten Gruppe spielten Wales, Nordirland und
die Rep. Irland. Für jede Nation gingen 5 Spieler an den Start, die jeweils
ein Leg gegen jeden anderen Gegner spielen mussten. In der Auftaktpartie gewann Wales gleich mit 20:5 gegen Nordirland und
legte gleich die Weichen auf eine Halbfinalteilnahme. Für die Nordiren ging
es dann in der zweiten Partie gegen die Rep. Irland schon um alles und es
entwickelte sich ein spannendes Spiel. Am Ende gewann die Rep. Irland mit
13:12 und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale. Gruppensieger wurde
Wales, die das abschließende Spiel der Gruppe mit 15:10 gewinnen konnten.
Die zweite Gruppe war vom Papier her einiges schwerer. Mit England,
Schottland und den Niederlanden spielten dort alle Favoriten. Spiel 1 gewannen
die Engländer in der Formation Steve Farmer, John Walton, Martin Adams, Mervyn
King und Tony O'Shea glatt mit 16:9 gegen Schottland, die mit Gary Anderson,
Mike Veitch, Paul Hanvidge, Danny Cunningham und Paul McGimpsy antraten. Der bei
uns ziemlich unbekannte Engländer Steve Farmer konnte dabei als einziger Spieler
alle Legs gewinnen.
Im zweiten Spiel ging erstmals seit langer Zeit ein holländisches
Nationalteam ohne Raymond van Barneveld an den Start. Doch die Aufstellung
Mareno Michels, Niels de Ruiter, Co Stompe, Vincent van der Voort und Jelle
Klaasen konnte sich auch sehen lassen. Ein spannendes Spiel ergab sich, das am
Ende noch von den Holländern nach 10:12 Rückstand zum 13:12 Erfolg gedreht
wurde. Somit waren die Holländer Topfavorit auf den Titel.
Doch so gut es gegen die Engländer lief, gegen die Schotten wollte nicht mehr
viel klappen. Nach ein paar gespielten Legs erkannten die Schotten ihre Chance
und gewannen Leg um Leg. Am Ende gewann Schottland mit 17:8 und zog mit einem
Leg Vorsprung in das Halbfinale ein und die Niederlande war draussen.
Im Halbfinale hatte Schottland keine großen Probleme mit Wales. Man führte
schon mit 12:5, bevor Gary Anderson das entscheidende Leg zum 13:8 gewinnen
konnte. Auch die Engländer spielten sich schnell eine komfortable 8:2 Führung
heraus, die nie mehr in Gefahr geraten sollte. Irland kämpfte sich zwar noch
einmal heran, doch mehr als ein 11:13 war nicht mehr drin.
Spiel um Platz 5: Niederlande - Nordirland 13:8
Im Finale trafen sich also erneut Schottland und England. Zu Beginn des
Spiels konnte sich kein Team wirklich absetzen, ein Zwischenspurt der Engländer
mit fünf Legs in Folge brachte dann aber ein 8:5 Führung. Beim Stande von 12:8
brauchte man nur noch ein einziges Leg. Die nächsten vier Legs gingen jedoch an
Schottland und so musste die letzte Partie zwischen Mike Veitch und Tony O'Shea
die Entscheidung bringen. Tony spielte dann einen sicheren 14 Darter zum Sieg
für England.
24.02.2006
Zweiter Spieltag der PDC Premier League, dieses Mal wurde im Seaburn Leisure
Center in Sunderland gespielt.
Ronnie Baxter - Roland Scholten 4:8
Der Holländer hatte gestern seinen Doppelspieltag und musste in der
ersten Partie gegen Ronnie Baxter antreten. Ronnie Baxter musste nach seiner
glatten Auftaktniederlage in der letzten Woche heute unbedingt punkten, wenn
er nicht schon frühzeitig den Anschluss verlieren möchte. er begann auch
dementsprechend und erzielte eine 2:0 Führung mit einem 158er Finish im
zweiten Leg. Doch je unsicherer Ronnie in den nächsten Legs auf Doppel
wurde, umso sicherer wurde Roland Scholten. The Tripod gewann fünf der
nächsten sechs Legs und ging mit 5:3 in Führung. Danach spielte er das Spiel
nur noch nach Hause und konnte seinen perfekten Start in die Premier League
fortsetzen. Für The Rocket sieht es hingegen nicht gut aus und bei dem
Programm in der nächsten Woche (Lloyd und Taylor) dürfte sich da in der Form
auch nicht viel ändern.
Wayne Mardle - Raymond van Barneveld 4:8
Auf dieses Spiel durfte man gespannt sein. In der letzten Woche wurde der
PDC Neuling ja nicht besonders gefordert und man durfte bei Wayne Mardle von
einem anderem Kaliber ausgehen. Immerhin hatte Hawaii 501 letzte Woche Phil
Taylor das Leben ziemlich schwer gemacht. Und die erste Hälfte des Spiels
konnte die Erwartungen auch erfüllen. Leg 1 ging an Wayne, bevor Barney dort
weiter machte, wo er letzte Woche aufgehört hatte, er spielte ein High
Finish nach dem anderen. 107 zum Ausgleich, 164 mit 12 Darter und 126 mit 12
Darter zur 3:1 Führung. Die 164 brachte Barney auch den Scheck über 1.000
Pfund für das höchste Finish des Abends. Wayne kämpfte sich zur Pause auf
ein 3:3 heran, musste dann aber mit ansehen, wie der Holländer 120 und 116
zur 5:3 Führung checkte. Das nächste Leg zum 4:5 sollte das Letzte für Wayne
gewesen sein, danach machte Raymond den Sack zu und gewann das Spiel mit
einem Schnitt von knapp über 100. Er schaffte damit etwas, was bisher nur
Phil Taylor in der Premier League geschafft hat. Im letzten Jahr hatte Phil
immer einen Schnitt von über 100, die anderen Teilnehmer nie. Colin Lloyd - Peter Manley 8:6
Beide Spieler starteten mit Auftaktniederlagen und waren natürlich bestrebt,
die ersten Punkte zu holen. Den besseren Start in das Spiel hatte Colin, der mit
4:1 inklusive 160er Finish in Führung gehen konnte. Doch Peter Manley kam nun
besser ins Spiel, glich zum 4:4 aus und spielte dabei ein 141er Finish. Auch die
5:4 Führung konterte Peter und ging sogar selbst mit 6:5 in Führung. Doch
plötzlich war er nicht mehr One Dart Manley und vergab wichtige Darts auf
Doppel, die Colin Lloyd wieder ins Spiel brachten. Beim Stande von 7:6 spielte
Jaws dann einen 10 Darter zum Sieg.
