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DDV - Deutscher Dart-Verband e.V. 

 

   

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Bundesliga Süd|Archiv
Archiv der Bundesliga (seit 2004) und der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (1984-2003)

Ehrentafel

(durch anklicken der Jahreszahl gelangt Ihr zu den einzelnen Veranstaltungen)

Jahr Deutscher Meister Deutscher Vizemeister Ergebnis
1984 Jolly DT Berlin keine Angaben
1985 Broadway Bremen Cottage Frankfurt
1986 Post SV Hannover Hansa Eck Köln
1987 Post SV Hannover Cottage Frankfurt
1988 Post SV Hannover Irish Folk Pub München
1989 1. Kölner Dartverein DC Herzogenaurach
1990 1. Kölner Dartverein Krone Hattersheim
1991 DC Seligenstadt 1. DC Mülheim/Ruhr 7:6
1992 DSC Essen Irish Folk Pub München 7:1
1993 1. DC Mülheim/Ruhr DC Seligenstadt 7:2
1994 1. DC Mülheim/Ruhr Flintstones Dietzenbach 7:2
1995 1. DC Mülheim/Ruhr 1. DSC Bochum 7:5
1996 1. DC Mülheim/Ruhr 41er Dartbabies Berlin 7:0
1997 Irish Folk Pub München DSC Recklinghausen 7:5
1998 1. DC Mülheim/Ruhr DSC Recklinghausen 7:6
1999 1. DC Mülheim/Ruhr Dart-Team Warnecke 7:3
2000 1. DSC Bochum DC Vegesack Bremen 7:5
2001 DIG Neu-Isenburg DC Vegesack Bremen 7:5
2002 1. DC Wuppertal Dart's Pub Walldorf 7:1
2003 1. DSC Bochum DC Vegesack Bremen 7:2
2004 DIG Neu-Isenburg Taraxacuma Huttenheim 7:6
2005 1. DSC Bochum DC Vegesack Bremen 7:5
2006 DC Vegesack Bremen 1. DSC Bochum 7:6
2007 1. DSC Bochum DIG Neu-Isenburg 7:3
2008 Vikings DC Berlin DIG Neu-Isenburg 7:5

2006:

 

2005:

Dramatische Bundesliga-Endrunde in Hanau mit Titelgewinn des 1. DSC Bochum

Als am 3. Juli 2005 die Halbfinals und das Finale der Bundesliga-Endrunde in der Hanauer Lindenauhalle anstanden, war diese gut gefüllt und die Stimmung ganz ausgezeichnet. Alle Teams hatten zahlreiche Fans mitgebracht und auch einige neutrale Zuschauer waren vor Ort. Auch was die Dramatik angeht, ließ diese Endrunde nichts vermissen. So war es in beiden Halbfinals unglaublich knapp, bevor sich Taraxacuma Huttenheim und der Dartspub Walldorf mit den Plätzen 3 bzw. 4 begnügen mussten. Das Finale gewann der 1. DSC Bochum gegen den DC Vegesack Bremen und ist damit Nachfolger des Vorjahressiegers DIG Neu-Isenburg. - Bereits einen Tag vorher fanden am gleichen Ort auch die Aufstiegsrunden zu den beiden Bundesligagruppen statt, von denen an Ende dieses Textes berichtet wird. Die Thorny Roses Hildesheim und die Checkers Hamburg stiegen in die Nordgruppe auf, Cartoon Gießen und die Bandits Hunsrück komplettieren die Südgruppe der Dart-Bundesliga.

Nordmeister 1. DSC Bochum ist nun auch neuer Meister der Dart-Bundesliga

Bochum gewinnt Halbfinalkrimi gegen Walldorf im Teamgame

Als es am Samstagmorgen um 10.00 Uhr mit der Endrunde losgehen sollte, lag viel Spannung in der Luft. Im Halbfinale zwischen dem Vorjahres Dritten 1. DSC Bochum und dem Süd-Zweiten Dartspub Walldorf begann Bochums Volker Backes unheimlich stark gegen den BWDV-Präsidenten Alexander Albert und konnte mit 3:0 gewinnen. Am Nachbarboard - die Einzel wurden parallel an 2 Boards gespielt - legte unterdessen Walldorfs Top-Mann Mensur Suljovic gegen Haci Halim Senses einen 3:0 Sieg zum Ausgleich hin.
Colin Rice auf Bochumer Seite hatte es im 3. Einzel mit Marco Puls zu tun. Am Ende war es Colin, der mit 3:1 als Sieger aus dieser Partie hervorging. Auf dem Nachbarboard hatte Rainer Besrutsch für Walldorf gegen Joachim Paul gespielt, und er gewann die nervös geführte Partie mit 3:0 zum erneuten Walldorfer Ausgleich.
Konstant stark zeigte sich Bochums Thomas Kreutzer im 5. Einzel gegen Sven-Oliver Beute. In einem beidseitig guten Match behielt Thomas mit 3:0 die Oberhand und Bochum ging mit 3:2 in Führung. Dart-Legende Frank Mast konnte dann mit einem 3:0 gegen Christian Krüger ausgleichen.
Zwischen Andreas Kröckel und der Walldorfer Ex-Jugend-Nr. 1 Michael Stübs kam es zu einem Nervenspiel. Letztendlich hatte Andy das nötige Quäntchen Glück und brachte Bochum mit seinem 3:1 zum 4. Mal in Führung. Doch erneut konnten die Walldorfer ausgleichen. Chris Kotal gewann ein hochklassiges Match mit 3:1 gegen Stephan Schneider.
Bochum war mit 6 Punkten Vorsprung Nordmeister geworden und ist das einzige ungeschlagene Bundesligateam dieser Saison. Als aber nun Rice/Senses das erste Doppel gegen Puls/Stübs mit 0-3 verloren wurde es erstmals in dieser Spielzeit brenzlig für die Ruhrpottler - man lag 4-5 hinten.
Die Doppel wurden nur an einem Board gespielt, was sich für die Stimmung als sehr zuträglich erwies. Als dann Backes/Kröckel auch das 2. Doppel gegen Kotal/Mast mit 1:3 verloren, lag Walldorf mit 6-4 vorn und die Siegerstraße schien in den Süden zu führen.
Kreutzer/Schneider waren nun für Bochum im 3. Doppel an der Reihe, und die standen Besrutsch/Suljovic gegenüber. Die Bochumer konnten mit ihrem 3:1 Sieg auf 5:6 verkürzen, die Chance ein Teamgame zu erreichen blieb gewahrt.
Für das vierte Doppel hatte Bochum mit Michael Nölle und Dieter Sentrup zwei Spieler eingewechselt, die kein Einzel gespielt hatten. Auch bei Walldorf kam neben Sven-Oliver Beute mit Oliver Spenrath ein neuer Spieler ins Match.
Es sah absolut hoffnungslos aus für Bochum: Man geriet 0:2 in Rückstand, und Walldorf brauchte nur noch ein einziges Leg zum Sieg. Doch der Dart wollte nun absolut nicht mehr ins Doppel! Bochum glich zum 2:2 aus. Es war dann Dieter Sentrup, dem dann der kaum noch für mögliche gehaltene Check zum 3:2 und damit zum sicher glücklichen 6-6 Ausgleich gelang.
Für Walldorf war es hart nach einen schon fast sicher geglaubten Sieg noch ins Teamgame zu müssen. Doch man zeigte Klasse, ließ Bochum im 1. Leg deutlich hinter sich und checkte zum 1:0. Das 2. Leg gewannen dann die Bochumer und das allerletzte Leg musste die Entscheidung bringen. Es war ein enges Ding - und es war schließlich Colin Rice, der mit einem 76er-Finish zum Bochumer Sieg checkte. Bochum stand im Finale - und das nach einem Spiel, dass ganz bestimmt keinen Verlierer verdient hatte!

Der Dartspub Walldorf hatte besonders im Halbfinale viel Pech und wurde Vierter

Vegesack erspielt sich knappen Halbfinalsieg gegen Huttenheim

Im anderen Halbfinale standen sich der Vizemeister des Vorjahres Taraxacuma Huttenheim und der Nord-Zweite Vegesack Bremen gegenüber. Michael Gutting brachte die Huttenheimer mit einem 3:1 gegen Klaus Wagner in Führung. BWDV-Landesspielleiter Jochen Becker musste sich im 2. Einzel nur knapp mit 2:3 gegen Bremens Bernd Buchal geschlagen geben.
Doch dann trat Thilo Albruschat ans Board und der hat eine ausnehmend starke Bundesligasaison hinter sich. Das wies er auch mit seinem 3:2 gegen Bremens DDV-Nr. 2 Andree Welge nach. Im 4. Einzel war es genau umgekehrt: Mecki Klönhammer gewann seinerseits 3:2 gegen Huttenheims Damir Vuckovac, womit es 2-2 stand.
Es sollte in diesem gesamten so umkämpften Halbfinale kein einziges 3:0 geben! Armin Gast holte mit seinem 3:1 gegen Christian Bober die Führung im 5. Einzel erneut in den Süden - und dann geschah was aus Bremer Sicht nicht geschehen durfte; DDV-Nr. 1 Tomas Seyler unterlag mit 2:3 gegen Michael Mehrer! Die Top-Leute Welge und Seyler hatten verloren und man lag 2-4 hinten ... würde Bremen das wegstecken können?
Jetzt trat für Huttenheim auch noch Nationalspieler Marcus Schulte ans Oche. Der ging auch gleich mit 2:0 gegen Widereinsteiger Mex Meyer-Schlüter in Führung, und das letzte Vaterunser schien für Bremen gebetet. Doch Mex schaffte das Unmögliche. Er drehte das 7. Einzel noch zum 3:2 für Bremen um. Kevin Antz hatte im letzten Einzel gegen Andreas Klittmann die schwere Aufgabe die nun neu beseelten Bremer in Rückstand zu halten. Es klappte nicht, der Bremer siegte mit 3:1, womit es zur Pause 4-4 stand
Gutting/Schulte gelang dann im ersten Doppel ein 3:1 gegen Seyler/Meyer-Schlüter zum 5-4 für Huttenheim - und zwei der stärksten Bremer hatten schon gespielt! Die Bremer sahen das wohl anders und Bober/Welge glichen mit einem 3:1 gegen Albruschat/Mehrer zum 5-5 aus.
Die letzten beiden Doppel standen dann jeweils auf Messers Schneide und gingen beide über die vollen 5 Legs. Zunächst gewannen die Bremer Andreas Klittmann und Klaus Wagner hauchdünn mit 3:2 gegen Johann Hotel und Davor Vuckovac und brachten Bremen erstmals in diesem Match in Führung.
Dann waren Bernd Buchal und Mecki Klönhammer gegen Huttenheims Armin Gast und Damir Vuckovac an der Reihe. Die Spannung war allgegenwärtig - besonders als es 2:2 stand. Das nächste Leg musste den Sieg für Bremen oder das Teamgame bringen. Alle 4 Spieler bekamen die Chance Darts am Doppel vorbei zu werfen! Es war dann schließlich Mecki, der zeigte wo der (Klön-)Hammer hängt! Der Bremer versenkte den herbeigesehnten Matchdart zum 7-5 Sieg der Bremer, die damit im Finale standen.

