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Archiv der Bundesliga (seit 2004) und der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft
(1984-2003) Ehrentafel
(durch anklicken der Jahreszahl gelangt Ihr zu den einzelnen
Veranstaltungen)
| Jahr |
Deutscher Meister |
Deutscher Vizemeister |
Ergebnis |
| 1984 |
Jolly DT Berlin |
keine Angaben |
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| 1985 |
Broadway Bremen |
Cottage Frankfurt |
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| 1986 |
Post SV Hannover |
Hansa Eck Köln |
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| 1987 |
Post SV Hannover |
Cottage Frankfurt |
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| 1988 |
Post SV Hannover |
Irish Folk Pub München |
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| 1989 |
1. Kölner Dartverein |
DC Herzogenaurach |
|
| 1990 |
1. Kölner Dartverein |
Krone Hattersheim |
|
| 1991 |
DC Seligenstadt |
1. DC Mülheim/Ruhr |
7:6 |
| 1992 |
DSC Essen |
Irish Folk Pub München |
7:1 |
| 1993 |
1. DC Mülheim/Ruhr |
DC Seligenstadt |
7:2 |
| 1994 |
1. DC Mülheim/Ruhr |
Flintstones Dietzenbach |
7:2 |
| 1995 |
1. DC Mülheim/Ruhr |
1. DSC Bochum |
7:5 |
| 1996 |
1. DC Mülheim/Ruhr |
41er Dartbabies Berlin |
7:0 |
| 1997 |
Irish Folk Pub München |
DSC Recklinghausen |
7:5 |
| 1998 |
1. DC Mülheim/Ruhr |
DSC Recklinghausen |
7:6 |
| 1999 |
1. DC Mülheim/Ruhr |
Dart-Team Warnecke |
7:3 |
| 2000 |
1. DSC Bochum |
DC Vegesack Bremen |
7:5 |
| 2001 |
DIG Neu-Isenburg |
DC Vegesack Bremen |
7:5 |
| 2002 |
1. DC Wuppertal |
Dart's Pub Walldorf |
7:1 |
| 2003 |
1. DSC Bochum |
DC Vegesack Bremen |
7:2 |
| 2004 |
DIG Neu-Isenburg |
Taraxacuma Huttenheim |
7:6 |
| 2005 |
1. DSC Bochum |
DC Vegesack Bremen |
7:5 |
| 2006 |
DC Vegesack Bremen |
1. DSC Bochum |
7:6 |
| 2007 |
1. DSC Bochum |
DIG Neu-Isenburg |
7:3 |
| 2008 |
Vikings DC Berlin |
DIG Neu-Isenburg |
7:5 |
2006:
2005:
Dramatische Bundesliga-Endrunde in Hanau mit Titelgewinn
des 1. DSC Bochum
Als am 3. Juli 2005 die Halbfinals und das Finale der
Bundesliga-Endrunde in der Hanauer Lindenauhalle anstanden, war diese gut
gefüllt und die Stimmung ganz ausgezeichnet. Alle Teams hatten zahlreiche Fans
mitgebracht und auch einige neutrale Zuschauer waren vor Ort. Auch was die
Dramatik angeht, ließ diese Endrunde nichts vermissen. So war es in beiden
Halbfinals unglaublich knapp, bevor sich Taraxacuma Huttenheim und der Dartspub
Walldorf mit den Plätzen 3 bzw. 4 begnügen mussten. Das Finale gewann der 1. DSC
Bochum gegen den DC Vegesack Bremen und ist damit Nachfolger des
Vorjahressiegers DIG Neu-Isenburg. - Bereits einen Tag vorher fanden
am gleichen Ort auch die Aufstiegsrunden zu den beiden Bundesligagruppen statt, von
denen an Ende dieses Textes berichtet wird. Die Thorny Roses Hildesheim und die
Checkers Hamburg stiegen in die Nordgruppe auf, Cartoon Gießen und die Bandits
Hunsrück komplettieren die Südgruppe der Dart-Bundesliga.

Nordmeister 1. DSC Bochum ist nun auch neuer
Meister der Dart-Bundesliga
Bochum gewinnt Halbfinalkrimi gegen Walldorf
im Teamgame
Als es am Samstagmorgen um 10.00 Uhr mit der Endrunde losgehen sollte, lag viel
Spannung in der Luft. Im Halbfinale zwischen dem Vorjahres Dritten 1. DSC Bochum
und dem Süd-Zweiten Dartspub Walldorf begann Bochums Volker Backes unheimlich
stark gegen den BWDV-Präsidenten Alexander Albert und konnte mit 3:0 gewinnen.
Am Nachbarboard - die Einzel wurden parallel an 2 Boards gespielt - legte
unterdessen Walldorfs Top-Mann Mensur Suljovic gegen Haci Halim Senses einen 3:0
Sieg zum Ausgleich hin.
Colin Rice auf Bochumer Seite hatte es im 3. Einzel mit Marco Puls zu tun. Am
Ende war es Colin, der mit 3:1 als Sieger aus dieser Partie hervorging. Auf dem
Nachbarboard hatte Rainer Besrutsch für Walldorf gegen Joachim Paul gespielt,
und er gewann die nervös geführte Partie mit 3:0 zum erneuten Walldorfer
Ausgleich.
Konstant stark zeigte sich Bochums Thomas Kreutzer im 5. Einzel gegen
Sven-Oliver Beute. In einem beidseitig guten Match behielt Thomas mit 3:0 die
Oberhand und Bochum ging mit 3:2 in Führung. Dart-Legende Frank Mast konnte dann
mit einem 3:0 gegen Christian Krüger ausgleichen.
Zwischen Andreas Kröckel und der Walldorfer Ex-Jugend-Nr. 1 Michael Stübs kam es
zu einem Nervenspiel. Letztendlich hatte Andy das nötige Quäntchen Glück und
brachte Bochum mit seinem 3:1 zum 4. Mal in Führung. Doch erneut konnten die
Walldorfer ausgleichen. Chris Kotal gewann ein hochklassiges Match mit 3:1 gegen
Stephan Schneider.
Bochum war mit 6 Punkten Vorsprung Nordmeister geworden und ist das einzige
ungeschlagene Bundesligateam dieser Saison. Als aber nun Rice/Senses das erste
Doppel gegen Puls/Stübs mit 0-3 verloren wurde es erstmals in dieser Spielzeit
brenzlig für die Ruhrpottler - man lag 4-5 hinten.
Die Doppel wurden nur an einem Board gespielt, was sich für die Stimmung als
sehr zuträglich erwies. Als dann Backes/Kröckel auch das 2. Doppel gegen Kotal/Mast
mit 1:3 verloren, lag Walldorf mit 6-4 vorn und die Siegerstraße schien in den
Süden zu führen.
Kreutzer/Schneider waren nun für Bochum im 3. Doppel an der Reihe, und die
standen Besrutsch/Suljovic gegenüber. Die Bochumer konnten mit ihrem 3:1 Sieg
auf 5:6 verkürzen, die Chance ein Teamgame zu erreichen blieb gewahrt.
Für das vierte Doppel hatte Bochum mit Michael Nölle und Dieter Sentrup zwei
Spieler eingewechselt, die kein Einzel gespielt hatten. Auch bei Walldorf kam
neben Sven-Oliver Beute mit Oliver Spenrath ein neuer Spieler ins Match.
Es sah absolut hoffnungslos aus für Bochum: Man geriet 0:2 in Rückstand, und
Walldorf brauchte nur noch ein einziges Leg zum Sieg. Doch der Dart wollte nun
absolut nicht mehr ins Doppel! Bochum glich zum 2:2 aus. Es war dann Dieter
Sentrup, dem dann der kaum noch für mögliche gehaltene Check zum 3:2 und damit
zum sicher glücklichen 6-6 Ausgleich gelang.
Für Walldorf war es hart nach einen schon fast sicher geglaubten Sieg noch ins
Teamgame zu müssen. Doch man zeigte Klasse, ließ Bochum im 1. Leg deutlich
hinter sich und checkte zum 1:0. Das 2. Leg gewannen dann die Bochumer und das
allerletzte Leg musste die Entscheidung bringen. Es war ein enges Ding - und es
war schließlich Colin Rice, der mit einem 76er-Finish zum Bochumer Sieg checkte.
Bochum stand im Finale - und das nach einem Spiel, dass ganz bestimmt keinen
Verlierer verdient hatte!

Der Dartspub Walldorf hatte besonders im
Halbfinale viel Pech und wurde Vierter
Vegesack erspielt sich knappen Halbfinalsieg
gegen Huttenheim
Im anderen Halbfinale standen sich der Vizemeister des Vorjahres Taraxacuma
Huttenheim und der Nord-Zweite Vegesack Bremen gegenüber. Michael Gutting
brachte die Huttenheimer mit einem 3:1 gegen Klaus Wagner in Führung.
BWDV-Landesspielleiter Jochen Becker musste sich im 2. Einzel nur knapp mit 2:3
gegen Bremens Bernd Buchal geschlagen geben.
Doch dann trat Thilo Albruschat ans Board und der hat eine ausnehmend starke
Bundesligasaison hinter sich. Das wies er auch mit seinem 3:2 gegen Bremens
DDV-Nr. 2 Andree Welge nach. Im 4. Einzel war es genau umgekehrt: Mecki
Klönhammer gewann seinerseits 3:2 gegen Huttenheims Damir Vuckovac, womit es 2-2
stand.
Es sollte in diesem gesamten so umkämpften Halbfinale kein einziges 3:0 geben!
Armin Gast holte mit seinem 3:1 gegen Christian Bober die Führung im 5. Einzel
erneut in den Süden - und dann geschah was aus Bremer Sicht nicht geschehen
durfte; DDV-Nr. 1 Tomas Seyler unterlag mit 2:3 gegen Michael Mehrer! Die
Top-Leute Welge und Seyler hatten verloren und man lag 2-4 hinten ... würde
Bremen das wegstecken können?
Jetzt trat für Huttenheim auch noch Nationalspieler Marcus Schulte ans Oche. Der
ging auch gleich mit 2:0 gegen Widereinsteiger Mex Meyer-Schlüter in Führung,
und das letzte Vaterunser schien für Bremen gebetet. Doch Mex schaffte das
Unmögliche. Er drehte das 7. Einzel noch zum 3:2 für Bremen um. Kevin Antz hatte
im letzten Einzel gegen Andreas Klittmann die schwere Aufgabe die nun neu
beseelten Bremer in Rückstand zu halten. Es klappte nicht, der Bremer siegte mit
3:1, womit es zur Pause 4-4 stand
Gutting/Schulte gelang dann im ersten Doppel ein 3:1 gegen Seyler/Meyer-Schlüter
zum 5-4 für Huttenheim - und zwei der stärksten Bremer hatten schon gespielt!
Die Bremer sahen das wohl anders und Bober/Welge glichen mit einem 3:1 gegen
Albruschat/Mehrer zum 5-5 aus.
Die letzten beiden Doppel standen dann jeweils auf Messers Schneide und gingen beide über die vollen 5 Legs. Zunächst gewannen die Bremer Andreas Klittmann und Klaus Wagner hauchdünn mit 3:2 gegen Johann Hotel und Davor
Vuckovac und brachten Bremen erstmals in diesem Match in Führung.
Dann waren Bernd Buchal und Mecki Klönhammer gegen Huttenheims Armin Gast und
Damir Vuckovac an der Reihe. Die Spannung war allgegenwärtig - besonders als es
2:2 stand. Das nächste Leg musste den Sieg für Bremen oder das Teamgame bringen.
Alle 4 Spieler bekamen die Chance Darts am Doppel vorbei zu werfen! Es war dann
schließlich Mecki, der zeigte wo der (Klön-)Hammer hängt! Der Bremer versenkte
den herbeigesehnten Matchdart zum 7-5 Sieg der Bremer, die damit im Finale
standen.