Roland Scholten - Phil Taylor 4:8
Beide Spieler gingen mit 4 Punkten und einem perfekten Start in die Partie.
Erwartungsgemäß hatte Phil Taylor den besseren Start und holte gleich ein Break
zur 2:0 Führung. Doch Roland hatte nun eine sichere Phase aus Doppel und gewann
die nächsten drei Legs zur eigenen 3:2 Führung. Doch das war es dann auch schon,
erst beim Stand von 7:3 konnte Roland noch ein Leg gewinnen, mehr ließ der
Titelverteidiger nicht zu. Roland musste dabei erkennen, dass auch viele
Maximums nichts bringen, wenn man die Doppel nicht trifft. Kurz nach der Pause
warf er vier Maximums in drei Legs, konnte aber keines davon gewinnen.
Das DSF zeigt Ausschnitte von diesem Spieltag am Samstag ab 19:00 Uhr.
Die aktuelle Tabelle:

3.Spieltag am 02.03.06
Colin Lloyd - Ronnie Baxter
Peter Manley - Wayne Mardle
Raymond van Barneveld - Roland Scholten
Ronnie Baxter - Phil Taylor
23.02.2006
Der DDV Teammanager Dietmar Ernst hat die Nominierungen für den Spring Cup,
der vom 07.-09.04 im holländische Veldhoven stattfindet, bekannte gegeben.
Für die deutsche Nationalmannschaft werden folgende Spieler und Spielerinnen
an den Start gehen:
Herren:
Colin Rice
Andreas Kröckel
Marko Puls
Marcus Schulte
Stephan Schneider
Karsten Wieggrebe
Michael Mieslinger
Olaf Tupuschis
Damen:
Bianka Strauch
Marene Czepeli
Sabrina Spörle
Nicole Männel
Das der Spring Cup auf den gleichen Termin fällt wie der siebte
Bundesligaspieltag, wurden vom komm. Bundesspielleiter Jürgen Vollbrecht die
Spiele in Hildesheim, Mülheim, Gießen und Neu-Isenburg auf den 25.03.06
verlegt. Die Spiele in Neunkirchen und Vegesack Bremen bleiben auf dem
ursprünglichen Termin.
23.02.2006
Mit sofortiger Wirkung übernimmt Carola Müller kommissarisch die Leitung der
Bundesliga Nord. Die Kontaktdaten stehen im Bundesligabereich.
23.02.2006
Die aktuellen Ranglisten sind online und können im Turnierbereich eingesehen
werden.
Bei den Herren hat es einige Verschiebungen in den Top 10 gegeben. Bedingt
durch die Sperre von Tomas Seyler und Andree Welge haben die beiden etwas an
Boden verloren. Die neue DDV-Nr. 2 ist somit jetzt Andy Kröckel, der nun zu
seinem Doppelpartner aufschließen konnte. Neu in den Top 10 ist Karsten
Wieggrebe aus Mülheim nach seinem starken zweiten Platz in Dortmund. Der
ebenfalls in Dortmund sehr stark spielende Michael Mieslinger konnte seine
Position auch verbessern.
Bei den Damen hat Heike Ernst ihre Spitzenposition halten können. Mit dem
zweiten Platz in Dortmund hatte sie ja ihre Turnierpause äußerst erfolgreich
unterbrochen. Neue Nr. 5 in Deutschland ist Nicole Männel, die sich somit kurz
vor Schluss noch das Ticket zum Spring Cup sichern konnte. Neu in den Top 10 ist
Ohliger.
Die Ranglisten der Jugend haben sich in Dortmund nicht wesentlich verändert, die
Top 5 sind gleich geblieben.
In der PDC gab es keinerlei Veränderungen in den Top 20 nach der Irish
Masters. Bei der WDF hat sich durch die Dortmund und Scottish Open einiges
verändert. Tony Eccles ist auf Platz 2 vorgerückt und verdrängt Martin Adams,
der mit einem Punkt Rückstand auf Platz 3 liegt. Den größten Sprung in der
Rangliste machte der Sieger aus Schottland Göran Klemme, der nun erstmals in den
Top 20 zu finden ist. Auch Michael van Gerwen steigt immer höher und könnte bald
der beste Holländer in der Rangliste sein.
Bei den Damen gab es keine großen Veränderungen, die Topspielerinnen haben
allesamt ihre Punkte behalten können.
23.02.2006
Das Teilnehmerfeld für die vom 6. bis 14. Mai stattfindende International
Darts League (IDL) ist nun komplett. Die PDC hat die Teilnehmer, die ihnen
zugesichert wurden, mittlerweile besetzt. Es werden die ersten 4 der PDC
Rangliste, Stand 03.01.06, antreten. Dies sein Colin Lloyd, Phil Taylor, Ronnie
Baxter und Roland Scholten. Es ist zu vermuten, dass die PDC bei der Nominierung
absichtlich an den Jahresanfang gegangen ist. Nach der aktuellen Rangliste hätte
Wayne Mardle eingeladen werden müssen. Da das Turnier aber im holländischen
Nijmegen stattfinden wird, wurde der Lokalmatador Roland Scholten wohl
vorgezogen. Ein weiterer PDC Spieler wurde ebenfalls eingeladen. Raymond van
Barneveld, der Sieger von 2003 und 2004, darf ebenfalls starten.