Nach knapper Halbfinalniederlage gewann Taraxacuma Huttenheim das Spiel um Platz 3

Huttenheim nach Süd-Derby gegen Walldorf auf Platz 3

Bevor es jedoch zum Finale kam, wurde zunächst einmal um Platz 3 und 4 gespielt. Das eigentlich recht ungeliebte Platzierungsspiel gewann an Interesse, weil hier mit dem Dartspub Walldorf und Taraxacuma Huttenheim so etwas wie Lokalrivalen aufeinander trafen. Gespielt wurde das Süd-Derby allerdings nicht mehr an 2 sondern nun an 4 Boards um die Spieldauer ein wenig zu verkürzen.
Michael Gutting gewann überraschend klar mit 3:0 gegen Mensur Suljovic, und Marcus Schulte brachte Huttenheim durch sein 3:0 gegen Hans Pfaff den zweiten Punkt. An den anderen 2 Boards hatte aber Walldorf die besseren Karten. Marko Puls gewann 3:0 gegen Damir Vuckovac und Frank Mast siegte mit 3:1 gegen Johan Hotel.
Beim Stand von 2-2 traten dann die jeweils 4 anderen Einzelspieler ans Oche. Walldorfs Chris Kotal setzte sich dabei mit 3:2 gegen Michael Mehrer durch. Huttenheims Davor Vuckovac siegte zeitgleich mit 3:1 gegen Rainer Besrutsch. Die übrigen zwei Einzel gingen beide mit 3:0 für Walldorf aus, wobei Sven-Oliver Beute gegen Jochen Becker siegte und Michael Stübs gegen Thilo Albruschat gewann. Walldorf ging also mit einer 5-3 Führung in die Doppel.
Doch im Doppel war dann Huttenheim in den entscheidenden Momenten vorn. Ohne Mensur Suljovic gab Walldorf die ersten 3 Doppel jeweils knapp mit 2:3 ab: Kotal/Mast unterlagen gegen Gutting/Schulte, Puls/Stübs verloren gegen Hotel/Dav.Vuckovac und Beute/Spenrath mussten sich gegen Antz/Becker geschlagen geben.
Beim Stand von nun 6-5 für Huttenheim gewann dann Damir Vuckovac mit Michael Mehrer auch noch das vierte Doppel mit 3:1 gegen Hans Pfaff und Rainer Besrutsch, und hatte damit den Stand nach den Einzeln umgedreht. Mit diesem 7-5 Erfolg belegte Huttenheim Platz 3 vor dem Dartspub Walldorf als Bundesliga-Viertem der Saison 2004/2005.

Colin Rice hat gerade im letzten Doppel des Finales den Matchdart gesetzt

Bochum holt den Titel zum 3. Mal im Finale gegen Vegesack

Am Nachmittag war es dann soweit: Der 1. DSC Bochum traf im Finale um den Titel in der Dart-Bundesliga 2004/2005 auf den DC Vegesack Bremen. Bereits zum 3. Mal gab es dieses Endspiel und beide bisherigen Male konnte Bochum den Titel holen (die ersten beiden Male bei der Mannschafts-DM).
Gleich im ersten Bühnenmatch, gecallt von Martin Bächler, gab es eine Überraschung: Volker Backes musste sich gegen sehr stark spielenden Klaus Wagner mit 2:3 geschlagen geben. Als dann im zweiten Einzel Bernd Buchal die Bremer mit einem 3:1 gegen Haci Halim Senses sogar mit 2-0 in Führung brachte, sah es gut aus für die Hansestädter.
Doch dann gelang Colin Rice ein glattes 3:0 für Bochum gegen Michael Klönhammer. Der ruhende Pol im Bochumer Team, Thomas Kreutzer, geriet in Einzel Nr. 4 zwar gegen Andree Welge mit 1:2 in Rückstand, doch er drehte das Match noch zum 3:2 für sich herum, womit die Partie 2-2 stand.
Joker Dieter Sentrup, dessen Check zum 6-6 Bochum im Halbfinale im Wettbewerb gehalten hatte, begann gegen Christian Bober stark und gewann das Match auch wenn später einige Doppel verfehlt wurden mit 3:0. Damit ging Bochum erstmals in diesem Endspiel in Führung.
Diese konnte DDV-Nr. 1 Tomas Seyler dann mit einem 3:1 gegen Christian Krüger ausgleichen. In diesem besten Einzel des Endspiels war Chris mit einem 18-Darter in Führung gegangen und Tomas hatte das Spiel mit 16, 16 und 13 Darts gedreht. Tomas spielte dabei mit 31.78 den klar besten Einzelaverage, Verlierer Chris mit 26.87 den zweitbesten!
Andy Kröckel brachte Bochum dann mit einem 3:2 gegen Ulrich Meyer-Schlüter erneut in Führung, die Stephan Schneider dann mit einem glatten 3:0 gegen Andreas Klittmann zur 5-3 Pausenführung erhöhte.
Nach 0:1 Rückstand im ersten Doppel gegen Seyler/Meyer-Schlüter siegten Kreutzer/Schneider mit 3:1 und Bochum zog auf 6-3 davon. Buchal/Klönhammer hatten dann im 2. Doppel jeweils etwas früher Darts auf Check und nutzten diese konsequent zum 3:0 Sieg, womit Bremen auf 4-6 herankam.
Ein weiteres 3:0 von Bober/Welge gegen Backes/Senses brachte Bremen sogar auf 5-6 heran. In diesem Match wurden die beiden höchsten Averages im Doppel erreicht. Die Bremer Sieger spielten 23.86, die Bochumer Verlierer immerhin noch 23.48.
Manchem Bochumer Fan begannen nun langsam die Beine zu zittern. Nicht so jedoch Andy Kröckel und Colin Rice im letzten Doppel. Die beiden Bochumer Routiniers gewannen Leg 1 gegen Andreas Klittmann und Klaus Wagner klar, und sie holten sich dann auch das zweite, nachdem die Gegner ihr Doppel verpassten. Die nächsten beiden Legs gingen dann aber sauber gespielt an die Bremer, so dass das allerletzte Leg entscheiden musste.
Nach 17 Darts warf Bochum auf Doppel, als Bremen noch 225 Rest hatte. Doch es dauerte noch 11 weitere Pfeile bis es schließlich Colin Rice war, der die ersehnte Doppel-3 zum Titelgewinn traf, als die Bremer auf 48 Rest standen.
Der Jubel über das 7-5 und den Titelgewinn war natürlich riesig, insbesondere nach dem fast schon verlorenen Halbfinale gegen Walldorf! Bremen blieb zum 3. Mal nur die Vizemeisterschaft - und das zum 3. Mal hinter den Bochumern. Aber was heißt hier nur?! Man ist damit schließlich neuer Vizemeister der Dart-Bundesliga!

Neuer Vizemeister der Dart-Bundesliga ist der DC Vegesack Bremen

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

2004:

Bericht folgt

2003:

Bericht folgt

2002:

1. DC Wuppertal wird neuer Deutscher Mannschaftsmeister vor Dart Pub Walldorf

Am Wochenende des 29./30. Juni 2002 trafen sich 15 Achterteams um bei den 19. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der Hanauer Lindenauhalle den diesjährigen Titelträger zu ermitteln. Bereits im Viertelfinale schieden dabei die letztjährigen Finalisten DIG Neu-Isenburg und DC Bremen-Vegesack aus. Platz 3 belegten der Mitfavorit 1. DSC Bochum und der Arpker Dartverein. Im Endspiel setzte sich dann das favorisierte Team des Nordrhein-Westfalen-Meisters, 1. DC Wuppertal, gegen den Überraschungsfinalisten DC Walldorf aus Baden-Württemberg durch und konnte damit seine erste Deutsche Mannschaftsmeisterschaft feiern.

Bereits im achten Einzel des Finales setzte Marcel Schmidt
 den Matchdart für Wuppertal, rechts Gegner Claus Siegel

Die beiden Vorjahresfinalisten setzten sich in Gruppe 1 durch

Besonders stark besetzt war in diesem Jahr die Gruppe 1, in der Titelverteidiger DIG Neu-Isenburg, der Vorjahreszweite DC Bremen-Vegesack, Bayernmeister Hawks Vilsbiburg und der starke DV Kaiserslautern an den Start gingen. Bremen gewann das 1. Spiel mit 9-3 gegen Kaiserslautern und Neu-Isenburg siegte mit dem gleichen Resultat gegen Kaiserslautern.
In Runde 2 gab es dann die ersten Dämpfer für die beiden Vorjahresfinalisten, als Neu-Isenburg gegen Kaiserslautern und Bremen gegen Vilsbiburg jeweils über ein 6-6 Unentschieden nicht hinauskamen. Nach einem 6-6 zwischen Vilsbiburg und Kaiserslautern - die damit punktgleich auf den Plätzen 3 und 4 landeten - war klar, dass Neu-Isenburg und Bremen auf den beiden vorderen Plätzen bleiben würden und damit das Viertelfinale erreicht hatten.
In ihrem Aufeinandertreffen im letzten Gruppenspiel ging es nur noch um Platz 1 oder 2 in der Gruppe, was evtl. einen vermeintlich etwas leichteren Weg in der anschließenden KO-Runde bringen konnte. Wie im letztjährigen Endspiel setzte sich erneut Neu-Isenburg gegen Bremen durch und wieder gewann Bremen dabei genau 4 Spiele.

Vorjahressieger DIG-Neu Isenburg schied jedoch im Viertelfinale nach Teamgame gegen Walldorf aus

Gruppe 2 mit zwei Titelsammlern der vergangenen Jahre

In Gruppe 2 gingen lediglich 3 Mannschaften an den Start, da ein Team zurückgezogen hatte. Mit dem 1. DC Mülheim/Ruhr und Post SV Hannover waren hier zwei Teams am Start, die in den vergangenen 18 Jahren zusammen genau die Hälfte der Titel - also 9 - gewonnen hatten. Dritter im Bunde war der DC Unicorn Bamberg aus Bayern.
Natürlich kommt in einer Dreiergruppe dem ersten Match eines Teams deutlich mehr Bedeutung zu als in einer Vierergruppe, denn man hat hier ja danach nur noch 1 Spiel (anstatt zweier Spiele in einer Vierergruppe!) übrig um eine eventuelle Scharte auszuwetzen.
So war der 7-5 Auftaktsieg vom Bayerischen Vizemeister DC Unicorn Bamberg gegen den dreifachen Mannschafts-DM Sieger Post SV Hannover natürlich eminent wichtig. Auch wenn Bamberg danach mit 4-8 gegen den sechsfachen Mannschafts-DM-Sieger 1. DC Mülheim/Ruhr unterlag, so hatte man mit 2-2 Punkten doch immer noch recht gute Karten als Gruppenzweiter weiterzukommen.
Im letzten Spiel benötigte Hannover nun mindestens einen 7-5 Sieg gegen Mülheim um weiterzukommen. Doch auch Mülheim stand unter Druck, würde man doch bei einer hohen Niederlage selbst ausscheiden. Doch die Mülheimer machten es wie sie es immer machen: Sie spielten ruhig ihren Stiefel runter und siegten am Ende mit 8-4. Damit war Hannover ausgeschieden.