Nach knapper Halbfinalniederlage gewann
Taraxacuma Huttenheim das Spiel um Platz 3
Huttenheim nach Süd-Derby gegen Walldorf auf
Platz 3
Bevor es jedoch zum Finale kam, wurde zunächst einmal um Platz 3 und 4 gespielt.
Das eigentlich recht ungeliebte Platzierungsspiel gewann an Interesse, weil hier
mit dem Dartspub Walldorf und Taraxacuma Huttenheim so etwas wie Lokalrivalen
aufeinander trafen. Gespielt wurde das Süd-Derby allerdings nicht mehr an 2
sondern nun an 4 Boards um die Spieldauer ein wenig zu verkürzen.
Michael Gutting gewann überraschend klar mit 3:0 gegen Mensur Suljovic, und
Marcus Schulte brachte Huttenheim durch sein 3:0 gegen Hans Pfaff den zweiten
Punkt. An den anderen 2 Boards hatte aber Walldorf die besseren Karten. Marko
Puls gewann 3:0 gegen Damir Vuckovac und Frank Mast siegte mit 3:1 gegen Johan
Hotel.
Beim Stand von 2-2 traten dann die jeweils 4 anderen Einzelspieler ans Oche.
Walldorfs Chris Kotal setzte sich dabei mit 3:2 gegen Michael Mehrer durch.
Huttenheims Davor Vuckovac siegte zeitgleich mit 3:1 gegen Rainer Besrutsch. Die
übrigen zwei Einzel gingen beide mit 3:0 für Walldorf aus, wobei Sven-Oliver
Beute gegen Jochen Becker siegte und Michael Stübs gegen Thilo Albruschat
gewann. Walldorf ging also mit einer 5-3 Führung in die Doppel.
Doch im Doppel war dann Huttenheim in den entscheidenden Momenten vorn. Ohne
Mensur Suljovic gab Walldorf die ersten 3 Doppel jeweils knapp mit 2:3 ab: Kotal/Mast
unterlagen gegen Gutting/Schulte, Puls/Stübs verloren gegen Hotel/Dav.Vuckovac
und Beute/Spenrath mussten sich gegen Antz/Becker geschlagen geben.
Beim Stand von nun 6-5 für Huttenheim gewann dann Damir Vuckovac mit Michael
Mehrer auch noch das vierte Doppel mit 3:1 gegen Hans Pfaff und Rainer Besrutsch,
und hatte damit den Stand nach den Einzeln umgedreht. Mit diesem 7-5 Erfolg
belegte Huttenheim Platz 3 vor dem Dartspub Walldorf als Bundesliga-Viertem der
Saison 2004/2005.

Colin Rice hat gerade im letzten Doppel des
Finales den Matchdart gesetzt
Bochum holt den Titel zum 3. Mal im Finale
gegen Vegesack
Am Nachmittag war es dann soweit: Der 1. DSC Bochum traf im Finale um den Titel
in der Dart-Bundesliga 2004/2005 auf den DC Vegesack Bremen. Bereits zum 3. Mal
gab es dieses Endspiel und beide bisherigen Male konnte Bochum den Titel holen
(die ersten beiden Male bei der Mannschafts-DM).
Gleich im ersten Bühnenmatch, gecallt von Martin Bächler, gab es eine
Überraschung: Volker Backes musste sich gegen sehr stark spielenden Klaus Wagner
mit 2:3 geschlagen geben. Als dann im zweiten Einzel Bernd Buchal die Bremer mit
einem 3:1 gegen Haci Halim Senses sogar mit 2-0 in Führung brachte, sah es gut
aus für die Hansestädter.
Doch dann gelang Colin Rice ein glattes 3:0 für Bochum gegen Michael Klönhammer.
Der ruhende Pol im Bochumer Team, Thomas Kreutzer, geriet in Einzel Nr. 4 zwar
gegen Andree Welge mit 1:2 in Rückstand, doch er drehte das Match noch zum 3:2
für sich herum, womit die Partie 2-2 stand.
Joker Dieter Sentrup, dessen Check zum 6-6 Bochum im Halbfinale im Wettbewerb
gehalten hatte, begann gegen Christian Bober stark und gewann das Match auch
wenn später einige Doppel verfehlt wurden mit 3:0. Damit ging Bochum erstmals in
diesem Endspiel in Führung.
Diese konnte DDV-Nr. 1 Tomas Seyler dann mit einem 3:1 gegen Christian Krüger
ausgleichen. In diesem besten Einzel des Endspiels war Chris mit einem 18-Darter
in Führung gegangen und Tomas hatte das Spiel mit 16, 16 und 13 Darts gedreht.
Tomas spielte dabei mit 31.78 den klar besten Einzelaverage, Verlierer Chris mit
26.87 den zweitbesten!
Andy Kröckel brachte Bochum dann mit einem 3:2 gegen Ulrich Meyer-Schlüter
erneut in Führung, die Stephan Schneider dann mit einem glatten 3:0 gegen
Andreas Klittmann zur 5-3 Pausenführung erhöhte.
Nach 0:1 Rückstand im ersten Doppel gegen Seyler/Meyer-Schlüter siegten
Kreutzer/Schneider mit 3:1 und Bochum zog auf 6-3 davon. Buchal/Klönhammer
hatten dann im 2. Doppel jeweils etwas früher Darts auf Check und nutzten diese
konsequent zum 3:0 Sieg, womit Bremen auf 4-6 herankam.
Ein weiteres 3:0 von Bober/Welge gegen Backes/Senses brachte Bremen sogar auf
5-6 heran. In diesem Match wurden die beiden höchsten Averages im Doppel
erreicht. Die Bremer Sieger spielten 23.86, die Bochumer Verlierer immerhin noch
23.48.
Manchem Bochumer Fan begannen nun langsam die Beine zu zittern. Nicht so jedoch
Andy Kröckel und Colin Rice im letzten Doppel. Die beiden Bochumer Routiniers
gewannen Leg 1 gegen Andreas Klittmann und Klaus Wagner klar, und sie holten
sich dann auch das zweite, nachdem die Gegner ihr Doppel verpassten. Die nächsten
beiden Legs gingen dann aber sauber gespielt an die Bremer, so dass das
allerletzte Leg entscheiden musste.
Nach 17 Darts warf Bochum auf Doppel, als Bremen noch 225 Rest hatte. Doch es
dauerte noch 11 weitere Pfeile bis es schließlich Colin Rice war, der die
ersehnte Doppel-3 zum Titelgewinn traf, als die Bremer auf 48 Rest standen.
Der Jubel über das 7-5 und den Titelgewinn war natürlich riesig, insbesondere
nach dem fast schon verlorenen Halbfinale gegen Walldorf! Bremen blieb zum 3.
Mal nur die Vizemeisterschaft - und das zum 3. Mal hinter den Bochumern. Aber
was heißt hier nur?! Man ist damit schließlich neuer Vizemeister der
Dart-Bundesliga!

Neuer Vizemeister der Dart-Bundesliga ist der
DC Vegesack Bremen
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
2004:
2003:
2002:
1. DC Wuppertal wird neuer Deutscher
Mannschaftsmeister vor Dart Pub Walldorf
Am Wochenende des 29./30. Juni 2002 trafen sich
15 Achterteams um bei den 19. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der
Hanauer Lindenauhalle den diesjährigen Titelträger zu ermitteln. Bereits im
Viertelfinale schieden dabei die letztjährigen Finalisten DIG Neu-Isenburg und
DC Bremen-Vegesack aus. Platz 3 belegten der Mitfavorit 1. DSC Bochum und der
Arpker Dartverein. Im Endspiel setzte sich dann das favorisierte Team des
Nordrhein-Westfalen-Meisters, 1. DC Wuppertal, gegen den Überraschungsfinalisten
DC Walldorf aus Baden-Württemberg durch und konnte damit seine erste Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft feiern.

Bereits im achten Einzel des Finales setzte
Marcel Schmidt
den Matchdart für Wuppertal, rechts Gegner Claus Siegel
Die beiden Vorjahresfinalisten setzten sich in
Gruppe 1 durch
Besonders stark besetzt war in diesem Jahr die Gruppe 1, in der Titelverteidiger
DIG Neu-Isenburg, der Vorjahreszweite DC Bremen-Vegesack, Bayernmeister Hawks
Vilsbiburg und der starke DV Kaiserslautern an den Start gingen. Bremen gewann
das 1. Spiel mit 9-3 gegen Kaiserslautern und Neu-Isenburg siegte mit dem
gleichen Resultat gegen Kaiserslautern.
In Runde 2 gab es dann die ersten Dämpfer für die beiden Vorjahresfinalisten,
als Neu-Isenburg gegen Kaiserslautern und Bremen gegen Vilsbiburg jeweils über
ein 6-6 Unentschieden nicht hinauskamen. Nach einem 6-6 zwischen Vilsbiburg und
Kaiserslautern - die damit punktgleich auf den Plätzen 3 und 4 landeten - war
klar, dass Neu-Isenburg und Bremen auf den beiden vorderen Plätzen bleiben
würden und damit das Viertelfinale erreicht hatten.
In ihrem Aufeinandertreffen im letzten Gruppenspiel ging es nur noch um Platz 1
oder 2 in der Gruppe, was evtl. einen vermeintlich etwas leichteren Weg in der
anschließenden KO-Runde bringen konnte. Wie im letztjährigen Endspiel setzte
sich erneut Neu-Isenburg gegen Bremen durch und wieder gewann Bremen dabei genau
4 Spiele.

Vorjahressieger DIG-Neu Isenburg schied jedoch
im Viertelfinale nach Teamgame gegen Walldorf aus

Gruppe 2 mit zwei Titelsammlern der
vergangenen Jahre
In Gruppe 2 gingen lediglich 3 Mannschaften an den Start, da ein Team
zurückgezogen hatte. Mit dem 1. DC Mülheim/Ruhr und Post SV Hannover waren hier
zwei Teams am Start, die in den vergangenen 18 Jahren zusammen genau die Hälfte
der Titel - also 9 - gewonnen hatten. Dritter im Bunde war der DC Unicorn
Bamberg aus Bayern.
Natürlich kommt in einer Dreiergruppe dem ersten Match eines Teams deutlich mehr
Bedeutung zu als in einer Vierergruppe, denn man hat hier ja danach nur noch 1
Spiel (anstatt zweier Spiele in einer Vierergruppe!) übrig um eine eventuelle
Scharte auszuwetzen.
So war der 7-5 Auftaktsieg vom Bayerischen Vizemeister DC Unicorn Bamberg gegen
den dreifachen Mannschafts-DM Sieger Post SV Hannover natürlich eminent wichtig.
Auch wenn Bamberg danach mit 4-8 gegen den sechsfachen Mannschafts-DM-Sieger 1.
DC Mülheim/Ruhr unterlag, so hatte man mit 2-2 Punkten doch immer noch recht
gute Karten als Gruppenzweiter weiterzukommen.
Im letzten Spiel benötigte Hannover nun mindestens einen 7-5 Sieg gegen Mülheim
um weiterzukommen. Doch auch Mülheim stand unter Druck, würde man doch bei einer
hohen Niederlage selbst ausscheiden. Doch die Mülheimer machten es wie sie es
immer machen: Sie spielten ruhig ihren Stiefel runter und siegten am Ende mit
8-4. Damit war Hannover ausgeschieden.