Für die Dartfans dürfte dies das erste Highlight des Jahres werden, endlich
treffen die besten Spieler beider Verbände in einem offiziellen Turnier
aufeinander. Da die 5 PDC Teilnehmer nicht gesetzt werden, darf man auf die
Auslosung gespannt sein.
Weitere Teilnehmer:
Über die Rangliste der IDL:
Mervyn King
Martin Adams
Niels de Ruiter
Tony Eccles
Paul Hanvidge
Gary Anderson
Mike Veitch
Simon Whitlock
Weitere Teilnehmer aus der WDF-Rangliste:
Martin Atkins
Shaun Greatbatch
John Walton
Vincent van der Voort
Paul Hogan
Brian Sörensen
Co Stompe
Tony O'Shea
Mareno Michels
Per Laursen
Gary Robson
Ted Hankey
Albertino Essers
Dick van Dijk
Darryl Fitton
und Wild Cards des Ausrichters:
Jelle Klassen
Michael van Gerwen
Andy Fordham
Jonny Nijs
21.02.2006
Die Fernsehberichterstattungen der WDF gehen in die nächste Phase. In Kürze
sollen schon die nächsten Berichte im Fernsehen gezeigt werden. Leider ist im
Moment nur eine Übertragung auf Eurosport 2 und British Eurosport geplant.
Eurosport wird von einigen Digital-Kabel Anbietern in Deutschland angeboten, ist
aber leider nicht frei empfangbar.
Geplant ist die Übertragung von 8 oder 9 Top Veranstaltungen in diesem Jahr.
Dabei sollen alle Spieler der Herren ab dem Viertelfinale und alle Spiele der
Damen ab dem Halbfinale live gezeigt werden. Ein großer Schritt für den
Dartsport der WDF, wollen wir hoffen, dass die Übertragungen dann auch mal auf
Eurosport 1 gezeigt werden.
Zumindest soll es aber in Kürze eine separate Webseite geben, auf der dann auch
Livestreams angeboten werden.
20.02.2006
(Quelle:www.planetdart.tv)
Bei den Irish Masters warf Colin Lloyd im Finale das perfekte Spiel. Für
die Nr. 1 war es der erste 9 Darter in einem Wettbewerb und der Weg dahin
war mehr als beeindruckend. Beim Stande von 4:3 im Finale gegen Dennis
Priestley warf Colin sieben perfekte Darts und scheiterte dann an der
Dreifach 15. Er gewann das Leg und ging mit 5:3 in Führung. Im nächsten Leg
spielte Colin erneut sieben perfekte Darts und wechselte dieses Mal auf die
Dreifach 19. Dieses Mal traf er das anvisierte Ziel und traf dann auch die
Doppel 12. Das war das 6:3 und somit auch der Finalsieg.
Mit dieser Leistung zeigte sich Colin bestens erholt von der glatten
Niederlage in der Premier League und hat allen Kritikern erst einmal gezeigt,
dass er nicht umsonst das Ranking anführt. Sein Halbfinale war ebenfalls als
eine sichere Angelegenheit, Colin Osborne war bei 1:5 ohne Chance. In den Runden
zuvor musste Colin bei den knappen 4:3 Erfolgen gegen Mark Walsh uns Chris Mason
schon mehr kämpfen.
Dennis Priestley kam durch Erfolge gegen James Wade (5:3) und Ronnie Baxter
(4:3) ins Finale und konnte erneut seine gute Form der letzten Wochen
bestätigen.
20.02.2006
Neben den Dortmund Open gab es mit den Scottish Open ein weiteres WDF Turnier
am Wochenende. 1264 Herren und 272 Damen sind die stolzen Meldezahlen aus dem
hohen Norden.
Bei den Herren gewann auch einer aus dem hohen Norden, es war aber ein Schwede.
Göran Klemme sicherte sich den Titel durch ein 3:1 gegen den Schotten Ross
Montgomery und spielte dabei einen Schnitt von 34,40. Im Halbfinale hatte Göran
mit Mark Balilli einen weiteren Schotten besiegen können. Er siegte dabei mit
3:2, wie schon in der Runde zuvor gegen Gary Anderson. Gary Anderson hatte im
Achtelfinale Martin Adams glatt schlagen können, der sich nicht lange über
seinen 3:2 Erfolg gegen Jelle Klassen freuen konnte.
Ross Montgomery kam über einen 3:2 Erfolg gegen Michael van Gerwen ins Finale.
Der junge Holländer zeigte einmal mehr, dass er bereit ist, die Nachfolge von
Barney in der WDF anzutreten.
Den Damentitel gewann die Russin Anastasia Dobromyslova gegen Hege Lokken aus
Norwegen. Im Halbfinale scheiterten Tricia Wright an Anastasia und Karin Krappen
an Hege
20.02.2006
Am Sonntag wurden in Dortmund die Doppel und Jugendwettbewerbe ausgetragen.
Bei den Damen gewannen Marene Czepeli und Bianka Strauch gegen Spörle/Hüppler.
Auch bei den Herren gab es ein rein deutsches Endspiel, es siegten Markus
Schulte und Marko Puls gegen Volker Backes und Thomas Kremer.
Die Jugendwettbewerbe waren hingegen fest in holländischer Hand. Bei den
Mädchen gewann Thea Kaaijk gegen Priscilla Groneveld und bei den Jungen Sven van
Dun gegen Walter de Kort.
Ich hatte die Möglichkeit, vor Ort einige Spieler der Jugendlichen zu
sehen. Es war beeindruckend, mit welch einer Ruhe und Abgeklärtheit hier
besonders die Jungen ein unglaubliches Spielniveau an den Tag gelegt haben.