Der DC Unicorn Bamberg unterlag im Viertelfinale klar gegen Bochum und wurde Fünfter

Berlin scheitert in Gruppe 3 genauso knapp wie im Vorjahr Wuppertal

In Gruppe 3 spielte mit Nordrhein-Westfalen-Meister 1. DC Wuppertal einer der ganz großen Favoriten mit. Daneben wurde insbesondere dem Vorjahresdritten Vikings Berlin das Weiterkommen zugetraut. Doch es unterschätzte auch niemand den stets gefährlichen zweiten Hessen-Vertreter DC Klein-Auheim oder den Dart Pub Walldorf, der u.a. Frank Mast und Claus Siegel in seinen Reihen hatte.
Mit einem 9-3 Sieg gegen Klein-Auheim unterstrich Wuppertal, das im Vorjahr nur auf Grund eines einzigen fehlenden Spiels hauchdünn in der Vorrunde ausgeschieden war, seine Favoritenstellung. Im anderen Spiel trennten sich Berlin und Walldorf 6-6 Unentschieden - noch war alles offen.
In der 2. Runde gewann Walldorf dann 7-5 gegen Klein-Auheim, womit die Walldorfer sehr gute Karten in Bezug auf das Weiterkommen hatten und die Klein-Auheimer so gut wie ausgeschieden waren. Aber ein Fünkchen Hoffnung war da noch, denn im Parallelspiel hatte sich Berlin eine niederschmetternde 2-10 Niederlage gegen Wuppertal geleistet.
Wuppertal war damit schon vorzeitig durch und traf nun in der letzten Partie auf Walldorf, das ganz sicher das Viertelfinale erreichen würde, wenn es noch einen Punkt holen würde. Doch mit Punkten war da nichts. Die Wuppertaler schalteten keinen Gang zurück und gaben beim 9-3 gegen Walldorf erneut Vollgas.
Damit benötigte Berlin im gleichzeitig laufenden Spiel gegen Klein-Auheim einen 8-4 Sieg, denn bei Spielgleichheit würde man ziemlich sicher die bessere Legdifferenz als Klein-Auheim aufweisen. Doch am Ende reichte es nur zu einem 7-5 Erfolg für die Berliner, die damit genauso knapp wie im Vorjahr Wuppertal ausgeschieden waren. Walldorf konnte sich bei den kampfstarken Klein-Auheimern für die Schützenhilfe, die sie ins Viertelfinale brachte, bedanken.

Vorjahresfinalist Bremen-Vegesack musste sich diesmal nach verlorenem Teamgame mit Platz 5 begnügen

Bochum in Gruppe 4 mit bester Gruppenbilanz aller Teams

In Gruppe 4 schließlich war der Mannschafts-DM-Sieger des Jahres 2000, der 1. DSC Bochum, der ganz große Favorit. Ärgster Konkurrent war hier der Arpker Dartverein, der 1999 mit einem 3. Platz sein bestes Ergebnis bei einer Mannschafts-DM erreichte. Eher als Außenseiter gingen der Bayernligadritte DC Herzogenaurach und Hamburgs Vertreter DC Lokstedt ins Rennen.
Herzogenaurach konnte sein erstes Spiel gegen Lokstedt mit 7-5 gewinnen und lag damit zunächst einmal gut im Rennen. Bochum wies im anderen Spiel bei seinem 10-2 gegen die gewiss nicht schwachen Arpker seine Sonderklasse nach.
NWDV-Vizemeister Bochum ließ im zweiten Spiel dann noch ein 11-1 gegen Herzogenaurach folgen, womit man so gut wie weiter war. Arpke gelang es derweil an den benachbarten Boards durch einen 10-2 Erfolg gegen Lokstedt sein Punkte- und Spielekonto auszugleichen.
Mit einem 9-3 gegen Lokstedt erreichte Bochum die beste Gruppenbilanz aller 15 Teams und erreichte mit nur 6 abgegebenen Spielen verlustpunktfrei das Viertelfinale. Herzogenaurach benötigte im direkten Kampf um Platz 2 in der Gruppe einen Sieg gegen Arpke, ganz egal wie knapp er denn sein würde. Aber daraus wurde nichts, denn nach hoffnungsfrohem 3-3 Zwischenstand gewannen die Arpker die letzten 6 Spiele in Folge zum 9-3 und schossen sich somit neben Bochum in die KO-Runde der letzten Acht.

Der sechsfache Mannschaftsmeister 1. DC Mülheim wurde in diesem Jahr Fünfter

Arpke besiegt im Viertelfinale Mülheim, Bochum mit Kantersieg

Das Viertelfinale wurde im Gegensatz zu den Vorjahren noch am gleichen Tag gespielt und am Sonntag Zeit für eine Pause wegen des WM-Finales zu haben, welches auf einer Großbild-Leinwand auf der Bühne übertragen wurde. Das war zeitlich auch kein Problem, da es diesmal in der Vorrunde keine zeitintensiven Fünfergruppen gegeben hatte.
Das einseitigste Spiel war dabei die Partie zwischen dem 1. DSC Bochum und dem DC Unicorn Bamberg. Es war hierbei nicht etwa der German-Masters-Finalist Harry Barth, der bei der 2-7 Niederlage einen der beiden Bamberger Punkte beisteuern konnte sondern Markus Pfister und Stephan Scharf verkürzten zwischendurch zum Zwischenstand von 2-3 aus Bamberger Sicht.
Knapper ging es da schon zwischen dem dem Arpker DV und dem 1. DC Mülheim/Ruhr zu. Nach den Einzeln hatte es 4-4 gestanden, bevor Colin Rice und Norman Kleemann Mülheim im ersten Doppel 5-4 in Führung holten. Doch es half nichts, denn Jyhan Artut, Mex Meyer-Schlüter, Andreas Schendel & Co gewannen die letzten 3 Doppel zum 7-5 und damit zum zweiten Vordringen des Arpker DVs ins Halbfinale.

Wie schon 1999 holte der Arpker Dartverein am Ende die Bronzemedaille

Zwei Mitfavoriten schieden im Viertelfinale per Teamgame aus

Bremen-Vegesack ging in seinem Viertelfinale mit 3-0 gegen den 1. DC Wuppertal in Führung, Klaus Wagner, Andree Welge und Tomas Seyler waren dafür verantwortlich. Der Wuppertaler TC Marcel Schmidt war es schließlich, der zum 4-4 nach den Einzeln ausgleichen konnte. Auch nach den Doppeln war noch keine Entscheidung gefallen, es stand 6-6.
Im fälligen Teamgame ging Bremen 1:0 in Führung und sah schon wie der Sieger aus, bevor die Wuppertaler das Ding tatsächlich noch zum 2:1 umdrehten und im Halbfinale standen. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als Wuppertal nie die in es gesetzten Erwartungen erfüllen konnte, war diesmal eine gestandene und Ligagestählte Mannschaft nach Hanau gereist.
Der Dart Pub Walldorf war die eigentliche Überraschung des Turniers. Gegen Vorjahressieger DIG Neu-Isenburg lag man in den Einzeln 4-3 und in den Doppeln 6-5 vorn. Das letzte Doppel verlor man dann hauchdünn mit 2:3 und musste doch noch ins Teamgame.
Aber auch hier waren nicht Boris Stiplovsek, Uwe Bügler, Peter Noack & Co die Couragierteren, sondern der DP Walldorf um Claus Siegel, Frank Mast und Sven Beute machte den Sack mit 2:0 zu. Der Titelverteidiger war draußen!

Top-Favorit 1. DSC Bochum belegte wie im Vorjahr Platz 3 bei der Mannschafts-DM

Dart-Pub Walldorf zieht nach Halbfinalsieg ins Endspiel ein

Für den DP Walldorf und den Arpker DV war das Erreichen des Halbfinales bereits ein schöner Erfolg, jedoch wollten beide nun auch ins Endspiel. Walldorf erwischte einen Klassestart und ging mit 4-0 in Führung, wobei man 3 Spiele knapp mit 3:2 gewann. Auch bis zum Beginn der Doppel blieb es beim 4-Spiele-Vorsprung für Walldorf, es stand 6-2.
Ausgerechnet das Gipfeltreffen im 2. Doppel brachte dann die Entscheidung für Walldorf, als es im 1. Doppel am Nachbarboard noch 1:1 stand. Frank Mast und Claus Siegel gewannen mit 3:1 gegen Mex Meyer-Schlüter und Andreas Schendel und stellten so den 7-2 Sieg für den Überraschungsfinalisten DP Walldorf sicher. Für Arpke blieb immerhin die Bronzemedaille - aber sicher wurmte es ein wenig, das Halbfinale so klar verloren zu haben.
Das andere Halbfinale sahen nicht wenige als das vorweggenommene Endspiel an. Hier standen sich mit dem 1. DC Wuppertal und dem 1. DSC Bochum die beiden Top-Teams der diesjährigen 1. Dartliga NRW gegenüber. Bochum konnte zwar durch Joachim Paul 1-0 in Führung gehen, doch danach verkrampfte man total und konnte in keiner Weise an die brillanten Leistungen des Vortags anknüpfen.
Mehr durch Bochums Schwäche als durch eigene Stärke ging Wuppertal nahezu uneinholbar mit 6-2 in Führung, nachdem auch Andy Kröckel und Heike Ernst die beiden letzten Einzel abgeben mussten. Im Doppel besann sich Bochum dann wieder auf seine Stärke und konnte nach einem glücklichen 3:2 von Paul/L´haus-D´seifen durch Kröckel/Netts klares 3:0 auf 6-4 verkürzen.
Doch gegen ein Team wie Wuppertal gewinnt man keine 4 Doppel und so machten Bülten/Hawlitzky anschließend den 7-4 Endstand für Wuppertal klar. Für Bochum war es sicher eine herbe Enttäuschung, denn man war vor Turnierbeginn DER Top-Favorit gehandelt worden.