Der DC Unicorn Bamberg unterlag im
Viertelfinale klar gegen Bochum und wurde Fünfter

Berlin scheitert in Gruppe 3 genauso knapp wie
im Vorjahr Wuppertal
In Gruppe 3 spielte mit Nordrhein-Westfalen-Meister 1. DC Wuppertal einer der
ganz großen Favoriten mit. Daneben wurde insbesondere dem Vorjahresdritten
Vikings Berlin das Weiterkommen zugetraut. Doch es unterschätzte auch niemand
den stets gefährlichen zweiten Hessen-Vertreter DC Klein-Auheim oder den Dart
Pub Walldorf, der u.a. Frank Mast und Claus Siegel in seinen Reihen hatte.
Mit einem 9-3 Sieg gegen Klein-Auheim unterstrich Wuppertal, das im Vorjahr nur
auf Grund eines einzigen fehlenden Spiels hauchdünn in der Vorrunde
ausgeschieden war, seine Favoritenstellung. Im anderen Spiel trennten sich
Berlin und Walldorf 6-6 Unentschieden - noch war alles offen.
In der 2. Runde gewann Walldorf dann 7-5 gegen Klein-Auheim, womit die
Walldorfer sehr gute Karten in Bezug auf das Weiterkommen hatten und die
Klein-Auheimer so gut wie ausgeschieden waren. Aber ein Fünkchen Hoffnung war da
noch, denn im Parallelspiel hatte sich Berlin eine niederschmetternde 2-10
Niederlage gegen Wuppertal geleistet.
Wuppertal war damit schon vorzeitig durch und traf nun in der letzten Partie auf
Walldorf, das ganz sicher das Viertelfinale erreichen würde, wenn es noch einen
Punkt holen würde. Doch mit Punkten war da nichts. Die Wuppertaler schalteten
keinen Gang zurück und gaben beim 9-3 gegen Walldorf erneut Vollgas.
Damit benötigte Berlin im gleichzeitig laufenden Spiel gegen Klein-Auheim einen
8-4 Sieg, denn bei Spielgleichheit würde man ziemlich sicher die bessere
Legdifferenz als Klein-Auheim aufweisen. Doch am Ende reichte es nur zu einem
7-5 Erfolg für die Berliner, die damit genauso knapp wie im Vorjahr Wuppertal
ausgeschieden waren. Walldorf konnte sich bei den kampfstarken Klein-Auheimern
für die Schützenhilfe, die sie ins Viertelfinale brachte, bedanken.

Vorjahresfinalist Bremen-Vegesack musste sich diesmal nach verlorenem Teamgame
mit Platz 5 begnügen

Bochum in Gruppe 4 mit bester Gruppenbilanz
aller Teams
In Gruppe 4 schließlich war der Mannschafts-DM-Sieger des Jahres 2000, der 1.
DSC Bochum, der ganz große Favorit. Ärgster Konkurrent war hier der Arpker
Dartverein, der 1999 mit einem 3. Platz sein bestes Ergebnis bei einer
Mannschafts-DM erreichte. Eher als Außenseiter gingen der Bayernligadritte DC
Herzogenaurach und Hamburgs Vertreter DC Lokstedt ins Rennen.
Herzogenaurach konnte sein erstes Spiel gegen Lokstedt mit 7-5 gewinnen und lag
damit zunächst einmal gut im Rennen. Bochum wies im anderen Spiel bei seinem
10-2 gegen die gewiss nicht schwachen Arpker seine Sonderklasse nach.
NWDV-Vizemeister Bochum ließ im zweiten Spiel dann noch ein 11-1 gegen
Herzogenaurach folgen, womit man so gut wie weiter war. Arpke gelang es derweil
an den benachbarten Boards durch einen 10-2 Erfolg gegen Lokstedt sein Punkte-
und Spielekonto auszugleichen.
Mit einem 9-3 gegen Lokstedt erreichte Bochum die beste Gruppenbilanz aller 15
Teams und erreichte mit nur 6 abgegebenen Spielen verlustpunktfrei das
Viertelfinale. Herzogenaurach benötigte im direkten Kampf um Platz 2 in der
Gruppe einen Sieg gegen Arpke, ganz egal wie knapp er denn sein würde. Aber
daraus wurde nichts, denn nach hoffnungsfrohem 3-3 Zwischenstand gewannen die
Arpker die letzten 6 Spiele in Folge zum 9-3 und schossen sich somit neben
Bochum in die KO-Runde der letzten Acht.

Der
sechsfache Mannschaftsmeister 1. DC Mülheim wurde in diesem Jahr Fünfter

Arpke besiegt im Viertelfinale Mülheim, Bochum
mit Kantersieg
Das Viertelfinale wurde im Gegensatz zu den Vorjahren noch am gleichen Tag
gespielt und am Sonntag Zeit für eine Pause wegen des WM-Finales zu haben,
welches auf einer Großbild-Leinwand auf der Bühne übertragen wurde. Das war
zeitlich auch kein Problem, da es diesmal in der Vorrunde keine zeitintensiven
Fünfergruppen gegeben hatte.
Das einseitigste Spiel war dabei die Partie zwischen dem 1. DSC Bochum und dem
DC Unicorn Bamberg. Es war hierbei nicht etwa der German-Masters-Finalist Harry
Barth, der bei der 2-7 Niederlage einen der beiden Bamberger Punkte beisteuern
konnte sondern Markus Pfister und Stephan Scharf verkürzten zwischendurch zum
Zwischenstand von 2-3 aus Bamberger Sicht.
Knapper ging es da schon zwischen dem dem Arpker DV und dem 1. DC Mülheim/Ruhr
zu. Nach den Einzeln hatte es 4-4 gestanden, bevor Colin Rice und Norman
Kleemann Mülheim im ersten Doppel 5-4 in Führung holten. Doch es half nichts,
denn Jyhan Artut, Mex Meyer-Schlüter, Andreas Schendel & Co gewannen die letzten
3 Doppel zum 7-5 und damit zum zweiten Vordringen des Arpker DVs ins Halbfinale.

Wie schon 1999 holte der Arpker Dartverein am
Ende die Bronzemedaille
Zwei Mitfavoriten schieden im Viertelfinale
per Teamgame aus
Bremen-Vegesack ging in seinem Viertelfinale mit 3-0 gegen den 1. DC Wuppertal
in Führung, Klaus Wagner, Andree Welge und Tomas Seyler waren dafür
verantwortlich. Der Wuppertaler TC Marcel Schmidt war es schließlich, der zum
4-4 nach den Einzeln ausgleichen konnte. Auch nach den Doppeln war noch keine
Entscheidung gefallen, es stand 6-6.
Im fälligen Teamgame ging Bremen 1:0 in Führung und sah schon wie der Sieger
aus, bevor die Wuppertaler das Ding tatsächlich noch zum 2:1 umdrehten und im
Halbfinale standen. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als Wuppertal nie die in es
gesetzten Erwartungen erfüllen konnte, war diesmal eine gestandene und
Ligagestählte Mannschaft nach Hanau gereist.
Der Dart Pub Walldorf war die eigentliche Überraschung des Turniers. Gegen
Vorjahressieger DIG Neu-Isenburg lag man in den Einzeln 4-3 und in den Doppeln
6-5 vorn. Das letzte Doppel verlor man dann hauchdünn mit 2:3 und musste doch
noch ins Teamgame.
Aber auch hier waren nicht Boris Stiplovsek, Uwe Bügler, Peter Noack & Co die
Couragierteren, sondern der DP Walldorf um Claus Siegel, Frank Mast und Sven
Beute machte den Sack mit 2:0 zu. Der Titelverteidiger war draußen!

Top-Favorit 1. DSC Bochum belegte wie im
Vorjahr Platz 3 bei der Mannschafts-DM
Dart-Pub Walldorf zieht nach Halbfinalsieg ins
Endspiel ein
Für den DP Walldorf und den Arpker DV war das Erreichen des Halbfinales bereits
ein schöner Erfolg, jedoch wollten beide nun auch ins Endspiel. Walldorf
erwischte einen Klassestart und ging mit 4-0 in Führung, wobei man 3 Spiele
knapp mit 3:2 gewann. Auch bis zum Beginn der Doppel blieb es beim
4-Spiele-Vorsprung für Walldorf, es stand 6-2.
Ausgerechnet das Gipfeltreffen im 2. Doppel brachte dann die Entscheidung für
Walldorf, als es im 1. Doppel am Nachbarboard noch 1:1 stand. Frank Mast und
Claus Siegel gewannen mit 3:1 gegen Mex Meyer-Schlüter und Andreas Schendel und
stellten so den 7-2 Sieg für den Überraschungsfinalisten DP Walldorf sicher. Für
Arpke blieb immerhin die Bronzemedaille - aber sicher wurmte es ein wenig, das
Halbfinale so klar verloren zu haben.
Das andere Halbfinale sahen nicht wenige als das vorweggenommene Endspiel an.
Hier standen sich mit dem 1. DC Wuppertal und dem 1. DSC Bochum die beiden
Top-Teams der diesjährigen 1. Dartliga NRW gegenüber. Bochum konnte zwar durch
Joachim Paul 1-0 in Führung gehen, doch danach verkrampfte man total und konnte
in keiner Weise an die brillanten Leistungen des Vortags anknüpfen.
Mehr durch Bochums Schwäche als durch eigene Stärke ging Wuppertal nahezu
uneinholbar mit 6-2 in Führung, nachdem auch Andy Kröckel und Heike Ernst die
beiden letzten Einzel abgeben mussten. Im Doppel besann sich Bochum dann wieder
auf seine Stärke und konnte nach einem glücklichen 3:2 von Paul/L´haus-D´seifen
durch Kröckel/Netts klares 3:0 auf 6-4 verkürzen.
Doch gegen ein Team wie Wuppertal gewinnt man keine 4 Doppel und so machten
Bülten/Hawlitzky anschließend den 7-4 Endstand für Wuppertal klar. Für Bochum
war es sicher eine herbe Enttäuschung, denn man war vor Turnierbeginn DER
Top-Favorit gehandelt worden.