Die Spiele des Achtel- und Viertelfinales, die ich verfolgen konnte,
brauchten sich keineswegs hinter den Senioren verstecken. Im Gegenteil,
viele Senioren wären froh, wenn sie so ein Niveau hätten. Da spielt ein
holländischer Jugendlicher (leider kenne ich seinen Namen nicht) mal eben
180 und 180 zu Beginn eines Legs. Der siebte Dart geht knapp unter die 60,
doch durch 25 und 60 legt er sich 36 Rest, die er mit der Doppel 9 zum 11
Darter checkt. Das alles wird von ihm und den anderen Jugendlichen nebst
Betreuern mal eben so hingenommen, als wenn das alles nichts besonderes
wäre. Ich war, glaube ich, der einzige, der hier geklatscht hat.
Ansonsten war Dortmund ein Turnier in ruhiger Atmosphäre mit einem
Spielort, der wesentlich mehr Platz bieten konnte als der im Vorjahr. Das
Rauchverbot in der Halle tat ein übriges, um das gute Klima zu halten.
Hier einmal die Spielpläne der letzten 64 bei den Herren und der letzten
32 bei den Damen.



19.02.2006
Beim WDF-Turnier in Dortmund haben Michael Rosenauer und Sandra Pollet die
Titel geholt.
In der Rubrik "ddz-news" sind die ersten Ergebnisse aus Dortmund
online.
17.02.2006
Gestern startete die PDC Premier League in die
zweite Saison. Erneut greifen 7 Spieler nach dem begehrten Titel. An zehn
Spieltagen werden nun die Halbfinalpaarungen ermittelt, an denen die vier
Erstplatzierten teilnehmen werden. An den ersten neun Spieltagen wird es jeweils vier
Paarungen geben, wobei ein Spieler immer zweimal antreten muss. Am ersten
Spieltag wird dies Phil Taylor sein. Am letzten Spieltag werden dann sechs
Paarungen ausgetragen, damit am Ende jeder Spieler zweimal gegen jeden
anderen Teilnehmer gespielt hat.
Der Austragungsmodus an den einzelnen Spieltagen hat
sich in dieser Saison geändert. Im letzten Jahr wurden generell bei jedem
Match 12 Legs gespielt, so waren auch Ergebnisse von 12:0 oder 11:1 möglich.
Da aber die Spiele ab den Erreichen des siebten Legs für einen Spieler
deutlich an Spannung verloren hatten, wurde dieses Modus geändert.
In diesem Jahr wird über die Distanz von 14 Legs gespielt, es ist also auch
ein 7:7 Unentschieden möglich. Gewinnt ein Spieler sein achtes Leg, dann ist
die Partie sofort beendet, es kann also jetzt maximal nur noch zu einem 8:0
kommen.
1. Spieltag, King George's Hall in Blackburn

(Quelle: www.planetdarts.tv)
Dieses Foto zeigt gleich das Motto der diesjährigen
Premier League, es ist die Barney und Power Show, wie man so treffend auf
einer Internetseite lesen konnte. Nach den Leistungen am ersten Tag, muss
schon eine Menge passieren, wenn es nicht auf ein Finale zwischen diesen
beiden Akteuren hinauslaufen sollte.
Wayne Mardle - Phil Taylor 6:8
So langsam scheint sich Wayne Mardle als einer der
weinigen Spieler zu entwickeln, der ernsthafte Chancen gegen Phil Taylor
hat. Nachdem beide schon ein dramatisches Halbfinale bei der WM gespielt
haben, kam es auch bei der Eröffnungspartie gleich zu einem spannenden
Duell.
Im dritten Leg schaffte Phil Taylor das erste Break der Partie und konnte
dann mit 3:1 in Führung gehen. Größer wurde der Vorsprung für den
Titelverteidiger aber nicht mehr, denn Wayne hielt dagegen. Beim Stande von
3:4 hatte er schon mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich, schaffte diesen
dann zum 5:5. Doch Phil Taylor schlug gleich zurück und holte sich sofort
mit dem letztendlich entscheidenden Break die Führung zurück. Zum 7:5
spielte Phil ein 130er Finish, gefolgt von einem 120er Finish von Wayne zum
7:6. Es ging also über die volle Distanz, doch gegen ein Phil Taylor, der
anfangen darf und dann auch noch ein 148er Finish zum Sieg checkt, ist nicht
viel zu holen. Insgesamt aber eine gute Partie von Wayne, der es den anderen
bei gleich bleibender Form noch schwer machen wird.
Peter Manley - Roland Scholten 4:8
Wie bereits im Vorjahr scheint Peter Manley den Start
in die Premier League zu verschlafen. Im letzten Jahr hat ihn auch nur ein
guter Schlussspurt ins Halbfinale gebracht. Auch Roland Scholten stand bei
der ersten Auflage im Halbfinale und man konnte auf ein gutes Spiel hoffen.
Doch die Leistungen von beiden Spielern waren nicht so wie erhofft und
Roland wird froh sein, die ersten Punkte unter Dach und Fach zu haben. In
dieser Form wird das für beide nicht viel geben.
Raymond van Barneveld - Ronnie Baxter 8:1
Erst zwei Tage in der PDC und schon wird die Nr. 3 der
Rangliste zerlegt. Ein deutlicher Erfolg von Barney, der mit einem Schnitt
von fast 100 seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance ließ. Erst im
sechsten Leg konnte Ronnie, der ebenfalls sein erstes Premier League Spiel
absolvierte, seinen ersten und einzigen Zähler verbuchen. da wurde es in der
Heimat von Ronnie Baxter schon etwas stiller im Publikum. Nach einem 13
Darter zum Beginn und schließendem 127er Finish zum 2:0 lief es für den
Holländer und er sicherte sich die ersten Punkte in beeindruckender Form.