Der Dart Pub Walldorf wurde als Überraschungsfinalist schließlich Vizemeister

Wuppertal im Finale mit Kantersieg gegen Walldorf zum Titelgewinn

Nach den Halbfinals wurde das Turnier für die Dauer des WM-Finales zwischen Brasilien und Deutschland unterbrochen - und es war schon eine große Fangemeinde, die das Spiel auf der aufgestellten Großbild-Leinwand verfolgte! Leider ging die Sache ja mit 0:2 schief, trotzdem hat man in Rudi Völlers Heimatstadt Hanau das Deutsche Team (und insbesondere den Rudi!) ausgiebig gefeiert.
Danach ging es mit einem weiteren - nicht weniger wichtigen - Finale weiter, nämlich dem bei der Hanauer Mannschafts-DM. Hier war Wuppertal klarer Favorit gegen Walldorf - doch die BWDVler hatten zuvor so beherzt gespielt, dass sie durchaus nicht als chancenlos galten - waren sie aber dann doch!
Wuppertal ging mit 4-0 in Führung, wobei Walldorf nur ein einziges Leg gewann! Sascha Riemensperger gelang dann mit einem 3:1 gegen Dirk Markowski dann das 1-4, doch danach gewann man kein einziges Leg mehr. Jens Hußmann und Jürgen Bülten siegten genauso mit 3:0 wie schließlich auch Marcel Schmidt, der im letzten Einzel - ausgerechnet gegen Claus Siegel - den 7-1 Endstand für Wuppertal sicherstellte.
Da sind die Walldorfer im Finale sicherlich etwas zu hoch unter die Räder gekommen, hochverdient war der Wuppertaler Sieg - und auch der Titel - jedoch auf alle Fälle! Man war an diesem Tage einfach auf Erfolg programmiert.
Mit der anschließenden Siegerehrung ging ein schönes Turnier zu Ende - und viele sind sicher ziemlich traurig, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr zum letzten Mal in dieser Form ausgetragen werden wird - und danach durch Halbfinale und Finale der Bundesliga ersetzt werden wird.
Abschließend möchte sich die ddz beim Veranstalter recht herzlich bedanken - stellvertretend seien hier Klaus Beierl und Albert Schmidt genannt. Aber auch Wilfried Kohlstruk gilt unser Dank, der uns nun schon seit über 6 Jahren Monat für Monat mit den komplette Ergebnisse und Scoresheets (siehe August-Ausgabe der ddz) der DDV-Veranstaltungen versorgt.

Zum ersten Mal gewann der 1. DC Wuppertal diesmal in Hanau die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

(Bericht von Volker Hatlauf, Fotos von Albert Schmidt und Volker Hatlauf)

2001:

DIG Neu-Isenburg wurde in Hanau Deutscher Mannschaftsmeister 2001

Als Abschluss der Ligasaison unter dem Dach des DDV fand am 30. Juni und 1. Juli 2001 die 18. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft statt. Spielort war wie im Vorjahr die Hanauer Lindenhalle und der hessische Ausrichter DC St. Patrick Großauheim sorgte dafür, dass sich alle Teilnehmer an diesem Wochenende trotz des schwülwarmen Wetters wohl fühlten. Besonders wohl fühlte sich gewiss das Team von DIG Neu-Isenburg, das am Ende den Titel nach Hessen holte. Wie im Vorjahr musste sich Bremen-Vegesack im Finale geschlagen geben. Titelverteidiger 1. DSC Bochum wurde diesmal genauso Dritter wie das blendend aufgelegte Team der Vikings aus Berlin.

Der neue Deutsche Mannschaftsmeister DIG Neu-Isenburg feiert auf der Bühne seinen Titelgewinn

Recklinghausen und Klein-Auheim in Gruppe 1 ganz vorn

Genau 16 Mannschaften gingen diesmal am Samstag um 10.00 Uhr morgens ins Rennen um die Krone des Deutschen Ligadartsports. Mit einem Glas Sekt begrüßte der Ausrichter alle Teilnehmer gleich am Eingang der Halle und danach verfolgte man gespannt die Auslosung. Es wurde in vier Gruppen zu je vier Teams jeder gegen jeden gespielt, wobei Mannschaften aus den gleichen Landesverbänden noch nicht aufeinander treffen konnten.
Gleich Gruppe 1 war mit NWDV-Vizemeister DSC Recklinghausen und Bayernmeister Hawks Vilsbiburg sowie der erfahrenen Teams von Joker Stuttgart und DC Klein-Auheim sehr stark besetzt. Während Recklinghausen seiner Favoritenstellung in der Auftaktrunde gleich mit einem 10-2 Sieg gegen Klein-Auheim gerecht wurde, trennten sich Vilsbiburg und Stuttgart 6-6 Unentschieden.
In der 2. Gruppenrunde geriet Recklinghausen gegen die starken Vilsbiburger zwar mit 0-3 in Rückstand, hatte das Spiel aber bis nach den Einzeln zum 4-4 ausgeglichen. Man gewann dann auch noch alle 4 Doppel und stand nach diesem 8-4 Erfolg bereits mit einem Bein im Viertelfinale.
Für dieses Viertelfinale qualifizierten sich jeweils die ersten Beiden aller 4 Gruppen, und Klein-Auheim wahrte mit seinem 6-6 gegen Stuttgart noch den Hauch einer Chance auf das Weiterkommen.
Nach einem 7-5 Erfolg gegen Vilsbiburg in Runde 3 beendete Klein-Auheim dann mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 3-3 sein Gruppenprogramm und hoffte weiter auf Platz 2, während die Bayern mit 1-5 Punkte ausgeschieden waren.
Auf Grund der besseren Spieldifferenz hätte Stuttgart im letzten Gruppenspiel gegen Recklinghausen dann bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen genügt, aber bereits nach den Einzeln lag man mit 2-6 hinten. Als dann aber die ersten 3 Doppel zum 5-6 an Stuttgart gingen, keimte wieder Hoffnung auf! Ein knapper 3:2 Sieg von Effenberger/Hermann gegen Bätzner/Kabakulak brachte dann aber doch Recklinghausen den 7-5 Erfolg.
Stuttgart war ohne Gruppensieg mit 2-4 Punkten ausgeschieden, während Recklinghausen mit 6-0 Punkten gemeinsam mit dem DC Klein-Auheim aus Hanau ins Achtelfinale einzog. Dieser Erfolg der hessischen Lokalmatadoren war um so beachtlicher, als er in einer sehr schweren Gruppe errungen wurde!

Der DC Klein-Auheim erreichte wie im Vorjahr Platz 5, man scheiterte im Viertelfinale nur hauchdünn

DIG Neu-Isenburg gewinnt Gruppe 2 vor dem 1. DSC Bochum

In Gruppe 2 gestalteten sich die Voraussetzungen etwas anders. Neben den beiden Top-Favoriten 1. DSC Bochum und DIG Neu-Isenburg waren auch Unicorn Bamberg und Hütte Darts Niederhofen in diese Gruppe gelost worden, denen ein Weiterkommen gegen die übermächtige Konkurrenz kaum zugetraut werden konnte.
Gleich in der ersten Gruppenrunde musste dies Niederhofen schmerzlich erfahren, als man bei der 0-12 Niederlage gegen Neu-Isenburg lediglich 7 Legs gewinnen konnte. Hinter dem neu gegründeten Team von DIG Neu-Isenburg verbirgt sich allerdings die Kerntruppe des letztjährigen Halbfinalisten DT Warnecke - was deren Spielstärke sicherlich hinreichend erklärt.
Titelverteidiger 1. DSC Bochum hatte im Parallelspiel gegen den Bayernliga-Zweiten Unicorn Bamberg ebenfalls wenig Mühe sich einen 9-3 Erfolg herauszuspielen. Der Spielplan wollte es dann so, dass in Gruppenrunde 2 erneut die Favoriten auf die Außenseiter trafen. Nun legte Bochum gegen Niederhofen ebenfalls ein 12-0 hin und gab sogar nur 4 Legs ab. Große Klasse war dabei die freundschaftliche Einstellung der arg gebeutelten Niederhofener, deren sympathische Truppe niemals aufgab und vorbildlich fair auftrat.
Neu-Isenburg gewann sein Spiel gegen Bamberg mit 9-3, womit man punkt- und spielgleich, nur auf Grund der schwächeren Legbilanz, hinter Bochum auf Platz 2 der Gruppe rangierte. Beide Teams waren mit 4-0 Punkten bereits vor der letzten Gruppenrunde für das Viertelfinale qualifiziert.
Mit einem 8-4 Sieg gegen Niederhofen sicherte sich Bamberg mit 2-4 Punkten Platz 3 in der Gruppe vor den Niederhofenern, die zwar keine Punkte, aber viele Sympathien gewonnen hatten. Im letzten Spiel zwischen Bochum und Neu-Isenburg ging es dann um den Gruppensieg.
Nach den ersten 4 Einzeln stand es 2-2, doch dann gewann die Dart-Interessen-Gemeinschaft (so heißen die Neu-Isenburger in voller Länge) die letzten 4 umkämpften Einzel allesamt mit 3:2. Fey/Noack sicherten dann mit einem 3:1 gegen Ernst/Paul der Isenburger Siegpunkt. Am Ende gewann man mit 8-4 und ging als Gruppen-Erster ins Viertelfinale. Darüber waren die Bochumer allerdings nicht besonders traurig, da man als Gruppenzweiter mit 4-2 Punkten nun den vermeintlich leichteren Weg in der KO-Runde hatte.

Titelverteidiger 1. DSC Bochum erreichte zum 7. Mal das Halbfinale und wurde diesmal Dritter

In Hammergruppe 3 kamen Bremen und Berlin weiter

Als schwerste aller 4 Gruppen wurde die dritte gehandelt, waren doch mit dem Vorjahreszweiten Bremen-Vegesack, dem NWDV-Dritten 1. DC Wuppertal, dem souveränen Berliner Meister Vikings DC und den norddeutschen Why Not Sharks Walsrode vier Teams hineingelost worden, denen man allesamt das erreichen des Viertelfinales zutrauen würde.
Gleich im ersten Spiel ging es auch voll zur Sache und die Berliner bauten eine 5-3 Führung nach den Einzeln sogar noch zum 8-4 Erfolg gegen die geschockten Bremer aus Vegesack aus. Stark zeigte sich auch Walsrode, das nach 4-4 Zwischenstand erst in den Doppeln mit 7-5 von Wuppertal niedergerungen wurde.
Gut erholt zeigte sich Bremen dann allerdings im zweiten Spiel als man Walsrode mit sage und schreibe 11-1 bezwang (und es waren fast nur klare Matches!). Einzig Mecki Klönhammer musste mit einem 2:3 den Ehrenpunkt von Jörg Strobach zulassen.
Auch für die so toll ins Turnier gestarteten Berliner gestaltete sich Runde 2 zum Wechselbad der Gefühle, denn nun ging es genau andersrum wie im ersten Spiel. Bereits nach den Einzeln lag man 3-5 gegen Wuppertal zurück und verlor am Ende gar 4-8.
Die Berliner mussten nun in ihrem letzten Spiel unbedingt gegen Walsrode gewinnen um noch weiterzukommen und das nach Möglichkeit auch nicht zu knapp. Nach den Einzeln sah es brenzlig aus für Berlin, denn es stand 4-4. Doch nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende bewiesen die Berliner hier ihre Kampfmoral und holten alle 4 Doppel zum 8-4 Erfolg.
Wer jedoch weiterkommen würde entschied sich erst im allerletzten Spiel zwischen Bremen und Wuppertal. Während Wuppertal ja bereits 4 Punkte hatte und nur noch ein Unentschieden brauchte um sicher weiter zu sein, musste Bremen unbedingt gewinnen, wäre dann aufgrund des hohen Sieges gegen Walsrode aber ganz sicher weiter. Berlin konnte lediglich bei einem 7-5 für Bremen noch ausscheiden, falls die Wuppertaler dann die bessere Legdifferenz hätten.
Nach den Einzeln führte Bremen mit 5-3 und gewann dann auch noch 3 Doppel, womit Wuppertal 4-8 verloren hatte - und draußen war! Ein einziges Spiel mehr hätte man in diesem Match gewinnen müssen, dann wäre man punkt- und spielgleich mit Berlin gewesen. Doch auch dann wäre Berlin immer noch einige wenige Legs besser gewesen. So schied man als eines von drei Teams mit 4-2 Punkten aus - was sicher sehr bitter war.