Der Dart Pub Walldorf wurde als
Überraschungsfinalist schließlich Vizemeister
Wuppertal im Finale mit Kantersieg gegen
Walldorf zum Titelgewinn
Nach den Halbfinals wurde das Turnier für die Dauer des WM-Finales zwischen
Brasilien und Deutschland unterbrochen - und es war schon eine große
Fangemeinde, die das Spiel auf der aufgestellten Großbild-Leinwand verfolgte!
Leider ging die Sache ja mit 0:2 schief, trotzdem hat man in Rudi Völlers
Heimatstadt Hanau das Deutsche Team (und insbesondere den Rudi!) ausgiebig
gefeiert.
Danach ging es mit einem weiteren - nicht weniger wichtigen - Finale weiter,
nämlich dem bei der Hanauer Mannschafts-DM. Hier war Wuppertal klarer Favorit
gegen Walldorf - doch die BWDVler hatten zuvor so beherzt gespielt, dass sie
durchaus nicht als chancenlos galten - waren sie aber dann doch!
Wuppertal ging mit 4-0 in Führung, wobei Walldorf nur ein einziges Leg gewann!
Sascha Riemensperger gelang dann mit einem 3:1 gegen Dirk Markowski dann das
1-4, doch danach gewann man kein einziges Leg mehr. Jens Hußmann und Jürgen
Bülten siegten genauso mit 3:0 wie schließlich auch Marcel Schmidt, der im
letzten Einzel - ausgerechnet gegen Claus Siegel - den 7-1 Endstand für
Wuppertal sicherstellte.
Da sind die Walldorfer im Finale sicherlich etwas zu hoch unter die Räder
gekommen, hochverdient war der Wuppertaler Sieg - und auch der Titel - jedoch
auf alle Fälle! Man war an diesem Tage einfach auf Erfolg programmiert.
Mit der anschließenden Siegerehrung ging ein schönes Turnier zu Ende - und viele
sind sicher ziemlich traurig, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr zum
letzten Mal in dieser Form ausgetragen werden wird - und danach durch Halbfinale
und Finale der Bundesliga ersetzt werden wird.
Abschließend möchte sich die ddz beim Veranstalter recht herzlich bedanken -
stellvertretend seien hier Klaus Beierl und Albert Schmidt genannt. Aber auch
Wilfried Kohlstruk gilt unser Dank, der uns nun schon seit über 6 Jahren Monat
für Monat mit den komplette Ergebnisse und Scoresheets (siehe August-Ausgabe der
ddz) der DDV-Veranstaltungen versorgt.

Zum ersten Mal gewann der 1. DC Wuppertal
diesmal in Hanau die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
(Bericht von Volker Hatlauf, Fotos von Albert
Schmidt und Volker Hatlauf)
2001:
DIG Neu-Isenburg wurde in Hanau Deutscher
Mannschaftsmeister 2001
Als Abschluss der Ligasaison unter dem Dach des
DDV fand am 30. Juni und 1. Juli 2001 die 18. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
statt. Spielort war wie im Vorjahr die Hanauer Lindenhalle und der hessische
Ausrichter DC St. Patrick Großauheim sorgte dafür, dass sich alle Teilnehmer an
diesem Wochenende trotz des schwülwarmen Wetters wohl fühlten. Besonders wohl
fühlte sich gewiss das Team von DIG Neu-Isenburg, das am Ende den Titel nach
Hessen holte. Wie im Vorjahr musste sich Bremen-Vegesack im Finale geschlagen
geben. Titelverteidiger 1. DSC Bochum wurde diesmal genauso Dritter wie das
blendend aufgelegte Team der Vikings aus Berlin.

Der neue Deutsche Mannschaftsmeister DIG
Neu-Isenburg feiert auf der Bühne seinen Titelgewinn
Recklinghausen und Klein-Auheim in Gruppe 1
ganz vorn
Genau 16 Mannschaften gingen diesmal am Samstag um 10.00 Uhr morgens ins Rennen
um die Krone des Deutschen Ligadartsports. Mit einem Glas Sekt begrüßte der
Ausrichter alle Teilnehmer gleich am Eingang der Halle und danach verfolgte man
gespannt die Auslosung. Es wurde in vier Gruppen zu je vier Teams jeder gegen
jeden gespielt, wobei Mannschaften aus den gleichen Landesverbänden noch nicht
aufeinander treffen konnten.
Gleich Gruppe 1 war mit NWDV-Vizemeister DSC Recklinghausen und Bayernmeister
Hawks Vilsbiburg sowie der erfahrenen Teams von Joker Stuttgart und DC
Klein-Auheim sehr stark besetzt. Während Recklinghausen seiner Favoritenstellung
in der Auftaktrunde gleich mit einem 10-2 Sieg gegen Klein-Auheim gerecht wurde,
trennten sich Vilsbiburg und Stuttgart 6-6 Unentschieden.
In der 2. Gruppenrunde geriet Recklinghausen gegen die starken Vilsbiburger zwar
mit 0-3 in Rückstand, hatte das Spiel aber bis nach den Einzeln zum 4-4
ausgeglichen. Man gewann dann auch noch alle 4 Doppel und stand nach diesem 8-4
Erfolg bereits mit einem Bein im Viertelfinale.
Für dieses Viertelfinale qualifizierten sich jeweils die ersten Beiden aller 4
Gruppen, und Klein-Auheim wahrte mit seinem 6-6 gegen Stuttgart noch den Hauch
einer Chance auf das Weiterkommen.
Nach einem 7-5 Erfolg gegen Vilsbiburg in Runde 3 beendete Klein-Auheim dann mit
einem ausgeglichenen Punktekonto von 3-3 sein Gruppenprogramm und hoffte weiter
auf Platz 2, während die Bayern mit 1-5 Punkte ausgeschieden waren.
Auf Grund der besseren Spieldifferenz hätte Stuttgart im letzten Gruppenspiel
gegen Recklinghausen dann bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen genügt,
aber bereits nach den Einzeln lag man mit 2-6 hinten. Als dann aber die ersten 3
Doppel zum 5-6 an Stuttgart gingen, keimte wieder Hoffnung auf! Ein knapper 3:2
Sieg von Effenberger/Hermann gegen Bätzner/Kabakulak brachte dann aber doch
Recklinghausen den 7-5 Erfolg.
Stuttgart war ohne Gruppensieg mit 2-4 Punkten ausgeschieden, während
Recklinghausen mit 6-0 Punkten gemeinsam mit dem DC Klein-Auheim aus Hanau ins
Achtelfinale einzog. Dieser Erfolg der hessischen Lokalmatadoren war um so
beachtlicher, als er in einer sehr schweren Gruppe errungen wurde!

Der DC Klein-Auheim erreichte wie im Vorjahr
Platz 5, man scheiterte im Viertelfinale nur hauchdünn
DIG Neu-Isenburg gewinnt Gruppe 2 vor dem 1.
DSC Bochum
In Gruppe 2 gestalteten sich die Voraussetzungen etwas anders. Neben den beiden
Top-Favoriten 1. DSC Bochum und DIG Neu-Isenburg waren auch Unicorn Bamberg und
Hütte Darts Niederhofen in diese Gruppe gelost worden, denen ein Weiterkommen
gegen die übermächtige Konkurrenz kaum zugetraut werden konnte.
Gleich in der ersten Gruppenrunde musste dies Niederhofen schmerzlich erfahren,
als man bei der 0-12 Niederlage gegen Neu-Isenburg lediglich 7 Legs gewinnen
konnte. Hinter dem neu gegründeten Team von DIG Neu-Isenburg verbirgt sich
allerdings die Kerntruppe des letztjährigen Halbfinalisten DT Warnecke - was
deren Spielstärke sicherlich hinreichend erklärt.
Titelverteidiger 1. DSC Bochum hatte im Parallelspiel gegen den
Bayernliga-Zweiten Unicorn Bamberg ebenfalls wenig Mühe sich einen 9-3 Erfolg
herauszuspielen. Der Spielplan wollte es dann so, dass in Gruppenrunde 2 erneut
die Favoriten auf die Außenseiter trafen. Nun legte Bochum gegen Niederhofen
ebenfalls ein 12-0 hin und gab sogar nur 4 Legs ab. Große Klasse war dabei die
freundschaftliche Einstellung der arg gebeutelten Niederhofener, deren
sympathische Truppe niemals aufgab und vorbildlich fair auftrat.
Neu-Isenburg gewann sein Spiel gegen Bamberg mit 9-3, womit man punkt- und
spielgleich, nur auf Grund der schwächeren Legbilanz, hinter Bochum auf Platz 2
der Gruppe rangierte. Beide Teams waren mit 4-0 Punkten bereits vor der letzten
Gruppenrunde für das Viertelfinale qualifiziert.
Mit einem 8-4 Sieg gegen Niederhofen sicherte sich Bamberg mit 2-4 Punkten Platz
3 in der Gruppe vor den Niederhofenern, die zwar keine Punkte, aber viele
Sympathien gewonnen hatten. Im letzten Spiel zwischen Bochum und Neu-Isenburg
ging es dann um den Gruppensieg.
Nach den ersten 4 Einzeln stand es 2-2, doch dann gewann die
Dart-Interessen-Gemeinschaft (so heißen die Neu-Isenburger in voller Länge) die
letzten 4 umkämpften Einzel allesamt mit 3:2. Fey/Noack sicherten dann mit einem
3:1 gegen Ernst/Paul der Isenburger Siegpunkt. Am Ende gewann man mit 8-4 und
ging als Gruppen-Erster ins Viertelfinale. Darüber waren die Bochumer allerdings
nicht besonders traurig, da man als Gruppenzweiter mit 4-2 Punkten nun den
vermeintlich leichteren Weg in der KO-Runde hatte.

Titelverteidiger 1. DSC Bochum erreichte zum 7.
Mal das Halbfinale und wurde diesmal Dritter
In Hammergruppe 3 kamen Bremen und Berlin
weiter
Als schwerste aller 4 Gruppen wurde die dritte gehandelt, waren doch mit dem
Vorjahreszweiten Bremen-Vegesack, dem NWDV-Dritten 1. DC Wuppertal, dem
souveränen Berliner Meister Vikings DC und den norddeutschen Why Not Sharks
Walsrode vier Teams hineingelost worden, denen man allesamt das erreichen des
Viertelfinales zutrauen würde.
Gleich im ersten Spiel ging es auch voll zur Sache und die Berliner bauten eine
5-3 Führung nach den Einzeln sogar noch zum 8-4 Erfolg gegen die geschockten
Bremer aus Vegesack aus. Stark zeigte sich auch Walsrode, das nach 4-4
Zwischenstand erst in den Doppeln mit 7-5 von Wuppertal niedergerungen wurde.
Gut erholt zeigte sich Bremen dann allerdings im zweiten Spiel als man Walsrode
mit sage und schreibe 11-1 bezwang (und es waren fast nur klare Matches!).
Einzig Mecki Klönhammer musste mit einem 2:3 den Ehrenpunkt von Jörg Strobach
zulassen.
Auch für die so toll ins Turnier gestarteten Berliner gestaltete sich Runde 2
zum Wechselbad der Gefühle, denn nun ging es genau andersrum wie im ersten
Spiel. Bereits nach den Einzeln lag man 3-5 gegen Wuppertal zurück und verlor am
Ende gar 4-8.
Die Berliner mussten nun in ihrem letzten Spiel unbedingt gegen Walsrode
gewinnen um noch weiterzukommen und das nach Möglichkeit auch nicht zu knapp.
Nach den Einzeln sah es brenzlig aus für Berlin, denn es stand 4-4. Doch nicht
zum ersten und auch nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende bewiesen die
Berliner hier ihre Kampfmoral und holten alle 4 Doppel zum 8-4 Erfolg.
Wer jedoch weiterkommen würde entschied sich erst im allerletzten Spiel zwischen
Bremen und Wuppertal. Während Wuppertal ja bereits 4 Punkte hatte und nur noch
ein Unentschieden brauchte um sicher weiter zu sein, musste Bremen unbedingt
gewinnen, wäre dann aufgrund des hohen Sieges gegen Walsrode aber ganz sicher
weiter. Berlin konnte lediglich bei einem 7-5 für Bremen noch ausscheiden, falls
die Wuppertaler dann die bessere Legdifferenz hätten.
Nach den Einzeln führte Bremen mit 5-3 und gewann dann auch noch 3 Doppel, womit
Wuppertal 4-8 verloren hatte - und draußen war! Ein einziges Spiel mehr hätte
man in diesem Match gewinnen müssen, dann wäre man punkt- und spielgleich mit
Berlin gewesen. Doch auch dann wäre Berlin immer noch einige wenige Legs besser
gewesen. So schied man als eines von drei Teams mit 4-2 Punkten aus - was sicher
sehr bitter war.