Phil Taylor - Colin Lloyd 8:1
Nach dem Auftritt von Barney war Phil Taylor nun
gefordert. Bereits im letzten Jahr kam es am ersten Tag zu der Partie Taylor
gegen Lloyd und es wurde eine historische Partie. Denn das damalige 6:6 war
der bislang einzige Punktverlust von The Power in der Premier League.
Nach seinem spannenden Spiel gegen Wayne war Phil wohl nun so richtig warm
und in Spielen gegen Colin Lloyd zeigt er nun mal gerne seinen Status als
wahre Nr.1 der PDC. So war Colin dann in diesem Spiel chancenlos, gegen
einen Phil Taylor mit Average von 106 kann man nicht gewinnen und nur
versuchen, einigermaßen gut auszusehen. Phil Taylor ist nun der erste
Tabellenführer, profitiert dabei aber auch von den zwei Spielen, die er
heute austragen durfte. Nächste Woche kommt es in Sunderland zu folgenden
Partien:
Ronnie Baxter - Roland Scholten
Wayne Mardle - Raymond van Barneveld
Colin Lloyd - Peter Manley
Roland Scholten - Phil Taylor
Aktuelle Tabelle:

16.02.2006
Liebe Dartfreunde,
seit ein paar Tagen halten die Abonnenten der DDZ
die einhundertste Ausgabe - im goldenen Cover als „Golden Issue“ - in der
Hand.
10 Jahre lang hat der Herausgeber Volker Hatlauf treu
und brav über den Dartsport in Deutschland und aus aller Welt berichtet.
Kontinuierlich, ohne Pausen, ohne dabei reich zu werden. Manchmal haben
dunkelrote Zahlen einfach schon ausgereicht, weiter zu machen. Schwarze
Zahlen und ein dickes PLUS werden wohl weiterhin ein Traum vom Idealisten
Volker bleiben. 10 Jahre hat mein Vereinskamerad, Weggefährte und
Freund Volker Hatlauf dieses einzigartige Deutsche Dart Magazin erstellt,
mit informativen Texten und Bildern bestückt, heraus gegeben und auch jedes
Exemplar persönlich verschickt.
An dieser Stelle möchte ich ihm ganz herzlich für seine
unermüdliche Arbeit danken. Dank auch an seine Familie, die ihn sicherlich
öfters eher daheim, als bei einem Turnier in der Fremde gebraucht hätte.
Man wird nicht jünger, aber „Onkel Völli“ hat die besten
Jahre ja noch vor sich und somit wird die DDZ auch weiterhin 10 mal im Jahr ihre
Leser erfreuen.
Völli: DANKE, MACH WEITER SO !!!
Dietmar Ernst
Teammanager des DDV
PS vom Webmaster: Diesen Ausführungen kann ich mich nur im Namen der
deutschen Dartgemeinde anschließen.
16.02.2006
Seit gestern ist es amtlich, Raymond van Barneveld wechselt mit sofortiger
Wirkung zur PDC und startet gleich heute in der Premier League. Seinen ersten
Auftritt können wir gleich am Samstag ab 18:00 Uhr bewundern, wenn das DSF die
ersten Bilder von der Premier League sendet.

(Quelle:www.planetdarts.tv)
Hier noch einmal die Paarungen des heutigen Abends aus Blackburn:
Wayne Mardle - Phil Taylor
Peter Manley - Roland Scholten
Raymond van Barneveld - Ronnie Baxter
Phil Taylor - Colin Lloyd
16.02.2006
Als erste Reaktion auf den Wechsel von Raymond van Barneveld zur PDC hat die
WDF den Holländer sofort aus der Rangliste genommen. Bei dieser Gelegenheit hat
die WDF dann alle PDC Profis aus ihren Ranglisten genommen, unter anderen auch
Tomas Seyler.
Die aktuellen Ranglisten der WDF und der PDC sind im Ranglisten-Bereich zu
finden.
Bei der WDF ist Mervyn King an die Nr. 1 zurück gekehrt, gefolgt von Martin
Adams. Gary Anderson konnte sich durch die Punkte bei den Dutch Open auf den
vierten Platz vorspielen und profitiert jetzt als Erster vom Ausscheiden des
Holländers.
Bei den Damen bleibt Trina Gulliver weiterhin souverän vorne und konnte ihren
Vorsprung sogar noch etwas ausbauen. Karin Krappen teilt sich nun den zweiten
Platz mit Francisca Hoenselaar. Beide haben aber einen riesigen Rückstand auf
Trina.
In der PDC sind Sprünge in der Rangliste nicht oft an der Tagesordnung, da
die Punkte von fast drei Jahren mit in die Wertung fließen. Daher wird man
Barney auch nicht so schnell in den Top 20 der PDC finden werden. Roland
Scholten hat in den letzten Wochen, nachdem er schon einmal geteilter Dritter
war, ein bisschen an Boden verloren und ist nun auf Platz 6. Die Gewinner der
letzten Zeit sind Mark Dudbridge und Dennis Priestley, die sich kontinuierlich
nach oben arbeiten. Verlierer der Woche ist allerdings Kevin Painter, der als
Nr. 7 der Rangliste erneut nicht an der Premier League teilnehmen kann. Im
letzten Jahr fehlte er als sicherer Teilnehmer wegen einer Verletzung, in diesem
Jahr wird ihm die "Dutch Legend" vorgezogen.
13.02.2006
Sky Sports verbreitet auf seiner Homepage die Nachricht, dass Raymond van
Barneveld der siebte Spieler der diesjährigen PDC Premier League wird.
Sky
Sports überträgt diesen Wettbewerb in England und bemerkt aber, dass diese
Meldung noch von der PDC bestätigt werden muss.
13.02.2006 Fünfter Spieltag in der Bundesliga und somit Start der Rückrunde.
Im
Norden kam es in Bremen gleich zum Spitzenspiel zwischen dem Gastgeber
Vegesack und dem 1. DSC Bochum. Dieses Spiel ging unerwartet hoch mit 10:2
an die Gäste. Bochum bleibt somit Tabellenführer und hat jetzt 2 Punkte
Vorsprung vor Vegesack, die ihre erste Saisonniederlage hinnehmen mussten.