Ganz hervorragend schlugen sich die Vikings aus Berlin, die am Ende Platz 3 belegten

Kaiserslautern und Nürnberg die Besten in Gruppe 4

Gruppe 4 schien mit PSV Hannover, DV Kaiserslautern, Finnegan´s Harp Nürnberg und dem DV Lokstedt aus Hamburg recht ausgeglichen besetzt. Zwar liegen die drei Titelgewinne der Hannoveraner bei der Mannschafts-DM bereits eine ganze Weile zurück (1986-1988 dreimal in Folge!), dennoch hat der Name PSV auch heute noch einen guten Klang.
Dem wurde das Team um Thomas Wille dann auch mit einem 8-4 Erfolg gegen Wolfgang Boges Lokstedter gerecht und setzte sich gleich in Runde 1 an die Spitze der Gruppe. In den letzten Jahren hat sich allerdings auch der DV Kaiserslautern einen guten Namen erspielt, nicht zuletzt durch seine beachtlichen Platzierungen in Hanau. Man siegte im Auftaktspiel 8-4 gegen den Bayernligadritten und BDV-Cupsieger aus Nürnberg.
Kaiserslautern gewann dann auch sein zweites Spiel gegen den DV Lokstedt mit 9-3, womit die Weichen in Richtung Viertelfinale gestellt waren. Gegen Nürnberg lief es in den Einzeln in dieser Runde überhaupt nicht für Hannover, und so lag man schnell einigermaßen dramatisch mit 2-6 hinten! Doch die Postler kämpften und gewannen die ersten 3 Doppel zum 5-6 Anschluss. Dann aber machten Hosemann/Oppelt im letzten Doppel mit einem 3:2 gegen Petersen/Sauzier den erlösenden Punkt zum 7-5 Sieg für die Nürnberger.
Lokstedt war damit bereits vor der letzten Runde ausgeschieden, aber welche beiden Teams würden weiterkommen? Es war noch alles drin! Hannover hatte allerdings nun die verlustpunktfreien Kaiserslauterer zum Gegner. Doch diesmal gelang Hannover ein Start nach Maß und man ging mit 4-0 in Führung. Jedoch auch die Lauterer zeigten Moral und kamen bis nach den Einzeln auf 3-5 heran und gewannen dann auch noch die beiden ersten Doppel zum 5-5.
Dann gelang wieder Hannover der sechste Punkt und Lautern glich schließlich zum 6-6 Ausgleich aus. Damit waren die Rheinland-Pfälzer mit 5-1 Punkten als Gruppenerster durch und Hannover musste auf Schützenhilfe durch die Lokstedter hoffen. Denn bereits ein Unentschieden zwischen Lokstedt und Nürnberg würde Hannover mit der besseren Spieldifferenz ins Viertelfinale bringen.
Die Hamburger gaben noch mal alles und kämpften sich nach 3-6 Rückstand wieder auf 5-6 heran. Und wieder waren Andreas Hosemann und Harry Oppelt im letzten Doppel die Trumpfkarten für Nürnberg, als sie mit einem 3:2 gegen Fischer/Haacker den 7-5 Sieg für die bayerische Truppe um Jochen Weißmann holten und damit das Erreichen des Viertelfinales mit 4-2 Punkten perfekt machten!

Als erfolgreichstes bayerisches Team belegte Finnegan´s Harp Nürnberg Platz 5

Zwei Viertelfinals erst im Teamgame entschieden

Während mit Bochum und Neu-Isenburg zwei der Top-Favoriten ihre Aufgaben sozusagen routinemäßig erledigten, hatten die beiden anderen in dramatischen Spielen einmal das Glück und einmal das Pech auf ihrer Seite.
Der 1. DSC Bochum setzte sich vom Ergebnis her vielleicht ein wenig zu hoch mit 7-1 gegen den DV Kaiserslautern durch, denn ganz so einseitig war die Partie - besonders in der umkämpften Anfangsphase - sicher nicht. Am Ende konnte jedoch lediglich Ralf Wilms den Ehrenpunkt für die Lauterer mit seinem 3:2 gegen Mirco Stute holen. In die Doppel ging es dann gar nicht mehr, da die KO-Rundenspiele nach dem 7. Punkt abgebrochen werden. Auch Neu-Isenburg fuhr gegen Nürnberg einen 7-1 Kantersieg ein und musste ebenfalls nicht mehr in die Doppel. Den Nürnberger Punkt machte Dietmar Beß mit seinem 3:2 gegen Joachim Ankelmann.
Bremen-Vegesack war als Favorit in die Partie gegen Klein-Auheim gegangen, lag aber plötzlich mit 2-4 hinten! Klönhammer und Cunningham konnten zwar noch zum 4-4 ausgleichen, aber auch nach den Doppel stand es 6-6 Unentschieden. Ein Teamgame (1001/best-of-3) musste also die Entscheidung bringen.
Hier hatten dann die Bremer ein wenig mehr Glück und gewannen den Decider mit 2:0, womit sie ins Halbfinale vordrangen. Alle Achtung musste man aber auch vor den Klein-Auheimern haben, die wie schon im Vorjahr ins Viertelfinale vorgedrungen waren und hier nur hauchdünn ausschieden.
Noch eine Idee dramatischer war es in Spiel zwischen Recklinghausen und Berlin. Bereits zweimal hatte Recklinghausen 1997 und 1998 im Finale gestanden aber jedes Mal verloren - diesmal sollte es nun klappen. Gegen Berlin ging man ohne Zweifel als Favorit ins Spiel und konnte trotz erbitterter Gegenwehr der Männer aus der Metropole bis nach den Einzeln eine 5-3 Führung herausschießen.
Doch im Berliner Team stimmte an diesem Tage einfach alles und die gleichermaßen kampf- wie spielstarke Viking-Truppe gewann die ersten 3 Doppel zur 6-5 Führung. Auch im letzten Doppel sah es zunächst gut für Mischilla/Schwabe aus, aber am Ende brachten Kornath/Lechtken das Spiel 3:2 für Recklinghausen nach Hause.
Es stand 6-6 - auch hier musste das Teamgame entscheiden. Wohl selten hat man ein dermaßen stark geführtes Teamgame gesehen wie das der Berliner nun! Leg 1 gewann man in Schwindelerregenden 31 Darts (das ist ein Average von 32.29 - und das im Teamgame!) und hätte es sogar in 29 checken können. Auch Leg 2 ging klar an die Berliner, die mit dem Erreichen des Halbfinales bereits alle Erwartungen übertroffen hatten.

Der DV Kaiserslautern unterlag im Viertelfinale gegen Bochum und wurde Fünfter

Berlin stand ganz kurz vor dem Sprung ins Finale

Im Halbfinale traf Berlin dann auf Neu-Isenburg und hatte sich bis nach den Einzeln gegen den Favoriten einen 5-3 Vorsprung herausgespielt. Insbesondere die 3:2 Siege von Jörg Goga gegen Richard Buskohl und Holger Schwabe gegen Boris Stiplovsek zeigen nochmals die perfekte Moral der Berliner Truppe!
Die beiden ersten Doppel teilte man sich dann zum 6-4 Zwischenstand für Berlin. Doch in den beiden letzten Doppeln konnten die Berliner dann nicht mehr ganz so standhalten wie vorher und mussten sie beide an die Neu-Isenburger abgeben. Erneut musste Berlin also ins Teamgame und natürlich hoffte man, dass es wieder dermaßen gut laufen würde wie eine Runde zuvor.
Es sah zunächst auch ganz gut aus, und Ingo Neef checkte das sehr eng verlaufende 1. Leg zum 1:0 für Berlin. Doch dann lief es bei Neu-Isenburg immer besser, während bei den Berlinern die Punkte nicht mehr ganz so flüssig kamen wie zuvor. Neu-Isenburg konnte ausgleichen und es war schließlich mit Richard Buskohl der Killer schlechthin, der die Nervenstärke besaß, den alles entscheidenden Dart zum 2:1 für die Hessen zu setzen!
Nach Neu-Isenburg wollte auch Titelverteidiger Bochum den Einzug ins Finale schaffen. Davor stand aber Vorjahresfinalist Bremen-Vegesack, das trotz seines Schwächelns in der Runde zuvor einer der ganz großen Favoriten war.
Beide Teams spielten deutlich unter ihren Möglichkeiten und insbesondere Bochum betätigte sich als Meister im Verpassen der entscheidenden Checks. Es tat schon weh zusehen zu müssen, was hier alles am Doppel vorbei geworfen wurde. Da auch Bremen nicht gerade checksicher war verlief die Partie dieser beiden Top-Favoriten eher zähflüssig.
Bremen ging mit 3-1 in Führung und als Heike Ernst gegen Marcel Rinkwitz nach vielen Matchdarts 2:3 unterlag, und so den Ausgleich zum 3-3 insgesamt verpasste, kippte die Partie mehr und mehr auf die Bremer Seite.
Mit 5-3 lag Bremen nach den Einzeln vorn und beim Stande von 6-4 für Bremen gelang Holger Sonnenburg der Check zum 7-4. Damit war der Titelverteidiger draußen und Bremen-Vegesack stand wie im Vorjahr im Endspiel.