Ganz hervorragend schlugen sich die Vikings aus
Berlin, die am Ende Platz 3 belegten
Kaiserslautern und Nürnberg die Besten in
Gruppe 4
Gruppe 4 schien mit PSV Hannover, DV Kaiserslautern, Finnegan´s Harp Nürnberg
und dem DV Lokstedt aus Hamburg recht ausgeglichen besetzt. Zwar liegen die drei
Titelgewinne der Hannoveraner bei der Mannschafts-DM bereits eine ganze Weile
zurück (1986-1988 dreimal in Folge!), dennoch hat der Name PSV auch heute noch
einen guten Klang.
Dem wurde das Team um Thomas Wille dann auch mit einem 8-4 Erfolg gegen Wolfgang
Boges Lokstedter gerecht und setzte sich gleich in Runde 1 an die Spitze der
Gruppe. In den letzten Jahren hat sich allerdings auch der DV Kaiserslautern
einen guten Namen erspielt, nicht zuletzt durch seine beachtlichen Platzierungen
in Hanau. Man siegte im Auftaktspiel 8-4 gegen den Bayernligadritten und
BDV-Cupsieger aus Nürnberg.
Kaiserslautern gewann dann auch sein zweites Spiel gegen den DV Lokstedt mit
9-3, womit die Weichen in Richtung Viertelfinale gestellt waren. Gegen Nürnberg
lief es in den Einzeln in dieser Runde überhaupt nicht für Hannover, und so lag
man schnell einigermaßen dramatisch mit 2-6 hinten! Doch die Postler kämpften
und gewannen die ersten 3 Doppel zum 5-6 Anschluss. Dann aber machten
Hosemann/Oppelt im letzten Doppel mit einem 3:2 gegen Petersen/Sauzier den
erlösenden Punkt zum 7-5 Sieg für die Nürnberger.
Lokstedt war damit bereits vor der letzten Runde ausgeschieden, aber welche
beiden Teams würden weiterkommen? Es war noch alles drin! Hannover hatte
allerdings nun die verlustpunktfreien Kaiserslauterer zum Gegner. Doch diesmal
gelang Hannover ein Start nach Maß und man ging mit 4-0 in Führung. Jedoch auch
die Lauterer zeigten Moral und kamen bis nach den Einzeln auf 3-5 heran und
gewannen dann auch noch die beiden ersten Doppel zum 5-5.
Dann gelang wieder Hannover der sechste Punkt und Lautern glich schließlich zum
6-6 Ausgleich aus. Damit waren die Rheinland-Pfälzer mit 5-1 Punkten als
Gruppenerster durch und Hannover musste auf Schützenhilfe durch die Lokstedter
hoffen. Denn bereits ein Unentschieden zwischen Lokstedt und Nürnberg würde
Hannover mit der besseren Spieldifferenz ins Viertelfinale bringen.
Die Hamburger gaben noch mal alles und kämpften sich nach 3-6 Rückstand wieder
auf 5-6 heran. Und wieder waren Andreas Hosemann und Harry Oppelt im letzten
Doppel die Trumpfkarten für Nürnberg, als sie mit einem 3:2 gegen
Fischer/Haacker den 7-5 Sieg für die bayerische Truppe um Jochen Weißmann holten
und damit das Erreichen des Viertelfinales mit 4-2 Punkten perfekt machten!

Als erfolgreichstes bayerisches Team belegte
Finnegan´s Harp Nürnberg Platz 5
Zwei Viertelfinals erst im Teamgame
entschieden
Während mit Bochum und Neu-Isenburg zwei der Top-Favoriten ihre Aufgaben
sozusagen routinemäßig erledigten, hatten die beiden anderen in dramatischen
Spielen einmal das Glück und einmal das Pech auf ihrer Seite.
Der 1. DSC Bochum setzte sich vom Ergebnis her vielleicht ein wenig zu hoch mit
7-1 gegen den DV Kaiserslautern durch, denn ganz so einseitig war die Partie -
besonders in der umkämpften Anfangsphase - sicher nicht. Am Ende konnte jedoch
lediglich Ralf Wilms den Ehrenpunkt für die Lauterer mit seinem 3:2 gegen Mirco
Stute holen. In die Doppel ging es dann gar nicht mehr, da die KO-Rundenspiele
nach dem 7. Punkt abgebrochen werden. Auch Neu-Isenburg fuhr gegen Nürnberg
einen 7-1 Kantersieg ein und musste ebenfalls nicht mehr in die Doppel. Den
Nürnberger Punkt machte Dietmar Beß mit seinem 3:2 gegen Joachim Ankelmann.
Bremen-Vegesack war als Favorit in die Partie gegen Klein-Auheim gegangen, lag
aber plötzlich mit 2-4 hinten! Klönhammer und Cunningham konnten zwar noch zum
4-4 ausgleichen, aber auch nach den Doppel stand es 6-6 Unentschieden. Ein
Teamgame (1001/best-of-3) musste also die Entscheidung bringen.
Hier hatten dann die Bremer ein wenig mehr Glück und gewannen den Decider mit
2:0, womit sie ins Halbfinale vordrangen. Alle Achtung musste man aber auch vor
den Klein-Auheimern haben, die wie schon im Vorjahr ins Viertelfinale
vorgedrungen waren und hier nur hauchdünn ausschieden.
Noch eine Idee dramatischer war es in Spiel zwischen Recklinghausen und Berlin.
Bereits zweimal hatte Recklinghausen 1997 und 1998 im Finale gestanden aber
jedes Mal verloren - diesmal sollte es nun klappen. Gegen Berlin ging man ohne
Zweifel als Favorit ins Spiel und konnte trotz erbitterter Gegenwehr der Männer
aus der Metropole bis nach den Einzeln eine 5-3 Führung herausschießen.
Doch im Berliner Team stimmte an diesem Tage einfach alles und die gleichermaßen
kampf- wie spielstarke Viking-Truppe gewann die ersten 3 Doppel zur 6-5 Führung.
Auch im letzten Doppel sah es zunächst gut für Mischilla/Schwabe aus, aber am
Ende brachten Kornath/Lechtken das Spiel 3:2 für Recklinghausen nach Hause.
Es stand 6-6 - auch hier musste das Teamgame entscheiden. Wohl selten hat man
ein dermaßen stark geführtes Teamgame gesehen wie das der Berliner nun! Leg 1
gewann man in Schwindelerregenden 31 Darts (das ist ein Average von 32.29 - und
das im Teamgame!) und hätte es sogar in 29 checken können. Auch Leg 2 ging klar
an die Berliner, die mit dem Erreichen des Halbfinales bereits alle Erwartungen
übertroffen hatten.

Der DV Kaiserslautern unterlag im Viertelfinale
gegen Bochum und wurde Fünfter
Berlin stand ganz kurz vor dem Sprung ins
Finale
Im Halbfinale traf Berlin dann auf Neu-Isenburg und hatte sich bis nach den
Einzeln gegen den Favoriten einen 5-3 Vorsprung herausgespielt. Insbesondere die
3:2 Siege von Jörg Goga gegen Richard Buskohl und Holger Schwabe gegen Boris
Stiplovsek zeigen nochmals die perfekte Moral der Berliner Truppe!
Die beiden ersten Doppel teilte man sich dann zum 6-4 Zwischenstand für Berlin.
Doch in den beiden letzten Doppeln konnten die Berliner dann nicht mehr ganz so
standhalten wie vorher und mussten sie beide an die Neu-Isenburger abgeben.
Erneut musste Berlin also ins Teamgame und natürlich hoffte man, dass es wieder
dermaßen gut laufen würde wie eine Runde zuvor.
Es sah zunächst auch ganz gut aus, und Ingo Neef checkte das sehr eng
verlaufende 1. Leg zum 1:0 für Berlin. Doch dann lief es bei Neu-Isenburg immer
besser, während bei den Berlinern die Punkte nicht mehr ganz so flüssig kamen
wie zuvor. Neu-Isenburg konnte ausgleichen und es war schließlich mit Richard
Buskohl der Killer schlechthin, der die Nervenstärke besaß, den alles
entscheidenden Dart zum 2:1 für die Hessen zu setzen!
Nach Neu-Isenburg wollte auch Titelverteidiger Bochum den Einzug ins Finale
schaffen. Davor stand aber Vorjahresfinalist Bremen-Vegesack, das trotz seines
Schwächelns in der Runde zuvor einer der ganz großen Favoriten war.
Beide Teams spielten deutlich unter ihren Möglichkeiten und insbesondere Bochum
betätigte sich als Meister im Verpassen der entscheidenden Checks. Es tat schon
weh zusehen zu müssen, was hier alles am Doppel vorbei geworfen wurde. Da auch
Bremen nicht gerade checksicher war verlief die Partie dieser beiden
Top-Favoriten eher zähflüssig.
Bremen ging mit 3-1 in Führung und als Heike Ernst gegen Marcel Rinkwitz nach
vielen Matchdarts 2:3 unterlag, und so den Ausgleich zum 3-3 insgesamt
verpasste, kippte die Partie mehr und mehr auf die Bremer Seite.
Mit 5-3 lag Bremen nach den Einzeln vorn und beim Stande von 6-4 für Bremen
gelang Holger Sonnenburg der Check zum 7-4. Damit war der Titelverteidiger
draußen und Bremen-Vegesack stand wie im Vorjahr im Endspiel.