Bereits nach den Einzeln war die Partie entschieden, lediglich Andree Welge
konnte für Bremen punkten.
Die Strangers hatten keinen leichten Einstand in die Rückrunde und mussten
gegen beide Teams eine 4:8 Niederlage einstecken.
In Helmstedt sollte es der große Tag für den 1. DC Mülheim werden. Nach
Erfolgen gegen die Vikings und gegen die Gastgeber steht man nun auf dem
dritten Platz und man kann sich bei drei Punkten Rückstand noch Hoffnungen
auf eine Endrundenteilnahme machen. Das wird am nächsten Spieltag in Mülheim
bestimmt eine spannende Partie gegen Vegesack werden. Die Vikings können nun
bei 5 Punkten Rückstand die Planungen für eine eigene Teilnahme an der
Endrunde am Heimatspielort einstellen.
Die Berliner vom FTT hatten zu Hause die große Chance, gegen einen
Abstiegskonkurrenten zu punkten. Doch gegen Hildesheim gab es wie gegen die
Hamburger eine Niederlage. Somit beträgt der Abstand zum rettenden Ufer bereits
drei Punkte. Die Checkers können nach den beiden Erfolgen so langsam für eine
weitere Saison in der Bundesliga planen.
Im Süden musste erstmals ein Spieltag verschoben werden. Wegen der starken
Schneefälle in Bayern wurde der Spieltag in Vilsbiburg abgesagt und auf den
25.02.06 verschoben. Angesichts der Bilder aus Bayern eine vollkommen richtige
und vernünftige Entscheidung.
Wie im Norden kam es auch im Süden gleich zum Spitzenspiel und hier gab es
einen Wechsel der Tabellenführung. Walldorf nutzte den Heimvorteil und gewann
gegen die DIG mit 8:4 und ist der Endrundenteilnahme ein gutes Stück näher
gekommen. Im zweiten Spiel gegen Kastellaun musste Neu-Isenburg dann in den
letzten beiden Doppeln noch einmal alles geben, um aus dem 5:5 noch einen Sieg
zu machen. Auf Kastellauner Seite konnten Patrick Esper und Rudi Knoch mit
jeweils sieben Bestleistungen in beiden Spielen überzeugen.
In Neunkirchen konnte der Gastgeber beim 9:3 über Gießen endlich seinen
ersten Sieg in der Bundesliga feiern. Bei nur noch drei Punkten Rückstand ist
die Hoffnung zurück gekehrt. Bamberg konnte sich durch die beiden Erfolge ins
gesicherte Mittelfeld absetzen.
Die kompletten Ergebnisse, Statistiken und Tabellen sind im
Bundesliga-Bereich zu finden.
13.02.2006
Bei der PDC stand an diesem Wochenende das South-West
Regional Final für die Budweiser UK Open auf dem Programm. Am Samstag wurde die
Vorrunde an zwei Orten gespielt. In "The Merlin" konnte man eine wichtige
Feststellung machen, über eine kurze Distanz von Best of 9 Legs ist Phil Taylor
durchaus schlagbar. Phil Taylor verlor in der Runde der letzten 16 mit 4:5 gegen
einen zur Zeit stark spielenden Dennis Pristley. Phil war aber in guter
Gesellschaft, denn auch Roland Scholten (4:5 gegen Terry Jenkins), Wayne Mardle
(3:5 gegen Keith Deller) und Alan Warriner-Little (0:5 gegen Andy Jenkins)
schieden in dieser Runde aus.
Vier Spieler konnten sich dann in der nächsten Runde für das Finale am Sonntag
qualifizieren. In spannenden Spielen gewannen Andy Jenkins (5:3 gegen Terry
Jenkins), James Wade (5:3 gegen Tom Kirby), Ronnie Baxter (5:4 gegen Peter
Manley) und Dennis Priestley (5:4 gegen Keith Deller).
In "The Woodlands Edge" erging es der Nr.1 Colin Lloyd
nicht anders als Phil Taylor, auch er schaffte nicht den Sprung in die Endrunde.
Im letzten Spiel verlor er gegen den bei uns unbekannten Darren Latham mit 5:2,
Darren hatte bereits in der Runde zuvor John Part mit 5:4 bezwungen und sich
seine Endrundenteilnahme redlich verdient. Ihm folgten Adrian Lewis (5:4 gegen
Steve Maish), Robbie Widdows (5:1 gegen Barrie Bates) und Mark Dudbridge (5:2
gegen Alan Tabern).
Das erste Spiel am Sonntag bestritten Adrian Lewis und
Darren Latham. Darren konnte nicht an die Leistung des Vortages anknüpfen und
"The Jackpot" kam mit einem 5:1 sicher ins Halbfinale. Sein Gegner wurde in der
nächsten Partie ermittelt, die Dennis ebenfalls sicher mit 5:1 gegen die
schwarze Witwe Robbie Widdows gewinnen konnte.
Ronnie Baxter lag in seiner Partie gegen Andy Jenkins
mit 1:2 zurück, konnte aber durch vier Legs in Folge den Einzug ins Halbfinale
sichern. The Flash musste hingegen mehr kämpfen, um gegen James Wade zu
gewinnen. James führte bereits mit 4:2, ehe Mark Dudbridge einen Gang zulegen
und das Spiel noch drehen konnte.
Im ersten Halbfinale wurden die Hoffnungen von Adrian
Lewis auf einen weiteren Gewinn eines Regional Final zerstört. Nach dem Erfolg
in Schottland im November reichte es jetzt "nur" zum dritten Platz. Gegen Dennis
Priestley war nichts zu gewinnen, zu sicher war The Menace bei seinem 3:1, 3:2
Erfolg.