Als einer der Top-Favoriten erreichte der DSC Recklinghausen das Halbfinale nicht und wurde Fünfter

Bremen nach Führung im Finale von Neu-Isenburg abgefangen

Martin Bächler war der bewährte Caller des Bühnenfinales zwischen Bremen-Vegesack und DIG Neu-Isenburg, in dem es im Grunde keinen Favoriten gab. Andree Welge gewann das Auftaktmatch gegen Richard Buskohl mit 3:2 und Klaus Wagner ließ ein 3:1 gegen Peter Noack zur Bremer 2-0 Führung folgen.
Im hochklassigsten Spiel des Finales setzte sich dann DIGler Marco Blesing 3:0 gegen Mecki Klönhammer durch, aber Tomas Seylers 3:1 gegen Marcus Behnsen stellte anschließend den alten 2-Punkte-Vorsprung der Bremer wieder her. Zwei knappe 3:2 Siege der Isenburger Manfred Fey und Joachim Ankelmann gegen Tim Klefeker bzw. Marcel Rinkwitz stellten dann wohl die Erfolgs-Weichen in Richtung der Hessen.
Das 3:1 von Boris Stiplovsek gegen Holger Sonnenburg brachte die Hessen anschließend erstmals in diesem Match in Führung und Gerhard Blumenthal sorgte mit seinem 3:1 gegen Jock Cunningham für die Neu-Isenburger 5-3 Führung zur Pause vor den Doppeln.
Die Bremer Klefeker/Welge begannen dann mit dem besten Doppel des Matches und einem 3:1 Sieg gegen Fey/Noack. Doch Behnsen/Blesing brachten die Hessen danach durch ein 3:1 gegen Rinkwitz/Seyler 6-4 in Führung. Den letzten fehlenden Punkt zum Titelgewinn für Neu-Isenburg besorgten dann im dritten Doppel bei ihrem 3:0 Erfolg Buskohl/Stiplovsek gegen Klönhammer/Wagner.
Mit der Dart Interessen Gemeinschaft Neu-Isenburg fand die Mannschafts-DM in Hanau einen würdigen Sieger, was auch der Gesamt-Average des Finales von 22.95 gegenüber 22.50 von Bremen nachweist. Den besten Einzel-Average im Finale erreichte Marco Blesing mit 30.67 (zweitbester Isenburger war Marcus Behnsen mit 25.25). Beste Bremer waren Tomas Seyler mit 28.88 und Andree Welge mit 28.75. Im Doppel ragten die 31.00 von Klefeker/Welge weit heraus.
Herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle nochmals an den neuen Deutschen Mannschaftsmeister DIG Neu-Isenburg! Vielleicht schaffen es die Bremer ja beim dritten Anlauf im nächsten Jahr endlich den Titel zu gewinnen, bei der Masters war es ja vor einem Monat genauso - und außerdem ist dreimal Bremer Recht!

Wie im Vorjahr wurde das Team von Bremen-Vegesack auch diesmal Vize-Mannschaftsmeister

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

2000:

1. DSC Bochum wird Deutscher Mannschaftsmeister 2000

Wie in jedem Jahr bildete auch diesmal wieder die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft den Schlusspunkt der DDV-Saison. Wie im Vorjahr traf man sich im hessischen Hanau, diesmal allerdings in einem neuen aber genauso perfekten Spielort wie 1999. Der Ausrichter DC St. Patrick Groß-Auheim sorgte dafür, dass sich die 18 um den Meistertitel spielenden Teams am 1./2. Juli 2000 von Anfang an wohl fühlten. Den Titel gewann diesmal der 1. DSC Bochum, der sich im Finale mit 7-5 gegen den DC Bremen-Vegesack durchsetzte. Im Halbfinale waren Titelverteidiger 1. DC Mülheim/Ruhr und Top-Favorit Dart-Team Warnecke Mühlheim/Main ausgeschieden.

Erstmals wurde der 1. DSC Bochum im Jahr 2000 Deutscher Mannschaftsmeister

Warnecke in Gruppe 1 souverän vor Waghäusel

Gespielt wurde in je zwei Vierer- und Fünfergruppen (Round-Robin), wobei jeweils die beiden Ersten weiterkamen und dann das Viertelfinale bildeten, ab wo es im KO-System weiterging. Dabei bestand jede Partie aus 8 Einzeln und 4 Doppeln (best-of-5) die vor jeder Partie von den TCs verdeckt aufgestellt und dann gegeneinander geschrieben wurden.
In Gruppe 1 spielten vier Mannschaften, wobei sich Vorjahresfinalist DT Warnecke - diesmal noch verstärkt durch Rosenauer und Buskohl - mit 3 Siegen und 6-0 Punkten als Tabellenerster durchsetzte. Lediglich beim 7-5 gegen das Frank-Mast-Team Trouble Shooter Waghäusel gewann man nicht zweistellig.
Waghäusel wurde dann auch folgerichtig Zweiter, auch wenn man gegen den Mitfavoriten Fanatic Tower Team Berlin nur Unentschieden 6-6 spielte. Aufgrund der schlechteren Spieldifferenz musste Berlin, sicher etwas überraschend, mit 3-3 Punkten ausscheiden.
Ohne Chance war in dieser Gruppe Bayernmeister Clochard Augsburg - nicht etwa, weil der bayerische Dartsport den anderen Verbänden nachstehen würde - sondern weil ein großer Teil der Mannschaft diesmal leider einer anderen Veranstaltung den Vorrang gegeben hatte. Im Normalfall wäre Augsburg sicher das Viertelfinale zuzutrauen gewesen.

Das Dart-Team Warnecke gewann die Gruppe 1 und belegte am Ende den 3. Platz

Favorit Bochum in Gruppe 2 vor Hannover

In Gruppe 2 spielten fünf Teams, wovon drei gute Chancen zum Weiterkommen hatten. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren waren der 1. DSC Bochum und der Irish Folk Pub München in die gleiche Gruppe gelost worden, doch auch Post SV Hannover war diesmal hoch gewettet.
Nachdem Hannover mit 7-5 gegen München hatte gewinnen können, ging es für München gegen Bochum um die Wurst. Doch es waren die Bochumer, die sich 7-5 gegen die Bajuwaren durchsetzen konnten und damit bereits vorzeitig so gut wie sicher im Viertelfinale standen, das sie bei den zahlreichen Teilnahmen in der Vergangenheit noch nie verpasst hatten.
Alle drei favorisierten Teams schlugen die Mannschaften vom SV Neuenkirchen und vom DC Walldorf, womit die Partie zwischen Bochum und Hannover dann nur noch über Platz 1 und 2 entschied. Bereits mit dem ersten Doppel schaffte Bochum den Siegpunkt zum 7-2, womit man angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit auf die 3 letzten Doppel verzichten konnte. Hinter Bochum, Hannover und München belegten Neunkirchen und Walldorf die Plätze 4 und 5.

Simone und Klaus Beierl vom Ausrichter 1. DC St. Patrick begrüßten alle Teilnehmer mit einem Glas Sekt

Bremen erwartet stark in Gruppe 3 vor Wuppertal

Auch in Gruppe 3, die mit vier Teams spielte, setzten sich die beiden Favoriten durch. Bremen-Vegesack gewann alle 3 Spiele, was angesichts der vielen großen Namen im Team auch nicht überraschte.
Platz 2 sicherte sich der 1. DC Wuppertal, der nur gegen Bremen mit 4-8 unterlag, und somit auch das Viertelfinale erreichte. Aber schon hier zeichnete sich ab, dass die hoch gewetteten Wuppertaler auch in diesem Jahr wieder nicht die ganz große Form mit nach Hanau gebracht hatten.
Etwas überraschend konnte sich der DC Sylt noch vor Hamburg, das man mit 8-4 besiegte, auf Platz 4 spielen - womit den durchaus gut besetzten Hanseaten nur Platz 4 in der Gruppe blieb. "Wir wollten einfach nur mit dabei sein", meinte Sylt-Präsi Bernd Glindmeier hinterher "und natürlich sollte es ein schönes Wochenende werden." Das wurde es - ohne Zweifel - auch wenn man nach der Vorrunde ausschied.

Bremen-Vegesack war einer der großen Favoriten und wurde Vizemeister 2000

Titelverteidiger Mülheim gewinnt Gruppe 4 vor Klein-Auheim

Titelverteidiger 1. DC Mülheim ging in Gruppe 4 an den Start, die mit fünf Teams besetzt war. Der sechsfache Rekordgewinner der Mannschafts-DM konnte seine Gruppe mit 7-1 Punkten gewinnen, wobei das Colin-Rice-Team lediglich beim 6-6 gegen den DV Kaiserslautern überraschend einen Punkt abgab.
Doch nicht Kaiserslautern wurde Zweiter sondern das hessische Team des 1. DC Klein-Auheim, das auch 6-6 gegen Kaiserslautern spielte, ansonsten aber außer gegen Mühlheim alle Partien gewann. Entscheidend war hierbei gewiß der 7-5 Erfolg gegen den Arpker Dartverein, wobei es allerdings zum Ausschluß eines hessischen Spielers durch den Bundesspielleiter Willi Kohlstruk kam.
Der Hesse soll eine Tätlichkeit begangen haben, was sein Team anders sah - und auch Arpke war sauer, weil man nicht verstehen konnte, dass die Hessen einen neuen Spieler an die Stelle des herausgenommenen setzen durften. Für die sonst stets durch ihre gute Laune bekannten Arpker war das Turnier zu Ende und auch der DC Herzogenaurach und der SC Kaiserslautern schieden aus.

Sechsmal wurde der 1. DC Mülheim/Ruhr schon Deutscher Mannschaftsmeister, diesmal wurde man Dritter

Im Viertelfinale setzten sich die Favoriten durch

Erstmals seit langer Zeit stand kein bayerisches Team im Viertelfinale, so dass mit dem DC Trouble Shooter Waghäusel ein Team aus Baden-Württemberg am tiefsten aus dem Süden kam. Doch auch die Oldies but Goldies Frank Mast, Marcus Schulte und Bernhard Willert konnten das 2-7 gegen Bremen-Vegesack nicht verhindern. Der überraschend hohe Sieg machte Bremen nun erst recht zu einem der Titelfavoriten.
Ein anderer war der 1. DC Mülheim, und der wurde dieser Rolle auch gegen den starken Post SV Hannover um Thomas Wille gerecht. Mit 7-4 konnte man die Partie gewinnen, nachdem man bereits nach den Einzeln mit 5-3 in Front gelegen hatte.
Ganz bitter wurde es im Viertelfinale für den 1. DC Wuppertal. Dem DT Warnecke genügten die Einzel um die Westdeutschen zu besiegen. Lediglich Markus Hawlitzki konnte bei der 1-7 Niederlage der Wuppertaler gegen Norbert Büchner einen Punkt holen.
Im letzten Viertelfinale ging Klein-Auheim zwar mit 2-0 gegen den 1. DSC Bochum in Führung, bis zum den Doppeln stand es dann aber 4-4 Unentschieden. Bochum gewann danach alle Doppel und zog so mit einem 7-4 Erfolg ins Halbfinale ein.