Als einer der Top-Favoriten erreichte der DSC
Recklinghausen das Halbfinale nicht und wurde Fünfter
Bremen nach Führung im Finale von Neu-Isenburg
abgefangen
Martin Bächler war der bewährte Caller des Bühnenfinales zwischen
Bremen-Vegesack und DIG Neu-Isenburg, in dem es im Grunde keinen Favoriten gab.
Andree Welge gewann das Auftaktmatch gegen Richard Buskohl mit 3:2 und Klaus
Wagner ließ ein 3:1 gegen Peter Noack zur Bremer 2-0 Führung folgen.
Im hochklassigsten Spiel des Finales setzte sich dann DIGler Marco Blesing 3:0
gegen Mecki Klönhammer durch, aber Tomas Seylers 3:1 gegen Marcus Behnsen
stellte anschließend den alten 2-Punkte-Vorsprung der Bremer wieder her. Zwei
knappe 3:2 Siege der Isenburger Manfred Fey und Joachim Ankelmann gegen Tim
Klefeker bzw. Marcel Rinkwitz stellten dann wohl die Erfolgs-Weichen in Richtung
der Hessen.
Das 3:1 von Boris Stiplovsek gegen Holger Sonnenburg brachte die Hessen
anschließend erstmals in diesem Match in Führung und Gerhard Blumenthal sorgte
mit seinem 3:1 gegen Jock Cunningham für die Neu-Isenburger 5-3 Führung zur
Pause vor den Doppeln.
Die Bremer Klefeker/Welge begannen dann mit dem besten Doppel des Matches und
einem 3:1 Sieg gegen Fey/Noack. Doch Behnsen/Blesing brachten die Hessen danach
durch ein 3:1 gegen Rinkwitz/Seyler 6-4 in Führung. Den letzten fehlenden Punkt
zum Titelgewinn für Neu-Isenburg besorgten dann im dritten Doppel bei ihrem 3:0
Erfolg Buskohl/Stiplovsek gegen Klönhammer/Wagner.
Mit der Dart Interessen Gemeinschaft Neu-Isenburg fand die Mannschafts-DM in
Hanau einen würdigen Sieger, was auch der Gesamt-Average des Finales von 22.95
gegenüber 22.50 von Bremen nachweist. Den besten Einzel-Average im Finale
erreichte Marco Blesing mit 30.67 (zweitbester Isenburger war Marcus Behnsen mit
25.25). Beste Bremer waren Tomas Seyler mit 28.88 und Andree Welge mit 28.75. Im
Doppel ragten die 31.00 von Klefeker/Welge weit heraus.
Herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle nochmals an den neuen Deutschen
Mannschaftsmeister DIG Neu-Isenburg! Vielleicht schaffen es die Bremer ja beim
dritten Anlauf im nächsten Jahr endlich den Titel zu gewinnen, bei der Masters
war es ja vor einem Monat genauso - und außerdem ist dreimal Bremer Recht!

Wie im Vorjahr wurde das Team von
Bremen-Vegesack auch diesmal Vize-Mannschaftsmeister
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
2000:
1. DSC Bochum wird Deutscher
Mannschaftsmeister 2000
Wie in jedem Jahr bildete auch diesmal wieder die
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft den Schlusspunkt der DDV-Saison. Wie im
Vorjahr traf man sich im hessischen Hanau, diesmal allerdings in einem neuen
aber genauso perfekten Spielort wie 1999. Der Ausrichter DC St. Patrick
Groß-Auheim sorgte dafür, dass sich die 18 um den Meistertitel spielenden Teams
am 1./2. Juli 2000 von Anfang an wohl fühlten. Den Titel gewann diesmal der 1.
DSC Bochum, der sich im Finale mit 7-5 gegen den DC Bremen-Vegesack durchsetzte.
Im Halbfinale waren Titelverteidiger 1. DC Mülheim/Ruhr und Top-Favorit
Dart-Team Warnecke Mühlheim/Main ausgeschieden.

Erstmals wurde der 1. DSC Bochum im Jahr 2000
Deutscher Mannschaftsmeister
Warnecke in Gruppe 1 souverän vor Waghäusel
Gespielt wurde in je zwei Vierer- und Fünfergruppen (Round-Robin), wobei jeweils
die beiden Ersten weiterkamen und dann das Viertelfinale bildeten, ab wo es im
KO-System weiterging. Dabei bestand jede Partie aus 8 Einzeln und 4 Doppeln
(best-of-5) die vor jeder Partie von den TCs verdeckt aufgestellt und dann
gegeneinander geschrieben wurden.
In Gruppe 1 spielten vier Mannschaften, wobei sich Vorjahresfinalist DT Warnecke
- diesmal noch verstärkt durch Rosenauer und Buskohl - mit 3 Siegen und 6-0
Punkten als Tabellenerster durchsetzte. Lediglich beim 7-5 gegen das
Frank-Mast-Team Trouble Shooter Waghäusel gewann man nicht zweistellig.
Waghäusel wurde dann auch folgerichtig Zweiter, auch wenn man gegen den
Mitfavoriten Fanatic Tower Team Berlin nur Unentschieden 6-6 spielte. Aufgrund
der schlechteren Spieldifferenz musste Berlin, sicher etwas überraschend, mit
3-3 Punkten ausscheiden.
Ohne Chance war in dieser Gruppe Bayernmeister Clochard Augsburg - nicht etwa,
weil der bayerische Dartsport den anderen Verbänden nachstehen würde - sondern
weil ein großer Teil der Mannschaft diesmal leider einer anderen Veranstaltung
den Vorrang gegeben hatte. Im Normalfall wäre Augsburg sicher das Viertelfinale
zuzutrauen gewesen.

Das Dart-Team Warnecke gewann die Gruppe 1 und
belegte am Ende den 3. Platz
Favorit Bochum in Gruppe 2 vor Hannover
In Gruppe 2 spielten fünf Teams, wovon drei gute Chancen zum Weiterkommen
hatten. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren waren der 1. DSC Bochum und
der Irish Folk Pub München in die gleiche Gruppe gelost worden, doch auch Post
SV Hannover war diesmal hoch gewettet.
Nachdem Hannover mit 7-5 gegen München hatte gewinnen können, ging es für
München gegen Bochum um die Wurst. Doch es waren die Bochumer, die sich 7-5
gegen die Bajuwaren durchsetzen konnten und damit bereits vorzeitig so gut wie
sicher im Viertelfinale standen, das sie bei den zahlreichen Teilnahmen in der
Vergangenheit noch nie verpasst hatten.
Alle drei favorisierten Teams schlugen die Mannschaften vom SV Neuenkirchen und
vom DC Walldorf, womit die Partie zwischen Bochum und Hannover dann nur noch
über Platz 1 und 2 entschied. Bereits mit dem ersten Doppel schaffte Bochum den
Siegpunkt zum 7-2, womit man angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit auf die 3
letzten Doppel verzichten konnte. Hinter Bochum, Hannover und München belegten
Neunkirchen und Walldorf die Plätze 4 und 5.

Simone und Klaus Beierl vom Ausrichter 1. DC
St. Patrick begrüßten alle Teilnehmer mit einem Glas Sekt
Bremen erwartet stark in Gruppe 3 vor
Wuppertal
Auch in Gruppe 3, die mit vier Teams spielte, setzten sich die beiden Favoriten
durch. Bremen-Vegesack gewann alle 3 Spiele, was angesichts der vielen großen
Namen im Team auch nicht überraschte.
Platz 2 sicherte sich der 1. DC Wuppertal, der nur gegen Bremen mit 4-8
unterlag, und somit auch das Viertelfinale erreichte. Aber schon hier zeichnete
sich ab, dass die hoch gewetteten Wuppertaler auch in diesem Jahr wieder nicht
die ganz große Form mit nach Hanau gebracht hatten.
Etwas überraschend konnte sich der DC Sylt noch vor Hamburg, das man mit 8-4
besiegte, auf Platz 4 spielen - womit den durchaus gut besetzten Hanseaten nur
Platz 4 in der Gruppe blieb. "Wir wollten einfach nur mit dabei sein", meinte
Sylt-Präsi Bernd Glindmeier hinterher "und natürlich sollte es ein schönes
Wochenende werden." Das wurde es - ohne Zweifel - auch wenn man nach der
Vorrunde ausschied.

Bremen-Vegesack war einer der großen Favoriten
und wurde Vizemeister 2000
Titelverteidiger Mülheim gewinnt Gruppe 4 vor
Klein-Auheim
Titelverteidiger 1. DC Mülheim ging in Gruppe 4 an den Start, die mit fünf Teams
besetzt war. Der sechsfache Rekordgewinner der Mannschafts-DM konnte seine
Gruppe mit 7-1 Punkten gewinnen, wobei das Colin-Rice-Team lediglich beim 6-6
gegen den DV Kaiserslautern überraschend einen Punkt abgab.
Doch nicht Kaiserslautern wurde Zweiter sondern das hessische Team des 1. DC
Klein-Auheim, das auch 6-6 gegen Kaiserslautern spielte, ansonsten aber außer
gegen Mühlheim alle Partien gewann. Entscheidend war hierbei gewiß der 7-5
Erfolg gegen den Arpker Dartverein, wobei es allerdings zum Ausschluß eines
hessischen Spielers durch den Bundesspielleiter Willi Kohlstruk kam.
Der Hesse soll eine Tätlichkeit begangen haben, was sein Team anders sah - und
auch Arpke war sauer, weil man nicht verstehen konnte, dass die Hessen einen
neuen Spieler an die Stelle des herausgenommenen setzen durften. Für die sonst
stets durch ihre gute Laune bekannten Arpker war das Turnier zu Ende und auch
der DC Herzogenaurach und der SC Kaiserslautern schieden aus.

Sechsmal wurde der 1. DC Mülheim/Ruhr schon
Deutscher Mannschaftsmeister, diesmal wurde man Dritter
Im Viertelfinale setzten sich die Favoriten
durch
Erstmals seit langer Zeit stand kein bayerisches Team im Viertelfinale, so dass
mit dem DC Trouble Shooter Waghäusel ein Team aus Baden-Württemberg am tiefsten
aus dem Süden kam. Doch auch die Oldies but Goldies Frank Mast, Marcus Schulte
und Bernhard Willert konnten das 2-7 gegen Bremen-Vegesack nicht verhindern. Der
überraschend hohe Sieg machte Bremen nun erst recht zu einem der Titelfavoriten.
Ein anderer war der 1. DC Mülheim, und der wurde dieser Rolle auch gegen den
starken Post SV Hannover um Thomas Wille gerecht. Mit 7-4 konnte man die Partie
gewinnen, nachdem man bereits nach den Einzeln mit 5-3 in Front gelegen hatte.
Ganz bitter wurde es im Viertelfinale für den 1. DC Wuppertal. Dem DT Warnecke
genügten die Einzel um die Westdeutschen zu besiegen. Lediglich Markus Hawlitzki
konnte bei der 1-7 Niederlage der Wuppertaler gegen Norbert Büchner einen Punkt
holen.
Im letzten Viertelfinale ging Klein-Auheim zwar mit 2-0 gegen den 1. DSC Bochum
in Führung, bis zum den Doppeln stand es dann aber 4-4 Unentschieden. Bochum
gewann danach alle Doppel und zog so mit einem 7-4 Erfolg ins Halbfinale ein.