Es folgte ein hochklassiges Spiel zwischen Ronnie Baxter und Mark Dudbridge, bei
dem fast alle möglichen Legs ausgespielt wurden. Mit 3:1, 2:3, 3:2 gewann Mark
dieses Spiel. Im letzten Leg warf er seine zehnte 180 in diesem Match und
spielte einen 11 Darter zum Sieg.
Im Finale hatte Dennis Priestley dann leichte Probleme
mit den Doppeln und das Spiel war schnell entschieden. Obwohl Dennis jeweils das
erste Leg gewinnen konnte, verlor er die Sätze mit 1:3 und 1:3.
Mark Dudbridge konnte seinen ersten großen Erfolg seit langer Zeit feiern und
kann sich jetzt sogar wieder Hoffnungen auf einen Start in der Premier League
machen. Zumindest ist er um 4000 Pfund und 20 Ranglistenpunkte reicher.
Unsere deutschen Teilnehmer waren nicht am Start, da
Andree und Shorty Bundesliga gespielt haben. Die in der Vorwoche in Holland
ebenfalls disqualifizierten Eric Clarys und Jan van der Rassel kamen in The
Merlin nicht über die Runde der letzten 64 hinaus.
09.02.2006
Liebe Darter/innen,
Leider können auf Grund des WDF Regelwerkes keine pdpa-Spieler/innen, die an einem "World, International or
National titled event" der PDC teilgenommen haben, bei unseren WDF-Turnieren starten.
Der DDV sah sich wegen der Ereignisse bei den Dutch-Open dazu veranlasst, den Veranstalter auf die Einhaltung
des Regelwerkes hin zu weisen und die betroffenen PDC-Spieler zu informieren, das sie, solange keine andere
Entscheidung von der WDF gefällt wird, nicht an deutschen Weltranglistenturnieren teilnehmen dürfen. Leider
musste der DDV sich so verhalten um finanziellen Schaden für den Veranstalter zu vermeiden.
Peter Sossong
DDV-Vizepräsident
06.02.2006
Die Dutch Open sind beendet worden und ich möchte an dieser Stelle nur aus
Chronistenpflicht die Ergebnisse veröffentlichen.
Raymond van Barneveld - Gary Anderson 3:2
Anne Kirk - Trina Gulliver 3:2
Mervyn King/Martin Adams - Rick Hofstra/Tony West 2:0
Sari Nikula/Marika Juhola - Irina Armstrong/Marie-Therese v. Welt 2:0
Kommentar des Webmasters:
(dies ist ein persönlicher Kommentar des Webmasters und keine offizielle
Stellungnahme des DDV)
Leider liegt ein Schatten über der diesjährigen Veranstaltung. Im Laufe des
dritten Tages sollte die WDF-Nr. 1 Mervyn King gegen Tomas Seyler antreten.
Mervyn King war nicht bereit, dieses Match zu bestreiten, da seiner Ansicht nach
PDC-Spieler nicht an diesem Turnier hätten teilnehmen dürfen.
Es endete darin, dass der Niederländische Dartverband nicht nur Tomas Seyler,
sondern alle bei diesem Turnier gemeldeten PDC-Spieler sofort disqualifiziert
hat. Somit wurde auch Jan van der Rassel, der sich bereits am Tag zuvor für das
Viertelfinale qualifiziert hatte, nachträglich disqualifiziert und Vincent van
der Voort kam kampflos ins Halbfinale.
Es wurde bei den Dutch Open eine große Chance für den Dartsport vergeben oder
zumindest weit nach hinten geworfen. In den letzten Wochen und Monaten haben
sich die beiden großen Verbände WDF/BDO und PDC, ob gewollt oder ungewollt,
angenähert.
Ende des letzten Jahres haben WDF-Spieler bei einem pdpa Turnier in Holland
teilnehmen dürfen. Jüngst hat die WDF zwei ihrer Major-Turniere in Holland
ebenfalls für PDC-Profis geöffnet. In Siegerlisten von
WDF-Weltranglistenturnieren ließt man immer wieder die Namen von PDC-Profis. Vor
einer Woche wurden auf der WDF-Homepage die Ergebnisse der Las Vegas Open
veröffentlicht. Auf Platz 9 wird der PDC-Profi Ray Carver geführt. Er hat seine
WDF-Punkte bekommen und steht in der offiziellen WDF-Rangliste. Der Sieger des
German Gold Cups Eric Clarys wurde ebenfalls auf der WDF-Homepage genannt und
steht in der Rangliste. In dieser Rangliste findet man diverse PDC-Profis wie
Peter Manley oder Andy Smith. Viele Darter haben die Zeichen der letzten Zeit
als ein Weg in die richtige Richtung gewertet.
Von "oben" scheint es auch keine Einwände gegen den Einsatz der Spieler zu
geben, ansonsten würden sie nicht in Siegerlisten geführt, mit Ranglistenpunkten
bedacht und in Ranglisten geführt werden. Warum man sich jetzt bei den Dutch
Open dem Druck von Mervyn King gebeugt hat, ist aus sportlicher Sicht nicht
nachvollziehbar. Mervyn King hat als WDF-Nr.1 auf jeden Fall ein sportliches
Eigentor geschossen, indem er öffentlich gegen die Nr. 170 der PDC gekniffen
hat. Welches Zeichen wollte er als Aushängeschild der WDF damit den Dartern
zeigen?
Hinzu kommt der Zeitpunkt für seinen Protest. Am ersten Tag, als sich Mervyn
noch mit seinem Doppelpartner für das Finale qualifiziert hat, war noch alles in
Ordnung. Auch am zweiten Tag, als sich Jan van der Rassel für den Sonntag
qualifiziert hat, wurde nichts unternommen. Erst am dritten Tag, als ein PDC'ler
seinen Weg gekreuzt hat, wurde das Regelbuch gezogen.