Bremen-Vegesack setzte sich im Viertelfinale klar gegen Waghäusel durch

Zwei dramatische Halbfinals sehen Bochum und Bremen als Sieger

Anschließend kam es zu einem Halbfinale der Superlative zwischen dem 1. DSC Bochum und dem DT Warnecke. Eine 2-1 Führung von Warnecke drehte Bochum zum 3-2 für sich um, bevor es nach den Einzeln 4-4 stand.
Als auch die beiden ersten Doppel lediglich zum 5-5 führten, war die Spannung auf dem Höhepunkt. Kröckel/Lausberg holten für Bochum mit einem 3:2 gegen Ankelmann/Blumenthal den 6. Punkt und am Nachbarboard spielten die hessischen DDV-Nummern 1 und 3 Michael Rosenauer und Marco Blesing gegen Mirco Stute und Kerstin Niederau. Eine schier unlösbare Aufgabe für die Bochumer also.
Doch meistens kommt es anders als man zweitens denkt! Kerstin Niederau checkte Leg 1 zum 1:0 und Mirco Stute legte ein vielbejubeltes 170er-Finish zum 2:0 hin, als die Hessen bereits auf Doppel standen.
Rosi und Marco glichen zu 2:2 aus und jeder dachte: "Jetzt machen sie den Sack zu!" - Doch das machten sie nicht, denn sie scorten nicht hoch genug und so standen schließlich Mirco und Kerstin genauso auf Doppel wie Rosi und Marco. Alle Vier verpassten ihre Matchdarts, was die Zuschauer schier in den Wahnsinn trieb.
Bis schließlich Mirco auf Doppel-17 stand. Reden wir nicht davon wohin der erste Dart flog ... der zweite steckte jedenfalls in der Doppel-17 und die Sensation war perfekt. Es war ein Jubel, als wäre gerade der Titel gewonnen worden! Bochum stand im Finale, was sicher Warnecke genauso verdient gehabt hätte.
Nicht ganz so (aber fast so) dramatisch war das zweite Halbfinale zwischen Bremen-Vegesack und dem 1. DC Mülheim/Ruhr. Mit einem 3:0 Erfolg von Holger Sonnenburg gegen Colin Rice ging Bremen mit 3-1 in Führung, was Volker Backes gegen Tim Klefeker mit einem 3:0 zum 3-3 ausglich.
Klönhammer und Cunningham schossen dann das 5-3 für Bremen nach den Einzeln heraus, doch mit Kremer/Tupuschis und Backes/Rice glichen gleich die beiden ersten routinierten Mülheimer Doppel zum 5-5 aus.
Ein 3:2 von Hoier/Wagner gegen Nett/Pfeiffer brachte Mülheim dann auf die Siegerstraße und Welge Klönhammer waren es schließlich, die das 7-5 für Bremen mit einem 3:0 Erfolg gegen Mecklenbeck/Plum sicherstellten. Nun war klar, dass es einen neuen Titelträger geben würde!

Kerstin Niederau (Bochum) beim Wurf im Halbfinale gegen das Doppel Blesing/Rosenauer vom DC Warnecke

Bochum im zehnten Anlauf Deutscher Mannschaftsmeister

Das Bühnenfinale bildete den Abschluß einer genauso spannenden wie sportlich hochstehenden Veranstaltung. Nachdem Klaus Wagner Bremen gegen Siggi Lausberg mit 1:0 in Führung gebracht hatte gewannen Mirco Stute gegen Andree Welge und Michael Leithaus-Diepenseifen gegen Tomas Seyler.
Damit waren die beiden bekanntesten Bremer bezwungen und Bochum führte 2-1. Das Spiel zwischen Leithaus-Diepenseifen (Average 27.92) und Tomas Seyler (29.71) war übrigens das beste des gesamten Finales.
Als dann Andy Kröckel mit einem 3:1 gegen Holger Sonnenburg das 3-1 für Bochum holte, sah es gut aus für die Westdeutschen - doch der bis zur Schulter eingegipste Rainer Baumdick musste sich in einem beiderseits schwachen Spiel nach 2:1 Führung mit 2:3 gegen Sascha Steinbusch geschlagen geben.
Danach gewann Joachim Paul in der einzigen Partie in der beider Spieler unter einem 20er-Average blieben mit 3:0 gegen Tim Klefeker und Tomas Jungbluts 3:1 gegen Mecki Klönhammer bedeutete das 5-2 für Bochum.
Im zweitbesten Einzel überhaupt ging dann Heike Ernst (27.30) mit 1:0 gegen Jock Cunningham (28.83) im Führung. Doch der Schotte pflasterte wie besessen und konnte am Ende mit 3:1 gewinnen, was Bremen auf 3-5 heranbrachte.
Mit dem 3:0 Sieg von L´haus-D´seifen/Paul gleich im ersten Doppel gegen Cunningham/Seyler zum 6-3 für Bochum schien die Partie gelaufen. Heike Ernst hatte im nächsten Spiel die Chance auf ein 118er-Finish zum 3:2 Sieg und damit zum Titelgewinn, doch der Dart kratzte nur am Bullseye und Klefeker/Welge verkürzten auf 4-6.
Nachdem Klönhammer/Steinbusch dann auch noch das 5-6 aus Bremer Sicht erzielten, begannen die Bochumer wieder zu zittern. Aber nur die Zuschauer, denn Andy Kröckel und Siggi Lausberg setzten sich im letzten Spiel gegen Sonnenburg/Wagner glatt mit 3:0 durch und holten damit den ersehnten Titelgewinn. Neunmal hatte man es zuvor bereits versucht, wobei eine Vizemeisterschaft und jede Menge dritte und fünfte Plätze heraussprangen.
Nun wurde gefeiert ohne Ende, denn wohl kein anderes Team hat seit so vielen Jahren so sehr auf diesen Titelgewinn hingearbeitet. Die Bremer Vizemeister waren ein ebenbürtiger Finalgegner gewesen, wie der Gesamtaverage des Finales von 22.91 für Bochum und sogar 23.12 für Bremen zeigen.
Abschließend bedankt sich die ddz insbesondere bei Albert Schmidt, Simone und Klaus Beierl sowie Wilfried Kohlstruk für die ausgezeichnete Unterstützung vor, während und nach dem in jeder Hinsicht gelungenen Turnier!

Siggi Lausberg hat gerade den Matchdart zum Titelgewinn für Bochum gesetzt und jubelt

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

1999:

Mülheim wird in Hanau zum 6. Mal Deutscher Mannschaftsmeister

Im Gegensatz zu den Vorjahren ging der 1. DC Mülheim/Ruhr am 26./27. Juni 1999 bei der diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaft nicht als alleiniger großer Titelaspirant ins Rennen. Mit Olaf Tupuschis und Andreas Hepe fehlten zwei wichtige Spieler, die durch Nachwuchsleute ersetzt werden mußten. Als Geheimfavorit startete diesmal der Nordrhein-Westfälische Vizemeister 1. DC Wuppertal mit den Nationalspielern Marcel Schmidt und Olaf Cremer in den Kampf um den höchsten Mannschaftstitel. Gute Siegchancen wurden aber auch dem DC Bremen-Vegesack mit Welge und Seyler, dem 1. DSC Bochum mit Kröckel und Ernst sowie den Bayerischen Meister Clochard Augsburg um Fritz Hiebl zugeschrieben.

Der 1. DC Mülheim gewann zum 6. Mal die Mannschafts-DM

Mülheim in Gruppe 1 nur Zweiter hinter Arpke
Die Vorrunde wurde in drei Vierer- und einer Dreiergruppe jeder gegen jeden gespielt, wobei Titelverteidiger Mülheim die einzige Dreiergruppe erwischte. Diese war dadurch zu Stande gekommen, weil die Jokers Suttgart nicht angereist waren.

Gegen Cartoon Gießen, welches aufgrund personeller Probleme lediglich mit sieben Mann spielte, sprang für Mülheim nur ein knapper 7-5 Erfolg heraus und das anschließende 6-6 gegen den Arpker Dartverein bedeutete, daß man lediglich als Gruppenzweiter das Viertelfinale erreichte.

Gruppensieger wurde der diesmal sehr stark und überaus engagiert spielende Arpker DV, in dessen Reihen u.a. Mex Meyer-Schlüter und Andreas Schendel stehen.

Wuppertal und Hamburg in Gruppe 2 weiter
Auch Geheimtip 1. DC Wuppertal tat sich in Gruppe 2 recht schwer. Man begann mit einem 6-6 Unentschieden gegen das Dreamteam Hamburg um Wolfgang Boge und Rüdiger Preuß, gewann dann 9-3 gegen den 1. DC Straubing und schaffte im letzten Spiel einen 7-5 Erfolg gegen das Fanatic Tower Team Berlin.

Damit war Wuppertal als Gruppenerster weiter und Berlin, dem vor Turnierbeginn gute Außenseiterchancen zugeschrieben wurden, überraschend draußen, da man gegen Hamburg nur 6-6 gespielt hatte. Hamburg durfte sich seinerseits freuen ungeschlagen als Gruppenzweiter ins Viertelfinale einzuziehen.

Gar nicht recht ins Spiel gekommen war in dieser Gruppe der 1. DC Straubing, bei dem unter anderem Andrea Leipold an den Start ging – man wurde ohne Punktgewinn Vierter.

Favorit Bremen in Gruppe 3 vor Augsburg
Favorit in Gruppe 3 war Bremen-Vegesack, und Andree Welge & Co starteten auch gleich mit einem 9-3 Sieg gegen Blau-Weiß Karlsruhe. Noch höher war der Auftakt bei Clochard Augsburg mit 10-2 gegen den zweiten Vertreter Niedersachsens, den DC Oker.

Doch im zweiten Spiel unterlag Augsburg etwas überraschend 5-7 gegen Karlsruhe und alles war wieder offen. Nach seinem Sieg gegen den DC Oker und einem 6-6 gegen Clochard Augsburg im letzten Spiel war Bremen klar als Gruppenerster durch und Karlsruhe hatte plötzlich die Chance mit einem Sieg gegen die bereits ausgeschiedenen Männer des DC Oker anstelle von Augsburg das Viertelfinale zu erreichen.

Doch man schaffte nur ein 6-6 gegen den bis zum Schluß voll spielenden DC Oker – und das reichte Augsburg um dank des besseren Spielverhältnisses hinter Bremen ins Viertelfinale einzuziehen. Denkbar knapp ausgeschieden war damit Karlsruhe als punktgleicher Dritter.

Souveräne Bochumer in Gruppe 4 vor DT Warnecke
In Gruppe 4 überraschte Außenseiter 1. DV Kaiserslautern gleich in seinem ersten Spiel gegen den Vorjahresdritten Irish Folk Pub München mit einem 7-5 Sieg. Der 1. DSC Bochum führte nach den Einzeln gegen das DT Warnecke mit sage und scheibe 8-0 und siegte am Ende 10-2.

Durch ein 9-3 im zweiten Match gegen München, wo auch Harry barth und Bobby Boch am Start waren, war Bochum bereits vorzeitig weiter, während die Hessen vom DT Warnecke durch einen Sieg gegen Kaiserslautern ihre Chancen weiter wahrten.

Das 8-4 der an diesem Tage überragenden Bochumer in der Partie gegen Kaiserslautern machte das letzte Gruppenmatch zwischen Warnecke und München zum Finale um Platz 2. Warnecke nutzte seine Chance und so mußte München ohne Punktggewinn in der Gruppe ausscheiden.