Bremen-Vegesack setzte sich im Viertelfinale
klar gegen Waghäusel durch
Zwei dramatische Halbfinals sehen Bochum und
Bremen als Sieger
Anschließend kam es zu einem Halbfinale der Superlative zwischen dem 1. DSC
Bochum und dem DT Warnecke. Eine 2-1 Führung von Warnecke drehte Bochum zum 3-2
für sich um, bevor es nach den Einzeln 4-4 stand.
Als auch die beiden ersten Doppel lediglich zum 5-5 führten, war die Spannung
auf dem Höhepunkt. Kröckel/Lausberg holten für Bochum mit einem 3:2 gegen
Ankelmann/Blumenthal den 6. Punkt und am Nachbarboard spielten die hessischen
DDV-Nummern 1 und 3 Michael Rosenauer und Marco Blesing gegen Mirco Stute und
Kerstin Niederau. Eine schier unlösbare Aufgabe für die Bochumer also.
Doch meistens kommt es anders als man zweitens denkt! Kerstin Niederau checkte
Leg 1 zum 1:0 und Mirco Stute legte ein vielbejubeltes 170er-Finish zum 2:0 hin,
als die Hessen bereits auf Doppel standen.
Rosi und Marco glichen zu 2:2 aus und jeder dachte: "Jetzt machen sie den Sack
zu!" - Doch das machten sie nicht, denn sie scorten nicht hoch genug und so
standen schließlich Mirco und Kerstin genauso auf Doppel wie Rosi und Marco.
Alle Vier verpassten ihre Matchdarts, was die Zuschauer schier in den Wahnsinn
trieb.
Bis schließlich Mirco auf Doppel-17 stand. Reden wir nicht davon wohin der erste
Dart flog ... der zweite steckte jedenfalls in der Doppel-17 und die Sensation
war perfekt. Es war ein Jubel, als wäre gerade der Titel gewonnen worden! Bochum
stand im Finale, was sicher Warnecke genauso verdient gehabt hätte.
Nicht ganz so (aber fast so) dramatisch war das zweite Halbfinale zwischen
Bremen-Vegesack und dem 1. DC Mülheim/Ruhr. Mit einem 3:0 Erfolg von Holger
Sonnenburg gegen Colin Rice ging Bremen mit 3-1 in Führung, was Volker Backes
gegen Tim Klefeker mit einem 3:0 zum 3-3 ausglich.
Klönhammer und Cunningham schossen dann das 5-3 für Bremen nach den Einzeln
heraus, doch mit Kremer/Tupuschis und Backes/Rice glichen gleich die beiden
ersten routinierten Mülheimer Doppel zum 5-5 aus.
Ein 3:2 von Hoier/Wagner gegen Nett/Pfeiffer brachte Mülheim dann auf die
Siegerstraße und Welge Klönhammer waren es schließlich, die das 7-5 für Bremen
mit einem 3:0 Erfolg gegen Mecklenbeck/Plum sicherstellten. Nun war klar, dass
es einen neuen Titelträger geben würde!

Kerstin Niederau (Bochum) beim Wurf im
Halbfinale gegen das Doppel Blesing/Rosenauer vom DC Warnecke
Bochum im zehnten Anlauf Deutscher
Mannschaftsmeister
Das Bühnenfinale bildete den Abschluß einer genauso spannenden wie sportlich
hochstehenden Veranstaltung. Nachdem Klaus Wagner Bremen gegen Siggi Lausberg
mit 1:0 in Führung gebracht hatte gewannen Mirco Stute gegen Andree Welge und
Michael Leithaus-Diepenseifen gegen Tomas Seyler.
Damit waren die beiden bekanntesten Bremer bezwungen und Bochum führte 2-1. Das
Spiel zwischen Leithaus-Diepenseifen (Average 27.92) und Tomas Seyler (29.71)
war übrigens das beste des gesamten Finales.
Als dann Andy Kröckel mit einem 3:1 gegen Holger Sonnenburg das 3-1 für Bochum
holte, sah es gut aus für die Westdeutschen - doch der bis zur Schulter
eingegipste Rainer Baumdick musste sich in einem beiderseits schwachen Spiel
nach 2:1 Führung mit 2:3 gegen Sascha Steinbusch geschlagen geben.
Danach gewann Joachim Paul in der einzigen Partie in der beider Spieler unter
einem 20er-Average blieben mit 3:0 gegen Tim Klefeker und Tomas Jungbluts 3:1
gegen Mecki Klönhammer bedeutete das 5-2 für Bochum.
Im zweitbesten Einzel überhaupt ging dann Heike Ernst (27.30) mit 1:0 gegen Jock
Cunningham (28.83) im Führung. Doch der Schotte pflasterte wie besessen und
konnte am Ende mit 3:1 gewinnen, was Bremen auf 3-5 heranbrachte.
Mit dem 3:0 Sieg von L´haus-D´seifen/Paul gleich im ersten Doppel gegen
Cunningham/Seyler zum 6-3 für Bochum schien die Partie gelaufen. Heike Ernst
hatte im nächsten Spiel die Chance auf ein 118er-Finish zum 3:2 Sieg und damit
zum Titelgewinn, doch der Dart kratzte nur am Bullseye und Klefeker/Welge
verkürzten auf 4-6.
Nachdem Klönhammer/Steinbusch dann auch noch das 5-6 aus Bremer Sicht erzielten,
begannen die Bochumer wieder zu zittern. Aber nur die Zuschauer, denn Andy
Kröckel und Siggi Lausberg setzten sich im letzten Spiel gegen Sonnenburg/Wagner
glatt mit 3:0 durch und holten damit den ersehnten Titelgewinn. Neunmal hatte
man es zuvor bereits versucht, wobei eine Vizemeisterschaft und jede Menge
dritte und fünfte Plätze heraussprangen.
Nun wurde gefeiert ohne Ende, denn wohl kein anderes Team hat seit so vielen
Jahren so sehr auf diesen Titelgewinn hingearbeitet. Die Bremer Vizemeister
waren ein ebenbürtiger Finalgegner gewesen, wie der Gesamtaverage des Finales
von 22.91 für Bochum und sogar 23.12 für Bremen zeigen.
Abschließend bedankt sich die ddz insbesondere bei Albert Schmidt, Simone und
Klaus Beierl sowie Wilfried Kohlstruk für die ausgezeichnete Unterstützung vor,
während und nach dem in jeder Hinsicht gelungenen Turnier!

Siggi Lausberg hat gerade den Matchdart zum
Titelgewinn für Bochum gesetzt und jubelt
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
1999:
Mülheim wird in Hanau
zum 6. Mal Deutscher Mannschaftsmeister
Im Gegensatz zu den Vorjahren ging der 1. DC
Mülheim/Ruhr am 26./27. Juni 1999 bei der diesjährigen Deutschen
Mannschaftsmeisterschaft nicht als alleiniger großer Titelaspirant ins Rennen.
Mit Olaf Tupuschis und Andreas Hepe fehlten zwei wichtige Spieler, die durch
Nachwuchsleute ersetzt werden mußten. Als Geheimfavorit startete diesmal der
Nordrhein-Westfälische Vizemeister 1. DC Wuppertal mit den Nationalspielern
Marcel Schmidt und Olaf Cremer in den Kampf um den höchsten Mannschaftstitel.
Gute Siegchancen wurden aber auch dem DC Bremen-Vegesack mit Welge und Seyler,
dem 1. DSC Bochum mit Kröckel und Ernst sowie den Bayerischen Meister Clochard
Augsburg um Fritz Hiebl zugeschrieben.

Der 1. DC Mülheim gewann zum 6. Mal die
Mannschafts-DM
Mülheim in Gruppe 1 nur Zweiter hinter Arpke
Die Vorrunde wurde in drei Vierer- und einer Dreiergruppe jeder gegen jeden
gespielt, wobei Titelverteidiger Mülheim die einzige Dreiergruppe erwischte.
Diese war dadurch zu Stande gekommen, weil die Jokers Suttgart nicht angereist
waren.
Gegen Cartoon Gießen, welches aufgrund personeller Probleme lediglich mit
sieben Mann spielte, sprang für Mülheim nur ein knapper 7-5 Erfolg heraus und
das anschließende 6-6 gegen den Arpker Dartverein bedeutete, daß man lediglich
als Gruppenzweiter das Viertelfinale erreichte.
Gruppensieger wurde der diesmal sehr stark und überaus engagiert spielende
Arpker DV, in dessen Reihen u.a. Mex Meyer-Schlüter und Andreas Schendel stehen.
Wuppertal und Hamburg in Gruppe 2 weiter
Auch Geheimtip 1. DC Wuppertal tat sich in Gruppe 2 recht schwer. Man begann mit
einem 6-6 Unentschieden gegen das Dreamteam Hamburg um Wolfgang Boge und Rüdiger
Preuß, gewann dann 9-3 gegen den 1. DC Straubing und schaffte im letzten Spiel
einen 7-5 Erfolg gegen das Fanatic Tower Team Berlin.
Damit war Wuppertal als Gruppenerster weiter und Berlin, dem vor
Turnierbeginn gute Außenseiterchancen zugeschrieben wurden, überraschend
draußen, da man gegen Hamburg nur 6-6 gespielt hatte. Hamburg durfte sich
seinerseits freuen ungeschlagen als Gruppenzweiter ins Viertelfinale
einzuziehen.
Gar nicht recht ins Spiel gekommen war in dieser Gruppe der 1. DC Straubing,
bei dem unter anderem Andrea Leipold an den Start ging – man wurde ohne
Punktgewinn Vierter.
Favorit Bremen in Gruppe 3 vor Augsburg
Favorit in Gruppe 3 war Bremen-Vegesack, und Andree Welge & Co starteten auch
gleich mit einem 9-3 Sieg gegen Blau-Weiß Karlsruhe. Noch höher war der Auftakt
bei Clochard Augsburg mit 10-2 gegen den zweiten Vertreter Niedersachsens, den
DC Oker.
Doch im zweiten Spiel unterlag Augsburg etwas überraschend 5-7 gegen
Karlsruhe und alles war wieder offen. Nach seinem Sieg gegen den DC Oker und
einem 6-6 gegen Clochard Augsburg im letzten Spiel war Bremen klar als
Gruppenerster durch und Karlsruhe hatte plötzlich die Chance mit einem Sieg
gegen die bereits ausgeschiedenen Männer des DC Oker anstelle von Augsburg das
Viertelfinale zu erreichen.
Doch man schaffte nur ein 6-6 gegen den bis zum Schluß voll spielenden DC
Oker – und das reichte Augsburg um dank des besseren Spielverhältnisses hinter
Bremen ins Viertelfinale einzuziehen. Denkbar knapp ausgeschieden war damit
Karlsruhe als punktgleicher Dritter.
Souveräne Bochumer in Gruppe 4 vor DT Warnecke
In Gruppe 4 überraschte Außenseiter 1. DV Kaiserslautern gleich in seinem ersten
Spiel gegen den Vorjahresdritten Irish Folk Pub München mit einem 7-5 Sieg. Der
1. DSC Bochum führte nach den Einzeln gegen das DT Warnecke mit sage und scheibe
8-0 und siegte am Ende 10-2.
Durch ein 9-3 im zweiten Match gegen München, wo auch Harry barth und Bobby
Boch am Start waren, war Bochum bereits vorzeitig weiter, während die Hessen vom
DT Warnecke durch einen Sieg gegen Kaiserslautern ihre Chancen weiter wahrten.
Das 8-4 der an diesem Tage überragenden Bochumer in der Partie gegen
Kaiserslautern machte das letzte Gruppenmatch zwischen Warnecke und München zum
Finale um Platz 2. Warnecke nutzte seine Chance und so mußte München ohne
Punktggewinn in der Gruppe ausscheiden.
Mehrere Favoritenstürze im Viertelfinale
Ab den Viertelfinale spielten die letzten Acht dann im KO-System weiter, wobei
die Partien nach Erreichen des siebten Punkts für ein Team abgebrochen wurden.
Der Arpker Dartverein unterstrich mit seinem 7-4 Sieg gegen Clochard Augsburg
seine bislang vielleicht beste Leistung bei einer Endrunde der Mannschafts-DM
und zog erstmals ins Halbfinale ein, wo im Vorjahr noch sein Gegner aus Augsburg
gestanden hatte.
Die so übel ins Turnier gestarteten Hessen vom DT Warnecke kamen immer besser
ins Laufen und warfen mit einer Klasseleistung durchaus überraschend die
favorisierten Wuppertaler mit 7-4 aus dem Rennen. Für Wuppertal ganz sicher eine
große Enttäuschung angesichts der zuletzt in der Liga derart überzeugenden Form.
Eine ganz enge Partie wurde zwischen dem 1. DC Mülheim und Bremen-Vegesack
erwartet, wobei Bremen als leichter Favorit galt. Doch Colin Rice, Volker Backes
und der Rest der Mülheimer Truppe schossen sich mit Glück und Geschick schon
früh einen deutlichen Vorsprung heraus, was die Bremer sich teilweise angesichts
bester vergebener Chancen selbst zuzuschreiben hatten. Mülheim witterte
Bühnenluft und wurde immer stärker während Bremen angesichts der vergebenen
Chancen zusehens verkrampfte. Am Ende siegte Mülheim, in dieser Höhe gewiß nicht
erwartet, mit 7-3.
Den höchsten Sieg des Viertelfinales erreichte der 1. DSC Bochum in einer
weiteren souveränen Vorstellung mit 7-2 gegen das Dreamteam aus Hamburg, das
sich bei der diesjährigen Mannschafts-DM trotz des Ausscheidens in
ausgezeichneter Verfassung vorstellte.