Man könnte fast vermuten, dass Mervyn King seine Felle nach der letzten Lakeside
davon schwimmen sieht. Dort wurde er schon von einem jungen Newcomer aus dem
Wettbewerb, den er so gerne einmal gewinnen möchte, geschossen und nun werden
ihm auch noch bei zwei weiteren Großveranstaltungen PDC-Profis vor die Nase
gesetzt. Und er kann sich ausrechnen, wie seine Siegchancen sind, wenn dann Phil
Taylor für die PDC auflaufen sollte. Es sieht hier nach den letzten
verzweifelten Versuchen eines Profis aus, seinen Besitzstand zu wahren.
Groß wird ein Sportler nur dann, wenn er sich gegen alle anderen Großen
seiner Zeit durchgesetzt hat. Ein Colin Lloyd wird auch erst dann als PDC Nr. 1
anerkannt sein, wenn er Phil Taylor auf einer großen Bühne bezwungen hat. Mervyn
King hat sich schon vorab aus diesem Rennen verabschiedet. Mit so einem
Verhalten wird man nie ein "Großer" und als König anerkannt.
03.02.2006
Die Dutch Open wurden gestern mit dem Doppelwettbewerb eröffnet.
Erstaunliche 2744 Spieler gingen an den Start. Der Doppelwettbewerb wurde
bis zum Finale gespielt, das erst am Sonntag ausgetragen wird.
Bei den
Herren gab es ja im letzten Jahr einen deutschen Erfolg im Doppel zu
vermelden, doch dieses Jahr lief es für die heimischen Cracks nicht
besonders gut. Lediglich Jyhan Artut und Johann Honner konnten sich unter
die letzten 32 spielen und belegten nach einer 0:2 Niederlage gegen Gary
Anderson und Gary Robson den 17. Platz. In der nächsten Runde hätten die beiden dann gegen Raymond van Barneveld
und Vincent van der Voort spielen können. Doch auch die beiden Holländer
konnten die beiden Gary's nicht stoppen und unterlagen mit 1:2. Auch das
nächste Spiel gewann das Doppel gegen Mareno Michels und Robin Ferdinandus.
Im Halbfinale kam es dann zum Spiel gegen die an 1 gesetzten Mervyn King und
Martin Adams, die das Spiel auch knapp mit 3:2 für sich entscheiden konnte
und somit als Topgesetztes Paar im Finale stehen.
Dort spielen die beiden Engländer dann am Sonntag gegen den Holländer Rick
Hofstra mit seinem englischen Doppelpartner Tony West. Die beiden hatten
sich durch Erfolge gegen Niels de Ruiter/Dick Koster (3:1) und Arjan Moen/Bert
Veltman (3:0) ins Finale spielen können.
Bei den Damen gab es unter den letzten 16 keine deutschen Spielerinnen. Die
Überraschung war sicherlich das Ausscheiden von Trina Gulliver und Francis
Hoenselaar im Viertelfinale gegen Jan Robbins und Dee Bateman. Groß freuen
konnten sich beide nicht über ihren knappen 3:2 Erfolg gegen das an 1 gesetzte
Doppel, denn im Halbfinale verloren sie mit dem gleichen Ergebnis gegen das
Finnische Doppel Sari Nikula und Marika Juhola. Die beiden treffen dort auf das
Überraschungsdoppel des Wettbewerbs Irina Armstrong (Rus) und Marie-Therese v.
Welt (Ned), die nach Erfolgen gegen Kerstin de Vries/Carla Essers (3:0) und Ana.
Dobromyslova/Inita Bite (3.2) das Finale erreichen konnten.
Heute und morgen geht es im Einzelwettbewerb weiter.
01.02.2006
Die aktuellen Ranglisten des DDV, der WDF und der PDC sind online und können
in der Rubrik "Ranglisten" eingesehen werden.
In den DDV-Ranglisten gab es
leichte Bewegungen. Neue Nr. 1 bei den Herren ist Colin Rice, der Tomas
Seyler ablösen konnte. Dahinter gab es kaum Änderungen, Jörg Goga ist zurück
in den Top 10 und der Vilsbiburger Michael Mieslinger konnte erstmals den
Sprung schaffen. Bei den Damen bleibt es "noch" bei gewohnten Bild. Zur Zeit führt immer
noch die zurückgetretene Heike Ernst die Rangliste vor Bianka Strauch an.
Danach hat sich Sabrina Spörle durch das gute Doppelergebnis in Bremen den
alleinigen 3. Platz gesichert. Erstmals in die Top 10 konnte sich Monique
Leßmeister aus Kaiserslautern spielen.
Bei den Jungen bleibt Kevin Münch deutlich vorne. Nach einer Pause bei den
letzten beiden Jugendturnieren konnte er in Bremen gut punkten. Danach gibt es
im Moment einen Dreikampf um Platz 2, nachdem Björn-Lars Schnelle viele Punkte
aufholen konnte.
Die neue Mädchen-Nr.1 ist Benita Göbel aus Essen, die den Platz mit Kerstin
Lederbogen getauscht hat. Dnach folgt die ehemalige Nr. 1 Jenny Lieverkus, die
aber bereits 15 Punkte Rückstand auf Kerstin hat.
In den WDF-Ranglisten gab es keine großen Veränderungen, denn lediglich der
German Gold Cup wurde aktualisiert. Bei den Herren konnten sich Michael van
Gerwen und Tony Martin ein paar Punkte sichern. Colin Rice steht als bester
DDV-Darter auf dem 22. Platz und steht kurz vor dem Sprung in die Top 20. Tomas
Seyler hat viele Punkte in Bremen verloren und ist knapp 50 Plätze nach hinten
gerutscht.
Sandra Pollet konnte sich durch den Erfolg beim GGC auf den fünften Platz
vorspielen. Heile Ernst verlor fünf Plätze und rangiert nun auf 17.
Die Rangliste der PDC wurde auch nur minimal verändert, hier konnte sich
Dennis Priestley durch seinen Erfolg auf Gibraltar etwas verbessern.
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