Mehrere Favoritenstürze im Viertelfinale
Ab den Viertelfinale spielten die letzten Acht dann im KO-System weiter, wobei die Partien nach Erreichen des siebten Punkts für ein Team abgebrochen wurden. Der Arpker Dartverein unterstrich mit seinem 7-4 Sieg gegen Clochard Augsburg seine bislang vielleicht beste Leistung bei einer Endrunde der Mannschafts-DM und zog erstmals ins Halbfinale ein, wo im Vorjahr noch sein Gegner aus Augsburg gestanden hatte.

Die so übel ins Turnier gestarteten Hessen vom DT Warnecke kamen immer besser ins Laufen und warfen mit einer Klasseleistung durchaus überraschend die favorisierten Wuppertaler mit 7-4 aus dem Rennen. Für Wuppertal ganz sicher eine große Enttäuschung angesichts der zuletzt in der Liga derart überzeugenden Form.

Eine ganz enge Partie wurde zwischen dem 1. DC Mülheim und Bremen-Vegesack erwartet, wobei Bremen als leichter Favorit galt. Doch Colin Rice, Volker Backes und der Rest der Mülheimer Truppe schossen sich mit Glück und Geschick schon früh einen deutlichen Vorsprung heraus, was die Bremer sich teilweise angesichts bester vergebener Chancen selbst zuzuschreiben hatten. Mülheim witterte Bühnenluft und wurde immer stärker während Bremen angesichts der vergebenen Chancen zusehens verkrampfte. Am Ende siegte Mülheim, in dieser Höhe gewiß nicht erwartet, mit 7-3.

Den höchsten Sieg des Viertelfinales erreichte der 1. DSC Bochum in einer weiteren souveränen Vorstellung mit 7-2 gegen das Dreamteam aus Hamburg, das sich bei der diesjährigen Mannschafts-DM trotz des Ausscheidens in ausgezeichneter Verfassung vorstellte.

Der Arpker Dartverein belegte Platz 3

Teamgamekrimi im Halbfinale bringt Mülheim ins Endspiel
 

Im Halbfinale war das DT Warnecke dann richtig warmgelaufen und setzte sich gegen den Arpker Dartverein hoch mit 7-2 durch. Nach einer vorübergehenden Phase der Niedergeschlagenheit konnten sich die Niedersachsen dann aber doch über ihre in starker Manier herausgespielte Bronzemedaille freuen. Und in puncto Fröhlichkeit war die große Arpker Delegation, die bereits am Samstag in Kriegsbemalung augelaufen war, an diesem Wochenende ganz gewiß unschlagbar!

Nach den Eindrücken von Gruppenspielen und Viertelfinale hatte sich der 1. DSC Bochum im Turnierverlauf als klarer Titelaspirant herauskristallisiert. Kein anderes Team war derart souverän ins Halbfinale gelangt. Doch nun ging es gegen Mülheim, und die Begegnung dieser beiden Teams steht stets unter ein einem ganz besonderen Stern.

Nach den Einzeln stand es 4-4 und auch die Doppel verliefen hochdramatisch. Als Mülheim mit 6-5 in Führung ging und im letzten Doppel 16 Matchdarts hatte, schien die Partie gelaufen. Doch Rainer Baumdick gelang der Bochumer Ausgleich zum 6-6 – und es schien als sei das Glück auch einmal auf Bochumer Seite.

Es kam zum alles entscheidenden Teamgame, wo Bochum 1:0 in Führung ging. Doch Mülheim glich aus, und es war einmal mehr Colin Rice, der den Mülheimer Sieg mit seinem 78er-Check am Ende doch noch möglich machte. Damit blieb Bochum erneut nur Platz 3.

Zum vierten Mal wurde der 1. DSC Bochum Dritter

Im Endspiel war der Titelverteidiger nicht mehr zu stoppen
 

Im Endspiel standen sich also zwei Mü(h)lheimer Mannschaften gegenüber, nämlich Titelverteidiger 1. DC Mülheim/Ruhr und Herausforderer DT Warnecke, das im hessischen Muhlheim (mit 2mal "H") beheimat ist.

Nach einem 1-1 Zwischenstand zog der 1.DC Mülheim auf 5-1 davon, bevor Warnecke wieder ein wenig auf 6-3 herankommen konnte. Doch Colin Rice und Vorker Backes stellten mit ihrem 3:1 gegen Michael Rauch und Holger Kurz den 7-3 Titelgewinn des 1. DC Mülheim sicher.

Es war das sechste Mal, daß der 1. DC Mülheim/Ruhr Deutscher Mannschaftsmeister wurde – ein geradezu unglaublicher Rekord für die dominierende Vereinsmannschaft der Neunziger-Jahre zu dem man Colin Rice, Volker Backes, Thomas Kremer, Michael Nett, Klaus Müller, Markus Mecklenbeck, Wolfgang Plum, Marc Gebauer, Holger Huuk und Markus Huth nur gratulieren kann.

Doch auch das DT Warnecke, das als sechstes hessisches Team ein Finale um die Mannschafts-DM erreichte, hat mit der Vizemeisterschaft eine Menge erreicht. Für die Hessen spielten Peter Noack, Michael Rauch, Norbert Büchner, Holger Kurz, Antonio Giove, Uwe Bügler, Marco Blesing, Peter Hochhäuser und Marcus Behnsen.

Gratulieren kann man auch den beiden ausrichtenden Vereinen DC St. Patrick in 1. DC Hanau, die einmal mehr absolute Spitze waren. Das ging schon beim Sektempfang am Samstagmorgen los und zog sich über beide Tage bis hin zur abschließenden Siegerehrung. Daß eine solch gute Stimmung während beider Veranstaltungstage herrschte lag eben nicht zuletzt auch an den vielen freundlichen Helfern – bei denen sich auch die deutsche dartsport zeitung an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchte.

Das DT Warnecke wurde Vize-Mannschaftsmeister

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

1998:

1. DC Mülheim gewinnt in Hanau 5. Mannschafts-DM

Am 27./28. Juni 1998 gingen bei der Deutschen Achter-Ligameisterschaft (Mannschafts-DM) 16 Teams an den Start. Diese Vereine hatten sich jeweils über das Ligasystem ihres Landesverbandes für die Endrunde in Hanau qualifiziert, wobei Nordrhein-Westfalen und Bayern als mitgliederstärkste Verbände jeweils 3 Mannschaften stellten, während ansonsten je zwei bzw. ein Teilnehmer pro Bundesland an den Start gingen. Einmal mehr war die Stimmung unter den Teilnehmern ganz ausgezeichnet, wozu die mit viel Liebe zum Detail versehene Organisation des Hanauer Ausrichters um Albert Schmidt entscheidend beitrug.

Bayernmeister bereits in Vorrunde ausgeschieden
 

Am Samstag wurde zunächst eine Vorrunde gespielt, bei der sich die 16 Teams in 4 Gruppen a 4 Mannschaften aufteilten. In diesen Gruppen spielte jeder gegen jeden, wobei die beiden vorderen Plätze jeder Gruppe das für Sonntatg angesetzte Viertelfinale erreichten. Überraschend schied bereits hier Bayern-Meister Finnegan´s Harp Nürnberg aus, während München und Augsburg weiterkamen. Auch die recht stark eingeschätzten Teams von DSC Dietzenbach und Bremen-Vegesack schafften in ihren Gruppen das Klassenziel nicht. Gruppensieger wurden 1. DC Mülheim, 1. DSC Bochum, DSC Recklinghausen und Dart Team Warnecke. Ergänzt wurde das Feld der letzten Acht durch Clochard Augsburg, Irish Folk Pub München, Arpker DV und Fanatic Tower Berlin, die Zweite in ihren Gruppen wurden.

Bochum nach Teamgame gegen München draußen
 

Am Sonntag ging es dann beim Viertelfinale im KO-System weiter. Dabei kam es zwischen dem 1. DSC Bochum und IFP München, als es nach der normalen Distanz von 8 Einzeln und 4 Doppeln 6-6 stand, zum alles entscheidenden Teamgame, welches auf 1001/best-of-3 gespielt wurde. München hatte das Glück des Tüchtigen gewann 2:0. Den höchsten Sieg legte in dieser Runde mit 7-3 Clochard Augsburg hin, und das obwohl DT Warnecke leichter Favorit gewesen war! Recklinghausen konnte sich nach 4-4 Zwischenstand am Ende noch 7-4 gegen Fanatic Tower Berlin durchsetzen und Rekordmeister Mülheim besiegte den Arpker DV mit dem gleichen Ergebnis.

Vorjahresendspiel diesmal schon im Halbfinale
 

Gegen 13 Uhr ging es dann mit den Halbfinals weiter wobei das Mülheimer Team um Colin Rice mit 7-1 gegen die Hiebl-Truppe aus Augsburg sehr hoch gewann. München dagegen mußte nach einem 6-6 gegen den Vorjahresfinalisten Recklinghausen erneut ins Teamgame. Diesmal hatten die Männer um Ede Martin weniger Glück und mußten ausscheiden. Damit war der Titelverteidiger draußen, denn im Vorjahr hatte München das Finale gewonnen - und zwar gegen eben diese Recklinghäuser!

Recklinghausen führte im Finale schon 5-3
 

Im Finale konnte bis zum 3-2 für Mülheim kein Team mehr als 1 Spiel Vorsprung herausspielen, doch dann gewannen Grimberg (3:0 gegen Colin Rice!), Haaß und Jürgen Lechtken nacheinander für Recklinghausen, das damit nach den Einzeln 5-3 führte. Doch einmal mehr bewies sich die Mülheimer Doppelstärke und die Ruhrpottler gewannen die ersten 3 Doppel hintereinander zur erneuten 6-5 Führung. Im letzten Spiel der Begegnung glichen Mike Adams und Chris Lechtken dann jedoch gegen Kartik/Mecklenbeck zum 6-6 aus - und es war erneut ein Teamgame fällig. Hier setzten sich einmal mehr die Mühlheimer mit 2:0 durch, was ihnen ihre 5. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einbrachte, während Recklinghausen sich erneut mit dem Vizetitel zufrieden geben musste.

Hanau war idealer Austragungsort
 

Ganz gewiss war Hanau der ideale Austragungsort für die Mannschafts DM, denn hier stimmte einfach alles. Eine schöne Halle, gute Übernachtungsmöglichkeiten, beste Möglichkeiten zum abendlichen Ausgehen und kurze Wege bilden eine gute Grundlage für ein Mannschaftsturnier. Wenn dann noch eine Ausrichtercrew dazu kommt, die sich soviel Mühe bis ins kleinste Detail hinein gibt wie die in Hanau, dann müssen sich die Teilnehmer einfach wohl fühlen. Klasse zum Beispiel auch die Idee die Urkunden aller teilnehmenden Teams mit deren zu Turnierbeginn gemachten Mannschaftsfotos zu versehen!

(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)

 

1984:

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