Der Arpker Dartverein belegte Platz 3
Teamgamekrimi im Halbfinale bringt Mülheim ins Endspiel
Im Halbfinale war das DT Warnecke dann richtig warmgelaufen und setzte sich
gegen den Arpker Dartverein hoch mit 7-2 durch. Nach einer vorübergehenden Phase
der Niedergeschlagenheit konnten sich die Niedersachsen dann aber doch über ihre
in starker Manier herausgespielte Bronzemedaille freuen. Und in puncto
Fröhlichkeit war die große Arpker Delegation, die bereits am Samstag in
Kriegsbemalung augelaufen war, an diesem Wochenende ganz gewiß unschlagbar!
Nach den Eindrücken von Gruppenspielen und Viertelfinale hatte sich der 1.
DSC Bochum im Turnierverlauf als klarer Titelaspirant herauskristallisiert. Kein
anderes Team war derart souverän ins Halbfinale gelangt. Doch nun ging es gegen
Mülheim, und die Begegnung dieser beiden Teams steht stets unter ein einem ganz
besonderen Stern.
Nach den Einzeln stand es 4-4 und auch die Doppel verliefen hochdramatisch.
Als Mülheim mit 6-5 in Führung ging und im letzten Doppel 16 Matchdarts hatte,
schien die Partie gelaufen. Doch Rainer Baumdick gelang der Bochumer Ausgleich
zum 6-6 – und es schien als sei das Glück auch einmal auf Bochumer Seite.
Es kam zum alles entscheidenden Teamgame, wo Bochum 1:0 in Führung ging. Doch
Mülheim glich aus, und es war einmal mehr Colin Rice, der den Mülheimer Sieg mit
seinem 78er-Check am Ende doch noch möglich machte. Damit blieb Bochum erneut
nur Platz 3.

Zum vierten Mal wurde der 1. DSC Bochum Dritter
Im Endspiel war der Titelverteidiger nicht mehr zu stoppen
Im Endspiel standen sich also zwei Mü(h)lheimer Mannschaften gegenüber, nämlich
Titelverteidiger 1. DC Mülheim/Ruhr und Herausforderer DT Warnecke, das im
hessischen Muhlheim (mit 2mal "H") beheimat ist.
Nach einem 1-1 Zwischenstand zog der 1.DC Mülheim auf 5-1 davon, bevor
Warnecke wieder ein wenig auf 6-3 herankommen konnte. Doch Colin Rice und Vorker
Backes stellten mit ihrem 3:1 gegen Michael Rauch und Holger Kurz den 7-3
Titelgewinn des 1. DC Mülheim sicher.
Es war das sechste Mal, daß der 1. DC Mülheim/Ruhr Deutscher
Mannschaftsmeister wurde – ein geradezu unglaublicher Rekord für die
dominierende Vereinsmannschaft der Neunziger-Jahre zu dem man Colin Rice, Volker
Backes, Thomas Kremer, Michael Nett, Klaus Müller, Markus Mecklenbeck, Wolfgang
Plum, Marc Gebauer, Holger Huuk und Markus Huth nur gratulieren kann.
Doch auch das DT Warnecke, das als sechstes hessisches Team ein Finale um die
Mannschafts-DM erreichte, hat mit der Vizemeisterschaft eine Menge erreicht. Für
die Hessen spielten Peter Noack, Michael Rauch, Norbert Büchner, Holger Kurz,
Antonio Giove, Uwe Bügler, Marco Blesing, Peter Hochhäuser und Marcus Behnsen.
Gratulieren kann man auch den beiden ausrichtenden Vereinen DC St. Patrick in
1. DC Hanau, die einmal mehr absolute Spitze waren. Das ging schon beim
Sektempfang am Samstagmorgen los und zog sich über beide Tage bis hin zur
abschließenden Siegerehrung. Daß eine solch gute Stimmung während beider
Veranstaltungstage herrschte lag eben nicht zuletzt auch an den vielen
freundlichen Helfern – bei denen sich auch die deutsche dartsport zeitung an
dieser Stelle recht herzlich bedanken möchte.

Das DT Warnecke wurde Vize-Mannschaftsmeister
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
1998:
1. DC Mülheim gewinnt in Hanau 5.
Mannschafts-DM
Am 27./28. Juni 1998 gingen bei der Deutschen
Achter-Ligameisterschaft (Mannschafts-DM) 16 Teams an den Start. Diese Vereine
hatten sich jeweils über das Ligasystem ihres Landesverbandes für die Endrunde
in Hanau qualifiziert, wobei Nordrhein-Westfalen und Bayern als
mitgliederstärkste Verbände jeweils 3 Mannschaften stellten, während ansonsten
je zwei bzw. ein Teilnehmer pro Bundesland an den Start gingen. Einmal mehr war
die Stimmung unter den Teilnehmern ganz ausgezeichnet, wozu die mit viel Liebe
zum Detail versehene Organisation des Hanauer Ausrichters um Albert Schmidt
entscheidend beitrug.

Bayernmeister bereits in Vorrunde ausgeschieden
Am Samstag wurde zunächst eine Vorrunde gespielt, bei der sich die 16 Teams in 4
Gruppen a 4 Mannschaften aufteilten. In diesen Gruppen spielte jeder gegen
jeden, wobei die beiden vorderen Plätze jeder Gruppe das für Sonntatg angesetzte
Viertelfinale erreichten. Überraschend schied bereits hier Bayern-Meister
Finnegan´s Harp Nürnberg aus, während München und Augsburg weiterkamen. Auch die
recht stark eingeschätzten Teams von DSC Dietzenbach und Bremen-Vegesack
schafften in ihren Gruppen das Klassenziel nicht. Gruppensieger wurden 1. DC
Mülheim, 1. DSC Bochum, DSC Recklinghausen und Dart Team Warnecke. Ergänzt wurde
das Feld der letzten Acht durch Clochard Augsburg, Irish Folk Pub München,
Arpker DV und Fanatic Tower Berlin, die Zweite in ihren Gruppen wurden.
Bochum nach Teamgame gegen München draußen
Am Sonntag ging es dann beim Viertelfinale im KO-System weiter. Dabei kam es
zwischen dem 1. DSC Bochum und IFP München, als es nach der normalen Distanz von
8 Einzeln und 4 Doppeln 6-6 stand, zum alles entscheidenden Teamgame, welches
auf 1001/best-of-3 gespielt wurde. München hatte das Glück des Tüchtigen gewann
2:0. Den höchsten Sieg legte in dieser Runde mit 7-3 Clochard Augsburg hin, und
das obwohl DT Warnecke leichter Favorit gewesen war! Recklinghausen konnte sich
nach 4-4 Zwischenstand am Ende noch 7-4 gegen Fanatic Tower Berlin durchsetzen
und Rekordmeister Mülheim besiegte den Arpker DV mit dem gleichen Ergebnis.
Vorjahresendspiel diesmal schon im Halbfinale
Gegen 13 Uhr ging es dann mit den Halbfinals weiter wobei das Mülheimer Team um
Colin Rice mit 7-1 gegen die Hiebl-Truppe aus Augsburg sehr hoch gewann. München
dagegen mußte nach einem 6-6 gegen den Vorjahresfinalisten Recklinghausen erneut
ins Teamgame. Diesmal hatten die Männer um Ede Martin weniger Glück und mußten
ausscheiden. Damit war der Titelverteidiger draußen, denn im Vorjahr hatte
München das Finale gewonnen - und zwar gegen eben diese Recklinghäuser!
Recklinghausen führte im Finale schon 5-3
Im Finale konnte bis zum 3-2 für Mülheim kein Team mehr als 1 Spiel Vorsprung
herausspielen, doch dann gewannen Grimberg (3:0 gegen Colin Rice!), Haaß und
Jürgen Lechtken nacheinander für Recklinghausen, das damit nach den Einzeln 5-3
führte. Doch einmal mehr bewies sich die Mülheimer Doppelstärke und die
Ruhrpottler gewannen die ersten 3 Doppel hintereinander zur erneuten 6-5
Führung. Im letzten Spiel der Begegnung glichen Mike Adams und Chris Lechtken
dann jedoch gegen Kartik/Mecklenbeck zum 6-6 aus - und es war erneut ein
Teamgame fällig. Hier setzten sich einmal mehr die Mühlheimer mit 2:0 durch, was
ihnen ihre 5. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einbrachte, während
Recklinghausen sich erneut mit dem Vizetitel zufrieden geben musste.

Hanau war idealer Austragungsort
Ganz gewiss war Hanau der ideale Austragungsort für die Mannschafts DM, denn
hier stimmte einfach alles. Eine schöne Halle, gute Übernachtungsmöglichkeiten,
beste Möglichkeiten zum abendlichen Ausgehen und kurze Wege bilden eine gute
Grundlage für ein Mannschaftsturnier. Wenn dann noch eine Ausrichtercrew dazu
kommt, die sich soviel Mühe bis ins kleinste Detail hinein gibt wie die in
Hanau, dann müssen sich die Teilnehmer einfach wohl fühlen. Klasse zum Beispiel
auch die Idee die Urkunden aller teilnehmenden Teams mit deren zu Turnierbeginn
gemachten Mannschaftsfotos zu versehen!
(Bericht und Fotos von Volker Hatlauf)
1984:
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